OOTP Baseblog Padres: Week 10

Zu Beginn der Woche in meiner Out-Of-The-Park-Baseball-Franchise muss ich erstmal schauen, ob das überhaupt die richtige Woche ist – gegen die Cubs und gegen die Mets habe ich doch gerade erst gespielt? Es ist aber tatsächlich so, dass der Spielplan dieser Woche quasi ein Spiegelbild dessen aus der letzten Woche ist – sowohl in OOTP als auch in der Realität. 

Die Hoffnung, dass es gegen dieselben Gegner noch einmal so gut läuft wie zuletzt, erfüllt sich leider nicht. In der ersten Partie gegen die Cubs pitcht mein Starter Adrian Morejon zwar solide, doch drei zugelassene Runs sind schon zu viel gegen den fantastisch aufgelegten Zach Davies. Der Cubs-Starter überlässt meiner Offense in acht Innings nur drei Hits und keinen Run und braucht dafür nur 86 Pitches. Erst gegen Reliever Andrew Chafin gelingt uns im neunten Inning der Ehren-Run zum 1:3, aber das ist zu wenig und zu spät.

Auch mit Cole Hamels in Spiel zwei tun wir uns schwer. Wenigstens bringen wir dieses Mal den Gegner schneller dazu, in den Bullpen zu gehen und dann läuft es plötzlich: Wir verpassen Addison Reed und Shane Greene im siebten Inning fünf Runs und biegen mit 5:3 auf die Siegerstraße ein. Leider hat aber auch unser Bullpen nicht seinen besten Tag. Austin Adams und Drew Pomeranz geben das Spiel aus der Hand und wir verlieren 5:7.

Der kollektive Slump unserer Offensive – von dem einen Inning in Spiel zwei abgesehen – setzt sich auch im dritten Spiel fort. Während die ersten beiden Partien noch halbwegs spannend waren, gehen wir heute richtig unter. Die Cubs führen gegen meinen Starter Dinelson Lamet schon 4:0, bevor wir überhaupt unseren ersten Hit erzielen. Mehr als drei werden es für uns auch nicht, während es die Cubs auf beeindruckene 15 Hits bringen und uns 8:0 wegfegen. Eine Woche, nachdem wir die Cubs in deren eigenen Stadion mit 2-1 Spielen geschlagen haben, revanchieren sie sich also mit einem Sweep in unserem Ballpark. Das ist schon eine Enttäuschung.

Bevor es mit der Serie gegen die Mets weitergeht, erhalte ich die Nachricht, dass der Draftpool für die in einem Monat stattfindende Draft verfügbar ist. Den schaue ich mir gleich mal an, weil es eine nette Abwechslung ist. Allzu tief beschäftige ich mich damit aber nicht, da ich die Padres nur für dieses eine Jahr managen möchte und somit nicht für die kommenden Jahre planen muss.

Nun geht es also nach Queens, in die Heimat meines Real-Life-Lieblingsteams – wobei ich letzte Woche bereits gemerkt habe, dass sich die Gefühle für die virtuelle Version meines Klubs in engen Grenzen halten, wenn ich in OOTP gegen ihn antrete. Noah Syndergaard und Joe Musgrove liefern sich im ersten Spiel ein munteres und ausgeglichenes Matchup. Interessanterweise erzielen beide Pitcher den ersten RBI ihres Teams selbst. Spielentscheidend ist letztlich der schwache Auftritt meines sonst so zuverlässigen Relievers Mark Melancon, der im sechsten Inning drei Runs zum 3:6 nach Hause lässt, was auch der Endstand bleibt.

In Spiel zwei läuft es endlich mal wieder richtig gut für meine Padres. Mets-Starter Taijuan Walker lässt drei Homeruns zu, mein Starter Blake Snell so gut wie gar nichts, und wir führen 7:0 zur Mitte des sechsten Innings. Bevor er sich aus der Partie verabschiedet, lässt Snell dann doch noch zwei Runs zu, was angesichts der hohen Führung erstmal kein Problem ist. Als aber im nächsten Inning Emilio Pagan drei Runs kassiert, ohne ein einziges Out zu erzielen, wird es plötzlich brenzlig. Ein Fall für meinen Top-Reliever Pierce Johnson, der auch prompt 1-2-3 das Inning aufräumt. Auch Keone Kela, der die beiden letzten Innings übernimmt, lässt nichts mehr zu, dafür legen wir noch Homeruns von Tatis Jr., Cronenworth und Myers nach und gewinnen souverän mit 11:5.

Im dritten Spiel gegen die Mets machen wir genau da weiter, wo wir im letzten aufgehört haben – Kim und Machado eröffnen die Partie mit Homeruns und wir führen 2:0. Danach verlässt uns das Glück: Obwohl wir in dem Spiel noch zehn weitere Hits erzielen, sind diese so ungünstig verteilt, dass es nur noch für einen Run im achten Inning reicht. Am Ende steht eine 3:4-Niederlage. Schuld ist zum zweiten Mal in dieser Woche Melancon, der im sechsten Inning kommt und drei Runs verursacht, ohne ein Out zu erzielen.

Diese Woche war ein echter Rückschlag. Wir haben nur eins von sechs Spielen gewonnen und dabei noch Glück, dass die Dodgers nur 3-3 spielten und ihren Vorsprung in der Division „nur“ auf sechs Spiele ausbauen konnten. Auch im Wild-Card-Rennen sind wir inzwischen ins Hintertreffen geraten. Wir liegen eineinhalb Spiele hinter den Cardinals und belegen damit erstmals seit Saisonbeginn keinen Playoffplatz. Zudem hat uns unsere bislang größte Stärke zurzeit verlassen: Die meisten unserer jüngsten Niederlagen gingen auf das Konto des Bullpens, der uns in den ersten Saisonwochen so viele knappe Spiele gerettet hatte. Im Ranking der National League sind wir mit einem Bullpen-ERA von 3.50 inzwischen vom einst souveränen ersten auf den dritten Platz abgerutscht.  

Der Rest der Liga 
Beim Blick auf die anderen Teams schaue ich heute mal verstärkt auf die unteren Tabellenregionen und auf die Überraschungen, die man dort antrifft. In der AL East waren letzte Woche die Rays (30-36) auf den letzten Platz abgerutscht; mit sechs Siegen am Stück, darunter ein Sweep gegen die Orioles, haben sie diesen inzwischen an jene zurückgeben können. Schlechter erging es den Astros (27-38); sie haben ihre letzten sieben Partien verloren und zieren das Tabellenende der AL West. Auch in der NL findet sich das überraschendste Schlusslicht in der West-Division: Dort stehen die San Francisco Giants (29-36) ganz unten und scheinen recht wenig zu tun zu haben mit dem Team, das in der Realität die große positive Überraschung der bisherigen Saison darstellt.

Reality Check
Den Real-Life-Padres erging es diese Woche kaum besser als meinem OOTP-Team. Auch sie verloren beide Serien und auch sie haben, obwohl sie mit 38-29 etwas besser dastehen als ich (35-32), zurzeit den Playoff-Platz verloren. Es wird Zeit für beide Versionen der Padres, das Ruder herumzureißen und zurück in die Erfolgsspur zu finden. Gegen die Gegner der nächsten Woche, die Colorado Rockies und die Cincinnati Reds, sollte das machbar sein.

Juni 14th, 2021 by