Februar 15th, 2018 by Dominik

Man ist ja in dieser Offseason schon dankbar, wenn es wenigstens eine nennenswerte Free-Agent-Verpflichtung pro Woche gibt. Wenn dieses Tempo anhält, sind allerdings bis nächstes Jahr um diese Zeit immer noch nicht alle Free Agents des laufenden Jahres unter Vertrag. Bei jedem größeren Abschluss hofft man, dass er die Initialzündung darstellt, nach der die Dominosteine zu purzeln beginnen, doch auch die Unterschrift von Yu Darvish bei den Chicago Cubs hat bislang keinen solchen Effekt ausgelöst. Inzwischen haben alle Teams offiziell das Spring Training aufgenommen. Ein Teil der verbleibenden Free Agents hat ebenfalls ein Camp eröffnet, aus dem seltsamerweise eine Art Staatsgeheimnis gemacht wird.

Darvish zu den Cubs
Vielen galt er als bester Free Agent des Jahres, doch Yu Darvish musste lange warten auf seinen großen Zahltag. Das Warten hat sich gelohnt, denn mit sechs Jahren für 126 bis 150 Millionen Dollar ist Darvishs Vertrag bei den Chicago Cubs sowohl von der Laufzeit als auch von der Bezahlung her der einträglichste, der in dieser Offseason geschlossen wurde. Er bewegt sich in der Größenordnung, die von den Experten allgemein erwartet wurde, wobei ich sagen muss, dass ich nach den Erfahrungen der letzten zwei, drei Monate nicht mehr mit so einem großen Vertrag gerechnet hatte. Vom Jahresgehalt her erscheint er mir angemessen, doch die lange Laufzeit für einen Spieler über 30 birgt ein hohes Risiko, dass der Klub die eingegangene Verpflichutng irgendwann bereut.

Durch die Ankunft von Darvish dürfte gleichzeitig besiegelt sein, dass Jake Arrieta keine Zukunft mehr in Chicago hat. Der ebenfalls 31-jährige Free Agent, der in viereinhalb Jahren bei den Cubs seinen Lebenslauf um einen Cy-Young-Award, zwei No-Hitter und eine gewonnene World Series bereicherte, ist nun das einzige auf dem Markt verbliebene unumstrittene Ass. Ein Team, bei dem er möglicherweise landen könnte, sind die Milwaukee Brewers. Die Brewers waren in dieser Offseason bereits recht aktiv, mindestens ein etablierter Starter soll aber noch geholt werden. Wenn es Arrieta wird, dürfte das die Rivalität zwischen den Cubs und den Brewers im Kampf um die NL Central noch ein ganzes Stück anheizen.

Romo bleibt in Tampa Bay
Für verhältnismäßig kleines Geld bleibt Sergio Romo bei den Tampa Bay Rays. Der 34-jährige Reliever erhält 2,5 Millionen Dollar für einen Einjahresvertrag. Wenn er die Leistungen konserviert, die er in Tampa Bay bislang gebracht hat, haben die Rays ein echtes Schnäppchen gemacht: Mit 1.47 ERA (2.96 FIP) hat Romo in den 25 Spielen seit der Aufnahme im Juli letzten Jahres ein komplett anderes Gesicht gezeigt als zuvor bei den Los Angeles Dodgers (6.12 ERA, 5.76 FIP in 30 Spielen).

Cardinals holen Norris
Auch die Cardinals sichern sich einen günstigen Pitcher. Für 3 Millionen Dollar spielt dieses Jahr Bud Norris in St. Louis. Neben einem extrem coolen Namen (als Kind der 80er denke ich bei ihm immer an eine Mischung aus Bud Spencer und Chuck Norris) bringt der 32-Jährige vor allem Flexibilität mit: Norris ist in seiner neun Jahre langen MLB-Karriere als Starter, als Reliever und zuletzt bei den Angels als Closer aufgetreten und hat in jeder dieser Rollen zwar selten überragende, aber fast immer solide Leistungen gebracht.

Dodgers verlängern mit Utley
Ich versuche zwar immer, beim Verfassen dieses Blogs ein Stück weit journalistische Seriosität und Objektivität walten zu lassen, aber ich bin natürlich auch ein Fan mit Gefühlen und die kann und will ich nicht ganz aus dem Spiel lassen. Einem Chase Utley werde ich wohl nie neutral gegenüber stehen können, denn über seinen 15 erfolgreichen Jahren in der MLB liegt für mich immer der Schatten des brutalen Fouls, mit dem er in der NLDS 2015 dem Shortstop meines Lieblingsteams das Bein gebrochen hat. Utley ist inzwischen 39 und ich wünsche mir, dass er endlich seine Karriere beendet. Natürlich tut er mir den Gefallen nicht, stattdessen bekommt er zwei Millionen Dollar von den Los Angeles Dodgers für zwei weitere Jahre. Mit bislang 1850 Hits und 199 Hit-by-Pitches ist Utley auf dem Weg, der vierte Spieler in der MLB-Historie zu werden, der es auf mehr als 2000 Hits und 200 Hit-by-Pitches bringt. Ich sage hier lieber nichts dazu, für welche der beiden Kategorien ich ihm mehr „Erfolg“ wünsche…

Catcher Stewart zu den Braves
Noch eine Free-Agent-Verpflichtung der kleineren Sorte: Catcher Chris Stewart, zuletzt bei den Pirates, erhält bei den Atlanta Braves einen Einjahresvertrag. Es ist ein Major-League-Vertrag, der mit 575.000 Dollar knapp über dem Mindestgehalt liegt. Der 36-Jährige hat seine Stärken vor allem in der Defense und wird hinter Tyler Flowers und Kurt Suzuki die Nummer drei hinter der Platte sein, in erster Linie als Absicherung gegen eine Verletzung der anderen beiden.

Keine Medien im Camp der Free Agents
Die MLBPA hat ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und ein Spring-Trainig-Camp für Free Agents organisiert. Die sportliche Leitung des Camps in Bradenton, Florida, hat der frühere Astros-Manager Bo Porter übernommen. Angesichts von immer noch Dutzenden MLB-erprobter Spieler, die nach wie vor ohne Vertrag für die neue Saison sind, ist das sicher ein sinnvoller Schritt, um zu verhindern, dass diese Spieler vom Trainingsstand ins Hintertreffen geraten und es noch schwerer haben, bis Saisonbeginn einen Verein zu finden. Was sich mir vom Sinn her bislang nicht erschließt, ist die Geheimniskrämerei um das Free-Agent-Camp: Die Spielergewerkschaft lässt bislang keinerlei Medienberichterstattung aus dem Camp zu. Statt auf ihre Anliegen aufmerksam und für eine Verpflichtung Werbung zu machen, verschanzen sich die Spieler – man weiß noch nicht mal, wer überhaupt dabei ist – hinter geschlossenen Toren und MLBPA-Chef Tony Clark verweigert dazu jeden Kommentar.

Sicher ist lediglich, dass die Schützlinge der Agentur von Scott Boras – darunter Jake Arrieta, Eric Hosmer, J. D. Martinez, Mike Moustakas, Greg Holland, Carlos Gonzalez und Carlos Gomez – sich nicht an dem Camp beteiligen. Um sie muss man sich wohl auch die geringsten Sorgen machen, denn von Boras ist die Verhandlungstaktik, die Klubs bis zu einer Unterschrift lange hinzuhalten, seit Jahren bekannt.

Nachrichten aus dem Drogensumpf
Eine ganze Reihe beunruhigender Neuigkeiten gab es diese Woche aus dem Bereich Doping und Drogenmissbrauch. Vier Minor-Leaguer wurden positiv auf Drogenkonsum getestet und gesperrt: Catcher Nick Ciuffo (Rays), Pitcher Alex Cunningham (Padres) und Second Baseman Mitchell Tolman (Pirates) müssen für jeweils 50 Spiele aussetzen, Pitcher Steve Geltz (Phillies) sogar für 100 Spiele, weil er sich schon zum dritten Mal hat erwischen lassen. Während der Sperren ruht logischerweise auch die Bezahlung.

Mit schlimmeren Konsequenzen muss der ehemalige All-Star-Pitcher Esteban Loaiza rechnen. Bei ihm wurden während einer Verkehrskontrolle nahe der mexikanischen Grenze bei San Diego 20 Kilo Kokain im Wert von rund 500.000 Dollar gefunden. Der 46-Jährige, der in 14 MLB-Saisons über 43 Millionen Dollar verdient hat, bleibt vorerst in Untersuchungshaft, weil er die geforderten 200.000 Dollar Kaution nicht bezahlen kann. Wenn sich die Anschuldigungen bestätigen, wird er ohnehin für längere Zeit einsitzen.

Zu unguter Letzt braut sich ein neuer Dopingskandal zusammen, nachdem ein Ex-Mitarbeiter der Spieleragentur ACES, Juan Carlos Nuñez, seine früheren Arbeitgeber verklagt hat. Nuñez selbst hat bereits eine Haftstrafe hinter sich, weil er Teil des Biogenesis-Skandals im Jahr 2013 war – der prominenteste enttarnte Doping-Konsument war damals Alex Rodriguez, der für ein Jahr gesperrt wurde. Nuñez wirft nun seinen ehemaligen Chefs Seth und Sam Levinson vor, vom Gebrauch leistungsfördernder Substanzen durch ihre Klienten gewusst und diese dabei unterstützt zu haben. In der Anklage geht es um fünf bis sechs Jahre alte Fälle, namentlich genannt werden Melky Cabrera, Fernando Rodney und Nelson Cruz. Sollte sich bewahrheiten, dass die Chefs von ACES eine aktive Rolle in der Geschichte gespielt haben, könnte diese schnell weitere und aktuellere Kreise ziehen, denn ACES vertritt nach wie vor zahlreiche prominente Spieler.

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März 30th, 2017 by Dominik

Am Sonntag geht es endlich los mit der MLB-Saison 2017. Die Tampa Bay Rays und die New York Yankees machen (warum auch immer) den Anfang um 19:10 Uhr mitteleuropäischer Zeit, anschließend spielen die Arizona Diamondbacks gegen die San Francisco Giants und die St. Louis Cardinals gegen Titelverteidiger Chicago Cubs. Alle anderen Teams haben ihr Eröffnungsspiel am Montag.

Was ich von der neuen Saison erwarte, habe ich in meinen Previews nach und nach verraten – O. K., der letzte Teil kommt erst morgen früh, aber der aufmerksame Leser hat sich bereits an dreißig Fingern abgezählt, welches Team ich dieses Jahr als World-Series-Sieger tippe.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass auch die Baseball-Bundesliga am Wochenende die Saison eröffnet. Los geht es schon am Freitagabend mit dem Spiel Heidenheim Heideköpfe gegen Haar Disciples. Auch auf die Bundesliga bin ich heiß wie Frittenfett, aber wegen der vielen wechselnden Importspieler und weil ich auch nur die Mainz Athletics wirklich intensiv verfolge, traue ich mir hier keine Prognose zu.

Jetzt aber erstmal das Wichtigste aus den vergangenen sieben Tagen – zum vorerst letzten Mal im Offseason-Format, ab nächster Woche gibt es dann wieder den bewährten Aufbau nach Divisionen mit Spielzug und Statistik der Woche etc.

Will Smith braucht Tommy-John-Surgery
Die San Francisco Giants müssen kurz vor Saisonstart eine Hiobsbotschaft verdauen: Mit RP Will Smith fällt ein wichtiger Teil des Bullpens für dieses Jahr aus, nachdem er sich der berühmt-berüchtigten Tommy-John-Surgery unterziehen muss.

Zwei Neue für die Rays  
Die Tampa Bay Rays haben sich Im Frühlingsschlussverkauf noch zwei neue Spieler geleistet: Peter Bourjos kommt von den Chicago White Sox für Geld oder einen später zu benennenden Spieler und soll die Tiefe im Outfield ergänzen, hauptsächlich als Ersatzmann für Kevin Kiermaier. Catcher Derek Norris, von den Washington Nationals nach der Wieters-Verpflichtung entlassen, wird bei den Rays direkt in die Stammformation einsteigen, jedenfalls bis Wilson Ramos wieder fit ist. Ramos kam im Winter ebenfalls aus Washington, jedoch mit einer bekannten Verletzung, die ihn noch mindestens für die erste Saisonhälfte zum Aussetzen zwingt.

Vertragsverlängerungen für Rougned Odor und Jose Ramirez
Zwei junge Spieler und deren Teams haben sich durch frühzeitige Vertragsabschlüsse Planungs- und Kostensicherheit gesichert: Die Texas Rangers bezahlen dem 23-jährigen 2B Rougned Odor 49,5 Millionen Dollar und zwei Pferde (!) für sechs Jahre und haben die Option auf ein siebtes Jahr. Der 24-jährige Infield-Allrounder Jose Ramirez erhält von den Cleveland Indians 26 Millionen für die nächsten fünf Jahre und auch dieser Vertrag kann über Teamoptionen bis auf sieben Jahre ausgedehnt werden.

Jeurys Familia 15 Spiele gesperrt
Dass Jeurys Familia nach einem Vorfall häuslicher Gewalt eine Sperre erwartet, galt schon seit seiner vorübergehenden Festnahme am 31. Oktober als relativ sicher. Unklar war nur, wie lange genau die New York Mets auf ihren Closer verzichten müssen. Die MLB hat nun bekannt gegeben, dass es 15 Tage sind. Das ist die Hälfte dessen, was Aroldis Chapman letztes Jahr absitzen musste, offenbar weil Familias Fall als weniger schlimm eingestuft wurde und weil er bei der Aufklärung umfassend kooperierte. Nach übereinstimmenden Aussagen aller Beteiligten hat Familia seine Frau weder geschlagen noch mit Gewalt bedroht, sich aber während eines Streits unangemessen verhalten (angeblich geht es um eine zerstörte Tür).

Zweiter No-Hitter im Spring Training
Letzte Woche war es noch etwas Besonderes, als die New York Yankees den ersten Spring-Training-No-Hitter seit zwei Jahren schafften. Bis zum nächsten dauerte es aber nun gerade mal sieben Tage: Sage und schreibe acht Pitcher der Los Angeles Angels of Anaheim vereinten ihre Künste, um beim 4:0-Sieg ihres Teams die Seattle Mariners ohne Basehit abzufertigen. Das ist eine reife Leistung, auch wenn es nur im Spring Training war und obendrein gegen einen Split Squad der Mariners, in dem Seattle nur zwei Stammspieler einsetzte.

MLB im deutschen Fernsehen
Bisher war mlb.tv konkurrenzlos, wenn man die MLB aus Deutschland in bewegten Livebildern verfolgen wollte. Für den Die-Hard-Fan, der den Zugriff auf alle Spiele braucht, bleibt das auch so, aber wer sich auch mit einer kleineren Auswahl von Spielen zufrieden gibt, hat nun gleich zwei Alternativen: Der Streaminganbieter DAZN hat bekannt gegeben, dass er ab dieser Saison mehr als 600 MLB-Spiele übertragen wird. Und auf Sport1-US werden mindestens 75 Spiele gezeigt, die meisten davon mit Originalkommentar im Pay-TV, ein paar aber sogar im Free-TV mit eigenem deutschem Kommentar. Los geht es am Sonntag ab 23:15 Uhr mit Giants@Diamondbacks. Ich werde am Wochenende noch mal in einem ausführlicheren Artikel auf die verfügbaren Quellen mit ihren Vor- und Nachteilen und den anfallenden Kosten eingehen.

Kein First Pitch von Donald Trump
Ein neu gewählter US-Präsident eröffnet üblicherweise die MLB-Saison mit einem zeremoniellen ersten Pitch. Von Donald Trump bleibt uns das vorerst erspart. Er sagte die entsprechende Anfrage der Washington Nationals unter Verweis auf einen Terminkonflikt ab.

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März 16th, 2017 by Dominik

Zum Glück bin ich nicht abergläubisch, sonst müsste ich mich jetzt schlecht fühlen: Letzte Woche habe ich mich an dieser Stelle gefreut, dass es im Spring Training bis dato keine ernsthaften Verletzungen gegeben hatte. In den Tagen darauf schienen die MLB-Spieler plötzlich zu fallen wie die Fliegen. Außerdem freute ich mich mit Israel, dem Überraschungstam der ersten Runde beim World Baseball Classic. Nach zwei Niederlagen in der Zwischenrunde sind die Israelis nun leider ausgeschieden. Hier die wichtigsten Neuigkeiten der letzte sieben Tage aus der MLB sowie vom WBC:

Japan und Niederlande im WBC-Halbfinale 
Die erste der beiden Zwischenrundengruppen des WBC hat ihre Spiele bereits abgeschlossen. Israel ist zwar auch in diese Runde mit einem Sieg über einen Favoriten gestartet (4:1 gegen Kuba), doch dann setzte es klare Niederlagen gegen den Weltranglistenersten Japan und Europameister Niederlande, die nun als erste für das Halbfinale qualifiziert sind. So weit waren beide auch 2013 beim letzten WBC gekommen, dann war allerdings Endstation gegen die Dominikanische Republik bzw. gegen Puerto Rico. Tatsächlich könnte es dazu kommen, dass dieses Jahr alle vier Halbfinalisten die gleichen sind wie 2013. Allerdings sind in der zweiten Gruppe der Zwischenrunde noch mindestens vier Spiele zu absolvieren und neben den beiden Genannten dürften auch die USA in Bezug auf den Halbfinaleinzug noch ein gewichtiges Wörtchen mitreden.

Übrigens hat sich DAZN als Inhaber der Übertragungsrechte in Deutschland inzwischen erbarmt und zeigt einige Spiele des WBC als Livestream. Der Dienst kostet 9,99 Euro im Monat. Wenn man nur den WBC sehen will, reicht dafür der kostenlose Probemonat.

Chad Bettis benötigt Chemotherapie
Für Chad Bettis, Starting Pitcher der Colorado Rockies, ist die Saison wahrscheinlich gelaufen, bevor sie überhaupt begonnen hatte: Der 27-Jährige musste erfahren, dass seine Erkrankung an Hodenkrebs sich nicht wie zunächst erhofft durch eine Ende letzten Jahres vorgenommene OP erledigt hat. Stattdessen hat der Krebs sich ausgebreitet und macht eine ausführlichere Behandlung inklusive Chemotherapie nötig. Immerhin liegen die Heilungschancen wohl bei über 90%. Ob Bettis dieses Jahr noch auf den Mound zurückkehren kann, steht in den Sternen; die Prioritäten in dieser Situation sind natürlich auch ganz klar andere.

Viele, viele Verletzungen
In der dritten Woche des Spring Trainings kam es leider zu einer ganzen Reihe von Verletzungen. Hier eine Auswahl:

IF/OF Ian Desmond, der bei den Rockies als First Baseman zum Einsatz kommen sollte, hat sich die linke Hand gebrochen, als er von einem Pitch getroffen wurde. Er musste operiert werden und dürfte frühestens Ende April wieder einsatzbereit sein.

SP Trevor May von den Minnesota Twins hat ein Band im Ellbogen des Wurfarmes gerissen. Das bedeutet, dass er sich voraussichtlich einer Tommy-John-Surgery unterziehen muss und somit mindestens für den Rest des Jahres ausfällt.

Auch bei den SPs Anthony DeSclafani von den Cincinnati Reds und Cody Anderson von den Cleveland Indians bereiten die Ellbogenbänder Probleme, allerdings sind sie bei beiden wohl nicht abgerissen und es besteht derzeit noch Hoffnung, dass beide ihre Arme nach einer mehrwöchigen Erholungspause wieder belasten können.

Ähnlich ergeht es Jason Kipnis, 2B der Indians. Bei ihm sitzt die Verletzung in der Schulter und auch in seinem Fall ist die Hoffnung derzeit, dass es mit ein paar Wochen Pause getan ist. Den Opening Day wird Kipnis in jedem Fall verpassen.

Eine wahre Schrecksekunde gab es am Freitag im Spiel der Toronto Blue Jays gegen die Detroit Tigers, als RP T. J. House von einem Comebacker hart am Hinterkopf getroffen wurde. House blieb zunächst reglos liegen, wurde lange behandelt und anschließend ins Krankenhaus gebracht, das er aber glücklicherweise schon am nächsten Tag wieder verlassen durfte, nachdem eine ernste Verletzung ausgeschlossen wurde.

Derek Norris released
Die Washington Nationals haben sich von Catcher Derek Norris getrennt. Das ist insofern bemerkenswert, als die Nationals ihn erst im Dezember via Trade geholt und im Gegenzug Pitching-Prospect Pedro Avila an die San Diego Padres abgegeben hatten. Überraschend kam der Move aber nicht, nachdem die Nationals sich auf der Catcherposition mit Free Agent Matt Wieters verstärkt haben. Norris wurde offiziell released und kann somit frei nach einem neuen Arbeitgeber suchen. Vermutlich wird er einen solchen relativ schnell finden. Die Tampa Bay Rays haben bereits ihr Interesse bekundet.

Und natürlich ein Trade der Mariners
Was wäre die MLB-Woche ohne einen Trade der Seattle Mariners? Als Partner haben sich dieses Mal die Philadelphia Phillies gefunden, die den beidhändigen Pitcher Pat Venditte bekommen und dafür OF-Prospect Joey Curletta nach Seattle schicken. Für Jerry Dipoto, den offensichtlich shoppingsüchtigen General Manager der Mariners, war es der fünfzehnte Trade in dieser Offseason.

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