Category: In eigener Sache

Juni 4th, 2020 by Silversurger

Seit rund vier Wochen verhandeln und streiten die Klubs und die Spieler um finanzielle Fragen, die einer MLB-Saison 2020 im Wege stehen – ein Ende dieses ziemlich unwürdigen Gezerres ist leider nicht in Sicht. Immerhin ein kleines Highlight für die Fans gibt es kommende Woche durch das Stattfinden der Draft. Derweil ist für viele Spieler der Minor Leagues der Traum von der MLB-Karriere letzte Woche geplatzt – und für alle Spieler im System der Oakland Athletics der Traum, dass sie ihrem Verein etwas wert sind. Aber lest selbst:

Am Mittwoch wird gedraftet
Die MLB-Draft wird nächste Woche stattfinden, allerdings nicht so wie gewohnt. Zum einen wird das Event wegen der Corona-Krise komplett virtuell vollzogen, zum anderen wird es sehr viel kürzer sein als sonst. Anstelle der üblichen 40 Runden gibt es dieses Mal nur 5 Durchgänge zur Auswahl von Spielern aus den Colleges und Highschools. Den Teams wird dadurch der Zwang genommen, in dieser Zeit der Unsicherheit zusätzliche Gehaltsempfänger verpflichten zu müssen. Anschließend an die 5 Draftrunden haben alle Klubs die Möglichkeit, unbegrenzt viele weitere Spieler für jeweils bis zu 20.000 Dollar unter Vertrag zu nehmen.

Pick Nummer eins haben dieses Jahr die Detroit Tigers, gefolgt von den Baltimore Orioles und den Miami Marlins. Die Houston Astros sind als Strafe für den Sign-Stealing-Skandal von der ersten und zweiten Draftrunde ausgeschlossen.

Der Favorit, als erstes vom Board zu gehen, ist 1B Spencer Torkelson (Arizona State), ein Powerhitter mit exzellenter Plate-Discipline. Außenseiterchancen, anstelle von Torkelson gewählt zu werden, hat der vielseitige IF/OF Austin Martin (Vanderbilt). Die am höchsten gehandelten Pitcher sind Linkshänder Asa Lacy (Texas A&M) und Rechtshänder Emerson Hancock (Georgia). Nicht ganz so hoch gerankt, aber schlagzeilenträchtig allein wegen seines Namens ist 3B/RHP Jaden Agassi. Der 18-jährige Sohn der Tennis-Legenden Steffi Graf und Andre Agassi hat frisch die Highschool abgeschlossen und gilt als talentiert genug, in einer der späteren Runden gewählt zu werden. Als wahrscheinlicher gilt aber, sowohl aufgrund der verkürzten Draft als auch weil Agassi sich noch von einer Tommy-John-Surgery am Wurfarm erholt, dass er die Profi-Karriere ein paar Jahre hinausschiebt und zunächst seine Einschreibung an der University of South California wahrnimmt.

Die Draft beginnt in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um 1 Uhr mitteleuropäischer Zeit. Sie wird live auf ESPN und MLB Network übertragen; Letzteres ist Teil des Pakets von DAZN.

Streit um Gehälter dauert an
Wie eingangs schon erwähnt, zeichnet sich im Gehälterstreit zwischen den Klubs und den Spielern leider kein Kompromiss ab. Die Teambesitzer beharren auf ihrer Forderung nach stärkeren Gehaltskürzungen. Die Spielergewerkschaft MLBPA hat am letzten Wochenende ihren Gegenvorschlag vorgelegt, in dem sie eine 114-Spiele-Saison mit anteiligen Gehältern und einen Aufschub von Teilen der Gehaltszahlungen anbietet. Dies wurde von den Ownern erwartungsgemäß abgelehnt. Von ihrer Seite steht bislang kein neues Angebot, sondern eine Drohung im Raum: Wenn die MLBPA den angestrebten Kürzungen nicht zustimmt, könnte die Liga im Alleingang beschließen, dass eine ultrakurze Saison mit nur 48 bis 54 Saisonspielen gespielt wird. Auf diese Art würden die Gehälter automatisch drastisch sinken, da sie sich nach der bisherigen Regelung anteilig an der Zahl der durchgeführten Spiele bemessen. Theoretisch hat die MLB diese Möglichkeit, praktisch würde ein solches Vorgehen vermutlich zu einem Streik der Spieler führen.

Kein Dissens über Umstrukturierung
Ein Punkt, in dem sich die Liga und die Spieler offenbar geeinigt haben, ist die vorübergehende Umstrukturierung der Divisionen für die Saison 2020. Um lange Reisen zu vermeiden, soll die AL East mit der NL East zu einer Division aus 10 Teams zusammengelegt werden, ebenso die beiden Central-Divisonen und die beiden West-Divisionen. Alle oder fast alle regulären Saisonspiele sollen innerhalb der jeweiligen Division ausgetragen werden. Als Spielorte werden nach diesem Plan die gewohnten Heimstadien der Teams genutzt, die Designated-Hitter-Regel gilt bei allen Spielen. Auch bezüglich einer Erweiterung der Playoffs auf 14 Teams scheint man sich relativ einig zu sein, wenngleich das genaue Format der Postseason noch unklar ist.

Zahlreiche Minor Leaguer entlassen, Athletics stellen Zahlungen ein
Die MLB-Spieler jammern über die Winkelzüge der Owner zwar mit einigem Recht, aber immer noch auf hohem Niveau – um seine Existenz muss von ihnen jedenfalls niemand fürchten. Ganz anders sieht es derweil in den Minor Leagues aus. Im Unterbau des professionellen Baseballs herrscht weitreichende Unsicherheit: Wird es eine Saison 2020 geben? Wenn nein, bekommen die Spieler ihre ohnehin sehr niedrigen Gehälter trotzdem weiter? Wird zudem der schon vor Corona bestehende Plan umgesetzt, 42 Minor-League-Teams komplett einzusparen?

Letzte Woche gab es eine Entlassungswelle, bei der Hunderte Minor-League-Spieler von den Klubs freigesetzt wurden. Das war zwar eine unpopuläre und in vielerlei Hinsicht bedauerliche Maßnahme. Allerdings muss man sich dabei klar machen, dass solche Entlassungswellen jedes Jahr zum Ende des Spring Trainings üblich sind und somit erwartbar war, dass es auch dieses Jahr irgendwann dazu kommen würde.

Immerhin haben inzwischen fast alle MLB-Franchises entschieden, ihren verbleibenden Minor Leaguern zumindest die 400 Dollar pro Woche weiter zu bezahlen, auf die die Klubs sich ursprünglich bis 31. Mai geeinigt hatten. Auch die Washington Nationals, die die Zahlungen zunächst auf 300 Dollar reduzieren wollten, besannen sich schnell eines besseren, nachdem mehrere ihrer MLB-Spieler ankündigten, die Gehälter der Minor-League-Kollegen zur Not aus eigener Tasche aufstocken zu wollen. Der meines Wissens einzige Verein, der sich entschieden hat, sämtliche Minor Leaguer ab 1. Juni in unbezahlten Urlaub zu schicken, sind die Oakland Athletics. Die Entscheidung der A’s bedeutet, dass ihre Minor-League-Spieler nun erstens ohne Einkommen sind und sich zweitens noch nicht mal arbeitslos melden können, weil sie formal noch bei dem Klub angestellt sind. Um es deutlich zu sagen: Das ist eine Schande und beraubt in meinen Augen die Athletics sämtlicher Sympathien, die ich bisher für sie hatte.

Chris Archer fällt lange aus
Chris Archer, Pitcher der Pittsburgh Pirates, musste sich am Dienstag einer Operation zur Behandlung eines Thoracic-outlet-Syndroms unterziehen. Ob Archer überhaupt noch mal für die Pirates spielt, ist fraglich. Für 2020 fält er in jedem Fall aus, und für 2021 muss der Verein entscheiden, ob er die Option zur Vertragsverlängerung für 11 Millionen Dollar zieht. Ich rechne eher nicht damit, denn Archers Leistungen in Pittsburgh waren, nachdem er 2018 per Trade von den Tampa Bay Rays kam, bislang weitgehend enttäuschend. Hinzu kommt, dass nach dieser Art von OP, bei der üblicherweise eine Rippe ganz oder teilweise entfernt wird, um dem betroffenen Nerv Raum zu verschaffen, viele Pitcher – z. B. Matt Harvey, Tyler Thornburg, Tyson Ross – nicht mehr zur vollen Form gefunden haben.

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Mai 28th, 2020 by Silversurger

Zum Einstieg gibt es heute einen Hörtipp: Ich habe die Ehre, dass ich in der aktuellen Folge des Podcasts „Just Baseball“ zu Gast sein durfte. In einem rund halbstündigen Interview rede ich mit den sympathischen Gastgebern Andreas, Axel und Florian unter anderem über Baseblog, mein Baseball-Buch und die Aussichten auf eine MLB-Saison 2020. Hören könnt ihr die Folge über die Homepage des Podcasts, aber auch auf iTunes oder dem Podcatcher eures Vertrauens.

Klubs und Spieler weiterhin uneinig
Apropos MLB-Saison 2020: Der Stand ist hier leider immer noch derselbe wie letzte und vorletzte Woche. Das heißt, die nötigen Hygienekonzepte liegen vor, es gibt von den meisten Bundesstaaten grünes Licht für Spiele in leeren Stadien, aber es gibt immer noch keine Einigung zwischen den Klubs und den Spielern über die Gehälter. Die Liga hat der Spielergewerkschaft MLBPA am Dienstag offiziell den Vorschlag vorgelegt, der schon seit einiger Zeit im Raum steht: Die Spieler sollen im Durchschnitt auf rund die Hälfte des Gehalts verzichten, das ihnen anhand der Zahl der Spiele zustünde. Davon ausgehend, dass eine verkürzte Saison 2020 etwa halb so viele Spiele umfassen würde wie gewohnt, bekämen die Spieler im Schnitt also nur ein Viertel ihres gewohnten Einkommens. Das wäre immer noch eine Menge Geld, aber natürlich ein herber Einschnitt. Prominente Vertreter der Spieler wie Max Scherzer und Blake Snell haben bereits deutlich gemacht, dass sie diesen Plan nicht hinnehmen wollen. Ein Gegenvorschlag der Spielergewerkschaft wird für Ende dieser Woche erwartet. Der anzubietende Kompromiss könnte darin bestehen, dass die Spieler auf Teile des Gehalts zwar nicht verzichten, aber einer um einige Monate oder Jahre verzögerten Auszahlung zustimmen.
Es gibt keine offizielle Deadline für die Verhandlungen, doch es liegt auf der Hand, dass eine schnelle Einigung nötig ist, wenn das Ziel weiterhin in einem Saisonbeginn Anfang Juli besteht.

NPB peilt Saisonstart an
In Japan ist man schon einen Schritt weiter als in den USA: Die Nippon Professional Baseball (NPB)-Saison soll am 19. Juni den Spielbetrieb aufnehmen. Die 12 Teams werden am 2. Juni, also nächsten Dienstag, mit Testspielen beginnen, um sich auf die von 143 auf 120 Spiele verkürzte reguläre Saison vorzubereiten. Die Spiele finden ohne Zuschauer statt, zudem wird auf das All-Star-Spiel sowie auf Interleague-Spiele verzichtet.

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November 16th, 2019 by Silversurger

…und zwar die neueste Folge des Podcasts „Bald Bearded Baseball“ mit eurem Baseblogger als Überraschungsgast. Ich hatte die Ehre, mit den beiden sympathischen Gastgebern Martin und David eine gute Stunde lang zu plaudern. Wir haben ausführlich über mein Buch sowie den Baseblog geredet und diverse andere Themen rund um unseren Lieblingssport angeschnitten.

Bald Bearded Baseball könnt ihr über Spotify, iTunes und so ziemlich jeden Podcatcher eures Vertrauens anhören. Auch die anderen Folgen dieses Podcasts kann ich nur empfehlen. David und Martin sind mit ebenso großem Enthusiasmus wie Sachverstand dabei und verdienen jegliche Unterstützung. Der Gastauftritt bei den kahlen, bärtigen Jungs hat mir großen Spaß gemacht. Ich finde, das Ergebnis kann sich sehen hören lassen.

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November 2nd, 2019 by Silversurger

Offseason. Mehr als drei Monate ohne MLB-Baseball liegen vor uns. Erst Mitte Februar 2020 begeben sich die Teams zurück ins Training, am 21. Februar beginnen die Spring-Training-Spiele und am 26. März wird endlich die neue Saison eröffnet. Damit es in der Zeit bis dahin für euch und für mich nicht langweilig wird, bemühe ich mich, euch neben dem aktuellen Geschehen rund um die Liga zum Beispiel mit Analysen, Hintergrundgeschichten, Bücher- und Spieletests zu versorgen – all den Dingen, für die während der Saison oft die Zeit zu knapp ist.

Eine Tradition, die nun schon in ihre vierte Runde geht, besteht darin, dass ich in der Offseason ein paar Wünsche der Leserinnen und Leser erfülle. Was hättet ihr gern? Ein neues Stadion für die Athletics? Einen starken Centerfielder für die Mets? Weniger Verletzungspech für die Yankees? Diese Wünsche dürft ihr gerne haben, helfen kann ich dabei leider nicht. Aber wenn ihr möchtet, dass ich mich etwas detaillierter mit einem bestimmten Spieler oder einem Team, einem Ballpark oder einer taktischen Frage beschäftige, wenn ich mir verwandte Sportarten wie Softball, Cricket oder Pesäpallo anschauen und darüber schreiben soll, wenn ihr irgendeine Statistik näher erklärt haben möchtet – mit solchen Dingen kann ich gerne dienen.

Wie in den letzten Jahren, werde ich die ersten drei Wünsche, die als Kommentar unter diesem Artikel geäußert werden, auf jeden Fall in irgendeiner Weise berücksichtigen. Alle weiteren schaue ich mir gern an und nehme sie zumindest als Anregung mit.

Die drei ersten Wünsche aus der letzten Offseason waren übrigens die folgenden:

  • Roman hatte sich „etwas über Taktik (Infield-Shift, Bunting, Lefties vs. Lefties/Righties etc.)“ gewünscht. Daraus wurde eine sechsteilige Serie, die auch zu einem guten Teil in das Buch eingeflossen ist, das ich im August veröffentlicht habe.
  • Henning wünschte sich einen Artikel über die Rassismus-Diskussion um das Indians-Maskottchen Chief Wahoo. Den Artikel habe ich geschrieben, wobei er etwas kürzer ausfiel, weil ich meine Meinung schon in einem früheren Beitrag ausführlicher ausgebreitet hatte.
  • Der dritte Wunsch kam von Ralf, der sich einen Hinweis auf die taiwanesische Winterliga wünschte. Diesen habe ich eingebaut in einen größeren Artikel über die interessantesten Angebote von Herbst- und Winterbaseball – neben Taiwan tut sich hier Australien hervor, womit auch der Wunsch von Florian erfüllt wurde, etwas über die ABL zu lesen.

Jetzt bin ich extrem gespannt, womit ich dieses Jahr dem einen oder der anderen eine kleine Freude machen darf!

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August 19th, 2019 by Silversurger

Endlich ist es soweit: Heute wurde mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer offiziell veröffentlicht. Wer es vorbestellt hat, wird es heute oder spätestens morgen in Händen halten. Die Gewinner meiner Verlosung haben es, sofern die Post mitgespielt hat, schon vor dem Wochenende bekommen.

Alle anderen sind herzlich dazu aufgerufen, beim Verlag, bei Amazon (Affiliate-Link) oder bei jedem beliebigen Buchhändler ihres Vertrauens für 14,95 Euro ihr persönliches Exemplar zu bestellen – gerne auch mehrere, denn so ein Einführungsbuch eignet sich hervorragend als Geschenk für alle, mit denen ihr eure Baseball-Begeisterung teilen möchtet. Eine Ebook-Version wird in Kürze ebenfalls erhältlich sein.

Noch ein Hinweis: Bei Amazon steht neben meinem Buch momentan „gewöhnlich versandfertig in 2 bis 5 Wochen“, weil sie es noch nicht auf Lager haben. Diese Lieferzeit ist zum Glück nicht realistisch. Nach Auskunft des Verlags wird das Buch innerhalb weniger Tage bei euch sein, egal wo ihr bestellt.

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August 11th, 2019 by Silversurger

In einer Woche, am 19. August, erscheint mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer. Als kleinen Appetitanreger habe ich eine Verlosung von drei Exemplaren der Erstausgabe veranstaltet. Über jeden der 64 Teilnahmewünsche habe ich mich sehr gefreut. Sie alle sind in der Lostrommel gelandet, aus der ich heute in reiner Zufallsauswahl vor zwei Zeugen drei Gewinner gezogen habe. Trommelwirbel bitte, die Gewinner sind:

Cosy

Steffen

Niels

[Nachtrag: Leider ist mir erst nach der Ziehung aufgefallen, dass es zwei Steffens unter den Teilnehmern gab. Da sich im Nachhinein nicht mehr feststellen ließ, welcher Steffen der „echte“ Gewinner war, habe ich entschieden, dass ihr einfach beide gewonnen habt.]

Herzlichen Glückwunsch euch Dreien Vieren! Ich werde euch unter den von euch angegebenen Adressen anmailen, damit ihr mir eure Versanddaten schicken könnt.

Kleiner Trost für alle, die nicht gewonnen haben: Das Buch kostet nur 14,95 Euro und ich behaupte, das ist es wert. Es kann bereits bei Amazon (Affiliate-Link) und so ziemlich jedem anderen Buchhändler bestellt werden und sollte dann pünktlich zum Veröffentlichungstermin bei euch sein.

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Juli 7th, 2019 by Silversurger

Vor einigen Wochen habe ich angekündigt, dass am 19. August mein Buch „Baseball – Alles, was man wissen muss“ beim Sportverlag Meyer & Meyer erscheinen soll. Inzwischen sind die notwendigen redaktionellen Arbeiten und Korrekturläufe abgeschlossen und es sieht sehr gut aus, dass der angekündigte Termin gehalten wird.

Das Buch wird 14,95 Euro kosten und kann bereits vorbestellt werden, sowohl bei Amazon (Affiliate-Link) als auch beim Buchhändler eures Vertrauens. Mit etwas Glück müsst ihr es aber nicht kaufen, denn ich bekomme ein paar Autorenexemplare und habe entschieden, drei davon hier zu verlosen. Um teilzunehmen, müsst ihr nichts weiter tun als bis spätestens 7. August als Kommentar unter diesem Artikel euer Interesse kundzutun. Bitte gebt im dafür vorgesehenen Feld eine Mailadresse an, damit ich euch im Gewinnfall benachrichtigen und nach eurer Postadresse fragen kann. Öffentlich angezeigt wird nur der von euch angegebene Benutzername.

Teilnahmebedingungen: Veranstalter des Gewinnspiels bin ich. Die Teilnahme ist kostenlos und nicht vom Erwerb von Waren oder Dienstleistungen abhängig. Teilnahmeberechtigt sind alle natürlichen Personen mit einem ständigen Wohnsitz in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die das 18. Lebensjahr vollendet haben. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass der Teilnahmewunsch von dem oder der Teilnehmenden selbst als Kommentar unter diesem Artikel erklärt wird. Die Teilnahme ist ab Veröffentlichung des vorliegenden Artikels bis zum 07.08.2019, 24 Uhr, möglich. Nach Ablauf der Frist werde ich aus allen Teilnehmern vor mindestens einem Zeugen drei Gewinner ziehen. Die Gewinner werden in einem Blogartikel unter dem in der Teilnahmeerklärung verwendeten Benutzernamen veröffentlicht. Jeder Gewinner erhält auf meine Kosten ein gedrucktes Exemplar meines Buches „Baseball – Alles, was man wissen muss“ zugeschickt. Der Gewinn gilt unter der Bedingung seiner Verfügbarkeit. Der Veranstalter behält sich das Recht vor, einen Gewinn durch einen gleich- oder höherwertigen Gewinn zu ersetzen, soweit dies erforderlich sein sollte, ohne dass der Veranstalter dies zu vertreten hat. Eine Übertragung des Gewinns ist unzulässig. Eine Auszahlung des Gewinns in bar oder der Tausch gegen einen anderen Gewinn ist ausgeschlossen. Damit ich die Gewinne versenden kann, benötige ich von jedem Gewinner den Namen und die Anschrift. Die Daten werden ausschließlich zu diesem Zweck genutzt und anschließend vernichtet. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Sollte eine Regelung der vorliegenden Teilnahmebedingungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Regelungen unberührt.

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Mai 21st, 2019 by Silversurger

Ein jahrelanger Traum wird für mich wahr: Bald wird mein erstes Buch veröffentlicht. „Baseball – Alles, was man wissen muss“ wird es heißen und voraussichtlich am 19. August 2019 beim Sportverlag Meyer & Meyer erscheinen. Man kann es jetzt schon vorbestellen, zum Beispiel bei Amazon (Affiliate-Link), aber auch bei so ziemlich jedem anderen Buchhändler. Eine Vorbestellung garantiert, dass ihr das Buch so schnell wie möglich in den Händen haltet. Außerdem hilft sie mir und dem Verlag, indem die Höhe der Startauflage besser kalkuliert werden kann.

Mein Buch richtet sich in erster Linie an interessierte Laien. Der Anspruch ist, sowohl komplette Neueinsteiger als auch Leserinnen und Leser, die schon ein solides Baseball-Vorwissen mitbringen, abzuholen und ihnen diesen schönen Sport (noch) näher zu bringen. Es wird der zweite Teil einer Reihe des Verlags sein, die letztes Jahr mit „American Football – Alles, was man wissen muss“ von Adrian Franke einen sehr erfolgreichen Start hatte. 

Wie man es von so einem Buch erwarten würde, erkläre ich auf den ersten Seiten erst mal, was Baseball ist und wie das Spiel abläuft. In weiteren Kapiteln geht es um die Geschichte des Sports, um die MLB, um Taktiken und Techniken, um ein paar Statistiken und um die Verbreitung des Baseballs in Deutschland und anderen Ländern. Den Abschluss des Buches bildet ein ausführliches Wörterbuch zum Nachschlagen der wichtigsten Begriffe, die einem im täglichen Baseball-Leben begegnen.

Treuen Leserinnen und Lesern meines Blogs werden einige Texte im Buch bekannt vorkommen, weil sie auf Blogartikeln basieren. Vieles habe ich aber auch neu und exklusiv für das Buch geschrieben. Der Kauf lohnt sich somit auch dann, wenn ihr den Blog bereits in- und auswendig kennt.

Ich werde hier bis zum Erscheinen des Buches noch ein-, zweimal die Werbetrommel rühren und auch bald ein paar Erstausgaben verlosen (nachdem ich geklärt habe, was dabei rechtlich zu beachten ist…). Also schaut öfter mal rein!

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November 4th, 2018 by Silversurger

Der Baseblog geht in seine dritte Offseason. Fünf Monate lang gibt es weder in Deutschland noch in den USA Baseballspiele, aber das muss kein Grund für Langeweile sein. Denn neben dem Verfolgen aktueller Entwicklungen – Spielerverpflichtungen, Trades und so weiter – finde ich in dieser Zeit endlich wieder mehr Gelegenheit, mich Hintergründen, Analysen und Geschichte(n) zu widmen. Eines ist dabei für mich – hoffentlich auch für euch? – schon eine liebgewonnene Tradition: das Baseblog-Wunschkonzert. Wie im letzten und im vorletzten Jahr habt ihr wieder die Chance, die Inhalte meiner Artikel in der Saisonpause mitzubestimmen.

Eine Sache, die aus dem letztjährigen Wunschkonzert erwachsen ist und die ich dieses Jahr auf jeden Fall fortsetzen werde, ist meine Serie über die Ballparks der MLB. Darüber hinaus werde ich wieder mindestens die ersten drei von euren Themenwünschen erfüllen. Lasst mich einfach per Kommentar unter diesem Artikel wissen, was euch interessiert. Ich garantiere, dass ich aus den ersten drei Wünschen etwas mache – die einzige Regel ist, dass sie etwas mit Baseball zu tun haben. Wie ausführlich ich das Ganze jeweils umsetze, behalte ich mir selbst vor. Es kann ein ausführlicher Einzelartikel werden wie der über Transaktionen im letzten Jahr, es kann aber auch eine Serie werden wie über die schon erwähnten Ballparks oder über Baseball in aller Welt. Natürlich freue ich mich, wenn mehr als drei Wünsche eingehen. Vielleicht kann ich auch davon den einen oder anderen erfüllen und den Rest behalte ich zumindest im Hinterkopf.

So, ihr seid dran: Soll ich über einen bestimmten Spieler oder über ein bestimmtes Team schreiben? Interessieren euch verwandte Sportarten und deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede zum Baseball? Wollt ihr mehr über eine historische Ära erfahren oder über neuere taktische Entwicklungen? Soll ich mehr auf die Grundlagen des Spiels und die Aufgaben auf den verschiedenen Positionen eingehen? Setzt eurer Phantasie keine Grenzen und lasst eure Wünsche hören!

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August 1st, 2018 by Silversurger

Der USA-Urlaub ist seit gut einer Woche vorbei und beginnt bereits, hinter dem längst eingekehrten Alltag zu einer schönen Erinnerung zu verblassen. Aber halt, da war noch was – ich wollte doch hier von meinen Erfahrungen beim Besuch der MLB-Spiele auf meiner Reise berichten. Ich war beim Spiel der New York Mets gegen die Tampa Bay Rays am 8. Juli sowie bei dem der New York Yankees gegen die Mets am 21. Juli. Es waren nicht meine ersten, aber die ersten seit ich diesen Blog betreibe, und ich denke, ich kann mit diesem Bericht ein paar Fragen beantworten, die immer wieder mal aufkommen.

Tickets
Die erste Frage ist natürlich: Woher bekomme ich Tickets? Der einfachste Weg ist in den meisten Fällen der über mlb.com bzw. die jeweilige Unterseite des gastgebenden Vereins. Tickets für Einzelspiele gehen je nach Klub irgendwann im Zeitraum Dezember bis Februar in den Verkauf. In Boston, Chicago (Wrigley Field) und San Francisco sind Einzeltickets häufig knapp, in den anderen Stadien bekommt man meist relativ lange problemlos Tickets außer für besonders attraktive Spielpaarungen. In jedem Fall lohnt sich der Blick auf Weiterverkaufsplattformen wie Stubhub. Dort bekommt man auch dann Tickets, wenn ein Spiel offiziell bereits ausverkauft ist oder wenn der offizielle Verkauf noch gar nicht gestartet ist – unter anderem weil es immer Dauerkartenbesitzer gibt, die nicht zu jedem Spiel gehen und die nicht genutzten Tickets auf diese Weise anbieten.

Was mich betrifft, so habe ich in meiner grenzenlosen Vorfreude gnadenlos überbezahlt, indem ich für beide Partien frühzeitig Tickets auf Stubhub bestellt habe. Der Besuch im Citi Field hat mit allen Steuern und Gebühren 190 Dollar, der im Yankee Stadium 275 Dollar gekostet für jeweils vier Personen auf mittelguten Plätzen (ziemlich weit oben auf Höhe der ersten bzw. dritten Base). Da die Mets eine miese Saison spielen, gab es in den Wochen und Monaten nach meinem Kauf diverse Werbeaktionen, bei denen man vor allem in Citi Field deutlich bessere oder günstigere Tickets bekommen hätte. Aber sei’s drum, ich war froh, dass ich welche hatte und dass die Abläufe der Bestellung, Bezahlung und Zustellung (per Mail bzw. App) bei Stubhub sehr reibungslos und sicher waren. Eine Ergänzung noch zu den Preisen: Kinderermäßigungen gibt es in den MLB-Stadien in der Regel nicht. Ganz kleine Kinder (bis ca. 2 Jahre) kann man ohne Platzanspruch kostenlos mitnehmen, ältere zahlen den vollen Preis.

Wenn man sicher ist, dass ein Spiel nicht ausverkauft ist, kann man natürlich auch vor Ort ein Ticket am Schalter kaufen. Auf den Schwarzmarkt sollte man sich jedoch nicht verlassen. Je nach Team und Bundesstaat ist das entweder ganz verboten oder es existiert zumindest eine Bannmeile rund ums Stadion.

Anreise
Wenn der große Tag gekommen und mit den Tickets alles geklärt ist, kann es losgehen zum Stadion. Die Anreise mit dem Auto empfiehlt sich in New York nicht – allein schon aus Kostengründen, denn die Gebühren für Tunnel- und Brückenbenutzungen sowie für das Parken übersteigen die Kosten von öffentlichen Verkehrsmitteln erheblich, und der Verkehr ist auch alles andere als angenehm. Sowohl zum Yankee Stadium in der Bronx als auch zum Citi Field in Queens kommt man sehr bequem mit der Subway. Auf der Hinfahrt zum Stadion verteilen sich die Massen ganz gut, sodass die Züge normalerweise nicht überfüllt sind.

Am Stadioneingang finden die üblichen Sicherheitskontrollen statt. Die Regelung, was man mitnehmen darf, habe ich als relativ großzügig empfunden: Taschen bis zu einer Größe von 40x40x20cm, „normale“ Kameras (kein Profi-Equipment), versiegelte Wasserflaschen bis 0,6l und Schirme sind erlaubt.

Im Ballpark vor dem Spiel
Die Ballparks öffnen üblicherweise zwei Stunden vor Spielbeginn und wir waren zu beiden Spielen auch ziemlich früh da. Wenn man diese Gelegenheit nur alle paar Jahre hat, vergeht die Zeit vor dem Spiel wie im Fluge: In den Ballparks kann man sich unabhängig von der Lage des eigenen Sitzplatzes weitgehend frei bewegen und die Sicht aus unterschiedlichen Ecken testen. Es gibt diverse Geschäfte für Fanartikel, Verpflegungsstände und auch das eine oder andere richtige Restaurant. Wenn man Glück hat, kann man auch ein bisschen beim Batting Practice der Teams zusehen und versuchen, einen Ball zu fangen. Leider machen sie das Batting Practice nicht vor jedem Spiel bzw. nicht immer in der Zeit, in der der Ballpark schon geöffnet ist. In unserem Fall haben wir bei beiden Spielen kein Batting Practice mitbekommen. Immerhin haben wir aber im Citi Field die Reliever der Mets beim Warmwerfen vor dem Spiel hautnah beobachten können und die Kinder haben anschließend ein paar Autogramme sammeln können.

Generell hatte ich den Eindruck, dass man in Citi Field auf Grund der offeneren Bauweise des Stadions näher und leichter an die Spieler herankommt als im Yankee Stadium. Man kann das Stadion innen komplett umrunden, hinter dem Outfield ist eine große Freifläche mit weiteren Essensständen und Kinderunterhaltung, die verschiedenen Zuschauerränge sind durch offene Brücken und Rolltreppen verbunden. Das Innenleben des Yankee Stadiums hingegen ist bis auf den großzügigen Eingangsbereich eher düster und zu den oberen Ebenen führt eine endlos erscheinende Betonrampe.

Was mir in den MLB-Ballparks sehr viel besser gefällt als zum Beispiel in europäischen Fußballstadien, ist die zwanglose Durchmischung der „gegnerischen“ Fangruppen. Es gibt keine Blöcke, die gesichert und auseinander gehalten werden müssen, auch nicht bei einem Derby wie zwischen den Yankees und den Mets. Besonders interessant fand ich, dass man sehr viele Paare, Familien und Freunde gesehen hat, die offensichtlich Anhänger unterschiedlicher Teams und trotzdem zusammen beim Spiel waren. Warum auch nicht?

Während des Spiels
Ganz dem Klischee entsprechend ist auf den Zuschauerrängen während des Spiels sehr viel Bewegung, weil ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Manche Zuschauer nehmen ihre Plätze erst im vierten Inning ein und sind nach dem siebten wieder weg, andere verpassen jedes zweite Inning, weil sie ständig Nachschub an Essen und Getränken holen. Überhaupt ist der typische amerikanische Baseballzuschauer ständig am Essen. Getrunken wird übrigens deutlich weniger als in unseren Fußballstadien. Das dürfte nicht zuletzt mit den Preisen zusammenhängen, denn unter 10 Dollar für einen Becher Bier läuft gar nichts.

Die Stimmung bei den beiden Spielen, die wir besucht haben, war logischerweise sehr unterschiedlich: Bei den Mets gegen die Rays waren sehr wenige Zuschauer im Stadion, die offizielle Zahl von 24.653 scheint mir schon sehr großzügig gerechnet. Da die Leistung der Mets bei dem 0:9 desolat war und die Rays nicht viele Fans mitgebracht hatten, kam während des gesamten Spiels kaum Stimmung auf. Den einzigen echten Jubel erlebte ich im siebten Inning, als ein Single von Brandon Nimmo den No-Hitter von Nathan Eovaldi verhinderte. Da merkte man dann kurz, dass die deutliche Mehrheit der Zuschauer trotz sparsamer Emotionen durchaus mitgefiebert hatte und dass es für die Mets-Fans eine große Erleichterung war, wenigstens keinen No-Hitter gegen das eigene Team erleben zu müssen.

Die Partie der Yankees gegen die Mets war mit 47.102 Zuschauern so gut wie ausverkauft und es herrschte echte Derbystimmung. Beide Teams hatten viele Anhänger auf den Rängen – die Yankees natürlich ein paar mehr – und das Spiel war sehr eng und spannend. Jeder Strike wurde beklatscht, jeder Hit bejubelt und von beiden Seiten kamen hin und wieder sogar Sprechchöre auf – wenngleich diese („Let’s go Mets“ / „Let’s go Yankees“) relativ einfallslos waren. Das ist für mich der einzige Punkt, in dem der amerikanische Baseball gegen den europäischen Fußball verliert.

Nach dem Spiel 
Für mich war es selbstverständlich, bis zum Ende zu bleiben, aber bei beiden Spielen gingen viele Zuschauer bereits ab dem siebten Inning. Einige machen das ja generell so, aber die große Mehrheit richtet ihr Verhalten nach dem Spiel aus: Im Citi Field setzte die große Abwanderung in dem Moment ein, in dem der No-Hitter sein umjubeltes Ende gefunden hatte. Im Yankee Stadium gingen viele, als es nach sieben Innings 6:3 und nach acht Innings 7:3 für die Yankees stand. Als im neunten Inning Aroldis Chapman einen desolaten Auftritt hinlegte und das Spiel beinahe noch aus der Hand gab, verharrten allerdings fast alle noch verbliebenen Besucher bis zum Schluss auf ihren Plätzen.

Nach Spielende leerten sich beide Ballparks sehr zügig, auch die Spieler waren recht schnell weg. Bei den Mets erwartete uns anschließend noch eine Besonderheit: Nach den Sonntagmittagspielen gibt es den sogenannten Mr Met Dash. Das heißt, dass Familien mit Kindern bis 12 sich an einem speziellen Eingang anstellen können, von wo die Kinder aufs Feld gelassen werden und einmal die Bases umrunden dürfen. Für meine Jungs war das ein absolutes Highlight der gesamten Reise.

Durch die Teilnahme am Mr Met Dash war der gröbste Trubel rund um das Citi Field bereits vorbei, als wir die Abreise antraten. Anders war es beim Yankees-Spiel: Bis wir nach Spielende die lange Rampe bis zum Bodenlevel und anschließend den Weg zur Subway-Station zurückgelegt hatten, standen wir mitten im Hauptteil der Menschenmasse, die zurück in Richtung Manhattan wollte. Die Züge waren dann natürlich sehr voll, aber im Großen und Ganzen waren wir überrascht, wie schnell man in einer Bahn saß und wie rücksichtsvoll die Leute dabei miteinander umgingen.

Hier ein paar Impressionen von den beiden Ballpark-Besuchen:

(alle Fotos sind eigene Aufnahmen)

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