Zweiter ALCS-Teilnehmer: Die Cleveland Indians

Nach den Toronto Blue Jays haben nun auch die Cleveland Indians das Ticket für die Finalserie der American League gebucht. Genau wie die Blue Jays haben sie ihre Divisional-Serie gesweept und sich damit ein paar Regenerationstage verschafft, bevor es Freitagnacht um 2 Uhr mit der ALCS losgeht.

Für die Indians ist es die erste Finalteilnahme seit 2007 – damals war man in der ALCS übrigens auf die Boston Red Sox getroffen und hatte eine Zwei-Siege-Führung noch verspielt. Auch in der ALDS 1999 war den Red Sox schon das Kunststück gelungen, eine Serie gegen Cleveland komplett zu drehen, aber dieses Mal ließen die Indians nichts anbrennen: Ähnlich wie das 5:4 im ersten Spiel der Serie war die dritte Partie gegen Boston eine knappe Angelegenheit und in beiden Fällen brachten die beiden Relieve-Asse Andrew Miller und Cody Allen den Sieg nach Hause. Gegen Ende wurde es zwar noch mal spannend, als sowohl im achten als auch im neunten Inning beim Stand von 4:3 gegnerische Runner in Scoring Position waren, aber wie in der gesamten Serie wurden die Red Sox ihrem Ruf als stärkste Offense der Liga nicht gerecht.

Mit dem enttäuschenden Saisonende für die Red Sox endet auch eine ganz große MLB-Karriere relativ still und leise. Relativ, denn natürlich erhielt Big Papi David Ortiz nach seiner letzten Plate Appearance, einem Walk im achten Inning, ausführliche Standing Ovations. Aber es tut mir ein bisschen leid für ihn, dass ihm nach einer großartigen Abschiedssaison (.315/.401/.620) kein schönerer Rahmen vergönnt war als ein verlorenes Playoffspiel.

Oktober 11th, 2016 by