September 5th, 2017 by Dominik

Baseball ist ein Teamsport, man gewinnt zusammen und man verliert zusammen – weswegen es zum Beispiel blödsinnig ist, Pitcher-Wins und -Losses zu zählen. Aber natürlich sind es im Baseball noch mehr als in den meisten anderen Mannschaftssportarten auch immer wieder die Leistungen von einzelnen Spielern, die Aufmerksamkeit erregen und manchmal so bedeutend sind, dass sie Erfolg oder Misserfolg des jeweiligen Teams sehr stark mitbestimmen. Um dies zu würdigen, gibt es am Ende der Saison eine Reihe von Auszeichnungen, die überwiegend vom Baseball-Journalistenverband Baseball Writers‘ Association of America (BBWA) vergeben werden. Die wichtigste Auszeichnung ist natürlich die des wertvollsten Spielers (Most Valuable Player, kurz: MVP) in jeder der beiden Major-Ligen. Darüber hinaus gibt es für jede Liga den Cy Young Award für den besten Pitcher, einen Award für den besten Rookie und einen für den besten Manager. Nicht die BBWA sondern die MLB selbst vergibt zudem den Award des Comeback Players of the Year. Dieser geht an je einen Spieler, der es nach einer längeren Formschwäche oder Verletzung geschafft hat, wieder Top-Leistungen zu bringen.

Da sich die reguläre Saison dem Ende zuneigt, darf man so langsam anfangen zu spekulieren, wer dieses Jahr eine oder mehrere der begehrten Auszeichnungen abräumen wird. Bevor ich noch lange um den heißen Brei herum rede – hier sind meine Tipps:

American League MVP
In den letzten Jahren hat sich an dieser Stelle immer Mike Trout aufgedrängt, nicht zuletzt weil er regelmäßig die WAR-Statistik anführte. Trout ist meiner Ansicht nach immer noch der beste Spieler der MLB, aber dieses Jahr hatte er eine längere Verletzungspause und konnte der Saison deswegen nicht so sehr seinen Stempel aufdrücken wie man es von ihm gewohnt ist. Ganz anders Jose Altuve, bei dem dieses Jahr alles zusammenpasst: Er führt die AL sowohl mit 7.4 bWAR als auch mit 183 Hits, einem Batting Average von .354, einer On-Base-Percentage von .415, 290 Total Bases und einer OPS+ von 168 an und ist damit das Herzstück des besten Teams der Liga, der Houston Astros. So sieht für mich eine MVP-Saison aus, auch wenn Altuve mit „nur“ 21 Homeruns nichts für Power-Hitting-Fanatiker ist. Diese werden wohl eher für Aaron Judge mit seinen 38 teilweise monströsen Homeruns Partei ergreifen. Judge ist auch ein toller Baseballer, keine Frage. Aber wenn ich die Wahl hätte, wen von beiden ich lieber in meinem Team haben möchte, würde diese klar auf Altuve fallen.

National League MVP
In der NL liegt nach bWAR Max Scherzer vorne – eine besondere Leistung angesichts der Tatsache, dass er als Starting-Pitcher nur in jedem fünften Spiel dabei ist und obendrein ein paar Starts durch Verletzungen verpasst hat. Erfahrungsgemäß werden Pitcher nur selten zum MVP gewählt und ich vermute, dass sich das auch dieses Mal bewahrheitet, denn in Giancarlo Stanton drängt sich eine spektakulärere Option auf. Mit bislang 53 Homeruns ist Stanton auf dem Weg zu einer historischen Saison und das Kriterium, dass er sein Team deutlich wertvoller macht als es ohne ihn wäre, trifft auf ihn wohl so sehr zu wie auf kaum einen anderen. Neben Stanton und Scherzer dürften auch Paul Goldschmidt und Joey Votto in die nähere Auswahl kommen. Bryce Harper ist wegen seiner aktuellen Verletzung vermutlich aus dem Rennen.

American League Cy Young
Chris Sale war über weite Teile der Saison der Favorit auf den Cy-Young-Award und das nicht zu Unrecht, schließlich führt er die gesamte MLB mit 189.2 gepitchten Innings, 270 Strikeouts und einem FIP von 2.20 sehr deutlich an. Allerdings hatte er in zwei seiner letzten drei Spiele schwache Starts und plötzlich steht ein Anderer im Zentrum der Aufmerksamkeit: Clevelands Corey Kluber hatte einen holprigen Start in die Saison und musste fast den ganzen Mai über pausieren. Aber in den 18 Starts seit seiner Rückkehr war er extrem dominant und brachte es auf einen ERA von 1.85. Selbst auf das gesamte Jahr gesehen liegt er mit seinem ERA von 2.56 und FIP von 2.55 inzwischen auf Platz eins bzw. zwei der AL. Es wird ein spannender Endspurt zwischen Sale und Klubwr, aber Kluber scheint zurzeit auf der Überholspur.

National League Cy Young
Lange Zeit sah es so aus, als sollte es dieses Jahr eine klare Angelegenheit für Max Scherzer werden, nachdem sein ewiger Konkurrent Clayton Kershaw längere Zeit pausieren musste. Doch rechtzeitig zur heißen Phase der Saison ist Kershaw wieder fit und bei seinem Start am Freitag sah er aus, als wäre er nie weg gewesen. Mit einem ERA von 1.95 führt Kershaw die NL an, gefolgt von Scherzer mit 2.19. Momentan sehe ich Scherzer als leichten Favoriten, weil er seinem Team 25 Innings mehr geben konnte, aber es stehen noch vier bis fünf Starts für jeden der beiden aus und das Rennen ist eng.

American League Rookie
Wie oben ausgeführt glaube ich zwar nicht, dass Aaron Judge in seiner ersten kompletten MLB-Saison den MVP-Titel abräumen kann. Der Titel des besten Rookies in der AL dürfte ihm hingegen kaum zu nehmen sein. Mit 38 Homeruns, 101 Runs, 5.7 bWAR und 154 OPS+ ist er unter den jungen Spielern eine Klasse für sich. Allenfalls Matt Olson kommt auf ein vergleichbares Niveau, welches er aber über einen viel kürzeren Zeitraum gezeigt hat. Aus diesem Grund dürfte Olson nicht mal für Platz zwei in Frage kommen, auf dem ich eher Andrew Benintendi sehe.

National League Rookie
Auch in der NL sehe ich kein spannendes Duell um die Auszeichnung als bester Rookie sondern einen sehr deutlichen Favoriten. Cody Bellinger steht kurz davor, den Rekord für die meisten Homeruns eines Rookies in der NL zu brechen. Unter den Rookie-Battern ist er dieses Jahr konkurrenzlos. Allenfalls die Pitcher German Marquez und Kyle Freeland könnten zumindest Außenseiterchancen haben, ihm den Titel streitig zu machen. Beide haben das Problem, dass sie im hitterfreundlichen Ballpark der Rockies spielen, wodurch ihre Statistiken immer ein bisschen schwächer aussehen als sie sind.

American League Comeback Player
Ich tippe auf Michael Brantley, der wegen Schulteroperationen fast das gesamte letzte Jahr verpasst hat. Vor der Saison schien völlig offen, ob er an frühere Leistungen anknüpfen kann und seinen Platz wiederfindet in einem Team, das ohne ihn die World Series erreicht hatte. Er schlägt dieses Jahr .299/.358/.445 und sieht voll und ganz nach dem Spieler aus, der er immer war. Das einzige, was seine Chancen auf den Award beeinträchtigen könnte ist, dass er derzeit erneut verletzt ist, auch wenn es dieses Mal wohl eine deutlich kleinere Geschichte ist. Ein anderer Kandidat wäre Craig Kimbrel. Bei ihm ist es etwas zweifelhaft, ob man von einem Comeback sprechen soll, denn er hatte 2016 zwar das schlechteste Jahr seine Karriere, das mit 31 Saves, 3.40 ERA und 2.92 FIP aber für die meisten anderen Pitcher ein ziemlich ordentliches Jahr gewesen wäre. Dieses Jahr ist er jedenfalls wieder der Alte mit bislang 32 Saves, 1.55 ERA und 1.33 FIP.

National League Comeback Player
Zack Greinke war in Arizona nach einer schwachen Saison 2016 mit 4.37 ERA und 4.12 FIP sowie einigen nagenden Wehwehchen schon zum Fehleinkauf abgestempelt. Doch dieses Jahr ist er einer der entscheidenden Faktoren, dass die Diamondbacks die Kurve nach oben gekriegt haben und eine ganz hervorragende Saison spielen. Mit 3.08 ERA und 3.14 ERA in bislang 172.1 gepitchten Innings hat Greinke es ins All-Star-Team geschafft und ist mit 5.4 bWAR der drittbeste Pitcher in der NL. Andrew McCutchen und Greg Holland sind weitere Kandidaten für den Comeback-Award der NL.

American League Manager
Zum Manager of the Year wird man ernannt, wenn man ein Team dazu bringt, unter ungünstigen Umständen und trotz niedriger Erwartungen eine erfolgreiche Saison zu spielen. Das trifft wohl auf niemanden so sehr zu wie auf A. J. Hinch, den Manager der Houston Astros. Houston galt vor der Saison als eines von drei Teams, die mit den Texas Rangers und den Seattle Mariners um die AL West spielen könnten, doch stattdessen haben die Astros jegliche Konkurrenz schnell und dauerhaft weit hinter sich gelassen. Hinch ist es gelungen, das Lineup der Astros zur erfolgreichsten Offense der gesamten MLB zu formen und trotz diverser Verletzungen auch das Pitching auf Kurs zu halten.

National League Manager
In der NL fällt es mir schwerer, einen klaren Favoriten zu identifzieren. Dave Roberts von den Los Angeles Dodgers ist die offensichtlichste Option, denn als Manager des sowohl von den Siegen (92) als auch vom Run Differential (+189) mit Abstand erfolgreichsten Teams der Liga hat man definitiv eine Menge richtig gemacht. Der andere heiße Kandidat ist Torey Lovullo. Der nimmt zwar mit seinen Diamondbacks nur Platz zwei in der Division ein, doch dass Arizona so gut dasteht, mit einer Bilanz von 80-58 und aktuell einer Serie von elf Siegen hintereinander, hätte vor der Saison sicher niemand gedacht. Letztes Jahr hatten die Diamondbacks noch ein enttäuschendes Jahr mit 93 Niederlagen. Die größte Veränderung, die sie in der Offseason vorgenommen haben und die sich offenbar als Schlüssel zum Erfolg erwiesen hat, war die Anstellung eines neuen Managers: Lovullo.

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Juni 15th, 2017 by Dominik

Im Mittelpunkt des Geschehens der MLB stand in den letzten drei Tagen die Draft, die mit einem überraschenden Pick der Minnesota Twins begann (siehe „Szene der Woche“). Gleichzeitig lief auch der normale Spielbetrieb. Am Tabellenbild der Divisionen hat sich gegenüber letzter Woche wenig geändert, abgesehen davon dass im hochkarätigen Dreikampf der NL West zur Abwechslung mal die Dodgers knapp die Nase vorn haben. Interessant ist der Blick auf die Wild-Card-Stände der beiden Ligen: In der AL würden momentan beide Wild Cards an die AL East gehen, doch im Rennen sind ausnahmslos noch alle Teams, selbst die Oakland Athletics mit dem höchsten Rückstand von 6.5 Spielen. In der NL hingegen scheint die Sache relativ früh in der Saison so gut wie entschieden. Auch hier würden die Plätze zurzeit beide an eine Division – die NL West – gehen und das mit sehr deutlichem Abstand: Mit 8.0 Spielen sind die Chicago Cubs als erster Verfolger in der NL schon weiter weg von den Wild Cards als die Athletics als letzter Verfolger in der AL, die meisten NL-Teams weisen bereits einen zweistelligen Rückstand auf.

National League
In der National League East knüpfen die Washington Nationals (39-26) nahtlos an ihre bisherige Saison an: Mit starkem Starting Pitching und hervorragender Offensive halten Sie sich unangefochten in der Division, während ihr mieser Bullpen dafür sorgt, dass die Spiele spannend bleiben und wenigstens ab und zu auch mal verloren werden. Mit gehörigem Abstand folgt der Rest der NL East, zurzeit angeführt von den New York Mets (30-34), die in den letzten Tagen ordentlich Kapital aus der Rückkehr der lange verletzten Steven Matz, Seth Lugo und Yoenis Cespedes geschlagen haben. Mit Neil Walker und Asdrubal Cabrera gibt es aber schon wieder zwei neue Verletzte und auch Matt Harveys Arm soll noch einmal untersucht werden, nachdem er letzte Nacht bei einem schwachen Start in Chicago über ein unangenehmes Gefühl in selbigem klagte. Das bedauernswerteste Team der Liga sind unterdessen die Philadelphia Phillies (21-43), die mit Abstand die schlechteste Bilanz der MLB aufweisen und zuletzt acht Niederlagen in Folge erlitten haben.

Die Milwaukee Brewers (35-32) halten in der NL Central nach wie vor die Chicago Cubs (32-33) auf Distanz. Die Cubs kommen einfach nicht in Tritt, haben diese Woche sowohl die Heimserie gegen die Colorado Rockies als auch die Auswärtsserie bei den New York Mets verloren. Sie können von Glück sagen, dass sie in einer der zurzeit schwächsten Divisionen der MLB spielen, ansonsten wäre der Zug in Richtung Playoffs wohl schon so gut wie abgefahren. So aber befinden sich die Cubs nach wie vor in Lauerstellung und benötigen – ebenso wie die St. Louis Cardinals (30-34) und vielleicht sogar die Pittsburgh Pirates (30-36) – nur ein paar starke Spiele, um wieder voll im Rennen zu sein. Genauso schnell kann man aber auch nach unten durchgereicht werden, wie die Cincinnati Reds (29-36) gerade mit sechs Niederlagen am Stück am eigenen Leib erfahren haben.

In der MLB gibt es zurzeit vier Teams mit über 40 Saisonsiegen – drei davon spielen in der NL West. Das sagt eigentlich schon alles über die Stärke dieser Division, die wie eingangs erwähnt wahrscheinlich beide Wild Cards der NL erobern wird. Das heißt natürlich nicht, dass die Mitglieder des Triumvirats – die Los Angeles Dodgers (41-25), die Colorado Rockies (42-26) und die Arizona Diamondbacks (41-26) – sich auf dieser Position ausruhen können, denn nur der Erstplatzierte zieht direkt in die „richtigen“ Playoffs ein, während zwischen den Wild-Card-Teams ein einzelnes Spiel über Ausscheiden oder Weiterkommen entscheidet. Erinnert sich eigentlich noch jemand daran, dass der letzte Sieger im NL-Wild-Card-Spiel die San Francisco Giants (26-41) waren? Das scheint Ewigkeiten her, wenn man zurzeit das (von Madison Bumgarners Verletzung abgesehen) kaum veränderte, aber komplett implodierte Team sieht, das nach sieben Niederlagen in den letzten zehn Spielen sogar wieder hinter die San Diego Padres (27-40) gerutscht ist.

American League
In der American League East geben die New York Yankees (38-25) den Ton an. Ich bin immer wieder überrascht, wenn ich mir die Statistiken ansehen und feststelle, dass die Yankees nicht nur von ihrer spektakulären Offense um Rookie Aaron Judge leben, sondern auch im Pitching Top-Werte aufweisen. Zumindest die Starter fliegen für mich immer ein bisschen unter dem Radar, weisen aber immerhin die sechstwenigsten erlaubten Runs (3.93 ERA) der MLB auf. Das Run Differential der Yankees (+114) führt die Liga an mit 12 Runs Vorsprung auf die Houston Astros. Nach fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen halten die Boston Red Sox (37-28) den Kontakt zur Spitze, welchen die Baltimore Orioles (32-32) nach einer Serie von sechs Niederlagen derzeit verloren haben. Dazwischen haben sich heimlich, still und leise die Tampa Bay Rays (35-33) geschoben, die momentan den zweiten Wild-Card-Platz der AL einnehmen.

Die AL Central sieht der NL Central sehr ähnlich: Auch hier sind die Teams relativ eng beisammen und auch hier liegt mit den Minnesota Twins (33-29) ein Überraschungsteam vor dem letztjährigen World-Series-Teilnehmer Cleveland Indians (31-31). Und – auch das ist eine Parallele zur NL Central – die Formkurve fast aller Teams der Division weist eher nach unten. Einzig die Kansas City Royals (30-34) weisen aus den letzten zehn Spielen eine positive Bilanz auf, sie befinden sich auf einer Serie von zurzeit vier Siegen in Folge. Allerdings hatten sie auch das Glück, dass ihre Gegner dabei die San Diego Padres und die San Francisco Giants waren.

Kommen wir zu guter Letzt zum immer noch erfolgreichsten Team der Saison, den Houston Astros (45-22). Seit dem Ende ihrer Serie von elf Siegen haben die Astros nur drei von neun Spielen gewonnen, aber ihr Vorsprung in der AL West ist mehr als komfortabel genug, um solch eine Phase zu überstehen, ohne sich allzu große Sorgen zu machen. Was allerdings durchaus Sorgen verursacht, sind die zunehmenden Verletzungen: Mit Dallas Keuchel, Charlie Morton und nun Lance McCullers sind schon drei Starter auf der DL und Outfielder Josh Reddick erholt sich noch von der Gehirnerschütterung, die er beim Crash in die Mauer während eines Fangversuchs erlitten hat. Ernstzunehmende Verfolger haben die Astros nach wie vor nicht, am nächsten dran sind die Los Angeles Angels (35-34) mit elf Spielen Rückstand, alle anderen Teams der Division stehen unter .500.

Szene der Woche
Der wichtigste Moment der MLB-Woche war der erste Pick der Draft in der Nacht von Montag auf Dienstag. Entgegen der deutlichen Mehrzahl aller Spekulationen entschieden sich die Minnesota Twins weder für den hochgelobten Highschool-Pitcher Hunter Greene noch für einen der Collegespieler, denen man einen schnelleren Übergang in die MLB zutraute. Stattdessen wählten sie einen anderen direkt aus der Highschool kommenden Spieler, Shortstop Royce Lewis. Lewis war zwar ebenfalls als hoher Pick prognostiziert, doch dass er vor Greene gewählt würde, hatte kaum jemand vorhergesagt. Greene ging an Nummer zwei zu den Cincinnati Reds, der andere Favorit auf den Top-Pick, Louisvilles Brandon McKay, wurde erst als Vierter von den Tampa Bay Rays gepickt. Offenbar spielten bei den Picks auch finanzielle Erwägungen eine Rolle: Die Teams dürfen für die gedrafteten Spieler bestimmte nach Draftposition gestaffelte Höchstsummen ausgeben. Den Twins wird nachgesagt, dass ihnen kein Spieler die volle Höhe von 7.770.700 Dollar wert war. Deshalb entschieden sie sich für einen, der Ihnen vorab signalisierte, sich mit weniger zufrieden zu geben.

Statistik der Woche 
28. So viele Hits erzielten die Minnesota Twins Dienstagnacht beim 20:7 gegen die Seattle Mariners. Das war ein Franchise-Rekord und gleichzeitig MLB-weit das Spiel mit den meisten Hits eines Teams seit 2007. Den größten Beitrag zum offensiven Feuerwerk leisteten Eddie Rosario mit vier Hits, davon drei Homeruns, und Eduardo Escobar mit fünf Hits. Auch unser Lokalmatador Max Kepler hatte ordentlichen Anteil am Erfolg mit drei Hits, darunter ein Solo-Homerun, und einem Walk.

Spiel der Woche
Zwischen den Detroit Tigers und den Arizona Diamondbacks sah es Dienstagnacht nach einer klaren Angelegenheit aus: Die Diamondbacks beendeten den Tag von Tigers-Starter Buck Farmer nach nur zweieindrittel Innings mit neun Hits und sechs Runs, darunter Homeruns von Brandon Drury und Paul Goldschmidt. Auf der anderen Seite cruiste Zack Greinke durch fünf Innings mit nur zwei Hits und einem Walk. Doch im sechsten Inning bekamen Greinke und seine Defense plötzlich Probleme und kassierten sechs Runs zum Ausgleich – fünf davon „unearned“, weil ein schlechter Wurf von Drury und ein misslungener Catch von David Peralta dazu beitrugen, dass die Tigers in diesem Inning elf Runner an die Platte schicken und sechs Hits erzielen konnten. Ausgerechnet Peralta, der in der Outfield-Defense mehrere schwache Szenen hatte, sorgte schließlich doch noch für ein Happy End aus Sicht der Diamondbacks, indem er per Solo-Homer im neunten Inning das letztlich entscheidende 7:6 für Arizona erzielte.

Spiel der kommenden Woche
Die momentan größte Attraktion der Liga ist der Dreikampf um die NL West. Deshalb ist mein Einschalttipp für nächste Woche die Serie der Arizona Diamondbacks bei den Colorado Rockies. Konkret empfehle ich die Partie Mittwochnacht um 2:40 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Auf dem Mound stehen dann voraussichtlich zwei Pitcher, die zurzeit in hervorragender Form sind: für Arizona Taijuan Walker (ERA 3.32, in den letzten drei Spielen 2.12) und für Colorado Jeff Hoffman (ERA 2.33, in den letzten drei Spielen 1.33).

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