März 22nd, 2018 by Dominik

Die Los Angeles Dodgers haben eine großartige Saison hinter sich. Mit 104 Siegen waren sie das erfolgreichste Team der regulären Saison und in der Postseason führte sie ihr Weg bis in Spiel sieben der World Series. Trotz alledem fühlt es sich so an, als sei das letzte Jahr vor allem durch verpasste Chancen geprägt gewesen: Durch eine Negativserie von 16 Niederlagen in 17 Spielen im späten August und frühen September wurde die Chance verpasst, einen neuen MLB-Rekord für die meisten Siege in einer Saison aufzustellen; durch die Niederlage im entscheidenden Spiel der World Series wurde der Titel verpasst; Giancarlo Stanton wollte erklärtermaßen gerne zu den Dodgers, doch diese verpassten es, die Gelegenheit zu ergreifen; Shohei Ohtani hätten die Dodgers gern geholt, doch auch ihn verpassten sie knapp, indem er sich für die Angels entschied; und schließlich verpasste man die Chance, entweder Yu Darvish zu re-signen oder in der Free Agency einen adäquaten Nachfolger zu holen. Zu allem Überfluss hat sich jetzt auch noch Justin Turner verletzt; dafür kann niemand etwas, aber es ist ein weiterer Mosaikstein in dem Bild von einem Team, das gegenüber der Vorsaison eher einen Schritt zurück als einen Schritt nach vorne macht. Das soll nicht heißen, dass die Dodgers keine starke Mannschaft mehr wären. Für mich sind sie klarer Favorit, die NL West zum sechsten Mal in Folge zu gewinnen, und ich traue ihnen einen erneuten tiefen Playoff-Run zu. Aber als Favoriten, dieses Jahr die World Series zu erreichen geschweige denn zu gewinnen, sehe ich sie nicht.

Voraussichtliches Lineup
C Austin Barnes
1B Cody Bellinger
2B Logan Forsythe
SS Corey Seager
3B Justin Turner
LF Chris Taylor
CF Joc Pederson
RF Yasiel Puig

Voraussichtliche Rotation
SP Clayton Kershaw
SP Rich Hill
SP Alex Wood
SP Kenta Maeda
SP Hyun-Jin Ryu
Closer Kenley Jansen

Wichtigster Zugang
OF Matt Kemp (Atlanta Braves)

Wichtigster Abgang
SP Yu Darvish (Chicago Cubs)

Bestes Prospect
SP Walker Buehler

Größte Stärke
Nachhaltigkeit: Die Dodgers haben nicht nur aktuell ein sehr gutes Team beisammen, sie haben auch im Gegensatz zu vielen anderen derzeitigen Spitzenklubs keine Sorgen, dass sich irgendwelche Fenster schließen könnten. Sie haben eine relativ günstige Altersstruktur mit vielen jungen Leistungsträgern und fast alle Top-Spieler stehen noch für mehrere Jahre unter Vertrag. Darüber hinaus ist auch das Farm System nach wie vor voll mit Talenten. MLB Pipeline listet es als das sechstbeste der Liga.

Größte Schwäche
Der Bullpen außer Jansen: Kenley Jansen ist einer der besten, vielleicht sogar der beste Closer der Liga. Ansonsten ist im Bullpen der Dodgers aber einiges ungeklärt. Die besten Optionen für die Brücke zwischen Starter und Closer waren letztes Jahr Kenta Maeda, Brandon Morrow und Tony Watson, doch Morrow und Watson haben den Verein verlassen und Maeda soll eine neue Chance als Starter bekommen. Externe Verstärkungen haben die Dodgers sich kaum geleistet, allenfalls Scott Alexander könnnte sich als solche erweisen.

Spannendste Frage
Wird es Kershaws letztes Jahr bei den Dodgers? Zu der obigen Aussage, dass fast alle Top-Spieler noch eine Weile unter Vertrag stehen, gibt es eine bedeutende Ausnahme. Clayton Kershaws Kontrakt läuft zwar noch bis einschließlich 2020, enthält aber eine Opt-Out-Klausel für Ende 2018. Mit 33 Millionen Dollar im Jahr ist der 30-Jährige zwar bereits der Top-Verdiener der MLB, aber es ist trotzdem gut möglich, dass der wohl beste Pitcher der Welt nach der Saison seinen Marktwert testet und versucht, noch etwas mehr Gehalt oder zumindest eine längere Laufzeit herauszuholen.

Prognose
Platz 1 in der NL West, Aus in der NLCS

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März 20th, 2018 by Dominik

Die Arizona Diamondbacks sind ein lebendes Beispiel dafür, dass Erfolge nicht nur von den Spielern, sondern auch von der sportlichen Leitung abhängen. 2016 waren die Diamondbacks noch eine Enttäuschung, weil sie das vorhandene Potenzial ihres Kaders nicht zur Entfaltung brachten und bei einer Bilanz von nur 69 Siegen und 93 Niederlagen landeten. Als Konsequenz aus der fehlgeschlagenen Saison wurde das komplette Führungstrio gefeuert und durch Mike Hazen als General Manager und Torey Lovullo als Manager ersetzt. Das Team blieb personell weitgehend dasselbe, vollzog leistungsmäßig aber eine buchstäbliche Kehrtwende: Am Ende der Saison 2017 standen eine exakt umgekehrte Bilanz von 93 Siegen und 69 Niederlagen sowie die Qualifikation für die Playoffs. Dort warteten die gleichen Gegner wie in der regulären Saison: Das Wild-Card-Spiel gegen die Rockies gewannen die Diamondbacks, in der NLDS ließen sie sich von den Dodgers sweepen. Wie jedes Team, das einmal Postseason-Luft geschnuppert hat, wollen auch die Diamondbacks direkt wieder dorthin. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht, auch wenn das Team eine deutliche Schwächung hinnehmen muss: Outfielder J. D. Martinez hat Arizona nach Ablauf seines Vertrages verlassen und im Lineup eine Lücke gerissen, die durch Steven Souza und Jarrod Dyson nur unzureichend gefüllt werden kann. Die Offense der Diamondbacks bleibt dennoch eine der besseren der Liga, jedenfalls solange sie von größeren Ausfällen verschont bleibt. Da sowohl die Starting Rotation als auch der Bullpen letztes Jahr deutliche Schritte nach vorne gemacht haben und für 2018 weitgehend zusammen gehalten wurden, ergibt sich ein ausgeglichenes Team, dem ich eine weitere starke Saison zutraue.

Voraussichtliches Lineup
C Alex Avila
1B Paul Goldschmidt
2B Chris Owings
SS Ketel Marte
3B Jake Lamb
LF David Peralta
CF A. J. Pollock
RF Steven Souza

Voraussichtliche Rotation
SP Zack Greinke
SP Taijuan Walker
SP Robbie Ray
SP Patrick Corbin
SP Zack Godley
Closer Archie Bradley

Wichtigster Zugang
C Alex Avila (Chicago Cubs)

Wichtigster Abgang
OF J. D. Martinez (Boston Red Sox)

Bestes Prospect
SP Jon Duplantier

Größte Stärke
Die Starting Rotation: Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber ich war beim Blick auf die Zahlen wirklich überrascht, dass die Diamondbacks 2017 mit 3.61 ERA, 3.71 FIP und 18.8 fWAR die beste Rotation der NL und die zweitbeste der MLB stellten. Zack Greinke hat im zweiten Jahr seines großzügigen Vertrages endlich den Output zeigen können, den man von ihm erwartet, Robbie Ray hatte ein echtes Breakout-Jahr und auch Taijuan Walker, Patrick Corbin und Zack Godley überzeugten durch Leistung und Konstanz. Jeder der fünf absolvierte mehr als 150 Innings und sie alle sind dieses Jahr erneut für die Diamondbacks am Start, um zu beweisen, dass das letzte Jahr kein Zufall war.

Größte Schwäche
Die Bench: Was die Diamondbacks von den wirklichen Spitzenteams unterscheidet, ist die fehlende Tiefe des Rosters. In der ersten Reihe sind sie durchweg sehr gut aufgestellt, auf der Bank sehe ich allerdings kaum Leute, die man im Fall von Ausfällen bedenkenlos und ohne zu erwartenden Qualitätsverlust bringen kann.

Spannendste Frage
Wie wird sich der Bullpen aufstellen? Der letztjährige Closer Fernando Rodney hat das Team verlassen, was aber – bei allem Respekt vor seiner langen und erfolgreichen Karriere – kein großer Verlust sein dürfte. Als bester Reliever der Diamondbacks hat sich bereits letztes Jahr der erfolgreich vom Starter umgeschulte Archie Bradley erwiesen. Brad Boxberger und Yoshihisa Hirano sind die beiden anderen Kernstücke einer Einheit, in der die Einzelrollen noch nicht festgelegt sind und möglicherweise je nach Gegner und Erholungsstand immer wieder neu justiert werden. Bradley als das Ass der Gruppe dürfte der erste Anwärter auf den Closer-Posten sein, aber es ist auch gut denkbar, dass er weiterhin in einer hochflexiblen „Andrew-Miller-Rolle“ am besten aufgehoben ist.

Prognose
Platz 2 in der NL West, Wild Card

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März 16th, 2018 by Dominik

Genau wie die gestern vorgestellten Twins waren die Colorado Rockies eines der Überraschungsteams des letzten Jahres und genau wie für die Twins währte die Postseason für die Rockies nur bis zum Wild-Card-Spiel. Natürlich hat das Hunger auf mehr gemacht, gerade für eine Franchise wie die Rockies, die es in ihrer 25 Jahre alten Geschichte nur viermal in die Playoffs geschafft hat – übrigens immer über die Wild Card, noch nie als Divisionssieger. Die Division werden sie wohl auch dieses Jahr nicht gewinnen, aber eine Wild Card möchte man schon gern wieder haben. Das Batting Lineup des letzten Jahres um seine beiden Stars Nolan Arenado und Charlie Blackmon ist nahezu unverändert geblieben. Nur Catcher Chris Iannetta ist neu und Rookie Ryan McMahon wird voraussichtlich die erste Base übernehmen. Auch in der komplett aus Eigengewächsen bestehenden Starting Rotation ist Beständigkeit die Devise; größere Veränderungen gab es allein im Bullpen, der in Closer Greg Holland einen Leistungsträger verloren, in Wade Davis aber wohl mindestens gleichstarken Ersatz gefunden hat. Es wird schwer werden, den Erfolg aus dem letzten Jahr zu wiederholen, doch die Zeit dafür ist jetzt – nach der Saison werden Charlie Blackmon und D. J. LeMahieu, ein Jahr später Nolan Arenado Free Agents. Damit könnte sich das Fenster der Rockies schon wieder schließen, denn die drei Stars zu halten wird finanziell vermutlich nicht drin sein für Colorado.

Voraussichtliches Lineup
C Chris Iannetta
1B Ryan McMahon
2B D. J. LeMahieu
SS Trevor Story
3B Nolan Arenado
LF Ian Desmond
CF Charlie Blackmon
RF Carlos Gonzalez

Voraussichtliche Rotation
SP Jon Gray
SP German Marquez
SP Chad Bettis
SP Tyler Anderson
SP Kyle Freeland
Closer Wade Davis

Wichtigster Zugang
RP Wade Davis (Chicago Cubs)

Wichtigster Abgang
RP Greg Holland (noch ohne neuen Verein)

Bestes Prospect
SS Brendan Rodgers

Größte Stärke
Die hausgemachte Rotation: Gut, die größte Stärke der Rockies dürfte nach wie vor das Batting sein, aber man kann inzwischen tatsächlich auch mal ihr Pitching loben. Seit ihrem Bestehen gilt diese Franchise wegen des hoch gelegenen Ballparks als vermintes Terrain für Pitcher. Aber die Rockies haben aus der Not, dass etablierte Pitcher nicht nach Colorado wollen, eine Tugend gemacht und in den letzten Jahren sehr gute Nachwuchsarbeit geleistet. Alle fünf voraussichtlichen Starter kommen aus der eigenen Farm und geben begründeten Anlass zur Erwartung, dass das einstige Problemfeld mit einer soliden Einheit besetzt ist.

Größte Schwäche
Die Division: Die NL West ist in meinen Augen die Division mit der höchsten Leistungsdichte in der MLB. Die Los Angeles Dodgers bleiben vermutlich auch dieses Jahr eine Klasse für sich, dahinter wetteifern die Rockies und die Arizona Diamondbacks um die bessere Wild-Card-Position und es spricht nicht wenig dafür, dass auch die San Francisco Giants sich wieder in dieses Rennen einschalten werden. In den meisten anderen Divisionen hätte ich die Rockies auf Platz zwei mit einer Wild Card getippt – in der NL West wage ich diesen Tipp nicht, hier werden letztlich Kleinigkeiten wie ein, zwei Verletzungen oder Glück und Pech in knappen Spielen entscheiden.

Spannendste Frage
Zahlt sich die Investition in den Bullpen aus? Im Gegensatz zur selbst herangezogenen Starting Rotation haben die Rockies in den Bullpen reichlich über die Free Agency investiert: Für jeweils drei Jahre unterschrieben Star-Closer Wade Davis für 52 Millionen Dollar, Setup-Righty Bryan Shaw und Setup-Lefty Jake McGee für je 27 Millionen. Das sind über 100 Millionen Dollar für drei Reliever – eine Menge Geld, aber wohl nötig. Denn zum einen ist ein starker Bullpen essentiell in einer Umgebung, in der Starter schneller erschöpft sind als anderswo, zum anderen kommen Pitcher nicht ohne reichlich „Schmerzensgeld“ nach Colorado.

Prognose
Platz 3 in der NL West

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März 13th, 2018 by Dominik

Die San Francisco Giants waren 2017 mit nur 64 gewonnenen Spielen das schlechteste Team der Liga. Von den Playoffs trennten sie am Ende der Saison satte 23 Siege, vom Divisionssieger Los Angeles Dodgers, mit dem sie sich eigentlich einen spannenden Zweikampf liefern sollten, sogar satte 40. Was war passiert? Es war einfach alles zusammen gekommen: eine langwierige Verletzung von Top-Ass Madison Bumgarner (beim Fahrradfahren!), Formschwächen bei sämtlichen anderen Starter sowie bei Closer Mark Melancon, eine erneute Gehirnerschütterung von First Baseman Brandon Belt, die schwächste Saison der Karriere von Outfielder Hunter Pence und mehrere gescheiterte Experimente bei der Besetzung des Leftfields und der dritten Base. Kurz gesagt, was schief gehen konnte ging schief. Ich glaube nicht, dass sich so eine Pleiten-Pech-und-Pannen-Saison wiederholt. Dafür sprechen sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch die sinnvollen Aktivitäten der Teamführung in der Offseason. Mit Evan Longoria und Andrew McCutchen wurden für die beiden Problemposten Third Base und Leftfield zwei etablierte Größen geholt, der Bullpen wurde mit Tony Watson verstärkt und Melancon ließ eine Operation über sich ergehen, um die mutmaßliche Ursache für sein ungewohnt schwaches Jahr zu beheben. Das alles sollte dazu beitragen, dass die Giants sich dieses Jahr wieder auf einem Niveau einrichten, das näher am Potenzial ihres Kaders liegt. Für eine Playoff-Teilnahme müsste allerdings dieses Jahr genauso viel plötzlich optimal laufen wie letztes Jahr plötzlich schlecht lief. Vielleicht hilft es den Giants ja, dass es ein gerades Jahr ist, denn bisher waren das in diesem Jahrzehnt für sie immer die besseren Jahre, drei Championships 2010, 2012 und 2014 eingeschlossen. Die starke Konkurrenz in der Division wird sich allerdings wenig um Aberglauben und um Erinnerungen an bessere Zeiten scheren – an den Dodgers führt auf absehbare Zeit kein Weg vorbei und die Diamondbacks und die Rockies sind auch nicht schlechter geworden.

Voraussichtliches Lineup
C Buster Posey
1B Brandon Belt
2B Joe Panik
SS Brandon Crawford
3B Evan Longoria
LF Hunter Pence
CF Austin Jackson
RF Andrew McCutchen

Voraussichtliche Rotation
SP Madison Bumgarner
SP Johnny Cueto
SP Jeff Samardzija
SP Chris Stratton
SP Ty Blach
Closer Mark Melancon

Wichtigster Zugang
OF Andrew McCutchen (Pittsburgh Pirates)

Wichtigster Abgang
IF Christian Arroyo (Tampa Bay Rays)

Bestes Prospect
OF Heliot Ramos

Größte Stärke
Madison Bumgarner: MadBum ist der unumstrittene Star des Teams und das bleibt er auch nach der Ankunft von Longoria und McCutchen, die in ihren bisherigen Teams jeweils selbst das „Gesicht der Franchise“ gewesen waren. Falls die Giants es zurück in die Playoffs schaffen sollten, wäre ihnen dort allein dank Bumgarners enormer Klasse und Einsatzbereitschaft alles zuzutrauen.

Größte Schwäche
Run-Scoring: Die Giants haben letztes Jahr die zweitwenigsten Runs (639), die wenigsten Homeruns (128), die zweitgeringste On-Base-Percentage (.309) und das geringste Slugging (.380) der MLB produziert. So schlimm wird es wohl nicht wieder werden, aber die Giants bleiben ein Team, das über Pitching und Defense zum Erfolg findet oder eben nicht.

Spannendste Frage
Kriegt der Rest der Rotation die Kurve? Jeder der vier voraussichtlichen Starter hinter Bumgarner zeigte 2017 ein spezielles Problem – Johnny Cuetos ließ zu viele Walks zu (3.24 BB/9), Jeff Samardzija zu viele Homeruns (1.30 HR/9), Chris Stratton sehr viele Linedrives (28,4% aller batted balls) und Ty Blach produzierte extrem wenige Strikeouts (10,6%). Hier ist anzusetzen, wenn der Turnaround gelingen soll.

Prognose
Platz 4 in der NL West

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März 5th, 2018 by Dominik

Der Preis für den schlechtesten Offseason-Move des Jahres geht von meiner Seite an die San Diego Padres. Welcher Teufel reitet ein vielversprechendes junges und bezahlbares Middle-Market-Team, sich einen 144 Millionen Dollar teuren Free Agent für acht Jahre ans Bein zu binden? Das Ganze auf einer Position – erste Base -, die mit Wil Myers bereits ordentlich besetzt war und mit einem Spieler – Eric Hosmer -, dessen Karriere bislang von extrem schwankenden Offensivleistungen und klar unterdurchschnittlicher Defensive geprägt war. Eine andere Verpflichtung, die die Padres getätigt haben, gefällt mir deutlich besser: Shortstop Freddy Galvis wurde gegen einen Minor-League-Pitcher von den Philadelphia Phillies ertradet. Galvis ist zum einen ein guter und günstiger Platzhalter und Mentor für den 19-jährigen Fernando Tatis, den die Padres als ihren Shortstop der Zukunft sehen. Zum anderen ist der defensivstarke Galvis eine passende Ergänzung zu den Startern der Padres. Diese hatten 2017 die höchste Groundballrate der MLB (51,1%) und dürften von dem defensiven Upgrade der Shortstop-Position deutlich profitieren. Alles in allem stellen die Padres 2018 eine Mannschaft, die ich für noch nicht konkurrenzfähig halte, die aber mit vielen entwicklungsfähigen jungen Spielern im Team und in der Farm auf einem guten Weg dorthin ist.

Voraussichtliches Lineup
C Austin Hedges
1B Eric Hosmer
2B Carlos Asuaje
SS Freddy Galvis
3B Chase Headley
LF Hunter Renfroe
CF Manuel Margot
RF Wil Myers

Voraussichtliche Rotation
SP Clayton Richard
SP Dinelson Lamet
SP Luis Perdomo
SP Colin Rea
SP Robbie Erlin
Closer Brad Hand

Wichtigster Zugang
1B Eric Hosmer (Kansas City Royals)

Wichtigster Abgang
IF Yangervis Solarte (Toronto Blue Jays)

Bestes Prospect
SS Fernando Tatis

Größte Stärke
Das Farmsystem: Nachwuchssorgen dürften die Padres in absehbarer Zeit nicht haben. Ihre Farm steht im frisch erschienenen Ranking von MLB Pipeline auf dem ersten Platz, Baseball America und ESPN sehen sie jeweils auf Rang drei.

Größte Schwäche
Die Starting Rotation: Auch hier sind die Padres mit Masse und Klasse an Talenten ausgestattet, doch es dürfte noch ein bisschen Trial and Error anstehen, bevor sich herauskristallisiert, welche fünf Pitcher die Konstanz und das Durchhaltevermögen mitbringen, die Defensive des Teams dauerhaft zu tragen.

Spannendste Frage
Bringt Matt Stairs die Padres auf Base? Seit vier Jahren weisen die Padres regelmäßig die niedrigste On-Base-Percentage der gesamten MLB auf. Mit Stairs wurde ein neuer Hitting Coach verpflichtet, dessen Philosophie auf Geduld aufbaut und der bei seiner vorherigen Station die  Philadelphia Phillies zu deutlich besseren On-Base-Werten führte. Man wird sehen, ob ihm das auch in San Diego gelingt.

Prognose
Platz 5 in der NL West

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März 27th, 2017 by Dominik

Die Giants haben eine sehr seltsame Saison hinter sich. Zum All-Star-Game, also nach etwas mehr als der Hälfte der Saison, wiesen sie mit 57 Siegen und 33 Niederlagen die beste Bilanz der gesamten Liga auf. Anschließend brachten sie es für den Rest der Saison nur noch auf 30-42, verspielten einen Vorsprung von acht Spielen auf die Los Angeles Dodgers und mussten am Ende froh sein, mit Ach und Krach die Wild Card zu erreichen. Woran der massive Einbruch lag, ist schwer zu sagen; von Verletzungen waren die Giants jedenfalls nicht stärker gebeutelt als andere Teams (vor allem nicht stärker als die Dodgers). Ein Teil der Erklärung dürfte sein, dass die Giants zu oft knappe Führungen nicht nach Hause brachten. Mit 30 Blown Saves lagen sie 2016 an der Spitze der Liga und 50% über dem MLB-Durchschnitt von 20 – und stilgerecht verloren sie auch das letzte Spiel der Saison, Game 4 der NLDS gegen die Cubs, durch eine verspielte 5:2-Führung im neunten Inning. In ihrer ansonsten recht zurückhaltenden Offseason setzten die Giants eine klare Priorität auf die Verpflichtung eines erprobten Closers und fanden diesen in Mark Melancon. Der offensichtliche Schwachpunkt dürfte damit abgestellt sein. Ob das genügt, in diesem Jahr sowohl einzelne Spiele als auch die gesamte Saison nicht nur stark zu beginnen sondern sie auch stark zu beenden, wird sich zeigen.

Voraussichtliches Lineup
C Buster Posey
1B Brandon Belt
2B Joe Panik
SS Brandon Crawford
3B Eduardo Nunez
LF Jarrett Parker
CF Denard Span
RF Hunter Pence

Voraussichtliche Rotation
SP Madison Bumgarner
SP Johnny Cueto
SP Jeff Samardzija
SP Matt Moore
SP Matt Cain
Closer Mark Melancon

Wichtigster Zugang
RP Mark Melancon (Washington Nationals)

Wichtigster Abgang
RP Sergio Romo (Los Angeles Dodgers)

Bestes Prospect
2B Christian Arroyo

Größte Stärke
One-Two-Punch: Die aus Madison Bumgarner und Johnny Cueto bestehende Spitze der Rotation war 2016 je nach verwendeter Statistik (ERA oder FIP) das beste oder das zweitbeste Duo der Liga. Da beide auch um einen besseren Vertrag spielen (Cueto hat eine Ausstiegsklausel und Bumgarner hofft, einen längerfristigen und höher dotierten Kontrakt als den bestehenden aushandeln zu können), darf man mit einer hochmotivierten Saison von ihnen rechnen.

Größte Schwäche
Tiefe: Die auf den ersten Plätzen starke Rotation fällt schon ab #5 deutlich ab, im Outfield fehlt eine adäquate Besetzung für die linke Seite und der Bullpen hinter Melancon ist spätestens seit der Verletzung von Will Smith auch nicht allzu prall bestückt. Sollten sich zusätzlich Ausfälle bei den Pitchern oder im Outfield ergeben, dürfte das zu Problemen führen.

Spannendste Frage
Wer setzt sich im Left Field durch? Durch die Abgänge von Angel Pagan und Gregor Blanco ist das Outfield der Giants noch dünner geworden als es vorher schon war. Jarrett Parker und Mac Williamson sind momentan die aussichtsreichsten Kandidaten auf den offenen Posten. Den Zahlen nach ist Williamson der etwas bessere Fielder, Parker der etwas bessere Batter, insbesondere gegen Rechtshänder. Wahrscheinlich wird es auf eine Arbeitsteilung der beiden hinauslaufen, sofern die Giants nicht doch noch mal auf dem Markt tätig werden.

Prognose
Platz 1 in der NL West, Playoff-Aus im NLDS

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März 25th, 2017 by Dominik

Die Dodgers hatten eine sehr aktive Offseason, allerdings weniger in Form von Neuverpflichtungen – die gab es auch, z. B. 2B Logan Forsythe und RP Sergio Romo – als in Form von hochdotierten neuen Verträgen für Spieler, die sie behalten wollten. Closer Kenley Jansen bekommt 80 Millionen Dollar für fünf Jahre, 3B Justin Turner 64 Millionen für vier Jahre und SP Rich Hill 48 Millionen für drei Jahre. Damit bleiben die Dodgers klar an der Spitze der Gehälterrangliste, die sie seit Jahren anführen. In Erfolge hat sich die Investitionsfreude bislang nur teilweise übersetzen lassen: Zwar schlossen die Dodgers die letzten vier Jahre durchweg mit jeweils mehr als 90 Siegen auf Platz eins der NL West ab, aber an einer World Series haben sie schon seit 1988 nicht mehr teilgenommen. Trotz einer von zahlreichen Verletzungssorgen geprägten Saison erreichten die Dodgers 2016 immerhin die Championship-Serie der NL, in der sie sich dem späteren World-Series-Sieger Chicago Cubs geschlagen geben mussten. Dass man sich nach so einer Saison darauf konzentriert, das Team soweit wie möglich zusammen zu halten und punktuell zu verstärken, erscheint naheliegend und genau das wurde getan. Dennoch prognostiziere ich für die Dodgers einen leichten Rückschritt – basierend auf dem Bauchgefühl, dass sie auch dieses Jahr mit diversen Wehwehchen zu kämpfen haben werden und dass Erfolg oder Misserfolg für sie zu sehr von zwei, drei herausragenden Akteuren abhängen.

Voraussichtliches Lineup
C Yasmani Grandal
1B Adrian Gonzalez
2B Logan Forsythe
SS Corey Seager
3B Justin Turner
LF Andrew Toles
CF Joc Pederson
RF Yasiel Puig

Voraussichtliche Rotation
SP Clayton Kershaw
SP Kenta Maeda
SP Rich Hill
SP Brandon McCarthy
SP Alex Wood
Closer Kenley Jansen

Wichtigster Zugang
2B Logan Forsythe (Tampa Bay Rays)

Wichtigster Abgang
BC Vin Scully (Ruhestand)

Bestes Prospect
1B Cody Bellinger

Größte Stärke
Clayton Kershaw und Kenley Jansen: Beide sind Weltspitze in ihrem jeweiligen Fach und werten sowohl die Rotation als auch den Bullpen von ansonsten soliden Einheiten zu herausragenden auf.

Größte Schwäche
Verletzungsanfälligkeit: Die Dodgers hatten 2016 24 Spieler zumindest zeitweise auf der Disabled List, mehr als jedes andere MLB-Team. Ein Stückweit mag das einfach Pech sein, aber das ist nicht die ganze Wahrheit: In der Rotation ist nur ein voraussichtlicher Starter unter 29, im Lineup sind nur drei unter 28; mit Rich Hill hat ein bekanntermaßen häufig verletzter 37-Jähriger gerade einen Dreijahresvertrag bekommen; Kershaw absolvierte in fünf der letzten sechs Saisons 210 bis 259 Innings und in der sechsten nur deshalb weniger (173), weil er zwei Monate lang verletzt war. Ich wünsche den Dodgers, dass sie gesund bleiben, aber es würde mich nicht wundern, wenn es erneut anders kommt.

Spannendste Frage
Wie geht es weiter mit Yasiel Puig? Der 26-Jährige wurde einst als kommender Superstar gefeiert und scheint sich nun auf dem unschönen Weg zum ewigen Talent zu befinden. Nach einer Strafversetzung in die Minor League im vergangenen August bemüht er sich zurzeit, seine werweißwievielte letzte Chance zu nutzen und zu zeigen, dass er den Willen und die Disziplin aufbringen kann, dem Team seinen großen Fähigkeiten entsprechend zu helfen.

Prognose
Platz 2 in der NL West, Aus im Wild-Card-Spiel

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März 17th, 2017 by Dominik

Die Rockies sind eines der Teams, auf die ich mich dieses Jahr besonders freue, weil ich von ihnen eine interessante und unterhaltsame Saison erwarte. Die gute Nachwuchsarbeit begann bereits in der letzten Saison streckenweise spürbar Früchte zu tragen und mit Bud Black hat man einen erfahrenen neuen Manager verpflichtet, von dem man hofft, dass er das Beste aus dem vorhandenen Spielermaterial herausholt. Dieses besteht insbesondere aus einer sehr starken Offense mit jungen Eigengewächsen wie OF David Dahl und SS Trevor Story, erfahrenen Veteranen wie OF Charlie Blackmon und 2B D. J. LeMahieu und natürlich Nolan Arenado – ebenfalls ein Eigengewächs und mit 25 längst einer der Topstars der Liga. Das Pitching Staff ist weniger beeindruckend und der Grund, warum man in der Division vermutlich nicht ganz vorne mitspielen wird. Mit Jon Gray und Tyler Anderson stehen zwei gute, ebenfalls selbst herangezogene Starter an der Spitze, hinter der der Rest der Rotation deutlich abfällt – nicht zuletzt wegen des Schicksalsschlags, der Chad Bettis ereilt hat. Der 27-jährige Pitcher kämpft gegen eine Krebserkrankung und fällt dadurch auf unbestimmte Zeit aus. Man kann ihm nur die Daumen drücken.

Voraussichtliches Lineup
C Tony Wolters
1B Ian Desmond
2B D. J. LeMahieu
SS Trevor Story
3B Nolan Arenado
LF Gerrardo Parra
CF Charlie Blackmon
RF Carlos Gonzalez

Voraussichtliche Rotation
SP Jon Gray
SP Tyler Anderson
SP Tyler Chatwood
SP Jeff Hoffman
SP German Marquez
Closer Adam Ottavino

Wichtigster Zugang
1B/OF Ian Desmond (Texas Rangers)

Wichtigster Abgang
RP Boone Logan (Cleveland Indians)

Bestes Prospect
SS Brendan Rodgers

Größte Stärke
Die Offense: Das starke Schlagpersonal habe ich schon erwähnt; hinzu kommt der Effekt des hitterfreundlichen Ballparks, der jede Offense noch ein Stück produktiver wirken lässt. Diesen Vorteil haben zwar die Gegner genauso, aber die Rockies haben ihn in der Hälfte ihrer Spiele und sind voll darauf eingestellt.

Größte Schwäche
Der Bullpen: Diese Einheit war letztes Jahr die schlechteste der Liga mit einem gemeinsamen ERA von 5.13. Mit den Neuverpflichtungen Mike Dunn und Greg Holland und einem gesunden Adam Ottavino ist eine gewisse Verbesserung, aber kein großer Sprung zu erwarten.

Spannendste Frage
Kann Ian Desmonds Leistung seinen Vertrag rechtfertigen? Die Free-Agent-Verpflichtung über 70 Millionen Dollar für 5 Jahre wurde vielfach als schlechtester Offseason-Move des Jahres bezeichnet. Nicht weil Desmond ein schlechter Spieler wäre, aber weil er weder als Shortstop noch im Outfield spielen soll sondern an der First Base. Für diese defensiv eher anspruchsarme Aufgabe hätten sich deutlich billigere Optionen gefunden, die darüber hinaus Erfahrung auf der Position mitgebracht hätten. Ob das Signing sich dennoch lohnt, wird man sehen – erst mal muss Desmonds vor wenigen Tagen im Spring Training gebrochene Hand heilen.

Prognose
Platz 3 in der NL West

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März 10th, 2017 by Dominik

Die Diamondbacks haben eine solide Offense beisammen und zumindest den Namen nach auch eine ansehnliche Rotation. Dass alles zusammen letztes Jahr nicht klickte und man mit enttäuschenden 69 Siegen abschloss, kann an Pech und Verletzungen (vor allem der OFs David Peralta und A. J. Pollock) liegen, muss ein Stückweit aber wohl auch der sportlichen Leitung angekreidet werden. Jedenfalls mussten General Manager Dave Stewart und Manager Chip Hale ihre Hüte nehmen und wurden durch Mike Hazen und Torey Lovullo ersetzt. Ein schneller Turnaround der Franchise ist nicht ausgeschlossen, würde mich aber überraschen; denn erstens fehlt es dazu meiner Ansicht nach an Tiefe im Bullpen und im Kader insgesamt und zweitens halte ich innerhalb der Division ein Vorbeikommen an den beiden sehr starken Teams der Giants und der Dodgers dieses Jahr für praktisch unmöglich.

Voraussichtliches Lineup
C Chris Iannetta
1B Paul Goldschmidt
2B Chris Owings
SS Ketel Marte
3B Jake Lamb
LF David Peralta
CF A. J. Pollock
RF Yasmani Tomas
DH Cody Asche

Voraussichtliche Rotation
SP Zack Greinke
SP Robbie Ray
SP Taijuan Walker
SP Archie Bradley
SP Shelby Miller
Closer Fernando Rodney

Wichtigster Zugang
SP Taijuan Walker (Seattle Mariners)

Wichtigster Abgang
C Wellington Castillo (Baltimore Orioles)

Bestes Prospect
SP Anthony Banda

Größte Stärke
Frischer Wind: Der Kader hat sich gegenüber 2016 wenig verändert, aber die Führung wurde komplett neu besetzt. Man darf gespannt sein, ob und wie schnell Hazen und Lovullo dem Team ihren Stempel aufdrücken können.

Größte Schwäche
Tiefe: In allen Mannschaftsteilen – Rotation, Bullpen und Lineup – fehlt es an Spielern, die bei Ausfällen oder Formkrisen des Stammpersonals halbwegs nahtlos in die Bresche springen können. Das bekamen die Diamondbacks letztes Jahr zu spüren, aber nennenswerte Konsequenzen haben sie daraus nicht gezogen. Mehr noch: Nicht nur dem MLB-Team fehlt die Tiefe, sondern auch dem Farmsystem der Organisation.

Spannendste Frage
Findet die Starting Rotation in die Erfolgsspur? Mit einem ERA von 5.19 hatten die Diamondbacks letztes Jahr den schlechtesten Wert der Liga. Das war zweifellos eine Enttäuschung, zumal sie viel Geld für Zach Greinke (4.37 ERA) und hochwertige Spieler für Shelby Miller (6.15 ERA) ausgegeben hatten. Wenn beide zurück zu ihrer Normalform finden und darüber hinaus Neuzugang Taijuan Walker einschlägt, kann es nur aufwärts gehen.

Prognose
Platz 4 in der NL West

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März 3rd, 2017 by Dominik

Vergleichbar mit den gestern vorgestellten Cincinnati Reds sind auch die Padres ein Rebuilding-Team, von dem kurzfristig nicht viel zu erwarten ist. Mit Hunter Renfroe, Manuel Margot und Wil Myers sind ein paar vielversprechende junge Batter im Team, um die herum man innerhalb der nächsten Jahre etwas aufbauen kann. Dazu muss sich allerdings auch das Pitching entwickeln und die dafür durchaus vorhandenen Talente befinden sich überwiegend noch im Farmsystem der Padres. Letzteres gilt immerhin als eines der besten in der MLB und nährt die Hoffnung, dass der Club in zwei, drei Jahren die lang anhaltende Talsohle (seit zehn Jahren keine Playoff-Teilnahme) hinter sich lassen kann. Bis dahin sind sowohl von den Verantwortlichen als auch von den Fans der Padres vor allem Geduld und Leidensfähigkeit gefragt.

Voraussichtliches Lineup
C Austin Hedges
1B Wil Myers
2B Ryan Schimpf
SS Luis Sardinas
3B Yangervis Solarte
LF Travis Jankowski
CF Manuel Margot
RF Hunter Renfroe

Voraussichtliche Rotation
SP Jhoulys Chacin
SP Jered Weaver
SP Clayton Richard
SP Trevor Cahill
SP Paul Clemens
Closer Brandon Maurer

Wichtigster Zugang
SP Jhoulys Chacin (Toronto Blue Jays)

Wichtigster Abgang
SP Tyson Ross (Texas Rangers)

Bestes Prospect
SP Anderson Espinoza

Größte Stärke
Die Rebuilding-Erfahrung: Der häufigste Fehler beim Neuaufbau eines konkurrenzfähigen Teams besteht darin, die Geduld zu verlieren. Die Padres haben vor zwei Jahren diesen Fehler gemacht und damals wertvolle Prospects beim überhasteten Versuch aufgegeben, kurzfristig konkurrenzfähig zu werden. Das hat sie weit zurückgeworfen, aber nun scheinen sie aus dem Fehler gelernt zu haben und die Sache vernünftiger und damit langfristig erfolgversprechender anzugehen.

Größte Schwäche
Die Starting Rotation: Ich habe mich gestern schon negativ über die Rotation der Reds ausgelassen, aber die haben wenigstens einen Anthony DeSclafani und ein paar Talente an Bord. Die Rotation der Padres hingegen erweckt in mir den Eindruck, dass es sich um einen einzigen fünfköpfigen Platzhalter handelt.

Spannendste Frage
In welchen Rollen und mit welchem Erfolg wird Christian Bethancourt zum Einsatz kommen? Der 25-Jährige begann seine Karriere als Catcher und war als solcher zunächst in Atlanta und seit letztem Jahr in San Diego bislang nicht sonderlich überzeugend (Slashline von .223/.253/.318 und schwaches Pitch-Framing). In einem Akt der Verzweiflung versuchte er sich als Pitcher und überraschte alle Skeptiker mit einem beeindruckenden 98-mph-Fastball und einem harten Slider/Cutter. Die Padres planen, ihn dieses Jahr als Backup-Catcher, Relief Pitcher und fünften Outfielder zu verwenden.

Prognose
Platz 5 in der NL West

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