OOTP Baseblog Padres: Week 11

Bevor ich von den neuesten Ereignissen um meine Padres-Franchise berichte, muss ich erstmal einen Hinweis in Sachen OOTP loswerden: Seit wenigen Tagen ist die lang ersehnte mobile Version des Managerspiels erhältlich. Man findet sie unter dem Namen „OOTP Baseball Go!“ sowohl im Google PlayStore als auch im AppStore von Apple. Der Download ist gratis, allerdings sind in der kostenlosen Version erstmal nur drei historische Saisons enthalten. Weitere Saisons inklusive der aktuellen MLB- und KBO-Saisons kann man per In-App-Kauf erwerben. Das Spiel wurde fast 1:1 auf die mobilen Plattformen umgesetzt und spielt sich dort, soweit ich das nach meinem kurzen Test beurteilen kann, genauso gut und flüsssig wie auf dem PC. Einziger Schönheitsfehler aus meiner Sicht ist, dass es nicht möglich ist, Speicherstände aus der Desktopversion zu importieren oder gar zu synchronisieren. Die beiden letzten Bilder in der Galerie unten sind übrigens Screenshots von OOTP Go.

Jetzt aber zurück zum Desktop-OOTP und damit zu meinen Padres: Die Reise führt uns diese Woche nach Denver. Dort geht es los mit einem Lefty-Matchup zwischen Colorados Kyle Freeland und meinem Youngster MacKenzie Gore. Obwohl wir im hitterfreundlichsten Ballpark der Liga spielen, kommen die Offenses nur langsam in Schwung. In den ersten fünf Innings sind Solo-Homeruns von Austin Nola und Tyler O’Neill die einzigen nennenswerten Ereignisse. Nach dem fünften Inning wechseln die Rockies den Pitcher und Reliever Hunter Wood geht gegen mich komplett unter: Erst lädt er die Bases, dann lässt er einen Bases-Clearing Double von Jurickson Profar zu, alles ohne ein Out zu erzielen; sein Nachfolger Austin Voth macht die Sache besser, aber dass Profar scort, kann er auch nicht verhindern – wir führen 6:0 in der Mitte des 6. Innings. Ein bisschen spannend wird es kurz noch, als die Rockies im unteren 6. auf 1:6 und im unteren 7. auf 3:6 herankommen, doch RBIs von Hosmer (2) und Kim stellen mit 9:3 den alten Abstand wieder her, der gleichzeitig der Endstand ist.

Auch mit German Marquez im zweiten Spiel kommen wir gut zurecht. Wil Myers und Tyler O’Neill schlagen Homeruns, Tatis Jr. und Machado erzielen Triples und wir führen im sechsten Inning wieder 6:1. Das scheint mir genug Polster, um mit Craig Stammen einem meiner zuletzt eher schwachen Reliever mal wieder eine Chance und etwas Spielpraxis zu geben. Ich werde prompt mit drei Runs bestraft. Schnell wechsle ich Stammen aus und erfreue mich daran, dass auf die anderen Jungs heute Verlass ist: Mark Melancon beendet ruckzuck das Inning, offensiv geht es weiter mit Homerun Tatis Jr., Walk Myers, Homerun Profar und wir sitzen wieder fest im Sattel. Die schlechte Nachricht ist nicht, dass Melancon im nächsten Inning einen Solo-Homerun zulässt, der uns beim Endstand von 9:5 herzlich egal sein kann, sondern dass er kurz darauf verletzt ausgewechselt werden muss. Eine Diagnose bekomme ich weder heute noch am nächsten Tag, sodass ich erstmal abwarte, ob ein Aufenthalt auf der Verletztenliste nötig ist oder nicht.

In Spiel drei erlebe ich eine der schlechtesten Pitcher-Performances, die ich je gesehen habe – zum Glück vom Gegner. Rockies-Starter Austin Gomber lässt von den ersten elf Battern zehn auf Base. Beim Stand von 7:0, geladenen Bases und nur einem Out im ersten Inning wird der arme Mann endlich ausgewechselt. Das Spiel ist zu dem Zeitpunkt bereits gelaufen, aber wir spielen natürlich noch achteinhalb Innings weiter und gewinnen am Ende 13:6.

Von den sechs Runs der Rockies in Spiel drei gehen übrigens vier auf das Konto von Austin Adams. Er und Stammen sind nun schon seit Wochen meine Problemkinder im Bullpen. Ich muss wohl etwas umstrukturieren, allerdings wüsste ich dazu gern, was mit Melancon ist. Ich finde es ärgerlich und auch etwas unrealistisch, dass auch zwei Tage nach seiner Verletzung keine Info aus der medizinischen Abteilung dringt. Wie dem auch sei, für mich steht fest, dass ich Adams und Stammen angesichts ihrer schwachen Leistungen – beide haben inzwischen einen ERA über 6 – loswerden möchte. Minor League Options haben sie beide nicht mehr, und bevor ich sie einfach entlasse, versuche ich mein Glück auf dem Trade-Markt. Tatsächlich erhalte ich über die „Shop Around“-Funktion ein paar solide Angebote für Stammen, unter anderem den 34-jährigen Reliever Sean Doolittle von meinem kommenden Gegner, den Cincinnati Reds. Prima, den können sie gleich hier lassen. Da das so gut geklappt hat, versuche ich mein Glück auch mit Adams. Auch für ihn bekomme ich einige Angebote, darunter RP Ryan Helsley von den Cardinals. Der ist erst 26 Jahre alt, pitcht bisher einen 2.04 ERA und hat noch Minor League Options. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Ich sage sofort zu.

Nach der kleinen Runderneuerung des Bullpens geht es in die Heimserie gegen die Reds. Die sind mit einer Bilanz von 25-43 übrigens das schlechteste Team der Liga. Dank hervorragender Pitching-Leistungen von Snell, Doolittle, Johnson und Pomeranz gewinne ich das erste Spiel 2:1. Mit meiner Offense war heute nicht viel los, aber ich habe auch auf zwei Top-Spieler verzichtet, da Tatis Jr. und Machado etwas erschöpft waren.

Spiel zwei gegen die Reds ist über weite Strecken sehr einseitig: Mein Starter Adrian Morejon dominiert sechs Innings lang, erlaubt nur zwei Hits und keine Runs und wirft zehn Strikeouts. Meine Offense zieht derweil mit 8:0 davon, unter anderem durch Homeruns von Kim und Myers. Dass es am Ende doch zu einer Save-Situation kommt, liegt daran, dass Ryan Helsley und Dan Altavilla den Reds fünf Runs erlauben. Aber Pierce Johnson würgt im neunten Inning jegliche Comeback-Hoffnung gekonnt ab.

Am Samstag, also volle vier Tage nach der Verletzung von Melancon, erfahre ich endlich, dass es sich um eine Schulterverletzung handelt und er fünf bis sechs Wochen ausfallen wird. Das ist doppelt ärgerlich, zum einen wegen des Ausfalls an sich, zum anderen weil ich Melancon gern schon früher auf die Verletztenliste gesetzt hätte, um den Rosterspot zu nutzen. Selbigen bekommt nun der linkshändige Reliever Tim Hill, den ich erstmals in diesem Jahr aus dem AAA-Team hole.

Das dritte Spiel gegen die Reds steht lange auf der Kippe, weil unsere Offensive zu viele Chancen liegen lässt – 12 Runner Left on Base, darunter zwei ungenutzte Bases-Loaded-Situationen, lassen uns fast in eine unnötige Niederlage rutschen. Wir gewinnen dann doch mit 3:2, zum einen dank einer makellosen Bullpen-Leistung von Pagan und Pomeranz, zum anderen auch mit etwas Glück, denn der entscheidende Run von Pinch-Hitter Victor Caratini zum 3:2 kommt durch einen gegnerischen Error nach Hause.

Nur noch ein Sieg gegen das schwächste Team der Liga trennt uns von der perfekten Woche. Dinelson Lamet soll ihn gegen Sonny Gray holen. Beide Pitcher liefern sechs starke Innings, nach denen wir dank zweier Solo-Homeruns von Profar 2:1 führen. Gegen den Bullpen der Reds tut meine Offense sich deutlich leichter, fünf Runs im siebten und zwei im achten Inning sichern uns den deutlichen 9:2-Sieg.

Was für eine Woche! Auch wenn die Gegner nicht die stärksten waren, sind sieben Siege aus sieben Spielen ein Grund zum Feiern. Übertreiben sollten wir es damit aber nicht, denn schon am heutigen Montag geht es ohne Pause in eine richtig schwere Serie gegen die Los Angeles Dodgers, die die NL West mit einer Bilanz von 44-27 und damit 3,5 Spiele vor meinen Padres (42-32) anführen. 

Der Rest der Liga 
Ich glaube, heute ist es das erste Mal der Fall, dass im Vergleich zwischen meiner OOTP-Saison und der echten MLB-Saison sämtliche Divisionen einen anderen Tabellenführer haben. Bemerkenswert sind einerseits die Houston Astros (30-41) und die San Francisco Giants (32-40), die in OOTP das Tabellenende zieren, während sie in der Realität ganz vorne stehen, und andererseits die Minnesota Twins (43-29), die in meinem Spiel die AL Central anführen. Auch die New York Yankees (43-28) führen ihre Division an und der Blick auf die Leaderboards zeigt, warum sie das tun: Mit 418 erzielten Runs und 136 Homeruns haben die OOTP-Yankees die explosivste Offense der Liga, was man von den echten Yankees mit 281 Runs und 90 Homeruns nicht gerade behaupten kann.

Reality Check
Während Realität und OOTP-Simulation für den Rest der Liga auseinanderdriften, läuft es bei den Padres genau andersherum: Zum ersten Mal seit langer Zeit stehen die Padres in beiden Parallel-Universen mit einer Bilanz von 42-32 wieder exakt gleichauf. Genauer gesagt tun sie das schon seit vier Tagen, denn den 4-0-Sweep gegen die Reds erzielten beide Padres-Versionen im Gleichschritt. Davor hatte es für die echten Padres gegen Colorado einen 0-3-Sweep gesetzt, durch den meine Padres ihr reales Vorbild einholen konnten. 

Juni 21st, 2021 by