Grand Slam am Donnerstag 45/2016

Herzlich willkommen zur ersten Offseason-Ausgabe des Grand Slam am Donnerstag. Bis es im April wieder Spielzüge, Ergebnisse und Tabellenstände zu diskutieren gibt, werde ich an dieser Stelle aktuelle Stories anreißen, die ich nicht wichtig genug für einen eigenen Artikel, aber so interessant finde, dass ich sie mal erwähnt haben möchte. Außerdem möchte ich ein letztes Mal die Werbetrommel für mein Offseason-Wunschkonzert rühren. Es ist schon eine ganze Reihe von Anregungen eingegangen, womit Baseblog.de sich in den nächsten Monaten beschäftigen soll, und ich freue mich über jede weitere.

Trade zwischen Mariners und Dodgers
Die Seattle Mariners haben sich die Dienste von Catcher Carlos Ruiz gesichert, der durch eine zu ziehende Club-Option für 4,5 Millionen Dollar ein Jahr lang unter Vertrag steht. Im Gegenzug wechselt Relief Pitcher Vidal Nuno zu den Los Angeles Dodgers. Das ist nicht gerade ein Blockbuster, aber immerhin der erste erwähnenswerte Trade dieser Offseason.

Bud Black wird Rockies-Manager
Die Colorado Rockies haben ihren neuen Manager vorgestellt und für die NL West ist es ein alter Bekannter: Bud Black managte zuletzt von 2007 bis 2015 die San Diego Padres. Auf den ehemaligen Pitcher wartet ein gutes Stück Arbeit beim Versuch, die Rockies zu einem Playoff-Kandidaten zu machen. Ihre 75-87-Bilanz des vergangenen Jahres war schon die beste seit 2010, in der Postseason war Colorado zum bislang letzten Mal 2009. Blacks Resultate in San Diego waren allerdings auch eher gemischt mit einer Gesamtbilanz von 649-713. Seine letzte Winning Season war 2010, das hat er mit seinem neuen Team schon mal gemeinsam.

Bürger stimmen für neues Rangers-Stadion 
Die Wahl vom Dienstag ist in aller Munde, aber wer hat mitbekommen, dass an dem Tag nicht nur für Donald Trump und für die Legalisierung von Cannabis in einigen Bundesstaaten gestimmt wurde sondern auch für einen neuen Ballpark in Arlington? Mit 60 zu 40 Prozent entschieden die Wähler, dass der Staat bis zu 500 Millionen Dollar und damit die Hälfte des Stadionprojektes mit einfahrbarem Dach finanziert. Der Ballpark soll 2020 oder 2021 fertig sein und ist verbunden mit der Garantie, dass die Texas Rangers bis mindestens 2053 in Arlington bleiben.

Mets wollen Cespedes behalten 
Anders als im letzten Jahr, in dem die New York Mets sich lange aus den Verhandlungen um Yoenis Cespedes mehr oder weniger heraushielten, um dann ganz überraschend doch einen faktischen Einjahresvertrag mit ihm abzuschließen, ist eine Verlängerung mit ihm dieses Mal erklärtes Ziel von General Manager Sandy Alderson. Die Fans werden es gerne hören, denn diese Nachricht bedeutet nicht nur, dass man den Leistungsträger und Publikumsliebling halten möchte, sondern wohl auch, dass man nicht vor größeren Investitionen zurückschreckt.

Blue Jays bemühen sich um Encarnacion
Auch Edwin Encarnacion wird stark von seinem aktuellen Team umworben. Beim Bemühen, einen ihrer beiden Big Bats zu halten, genießt Encarnacion für die Blue Jays offenbar klare Priorität gegenüber José Bautista. Gefühlt wird aber auch kaum einem Spieler in diesen ersten Tagen der Free Agency so viel Interesse anderer Clubs nachgesagt wie Encarnacion. Unter den Bewerbern um seine Dienste befinden sich Meldungen zufolge die Red Sox, die Astros und die Yankees.

100 Millionen für Chapman? 
Für einen Top-Hitter wie Cespedes oder Encarnacion wäre ein Vertrag, der einen dreistelligen Millionenbetrag garantiert, keine Sensation. Die gleiche Summe für einen Relief Pitcher wäre hingegen ein regelrechter Erdrutsch, auch wenn es um Aroldis Chapman geht. Vermutlich greift er mit dieser ihm nachgesagten Forderung etwas zu hoch, aber er kann ohne Weiteres in Kürze der bestbezahlte Reliever aller Zeiten sein. Bisher hält diesen Rekord Jonathan Papelbon mit 50 Millionen Dollar für einen Vierjahresvertrag.

White Sox starten Rebuild
Keine großen Verträge für Spieler über 30 darf man von den Chicago White Sox erwarten, denn jüngste Aussagen von GM Rick Hahn lassen darauf schließen, dass die White Sox einen langfristigen Neuaufbau anstreben. Das Team verfehlt seit Jahren die selbst gesteckten Erwartungen, die Altersstruktur steigt und das Farmsystem ist nicht gerade prall mit Talenten gefüllt. Wenn die White Sox tatsächlich den Resetknopf drücken, dann darf man ein paar interessante Trades erwarten. Chris Sale und José Quintana werden gerade bei dem schwachen Free-Agent-Markt für Starting Pitcher auf großes Interesse stoßen.

November 10th, 2016 by