August 10th, 2017 by Dominik

Rund 50 Spiele hat jedes MLB-Team noch zu absolvieren in diesem Jahr. Das sind mehr Partien als in den meisten anderen Sportarten in einem ganzen Jahr gespielt werden, in der MLB aber nicht mal ein Drittel der Saison. Ungefähr die Hälfte der für die Playoffs relevanten Entscheidungen ist so gut wie gefallen – die NL East sowie die beiden West-Divisionen sind entschieden, die Wild-Card-Plätze in der NL quasi sicher vergeben. Aber zum Glück gibt es ja noch die andere Hälte der Divisionen sowie die Wild Cards der AL, um die allesamt noch lange gerangelt werden wird, vielleicht bis zum letzten Spieltag. Und wenn nicht, dann lässt man sich eben durch die vielen netten Geschichten am Rande unterhalten: von kuriosen Spielverläufen, von verblüffenden Statistiken oder von MLB-Stars, die sich mit Drachen anlegen. Das alles und noch viel mehr gibt es heute im Grand Slam am Donnerstag.

National League
Um eine Steigerungsmöglichkeit zu wahren, fangen wir an mit der langweiligsten Division im Baseball, der National League East. Die Washington Nationals (67-45) dominieren souverän und fliegen doch ein wenig unter dem Radar, was die Gesamtbetrachtung der Liga angeht: Den Divisionssieg haben sie längst in der Tasche, weil Konkurrenz darum nicht existent ist, mit den ganz Großen – also den Dodgers und den Astros – können sie aber mit ihrer bisherigen Bilanz nicht mithalten. Ich muss es hier mal sagen, so leid es mir tut: Die Teamführung der Nationals leistet sehr gute Arbeit. Ohne viel Rampenlicht und ohne viel dafür abzugeben, wurde zur Trade-Deadline die bisherige Schwachstelle ausgemerzt, indem das Relief Pitching mit Ryan Madson, Sean Doolittle und Brandon Kintzler aufgerüstet wurde. Ganz anders hingegen meine New York Mets (50-61): Sie haben mit OF Jay Bruce (nach Cleveland) gestern den dritten Top-Spieler nach RP Addison Reed (nach Boston) und 1B Lucas Duda (nach Tampa Bay) abgegeben. Das wäre prinzipiell völlig in Ordnung und sinnvoll, wenn sie nur ein bisschen mehr dafür herausgeholt hätten als fünf unter ferner liefen einzustufende Minor-League-Reliever…

Deutlich mehr Spaß als der Blick auf die NL East macht der auf die NL Central. Das bisherige Führungsduo schwächelte in den letzten Tagen: Die Chicago Cubs (59-54) verloren zweimal gegen die San Francisco Giants, die Milwaukee Brewers (59-57) unterlagen gegen die Tampa Bay Rays und die San Francisco Giants viermal in Folge. Lachender Dritter sind die St. Louis Cardinals (58-56), die mit fünf Siegen hintereinander zu den beiden anderen aufgeschlossen haben, sodass nun alle drei nahezu gleichauf liegen. Auch die Pittsburgh Pirates (56-58), die seit letzten Donnerstag fünf von sieben Spielen gewonnen haben, könnten zumindest theoretisch noch ins Geschehen an der Spitze eingreifen. Die NL Central ist dieses Jahr sicher nicht die hochkarätigste, aber wohl die spannendste Division der MLB.

Das krasse Gegenteil davon ist die NL West. Hochkarätig? Aber hallo – mit den unglaublichen Los Angeles Dodgers (80-33) an der Spitze und dahinter den Colorado Rockies (65-48) und den Arizona Diamondbacks (64-49), die in jeder anderen Division um Platz eins mitspielen würden. Spannend? Leider nein – die Dodgers haben inzwischen fünfzehneinhalb Spiele Vorsprung und den beiden anderen sind die Wild Cards der NL so gut wie sicher. Die einzige Frage, die im Hinblick auf die Playoffs noch zu beantwoten ist, ist die nach dem Heimrecht im Wild-Card-Spiel. Wenigstens dieses Rennen ist noch spannend zwischen den Rockies und den Diamondbacks.

American League
In der American League East herrscht ein bisschen Showdown-Stimmung: Die Boston Red Sox (65-49) haben zuletzt acht Partien in Folge gewonnen und dabei den Abstand auf die New York Yankees (60-52) auf vier Spiele ausgebaut. An den beiden kommenden Wochenenden kann sich in dieser Division eine Vorentscheidung ergeben, denn die Red Sox und die Yankees treffen sich zu sechs direkten Duellen – diese Woche in New York, nächste Woche in Boston. Wenn die Red Sox aus diesen beiden Serien als deutlicher Sieger hervorgehen, dürften sie so gut wie durch sein. Die Yankees müssen übrigens dazwischen viermal gegen die Mets spielen – mit denen ist zwar zurzeit nicht viel los, aber umso motivierter dürften sie in die Stadtderbys gehen. Die Tampa Bay Rays (58-57) laufen immer Gefahr, im Windschatten der Red Sox und Yankees übersehen zu werden. Dabei spielen sie nach wie vor eine konstant solide Saison und in der ausgeglichenen AL könnte das am Ende durchaus für einen Wild-Card-Platz reichen.

Die AL Central wird angeführt vom nächsten Gegner der Rays, den Cleveland Indians (60-51). Die haben allerdings drei der letzten vier Spiele verloren und können froh sein, dass die Kansas City Royals (57-56) es ihnen gleich getan und somit nichts am Abstand von vier Spielen geändert haben. Anders als die Royals haben die Minnesota Twins (56-56) die Gunst der Stunde genutzt und sich mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen zurück in die Spitzengruppe gespielt, aus der ich sie schon abgeschrieben hatte. Mit drei Homeruns, fünf RBIs und drei Walks in diesen Spielen hatte „unser“ Major Leaguer Max Kepler einen ordentlichen Anteil an den Erfolgen. Minnesota steht nun viereinhalb Spiele hinter Cleveland und nur eineinhalb Spiele hinter der zweiten Wild Card.

Diese Wild Card belegen momentan die Seattle Mariners (59-56). Die Mariners haben sich nach einem enttäuschenden Saisonstart beständig hochgearbeitet und weisen seit 1. Juni eine Bilanz von 34-27 auf. In der AL West gibt es für sie zwar mit Sicherheit kein Vorbeikommen an den Houston Astros (71-42), auch wenn diese momentan etwas schwächeln und gerade eine Serie gegen die Chicago White Sox verlieren. Aber nach dem schwachen Beginn überhaupt in die Playoffs zu kommen, wäre schon ein toller Erfolg für die Mariners. Doch noch ist es ein weiter Weg, denn um die eine Wild Card (die andere wird wohl an die Yankees gehen) balgen sich mit den Mariners noch die Rays, die Royals, die Twins, die Orioles sowie in der eigenen Division die Los Angeles Angels (57-58). Die Angels sind übrigens ab heute zu einer Vier-Spiele-Serie zu Gast in Seattle.

Szene der Woche
Ich habe offen gestanden massiv damit geliebäugelt, den Cameo-Auftritt von Mets-Pitcher Noah Syndergaard bei Game of Thrones zur Szene der Woche zu erklären. Es war dann aber doch nicht so großartig wie erhofft, meinen Lieblingsspieler in meiner Lieblingsserie zu sehen. Zum einen war sein Auftauchen so kurz, dass man quasi mit Lupe und Standbild danach suchen musste. Zum anderen ließ die Leistung aus sportlicher Sicht zu wünschen übrig: He hit the first opponent he faced and then he got burned badly. (Sorry, das Wortspiel funktioniert nur auf Englisch.) Daher wähle ich dann doch die konservativere Variante und bestimme den Walk-Off-Homerun von Steven Souza Jr. zur Szene der Woche. Das Besondere daran ist, dass dieser Hit die längste Phase eines MLB-Teams ohne einen Walk-Off-Homerun beendete. Seit 22. Mai 2014 hatten die Tampa Bay Rays keinen solchen mehr erzielt, bis Souza Jr. am Sonntag mit seiner Aktion den 2:1-Sieg über die Milwaukee Brewers sicherte.

Statistik der Woche 
26. So alt ist Mike Trout seit Montag, was an sich noch keine bemerkenswerte Zahl ist. Aber wie wäre es mit diesen hier: Es war bereits das vierte Mal, dass Trout an seinem Geburtstag einen Homerun erzielte. Ausgerechnet an seinem Geburtstag gelang ihm auch sein 1000. Hit in der MLB. Währenddessen schlug Bryce Harper den 150. Homerun seiner Karriere – im auf den Tag genau gleichen Alter von 24 Jahren und 295 Tagen, in dem auch Trout seinen 150. Homerun erzielte. Und das ausgerechnet an dessen Geburtstag.

Spiel der Woche
Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die Chicago Cubs und die Arizona Diamondbacks sich dieses Jahr in den Playoffs begegnen. Falls es dazu kommen sollte, werden es hoffentlich wieder Spiele wie das am vergangenen Donnerstag. In einer geradezu epischen Regenschlacht machte Arizonas Paul Goldschmidt den Unterschied, indem er nach jeder Regenpause einen Homerun erzielte. Der erste trug dazu bei, die Diamondbacks im ersten Inning mit 4:0 in Front zu bringen. Der zweite baute die Führung im fünften Durchgang auf 6:1 aus. Nachdem die Cubs die Partie zwischenzeitlich auf 6:7 gedreht hatten und es nach acht Innings 8:8 stand, war es gegen Cubs-Closer Wade Davis Goldschmidts dritter Blast, der Arizona endgültig auf den Weg zum 10:8-Sieg brachte.

Spiel der kommenden Woche
In den kommenden Tagen sollte man sich das eine oder andere Spiel der Boston Red Sox anschauen – zum einen, weil sie mit ihrer aktuellen Acht-Siege-Serie das sind, was man im US-Sport „red hot“ nennt, zum anderen weil ihr Spielplan für die nächsten zwei Wochen ausnahmsls hochkarätige Begegnungen vorsieht: sechsmal gegen die Yankees, fünfmal gegen die Indians und zweimal gegen die Cardinals. Mein konkreter Einschalttipp ist die Partie gegen die Yankees am Samstag mit einem interessanten Pitcherduell zwischen Luis Severino (2.91 ERA, 2.91 FIP) und Drew Pomeranz (3.36 ERA, 3.69 FIP) und einer bequemen Startzeit von 22:05 Uhr mitteleuropäischer Zeit.

Posted in Grand Slam, MLB Tagged with: , , , , , , , , , , , ,

Juni 15th, 2017 by Dominik

Im Mittelpunkt des Geschehens der MLB stand in den letzten drei Tagen die Draft, die mit einem überraschenden Pick der Minnesota Twins begann (siehe „Szene der Woche“). Gleichzeitig lief auch der normale Spielbetrieb. Am Tabellenbild der Divisionen hat sich gegenüber letzter Woche wenig geändert, abgesehen davon dass im hochkarätigen Dreikampf der NL West zur Abwechslung mal die Dodgers knapp die Nase vorn haben. Interessant ist der Blick auf die Wild-Card-Stände der beiden Ligen: In der AL würden momentan beide Wild Cards an die AL East gehen, doch im Rennen sind ausnahmslos noch alle Teams, selbst die Oakland Athletics mit dem höchsten Rückstand von 6.5 Spielen. In der NL hingegen scheint die Sache relativ früh in der Saison so gut wie entschieden. Auch hier würden die Plätze zurzeit beide an eine Division – die NL West – gehen und das mit sehr deutlichem Abstand: Mit 8.0 Spielen sind die Chicago Cubs als erster Verfolger in der NL schon weiter weg von den Wild Cards als die Athletics als letzter Verfolger in der AL, die meisten NL-Teams weisen bereits einen zweistelligen Rückstand auf.

National League
In der National League East knüpfen die Washington Nationals (39-26) nahtlos an ihre bisherige Saison an: Mit starkem Starting Pitching und hervorragender Offensive halten Sie sich unangefochten in der Division, während ihr mieser Bullpen dafür sorgt, dass die Spiele spannend bleiben und wenigstens ab und zu auch mal verloren werden. Mit gehörigem Abstand folgt der Rest der NL East, zurzeit angeführt von den New York Mets (30-34), die in den letzten Tagen ordentlich Kapital aus der Rückkehr der lange verletzten Steven Matz, Seth Lugo und Yoenis Cespedes geschlagen haben. Mit Neil Walker und Asdrubal Cabrera gibt es aber schon wieder zwei neue Verletzte und auch Matt Harveys Arm soll noch einmal untersucht werden, nachdem er letzte Nacht bei einem schwachen Start in Chicago über ein unangenehmes Gefühl in selbigem klagte. Das bedauernswerteste Team der Liga sind unterdessen die Philadelphia Phillies (21-43), die mit Abstand die schlechteste Bilanz der MLB aufweisen und zuletzt acht Niederlagen in Folge erlitten haben.

Die Milwaukee Brewers (35-32) halten in der NL Central nach wie vor die Chicago Cubs (32-33) auf Distanz. Die Cubs kommen einfach nicht in Tritt, haben diese Woche sowohl die Heimserie gegen die Colorado Rockies als auch die Auswärtsserie bei den New York Mets verloren. Sie können von Glück sagen, dass sie in einer der zurzeit schwächsten Divisionen der MLB spielen, ansonsten wäre der Zug in Richtung Playoffs wohl schon so gut wie abgefahren. So aber befinden sich die Cubs nach wie vor in Lauerstellung und benötigen – ebenso wie die St. Louis Cardinals (30-34) und vielleicht sogar die Pittsburgh Pirates (30-36) – nur ein paar starke Spiele, um wieder voll im Rennen zu sein. Genauso schnell kann man aber auch nach unten durchgereicht werden, wie die Cincinnati Reds (29-36) gerade mit sechs Niederlagen am Stück am eigenen Leib erfahren haben.

In der MLB gibt es zurzeit vier Teams mit über 40 Saisonsiegen – drei davon spielen in der NL West. Das sagt eigentlich schon alles über die Stärke dieser Division, die wie eingangs erwähnt wahrscheinlich beide Wild Cards der NL erobern wird. Das heißt natürlich nicht, dass die Mitglieder des Triumvirats – die Los Angeles Dodgers (41-25), die Colorado Rockies (42-26) und die Arizona Diamondbacks (41-26) – sich auf dieser Position ausruhen können, denn nur der Erstplatzierte zieht direkt in die „richtigen“ Playoffs ein, während zwischen den Wild-Card-Teams ein einzelnes Spiel über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheidet. Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, dass der letzte Sieger im NL-Wild-Card-Spiel die San Francisco Giants (26-41) waren? Das scheint Ewigkeiten her, wenn man zurzeit das (von Madison Bumgarners Verletzung abgesehen) kaum veränderte, aber komplett implodierte Team sieht, das nach sieben Niederlagen in den letzten zehn Spielen sogar wieder hinter die San Diego Padres (27-40) gerutscht ist.

American League
In der American League East geben die New York Yankees (38-25) den Ton an. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich mir die Statistiken ansehen und feststelle, dass die Yankees nicht nur von ihrer spektakulären Offense um Rookie Aaron Judge leben, sondern auch im Pitching Top-Werte aufweisen. Zumindest die Starter fliegen für mich immer ein bisschen unter dem Radar, weisen aber immerhin die sechstwenigsten erlaubten Runs (3.93 ERA) der MLB auf. Das Run Differential der Yankees (+114) führt die Liga an mit 12 Runs Vorsprung auf die Houston Astros. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen halten die Boston Red Sox (37-28) den Kontakt zur Spitze, welchen die Baltimore Orioles (32-32) nach einer Serie von sechs Niederlagen derzeit verloren haben. Dazwischen haben sich heimlich, still und leise die Tampa Bay Rays (35-33) geschoben, die momentan den zweiten Wild-Card-Platz der AL einnehmen.

Die AL Central sieht der NL Central sehr ähnlich: Auch hier sind die Teams relativ eng beisammen und auch hier liegt mit den Minnesota Twins (33-29) ein Überraschungsteam vor dem letztjährigen World-Series-Teilnehmer Cleveland Indians (31-31). Und – auch das ist eine Parallele zur NL Central – die Formkurve fast aller Teams der Division weist eher nach unten. Einzig die Kansas City Royals (30-34) weisen aus den letzten zehn Spielen eine positive Bilanz auf, sie befinden sich auf einer Serie von zurzeit vier Siegen in Folge. Allerdings hatten sie auch das Glück, dass ihre Gegner dabei die San Diego Padres und die San Francisco Giants waren.

Kommen wir zu guter Letzt zum immer noch erfolgreichsten Team der Saison, den Houston Astros (45-22). Seit dem Ende ihrer Serie von elf Siegen haben die Astros nur drei von neun Spielen gewonnen, aber ihr Vorsprung in der AL West ist mehr als komfortabel genug, um solch eine Phase zu überstehen, ohne sich allzu große Sorgen zu machen. Was allerdings durchaus Sorgen verursacht, sind die zunehmenden Verletzungen: Mit Dallas Keuchel, Charlie Morton und nun Lance McCullers sind schon drei Starter auf der DL und Outfielder Josh Reddick erholt sich noch von der Gehirnerschütterung, die er beim Crash in die Mauer während eines Fangversuchs erlitten hat. Ernstzunehmende Verfolger haben die Astros nach wie vor nicht, am nächsten dran sind die Los Angeles Angels (35-34) mit elf Spielen Rückstand, alle anderen Teams der Division stehen unter .500.

Szene der Woche
Der wichtigste Moment der MLB-Woche war der erste Pick der Draft in der Nacht von Montag auf Dienstag. Entgegen der deutlichen Mehrzahl aller Spekulationen entschieden sich die Minnesota Twins weder für den hochgelobten Highschool-Pitcher Hunter Greene noch für einen der Collegespieler, denen man einen schnelleren Übergang in die MLB zutraute. Stattdessen wählten sie einen anderen direkt aus der Highschool kommenden Spieler, Shortstop Royce Lewis. Lewis war zwar ebenfalls als hoher Pick prognostiziert, doch dass er vor Greene gewählt würde, hatte kaum jemand vorhergesagt. Greene ging an Nummer zwei zu den Cincinnati Reds, der andere Favorit auf den Top-Pick, Louisvilles Brandon McKay, wurde erst als Vierter von den Tampa Bay Rays gepickt. Offenbar spielten bei den Picks auch finanzielle Erwägungen eine Rolle: Die Teams dürfen für die gedrafteten Spieler bestimmte nach Draftposition gestaffelte Höchstsummen ausgeben. Den Twins wird nachgesagt, dass ihnen kein Spieler die volle Höhe von 7.770.700 Dollar wert war. Deshalb entschieden sie sich für einen, der Ihnen vorab signalisierte, sich mit weniger zufrieden zu geben.

Statistik der Woche 
28. So viele Hits erzielten die Minnesota Twins Dienstagnacht beim 20:7 gegen die Seattle Mariners. Das war ein Franchise-Rekord und gleichzeitig MLB-weit das Spiel mit den meisten Hits eines Teams seit 2007. Den größten Beitrag zum offensiven Feuerwerk leisteten Eddie Rosario mit vier Hits, davon drei Homeruns, und Eduardo Escobar mit fünf Hits. Auch unser Lokalmatador Max Kepler hatte ordentlichen Anteil am Erfolg mit drei Hits, darunter ein Solo-Homerun, und einem Walk.

Spiel der Woche
Zwischen den Detroit Tigers und den Arizona Diamondbacks sah es Dienstagnacht nach einer klaren Angelegenheit aus: Die Diamondbacks beendeten den Tag von Tigers-Starter Buck Farmer nach nur zweieindrittel Innings mit neun Hits und sechs Runs, darunter Homeruns von Brandon Drury und Paul Goldschmidt. Auf der anderen Seite cruiste Zack Greinke durch fünf Innings mit nur zwei Hits und einem Walk. Doch im sechsten Inning bekamen Greinke und seine Defense plötzlich Probleme und kassierten sechs Runs zum Ausgleich – fünf davon „unearned“, weil ein schlechter Wurf von Drury und ein misslungener Catch von David Peralta dazu beitrugen, dass die Tigers in diesem Inning elf Runner an die Platte schicken und sechs Hits erzielen konnten. Ausgerechnet Peralta, der in der Outfield-Defense mehrere schwache Szenen hatte, sorgte schließlich doch noch für ein Happy End aus Sicht der Diamondbacks, indem er per Solo-Homer im neunten Inning das letztlich entscheidende 7:6 für Arizona erzielte.

Spiel der kommenden Woche
Die momentan größte Attraktion der Liga ist der Dreikampf um die NL West. Deshalb ist mein Einschalttipp für nächste Woche die Serie der Arizona Diamondbacks bei den Colorado Rockies. Konkret empfehle ich die Partie Mittwochnacht um 2:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Auf dem Mound stehen dann voraussichtlich zwei Pitcher, die zurzeit in hervorragender Form sind: für Arizona Taijuan Walker (ERA 3.32, in den letzten drei Spielen 2.12) und für Colorado Jeff Hoffman (ERA 2.33, in den letzten drei Spielen 1.33).

Posted in Grand Slam, MLB Tagged with: , , , , , , , , , , , , , , , , , ,