Category: Baseball in Deutschland

Juni 11th, 2020 by Silversurger

Das unwürdige Tauziehen um die MLB-Saison 2020 geht weiter – längst geht es dabei kaum noch um die Pandemie, stattdessen vor allem um Geld und um Gesichtswahrung. Ein Hauch von Normalität wehte immerhin letzte Nacht, als die erste Runde der MLB-Draft 2020 durchgeführt wurde.

Tigers wählen Torkelson an Nummer 1
Der Top-Pick der diesjährigen Draft war wie erwartet 1B Spencer Torkelson. Die Detroit Tigers sicherten sich den Power-Hitter von der Arizona State University. Hoch gehandelt wurde vor der Draft auch der vielseitige IF/OF Austin Martin von Vanderbilt, der letztlich aber erst an Nummer 5 zu den Toronto Blue Jays ging. Die Baltimore Orioles, die als zweite an der Reihe waren, entschieden sich etwas überraschend für OF Heston Kjerstad aus Arkansas. Kjerstad war zwar als First-Rounder erwartet worden, aber eher in der Mitte oder zweiten Hälfte der Runde. Ebenfalls eine kleine Überraschung war die Wahl von Pitcher Max Meyer aus Minnesota durch die Miami Marlins an Nummer 3. Als Top-Pitcher der Draft hatten die meisten Experten eigentlich Linkshänder Asa Lacy (Texas A&M) erwartet, den sich die Kansas City Royals als Pick 4 sicherten. Die größte Überraschung des Abends dürfte allerdings der Pick der Boston Red Sox gewesen sein. Sie verwendeten ihr Wahlrecht an Nummer 17 auf Nick Yorke, einen Middle-Infielder aus einer kalifornischen Highschool. Ihn hatte kaum jemand in der ersten Runde erwartet. Aber da die Red Sox dieses Jahr keinen Zweitrundenpick haben, waren sie wohl bereit, für ihren Wunschspieler etwas zu reachen.

Heute geht es ab 22 Uhr mitteleuropäischer Zeit weiter mit dem Rest der Draft, zu sehen auf ESPN, MLB Network oder am einfachsten direkt auf der Homepage mlb.com. Wegen der Corona-Situation gibt es dieses Jahr nur fünf Runden statt der sonst üblichen 40. Von den danach verbleibenden Nachwuchsspielern können die Clubs beliebig viele für jeweils bis zu 20.000 Dollar unter Vertrag nehmen.

Kein Ende in Sicht
In Bezug auf eine mögliche MLB-Saison 2020 finden die Teambesitzer und die Spielergewerkschaft MLBPA einfach keinen gemeinsamen Nenner. Es fühlt sich an, als ob ich hier jede Woche dasselbe schreiben muss: Die Liga legt einen Vorschlag vor, die MLBPA lehnt ihn ab und kontert mit einem Gegenvorschlag, den wiederum die Liga ablehnt. Die neuesten Angebote bestanden darin, dass die Liga die vorgeschlagene Anzahl der Saisonspiele von 48 auf 76 erhöhte und die Spielergewerkschaft von 114 Spielen auf 89 reduzierte. Das sieht auf den ersten Blick so aus, als käme man sich näher. Doch der Teufel steckt im Detail und in diesem Fall ist das entscheidende Detail, dass die Spieler nach wie vor darauf bestehen, ihre Gehälter anteilig nach der Zahl der Spiele zu erhalten – im aktuellen Vorschlag also 89 durch 162 vom normalen Jahresgehalt. Die Klubs hingegen wollen nur – je nach Playoff-Format – 50 bis 75 Prozent von dem derart errechneten Anteil bezahlen. Eine Einigung scheint derzeit in weiter Ferne – und damit auch die einstige Hoffnung, in der ersten Julihälfte in den Spielbetrieb einzusteigen.

DBV lässt Vereine wählen
Noch keine Entscheidung, aber eine halbwegs klare Marschroute gibt es im Hinblick auf den Baseball-Spielbetrieb in Deutschland: Der Ausschuss für Wettkampfsport des Deutschen Baseball- und Softballverbandes (DBV) hat festgelegt, dass es in diesem Jahr in seinen Ligen keinen Auf- und Abstieg geben wird. Alle für 2020 gemeldeten Teams können sich auch 2021 für dieselbe Liga anmelden. Sollten Plätze frei werden, wird gegebenenfalls über Nachrücker entschieden. Sofern 2020 noch ein Spielbetrieb stattfindet, wird die Beteiligung daran auf freiwilliger Basis sein. Die Vereine können wählen, ob sie am Spielbetrieb teilnehmen möchten und ob sie dazu auch bereit sind, wenn er ohne Zuschauer stattfinden muss. Für jede Gruppe der 1. und 2. Baseball-Bundesliga wird nach Mehrheit der jeweiligen Vereine entschieden, ob und in welchem Spielmodus eine Saison 2020 durchgeführt wird. Die Deadline für die Meldungen ist der 15. Juli. Bis zu diesem Termin soll auch entschieden werden, ob Deutsche Meisterschaften und Länderpokale im Nachwuchsbereich stattfinden.

Posted in Baseball in Deutschland, Grand Slam, MLB Tagged with: , , ,

Mai 7th, 2020 by Silversurger

Noch steht die (westliche) Baseballwelt still. Doch angesichts der umfangreichen Lockerungen der Corona-Maßnahmen in Deutschland, USA und vielen anderen Ländern scheint es zunehmend wahrscheinlich, dass wir zumindest eine verkürzte Saison erleben werden. Zum ersten Mal sind konkrete Termine durchgesickert, wann es losgehen könnnte.

MLB-Start am 1. Juli?
Aus Kreisen um die Cleveland Indians wurde gestern bekannt, dass der Klub seine Spieler aufgefordert hat, die persönlichen Fitnessprogramme auf einen Trainingsbeginn am 10. Juni und einen Saisonstart am 1. Juli einzustellen. Das sind noch lange keine fixen Termine und wohl eher die frühestmöglichen Zeitpunkte, zu denen sich etwas tun könnte. Aber dass überhaupt schon Termine im Gespräch sind, ist sicher ein positives Zeichen, dass in diesem Jahr noch mit Baseball zu rechnen ist.

Die Ligaleitung plant offenbar, der Spielergewerkschaft MLBPA Ende dieser oder Anfang nächster Woche einen konkreten Vorschlag vorzulegen. Dieser wird Zeitpläne, Modelle für den Umgang mit Gehaltsansprüchen und für die sonstigen Rahmenbedingungen des Spielbetriebs enthalten. Als wahrscheinlich gilt inzwischen, dass alle oder zumindest die meisten Partien als Geisterspiele in den jeweiligen Heimstadien der Teams ausgetragen werden. Die früher diskutierte Idee einer Fokussierung auf einige wenige Standorte scheint zurzeit nicht weiter verfolgt zu werden. Auch eine Umorganisation der Divisionen wird es voraussichtlich nicht geben. Die Spielpläne werden aber wohl darauf ausgerichtet, weite Reisen zu minimieren.

Gute Aussichten auf Trainingsbetrieb in Deutschland
Ob und wann es in Deutschland einen Spielbetrieb geben wird, ist ebenfalls noch offen. In den meisten Bundesländern sieht es derzeit danach aus, dass gemeinsamer Sport im Freien unter bestimmten Regeln und Voraussetzungen wieder erlaubt wird. Baseball als relativ kontaktarmer Mannschaftssport dürfte gute Aussichten haben, zumindest schon mal für die Wiederaufnahme von Trainingseinheiten grünes Licht zu erhalten. Der DBV hat dafür bereits Richtlinien erarbeitet, die mir sehr vernünftig erscheinen.

Saison in Südkorea läuft
In Südkorea hat die KBO-Saison wie geplant am Dienstag begonnen. An dieser Stelle wollte ich ein Update dazu liefern, wie man die Spiele per Livestream verfolgen kann. Leider scheint es in Deutschland keine solche Möglichkeit zu geben, jedenfalls keine offizielle ohne technische Tricksereien. Für die USA hat ESPN die Übertragungsrechte erworben, doch nach meinen bisherigen Informationen sind die Partien in Deutschland nicht über den ESPN Player zu sehen. Wenn ihr wild auf die KBO-Spiele seid, habt ihr die Möglichkeit, mit Hilfe von VPN-Clients den Anschein zu erwecken, dass ihr euch in Südkorea, den USA oder sonstwo auf der Welt befindet, um die dortigen Möglichkeiten zu nutzen. Für mich persönlich muss ich sagen, dass es mir den Aufwand nicht wert ist.

Bald Zuschauer in Taiwan?
Deutlich unkomplizierter kann man in einige Spiele der taiwanesischen CPBL reinschauen. Ich verlinke hier noch mal die Seite, auf der ihr die dafür nötigen Informationen findet.

Taiwan war vor vier Wochen der Vorreiter mit dem weltweit ersten Saisonstart einer Baseball-Profiliga. Nun fühlt man sich offenbar bereit, einen Schritt weiter zu gehen: Ab morgen sollen pro Spiel 1.000 Zuschauer erlaubt sein. Die Fans müssen ihre Temperatur messen lassen, Mundschutz tragen und eineinhalb Meter Abstand halten. Taiwan hat in den letzten 25 Tagen nur einzelne neu eingereiste Coronafälle gemeldet, Infektionen im Inland gab es demnach in diesem Zeitraum überhaupt nicht.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international, Grand Slam, MLB Tagged with: , ,

März 19th, 2020 by Silversurger

Die Welt ist im Corona-Ausnahmezustand. Der Sport, den wir alle so lieben, rückt dadurch wie vieles andere erst mal weit in den Hintergrund. Der Grand Slam am Donnerstag ist deshalb heute im Wesentlichen ein Statusbericht zu den Auswirkungen der Seuche auf den Baseball.

Die Lage in der MLB und den Minor Leagues
Es war von vornherein absehbar, dass die Saison nicht nur – wie zunächst angekündigt – um zwei Wochen verschoben werden muss, sondern deutlich länger. Inzwischen ist es von Seiten der Liga offiziell, dass weder die MLB noch die Minor Leagues früher starten können als in acht Wochen. Dann erst endet der Zeitraum, für den die amerikanischen Gesundheitsbehörden ein Verbot von Veranstaltungen mit über 50 Personen verfügt haben. Damit wären wir bei Mitte Mai, aber das ist erstens noch lange kein festes Datum und zweitens werden die Teams ab der Freigabe noch ein paar Wochen Training und Vorbereitungsspiele brauchen, bevor es wirklich losgehen kann. Es ist daher wohl sicher zu sagen, dass es vor Juni nichts werden wird mit der Baseballsaison – und dass wir froh sein dürfen, wenn die Lage sich dieses Jahr überhaupt irgendwann so weit entspannt, dass wenigstens noch eine verkürzte Spielzeit drin ist.

Die Spieler sind inzwischen größtenteils nach Hause geschickt worden. Einige Teams haben ihre Spring-Training-Einrichtungen komplett geschlossen, andere lassen sie geöffnet und ermöglichen ihren Spielern die weitere Nutzung zum persönlichen Training unter besonderen Vorsichts- und Vereinzelungsmaßnahmen. Konkrete Infektionsfälle von Major-League-Spielern sind bislang noch nicht bestätigt, doch zwei Minor Leaguer der Yankees wurden positiv getestet. Bei beiden hat die Krankheit offenbar einen milden Verlauf mit nur schwachen Symptomen.

Während sich die MLB-Profis zumindest finanziell keine Sorgen machen müssen, sind sowohl die Minor-League-Spieler als auch viele sonstige Beschäftigte wie zum Beispiel Stadion-Mitarbeiter stark von den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise betroffen. Eine erste erfreuliche Geste der 30 MLB-Klubs besteht darin, dass jeder von ihnen einen Million Dollar als Soforthilfe für die Einnahmeausfälle des Stadion-Personals bereit stellt. Noch keine gemeinsame Lösung gibt es für die Minor Leaguer. Sie werden generell nur während der Saison bezahlt – das heißt im Klartext, sie haben zurzeit wie schon in der gesamten Offseason überhaupt kein Einkommen. Ein paar Vereine – unter anderem die Rays, die Dodgers und die Mets – haben zugesagt, ihren Minor Leaguern zumindest bis Ende des Monats 400 Dollar pro Woche zu zahlen. Das ist ein erster Schritt, dem weitere folgen müssen, und zwar durch alle Klubs.

Späterer Saisonbeginn auch in Deutschland
Auch die deutschen Baseball-Ligen haben ihren Spielbetrieb eingestellt beziehungsweise dessen Beginn nach hinten verlegt. Nach aktuellem Stand hat der DBV bis einschließlich 3. Mai alle Spiele ausgesetzt und bis 19. April sämtliche Kadermaßnahmen und den Trainingsbetrieb. Über weitere Verschiebungen und über Kürzungen der Spielpläne wird entschieden, sobald neue Informationen vorliegen.

Tumor-OP bei Trey Mancini
Die einzige aktuelle Meldung ohne Corona-Bezug, die ich erwähnen möchte, ist leider ebenfalls keine gute: Outfielder Trey Mancini von den Baltimore Orioles musste sich letzte Woche einer OP unterziehen, bei dem ein bösartiger Darmtumor entfernt wurde. Mancini war letztes Jahr der Top-Hitter der Orioles mit 35 Homeruns in 679 Plate Appearances und einer Slashline von .291/.364/.535. Er wird aller Voraussicht nach eine Weile ausfallen, aber das ist sicher zweitrangig angesichts der Umstände, dass erstens der Saisonbeginn in den Sternen steht und zweitens in Mancinis Situation alles andere weit weniger wichtig ist als dass er überhaupt wieder gesund wird.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international, Grand Slam, Minor Leagues, MLB Tagged with: , , , , ,

September 16th, 2019 by Silversurger

Die Europameisterschaft im eigenen Land ist Geschichte. Organisatorisch lief – soweit ich das beurteilen kann, ohne dabei gewesen zu sein – alles einwandfrei, das Wetter spielte halbwegs mit, die Zuschauer bekamen viele spannende Spiele und am Ende einen verdienten Europameister zu sehen. Die Niederlande machten einmal mehr ihrer Rolle des Dauerfavoriten Ehre und sicherten sich den Titel durch einen 5:1-Sieg im Endspiel gegen Italien.

Aus deutscher Sicht kommt man nicht umhin, das Turnier als Enttäuschung zu verbuchen. Der sechste Rang in der Endabrechnung ist der undankbarste von allen, denn im Gegensatz zu den fünf höher platzierten Teams darf Deutschland nun nicht an der Qualifikationsrunde für Olympia 2020 teilnehmen. Diese findet übrigens schon diese  Woche von Mitttwoch bis Sonntag in Bologna und Parma statt. Die Niederlande, Italien, Spanien, Israel, Tschechien sowie Südafrika spielen dort um einen direkten Olympia-Startplatz. Der Zweitplatzierte erhält im Januar eine weitere Chance, sich in einem Turnier mit amerikanischen, asiatischen und ozeanischen Vertretern die Olympia-Teilnahme zu verdienen.

Als Spielverderber für das deutsche Team erwiesen sich einmal mehr die Tschechen: Gegen das Nachbarland, mit dem man sich seit Jahren immer wieder spannende Baseball-Duelle liefert, setzte es die beiden entscheidenden Niederlagen des Turniers. Die erste war ein 6:10 in der Vorrunde, wodurch Deutschland nur Vierter in der Gruppe wurde und sich die schwere Aufgabe Italien für das Viertelfinale einhandelte. Überraschenderweise kam das deutsche Team ganz nah dran, diese schwere Aufgabe zu lösen: Schon im ersten Inning ging man mit Hits von Philipp Schulz, Simon Gührung, Donald Lutz und einen Homerun von Pascal Amon 4:0 in Führung, im dritten Inning erhöhte Lutz bei einem Hit von Marco Cardoso auf 5:0. Leider ließ der bis dahin sehr starke deutsche Starter Luke Sommer ab dem fünften Inning spürbar nach und leider reagierten die Coaches zu spät. Erst als Sommer im sechsten Inning den Leadoff-Homerun zum 3:5 und bereits zwei weitere Baserunner zugelassen hatte, kam Samuel Steigert, der den Ausgleich nicht mehr verhindern konnte. In den restlichen Innings ließen beide Seiten kaum noch Offensivaktionen zu. Bei zwei Outs im unteren neunten Inning hatte man sich schon auf eine Verlängerung eingestellt, als Italiens Catcher Alberto Mineo der Homerun zum Walkoff-Sieg gelang.

Die Überraschung war somit haarscharf verpasst, Deutschland hatte aber noch die Chance, zumindest Platz fünf für die Olympia-Quali zu sichern. Dazu musste zunächst ein Sieg gegen Frankreich her, welcher mit einem 14:4 per Mercy Rule nach sieben Innings extrem souverän eingefahren wurde. Im Spiel um den ersehnten Platz wartete erneut Tschechien, das ebenfalls knapp im Viertelfinale gescheitert war (4:5 gegen Spanien) und anschließend Belgien 5:4 besiegt hatte. Die entscheidende Partie war an Dramatik kaum zu überbieten: Erst ging Deutschland 2:0 in Führung, dann drehte Tschechien den Stand auf 2:3. Im sechsten Inning gelang den Deutschen der 3:3-Ausgleich und im siebten fast die erneute Führung. Aber nur fast, denn der weite Flugball von Simon Gühring wurde von Centerfielder Matej Hejma gerade noch vom Zaun gefischt. Im achten Durchgang machte der tschechische Shortstop Martin Schneider es um die entscheidenden Zentimeter besser und brachte sein Team per Homerun 4:3 in Front. Noch war das Spiel nicht gelaufen, denn Deutschland begann das neunte Inning mit zwei Walks und einem Single – Bases loaded, 0 Outs. Doch es sollte nicht sein: Max Boldt schlug in ein Double Play an Home und an der dritten Base, Luke Sommer poppte den Ball zum Shortstop, Game over.

Noch bitterer als für das deutsche Team endete die Europameisterschaft für Kroatien und Schweden, die als Elft- und Zwölftplatzierte in den B-Pool absteigen. Dort müssen sie einen neuen Anlauf unternehmen, um sich für die nächste Europameisterschaft zu qualifizieren, während der Rest des Feldes automatisch wieder dabei sein wird.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international Tagged with: , , ,

September 11th, 2019 by Silversurger

Das Viertelfinale als Minimalziel wurde erreicht. So lautet aus Sicht der deutschen Nationalmannschaft die gute Nachricht zum Abschluss der Vorrunde der EM in Bonn und Solingen. Die schlechte Nachricht ist, dass man die Gruppe mit zwei Siegen und drei Niederlagen nur als Vierter abschließen konnte und es deshalb nun mit Schwergewicht Italien zu tun bekommt.

Deutschland startete am Samstag mit einem überzeugenden 9:1 gegen Schweden, das sich aber im weiteren Verlauf des Turniers nicht als echter Gradmesser herausstellte. Im zweiten Spiel gewannen die Deutschen mit etwas Glück und einem einsamen Homerun von Marco Cardoso ein hochklassiges Pitcherduell gegen Großbritannien 1:0. Einen Tag später fehlte eben jenes Glück: Man war gegen Israel jederzeit auf Augenhöhe, lag zeitweise in Führung, aber am Ende stand eine 2:4-Niederlage nach einem Extra-Inning. Gegen Rekordmeister Niederlande am Dienstag ging das deutsche Team verdient 1:8 unter, und leider war auch am Mittwoch gegen Tschechien trotz eines guten Starts und zwischenzeitlichen Aufbäumens nichts zu holen, sodass man sich 6:10 geschlagen geben musste.

Vom Titel zu sprechen, wie es einige der deutschen Spieler vor dem Turnier getan hatten, dürfte nach dem bisherigen Verlauf vermessen sein. In das Spiel gegen Italien geht Deutschland als klarer Außenseiter. Ein realistisches Ziel, das die deutschen Baseballer noch erreichen können, ist Platz 5 der Gesamtwertung. Dieser Rang würde zur Teilnahme am Qualifikationsturnier für Olympia 2020 berechtigen. Vier Plätze werden durch das Erreichen des Halbfinales vergeben, der letzte Quali-Teilnehmer wird in einer Platzierungsrunde der Viertelfinalverlierer ausgespielt. 

Die Top-Favoriten auf den EM-Titel sind nach wie vor die Niederlande und Italien. Italien gewann in der Vorrunde souverän alle fünf Spiele, allerdings in der vermutlich etwas leichteren Gruppe B. Die Niederlande kassierten in Gruppe A eine 6:8-Niederlage gegen Tschechien, dominierten aber alle anderen Partien, darunter die gegen Deutschland und Israel.

Israel hat sich mit starken Leistungen und Siegen über Deutschland und Tschechien etwas überraschend in den Kreis der Titelkandidaten gespielt. Wobei man sagen muss, dass das so überraschend dann doch nicht ist, denn das israelische Team wurde in den vergangenen Monaten gewaltig aufgerüstet. Innerhalb eines Jahres wurden 18 Spieler eingebürgert. Fast das gesamte Nationalteam besteht aus US-Profis, darunter ehemalige MLB-Spieler wie Ty Kelly und Danny Valencia, welcher drei Tage vor der EM seinen israelischen Pass abgeholt hat. Diese Art der Kaderaufstellung ist rechtlich offenbar einwandfrei. Ich erlaube mir allerdings, sie weder schön noch dem israelischen und dem europäischen Baseball förderlich zu finden.

Die Viertelfinalspiele finden am Freitag statt und sind wie sämtliche Partien des Turniers live auf baseballsoftball.tv und gametime.sport zu sehen. Einen Liveticker sowie Ergebnisse und Statistiken gibt es auf baseballstats.eu. Deutschland erhält mit seiner Partie gegen Italien erneut den Prime-Time-Slot um 19 Uhr auf Platz 1 in Bonn. Die anderen Viertelfinals bestreiten zuvor über den Tag verteilt die Niederlande gegen Belgien, Israel gegen Frankreich und Tschechien gegen Spanien. Sollte den Deutschen die kleine Sensation gelingen, ins Halbfinale vorzustoßen, wird der Gegner dort Frankreich oder Israel sein.

Neben dem Ringen um den Titel und dem um Quali-Platz 5 gibt es in dem Turnier auch einen Abstiegskampf. Österreich, Großbritannien, Kroatien und Schweden spielen an den kommenden drei Tagen untereinander die Ränge 9 bis 12 aus, zwei davon steigen aus dem A-Pool der Europameisterschaft ab. Großbritannien dürfte das stärkste dieser Teams sein. Gegen Schweden gewannen die Briten ihr letztes Vorrundenspiel heute Nachmittag souverän 13:7. Mit einem 4:3-Sieg über Tschechien war ihnen zuvor der größte Upset des Turniers gelungen und am Ende war es nur der äußerst knapp verlorene direkte Vergleich gegen Deutschland, der sie vom Viertelfinale fern hielt.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international Tagged with: , , ,

September 6th, 2019 by Silversurger

Die Baseball-Bundesliga hat dieses Jahr schon früh ihre Saison beendet und das hat einen guten Grund: Schon morgen, am 7. September, beginnt die Baseball-Europameisterschaft. Deutschland ist Gastgeber, die Spielorte sind Bonn und Solingen.

Den ersten Teil des Turniers bildet eine fünftägige Vorrunde. In zwei Gruppen mit jeweils sechs Teams spielt jeder gegen jeden. Gruppe A besteht aus Deutschland, den Niederlanden, Tschechien, Schweden, Großbritannien und Israel. In Gruppe B treten Spanien, Italien, Belgien, Frankreich, Kroatien und Österreich an.

Die ersten vier Teams jeder Gruppe qualifizieren sich für das Viertelfinale. Die restlichen Teams bleiben aber auch noch im Turnier, denn es wird in der anschließenden Platzierungsrunde jeder einzelne Rang ausgespielt. Das ist nötig, denn zum einen gibt es eine Auf- und Abstiegsregelung zwischen dem hier ausgespielten sogenannten A-Pool und dem B-Pool des europäischen Baseballs; zum anderen sind die Top-5 der EM zur Teilnahme am europäisch-afrikanischen Qualifikationsturnier zu Olympia 2020 berechtigt.

Los geht es am Samstag ab 11 Uhr mit der Partie Kroatien gegen Spanien in Bonn. In Solingen treffen ab 12:30 Uhr Tschechien und Israel aufeinander. Die deutsche Baseball-Nationalmannschaft greift am Samstag ab 19 Uhr mit dem Spiel gegen Schweden erstmals ins Geschehen ein. Sie absolviert übrigens alle ihre Spiele in Bonn. Den vollständigen Spielplan findet ihr hier auf der offiziellen Seite der EM.

Deutschland hofft natürlich auf ein gutes Abschneiden und ich hoffe mit, aber die Favoriten des Turniers sind erstmal die beiden üblichen Verdächtigen: Das Turnier wurde bislang 34-mal ausgetragen und mit Spanien 1955 und Belgien 1967 gab es nur zweimal einen Titelträger, der nicht Italien oder Niederlande hieß. Die restlichen Titel teilten die beiden Großen des europäischen Baseballs unter sich auf, 22 gingen an die Niederlande und 10 an Italien. Ein realistisches Ziel für Deutschland dürfte sein, einen der Plätze drei bis fünf zu belegen und damit das Olympia-Quali-Turnier zu erreichen. Die härteste Konkurrenz um diese Plätze sehe ich in Spanien und Tschechien, vielleicht muss man auch Israel dazu rechnen.

Die endgültigen Kader der Teams wurden bzw. werden leider erst sehr kurzfristig bekannt gegeben – das deutsche Roster zum Beispiel veröffentlichte der DBV heute Mittag. Max Kepler und andere aktuelle MLB-Stars wie die Niederländer Didi Gregorius und Xander Bogaerts (Niederlande) wird man bei der EM jedenfalls vergeblich suchen. Schließlich läuft parallel die MLB-Saison und geht in jedem Fall vor. Einige Minor Leaguer werden aber anreisen, darunter die Deutschen Markus Solbach (Dodgers), Niklas Rimmel (Twins) und Sven Schüller (Dodgers). Auch Donald Lutz, der bei den Cincinnati Reds seine Spielerkarriere beendet und eine neue als Minor-League-Coach begonnen hat, tritt noch einmal für Deutschland an. Der bekannteste Akteur unter den restlichen Teams dürfte Israels Ty Kelly sein, der einige MLB-Erfahrung bei den New York Mets und den Philadelphia Phillies gesammelt hat.

Ich hoffe sehr, dass die EM in Bonn und Solingen haufenweise Zuschauer anzieht. Wer es zeitlich oder von der Anreise her nicht schafft, vor Ort dabei zu sein, der kann das Turnier zumindest am Bildschirm verfolgen: Über die Plattformen baseballsoftball.tv und gametime.sport werden sämtliche Spiele live übertragen.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international Tagged with: , ,

August 19th, 2019 by Silversurger

Endlich ist es soweit: Heute wurde mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer offiziell veröffentlicht. Wer es vorbestellt hat, wird es heute oder spätestens morgen in Händen halten. Die Gewinner meiner Verlosung haben es, sofern die Post mitgespielt hat, schon vor dem Wochenende bekommen.

Alle anderen sind herzlich dazu aufgerufen, beim Verlag, bei Amazon (Affiliate-Link) oder bei jedem beliebigen Buchhändler ihres Vertrauens für 14,95 Euro ihr persönliches Exemplar zu bestellen – gerne auch mehrere, denn so ein Einführungsbuch eignet sich hervorragend als Geschenk für alle, mit denen ihr eure Baseball-Begeisterung teilen möchtet. Eine Ebook-Version wird in Kürze ebenfalls erhältlich sein.

Noch ein Hinweis: Bei Amazon steht neben meinem Buch momentan „gewöhnlich versandfertig in 2 bis 5 Wochen“, weil sie es noch nicht auf Lager haben. Diese Lieferzeit ist zum Glück nicht realistisch. Nach Auskunft des Verlags wird das Buch innerhalb weniger Tage bei euch sein, egal wo ihr bestellt.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international, Bücher, Grundwissen, In eigener Sache, MLB

August 11th, 2019 by Silversurger

In einer Woche, am 19. August, erscheint mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer. Als kleinen Appetitanreger habe ich eine Verlosung von drei Exemplaren der Erstausgabe veranstaltet. Über jeden der 64 Teilnahmewünsche habe ich mich sehr gefreut. Sie alle sind in der Lostrommel gelandet, aus der ich heute in reiner Zufallsauswahl vor zwei Zeugen drei Gewinner gezogen habe. Trommelwirbel bitte, die Gewinner sind:

Cosy

Steffen

Niels

[Nachtrag: Leider ist mir erst nach der Ziehung aufgefallen, dass es zwei Steffens unter den Teilnehmern gab. Da sich im Nachhinein nicht mehr feststellen ließ, welcher Steffen der „echte“ Gewinner war, habe ich entschieden, dass ihr einfach beide gewonnen habt.]

Herzlichen Glückwunsch euch Dreien Vieren! Ich werde euch unter den von euch angegebenen Adressen anmailen, damit ihr mir eure Versanddaten schicken könnt.

Kleiner Trost für alle, die nicht gewonnen haben: Das Buch kostet nur 14,95 Euro und ich behaupte, das ist es wert. Es kann bereits bei Amazon (Affiliate-Link) und so ziemlich jedem anderen Buchhändler bestellt werden und sollte dann pünktlich zum Veröffentlichungstermin bei euch sein.

Posted in Baseball in Deutschland, Baseball international, Grundwissen, In eigener Sache, MLB

August 4th, 2019 by Silversurger

Die Heidenheim Heideköpfe sind Deutscher Baseballmeister 2019. Nach 2009, 2015 und 2017 holten die Heideköpfe sich heute zum vierten Mal  den Titel. Der Gegner im Finale waren genau wie in den vergangenen beiden Jahren die Bonn Capitals. Das klingt nach etwas einseitiger Dominanz je eines Teams im Norden und im Süden, aber dieses Urteil wird der soeben beendeten Bundesligasaison nicht gerecht: Es war eine sehr spannende Runde, in der bis zuletzt ein Hauen und Stechen um die Playoff-Plätze herrschte und in der (fast) jeder schlagen konnte. Wenn es dieses Jahr eine dominierende Mannschaft gab, so waren das die Mainz Athletics. Mit 24 Siegen aus 28 Spielen stürmten die A’s zur Südmeisterschaft, stellten damit die Heideköpfe (17-11) und die Capitals (20-8) ebenso in den Schatten wie den Nordmeister Solingen Alligators (21-7). Bis ins Viertelfinale, in dem der Nordvierte Dohren gesweept wurde, hielt die Souveränität der Mainzer an. Im Halbfinale setzten sich dann aber das Durchhaltevermögen und die Erfahrung der Dauerfinalisten Bonn und Heidenheim durch. Heidenheim fertigte Mainz in erschreckender Deutlichkeit 3:0 ab, während Bonn die volle Distanz von fünf Spielen brauchte, um Solingen zu überwinden.

Das Finale startete letztes Wochenende mit zwei Partien in Heidenheim. Die Heideköpfe setzten ein klares Statement mit einem 17:1-Sieg, doch die Capitals schlugen tags darauf zurück und glichen die Serie auf 1:1 aus. Am gestrigen Samstag ging es in den Bonner Rheinauen weiter und wieder legten die Heideköpfe vor, indem sie mit 7:2 gewannen. Die Capitals hätten somit heute siegen müssen, um ein Spiel fünf zu erzwingen. Lange sah es danach aus, dass ihnen das gelingen würde: Im Pitcherduell zwischen Heidenheims Justin Erasmus und Bonn Zackry Dodson gelang zunächst nur den Capitals ein Run. Nick Miceli wurde im fünften Inning durch zwei Singles und einen Sacrifice Bunt nach Hause geschoben und brachte Bonn die Führung, die bis ins achte Inning hielt. Dann jedoch knackten die Heideköpfe den Bonner Starter und drehten die Partie auf 3:1 zu ihren Gunsten. Die Aufholjagd der Capitals im letzten Inning brachte noch einmal den Anschluss, aber Routinier Peter Sykaras benötigte nach seiner Einwechslung einen einzigen Pitch, um das entscheidende Out zu besorgen und seinem Team die Meisterschaft zu sichern.

Von mir gehen ganz herzliche Glückwünsche an die Heideköpfe, die sich über die gesamten Playoffs hinweg als absolut würdiger Meister erwiesen haben. Den Capitals hätte ich es genauso gegönnt, aber für den Deutschen Baseball dürfte es nicht schlecht sein, dass die Finalserie sich nicht noch auf das kommende Wochenende ausgedehnt hat. Denn nun können sich sämtliche Nationalspieler auf die Vorbereitung für die Europameisterschaft im eigenen Land konzentrieren. Vom 7. bis zum 15. September steigt das Turnier zwischen zwölf Nationalteams in Bonn und Solingen.

Posted in Baseball in Deutschland Tagged with: , ,

Juli 8th, 2019 by Silversurger

…die in der MLB noch nie passiert sind! Damit meine ich nicht das unfassbare Comeback, das Nordmeister Solingen Alligators in Spiel 5 des Viertelfinales gegen die Mannheim Tornados hingelegt hat. 7:0 waren die Tornados in der oberen Hälfte des ersten Innings vorangestürmt, 10:7 hatten sie noch zur Mitte des neunten Durchgangs geführt. Doch ein 3-Run-Homerun von Gerwuins Velazco brachte die Alligators in die Verlängerung, und im zehnten gelang durch ein RBI-Single von Lars Szameitpreuß der Walkoff-Sieg.

Ein solches Comeback sieht man nicht alle Tage, aber es ist auch nichts noch nie da Gewesenes. Zum Beispiel kassierten vor ziemlich genau 30 Jahren, am 8. Juni 1989, die Philadelphia Phillies in einem Spiel gegen die Pittsburgh Pirates im ersten Inning zehn Runs und gewannen am Ende 15:11 – was einem Fernsehkommentator einen ziemlich langen Fußmarsch bescherte.

Solingen trifft nun im Halbfinale auf Titelverteidiger Bonn Capitals. Auch bei den Capitals ging es im Viertelfinale dramatisch zu: Gegen die Regensburg Legionäre benötigten sie die volle Distanz von fünf Spielen und obwohl die Bonner in Spiel 5 zwischenzeitlich mit 6:0 vorne lagen, mussten sie am Ende froh sein, es mit 7:6 gerade so nach Hause zu schaukeln.

Die anderen beiden Halbfinalteilnehmer erledigten ihre Aufgaben souveräner: Die Heidenheim Heideköpfe gewannen mit 3:1 Siegen gegen die Paderborn Untouchables. Ihr Gegner im Halbfinale sind die Mainz Athletics, die gegen die Dohren Wild Farmers den einzigen Sweep der Runde vollbrachten. Nach zwei knappen Heimsiegen vom vorherigen Wochenende waren die Mainzer am Samstag in Dohren nicht zu bremsen. Die ersten fünf Batter des Spiels scorten allesamt und in fast jedem weiteren Inning bauten die A’s ihre Führung aus. Für die Wild Farmers muss sich der verregnete Nachmittag unendlich lang angefühlt haben, bis beim Stand von 20:0 nach sieben Innings die Mercy Rule griff.

Die Halbfinalserien beginnen am kommenden Wochenende mit Heimspielen der besser platzierten Teams: Mainz empfängt Heidenheim am Samstag um 16 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr, Solingen und Bonn duellieren sich an beiden Tagen ab 14 Uhr.

Jetzt aber endlich zu dem Vorkommnis, das es in der MLB noch nie gegeben hat: In Wesseling musste ein Playdown-Spiel der Vermins gegen die Bremen Dockers abgebrochen werden, weil die Gäste nicht mehr genug Spieler zur Verfügung hatten. Vorausgegangen waren wilde Szenen, die zu mehreren Platzverweisen gegen Bremen und letztlich zur Zwangsniederlage führten. Den Regeln nach wird das Spiel 9:0 für die Vermins gewertet, obwohl diese zum Zeitpunkt des Spielabbruchs bereits 10:0 geführt hatten. Allein im dritten Inning hatte Wesseling sieben Runs gescort, übrigens ohne einen einzigen Hit zu erzielen: durch sechs Walks, etliche Wild Pitches und schließlich vier abgeworfene Batter hintereinander bei geladenen Bases.

Nachdem Wesseling bereits das erste Spiel des Doubleheaders 5:3 für sich entschieden hatte, stehen die Vermins und die Dockers in der Tabelle nun mit jeweils vier Siegen gleichauf. Eines der beiden Teams wird am Ende den direkten Abstiegsplatz belegen, das andere schafft es in die Relegationsrunde. Am 27. Juli treffen die beiden Kontrahenten erneut aufeinander und ich wünsche mir zwei Dinge: erstens, dass die Entscheidung tatsächlich in diesen direkten Duellen fällt und nicht in den jeweiligen Partien gegen Hamburg und Köln, für die die Abstiegsrunde nicht mehr als eine Reihe besserer Freundschaftsspiele ist; zweitens natürlich, dass es spannende und vor allem faire Baseballspiele ohne vergiftete Atmosphäre werden.

Der Vollständigkeit halber ein kurzer Blick in die Abstiegsrunde der Bundesliga Süd: Die Saarlouis Hornets haben bei den Haar Disciples einen überraschenden 17:7-Erfolg eingefahren. Der Rückstand der Hornets auf die Ulm Falcons und damit auf den Relegationsplatz – vier Siege und ein bereits verlorener direkter Vergleich – scheint jedoch immer noch uneinholbar. Genauso uneinholbar liegen Haar und die Stuttgart Reds vor den Falcons, sodass die Playdowns im Süden leider kaum Aufregendes zu bieten haben.

Posted in Baseball in Deutschland Tagged with: , , , , , , , , , , , , , , , , ,