Category: Baseball in Deutschland

September 16th, 2019 by Silversurger

Die Europameisterschaft im eigenen Land ist Geschichte. Organisatorisch lief – soweit ich das beurteilen kann, ohne dabei gewesen zu sein – alles einwandfrei, das Wetter spielte halbwegs mit, die Zuschauer bekamen viele spannende Spiele und am Ende einen verdienten Europameister zu sehen. Die Niederlande machten einmal mehr ihrer Rolle des Dauerfavoriten Ehre und sicherten sich den Titel durch einen 5:1-Sieg im Endspiel gegen Italien.

Aus deutscher Sicht kommt man nicht umhin, das Turnier als Enttäuschung zu verbuchen. Der sechste Rang in der Endabrechnung ist der undankbarste von allen, denn im Gegensatz zu den fünf höher platzierten Teams darf Deutschland nun nicht an der Qualifikationsrunde für Olympia 2020 teilnehmen. Diese findet übrigens schon diese  Woche von Mitttwoch bis Sonntag in Bologna und Parma statt. Die Niederlande, Italien, Spanien, Israel, Tschechien sowie Südafrika spielen dort um einen direkten Olympia-Startplatz. Der Zweitplatzierte erhält im Januar eine weitere Chance, sich in einem Turnier mit amerikanischen, asiatischen und ozeanischen Vertretern die Olympia-Teilnahme zu verdienen.

Als Spielverderber für das deutsche Team erwiesen sich einmal mehr die Tschechen: Gegen das Nachbarland, mit dem man sich seit Jahren immer wieder spannende Baseball-Duelle liefert, setzte es die beiden entscheidenden Niederlagen des Turniers. Die erste war ein 6:10 in der Vorrunde, wodurch Deutschland nur Vierter in der Gruppe wurde und sich die schwere Aufgabe Italien für das Viertelfinale einhandelte. Überraschenderweise kam das deutsche Team ganz nah dran, diese schwere Aufgabe zu lösen: Schon im ersten Inning ging man mit Hits von Philipp Schulz, Simon Gührung, Donald Lutz und einen Homerun von Pascal Amon 4:0 in Führung, im dritten Inning erhöhte Lutz bei einem Hit von Marco Cardoso auf 5:0. Leider ließ der bis dahin sehr starke deutsche Starter Luke Sommer ab dem fünften Inning spürbar nach und leider reagierten die Coaches zu spät. Erst als Sommer im sechsten Inning den Leadoff-Homerun zum 3:5 und bereits zwei weitere Baserunner zugelassen hatte, kam Samuel Steigert, der den Ausgleich nicht mehr verhindern konnte. In den restlichen Innings ließen beide Seiten kaum noch Offensivaktionen zu. Bei zwei Outs im unteren neunten Inning hatte man sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, als Italiens Catcher Alberto Mineo der Homerun zum Walkoff-Sieg gelang.

Die Überraschung war somit haarscharf verpasst, Deutschland hatte aber noch die Chance, zumindest Platz fünf für die Olympia-Quali zu sichern. Dazu musste zunächst ein Sieg gegen Frankreich her, welcher mit einem 14:4 per Mercy Rule nach sieben Innings extrem souverän eingefahren wurde. Im Spiel um den ersehnten Platz wartete erneut Tschechien, das ebenfalls knapp im Viertelfinale gescheitert war (4:5 gegen Spanien) und anschließend Belgien 5:4 besiegt hatte. Die entscheidende Partie war an Dramatik kaum zu überbieten: Erst ging Deutschland 2:0 in Führung, dann drehte Tschechien den Stand auf 2:3. Im sechsten Inning gelang den Deutschen der 3:3-Ausgleich und im siebten fast die erneute Führung. Aber nur fast, denn der weite Flugball von Simon Gühring wurde von Centerfielder Matej Hejma gerade noch vom Zaun gefischt. Im achten Durchgang machte der tschechische Shortstop Martin Schneider es um die entscheidenden Zentimeter besser und brachte sein Team per Homerun 4:3 in Front. Noch war das Spiel nicht gelaufen, denn Deutschland begann das neunte Inning mit zwei Walks und einem Single – Bases loaded, 0 Outs. Doch es sollte nicht sein: Max Boldt schlug in ein Double Play an Home und an der dritten Base, Luke Sommer poppte den Ball zum Shortstop, Game over.

Noch bitterer als für das deutsche Team endete die Europameisterschaft für Kroatien und Schweden, die als Elft- und Zwölftplatzierte in den B-Pool absteigen. Dort müssen sie einen neuen Anlauf unternehmen, um sich für die nächste Europameisterschaft zu qualifizieren, während der Rest des Feldes automatisch wieder dabei sein wird.

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September 11th, 2019 by Silversurger

Das Viertelfinale als Minimalziel wurde erreicht. So lautet aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft die gute Nachricht zum Abschluss der Vorrunde der EM in Bonn und Solingen. Die schlechte Nachricht ist, dass man die Gruppe mit zwei Siegen und drei Niederlagen nur als Vierter abschließen konnte und es deshalb nun mit Schwergewicht Italien zu tun bekommt.

Deutschland startete am Samstag mit einem überzeugenden 9:1 gegen Schweden, das sich aber im weiteren Verlauf des Turniers nicht als echter Gradmesser herausstellte. Im zweiten Spiel gewannen die Deutschen mit etwas Glück und einem einsamen Homerun von Marco Cardoso ein hochklassiges Pitcherduell gegen Großbritannien 1:0. Einen Tag später fehlte eben jenes Glück: Man war gegen Israel jederzeit auf Augenhöhe, lag zeitweise in Führung, aber am Ende stand eine 2:4-Niederlage nach einem Extra-Inning. Gegen Rekordmeister Niederlande am Dienstag ging das deutsche Team verdient 1:8 unter, und leider war auch am Mittwoch gegen Tschechien trotz eines guten Starts und zwischenzeitlichen Aufbäumens nichts zu holen, sodass man sich 6:10 geschlagen geben musste.

Vom Titel zu sprechen, wie es einige der deutschen Spieler vor dem Turnier getan hatten, dürfte nach dem bisherigen Verlauf vermessen sein. In das Spiel gegen Italien geht Deutschland als klarer Außenseiter. Ein realistisches Ziel, das die deutschen Baseballer noch erreichen können, ist Platz 5 der Gesamtwertung. Dieser Rang würde zur Teilnahme am Qualifikationsturnier für Olympia 2020 berechtigen. Vier Plätze werden durch das Erreichen des Halbfinales vergeben, der letzte Quali-Teilnehmer wird in einer Platzierungsrunde der Viertelfinalverlierer ausgespielt. 

Die Top-Favoriten auf den EM-Titel sind nach wie vor die Niederlande und Italien. Italien gewann in der Vorrunde souverän alle fünf Spiele, allerdings in der vermutlich etwas leichteren Gruppe B. Die Niederlande kassierten in Gruppe A eine 6:8-Niederlage gegen Tschechien, dominierten aber alle anderen Partien, darunter die gegen Deutschland und Israel.

Israel hat sich mit starken Leistungen und Siegen über Deutschland und Tschechien etwas überraschend in den Kreis der Titelkandidaten gespielt. Wobei man sagen muss, dass das so überraschend dann doch nicht ist, denn das israelische Team wurde in den vergangenen Monaten gewaltig aufgerüstet. Innerhalb eines Jahres wurden 18 Spieler eingebürgert. Fast das gesamte Nationalteam besteht aus US-Profis, darunter ehemalige MLB-Spieler wie Ty Kelly und Danny Valencia, welcher drei Tage vor der EM seinen israelischen Pass abgeholt hat. Diese Art der Kaderaufstellung ist rechtlich offenbar einwandfrei. Ich erlaube mir allerdings, sie weder schön noch dem israelischen und dem europäischen Baseball förderlich zu finden.

Die Viertelfinalspiele finden am Freitag statt und sind wie sämtliche Partien des Turniers live auf baseballsoftball.tv und gametime.sport zu sehen. Einen Liveticker sowie Ergebnisse und Statistiken gibt es auf baseballstats.eu. Deutschland erhält mit seiner Partie gegen Italien erneut den Prime-Time-Slot um 19 Uhr auf Platz 1 in Bonn. Die anderen Viertelfinals bestreiten zuvor über den Tag verteilt die Niederlande gegen Belgien, Israel gegen Frankreich und Tschechien gegen Spanien. Sollte den Deutschen die kleine Sensation gelingen, ins Halbfinale vorzustoßen, wird der Gegner dort Frankreich oder Israel sein.

Neben dem Ringen um den Titel und dem um Quali-Platz 5 gibt es in dem Turnier auch einen Abstiegskampf. Österreich, Großbritannien, Kroatien und Schweden spielen an den kommenden drei Tagen untereinander die Ränge 9 bis 12 aus, zwei davon steigen aus dem A-Pool der Europameisterschaft ab. Großbritannien dürfte das stärkste dieser Teams sein. Gegen Schweden gewannen die Briten ihr letztes Vorrundenspiel heute Nachmittag souverän 13:7. Mit einem 4:3-Sieg über Tschechien war ihnen zuvor der größte Upset des Turniers gelungen und am Ende war es nur der äußerst knapp verlorene direkte Vergleich gegen Deutschland, der sie vom Viertelfinale fern hielt.

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September 6th, 2019 by Silversurger

Die Baseball-Bundesliga hat dieses Jahr schon früh ihre Saison beendet und das hat einen guten Grund: Schon morgen, am 7. September, beginnt die Baseball-Europameisterschaft. Deutschland ist Gastgeber, die Spielorte sind Bonn und Solingen.

Den ersten Teil des Turniers bildet eine fünftägige Vorrunde. In zwei Gruppen mit jeweils sechs Teams spielt jeder gegen jeden. Gruppe A besteht aus Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, Schweden, Großbritannien und Israel. In Gruppe B treten Spanien, Italien, Belgien, Frankreich, Kroatien und Österreich an.

Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale. Die restlichen Teams bleiben aber auch noch im Turnier, denn es wird in der anschließenden Platzierungsrunde jeder einzelne Rang ausgespielt. Das ist nötig, denn zum einen gibt es eine Auf- und Abstiegsregelung zwischen dem hier ausgespielten sogenannten A-Pool und dem B-Pool des europäischen Baseballs; zum anderen sind die Top-5 der EM zur Teilnahme am europäisch-afrikanischen Qualifikationsturnier zu Olympia 2020 berechtigt.

Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit der Partie Kroatien gegen Spanien in Bonn. In Solingen treffen ab 12:30 Uhr Tschechien und Israel aufeinander. Die deutsche Baseball-Nationalmannschaft greift am Samstag ab 19 Uhr mit dem Spiel gegen Schweden erstmals ins Geschehen ein. Sie absolviert übrigens alle ihre Spiele in Bonn. Den vollständigen Spielplan findet ihr hier auf der offiziellen Seite der EM.

Deutschland hofft natürlich auf ein gutes Abschneiden und ich hoffe mit, aber die Favoriten des Turniers sind erstmal die beiden üblichen Verdächtigen: Das Turnier wurde bislang 34-mal ausgetragen und mit Spanien 1955 und Belgien 1967 gab es nur zweimal einen Titelträger, der nicht Italien oder Niederlande hieß. Die restlichen Titel teilten die beiden Großen des europäischen Baseballs unter sich auf, 22 gingen an die Niederlande und 10 an Italien. Ein realistisches Ziel für Deutschland dürfte sein, einen der Plätze drei bis fünf zu belegen und damit das Olympia-Quali-Turnier zu erreichen. Die härteste Konkurrenz um diese Plätze sehe ich in Spanien und Tschechien, vielleicht muss man auch Israel dazu rechnen.

Die endgültigen Kader der Teams wurden bzw. werden leider erst sehr kurzfristig bekannt gegeben – das deutsche Roster zum Beispiel veröffentlichte der DBV heute Mittag. Max Kepler und andere aktuelle MLB-Stars wie die Niederländer Didi Gregorius und Xander Bogaerts (Niederlande) wird man bei der EM jedenfalls vergeblich suchen. Schließlich läuft parallel die MLB-Saison und geht in jedem Fall vor. Einige Minor Leaguer werden aber anreisen, darunter die Deutschen Markus Solbach (Dodgers), Niklas Rimmel (Twins) und Sven Schüller (Dodgers). Auch Donald Lutz, der bei den Cincinnati Reds seine Spielerkarriere beendet und eine neue als Minor-League-Coach begonnen hat, tritt noch einmal für Deutschland an. Der bekannteste Akteur unter den restlichen Teams dürfte Israels Ty Kelly sein, der einige MLB-Erfahrung bei den New York Mets und den Philadelphia Phillies gesammelt hat.

Ich hoffe sehr, dass die EM in Bonn und Solingen haufenweise Zuschauer anzieht. Wer es zeitlich oder von der Anreise her nicht schafft, vor Ort dabei zu sein, der kann das Turnier zumindest am Bildschirm verfolgen: Über die Plattformen baseballsoftball.tv und gametime.sport werden sämtliche Spiele live übertragen.

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August 19th, 2019 by Silversurger

Endlich ist es soweit: Heute wurde mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer offiziell veröffentlicht. Wer es vorbestellt hat, wird es heute oder spätestens morgen in Händen halten. Die Gewinner meiner Verlosung haben es, sofern die Post mitgespielt hat, schon vor dem Wochenende bekommen.

Alle anderen sind herzlich dazu aufgerufen, beim Verlag, bei Amazon (Affiliate-Link) oder bei jedem beliebigen Buchhändler ihres Vertrauens für 14,95 Euro ihr persönliches Exemplar zu bestellen – gerne auch mehrere, denn so ein Einführungsbuch eignet sich hervorragend als Geschenk für alle, mit denen ihr eure Baseball-Begeisterung teilen möchtet. Eine Ebook-Version wird in Kürze ebenfalls erhältlich sein.

Noch ein Hinweis: Bei Amazon steht neben meinem Buch momentan „gewöhnlich versandfertig in 2 bis 5 Wochen“, weil sie es noch nicht auf Lager haben. Diese Lieferzeit ist zum Glück nicht realistisch. Nach Auskunft des Verlags wird das Buch innerhalb weniger Tage bei euch sein, egal wo ihr bestellt.

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August 11th, 2019 by Silversurger

In einer Woche, am 19. August, erscheint mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer. Als kleinen Appetitanreger habe ich eine Verlosung von drei Exemplaren der Erstausgabe veranstaltet. Über jeden der 64 Teilnahmewünsche habe ich mich sehr gefreut. Sie alle sind in der Lostrommel gelandet, aus der ich heute in reiner Zufallsauswahl vor zwei Zeugen drei Gewinner gezogen habe. Trommelwirbel bitte, die Gewinner sind:

Cosy

Steffen

Niels

[Nachtrag: Leider ist mir erst nach der Ziehung aufgefallen, dass es zwei Steffens unter den Teilnehmern gab. Da sich im Nachhinein nicht mehr feststellen ließ, welcher Steffen der „echte“ Gewinner war, habe ich entschieden, dass ihr einfach beide gewonnen habt.]

Herzlichen Glückwunsch euch Dreien Vieren! Ich werde euch unter den von euch angegebenen Adressen anmailen, damit ihr mir eure Versanddaten schicken könnt.

Kleiner Trost für alle, die nicht gewonnen haben: Das Buch kostet nur 14,95 Euro und ich behaupte, das ist es wert. Es kann bereits bei Amazon (Affiliate-Link) und so ziemlich jedem anderen Buchhändler bestellt werden und sollte dann pünktlich zum Veröffentlichungstermin bei euch sein.

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August 4th, 2019 by Silversurger

Die Heidenheim Heideköpfe sind Deutscher Baseballmeister 2019. Nach 2009, 2015 und 2017 holten die Heideköpfe sich heute zum vierten Mal  den Titel. Der Gegner im Finale waren genau wie in den vergangenen beiden Jahren die Bonn Capitals. Das klingt nach etwas einseitiger Dominanz je eines Teams im Norden und im Süden, aber dieses Urteil wird der soeben beendeten Bundesligasaison nicht gerecht: Es war eine sehr spannende Runde, in der bis zuletzt ein Hauen und Stechen um die Playoff-Plätze herrschte und in der (fast) jeder schlagen konnte. Wenn es dieses Jahr eine dominierende Mannschaft gab, so waren das die Mainz Athletics. Mit 24 Siegen aus 28 Spielen stürmten die A’s zur Südmeisterschaft, stellten damit die Heideköpfe (17-11) und die Capitals (20-8) ebenso in den Schatten wie den Nordmeister Solingen Alligators (21-7). Bis ins Viertelfinale, in dem der Nordvierte Dohren gesweept wurde, hielt die Souveränität der Mainzer an. Im Halbfinale setzten sich dann aber das Durchhaltevermögen und die Erfahrung der Dauerfinalisten Bonn und Heidenheim durch. Heidenheim fertigte Mainz in erschreckender Deutlichkeit 3:0 ab, während Bonn die volle Distanz von fünf Spielen brauchte, um Solingen zu überwinden.

Das Finale startete letztes Wochenende mit zwei Partien in Heidenheim. Die Heideköpfe setzten ein klares Statement mit einem 17:1-Sieg, doch die Capitals schlugen tags darauf zurück und glichen die Serie auf 1:1 aus. Am gestrigen Samstag ging es in den Bonner Rheinauen weiter und wieder legten die Heideköpfe vor, indem sie mit 7:2 gewannen. Die Capitals hätten somit heute siegen müssen, um ein Spiel fünf zu erzwingen. Lange sah es danach aus, dass ihnen das gelingen würde: Im Pitcherduell zwischen Heidenheims Justin Erasmus und Bonn Zackry Dodson gelang zunächst nur den Capitals ein Run. Nick Miceli wurde im fünften Inning durch zwei Singles und einen Sacrifice Bunt nach Hause geschoben und brachte Bonn die Führung, die bis ins achte Inning hielt. Dann jedoch knackten die Heideköpfe den Bonner Starter und drehten die Partie auf 3:1 zu ihren Gunsten. Die Aufholjagd der Capitals im letzten Inning brachte noch einmal den Anschluss, aber Routinier Peter Sykaras benötigte nach seiner Einwechslung einen einzigen Pitch, um das entscheidende Out zu besorgen und seinem Team die Meisterschaft zu sichern.

Von mir gehen ganz herzliche Glückwünsche an die Heideköpfe, die sich über die gesamten Playoffs hinweg als absolut würdiger Meister erwiesen haben. Den Capitals hätte ich es genauso gegönnt, aber für den Deutschen Baseball dürfte es nicht schlecht sein, dass die Finalserie sich nicht noch auf das kommende Wochenende ausgedehnt hat. Denn nun können sich sämtliche Nationalspieler auf die Vorbereitung für die Europameisterschaft im eigenen Land konzentrieren. Vom 7. bis zum 15. September steigt das Turnier zwischen zwölf Nationalteams in Bonn und Solingen.

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Juli 8th, 2019 by Silversurger

…die in der MLB noch nie passiert sind! Damit meine ich nicht das unfassbare Comeback, das Nordmeister Solingen Alligators in Spiel 5 des Viertelfinales gegen die Mannheim Tornados hingelegt hat. 7:0 waren die Tornados in der oberen Hälfte des ersten Innings vorangestürmt, 10:7 hatten sie noch zur Mitte des neunten Durchgangs geführt. Doch ein 3-Run-Homerun von Gerwuins Velazco brachte die Alligators in die Verlängerung, und im zehnten gelang durch ein RBI-Single von Lars Szameitpreuß der Walkoff-Sieg.

Ein solches Comeback sieht man nicht alle Tage, aber es ist auch nichts noch nie da Gewesenes. Zum Beispiel kassierten vor ziemlich genau 30 Jahren, am 8. Juni 1989, die Philadelphia Phillies in einem Spiel gegen die Pittsburgh Pirates im ersten Inning zehn Runs und gewannen am Ende 15:11 – was einem Fernsehkommentator einen ziemlich langen Fußmarsch bescherte.

Solingen trifft nun im Halbfinale auf Titelverteidiger Bonn Capitals. Auch bei den Capitals ging es im Viertelfinale dramatisch zu: Gegen die Regensburg Legionäre benötigten sie die volle Distanz von fünf Spielen und obwohl die Bonner in Spiel 5 zwischenzeitlich mit 6:0 vorne lagen, mussten sie am Ende froh sein, es mit 7:6 gerade so nach Hause zu schaukeln.

Die anderen beiden Halbfinalteilnehmer erledigten ihre Aufgaben souveräner: Die Heidenheim Heideköpfe gewannen mit 3:1 Siegen gegen die Paderborn Untouchables. Ihr Gegner im Halbfinale sind die Mainz Athletics, die gegen die Dohren Wild Farmers den einzigen Sweep der Runde vollbrachten. Nach zwei knappen Heimsiegen vom vorherigen Wochenende waren die Mainzer am Samstag in Dohren nicht zu bremsen. Die ersten fünf Batter des Spiels scorten allesamt und in fast jedem weiteren Inning bauten die A’s ihre Führung aus. Für die Wild Farmers muss sich der verregnete Nachmittag unendlich lang angefühlt haben, bis beim Stand von 20:0 nach sieben Innings die Mercy Rule griff.

Die Halbfinalserien beginnen am kommenden Wochenende mit Heimspielen der besser platzierten Teams: Mainz empfängt Heidenheim am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr, Solingen und Bonn duellieren sich an beiden Tagen ab 14 Uhr.

Jetzt aber endlich zu dem Vorkommnis, das es in der MLB noch nie gegeben hat: In Wesseling musste ein Playdown-Spiel der Vermins gegen die Bremen Dockers abgebrochen werden, weil die Gäste nicht mehr genug Spieler zur Verfügung hatten. Vorausgegangen waren wilde Szenen, die zu mehreren Platzverweisen gegen Bremen und letztlich zur Zwangsniederlage führten. Den Regeln nach wird das Spiel 9:0 für die Vermins gewertet, obwohl diese zum Zeitpunkt des Spielabbruchs bereits 10:0 geführt hatten. Allein im dritten Inning hatte Wesseling sieben Runs gescort, übrigens ohne einen einzigen Hit zu erzielen: durch sechs Walks, etliche Wild Pitches und schließlich vier abgeworfene Batter hintereinander bei geladenen Bases.

Nachdem Wesseling bereits das erste Spiel des Doubleheaders 5:3 für sich entschieden hatte, stehen die Vermins und die Dockers in der Tabelle nun mit jeweils vier Siegen gleichauf. Eines der beiden Teams wird am Ende den direkten Abstiegsplatz belegen, das andere schafft es in die Relegationsrunde. Am 27. Juli treffen die beiden Kontrahenten erneut aufeinander und ich wünsche mir zwei Dinge: erstens, dass die Entscheidung tatsächlich in diesen direkten Duellen fällt und nicht in den jeweiligen Partien gegen Hamburg und Köln, für die die Abstiegsrunde nicht mehr als eine Reihe besserer Freundschaftsspiele ist; zweitens natürlich, dass es spannende und vor allem faire Baseballspiele ohne vergiftete Atmosphäre werden.

Der Vollständigkeit halber ein kurzer Blick in die Abstiegsrunde der Bundesliga Süd: Die Saarlouis Hornets haben bei den Haar Disciples einen überraschenden 17:7-Erfolg eingefahren. Der Rückstand der Hornets auf die Ulm Falcons und damit auf den Relegationsplatz – vier Siege und ein bereits verlorener direkter Vergleich – scheint jedoch immer noch uneinholbar. Genauso uneinholbar liegen Haar und die Stuttgart Reds vor den Falcons, sodass die Playdowns im Süden leider kaum Aufregendes zu bieten haben.

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Juli 7th, 2019 by Silversurger

Vor einigen Wochen habe ich angekündigt, dass am 19. August mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer erscheinen soll. Inzwischen sind die notwendigen redaktionellen Arbeiten und Korrekturläufe abgeschlossen und es sieht sehr gut aus, dass der angekündigte Termin gehalten wird.

Das Buch wird 14,95 Euro kosten und kann bereits vorbestellt werden, sowohl bei Amazon (Affiliate-Link) als auch beim Buchhändler eures Vertrauens. Mit etwas Glück müsst ihr es aber nicht kaufen, denn ich bekomme ein paar Autorenexemplare und habe entschieden, drei davon hier zu verlosen. Um teilzunehmen, müsst ihr nichts weiter tun als bis spätestens 7. August als Kommentar unter diesem Artikel euer Interesse kundzutun. Bitte gebt im dafür vorgesehenen Feld eine Mailadresse an, damit ich euch im Gewinnfall benachrichtigen und nach eurer Postadresse fragen kann. Öffentlich angezeigt wird nur der von euch angegebene Benutzername.

Teilnahmebedingungen: Veranstalter des Gewinnspiels bin ich. Die Teilnahme ist kostenlos und nicht vom Erwerb von Waren oder Dienstleistungen abhängig. Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen Personen mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Teilnahmewunsch von dem oder der Teilnehmenden selbst als Kommentar unter diesem Artikel erklärt wird. Die Teilnahme ist ab Veröffentlichung des vorliegenden Artikels bis zum 07.08.2019, 24 Uhr, möglich. Nach Ablauf der Frist werde ich aus allen Teilnehmern vor mindestens einem Zeugen drei Gewinner ziehen. Die Gewinner werden in einem Blogartikel unter dem in der Teilnahmeerklärung verwendeten Benutzernamen veröffentlicht. Jeder Gewinner erhält auf meine Kosten ein gedrucktes Exemplar meines Buches „Baseball – Alles, was man wissen muss“ zugeschickt. Der Gewinn gilt unter der Bedingung seiner Verfügbarkeit. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, einen Gewinn durch einen gleich- oder höherwertigen Gewinn zu ersetzen, soweit dies erforderlich sein sollte, ohne dass der Veranstalter dies zu vertreten hat. Eine Übertragung des Gewinns ist unzulässig. Eine Auszahlung des Gewinns in bar oder der Tausch gegen einen anderen Gewinn ist ausgeschlossen. Damit ich die Gewinne versenden kann, benötige ich von jedem Gewinner den Namen und die Anschrift. Die Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt und anschließend vernichtet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sollte eine Regelung der vorliegenden Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.

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Juni 25th, 2019 by Silversurger

Das Playoff-Rennen der Baseball-Bundesliga war in beiden Ligateilen spannend bis zum allerletzten Nachholspiel.

In der Bundesliga Nord schien die Sache eigentlich klar: Die Dohren Wild Farmers hatten nach dem Ende der regulären Saison noch zweieinhalb Nachholspiele gegen die Cologne Cardinals zu absolvieren, von denen sie nur eines gewinnen mussten, um in die Playoffs einzuziehen. Das hörte sich nach einer reinen Formsache an, doch bekanntlich werden die Spiele gespielt, weil man vorher nicht weiß wie sie ausgehen. Jedenfalls schockte Köln die Wild Farmers mit starken Leistungen und gewann die beiden Heimspiele einmal knapp mit 5:4 und einmal deutlich mit 13:1. So durften sich die zum untätigen Beobachter verdammten Hamburg Stealers plötzlich wieder Hoffnung machen. Zum Glück für die Wild Farmers mussten sie im dritten Spiel des Wochenendes, dieses Mal zu Hause, nicht bei Null anfangen: Die Partie gegen die Cardinals war am ersten Spieltag der Saison beim Stand von 5:1 für Dohren nach fünf Innings abgebrochen worden. So genügten nun vier konzentrierte Innings, mit denen Starter J. P. Stevenson sein zwölf Wochen zuvor begonnenes Complete Game vollendete und den Viertelfinaleinzug der Wild Farmers perfekt machte.

Im Süden ging es zuletzt nur noch um die Setzliste, genauer gesagt um Platz drei oder vier für Heidenheim und Mannheim. Beide Teams mussten in ihren letzten Saisonspielen beim Südmeister Mainz Athletics antreten, beide holten sich Niederlagen ab. So blieb es am Ende dabei, dass die Heidenheim Heideköpfe von Rang drei in die Postseason einziehen und die Mannheim Tornados von Rang vier. Vorher lieferten sich die Tornados mit den Athletics aber noch eine furiose Partie: Mannheim ging zunächst 2:0 in Führung, später lag Mainz nach sechs Innings mit 6:2 und nach acht Innings mit 8:3 vorne. Im neunten Inning gelang den Tornados die Rallye zum 8:8 und im zehnten schienen sie das Spiel mit 9:8 endgültig gedreht zu haben. Doch sie konnten den Erfolg nicht festhalten und nach vier Walks und einem Error triumphierten am Ende doch die Mainzer mit 10:9. 

Im Viertelfinale an den beiden kommenden Wochenenden spielt nun Nord gegen Süd über Kreuz. Nordmeister Solingen Alligators ist gegen den Südvierten Mannheim Tornados ebenso klarer Favorit wie Südmeister Mainz Athletics gegen den Nordvierten Dohren Wild Farmers. Sehr spannend dürfte es hingegen zwischen den Paderborn Untouchables und den Heidenheim Heideköpfen sowie zwischen den Regensburg Legionären und Titelverteidiger Bonn Capitals werden. Die Viertelfinalserien werden im Modus Best-of-5 ausgetragen. Das heißt, es finden jeweils zwei Spiele an diesem Wochenende statt und dann noch ein bis drei Partien je Serie am 6. und 7. Juli, so lange bis ein Team drei Siege eingefahren hat und damit eine Runde weiter ist.

Gleichzeitig mit den Playoffs finden auch die Playdowns statt, also die Abstiegsrunden. Hier gibt es keine Vermischung der Ligen, der Norden und der Süden bleiben unter sich. Die Teams auf den Plätzen vier bis acht tragen jeweils eine weitere Hin- und Rückrunde untereinander aus. Am Ende steigt der Achtplatzierte jeder Liga direkt ab, während der Siebte in die Relegation muss, sofern sich genug aufstiegswillige Zweitligisten finden. Da in die Playdowns die bisher erzielten Ergebnisse mitgenommen werden, hält sich die Spannung für die meisten Teams in engen Grenzen: Die Hamburg Stealers (17-11) und die Cologne Cardinals (11-17) im Norden sowie die Haar Disciples (13-15) und die Stuttgart Reds (13-15) im Süden werden mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Interessant ist allein die Frage, ob die Wesseling Vermins (2-26) die Bremen Dockers (4-24) und/oder die Saarlouis Hornets (2-26) die Ulm Falcons (5-23) noch einholen können.

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Juni 11th, 2019 by Silversurger

Es ist noch relativ früh im Baseballjahr, aber im deutschen Baseball sind über das Pfingstwochenende schon einige nennenswerte Entscheidungen gefallen: Die Heidenheim Heideköpfe gewannen den „kleinen“ Europapokal, die Mainz Athletics sicherten sich die Meisterschaft in der Bundesliga Süd und in Bonn stieg das traditionsreiche Baseball-Familienfest mit den Turnieren um den Länderpokal der U12 und der U18.

Zweiten Startplatz im Champions Cup erobert
In einem spannenden Finale gegen den tschechischen Gastgeber Draci Brno machten die Heideköpfe am Sonntagabend den Durchmarsch durch das Turnier perfekt: Fünf Spiele, fünf Siege und kein einziger zugelassener Run sind ihre makellose Bilanz. Der herausragende Akteur des Endspiels war Enorbel Marquez-Ramirez. Der Routinier pitchte acht Innings für die Heideköpfe, in denen er nur drei Hits und einen Walk zuließ. Damit bereitete er den Weg zum 3:0-Erfolg seines Teams, das erst im achten Inning zu den eigenen Runs kam. Der Gewinn des CEB-Cups ist nicht nur für die Heideköpfe, sondern für den gesamten deutschen Baseball ein toller Erfolg. Denn neben dem hübschen Pokal besteht die Belohnung darin, dass Deutschland für 2020 einen zweiten Startplatz im „großen“ Europapokal, dem European Champions Cup, erhält.

Den ersten Startplatz hatten zwei Tage zuvor haarscharf die Bonn Capitals gesichert: Der amtierende Deutsche Meister verlor zunächst alle drei Vorrundenspiele. Doch im entscheidenden Spiel um den Klassenerhalt gelang nach hartem Kampf über zehn Innings ein 7:6-Sieg gegen die Arrows Ostrava.

Noch zwei Playoffplätze zu vergeben
Das Feld für die Playoffs um die Deutsche Meisterschaft nimmt spürbar Gestalt an. In beiden Teilen der Bundesliga sind drei von vier Plätzen für das Viertelfinale vergeben, um je einen wird noch heiß gekämpft. Im Süden sind die Mainz Athletics (21-4) nach dem Sweep gegen die Haar Disciples (13-13) nicht mehr von Rang eins zu verdrängen. Sie werden in der ersten Playoff-Runde auf den Vierten aus dem Norden treffen, welcher aller Voraussicht nach entweder Hamburg Stealers (17-9) oder Dohren Wild Farmers (14-9) heißen wird. Dohren und Hamburg treffen am Samstag zweimal direkt aufeinander. Für die Stealers sind es bereits die letzten Saisonspiele; gewinnen sie beide, sind sie im Viertelfinale. Gewinnt Dohren eines oder gar beide Spiele, stehen die Chancen der Wild Farmers sehr gut, in den verbleibenden drei Spielen gegen die Cologne Cardinals (9-14) den Einzug in die Endrunde perfekt zu machen.

Neben den Athletics sind im Süden die Regensburg Legionäre (19-7) und die Heidenheim Heideköpfe (17-9) sicher in den Playoffs. Auf den vierten Platz sind die Mannheim Tornados (15-10) erster Anwärter, aber auch die Haar Disciples und die Stuttgart Reds (je 13-13) haben noch Chancen. Auch im Norden stehen mit den Solingen Alligators, den Paderborn Untouchables (je 19-7) und den Bonn Capitals (18-8) drei Viertelfinalisten fest. Alle drei gehen in ihre letzten Spiele als Favoriten – wenn sie dieser Rolle gerecht werden, bleibt es zwischen ihnen bei der derzeitigen Reihenfolge.

Sofern es zu keinen größeren Überraschungen kommt, lauten die Viertelfinalpaarungen am letzten Juni-Wochenende somit:

Mainz vs. Dohren/Hamburg

Solingen vs. Mannheim/Stuttgart/Haar

Regensburg vs. Bonn

Paderborn vs. Heidenheim

NRW-U18 und Bayern-U12 gewinnen den Länderpokal
Die wohl schönste Tradition im deutschen Nachwuchs-Baseball ist das Turnier um den Länderpokal, das jedes Jahr an Pfingsten in Bonn stattfindet. Für ein verlängertes Wochenende versammeln sich die Talente der Altersklassen U12 (Schüler) und U18 (Junioren) nebst Eltern und Betreuern, um eine Meisterschaft der Landesverbände auszuspielen. Die Beteiligung war dieses Mal leider ungewohnt dünn: Von den zehn Landesverbänden entsandten nur fünf eine U12- und sieben eine U18-Auswahlmannschaft. Der Stimmung tat dies jedoch keinen Abbruch. Mit großem Spaß und Engagement lieferten sich sowohl die kleinen als auch die schon relativ großen Baseballer drei Tage lang spannende Spiele, sorgten für jede Menge Jubel und Szenenapplaus und nur ganz selten für ein paar kleine Tränen. In den Finalspielen setzten sich die U18 von Nordrhein-Westfalen mit 2:1 gegen Baden-Württemberg und die U12 von Bayern mit 7:4 gegen Nordrhein-Westfalen durch.

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