Februar 22nd, 2018 by Dominik

Jetzt werden Nägel mit Köpfen gemacht: Zum ersten Mal in dieser zu Ende gehenden Offseason kann man sagen, dass es in den letzten Tagen mit Free-Agent-Verpflichtungen und Trades Schlag auf Schlag ging. Offensichtlich fühlen sich einige Teams nun doch unter Druck, vor dem Beginn der Spring-Training-Spiele noch den Kader zu komplettieren. Die Verträge, die zum Beispiel Eric Hosmer und J. D. Martinez unterschrieben haben, machen jedenfalls nicht den Eindruck, als wären es die Spieler gewesen, die am Ende des Verhandlungsmarathons klein beigegeben haben.

Auch die Ligaführung ist endlich zu Potte gekommen und hat bekannt gegeben, welche Regeländerungen zur neuen Saison in Kraft treten werden. Erwartungsgemäß dreht sich dabei alles um das Ziel, das Spiel zu beschleunigen. Wenigstens wurde auf die Einführung einer Pitch-Clock verzichtet.

Start der Spring-Training-Spiele
Gestern gab es schon die erste Baseball-Action mit einem Freundschaftsspiel der Arizona Diamondbacks gegen die Arizona State University. Erwartungsgemäß gewannen die Diamondbacks 6:2, Major Leaguer kamen allerdings kaum zum Einsatz. Heute gibt es ein paar weitere Spiele von MLB-Teams gegen Colleges in Florida, am morgigen Freitag geht es dann richtig los mit den ersten Spring-Training-Spielen der Cactus League (Arizona) und der Grapefruit League (Florida). Viele der Spiele werden auf mlb.tv übertragen. Es sind nur Vorbereitungsspiele und die Ergebnisse letztlich egal, aber ich mag das Spring Training und schalte gerne rein, weil es eine schöne Gelegenheit ist, die MLB-Spieler mal wieder in Aktion zu sehen und sich ein erstes Bild von dem einen oder anderen Prospect zu machen.

Die Liga drückt aufs Tempo
Kurz vor Saisonstart hat die MLB eine ganze Reihe von Regeländerungen festgelegt, die dem von Commissioner Rob Manfred ausgegebenen Ziel dienen sollen, die durchschnittliche Spieldauer zu verkürzen. Die von vielen Spielern gefürchtete Pitch-Clock wird vorerst nicht eingeführt, dafür stimmte die Spielergewerkschaft MLBPA zwei anderen Maßnahmen zu: Die erste und wichtigste Änderung besteht darin, dass Besuche auf dem Mound auf sechs pro Spiel begrenzt werden, egal ob von Trainern und Spielern. Geht ein Spiel in Extra-Innings, ist pro Inning ein weiterer Mound-Besuch erlaubt. Mound-Besuche, die der Auswechslung eines Pitchers dienen, werden dabei nicht mitgezählt. Der zweite Mound-Besuch eines Trainers innerhalb eines Innings bedeutet nach wie vor automatisch die Auswechslung des Pitchers. Das gleiche gilt nun auch für jeden anderen Mound-Besuch, der über die erlaubte Anzahl hinaus geht.

Ebenfalls begrenzt wird die Zeit der Pausen zwischen den (Halb-)Innings sowie bei Pitcherwechseln. Diese dürfen ab sofort höchstens 2:05 Minuten dauern, wenn ein Spiel nur lokal im TV übertragen wird, 2:25 Minuten bei landesweiten Übertragungen und 2:55 Minuten bei Playoff-Spielen. Diese Regeländerung finde ich so überraschend wie erfreulich, denn sie läuft eine Kürzung der Werbepausen hinaus.

Eric Hosmer zu den Padres
Für First Baseman Eric Hosmer hat sich das lange Warten gelohnt: Er hat sich mit den San Diego Padres auf einen Vertrag geeinigt, der ihm in den kommenden acht Jahren 144 Millionen Dollar einbringen wird. Diese setzen sich zusammen aus einem Unterschriftsbonus von 5 Millionen, je 20 Millionen für die ersten fünf Jahre und je 13 Millionen für die drei folgenden Jahre. Obendrein konnte Hosmers Agent Scott Boras für seinen Klienten aushandeln, dass dieser nach fünf Jahren die Möglichkeit hat, aus dem Vertrag auszusteigen. Meiner Ansicht nach ist es eine Wahnsinnsleistung des Agenten, einen so vorteilhaften Vertrag für einen 28-Jährigen herauszuholen, der bislang vor allem durch jährlich schwankende Leistungen aufgefallen ist. Um genau zu sein, haben sich in Hosmers Karriere bislang gute und schlechte Jahre konsequent abgewechselt. Das gilt jedenfalls für die Offense. Seine Defense hingegen war durchgehend unterdurchschnittlich. Mit -8.7 UZR und -13 DRS war er in den letzten beiden Jahren einer der schlechtesten First Basemen der Liga – und trotzdem gewann er 2017 bereits seinen vierten Gold Glove. Es ist manchmal schon seltsam, wie um einige Spieler ein Hype entsteht, der ihnen Auszeichnungen und Monsterverträge bringt, ohne dass diese durch tatsächliche Leistungen erklärbar wären. Ich habe keine Ahnung, was die Padres geritten hat, ausgerechnet für Hosmer ihr Konto zu plündern.

J. D. Martinez und die Red Sox finden zueinander
Dass die Boston Red Sox an J. D. Martinez interessiert sind, war buchstäblich seit Monaten allgemein bekannt. Dennoch dauerte es eine gefühlte Ewigkeit, bis der Deal in trockenen Tüchern war, da beide Seiten offenbar hart und geduldig verhandelten und sich zwischendurch auch mal öffentlich übereinander beschwerten. Nun haben sich der 30-jährige Slugger – auch er wird übrigens von Scott Boras vertreten – und der Klub also endlich geeinigt: Der Vertrag läuft über fünf Jahre, bringt Martinez 110 Millionen Dollar ein und gibt ihm die Chance, nach drei Jahren zu kündigen. Aller Voraussicht nach wird Martinez eher selten im Outfield spielen, wo Mookie Betts, Jackie Bradley Jr. und Andrew Benintendi ihre Stammplätze haben, sondern meistens als DH eingesetzt werden. Dort klaffte seit dem Karriereende von „Big Papi“ David Ortiz eine Lücke, die Hanley Ramirez allenfalls mittelmäßig ausfüllte. Ramirez wird sich nun vermutlich mit Mitch Moreland an der ersten Base abwechseln. Das gilt jedenfalls solange sich keiner der regulären Outfielder verletzt; in dem Fall würde Martinez dort einspringen und Ramirez wieder als DH übernehmen.

Haufenweise weitere Signings und Trades
Neben den beiden großen Fischen Hosmer und Martinez gab es in den letzten Tagen eine ganze Reihe weiterer Vertragsabschlüsse, die ich wenigstens mal kurz erwähnt haben möchte, auch wenn ich nicht ausführlich auf jeden davon eingehen kann:

Die Baltimore Orioles ergänzen ihre Starting Rotation mit Andrew Cashner (2 Jahre, 16 Millionen, mit Option auf ein drittes Jahr) und mit Rückkehrer Chris Tillman (1 Jahr, 3 Millionen Dollar). Mit Colby Rasmus kommt zudem eine linkshändige Alternative fürs Outfield über einen Minor-League-Vertrag nach Baltimore.

Die Minnesota Twins haben sich ebenfalls zwei Ergänzungs-Starter gesichert: Anibal Sanchez bekommt für einen Einjahresvertrag 2,5 Millionen Dollar, die er durch leistungsbezogene Vereinbarungen verdoppeln kann. Für Jake Odorizzi wird Minor-League-Shortstop Jermaine Palacios zu den Tampa Bay Rays geschickt. Odorizzi bringt einen Einjahresvertrag über 6,3 Millionen Dollar mit und bleibt für ein weiteres Jahr per Arbitration an die Twins gebunden.

Auch die New York Mets holen sich mit Jason Vargas einen weiteren Starter; sein Vertrag ist quasi eine Kopie von dem, den Cashner bei den Orioles unterschrieben hat: zwei Jahre, 16 Millionen Dollar und ein optionales drittes Jahr.

Für ein Jahr und 8 Millionen Dollar geht SP Jaime Garcia zu den Toronto Blue Jays. Auch sie haben sich die Option gesichert, den Vertrag um ein Jahr zu verlängern.

SP Edinson Volquez kehrt, zunächst nur im Rahmen eines Minor-League-Vertrages, zurück zu den Texas Rangers. Er hofft, 2019 noch mal den Sprung in die MLB zu schaffen, wenn er seine aktuelle Verletzung auskuriert hat. Einen weiteren Minor-League-Vertrag vergeben die Rangers an Pitcher Jesse Chavez; sollte er im Spring Training einen Platz in der Rotation oder im Bullpen erobern, wird er dieses Jahr 1,5 Millionen Dollar verdienen.

Reliever Tony Watson verstärkt die San Francisco Giants für 7 bis 9 Millionen Dollar in den nächsten zwei Jahren, der Klub hat die Option auf ein weiteres Jahr.

Auch die Washington Nationals ergänzen ihren Bullpen, zu ihnen kommt der 40-jährige Joaquin Benoit (1 Jahr, 1 Million).

Die Arizona Diamondbacks waren bei ihrer Suche nach Hilfe für das Outfield wohl auch an J. D. Martinez interessiert, doch nachdem dieser sich mit den Red Sox einig wurde, handelten sie schnell: Nach Arizona kommt nun Jarrod Dyson, der für zwei Jahre 7,5 Millionen Dollar erhält.

Auch die Miami Marlins sichern sich einen zusätzlichen Outfielder: Nach 2008 bis 2010 wird Cameron Maybin nun zum zweiten Mal in seiner Karriere für die Marlins spielen. Für seinen Einjahresvertrag erhält er 3,25 Millionen Dollar.

Die Tampa Bay Rays haben überraschend Outfielder Corey Dickerson designated for assignment. Als Ersatz kommt Carlos Gomez (1 Jahr, 4 Millionen), der außer im Outfield auch als DH zu Einsätzen kommen könnte. Zudem haben die Rays 1B C. J. Cron gegen Cash oder einen später zu benennenden Spieler von den Los Angeles Angels geholt.

Die Angels wiederum tun etwas für die Tiefe ihres Outfields mit der Verpflichtung von Chris Young (1 Jahr, 2 Millionen) und einem Trade für Jabari Blash, für den die New York Yankees ebenfalls Cash oder einen später zu benennenden Spieler erhalten. Einen Minor-League-Vertrag bei den Angels erhält 1B Chris Carter. Bei Bedarf wird dieser zu einem Major-League-Kontrakt über ein Jahr und 1,75 Millionen umgewandelt.

Infield-Allrounder Eduardo Nunez wird bei den Boston Red Sox bleiben: Für 4 Millionen Dollar verlängert er seinen Vertrag zunächst um ein Jahr und hat dann die Option auf seiner Seite, ein weiteres Jahr für weitere vier Millionen dranzuhängen.

Zum Abschluss noch ein schön unübersichtlicher Dreiecks-Trade: 2B/3B Brandon Drury wechselt von den Diamondbacks zu den Yankees, die somit eine Absicherung für den Fall gefunden haben, dass einer der Rookies Gleyber Torres und Miguel Andujar nicht die Erwartungen erfüllt. Outfielder Steven Souza Jr. geht von den Rays zu den Diamondbacks. Minor-League-Pitcher Anthon Widener wird von den Yankees zu den Diamondbacks geschickt. Die Rays erhalten von den Yankees 2B-Prospect Nick Solak und von den Diamondbacks Pitching-Prospect Anthony Banda sowie zwei später zu bennende Spieler.

Diese Spieler sind noch zu haben
So langsam lichten sich die Reihen der Free Agents, die noch kein Team gefunden haben. Natürlich gibt es immer noch Dutzende, die auf einen Vertrag hoffen, aber die meisten von ihnen fallen in den Graubereich, aus dem heraus man mit etwas Glück einen Ein- oder Zweijahresvertrag in der MLB bekommt, sich vielleicht aber auch mit einem Minor-League-Kontrakt zufrieden geben oder über das Karriere-Ende nachdenken muss. Kandidaten, die meiner Einschätzung nach sicher noch eine Beschäftigung zu attraktiven Bedingungen finden werden, sind SP Jake Arrieta, 3B Mike Moustakas, RP Greg Holland, SP Lance Lynn und SP Alex Cobb in der ersten sowie C Jonathan Lucroy, OF Carlos Gonzalez, SP John Lackey, 1B Lucas Duda und 2B Neil Walker in der zweiten Reihe.

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Februar 4th, 2018 by Dominik

Die neue MLB-Saison steht vor der Tür, in weniger als drei Wochen beginnen die Spring-Training-Spiele. Bis dahin möchten nicht nur über 120 Free Agents gern ihre unmittelbare Zukunft geklärt haben, sondern es stehen auch noch Entscheidungen über mögliche Regeländerungen an. Im Mittelpunkt steht dabei nach wie vor das Bestreben, das Spiel schneller zu machen. Hier ein kurzer Überblick, was sich schon dieses Jahr ändern könnte.

Erweiterte Netze in allen Ballparks
Eine Änderung zur neuen Saison steht fest: In allen 30 Ballparks der MLB werden zusätzliche oder größere Sicherheitsnetze installiert, um Zuschauer in Spielfeldnähe vor verirrten Bällen zu schützen. Es gibt dazu keine neue Regel, nur eine zwei Jahre alte Empfehlung der MLB. Diese wurde in den vergangenen beiden Jahren von den meisten Klubs geflissentlich ignoriert und leider war es wie so oft im Leben: Bevor Sicherheitsbedenken auf Gehör stoßen, muss es erst einen aufsehenerregenden Fall mit Toten oder schweren Verletzungen geben. Am 20. September wurde ein kleines Mädchen im Yankee Stadium von einem Line Drive getroffen. Es erlitt mehrere Schädelfrakturen und eine Gehirnblutung. Und plötzlich sahen alle 30 Vereine ein, dass erweiterte Sicherheitsnetze doch eine gute Idee sein könnten, die nun umgesetzt wird.

Pitch-Clock oder letztes Ultimatum
Über die Einführung einer Pitch-Clock wurde in dieser Offseason viel spekuliert. Fakt ist, dass die Begrenzung der Zeit zwischen zwei Pitches auf 20 Sekunden in den Minor Leagues seit 2015 Realität ist und dass die Leitung der MLB bereits vor einem Jahr vorgeschlagen hat, dies auf die Major League zu übertragen. Eine kurzfristige Einführung wäre damals nur mit Zustimmung der Spielergewerkschaft MLBPA möglich gewesen, die nicht erteilt wurde. Mit der seitdem vergangen Wartezeit hat die Liga nun das Recht, die Regeländerung einseitig festzulegen.

Commissioner Rob Manfred hat die Beschleunigung des Spiels zu einem Hauptanliegen seiner Amtszeit gemacht und die Pitch-Clock hat in den Minors tatsächlich dazu geführt, dass die Spiele sich im Schnitt um zwölf Minuten verkürzt haben. Dennoch scheint Manfred davor zurück zu schrecken, die Neuerung im Alleingang einzuführen. Das ist verständlich, denn die Maßnahme gilt als unpopulär – sowohl unter den Spielern als auch unter vielen der Fans. Baseball ist traditionell der Mannschaftssport ohne Uhr und der Nervenkrieg im Duell zwischen Pitcher und Batter macht einen guten Teil des Reizes dieses Sports aus. Das sehe auch ich so und deshalb bin ich froh, dass Manfred wohl bereit ist, ein letztes Ultimatum zu gewähren. Das Angebot lautet, dass auf die Pitch-Clock verzichtet wird, sofern die Spieler eigenverantwortlich dafür Sorge tragen, dass die durchschnittliche Dauer eines 9-Inning-Spiels von zuletzt 3:05 Stunden auf unter 2:55 Stunden sinkt. Wird dieses Ziel verfehlt, kommt die Pitch-Clock unweigerlich 2019; Überschreitungen des 20-Sekunden-Limits werden dann je nach Verursacher mit Balls oder Strikes bestraft.

Begrenzung der Mound-Visits
Als ein Beitrag zur Erreichung des Zeitziels wird wohl schon dieses Jahr eine strengere Begrenzung der Besuche auf dem Mound eingeführt werden. Bislang war ein Besuch pro Inning durch einen Coach oder Manager erlaubt, beim zweiten musste der Pitcher gewechselt werden. Die Anzahl der Besuche durch Mitspieler war nicht begrenzt. Im Gespräch ist nun eine Höchstzahl von sechs Besuchen je Spiel, egal ob durch einen Coach oder durch einen Mitspieler. Auch diese Maßnahme stößt nicht unbedingt auf Gegenliebe unter den Spielern, dürfte für sie aber im Vergleich mit der Installation einer Pitch-Clock deutlich akzeptabler sein.

Comeback der Bullpen-Carts?
Als weiteres Mittel, um die Spieldauer zu reduzieren, kam diese Woche die Idee ins Spiel, die alte Tradition der Bullpen-Carts wieder aufleben zu lassen. Ob es wirklich viel Zeitersparnis bringt,  die Relieve Pitcher mit so einem Wägelchen zum Mound zu kutschieren, wage ich zu bezweifeln – ein normaler Weg vom Bullpen zum Mound dauert zu Fuß rund 50 Sekunden, mit dem Cart vielleicht 30. Aber was soll’s, die Dinger sehen so schön retro aus, also her damit, auch wenn sie wohl kaum viel mehr als eine Minute Spieldauer sparen.

Zurzeit nur ein Ausstellungsstück: Ein Bullpen-Cart der Red Sox1

Baserunnner zu Beginn von Extra-Innings
Um noch mal auf einen ernstafteren Eingriff ins Spiel zu sprechen zu kommen: Wenn Spring-Training-Spiele in die Verlängerung gehen, wird dieses Jahr ab dem zehnten jedes Inning mit einem Baserunnner auf der zweiten Base begonnen. Im All-Star-Game am 17. Juli wird die gleiche Regelung ab dem elften Inning gelten. Das ist im Endeffekt die Einführung eines verkappten Elfmeterschießens und meiner Ansicht nach so ziemlich das Letzte, was der Baseball braucht. Aber man muss hier differenzieren: Bisher geht es in dieser Angelegenheit um Trainings- und Showspiele. Solche Spiele muss man nicht unnötig in die Länge ziehen. Es ist völlig legitim, wenn man Maßnahmen unternimmt, damit sich niemand in diesen Spielen verausgabt und sein Verletzungsrisiko erhöht. Es gibt bislang keine offiziellen Pläne, automatische Baserunnner in regulären MLB-Spielen einzuführen, und ich hoffe, das bleibt so.

1Quelle: Eigene Aufnahme

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Januar 18th, 2018 by Dominik

Kleinvieh macht auch Mist. So könnte man die vergangene MLB-Woche beschreiben, in der es zwar einige interessante Neuigkeiten gab, aber immer noch Stillstand herrschte in Bezug auf „große“ Trades oder Free-Agent-Verpflichtungen. Das letzte Woche an dieser Stelle vorgestellte All-Free-Agent-Team musste seitdem nur Reliever Addison Reed abgeben, 13 Mitglieder meiner gut zwei Monate alten Top-20-Liste sind nach wie vor zu haben. Erklärungsansätze für die extrem zurückhaltende Free Agency dieses Jahres gibt es einige. Am einleuchtendsten erscheint mir die Vermutung, die Klubs gelangten zunehmend zu der Ansicht, dass Free Agents eine schlechte Investition sind: Die Kosten für sie sind im Vergleich mit selbst entwickelten oder ertradeten Spielern in ihren ersten sechs MLB-Jahren unverhältnismäßig hoch und die verlangten Vertragslaufzeiten bergen große Risiken, weil die Gehälter garantiert sind und man bei verletzungs- oder altersbedingtem Leistungsabfall mitunter jahrelang auf Zahlungsverpflichtungen ohne Gegenwert sitzen bleibt. Was an dieser Diagnose dran ist, wird sich im Laufe der nächsten Jahre zeigen. Wenn sie stimmt, dürfte sich der Trend zur Zurückhaltung der Vereine fortsetzen und/oder die von den Free Agents erzielten Gehälter und Laufzeiten dürften deutlich zurückgehen.

Pirates traden McCutchen und Cole, behalten Rivero
Das mit Abstand aktivste Front Office war diese Woche das der Pittsburgh Pirates. Die Pirates haben die Weichen klar in Richtung Rebuilding gestellt. Zuerst tradeten sie SP Gerrit Cole zu den Houston Astros. Die Astros werten damit ihre Rotation deutlich auf, während die Pirates mit SP Joe Musgrove, 3B Colin Moran, RP Michael Feliz und OF Jason Martin ihren Kader verjüngern und verbreitern.

Als nächstes wurde OF Andrew McCutchen, dessen Vertrag Ende des Jahres ausläuft, nach San Francisco geschickt. Damit arbeiten die Giants – wenngleich nur kurzfristig – an ihren Problemen im Outfield und bieten ihren Fans nach Evan Longoria nun mit McCutchen schon den zweiten Spieler, der bei seinem bisherigen Team absoluter Publikumsliebling war. Die Gegenleistung für die Pirates sind weitere Zukunftshoffnungen in Form des jungen RP Kyle Crick und OF-Prospect Bryan Reynolds sowie 500.000 Dollar aus dem Pool für internationale Spielerverpflichtungen.

Als weiterer Veteran, von dem man sich trennt, könnte sich in den kommenden Tagen noch 2B Josh Harrison zu Cole und McCutchen gesellen. Mit den Mets gab es wohl schon intensive Trade-Gespräche bezüglich Harrison, die bislang aber ohne Ergebnis blieben. Als festen Teil ihrer Zukunft betrachten die Pirates hingegen ihren Closer Felipe Rivero. Der 26-Jährige wurde mit einem Vierjahresvertrag im Wert von 22 Millionen Dollar ausgestattet.

Brad Hand
Ähnlich wie die Pirates mit Rivero haben auch die San Diego Padres mit Brad Hand einen relativ jungen Closer, den sie als eines der Kernstücke zukünftiger Erfolge sehen und dem sie deshalb eine hochdotierte Vertragsverlängerung zukommen lassen: 19,75 Millionen Dollar ist Hand den Padres für die nächsten drei Jahre wert, zudem haben sie die Option auf ein viertes Jahr.

Addison Reed zu den Twins
Der relevanteste Free Agent, der in den letzten Tagen ein neues Team fand, ist RP Addison Reed. Für 16,75 Millionen Dollar spielt Reed die nächsten zwei Jahre in Minnesota. Das wirft die spannende Frage auf, wer für die Twins nächstes Jahr closen wird: Der vor wenigen Wochen verpflichtete Fernando Rodney (4.23 ERA, 3.03 FIP) soll diese Rolle erklärtermaßen einnehmen, doch Rodney ist bei Saisonstart 41 Jahre alt, bringt eine Verletzungsgeschichte und eine Reihe schwacher Auftritte in der Dominikanischen Winter League mit sich. Reed (2.84 ERA, 4.60 FIP) ist 29, als wenig verletzungsanfällig bekannt, hat sowohl von der Laufzeit als auch vom Gehalt her den besseren Vertrag bekommen und vor allem bin ich vermutlich nicht der einzige, der ihn schlichtweg für den besseren Pitcher hält.

Kendrick, Granderson und Gonzalez wollen’s noch mal wissen
Drei ältere Free Agents haben neue Verträge unterschrieben und möchten beweisen, dass sie noch nicht zum alten Eisen gehören. OF Curtis Granderson (bei Saisonstart 37) und 1B Adrian Gonzalez (35) konnten letztes Jahr bei den Los Angeles Dodgers nicht das Leistungsniveau halten, das man früher von ihnen gewohnt war. Beide wurden deswegen von den Dodgers nicht in den Playoff-Kader aufgenommen. Für 5 Millionen Dollar erhält Granderson dieses Jahr eine neue Chance bei den Toronto Blue Jays. Das dürfte gut investiertes Geld sein, denn selbst wenn Granderson leistungsmäßig nicht die Kurve bekommen sollte, so ist er zumindest als äußerst sympathischer Führungsspieler bekannt, dessen Anwesenheit sich positiv auf die Stimmung im Clubhouse und auf die Entwicklung der jungen Spieler auswirken wird. Auch Gonzalez wird nicht nur auf dem Platz, sondern ebenfalls als Mentor gefragt sein: Bei den New York Mets soll er dem jungen 1B Dominic Smith Zeit und Rat bei dessen Entwicklung verschaffen.

Unter etwas anderen Vorzeichen steht die Verpflichtung von OF Howie Kendrick (34) bei den Washington Nationals: Kendrick erwies sich 2017 als Spätentwickler und hatte mit .844 OPS und 1.6 fWAR sein bislang bestes Jahr in der MLB. Für die Nationals, die Kendrick zur Trade Deadline von den Philadelphia Phillies geholt hatten, war das Grund genug, ihn nun mit einem Zweijahresvertrag über 7 Millionen Dollar auszustatten.

Arbitration-Rekorde von Donaldson und Bryant
Von Ende Januar bis Mitte Februar stehen die Arbitration Hearings an, also die Schlichtungsrunden zur Festlegung der Gehälter von Spielern im vierten bis sechsten MLB-Jahr. In den Wochen davor suchen und finden die Klubs mit vielen der betroffenen Spieler Einigungen, um das Schlichtungsverfahren zu vermeiden. Das ist wenig spektakulär, da schon vorher feststeht, dass die betreffenden Spieler ihrem bisherigen Team erhalten bleiben und es meist um (im Vergleich mit guten Free Agents) relativ moderate Summen geht. Deswegen berichte ich hier auch in der Regel nicht über Arbitration-Einigungen. Aber keine Regel ohne Ausnahme, zwei der diesjährigen Fälle möchte ich doch erwähnen: 3B Josh Donaldson einigte sich mit den Toronto Blue Jays auf ein Gehalt von 23 Millionen Dollar, das ist ein neuer Rekord für einen Einjahresvertrag mit einem Spieler in der Arbitration-Phase. Dagegen nehmen sich die 10,85 Millionen, die 3B Khris Bryant von den Chicago Cubs erhält, fast bescheiden aus, doch auch das ist ein Rekord und zwar als höchste Summe, die je einem Spieler in seinem ersten Jahr der Arbitration-Phase gezahlt wurde.

Manfred will die Pitch-Clock
Um die mögliche Einführung einer Pitch-Clock (ich war hier schon mal darauf eingegangen) ist es in den letzten zwei Monaten relativ ruhig geblieben, doch es scheint nach wie vor wahrscheinlich, dass diese fundamentale Neuerung schon zur bevorstehenden Saison eingeführt wird. MLB-Commissioner Rob Manfred hatte die Pitch-Clock schon letztes Jahr vorgeschlagen, ebenso wie eine Begrenzung von Besprechungen auf dem Mound. Die Spieler, vertreten durch die Spielergewerkschaft MLBPA, waren dagegen, doch die Statuten der MLB erlauben Manfred, Regeländerungen auf eigene Faust durchzuführen, wenn über sie innerhalb eines Jahres keine Einigung erzielt wurde. Die MLBPA scheint derzeit die Strategie zu verfolgen, genau dies zu provozieren: eine einseitige Regeländerung durch die Ligaführung, für die diese dann auch alleine gerade stehen und etwaige Kritik einstecken muss. Darauf jedenfalls deutet hin, dass die MLBPA sich, soweit öffentlich wahrnehmbar, zu diesem Thema stark zurückhält. Natürlich kann das auch nur Verhandlungstaktik sein. Ich hoffe, dass es das ist, denn in meinen Augen sollte die MLBPA lieber versuchen, die wohl unvermeidliche Neuregelung mitzugestalten und zum Beispiel auf ein Limit von 25 statt 20 Sekunden pro Pitch hinzuwirken statt dass man die Hände in den Schoß legt, um anschließend mit dem Finger auf Manfred zu zeigen und doch nichts zu verändern.

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November 23rd, 2017 by Dominik

Diese Woche könnte man eine ganze Folge des Grand Slam am Donnerstag einem einzigen Team widmen: Die Atlanta Braves beherrschten die MLB-News – im Positiven, aber auch und leider vor allem im Negativen. Zum Glück gibt es ein paar verlässliche Dauerbrenner-Themen, dank derer man auch ein bisschen was schreiben kann, was nichts mit den Braves zu tun hat: die Frage, für wen Giancarlo Stanton nächstes Jahr seine Homeruns schlagen wird, die ersehnte Ankunft von Supertalent Shohei Otani und natürlich wieder einige Trades der Seattle Mariners. Außerdem wachsen seit dieser Woche die Spekulationen um eine schon lange diskutierte mögliche Regeländerung. Und bevor ich es vergesse: Happy Thanksgiving an alle, die diesen Tag in irgendeiner Weise feiern!

Braves dominieren die Arizona Fall League
Die wichtigste Herbstliga für MLB-Talente, die Arizona Fall League, hat am Samstag ihre Saison abgeschlossen. Im Finale siegten die Peoria Javelinas 8:2 gegen die Mesa Solar Sox und was von der AFL-Spielzeit 2017 hängen bleibt, sind vor allem die Leistungen der Prospects der Atlanta Braves. Wie jedes Team der AFL werden die Javelinas mit Nachwuchs aus mehreren MLB-Franchises bestückt, doch die der Braves ragten deutlich heraus. Das gilt vor allem für den 19-jährigen Outfielder Ronald Acuna, der zum MVP der AFL-Saison gewählt wurde. Aber auch Infielder Austin Riley, Catcher Alex Jackson und Pitcher Max Fried hatten großen Anteil am Erfolg von Peoria. Das Farmsystem der Braves könnte somit der große Gewinner dieser Offseason sein, wenn da nicht diese unangenehme andere Sache wäre:

Harte Strafen gegen die Braves und ihren Ex-GM 
Wie ich letzte Woche schon berichtet hatte, haben die Braves sich dabei erwischen lassen, dass sie mehrere Regeln verletzt haben, vor allem im Bereich der Verpflichtung von internationalen Talenten. Im Wesentlichen ging es darum, dass sie die dafür von der MLB festgelegten Budgetgrenzen umgingen, indem sie mehreren Spielern zusätzliche verschleierte Zahlungen zukommen ließen. Die MLB hat nun die Strafen für die Verstöße bekannt gegeben und man kann sie durchaus als drastisch beschreiben: Die Braves verlieren 13 ihrer internationalen Talente, darunter den hoch gehandelten venezolanischen Shortstop Kevin Maitan. Die restlichen betroffenen Spieler sind Juan Contreras, Yefri del Rosario, Abrahan Gutierrez, Juan Carlos Negret, Yenci Peña, Yunior Severino, Livan Soto, Guillermo Zuniga, Brandol Mezquita, Angel Rojas, Antonio Sucre und Ji Hwan Bae. Sie alle sind nun wieder Free Agents und können ab einem Zeitpunkt in ca. zwei Wochen von jedem MLB-Team verpflichtet werden. Die Braves dürfen derweil bis 2020 lediglich Talente aus dem Ausland verpflichten, die mit einem Bonus von unter 10.000 Dollar zufrieden sind, und 2021 verfügen sie nur über die Hälfte des Budgets für Auslandsverpflichtungen. Persönlich bestraft wurden der ehemalige General Manager der Braves, John Coppolella, mit einem lebenslänglichen sowie sein Assistent Gordon Blakely mit einem einjährigen Beschäftigungsverbot innerhalb der MLB. Zu unguter Letzt verlieren die Braves ihren Drittrundenpick in der nächsten Draft, nachdem sie auch einem gedrafteten Spieler eine unzulässige Zahlung angeboten hatten.

Rücktritt von John Hart 
Und noch mal die Braves: Der bisherige Teampräsident John Hart war letzte Woche im Zuge der Anstellung des neuen GM Alex Anthopoulos entmachtet worden, auch darüber hatte ich berichtet. Mit der ihm zugedachten neue Rolle als „Senior Advisor“ konnte Hart sich offenbar nicht anfreunden, denn wenige Tage später gab er seinen Rücktritt bekannt. Vermutlich ist das ein Schritt, auf den die Braves gehofft hatten, denn wenn eine Franchise je einen kompletten Neuanfang im Front Office nötig hatte, dann sicher diese. Ob und inwiefern Hart eine Rolle bei den Regelverstößen der Braves gespielt hatte, bleibt derweil unklar. Bei den von der MLB ausgesprochenen Strafen ging er leer aus, da man ihm wohl glaubte – oder zumindest nichts anderes beweisen konnte –, dass er von den Vorgängen nichts mitbekommen hatte.

Verhandlungen um Stanton nehmen Fahrt auf
Für den heißesten Trade-Kandidaten der Offseason liegen die ersten konkreten Angebote vor: Die San Francisco Giants und die St. Louis Cardinals sind in konkrete Verhandlungen mit den Miami Marlins um den MVP der National League eingetreten. Neben diesen beiden Teams gelten die Boston Red Sox und die Los Angeles Dodgers als realistische Kandidaten für eine Aufnahme von Stanton mitsamt seinem teuren Vertrag. Dieser Vertrag sichert Stanton nicht nur 295 Millionen Dollar und eine Anstellung bis 2027, sondern auch das letzte Wort bei einem möglichen Trade. Ohne seine Zustimmung können die Marlins keinen Deal eingehen. Nicht zuletzt deshalb gelten die Giants als Favorit, das Rennen um Stantons Dienste zu machen. Denn der gebürtige Kalifornier wird wohl eher geneigt sein, in seinen Heimatstaat zu wechseln als beispielsweise nach St. Louis.

Der Weg für Otani ist frei
Der Hype um den japanischen Pitcher und Outfielder Shohei Otani strebt seinem Höhepunkt zu: Nach zähen Verhandlungen zwischen der MLB, der Spielergewerkschaft MLBPA und der japanischen Liga NPB hat man sich auf ein Verfahren geeinigt, nach dem Otanis Wechsel in die MLB ablaufen kann. Es ging dabei vor allem um die Modaltitäten, nach denen sein bisheriger Klub, die Nippon Ham Fighters, bei einem Wechsel entschädigt wird. Was Otani selbst aus einem ersten MLB-Vertrag herausholen kann, war vorher klar: Als ausländischer Spieler unter 25 fällt er unter den Budgetdeckel, der ihm unter günstigsten Umständen rund 10 Millionen Dollar ermöglichen würde. Tatsächlich liegt die höchste derzeit bei einem Team verfügbare Summe bei 3,535 Millionen, die die Texas Rangers investieren könnten, gefolgt von den New York Yankees mit 3,5 Millionen. Nebenverabredungen wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben, denn so etwas werden sich die Teams nach dem rigorosen Durchgreifen der Liga gegen die Braves mehr als zweimal überlegen.

Die Mariners-Trades der Woche
Was wäre eine Offseason-Woche ohne Trades der Seattle Mariners? Diese Woche schickte der rührige Mariners-GM Jerry Dipoto Reliever Thyago Vieira gegen 500.000 Dollar Budget für internationale Verpflichtungen zu den Chicago White Sox sowie die Pitching-Talente Juan Then und J.P. Sears im Austausch gegen Pitcher Nick Rumbelow zu den New York Yankees. Das sind alles keine bedeutenden Namen, aber hinter dem Trade mit den White Sox könnte sich Größeres verbergen: Die Mariners gelten nämlich als eines der Teams, die sich stark um Shohei Otani bemühen wollen und die aus Chicago erhaltene halbe Million erhöht das Budget, das sie Otani für einen Vertrag anbieten können.

Kommt die Pitch-Clock schon 2018?
Das Ziel der MLB-Führung, die Dauer von Baseballspielen zu reduzieren, ist allgemein bekannt. Ein Mittel, mit dem dieses Ziel erreicht werden soll, ist die Einführung einer Pitch-Clock. Diese Uhr soll die Zeit messen und begrenzen, die ein Pitcher sich zwischen einem Pitch und dem Beginn der Bewegung zum nächsten Pitch nehmen darf. Nachdem die Pitch Clock seit 2014 auf verschiedenen Levels der Minor Leagues getestet wurde, scheint ihre Einführung in die Major Leagues nun unmittelbar bevorzustehen, wie Buster Olney und andere MLB-Journalisten vermelden. Unter den Spielern – insbesondere natürlich den Pitchern – gelten diese Pläne als nicht gerade beliebt, doch die Ligaleitung um Commissioner Rob Manfred hat die Macht, die entsprechende Regeländerung auf eigene Faust zur kommenden Saison einzuführen. Von daher ist die Verhandlungsposition der Spielergewerkschaft MLBPA schwach und es wäre für sie schon ein Erfolg, wenn sie ein etwas großzügigeres Limit als die vorgesehenen 20 Sekunden herausholen könnte. 20 Sekunden würden von fast allen Pitchern eine Anpassung ihrer Spielweise verlangen, der Durchschnitt für die Zeit zwischen Pitches lag 2017 bei 23,5 Sekunden. Aber auch die Batter müssten einige Gewohnheiten ändern, damit die Zeiten eingehalten werden können – aus der Box herauszutreten, die Handschuhe zurechtzuziehen, einen zusätzlichen Übungsschwung auszuführen sind allesamt Praktiken, die heute zum Alltag des Spiels gehören, in ein paar Monaten aber bereits weitgehend Geschichte sein könnten.

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Mai 29th, 2017 by Dominik

Eine Gnadenregel (englisch: „mercy rule“) sorgt dafür, dass ein Spiel vorzeitig endet, sobald ein Team nach einer bestimmten Anzahl von Innings einen bestimmten Vorsprung herausgespielt hat, der als uneinholbar angesehen wird. Gnadenregeln sind immer dann sinnvoll, wenn das Leistungsgefälle innerhalb eines Wettbewerbs groß ist und es regelmäßig zu sehr einseitigen Spielen kommt. Bekanntlich ist die reguläre Dauer eines Baseballspiels über die Anzahl von Innings definiert und die Dauer eines Innings über das Zustandekommen von drei Outs je Mannschaft. Bei sehr ungleichen Stärkeverhältnissen kann es dür das schwächere Team sehr lange dauern, die nötigen Outs zu erzielen und der Spielausgang kann schon nach wenigen Innings faktisch entschieden sein. In dem Fall sorgt die Gnadenregel für ein vorzeitiges Ende des Spiels im Interesse aller Beteiligten: Die Regel schützt nicht nur die Zuschauer vor Langeweile, sondern vor allem auch die Aktiven beider Mannschaften davor, in endlosen, längst entschiedenen Partien verheizt zu werden.

In der MLB gibt es keine Gnadenregel. Sofern es die äußerlichen (Wetter-)Bedingungen nicht unmöglich machen, läuft jedes Spiel über volle neun oder – falls das Spiel bereits zu Gunsten des Heimteams entschieden ist – achteinhalb Innings. Das finde ich gut so, denn in der MLB ist das Leistungsgefällle in der Regel nicht so groß, dass es einer Gnadenregel bedürfte. Natürlich gibt es auch hier immer mal wieder Spiele wie das 23:5 der Nationals gegen die Mets, die lange vor dem neunten Inning gelaufen sind. Aber solche Spiele sind Einzelfälle und von den hochbezahlten Profis kann man erwarten, dass sie auch so ein Spiel anständig über die Bühne bringen, selbst wenn irgendwann Positionsspieler auf dem Mound stehen, um die Pitcher zu schonen. Auch in den Minor Leagues und der japanischen Profiliga gibt es keine Gnadenregeln.

In anderen Ligen sind solche Regeln aber sehr verbreitet: zum Beispiel in den Profiligen von Kuba und Korea und vor allem im Jugend- und Amateurbereich, einschließlich des gesamten deutschen Baseball-Spielbetriebs bis hin zur Bundesliga. Hier trifft das Argument mit dem Leistungsgefälle eindeutig zu: In der Bundesliga Süd beispielsweise besteht eine deutliche Kluft zwischen den Bad Homburg Hornets, den Saarlouis Hornets und dem Rest der Liga. Entsprechend enden die Spiele dieser beiden Teams gegen eines der anderen Teams sehr häufig durch eine Gnadenregel – in der bisherigen Saison 2017 in 20 von 28 Fällen. Die Bundesspielordnung des DBV sieht in Artikel 11.3.04 für alle Ligen drei Gnadenregeln vor:

  1. Die 20-Run-Regel (Führung mit 20 oder mehr Runs nach 3 Innings).
  2. Die 15-Run-Regel (Führung mit 15 oder mehr Runs nach 5 Innings).
  3. Die 10-Run-Regel (Führung mit 10 oder mehr Runs ein oder zwei Innings vor dem angesetzten Ende).

Mit Abstand am häufigsten kommt die 10-Run-Regel zum Einsatz. Diese ist auch am sinnvollsten formuliert: Sie tritt nach sieben (bzw. sechseinhalb) Innings in Kraft, aber wenn zu dem Zeitpunkt noch keine Führung von 10 Runs besteht, greift die Regel auch nach acht Innings, wenn dann die Kriterien erfüllt sind. Das ist logisch, denn wenn man einem unterlegenen Team nicht zutraut, den Spielstand innerhalb von zwei Innings umdrehen zu können, warum sollte man ihm dann zutrauen, dies innerhalb nur eines Innings zu bewerkstelligen?

Dieser Gedanke führt mich zu der Anregung, die ich den für die Regeln zuständigen Gremien des DBV gern mit auf den Weg geben möchte: Die gleiche Logik sollte auch für die 20-Run-Regel und die 15-Run-Regel gelten! Die Spielordnung sieht für diese beiden Regeln momentan nicht vor, dass die Kriterien auch zu einem späteren Zeitpunkt greifen. Wenn ein Team also nach vier Innings mit 20 Runs Vorsprung führt, dann endet das Spiel nicht; es muss stattdessen noch das fünfte Inning gespielt werden. Und wenn zwar nicht nach fünf, aber nach sechs Innings ein 15-Run-Vorsprung besteht, dann geht das Spiel ins siebte Inning, bevor es (wahrscheinlich) durch die 10-Run-Regel endet. Dafür gibt es keinen vernünftigen Grund. Man sollte die Regeln ändern, indem man an den betreffenden Stellen die Worte „oder mehr“ einfügt, also zum Beispiel für die 20-Run-Regel, „dass das Spiel beendet ist, wenn eine Mannschaft nach drei (3) oder mehr Innings mit 20 oder mehr Runs führt“.

Was meint ihr dazu?

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Februar 23rd, 2017 by Dominik

Endlich wieder Baseball! Gestern Abend fand das erste Spring-Training-Spiel des Jahres 2017 statt. Zugegeben, die Paarung und das Ergebnis waren eher nebensächlich: Die Arizona Diamondbacks gewannen 9:1 gegen das Collegeteam Grand Canyon University Antelopes. Aber der Startschuss ist damit erfolgt und schon morgen gibt es die ersten Vorbereitungsspiele zwischen MLB-Teams. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle die Partie der Boston Red Sox gegen die New York Mets (Freitag, 19:05 Uhr mitteleuropäischer Zeit). Ich lehne mich jetzt mal gaaaanz weit aus dem Fenster und prophezeie: Dieses Matchup sehen wir nicht nur im ersten Aufeinandertreffen zweier MLB-Mannschaften in diesem Jahr, sondern auch im letzten.
O. K., genug geträumt; hier sind die harten Fakten aus einer Woche MLB-Preseason:

Regeländerung bei Intentional Walks 
Von den für die beginnende Saison vorgeschlagenen Regeländerungen ist die erste nun beschlossen: Die Spielergewerkschaft MLBPA hat zugestimmt, dass Intentional Walks ab sofort nicht mehr in Form von vier absichtlichen Balls gepitcht werden müssen, sondern dass künftig ein simples Signal aus dem Dugout reicht, um den gegnerischen Batter auf die erste Base zu schicken. Die Änderung ist keine große Sache, aber ein bisschen werde ich Highlightvideos wie dieses und dieses und natürlich dieses schon vermissen.
Zu weiteren Änderungsvorschlägen der Ligaführung – vor allem einer Verkleinerung der Strikezone um die Höhe einer Kniescheibe, aber auch einer Begrenzung von Mound Visits und der Einführung einer festen Zeitbegrenzung für Pitches – gibt sich die MLBPA bisher reserviert. Commissioner Rob Manfred versucht nun offenbar, Druck zu erzeugen: Auf einer Pressekonferenz drohte er offen mit der Möglichkeit, Regeländerungen ohne Zustimmung der MLBPA für 2018 zu beschließen.

Matt Wieters findet ein Team
Als letzter wichtiger Free Agent ist nun endlich auch Catcher Matt Wieters bei einem neuen Team untergekommen. Es sind die Washington Nationals, von denen es schon in der gesamten Offseason immer wieder hieß, dass sie an ihm dran seien. Für den recht moderaten Preis von 21 Millionen Dollar über zwei Jahre erhalten die Nationals ein zumindest hinsichtlich der Offensive klares Upgrade zu Derek Norris. Wieters hatte sicher auf einen größeren Zahltag gehofft, sonst hätte seine Arbeitsplatzsuche nicht so lange gedauert; aber immerhin hat er die Option ausgehandelt, nach einem Jahr aus dem Kontrakt auszusteigen und kann somit weiter von einem richtig großen Vertrag träumen.
Die Nationals scheinen unterdessen noch nicht ganz fertig zu sein mit ihrer Last-Minute-Einkaufstour: Seit Tagen hält sich hartnäckig das Gerücht, man stehe in Verhandlungen mit den Chicago White Sox über einen Transfer von Closer David Robertson. Die White Sox wollen für ihn wohl mindestens ein Top-Prospect, ihr Favorit dafür soll Catcher Pedro Severino sein. Wenn aus dem Geschäft etwas wird, lest ihr es spätestens im nächsten Grand Slam am Donnerstag.

Jered Weaver zu den Padres
Die San Diego Padres sind ebenfalls noch mal auf dem Free-Agent-Markt tätig geworden und haben sich die Dienste von Starting Pitcher Jered Weaver gesichert. Weaver, zuvor elf Jahre lang bei den Los Angeles Angels of Anaheim, erhält 3 Millionen Dollar für ein Jahr. Der 34-Jährige hat nun seine vielleicht letzte Chance, unter Beweis zu stellen, dass er nicht zum alten Eisen gehört und seine Karriere noch einmal wiederbeleben kann. Die Entwicklung seines ERA in den letzten fünf Jahren stimmt eher bedenklich: 2.81 – 3.27 – 3.59 – 4.64 – 5.06.

Eric Gagne strebt Comeback an
Apropos altes Eisen: Eric Gagne, ehemals Closer der Los Angeles Dodgers und Cy-Young-Award-Gewinner 2003, strebt allen Ernstes ein Comeback an. Mit 41 ist er zwar zwei Jahre jünger als Bartolo Colon, aber seine MLB-Karriere liegt bereits neun Jahre hinter ihm. Die Chance, dass wir ihn noch einmal in den Big Leagues sehen, dürfte verschwindend gering sein, aber dank des anstehenden World Baseball Classic (der Baseball-Weltmeisterschaft), bei dem er für Kanada antritt, wird er zumindest die Chance haben, vor großem Publikum zu zeigen, was er noch drauf hat.

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Februar 16th, 2017 by Dominik

Wie gewohnt fasst der Grand Slam am Donnerstag die Geschehnisse der vergangenen sieben Tage rund um die MLB zusammen. Inzwischen sind alle Teams ins Training für die neue Saison eingestiegen. Dementsprechend werden die Free-Agent-Signings weniger und die Verletzungsmeldungen mehr. Die meisten Schlagzeilen produzierten diese Woche die Miami Marlins und damit meine ich gar nicht so sehr die sensationelle Meldung, dass Marlins-Spieler wieder Bärte tragen dürfen sondern die Gerüchte um einen möglichen Verkauf der Franchise:

Loria, die Marlins und der Trump-Clan
Eine knappe Stunde nach Veröffentlichung des Grand Slams am letzten Donnerstag begann die Nachricht die Runde zu machen, die Miami Marlins stünden für 1,6 Milliarden Dollar zum Verkauf und Owner Jeffrey Loria habe bereits eine mündliche Vereinbarung mit einem potenziellen Käufer getroffen. Der Zeitpunkt ärgerte mich ein bisschen, denn natürlich hätte ich diese Neuigkeit gern noch berücksichtigt; andererseits erschienen mir die Gerüchte noch zu vage als dass ich ihnen einen eigenen Artikel hätte widmen wollen. Tatsächlich sieht es inzwischen so aus, als sollte aus dem Geschäft derzeit nichts werden: Zunächst sickerte durch, dass es sich bei dem geheimnisvollen Bieter um die Kushner Group handelte – ein Immobilienunternehmen in Händen der Familie von Jared Kushner, dem Schwiegersohn und engen Berater von US-Präsident Donald Trump. Dann wurde gestern bekannt, dass der aktuelle Teambesitzer Loria von Trump zum US-Botschafter in Frankreich berufen werden soll. Die Kushner Group ließ daraufhin verlauten, dass sie unter diesen Umständen vorerst auf den Kauf verzichtet, um nicht den Eindruck eines Zusammenhanges entstehen zu lassen. Im Endeffekt war der angebliche Verkauf der Marlins also viel Lärm um nichts, aber man hat mal wieder ein bisschen was über die Zusammenhänge im amerikanischen Sport-, Politik- und Wirtschaftsbetrieb gelernt….

Test einer neuen Extra-Innings-Regel
Über die voraussichtlich anstehenden Regeländerungen in Bezug auf das untere Ende der Strikezone und die vereinfachte Durchführung von Intentional Walks wurde hier schon ein paar Mal berichtet. Neu ist ein weiterer Vorschlag zur angestrebten Beschleunigung des Spiels: Ab dem zehnten Inning soll jedes Team sein Halbinning mit einem Runner auf der zweiten Base beginnen. Diese Regel soll bereits in diesem Jahr in einem Teil der Minor Leagues getestet werden und hat das Ziel, in den Extra-Innings mehr Scores und gleichzeitig ein schnelleres Spielende hervorzubringen. Ein ähnliches Verfahren wurde auch schon bei der Baseball-EM 2016 in den Niederlanden angewendet – dort begann man jedes Extra-Inning mit Runnern auf der ersten und zweiten Base.
Ich bin wirklich alles andere als ein konservativer, Änderungen gegenüber verschlossener Mensch. Aber ich hoffe ganz stark, dass dieser Vorschlag sich nicht durchsetzt, denn er würde in meinen Augen das Spiel unattraktiver machen. Die logische Konsequenz, wenn ein Inning mit einem Runner auf der zweiten Base und null Outs beginnt, ist Small Ball: Sacrifice Flys, Sacrifice Bunts, schwache Grounder und im schlimmsten Fall Walkoff-Passed-Balls. Großartiges Pitching und großartiges Batting sind in diesem veränderten Modus nicht gefragt, zum Helden taugt allenfalls ein Pinch Runner. Sorry, liebe MLB-Verantwortliche, aber für mich ist das die absurdeste Regelidee, von der ich seit Langem gehört habe.

Chase Utley bleibt bei den Dodgers
Wo ich schon gerade dabei bin, mit meiner unmaßgeblichen Meinung hausieren zu gehen: Chase Utley hätte spätestens nach seiner unrühmlichen Blutgrätsche gegen Ruben Tejada vor eineinhalb Jahren in Rente gehen sollen. Aber natürlich interessiert es die Dodgers nicht die Bohne, dass mir immer noch jedes Mal, wenn ich Utley an die Platte treten sehe, der Hals schwillt. Dass der 38-Jährige auch leistungsmäßig seinen Zenit längst überschritten hat, sollte sie schon eher interessieren, aber auch das hielt sie nicht davon ab, ihm einen neuen Einjahresvertrag über 2 Millionen Dollar anzubieten. Was soll’s, ohne Feindbilder macht Sport ja auch nur halb so viel Spaß. 😉

Travis Wood zu den Royals
Weit weniger Emotionen hat die zweite nennenswerte Free-Agent-Verpflichtung der vergangenen Tage bei mir ausgelöst: Lefty Travis Wood geht für zwei Jahre und zwölf Millionen Dollar zu den Kansas City Royals. Nach Jason Hammel ist Wood innerhalb weniger Tage der zweite Pitcher vom World-Series-Sieger Chicago Cubs, dessen Dienste die Royals sich gesichert haben. Beide waren in Chicago eher am unteren Ende der Rotation angesiedelt, Wood zuletzt sogar im Bullpen, aber bei den Royals haben beide gute Aussichten auf einen Posten als Starter.

Braves traden für Brandon Philipps
Die Atlanta Braves arbeiten weiter daran, zur Eröffnung ihres neuen Stadions ein schlagkräftiges Team zu präsentieren. Um den Ausfall von Sean Rodriguez (siehe unten) zu kompensieren, wurde in einem Trade mit den Cincinnati Reds 2B Brandon Phillips an Land gezogen. Für die Braves war es ein extrem günstiges Geschäft, denn sie mussten nur die eher vernachlässigbaren Pitching-Prospects Andrew McKirahan und Carlos Portuondo abgeben und die Reds übernehmen sogar noch 13 von den 14 Millionen Dollar, die Phillips dieses Jahr an Gehalt zustehen. Die Reds wollten den 35-jährigen Veteranen offenbar verzweifelt loswerden, obwohl dieser mit einer Slashline von .291/.320/.416 eine sehr ordentliche Saison hinter sich hat und bei den Fans sehr beliebt war. Da Cincinnatis Team dieses Jahr definitiv nicht konkurrenzfähig sein wird, mit Jose Peraza und Dilson Herrera aber zwei große Infield-Talente darauf warten, ihr Können unter Beweis zu stellen, war man froh, für das letzte Vertragsjahr von Phillips überhaupt noch einen Gegenwert zu erhalten.

Verletzungsopfer der ersten Trainingswoche
Leider hat die erste Trainingswoche bereits einige nennenswerte Verletzungen hervorgebracht. An erster Stelle ist hier sicher Alex Reyes zu nennen, der als die große Pitcher-Hoffnung der St. Louis Cardinals galt. Letztes Jahr hatte er in der zweiten Saisonhälfte seine ersten zwölf MLB-Auftritte, darunter fünf Starts, und produzierte einen beachtlichen ERA von 1.57. Dieses Jahr hätte sein endgültiger Durchbruch anstehen können, doch stattdessen wird er sich nun der berühmt-berüchtigten Tommy-John-Surgery am Ellbogen unterziehen müssen. Die Saison ist damit für ihn vorbei, bevor sie überhaupt angefangen hatte.

Ähnlich schlimm hat es Infield/Outfield-Allrounder Sean Rodriguez erwischt, der gerade erst von den Pittsburgh Pirates zu den Atlanta Braves gewechselt war. Er verletzte sich bei einem Autounfall an der Schulter und wird nach der notwendigen Operation wohl ebenfalls für die gesamte Saison ausfallen.

Nicht die schlimmste, aber die auf skurrilste Art zugezogene Verletzung erlitt Royals-Reliever Brian Flynn: Der frisch Vermählte wollte kurz vor Abreise zum Spring Training noch schnell das Dach der Scheune abdichten, die zum neu erworbenen Häuschen am See gehört. Leider brach er dabei durch das Dach und landete nach knapp vier Metern freiem Fall bewusstlos auf Beton. Zum Glück stellte sich heraus, dass er mit einer gebrochenen Rippe und drei angeknacksten Wirbeln davon gekommen ist und wahrscheinlich nach rund zwei Monaten wieder spielen kann.

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Januar 7th, 2017 by Dominik

Heute beschäftige ich mich mit der Evolution der Regeln unseres schönen Sports. Roman hatte im Offseason-Wunschkonzert gefragt, ob im Laufe der Zeit generell mal Änderungen im Gespräch waren und ob speziell die Abstände zwischen den Bases sowie zwischen Mound und Homeplate irgendwann geändert wurden. Kurz gesagt: Änderungen gab es schon oft und wird es auch immer wieder geben. Wirklich massive Eingriffe, die den Charakter des Spiels verändert haben, waren in den ersten Jahrzehnten der Entwicklung des Baseballsports (d. h. vor allem in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts) relativ häufig, sind aber seit Beginn der „modernen Ära“ an einer Hand abzuzählen.

Historische Entwicklung der Regeln
Das erste bekannte Regelwerk für Baseball stammt aus dem Jahr 1845. Die sogenannten Knickerbocker Rules unterschieden sich noch recht stark von dem Spiel, das wir heute kennen. Zum Beispiel dauerte ein Spiel damals noch nicht neun Innings sondern so lange, bis eines der Teams 21 Runs erzielt hatte (und das andere Team genauso oft am Schlag gewesen war wie das führende). Der Standort des Pitchers war nicht genau geregelt, eindeutig war aber die Vorschrift, dass ein Pitch „underhand“ zu werfen war, also von unten und mit steifem Handgelenk und Ellenbogen. Homeruns gab es damals nicht: Es wurde in der Regel auf sehr großen Feldern gespielt und falls der Ball tatsächlich über selbiges hinwegsegelte, galt er als Foulball.

Es dauerte rund 50 Jahre, bis sich durch Versuch und Irrtum die Regeln herauskristallisiert hatten, die weitgehend dem heute üblichen Spiel entsprechen. Als Meilensteine können die 1884 erteilte Erlaubnis von Überhandpitches sowie die 1893 erfolgte Festlegung des Abstands zwischen dem Pitcher und der Homeplate auf 60 Fuß und 6 Zoll (18,44 Meter) gelten. Zwischenzeitlich hatte man sich auch auf neun Innings (1856), auf neun Spieler pro Team (1856), auf die Einführung von called Strikes (1858), auf den Walk nach vier Balls (1889) und leider auch auf den rassistischen Ausschluss dunkelhäutiger Spieler aus den Major Leagues (1889) geeinigt. Das Recht des Batters, einen hohen oder niedrigen Pitch zu verlangen, wurde 1867 eingeführt und 1887 wieder abgeschafft. Eine der allerersten Regeln ist bis heute unverändert geblieben: Der Abstand zwischen den Bases betrug schon in den Knickerbocker Rules von 1845 (ungefähr) 90 Fuß (27,423 Meter).

Seit ca. 1900 spricht man von der modernen Ära des Baseballs und meint damit, dass die Grundregeln sich in dieser Zeit kaum noch geändert haben. Dennoch gab es natürlich immer wieder kleinere und größere Eingriffe in das Regelwerk, weswegen man auch sehr vorsichtig dabei sein sollte, Statistiken aus verschiedenen Jahren miteinander zu vergleichen, ohne Anpassungsfaktoren für das jeweilige „Run Environment“ zu berücksichtigen. Letzteres bedeutet, dass es in der Geschichte des Baseballs unterschiedliche Phasen gibt, zwischen denen sich die übliche Anzahl von Runs und anderen zählbaren Elementen stark voneinander unterscheidet – abhängig von sich verändernden Taktiken, Ballparks und Materialien und eben von den jeweils gültigen Regeln. So gibt es zum Beispiel die Dead Ball Era von 1900 bis 1919, in der generell sehr wenige Runs erzielt wurden, oder die Steroid Era von Ende der 80er-Jahre bis in die frühen 2000er, in der sehr viel mehr Homeruns üblich waren als früher, wobei Doping wohl eine starke Rolle spielte. Statistiken wie den ERA eines Pitchers oder den Average eines Batters aus dem Jahr 1909 dem eines Spielers aus dem Jahr 1999 gegenüber zu stellen, würde angesichts der unterschiedlichen Run Environments zu völligen Fehlurteilen über die Qualität der jeweiligen Spieler führen.

Hier die wichtigsten Regeländerungen während der modernen Ära des Baseballs:

  • 1904: Die Höhe des Mounds wird auf 15 Zoll (38,1 cm) festgelegt.
  • 1907: Die Höhe der Strikezone reicht von der Schulter bis zum Knie des Batters.
  • 1920: Es wird nicht mehr für das ganze Spiel der gleiche Ball verwendet und der Pitcher darf den Ball nicht mehr mit Spucke, Schmirgelpapier oder sonstigen Materialien bearbeiten (der mutmaßliche Hauptgrund für das Ende der Dead Ball Era).
  • 1947: Die Rassentrennung in der MLB wird aufgehoben.
  • 1950: Die Höhe der Strikezone reicht von der Achselhöhle bis zum oberen Ende des Knies des Batters.
  • 1959: Neue Ballparks müssen Mindestmaße von 325 Fuß (99 Meter) in den Ecken und 400 Fuß (122 Meter) im Zentrum des Outfields aufweisen.
  • 1963: Die Höhe der Strikezone reicht vom oberen Ende der Schulter bis zum Knies des Batters.
  • 1969: Die Höhe der Strikezone reicht von der Achselhöhle bis zum oberen Ende des Knies des Batters.
  • 1969: Die Höhe des Mounds wird auf 10 Zoll (25,4 cm) reduziert.
  • 1971: Alle Batter werden verpflichtet, Helme zu tragen.
  • 1973: Farben und Größen der Fanghandschuhe werden vereinheitlicht.
  • 1973: Die American League führt den Designated Hitter (DH) ein.
  • 1975: Die Bälle werden künftig aus Rinderhaut gefertigt statt wie bisher aus Pferdehaut.
  • 1988: Die Höhe der Strikezone reicht von der Mitte zwischen dem oberen Ende der Schulter und dem oberen Ende der Uniformhose bis zum oberen Ende des Knies des Batters.
  • 1996: Die Höhe der Strikezone reicht von der Mitte zwischen dem oberen Ende der Schulter und dem oberen Ende der Uniformhose bis unterhalb der Kniescheibe des Batters.
  • 2005: Nach rund 15 Jahren, in denen Doping von der MLB zwar als illegal eingestuft, aber nicht ernsthaft verfolgt wurde, werden erstmals strikte Anti-Doping-Regeln und entsprechende Strafen eingeführt.
  • 2008: Die MLB führt den Videobeweis (instant replay) für bestimmte Situationen ein.
  • 2014: Die Anti-Doping-Regeln werden verschärft: Für den ersten Verstoß erfolgt nun eine Sperre von 80 Spielen, für den zweiten sind es 162 Spiele und für den dritten gilt die Sperre lebenslang.
  • 2014: Catcher dürfen nicht mehr die Homeplate blockieren, um einen Run zu verhindern, wenn sie nicht in Ballbesitz sind.
  • 2016: Slides von Baserunnern bei einem potenziellen Double Play sind illegal, wenn sie kein Bemühen erkennen lassen, die Base zu erreichen und darauf zu bleiben.
  • Aktuelle Regeländerungen
    Die MLB verfolgt momentan zwei Ziele: Zum einen möchte sie die Gesamtdauer der Spiele verkürzen. Zu diesem Zweck ist seit letztem Jahr die Dauer eines Besuchs auf dem Mound auf 30 Sekunden beschränkt und die Pausen zwischen Innings wurden um 20 Sekunden verkürzt auf 2 Minuten und 25 Sekunden für USA-weit übertragene und 2 Minuten und 5 Sekunden für sonstige Spiele. Eine weitere Beschleunigungsmaßnahme ist die ganz neue Regel, über die ich hier schon mal geschrieben habe: Intentional Walks werden künftig nicht mehr gepitcht sondern nur noch gegenüber dem Batter angezeigt. Das andere Ziel der MLB ist mehr Aktion, also mehr ins Spiel kommende Bälle. Dafür wird – wie schon häufig zuvor – an der Strikezone herumgedoktort: Sie verkleinert sich ab diesem Jahr um die Höhe einer Kniescheibe, indem ihr unteres Ende von unter dem Knie auf über das Knie verlegt wird. Auch dazu hatte ich im genannten Artikel schon meine Meinung geäußert.

    Ich habe mich hier auf Änderungen beschränkt, die unmittelbar das Spiel betreffen. Daneben hat sich im Laufe der Zeit eine Menge getan, was die Regeln abseits des Spielfeldes – Draft, Free Agency, Gehaltsgrenzen, Trades, internationale Verpflichtungen, Rostergrößen, Spielpläne etc. – betrifft. Das ist genug Stoff für einen eigenen Artikel, den ich bestimmt auch irgendwann mal schreiben werde. Eines muss ich noch erwähnen: MLB-Spieler dürfen sich ab diesem Jahr bei Rookie-Initiationsriten nicht mehr als Frauen verkleiden. Klingt komisch, ist aber richtig und gut so.

    Wünschenswerte Regeländerungen
    Zu guter Letzt gönne ich mir ein bisschen Träumerei mit einer kleinen Wunschliste von Regeländerungen, die mir gefallen würden:

  • Komplette Abschaffung der DH-Regel. Battende Pitcher sowie die damit verbundenen strategischen Elemente wie Pinch Hitting und Double Switches sind eine Bereicherung des Baseballsports.
  • Wenn ein Baserunner bei einem Ground Rule Double eindeutig scoren würde, dann sollte ihm der Run zugesprochen werden. Es kann nicht im Sinne des Erfinders sein, dass ein Outfielder dafür belohnt wird, auf das Fielden des Balls zu verzichten.
  • Absichtliche Hit-by-Pitches (meist als Revanche für das Brechen „ungeschriebener Regeln“) sollten stärker sanktioniert werden, ganz besonders wenn sie auf den Kopf abzielen. Keiner braucht diese Spirale der Gewalt.
  • Und natürlich die Abschaffung der Pitcher-Wins als offizielle Statistik.
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    Juli 4th, 2016 by Dominik

    Jedes Jahr am 2. Juli ist der International Signing Day der MLB. Das bedeutet, dass ab diesem Tag Spieler von außerhalb USA, Kanada und Puerto Rico von MLB-Teams verpflichtet werden dürfen, sofern sie mindestens 17 Jahre alt sind oder es in Kürze werden. Wie üblich wurde auch dieses Jahr gleich zu Beginn der noch bis 15. Juni 2017 andauernden Periode ein Großteil der interessantesten Talente unter Vertrag genommen. Die Spieler, um die es geht, haben in aller Regel noch einen weiten Weg durch die diversen Minor Leagues vor sich, bis sie es vielleicht irgendwann in die MLB schaffen. Deshalb spare ich mir die Mühe, hier auf eine große Anzahl von Spielern einzugehen, von denen wir vielleicht in fünf Jahren und vielleicht auch nie wieder etwas hören werden.

    Erwähnen sollte man auf jeden Fall das Top-Prospect der auf mlb.com gepflegten Liste der besten in dieser Signing-Periode verfügbaren Talente: Der 16-Jährige Shortstop Kevin Maitan hat überschwängliche Scouting Reports erhalten, die ihn mit Größen wie Miguel Cabrera und Chipper Jones vergleichen und ihn zum höchstbewerteten Prospect seit Miguel Sano (2009 von den Twins verpflichtet) küren. Er ist ein Switch-Hitter mit Power, der an der Plate bereits sehr reif für sein Alter wirkt. Auch seine Defense wird gelobt, allerdings sieht die Mehrzahl der Scouts ihn langfristig eher auf 3B als auf SS. Maitan wurde von den Atlanta Braves mit einem Vertrag über 4,25 Millionen Dollar ausgestattet.

    In der Liste nur auf Platz sechs, aber finanziell bislang der größte Abräumer ist der 22-jährige SS Alfredo Rodriguez, der von den Cincinnati Reds einen 7-Millionen-Dollar-Vertrag erhalten hat. Dieser Deal stand schon seit einigen Monaten fest, wurde aber in die neue Signing-Periode verschoben. Dafür, dass Rodriguez zwar defensiv als Spitzentalent eingestuft wird, sich offensiv aber noch sehr viel weiterentwickeln muss, erscheint der gezahlte Preis für ihn sehr hoch, vor allem wegen der fälligen Strafe gegen die Reds (dazu später mehr). In seiner letzten Saison in Kuba schlug Rodriguez gerade mal .265/.301/.284 mit nur vier Extra-Basehits und keinem Homerun in 304 Plate Appearances.

    Die Braves haben sich nicht nur die Nummer eins der Liste gesichert sondern waren auch darüber hinaus eines der aktivsten Teams zu Beginn der Signing-Periode: Laut mlb.com haben sie bereits 13 internationale Talente unter Vertrag genommen, darunter fünf aus der erwähnten Top-30-Liste. Ebenfalls sehr rührig waren die San Diego Padres, die sechs Top-30-Talente an sich banden. Andere Teams mit mehreren hochkarätigen Vertragsabschlüssen sind die Astros, die Athletics, die Cardinals, die Nationals und die Phillies.

    Welche Teams mehr oder weniger aktiv auf dem internationalen Markt sind, hängt übrigens nicht nur von den Vorlieben des Front Offices ab. Zum einen bestimmt das Abschneiden der Teams im Vorjahr darüber, wie hoch das erlaubte Budget für internationale Verträge sein darf. Weil die Phillies 2015 den schlechtesten Record hatten, dürfen sie 2016 etwas mehr ausgeben als die anderen Teams, die Cardinals mit dem besten Record 2015 haben dementsprechend das geringste Budget. Zum anderen können die Teams, um die Sache noch etwas komplizierter zu machen, mit den zugewiesenen Budgets untereinander Handel treiben und sie zudem in gewissem Rahmen überziehen. Allerdings zieht das Überziehen Strafen nach sich: erstens eine finanzielle Strafe in Höhe von 100% des überzogenen Budgets und zweitens Auflagen für die folgenden Signing-Perioden. Wer sein Budget um 5-10 Prozent überzieht, darf ein Jahr lang keine internationalen Spieler für mehr als 500.000 Dollar verpflichten, bei 10-15 Prozent vermindert sich dies auf 300.000 Dollar pro Spieler und bei über 15 Prozent gilt die gleiche Auflage für zwei Jahre. Erst im Lichte dieser Regeln wird deutlich, wie teuer beispielsweise die Reds für Eduardo Rodriguez bezahlt haben, denn er kostet sie nicht nur die 7 Millionen Dollar für den Vertrag sondern auch die Strafzahlung und vor allem die Handlungsfähigkeit auf dem Markt internationaler Talente für voraussichtlich die nächsten zwei Jahre (durch Trades lässt sich die Strafe eventuell noch drücken).

    Hier ein Artikel, in dem die Regeln noch mal übersichtlich erläutert und die Bonuspools der einzelnen Teams für die aktuelle Signing-Periode dargestellt sind. 2016 gilt für die Cubs, die Dodgers, die Giants, die Royals, die Angels, die Diamondbacks, die Rays, die Yankees und die Blue Jays, dass sie keine Spieler aus dem internationalen Talentepool für mehr als 300.000 Dollar verpflichten dürfen. Noch härter trifft es die Red Sox: Weil Boston letztes Jahr versucht hat, die Regeln zu umgehen, wurde ihnen für dieses Jahr die Verpflichtung internationaler Prospects komplett verboten und fünf Verträge aus dem letzten Jahr wurden aufgelöst (wobei die betreffenden Spieler die erhaltenen Bonuszahlungen behalten dürfen, damit sie nicht die Leidtragenden der Schummelei des Vereins sind).

    Die internationale Signing-Periode hat erst begonnen und einige interessante Deals werden in den nächsten Tagen noch folgen. Es lohnt sich daher, den Tracker von Baseball America zu verfolgen. Zu beachten ist dabei, dass Baseball America eine eigene Prospect-Liste führt, die sich von der auf mlb.com unterscheidet.

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    Juni 11th, 2016 by Dominik

    Das Competition Committee der MLB sowie die Ligaleitung haben sich vor ein paar Tagen auf zwei Regeländerungen geeinigt, die 2017 in Kraft treten sollen.

    Die erste Änderung ist, dass die vier Balls für einen Intentional Walk zukünftig nicht mehr gepitcht werden müssen. Es reicht stattdessen aus, wenn der Pitcher dem Home Plate Umpire anzeigt, dass er den Batter walken möchte und damit ist die Sache erledigt. Mir erscheint das vernünftig, denn die bisherige Form des Intentional Walks ist in aller Regel eine langweilige Formalie, auf die man gut und gerne verzichten kann – auch wenn wir nun auf seltene Perlen wie diese oder diese in Zukunft gänzlich verzichten müssen.

    Etwas einschneidender und sicher auch umstrittener ist die andere Regeländerung: Die Strikezone wird ab nächster Saison etwas kleiner sein als bisher. Genauer gesagt geht es um deren untere Grenze: Bislang beginnt die Strikezone laut Regeln mit der Vertiefung unterhalb der Kniescheibe des Batters, in der neuen Fassung verschiebt sich diese Linie auf das obere Ende des Knies. Durch diese Anpassung sollen die Pitcher gezwungen werden, höher zu zielen, damit es weniger Strikeouts gibt und mehr Bälle ins Spiel kommen. Damit möchte man der Entwicklung entgegen wirken, dass die Zahl der Runs und Hits im Laufe der letzten Jahre deutlich abgenommen hat, was wohl zumindest zu einem Teil dadurch verursacht wurde, dass viele Umpires die untere Ausdehnung der Strikezone zunehmend pitcherfreundlich ausgelegt haben.

    Die Frage ist, ob dieser Effekt tatsächlich erreicht wird. Ich bin da eher skeptisch und vermute, dass die meisten Pitcher ihren Stil nicht von heute auf morgen umstellen, vor allem weil niedrige Pitches auch weiterhin für den Batter schwer zu treffen und für den Umpire schwer zu beurteilen sind. Es wird dann zwar weniger Strikeouts geben, dafür aber nicht unbedingt mehr Bälle im Spiel sondern vor allem mehr Walks. Das wäre dann zwar ebenfalls eine Stärkung der Offensive, aber nicht die von der Liga gewünschte Zunahme an Spielaction. Trotz meiner Skepsis halte ich die Änderung für einen sinnvollen Schritt. Mein Interesse besteht ohnehin nicht in mehr Action sondern in einem ausgeglichenen Duell zwischen Pitcher und Batter und in der Hinsicht geht die Verkleinerung der Strikezone in die richtige Richtung.

    Beide Änderungen sind übrigens noch nicht endgültig beschlossen, ihr Inkrafttreten zur nächsten Saison darf aber nach den Signalen der letzten Tage als sehr wahrscheinlich angesehen werden.

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