Category: Spiele

April 20th, 2021 by Silversurger

Alle Jahre wieder stellen viele videospielinteressierte Baseballfans (oder baseballinteressierte Videospieler) sich dieselbe Frage: Lohnt es sich, die neue Version von MLB The Show zu kaufen? In diesem Jahr können vermutlich einige Gamer mehr als sonst diese Frage problemlos mit ja beantworten. Denn wenn man Besitzer einer Xbox One oder Xbox Series X/S ist, dann hat man nun erstmals die Chance, die bislang PS-exklusive Baseballsimulation auf der Microsoft-Konsole zu spielen. Auch wenn man zu den Glücklichen gehört, die bereits eine Playstation 5 ergattern konnten, bietet The Show 21 mit besseren Grafiken und Ladezeiten sowie dem nur auf Next-Gen-Konsolen verfügbaren neuen Ballpark Creator einige Kaufanreize. Ist man hingegen – so wie ich – nach wie vor auf der PS4 unterwegs, so kann man durchaus geteilter Meinung sein, ob die jährliche Neuanschaffung sich lohnt.

Im Wesentlichen haben wir es seit Jahren mit demselben Spiel zu tun. Das ist nichts Schlechtes, denn MLB The Show ist und bleibt eine der besten Baseball- und Sportsimulationen überhaupt. Wenn The Show für euch komplettes Neuland ist, lest am besten zunächst in meinem drei Jahre alten Artikel zu The Show 18 den Abschnitt unter der Überschrift „Das Spielprinzip“.

Wirkliche Neuerungen in der 21-Version muss man leider regelrecht mit der Lupe suchen. Die Optik der Spieler und Aktionen wurde etwas weiterentwickelt, was auf der PS4 schon sichtbar ist und auf den Next-Gen-Konsolen sicher noch deutlicher hervorsticht. Zudem wird ein neues Pitching-Interface angeboten, das sogenannte Pinpoint Pitching. Es basiert darauf, dass man vor jedem Pitch mit dem rechten Analogstick ein Muster nachzeichnet. Je besser das gelingt, umso genauer wird der Pitch. Ich finde die Idee ganz nett, bin nach meinen ersten Versuchen aber froh, dass auch die bewährten Interfaces wie Meter und Pulse nach wie vor zur Verfügung stehen.

Die Spielmodi sind dieselben wie bisher: die Spielerkarriere in „Road To The Show“, die Saison-Highlights mit einem Team in „March To October“, der Sammelkartenmodus „Diamond Dynasty“ mit seinen diversen Challenges, der klassische Franchise-Modus und natürlich die Möglichkeit, Einzelspiele, Home-Run-Derbys und Practice-Drills zu absolvieren. Ich habe alle Modi kurz angespielt, und bei jedem davon hat sich mein zwiespältiger Eindruck von The Show 21 etwas mehr verfestigt: Das Spiel macht Spaß und wartet mit dem einen oder anderen kosmetischen Update auf, aber die offensichtlichen Potenziale für echte Verbesserungen bleiben auch dieses Jahr wieder ungenutzt.

Die sichtbarsten Neuerungen gibt es in Road To The Show (RTTS). Ich kann meinen Spieler nun als 2-Way-Player anlegen, seine Karriere wird regelmäßig in Videoeinspielern von MLB-Reportern und -Analysten kommentiert und ich habe die Möglichkeit, den Spieler in meine Diamond Dynasty zu überführen. Das ist ganz nett, aber was ich mir eigentlich gewünscht hätte, wäre ein weniger halbherziger Storymode und vor allem ein realistischer Karrierestart in den unteren Minor Leagues. Eine RTTS-Laufbahn beginnt nach wie vor mit der Draft, und direkt im Anschluss daran ist man schon im AA-Team, weil die unteren Minors nach wie vor nicht im Spiel enthalten sind. Zudem enthalten die vorhandenen AAA- und AA-Ligen zwar seit letztem Jahr die echten Spielernamen, aber keine echten Ballparks.

Apropos echte Ballparks: Dieser Punkt stört mich nicht nur in den Minor Leagues, sondern noch viel mehr in den historischen Settings, die man unter anderem in den „Moments“ der Diamond Dynasty vorfindet. Man soll dort, um sich Belohnungen zu verdienen, bestimmte Spiele oder Momente aus der MLB-Geschichte wiederholen. Das Feeling, mit dem legendären Willie Mays gegen die Montreal Expos anzutreten, wird leider stark beeinträchtigt, wenn das Ganze im heutigen Ballpark des Expos-Nachfolgeklubs Washington Nationals stattfindet und außer Mays sämtliche beteiligten Spieler den aktuellen Kadern der Giants und Nationals entstammen.

Ein weiterer Punkt, bei dem The Show 21 die Unzulänglichkeiten der Vorgänger nicht abgestellt hat, ist die Aktualität der Roster. Die kann man zwar für Einzelspiele oder den Franchise-Modus auf den aktuellen Stand bringen, aber zum Beispiel in „March to October“ sind die Roster unveränderlich festgelegt und an manchen Stellen völlig unrealistisch. Ich habe aus naheliegenden Gründen testweise ein Spiel mit den Padres begonnen und festgestellt, dass zum Beispiel Ha-Seong Kim komplett fehlt. Stattdessen ist Nick Tanielu im Kader – ein Minor Leaguer, der in der Realität nie eine nennenswerte Chance hatte, es in den MLB-Kader zu schaffen. So etwas darf einem Spiel, das drei Wochen nach Saisonstart erscheint, schlichtweg nicht passieren – zumal der Modus offensichtlich nicht vor Beginn der Saison eingefroren wurde, was man daran sieht, dass der No-Hitter von Joe Musgrove bereits in die Storyline eingebunden wurde.

Mein Fazit habe ich weitgehend vorweggenommen: Wenn ihr auf eurer Konsole noch keine Version von MLB The Show besitzt, gibt es von mir eine klare Kaufempfehlung. Gelegenheitsspieler, die The Show 19 oder 20 besitzen, können ruhigen Gewissens darauf verzichten, sich jedes Jahr die neueste Version zuzulegen.

MLB The Show 21 ist ab heute im Online-Handel in verschiedenen Disc- und Downloadversionen erhältlich. Das eigentliche Spiel ist in allen Ausgaben dasselbe. Die teureren Editionen heben sich vom Standard durch diverse Extras wie virtuelle Card-Packs und In-Game-Guthaben für „Diamond Dynasty“ sowie im Fall der Jackie Robinson Deluxe Edition durch eine beigelegte Baseballkappe ab.

Transparenz-Hinweis: Das Spiel wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Hersteller Sony zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts.

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Februar 22nd, 2021 by Silversurger

Die Managersimulation Out of the Park Baseball – kurz OOTP – steht bei mir seit Jahren hoch im Kurs. Wer sich an dieser Stelle fragt, worum es überhaupt geht, schaut am besten in meine früheren Rezensionen zu dem Spiel rein, zum Beispiel hier oder hier.

Nachdem im Offseason-Wunschkonzert gleich mehrfach die Anregung kam, die Baseblog-Leserinnen und Leser an einer Franchise teilhaben zu lassen, werde ich das dieses Jahr tun. Ich stelle es mir so vor, dass ich meine Spiel-Saison parallel zur echten MLB-Saison laufen lasse und alle ein bis zwei Wochen in einem Artikel darüber berichte, illustriert mit dem einen oder anderen Screenshot. Trifft das eure Interessen oder habt ihr euch das anders vorgestellt? Lasst es mich bitte in den Kommentaren wissen!

Gespielt wird in OOTP 22, das wenige Tage vor dem MLB-Saisonstart veröffentlicht wird. Die wichtigste Frage, die ich vorab klären möchte, ist die Teamauswahl. Ich möchte weder meinen Lieblingsklub steuern noch eine Franchise, die ich nicht ausstehen kann. Es soll ein Team sein, dem für dieses Jahr eine gute Rolle zuzutrauen ist, aber kein kompletter Überflieger. In diesem Sinne habe ich eine Vorauswahl getroffen, die ich hier zur Abstimmung stelle:

Welches Team soll ich in OOTP 22 durch die MLB-Saison 2021 begleiten?

  • San Diego Padres (27%, 49 Votes)
  • Toronto Blue Jays (18%, 32 Votes)
  • Oakland Athletics (16%, 28 Votes)
  • Minnesota Twins (14%, 25 Votes)
  • St. Louis Cardinals (7%, 12 Votes)
  • Chicago White Sox (7%, 12 Votes)
  • Atlanta Braves (4%, 8 Votes)
  • Tampa Bay Rays (4%, 7 Votes)
  • Milwaukee Brewers (3%, 6 Votes)

Total Voters: 179

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Ich bin gespannt, mit welchem Team ihr mich beglücken werdet!

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März 21st, 2020 by Silversurger

Ob und wann es eine MLB-Saison 2020 geben wird, steht leider in den Sternen. Unter diesen Umständen ist das Videospiel MLB The Show auf absehbare Zeit wohl die beste verfügbare Annäherung an Live-Baseball. Seit dieser Woche ist die aktuelle Version des Sony-Spiels verfügbar. The Show 20 ist wie seine Vorgänger ein Exklusivtitel für die Playstation 4. Das soll sich übrigens nächstes Jahr ändern – nicht nur, weil bis dahin die Playstation 5 auf dem Markt sein wird, sondern auch weil Sony plant, MLB The Show 21 auf weiteren Plattformen zu veröffentlichen. Besitzer einer Nintendo Switch oder einer Xbox können sich schon mal darauf freuen.

The Show 20 wird man in Deutschland in kaum einem Geschäft finden, aber im Online-Handel bekommt man es problemlos. Noch schneller und einfacher geht es per Download über den Playstation-Store. Erhältlich ist es dort in der Standardversion (zurzeit 49,99 Euro), als MVP Edition (69,99 Euro) sowie als Digital Deluxe Edition (99,99 Euro). Das eigentliche Spiel ist in allen Ausgaben dasselbe. Die beiden teureren Editionen heben sich durch diverse Extras (Packs, Boni, Avatare, Guthaben) für den Sammelmodus „Diamond Dynasty“ ab.

Eines vorweg: Das Prinzip und die Grundfunktionen des Spiels sind nach wie vor dieselben wie in den Vorgängerversionen. Wenn The Show für euch komplettes Neuland ist, lest am besten zunächst in meinem zwei Jahre alten Artikel zu The Show 18 den Abschnitt unter der Überschrift „Das Spielprinzip“. Im vorliegenden Artikel konzentriere ich mich darauf, was sich in der 20er-Version geändert hat.

Das ist neu
Wirkliche Neuerungen sind in The Show 20 eher rar gesät, aber es gibt sie. Zu erwähnen ist vor allem, dass zum ersten Mal die Minor-League-Spieler zumindest der AA- und AAA-Ligen unter ihren realen Namen mit von der Partie sind. Das ist in meinen Augen ein deutlicher Fortschritt, denn so kann man sich endlich auf die „echten“ Prospects seines Teams freuen, statt mit zufällig generierten Nachrückern Vorlieb nehmen zu müssen.

Neu ist zudem der Custom-League-Modus. Dahinter steckt das, was der Name sagt: die Möglichkeit, eine eigene Liga zu erstellen, mit variabler Größe, Inningszahl usw. In so einer Ligen kann man entweder mit einem MLB-Team oder einem Diamond-Dynasty-Team online gegen andere Spieler antreten. In mancherlei Hinsicht schöpft der neue Modus sein Potenzial leider nicht aus. Das Team-Management in den Custom Leagues ist auf ein Minimum beschränkt und kann bei weitem nicht mit dem auf Einzelspieler beschränkten Franchise-Modus mithalten.

Das ist besser geworden
Revolutionär Neues gibt es also kaum, aber man muss der aktuellen Ausgabe von The Show attestieren, dass sie quasi durchweg in allen Bereichen ein bisschen schöner und besser geworden ist. Die Spieler-, Ballpark–und sonstigen Grafiken und Animationen sehen noch ein Stück realistischer aus. Die Mechaniken haben vor allem beim Fielding noch mal deutliche Fortschritte gemacht.

In Road To The Show, der Simulation einer Spielerkarriere, wurde neu eingeführt, dass man Beziehungen zu den Teamkameraden aufbauen und pflegen kann, welche sich auf das Zusammenspiel auswirken. Das klingt allerdings etwas spektakulärer als es im Spiel tatsächlich ist. Im Franchise-Modus wurden die Anpassungsmöglichkeiten deutlich erweitert, zum Beispiel kann man jetzt Teams umbenennen und in andere Städte verlegen. Der im letzten Jahr neu eingeführte Modus March to October, in dem man sein Team durch die herausragenden Momente einer Saison führt, enthält nun auch Trades und Call-ups aus den Minor Leagues. Im Reward-Modus Diamond Dynasty gibt es die neue Herausforderung Showdown, in der man diverse Challenges zu erfüllen hat und dafür mit Teamverbesserungen belohnt wird.

Das ist noch nicht optimal
Für zukünftige Weiterentwicklungen steht ganz oben auf meiner Wunschliste die Integration der vollständigen Minor Leagues. Dass seit diesem Jahr die AAA- und AA-Spieler dabei sind, ist ein erfreulicher erster Schritt, dem hoffentlich weitere folgen.

Als störend empfinde ich bei The Show 20 wie schon in den Vorversionen, dass die voreingestellten Roster teilweise unrealistisch sind. In nahezu jedem Team finden sich bei näherer Betrachtung Spieler, die im MLB-Roster wenig verloren haben, während andere fehlen – Gavin Lux von den Los Angeles Dodgers zum Beispiel wurde offenbar komplett vergessen.

Was ich unter all den vielen Anpassungs- und Einstellungsmöglichkeiten vermisse, ist vor allem die Option, einen eigenen Ballpark zu designen. Außerdem fände ich gut, wenn man im Franchise-Modus ein Team nicht nur umbenennen, sondern es in einer Expansion-Draft komplett neu zusammenstellen könnte.

Ein letzter Kritikpunkt noch: Der TV-Kommentar wurde nach meiner Wahrnehmung gegenüber The Show 19 wenig bis gar nicht geändert, man hört dieselben Sprüche wie im letzten Jahr. Das ist auf Dauer ein bisschen öde.

Fazit
Es ist immer noch Luft nach oben und zumindest für Gelegenheitsspieler stellt sich die berechtigte Frage, ob das Ausmaß der Weiterentwicklungen von The Show rechtfertigt, dass man sich jedes Jahr die neueste Version kauft. Offen gestanden verpasst man nicht viel, wenn man sich nur jede zweite oder dritte Fassung zulegt. Aber das ist bei so ziemlich jeder der großen Sportsimulationen wie Fifa, Madden, NBA oder NHL der Fall. Festzuhalten ist in jedem Fall, dass MLB The Show 20 die mit Abstand beste Baseballsimulation auf dem Markt ist und sich die Anschaffung ganz sicher lohnt – in diesem außergewöhnlichen Jahr, in dem die echten Ballparks noch lange leer bleiben und wir alle so viel wie möglich zu Hause bleiben sollen, vielleicht noch ein bisschen mehr als sonst.

Transparenz-Hinweis: Das Spiel wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Hersteller Sony zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts.

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Dezember 14th, 2019 by Silversurger

In zehn Tagen ist Weihnachten. Wer bislang weder alle Geschenke beisammen hat noch sich mit seinen Liebsten auf einen „Nichtangriffspakt“ einigen konnte, kommt wahrscheinlich so langsam in Stress. Aber kein Grund zur Panik, denn ich habe ein paar hervorragende Geschenktipps für euch. Der erste davon ist ganz unbescheiden mein eigenes Buch. Kauft es und schenkt es allen, denen ihr den schönen Baseballsport näher bringen wollt. Ich habe inzwischen mehrfach die Rückmeldung erhalten, dass „Baseball – Alles, was man wissen muss“ sich zum Beispiel als Geschenk für Eltern und Großeltern von Baseballspielern großer Beliebtheit erfreut.

Aber genug der Eigenwerbung, denn der Hauptgrund für diesen Artikel ist mein zweiter Geschenktipp: Ich möchte euch Baseball Highlights 2045 vorstellen, das mit Abstand beste Baseball-Brettspiel, das ich kenne.

Baseball Highlights 2045 ist ein Deck-Building-Spiel. Jeder Mitspieler bekommt zu Beginn ein eigenes Kartendeck, das er im Laufe des Spiels durch regelmäßige Kaufrunden ausbaut und individualisiert. Der bekannteste Vetreter dieses Spielgenres ist wohl Dominion, das Spiel des Jahres 2009.

Das Spielmaterial von Baseball Highlights 2045 besteht in erster Linie aus Karten: Es gibt vier leicht unterschiedliche Grundsets (Teams) aus je 15 Spielerkarten sowie 60 Free-Agent-Karten, mit denen man sein Team verbessern kann. Hinzu kommen vier Spielbretter, eine Handvoll Spielfiguren, die als Batter und Baserunner fungieren, sowie einige Marker für die Anzeige des Heimteams, der erzielten Runs und der gewonnenen Einzelspiele. Zusätzliche Grundsets und Free Agents kann man in Form von Erweiterungspacks erwerben.

Gespielt wird in Serien, das heißt wie im echten Baseball ist das Hauptziel nicht ein Einzelsieg, sondern 2 von 3, 3 von 5 oder 4 von 7 Spielen zu gewinnen. Das erweitert das taktische Element, denn manchmal kann es sinnvoll sein, in einem Einzelspiel nicht auf Sieg zu spielen, sondern auf Kaufkraft, um das Team für die nächste Runde aufzurüsten.

Zwei Eigenheiten, die schon im Namen des Spiels angelegt sind, bedürfen einer näheren Erklärung: Baseball Highlights deutet darauf hin, dass nicht detailliert neun Innings á 3 Outs simuliert werden, sondern es werden von jedem Team je Einzelspiel nur sechs Spielerkarten gespielt, die eben die Highlights des jeweiligen Spiels symbolisieren. Eine Spielerkarte droht in der Regel Offensiv-Aktionen (Hits) an und/oder verhindert mit Defensiv-Aktionen Hits des Gegners. Zudem gibt es Sofort-Aktionen, die abhängig von der jeweiligen Spielsituation direkt in Kraft treten.

Der zweite Erklärungsbedarf steckt in der Jahresangabe 2045. Das Spiel ist in der Zukunft angesiedelt – in einer Zukunft, in der nach wie vor Baseball gespielt wird, aber nicht mehr ausschließlich von Menschen. Baseball Highlights 2045 unterscheidet zwischen drei Spielertypen: Naturals (normale Menschen), Cyborgs (durch Prothesen und Implantate verbesserte Menschen) und Roboter. Das klingt etwas abgedreht, ist aber letztlich nur eine Hintergrundstory, die eine vielfältige Gestaltung der Karten rechtfertigt, sich auf das Spiel an sich jedoch kaum auswirkt. Man muss also kein Science-Fiction-Nerd sein, um an Baseball Highlights 2045 Spaß zu haben.

Die Altersempfehlung des Herstellers lautet „ab 10 Jahren“. Das ist realistisch, wobei man das Spiel durchaus auch schon mit einem (oder einer) brettspielerfahrenen 7- bis 8-Jährigen spielen kann, sofern er/sie die englischsprachigen Karten lesen kann oder jemand dabei ist, der sie übersetzt und erklärt. Das Spiel ist am besten geeignet für zwei Spieler, aber es lässt sich auch gut in Turnierform mit drei oder vier Leuten spielen, und ein Solo-Modus ist ebenfalls vorgesehen. Ein normales 2-Spieler-Duell mit einer 3-Spiele-Serie als Vorrunde und einer Best-of-7-Serie als Hauptrunde dauert in der Regel eine knappe Stunde.

Die Brettspielversion von Baseball Highlights 2045 ist in Deutschland nicht gerade an jeder Ecke erhältlich, aber man findet sie problemlos im Onlinehandel, zum Beispiel bei Amazon. Noch einfacher zu bekommen ist das Spiel für wenige Euro als App auf Android– und Apple-Geräten. Die Umsetzung ist sehr gelungen und macht fast so viel Spaß wie das „richtige“ Spiel – aber eben nur fast, denn mit einem zünftigen Brettspielnachmittag am Tisch kann sich ein Handy- oder Tabletspiel meiner Ansicht nach niemals messen.

Transparenz-Hinweis: Das vorgestellte Spiel wurde privat erworben. Ich erhalte für die Rezension keinerlei Vergünstigungen, Provisionen oder Ähnliches.

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April 30th, 2019 by Silversurger

Pünktlich zum Start der MLB-Saison ist vor gut einem Monat die neue Version der Baseball-Management-Simulation Out of the Park Baseball erschienen. Dass ich erst jetzt dazu komme, OOTP 20 hier vorzustellen, liegt weder an fehlendem Interesse noch an fehlender Begeisterung meinerseits. Es liegt vielmehr an dem Spiel selbst, an seiner unglaublichen Tiefe und dem Zeitaufwand, den es erfordert, seine Möglichkeiten und Funktionen wenigstens halbwegs auszutesten.

Ich habe in den letzten vier Wochen rund 30 Stunden in OOTP 20 gesteckt – ich weiß gar nicht, wo ich die Zeit hergenommen habe –, und dennoch ist mein Eindruck, dass ich lediglich an der Oberfläche dessen gekratzt habe, was es alles zu bieten hat. Dieses Gefühl habe ich bei jeder Version von OOTP aufs Neue, denn jedes Jahr gelingt es den Entwicklern, die unglaubliche Tiefe und Detailliertheit des Spiels noch ein Stück weiter auszubauen. Anders als bei MLB The Show hat man nie den Eindruck, OOTP würde auf der Stelle treten.

Die größte Neuerung von OOTP 20 ist der Perfect-Team-Modus. Dieser wurde Ende letzten Jahres zunächst als Update für OOTP 19 eingeführt und ist jetzt in überarbeiteter und erweiterter Form regulärer Bestandteil des Spiels. Es handelt sich um einen Sammelkarten-Modus, wie er in allen großen Sportspielen mittlerweile zum guten Ton gehört – man denke an Diamond Dynasty in MLB The Show oder an Ultimate Team in den EA-Spielen Madden und Fifa. Aus den Sammelkarten, die man sich im Spiel verdienen oder mit echtem Geld kaufen kann, stellt man eine Mannschaft zusammen, die in Online-Ligen gegen andere antritt. In diesen Ligen dauert jede Saison eine Woche lang, alle 30 Minuten findet ein Spiel statt. Man kann sein Team intensiv mehrere Stunden lang am Tag verfolgen, an Aufstellungen und Karten-Auktionen teilnehmen. Man kann die Sache aber auch einfach mal eine Weile laufen lassen und steht nicht gleich vor einem Scherbenhaufen, nur weil man eine Woche im Urlaub war oder keine Zeit zum Spielen hatte.

Ich muss zugeben, ein bisschen hatte ich die Befürchtung, dass die Konzentration auf Perfect Team dazu führt, dass weniger intensiv am Hauptspiel gearbeitet wird. Das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet, denn auch dieses wurde spürbar weiterentwickelt. Die größte Neuerung ist die Möglichkeit, nicht nur am Anfang einer Saison in die Management-Karriere einzusteigen, sondern zu jedem beliebigen Zeitpunkt. Ich könnte also jetzt sofort die Geschicke eines MLB-Teams übernehmen mit den echten Tabellenständen und Kadern des heutigen Tages. Weitere Entwicklungen sind deutlich erweiterte 3D-Animationen in der Darstellung der Spiele sowie die Aufnahme neuer Taktiken wie zum Beispiel der Opener-Strategie.

Wie bisher deckt OOTP die MLB, sämtliche Minor Leagues sowie eine Vielzahl historischer und internationaler Ligen ab. Die Aufnahme von vier neuen Ligen ist insofern nur ein kleiner Schritt für OOTP, aber es ist ein Riesenschritt für die Anhänger des europäischen Baseballs: Man kann nun auch ein Team in Spanien, Frankreich, Tschechien und – endlich, endlich, endlich! – in der deutschen Baseball-Bundesliga leiten. Die Bundesligisten sind mit realen Team- und Spielernamen verfügbar, wenn auch (noch?) nicht mit den realen Logos. Einige Rahmenbedingungen, zum Beispiel Spielergehälter und -transfers, mussten im Vergleich mit der echten Bundesliga ein bisschen „professionalisiert“ werden, um die Liga sinnvoll in das Spielkonzept von OOTP zu integrieren. Das stört aber nicht; es ist sogar ganz lustig, mal ein paar richtige Trades zwischen Baseball-Bundesligisten auszuhandeln und an einer Draft mit deutschen Nachwuchsspielern teilzunehmen.

Eine Kleinigkeit habe ich aber doch zu kritisieren: Die Regeln für den Einsatz nicht-deutscher Spieler passen nicht, insbesondere werden EU-Bürger als Ausländer eingestuft. So gab es für mich ein böses Erwachen, als ich einen Niederländer und einen Kroaten verpflichtete und anschließend feststellte, dass ich sie der fehlerhaften Einschränkung wegen nicht ins aktive Roster berufen konnte. Dass ich mich über diesen Lapsus beschwere, ist allerdings Jammern auf äußerst hohem Niveau. Und so wie ich die Entwickler einschätze, wird das Problem, sobald man sie darauf aufmerksam gemacht hat, spätestens mit dem nächsten Release behoben sein.

Mein Fazit: OOTP liefert auch im zwanzigsten Anlauf hervorragend ab und sollte auf keinem PC eines Baseballfans fehlen.

Erwerben kann man OOTP 20 ausschließlich als Download, dies aber auf diversen Wegen und Plattformen. Über Steam und Origin ist es ebenso erhältlich wie zum direkten Kauf auf der Herstellerseite. Es läuft auf Windows, Mac und Linux. Für meinen Test und die unten abgebildeten Screenshots habe ich die Linux-Version auf Steam genutzt.

Übrigens: Falls ihr Baseball mögt (sonst wärt ihr wohl nicht hier), Programmierkenntnisse mitbringt und auf der Suche nach einem Job seid: Out of the Park Developments hat gerade ein paar Stellen ausgeschrieben.

Ein Blick auf den neuen Perfect-Team-Modus.
Ein Traum wird wahr: Ich manage die Mainz Athletics.
Eine siebenstellige Payroll als Bundesligist, das wär doch mal was…
Ligenübergreifende Freundschaftsspiele sind übrigens auch möglich.

Transparenz-Hinweis: OOTP 20 wurde mir auf meine Anfrage hin als kostenloses Rezensionsexemplar von den Entwicklern zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts – wenn sich dieser Beitrag dennoch wie ein Werbeartikel liest, liegt das schlichtweg daran, dass das Spiel verdammt gut ist.

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März 31st, 2019 by Silversurger

Eine neue MLB-Saison bedeutet immer auch eine neue Version von „MLB The Show“, der bekanntesten und verbreitetsten Videospielumsetzung des schönen Baseballsports. Das diese Woche erschienene „MLB The Show 19“ ist schon die vierzehnte Fassung des Spiels, das exklusiv für die Playstation 4 angeboten wird. Erwerben kann man es als Download im Playstation-Store zum Preis von 59,99 Euro oder als DVD bei diversen Online-Händlern. Neben der normalen gibt es auch eine teurere „MVP Edition“. Diese enthält ein höheres Startguthaben und weitere Extras für den Sammelmodus „Diamond Dynasty“; das eigentliche Spiel ist in beiden Editionen identisch.

Die grundlegenden Abläufe und Mechaniken des Spiels sind nach wie vor dieselben wie in der Vorgängerversion. Wenn The Show für euch komplettes Neuland ist, lest am besten in meinem Artikel zu The Show 18 den Abschnitt unter der Überschrift „Das Spielprinzip“. Dann kann ich mich hier auf die Neuerungen der 19er-Version beschränken.

Was das Gameplay angeht, so sind Fortschritte größtenteils in kosmetischen Details zu suchen – zum Beispiel in Form verbesserter Animationen im Feldspiel und in den Aktionen der Umpires sowie eines realistischeren Aussehens der Spieler. Oder sagen wir einiger Spieler, den manche haben immer noch erstaunlich wenig Ähnlichkeit mit sich selbst (Josh Donaldson ist mir in dieser Hinsicht als ein Negativbeispiel aufgefallen). Dass das Gameplay ansonsten weitgehend unverändert blieb, ist für mich keine schlechte Nachricht. Im Gegenteil, denn The Show ist in dieser Hinsicht schon seit Jahren die beste und ausgereifteste Sport-Simulation, die ich kenne. Insofern bin ich froh, dass man nicht auf die Idee gekommen ist, man müsste dringend etwas ändern, nur um etwas geändert zu haben.

Die spürbarsten Neuerungen von The Show 19 sind zwei neue Spielmodi. Der erste nennt sich „March to October“. Es handelt sich um eine Art Storymode, bei dem man in jedes der 30 Teams schlüpfen und mit ihm versuchen kann, die World Series 2019 zu gewinnen. Gespielt werden bestimmte Highlights der Saison. Meistens steuert man das ganze Team in den Schlussphasen für die Story ausgewählter Spiele, manchmal aber auch nur einen einzelnen Spieler für ein ganzes Spiel. Die Ergebnisse, die man dabei erzielt, wirken sich auf den weiteren Saisonverlauf aus, zum Beispiel indem das Team durch einen Comeback-Win Selbstvertrauen tankt oder durch eine bittere Niederlage frustriert wird.

Der Bildschirm für die Teamauswahl im Modus „March to October“.

Mir gefällt die Grundidee dieses Modus sehr gut und er hat mich in den paar Tagen, seit ich The Show 19 spiele, bisher am meisten gefesselt. Leider stört eines ganz gewaltig und das sind die unrealistischen Roster. Nehmen wir zum Beispiel die New York Mets: Aus unerfindlichen Gründen sind Brandon Nimmo und Amed Rosario – beide waren schon letztes Jahr etablierte Stammspieler und sind es nach wie vor – nicht dabei. Einziger Shortstop im Kader ist Adeiny Hechavarria, der bei den echten Mets nur Füllmaterial in der Minor League ist. In den Spielen stellt die KI meistens Jed Lowrie positionsfremd als Shortstop auf. Im Outfield spielt Yoenis Cespedes vom Opening Day an, weil Verletzungen in dem Modus nicht berücksichtigt werden. Und offenbar werden die Roster für diesen Modus, im Gegensatz zu jenen für Einzelspiele oder Franchises, während der Saison nicht aktualisiert. Das heißt auch, dass junge Spieler wie Pete Alonso, Eloy Jimenz, Fernando Tatis Jr. oder Vlad Guerrero Jr. in dem Modus keine Berücksichtigung finden werden. Denn The Show hat nach wie vor keine Lizenz, die echten Namen von Minor-League-Spielern zu verwenden; deshalb können die Genannten erst nach ihrem ersten MLB-Einsatz über Roster-Updates eingepflegt werden, welche es wie gesagt für „March to October“ nicht gibt.

Der andere neue Modus heißt „Moments“. Hier geht es darum, historische Momente in der Geschichte der Liga nachzuspielen. Auch das ist von der Idee her eine schöne Sache, die Umsetzung leidet jedoch noch stärker als die von „March to October“ unter nicht stimmigen Details. Die Stadien passen nicht zum historischen Setting, die Uniformen stimmen ebenso wenig wie die Roster. So vermag sich das nostalgische Feeling, das dieser Modus vermitteln soll, nie so richtig einzustellen.

Alles in allem kann ich nichts anderes behaupten als dass The Show 19 mich ein bisschen enttäuscht. Es ist – das hört sich jetzt vielleicht widersprüchlich zur eben getätigten Aussage an – ein hervorragendes Spiel. Ich werde es genau wie seine Vorgängerversionen häufig spielen, ich werde Spaß daran haben und ich werde jedem, der nach meinem Rat fragt, den Kauf empfehlen. Trotzdem bleibt das ärgerliche Gefühl zurück, das man bei den Neu- und Weiterentwicklungen gegenüber The Show 18 zu oft ein kleines, aber entscheidendes Stück zu kurz gesprungen ist.

Dass Bryce Harper dieses Jahr das Cover zieren würde, stand seit Monaten fest – unklar war aber lange, welches Trikot er tragen würde.

Transparenz-Hinweis: Das Spiel wurde mir als kostenloses Rezensionsexemplar vom Hersteller Sony zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts.

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April 2nd, 2018 by Silversurger

Die MLB-Saison 2018 läuft – soweit es der späte Wintereinbruch in den USA zulässt – auf Hochtouren und es ist höchste Zeit, dass ich hier nach der führenden Baseball-Simulation MLB The Show auch die führende Baseball-Management-Simulation in ihrer neuesten Version vorstelle. Grundlegendes zu Out of the Park Baseball habe ich schon in meinem Artikel zu OOTP 18 geschrieben, daher gehe ich heute vor allem auf die Neuerungen der vor ein paar Tagen erschienenen jüngsten Ausgabe ein.

Ähnlich wie bei The Show bestehen die Veränderungen von OOTP gegenüber dem Vorjahr hauptsächlich in optischen Verbesserungen. Stark überarbeitet wurde vor allem die animierte Darstellung der Spiele. Hier sind nun erstmals nicht mehr nur Mensch-ärgere-dich-nicht-Kegel sondern echte Spieler zu sehen. Gegenüber den Vorgängern ist das eine kleine Revolution und lässt deutlich mehr TV-Feeling aufkommen. Wie im ganzen Spiel steckt in dieser Neuerung viel Arbeit und Liebe zum Detail. Für mich persönlich fällt sie aber ehrlich gesagt nicht sehr stark ins Gewicht, da mir bei OOTP die Rolle des General Managers am meisten Spaß macht und ich mir selten die Zeit nehme, die einzelnen Begegnungen ausführlich anzuschauen.

Erstmals mit animierten Männchen: das Gameplay von OOTP 19

Auch die grafischen Oberflächen der Manager-Homescreens sehen auf den ersten Blick anders aus als bisher. Auf den zweiten Blick wurden aber nur wenige Screens wirklich neu designt, ansonsten besteht die Änderung vor allem in neuen Hintergründen und einem dunklen Menüstil mit Semitransparenz, der nun Grundeinstellung ist. Meinen Geschmack trifft dieser Stil nicht ganz, das macht aber überhaupt nichts, denn zum Glück lässt sich das wie sehr vieles in diesem Spiel individuell anpassen. Die Individualisierungsmöglichkeiten von OOTP wurden gegenüber den Vorgängern übrigens noch erweitert; man kann nun zum Beispiel auch Widgetgrößen, Schriftarten und einiges mehr nach Belieben ändern.

Das neue Menüdesign ist mir ein bisschen zu unruhig, aber…

…zum Glück ist eine nüchternere Darstellung nur wenige Klicks entfernt

Alles in allem ist OOTP 19 noch schöner und noch individueller geworden, am eigentlichen Spiel hat sich aber kaum etwas verändert. Für mich ist das Wichtigste an der Neuauflage die Aktualisierung der Roster und Spielerbewertungen, die OOTP wie gewohnt nicht nur für die MLB sondern auch für das komplette Minor-Leaue-System und zahlreiche Baseball-Ligen weltweit zu bieten hat. Das Fazit bleibt somit auch dasselbe wie das meines Artikels über OOTP 18: Out of the Park Baseball ist ein hervorragendes Spiel, das sich kein Baseballfan entgehen lassen sollte. Die von mir beim vorherigen Test identifizierten Verbesserungsmöglichkeiten bleiben ebenfalls dieselben: Am meisten würde ich mir eine Integration der Baseball-Bundesliga wünschen (dies scheitert bislang an Lizenzschwierigkeiten) und der Realismus der Trade-AI hat nach wie vor Luft nach oben.

Eine größere Neuigkeit wird übrigens noch folgen: Voraussichtlich im Laufe des Sommers soll für OOTP 19 ein komplett neuer Online-Modus namens „Perfect Team“ in Form eines kostenlosen Updates nachgeliefert werden. Ich bin schon sehr gespannt darauf und werde zu gegebener Zeit darüber berichten.

Einstweilen habe ich mein persönliches Projekt gestartet, das ich schon seit dem Test von OOTP 18 geplant hatte: eine Saison mit den New York Mets in Echtzeit parallel zur realen Saison. Die Eröffnungsserie gegen die Cardinals habe ich übrigens genau wie die echten Mets 2:1 gewonnen, wenngleich in veränderter Reihenfolge (erst die Niederlage, dann zwei Siege). Das heutige* Match gegen die Phillies habe ich auch schon gespielt. Wenn ihr wissen wollt, wie es (hoffentlich auch im richtigen Leben) ausgeht:

Schöner Erfolg für die Mets im ersten Spiel gegen die Phillies

Es gibt übrigens kaum Ausreden, OOTP 19 nicht zu kaufen: Man bekommt es über die Plattformen Steam und Origin ebenso wie als direkten Download auf der Herstellerseite und es ist nach wie vor sowohl für Windows als auch für Mac und Linux verfügbar.

 

Transparenz-Hinweis: Das vorgestellte Spiel wurde mir auf meine Anfrage hin als kostenloses Rezensionsexemplar von den Entwicklern zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts.

 

*PS: Und nur eine Stunde nach dem Verfassen dieses Artikels stehe ich vor der Frage, wie ich damit umgehe, dass ich ein für heute angesetztes Spiel gespielt habe, das nun in Wirklichkeit des Wetters wegen auf den 9. Juli (!) verlegt wurde…

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März 23rd, 2018 by Silversurger

Wie üblich kommen kurz vor Beginn der MLB-Saison die etablierten Baseball-Videospiele mit neuen Versionen auf den Markt. Die Nummer eins unter ihnen ist seit Jahren „MLB The Show“, das seit 2006 existiert und am kommenden Dienstag, dem 27. März, in seiner dreizehnten Auflage namens „MLB The Show 18“ erscheint. Zum Leidwesen der Besitzer anderer Systeme ist The Show schon immer ein Titel, der exklusiv für die Playstation angeboten wird – früher für die Playstation 3, seit letztem Jahr nur noch für die Playstation 4. Bekommen kann man das Spiel in Deutschland über den gut sortierten Onlinehandel oder natürlich über den Playstation-Store – als Vorbesteller kann man The Show dort übrigens schon ab heute herunterladen.

Das Spielprinzip
Da ich auf diesem Blog zum ersten Mal eine Version von The Show vorstelle, beginne ich mit einer grundlegenden Beschreibung des Spiels. Wer schon frühere Versionen gespielt hat, kann getrost zur nächsten Überschrift springen.

The Show ist in erster Linie eine Simulation des Baseballspiels auf dem Feld, obwohl es auch Manager- und Storyelemente enthält. Das grundlegende Spielprinzip ist einfach: Wenn man am Schlag ist, kann man per Knopf oder Analogstick die Zielrichtung und die Härte des Schwungs beeinflussen, wobei vor allem das Timing entscheidend dafür ist, ob man erfolgreiche Hits landet oder nicht. Sobald man Baserunner hat, kann man zum Beispiel versuchen, Bases zu stehlen, man kann bei einem Flyball entscheiden, ob man direkt rennt, erst mal an der Base tagt und dann losläuft oder ganz dort bleibt usw. Kurz gesagt, man kann so ziemlich alles tun, was auch im echten Spiel möglich ist. Die Steuerung ist recht eingängig und bietet diverse Optionen, sie an den eigenen Geschmack anzupassen. Das gilt in gleicher Weise auch für die defensive Seite des Spiels: Man wählt aus dem Repertoire des jeweiligen Pitchers einen Pitch aus, lokalisiert den gewünschten Punkt innerhalb oder außerhalb der Strikezone und bestimmt dann je nach Steuerungsoption durch zeitgerechtes Knöpfchen- oder Hebeldrücken die Geschwindigkeit und Genauigkeit des Pitches. Sobald der Ball im Spiel ist, steuert man den jeweils nächsten Fielder, um den Ball entweder zu fangen oder ihn aufzunehmen und an die richtige Base zu werfen.

Im simpelsten Fall spielt man auf diese Weise eine einzelne Partie, wahlweise online oder offline, alleine oder mit zwei bis vier Spielern, von denen bis zu zwei ein Team gemeinsam steuern können. Natürlich kann man auch eine ganze Saison oder nur die Playoffs spielen. Einen Schritt weiter geht der Franchise Mode, bei dem man ein Team langfristig als General Manager führt. Man kann diesen Modus als reine Management-Simulation spielen, wobei man meiner Ansicht nach merkt, dass dies nicht der Schwerpunkt der Entwickler ist – mit einem puren Managerspiel wie „Out of the Park Baseball“ kann The Show in diesem Feld nicht mithalten (übrigens gibt es auch von OOTP eine neue Version, die ich im Laufe der nächsten Tage ebenfalls vorstellen werde). Was der Franchise Mode von The Show einem reinen Manager voraus hat, ist die Möglichkeit, in die Spiele aktiv einzugreifen und zwar entweder indem man sie komplett selbst steuert oder aber sich auf ausgewählte entscheidende Spielszenen beschränkt.

Ein weiterer Modus nennt sich „Road to the Show“ (RTTS). Hier schlüpft man in die Rolle eines einzelnen Spielers, dessen Geschicke man über seine gesamte Karriere hinweg steuert, von der Draft über die Minor Leagues bis in die MLB. Für mich persönlich ist das der Modus mit der größten Langzeitmotivation. Erfreulicherweise kann man einen Spieler, mit dem man RTTS in The Show 17 gespielt hat, in The Show 18 importieren und mit ihm weiterspielen. Dieses Fortsetzen von alten Spielständen ist übrigens auch im Franchise Mode möglich.

In „Diamond Dynasty“ baut man sich ein Team über virtuelle Sammelkarten und Items auf, ähnlich wie FIFA-Spieler es von „Ultimate Team“ kennen. Das ist für mich ein Modus, zu dem ich nie einen nennenswerten Zugang gefunden habe, aber das ist sicher Geschmackssache.

Für alle, die einfach mal ein paar Bälle über den Zaun hauen möchten, lohnt sich das Homerun Derby. Abgerundet wird das Portfolio des Spiels durch wöchentliche Online-Challenges sowie die Möglichkeit, verschiedene Trainings und Tutorials zu absolvieren.

Besonders gut finde ich, dass der Schwierigkeitsgrad von The Show sehr variabel ist und sowohl manuell als auch automatisch angepasst werden kann. Das funktioniert sehr gut, sodass das Spiel sowohl für langjährige Spieler wie mich als auch für absolute Neulinge wie meinen 6-jährigen Sohn gleichermaßen angemessen herausfordernd und nie frustrierend ist.

Die Neuerungen von MLB The Show 18
Kommen wir zu dem, was an The Show 18 anders ist als an den Vorgängern. Das ist zunächst mal nicht viel, jedenfalls was das prinzipielle Gameplay betrifft. Alles, was ich oben über das Spiel geschrieben habe, traf schon auf die vorherige Version zu und auch auf die davor. Das muss nichts Schlechtes sein, denn The Show ist einfach ein sehr gutes und sehr ausgereiftes Spiel, das man nicht jedes Jahr neu erfinden muss. Die meisten Änderungen sind dementsprchend eher kosmetischer Natur: Es gibt jetzt einen Batting Stance Generator und ein erweitertes Replay-System, die Reaktionen der Spieler und Zuschauer auf Ereignisse im Spiel sind vielfältiger und realistischer geworden, die Wettereffekte wurden verbessert, die Spieler sehen noch etwas lebensechter aus als zuvor und natürlich wurden alle Roster auf den aktuellen Stand gebracht. Was mir besonders gut gefällt ist, dass es jetzt auch Rain Delays gibt. Aber keine Sorge, das heißt nicht, dass man zwei Stunden untätig vor dem Bildschirm sitzen und warten muss, ob das Spiel fortgesetzt wird – man sieht aber, wie die Groundcrew aktiv wird, und darf zum Beispiel die taktische Entscheidung treffen, ob man den aktuellen Pitcher nach der Pause wieder aufs Feld schickt oder nicht.

Mehr als nur kosmetische Veränderungen gab es am Modus RTTS. Hier gibt es jetzt deutlich größere Storyanteile als früher. Man erstellt nun am Anfang nicht nur wie bisher einen Spieler, den man entweder frei oder in Anlehnung an einen realen Akteur gestaltet, sondern man wählt auch eine Grundausrichtung, das heißt ob man sich z. B. eher als Power Hitter sieht oder ob die eigene Spielweise mehr auf Kontakt und Speed beruht. Abhängig davon erhält man bestimmte Start- und Maximalwerte für die Spielerentwicklung. Zudem findet man sich gelegentlich in Dialogsituationen mit Scouts, Coaches und Managern wieder, in denen man unter verschiedenen Antworten wählen kann, welche wiederum Auswirkungen auf das Spiel haben.

Eine weitere Neuerung sind drei zusätzliche Teams, die in The Show aufgenommen wurden. Neben den 30 MLB-Teams plus Minor-Affiliates und den zwei aktuellen All-Star-Teams gibt es nun drei Teams mit Legenden aus je unterschiedlichen Ären des Baseballs. Auf diese Art sind nun auch beispielsweise Babe Ruth und Jackie Robinson mit von der Partie. Die Spieler aus den Legenden-Teams können auch im Homerun Derby gewählt werden und sind in die Diamond Dynasty integriert.

Was man noch besser machen könnte
Alles in allem liefert The Show 18 so ab, wie man es gewohnt ist: stark wie eh und je mit wohldosierten punktuellen Verbesserungen. Ich schicke daher erst mal eine klare Empfehlung voraus, bevor ich auf ein paar Punkte eingehe, an denen bei mir noch Wünsche offen bleiben.

Ich habe ja schon erwähnt, dass mir die neuen Rain Delays gut gefallen. Schön wäre, wenn man auch den nächsten Schritt ginge, indem für die längerfristig angelegten Modi auch Rainouts und die Ansetzung von Doubleheadern zu den möglichen Ereignissen gehören würden. Soweit ich es bisher erforschen konnte, gibt es so etwas in The Show 18 nach wie vor nicht.

Sehr schade finde ich, dass im Spiel die Tiefe der Minor Leagues nicht abgebildet wird. Berücksichtigt sind nur AA und AAA und selbst auf diesen Ebenen bietet The Show leider nicht die echten Ballparks. Enthalten sind nur die 30 MLB-Ballparks sowie 18 historische Ballparks, während für die Minor Leagues und das Spring Training nur je eine Handvoll Standardstadien zur Verfügung stehen.

Wo wir schon bei der Tiefe des Spiels sind: Eine Ausweitung würde ich mir nicht nur in Richtung Minor Leagues, sondern auch in Richtung Internationales wünschen. Ein guter Anfang wären ein paar Ballparks und Nationalmannschaften, um beispielsweise den World Baseball Classic nachspielen zu können. Reizvoll wären auch Nicht-US-Ligen wie die NPB oder die karibischen  Ligen – darauf zu hoffen, wäre wohl unrealistisch, obwohl die Manager-Simulation Out of the Park Baseball vormacht, wie es geht.

Die Darstellung des Spiels wird zwar von Jahr zu Jahr besser, aber mir fallen immer noch einige relativ alltägliche Szenen ein, die ich in The Show bislang noch nicht gesehen habe – zum Beispiel Kollisionen von Fieldern, die beide auf dem Weg zum Ball sind, oder Spieler, die beim Fangen eines Foulballs die Barriere zum Zuschauerraum überspringen. Hier könnte man also durchaus noch etwas tun.

Was ich mir außerdem sehr wünsche, sind mehr Statistiken. Die Sabermetrics-Revolution ist bislang relativ spurlos an MLB The Show vorüber gegangen, man sucht leider vergeblich nach fortgeschrittenen Indikatoren wie wRC oder DRS und nach Splits wie z. B. Ergebnissen gegen Rechts- und Linkshänder oder in Heim- und Auswärtsspielen.

 

 

Zum Schluss der übliche Transparenz-Hinweis: Das Spiel wurde mir zum Vorabtest als kostenloses Rezensionsexemplar vom Hersteller zur Verfügung gestellt. Diese freundliche Geste hat keine Auswirkung auf meine Beurteilung des Produkts – ihr lest hier immer meine ehrliche und ungeschminkte Meinung.

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Dezember 18th, 2017 by Silversurger

Dies ist ein kleiner Nachtrag zu meiner Vorstellung des Brett- und Würfelspiels „Bottom of the 9th“. Wie ich inzwischen erfahren habe, gibt es auch eine Umsetzung des Spiels als App für Android und iOS. Beide Versionen sind in den App-Stores von Google bzw. Apple für 4,99 Dollar erhältlich. Ich habe die App auf meinem Android-Smartphone getestet und möchte kurz davon berichten.

Die Umsetzung ist sehr originalgetreu erfolgt. Sowohl der Spielverlauf als auch die Inhalte der Spielerkarten mit den speziellen Fähigkeiten und Eigenheiten wurden 1:1 vom Brettspiel übernommen. Auch das grafische Konzept bietet sehr hohen Wiedererkennungswert.

Das Spiel bietet alles, was man von einer Brettspieladaption erwarten kann: Man kann wahlweise gegen den Computer oder gegen einen menschlichen Gegner antreten, wobei letzterer sowohl am gleichen Gerät spielen kann als auch an seinem eigenen. Für das Online-Duell kann man entweder direkt einen Freund herausfordern oder man lässt das Spiel nach einem geeigneten Gegner suchen. Auch die aus dem Brettspiel bekannte Einzelspielerkampagne kann man in der App spielen. Vor allem für Neueinsteiger sind die Tutorials zum Pitching und Batting interessant. Diese reichen völlig aus, um direkt loszulegen, aber auch eine vollständige Anleitung ist enthalten.

Einziger Negativpunkt für mich ist, dass man über die App leider selten spontan einen Gegner für ein virtuelles Kräftemessen findet – offenbar ist dafür der Verbreitungsgrad des Spiels noch zu gering und mit Sicherheit spielt es auch eine Rolle, dass die meisten potenziellen Gegner sich in einer anderen Zeitzone befinden. Zudem ist mir aufgefallen, dass die App recht stark am Akku saugt. Dem kann man aber begegnen, indem man in den Optionen den Grafik-Level ein bisschen nach unten schraubt.

Alles in allem bestätigt die App-Version von „Bottom of the 9th“ das rundum positive Bild, das ich bereits von dem Brettspiel gewonnen hatte. Sie kann letzteres auch komplett ersetzen, aber das ginge mir persönlich dann doch zu weit: Mit echten Würfeln, Karten und Figuren am Tisch zu spielen, steht für mich definitiv noch ein Stückchen über dem Touchscreen-Vergnügen. Aber für ein kleines Trainingsspielchen zwischendurch, insbesondere wenn man irgendwelche Wartezeiten zu überbrücken hat, ist die App perfekt.

 

Transparenz-Hinweis: Die Firma Handelabra Games war so freundlich, mir die App für den Test kostenlos zur Verfügung zu stellen. Auf meine Bewertung hat das selbstverständlich keinen Einfluss und ich erhalte sonst keinerlei Vergünstigungen, Provisionen oder Ähnliches.

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Dezember 9th, 2017 by Silversurger

Die beiden spannendsten Fragen der Offseason sind geklärt. Trotzdem erlaube ich mir, die Herren Shohei Ohtani und Giancarlo Stanton bis zum Grand Slam am Donnerstag auf meinen Senf warten zu lassen und erst einmal das Versprechen einzulösen, das ich im Artikel über „What About Baseball“ gegeben habe: Rechtzeitig vor Weihnachten stelle ich heute ein weiteres Baseball-Brettspiel vor – und nicht nur irgendeines, sondern meinen bisherigen Favoriten. „Bottom of the 9th“ heißt das gute Stück aus der kleinen, aber feinen Spieleschmiede „Dice Hate Me Games“.

Die Schachtel von „Bottom of the 9th“ macht auf den ersten Blick einen recht mickrigen Eindruck, sie hat eher die Größe eines Reisespiels. Aber das täuscht, denn an Inhalt wird einiges geboten: neben dem Spielfeld drei Batter- und diverse Markierungssteine, allesamt aus Holz, drei Würfel und ein Stapel Karten mit sehr unterschiedlichen Inhalten und Bestimmungen.

So hochwertig die Materialien sind, so durchdacht ist auch das Spielprinzip. Das übliche Szenario eines Duells zwischen zwei Spielern ist ein Unentschieden im unteren neunten Inning, das dem Spiel auch seinen Namen gegeben hat. Ein Spieler pitcht, der andere Spieler schlägt und die spielentscheidende Frage ist, ob das Team am Schlag einen Run und damit den Walk-off erzielen kann. Daneben gibt es noch eine Reihe von Karten mit weiteren Szenarien, die insbesondere – aber nicht nur – für die Einzelspielervariante gedacht sind. Natürlich kann man auch eine Partie über volle neun Innings spielen, was allerdings nicht empfohlen wird, weil es sich doch ziemlich zieht.

Gepitcht und geschlagen wird auch bei diesem Spiel durch Würfeln, doch am Beginn jedes At Bats steht erstmal der Staredown zwischen Pitcher und Batter: Dieser besteht darin, dass der pitchende Spieler verdeckt die Richtung seines Pitches (high/low und inside/outside) festlegt und der schlagende Spieler versucht, diese ebenfalls verdeckt vorherzusagen. Je nachdem, wie gut ihm dies gelingt, hat in der anschließenden Würfelrunde einer der Spieler einen Vorteil, indem er zum Beispiel ein zweites Mal würfeln oder das Würfelergebnis um +/-1 verändern darf. Gewürfelt wird immer zuerst vom Pitcher mit zwei Würfeln. Danach ist der Batter an der Reihe – je nach Pitch versucht er, eine höhere oder eine niedrigere Zahl zu erzielen als der Pitcher und somit einen Treffer zu landen oder einen Ball passieren zu lassen.

Die Komplexität und der Abwechslungsreichtum des Spiels werden zusätzlich dadurch gefördert, dass man sich aus den Spielerkarten ein individuelles Lineup zusammenstellt, in dem jeder Spieler bestimmte Stärken und Schwächen hat. Dasselbe gilt für die Pitcher, die obendrein ermüden können, insbesondere wenn sie zu oft ihren jeweiligen Spezialpitch werfen.

Ihr merkt schon, das Spiel bietet eine Menge Möglichkeiten, den Verlauf durch eigene Entscheidungen und Taktiken zu beeinflussen. Das unterscheidet es deutlich vom letzte Woche vorgestellten „What About Baseball“ und ist äußerst förderlich dafür, oft und lange Spaß daran zu haben.

Ich habe mich letzte Woche schon darüber ausgelassen, dass ich die Altersempfehlung ab 8 Jahren im Fall von „What About Baseball“ für eindeutig zu hoch gegriffen halte. Bei „Bottom of the 9th“ geht es mir ähnlich: Laut Angabe auf der Packung soll es für ein Alter ab 13 geeignet sein. Meiner Einschätzung und Erfahrung nach kann man es einem baseball- und brettspielinteressierten Achtjährigen durchaus schon zutrauen – mit der Einschränkung, dass man ihm die Anweisungen auf den Spielerkarten übersetzen muss, wenn er nicht englischsprachig aufgewachsen ist. Nach oben sehe ich bei diesem Spiel keine Grenze, auch Erwachsene haben damit dauerhaft Spaß.

Von mir gibt es für „Bottom of the 9th“ eine uneingeschränkte Empfehlung. Erfreulicherweise ist das Spiel problemlos in Deutschland erhältlich; man bekommt es zum Beispiel für rund 20 Euro bei Amazon oder für ein paar Euro mehr bei Ebay. Auch zwei Erweiterungen in Form von je 12 zusätzlichen Spielerkarten sind dort verfügbar. Die besitze ich allerdings noch nicht und kann daher nichts dazu sagen.

 

Transparenz-Hinweis: Das vorgestellte Spiel habe ich selbst gekauft und ich erhalte für die Rezension keinerlei Vergünstigungen, Provisionen oder Ähnliches.

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