OOTP Baseblog Padres: Week 12

Nach der erfolgreichen Vorwoche gegen zwei schwache Gegner geht es für meine Padres in Out Of The Park Baseball ans Eingemachte: Die Dodgers sind in der Stadt und bieten im ersten Spiel ihren bislang stärksten Starter Julio Urias (2.87 ERA) gegen meinen bislang schwächsten Starter Joe Musgrove (4.70 ERA) auf. Das sind keine guten Vorzeichen, zumal wir in der bisherigen Saison-Serie gegen die Dodgers mit 0-7 verheerend schlecht dastehen. Die Sorgen erweisen sich als berechtigt: Zwei Innings lang hält Musgrove das Spiel offen, dann beginnen ihm die Bälle von Gavin Lux, Mookie Betts, Will Smith und Justin Turner um die Ohren zu fliegen. Unsere Offense hat zwar in fast jedem Inning einen Baserunner, bringt aber nur einen einzigen Run nach Hause und so gehen wir sang- und klanglos 1:7 unter.

Vor dem zweiten Spiel sehen zumindest die Zahlen der Pitcher besser aus: Blake Snell ist – vom verletzten Yu Darvish abgesehen – bislang mein bester Starter mit einem ERA von 3.01, während sein Gegenüber, Dodgers-Altstar Clayton Kershaw, mit 5.19 ein eher schwaches Jahr hat. Ob das reicht, um im neunten Spiel gegen die Dodgers endlich den ersten Win einzufahren? Es reicht zumindest, um das Spiel ein wenig offener zu gestalten als das letzte, aber da die Dodgers früh ein paar Runs vorlegen und bei uns Austin Nolas Homerun der einzige zählbare Erfolg bleibt, verlieren wir mit 1:4 auch diese Partie.

Der anhaltende Misserfolg gegen die Dodgers ist wirklich frustrierend und ich habe vor Spiel drei keine Ahnung, wie wir gegen unseren Angstgegner mal zu Potte kommen sollen. Zu allem Überfluss brauchen Tatis Jr. und Machado eine Pause, was die Hoffnung nicht gerade steigen lässt. Doch ein Leadoff-Homerun von Ha-Seong Kim hebt die Stimmung deutlich an und Jurickson Profar mit einem Single und Tyler O’Neill mit einem weiteren Homerun legen nach. Nach diesem 3:0-Inning ist endlich das Selbstvertrauen da, dass man auch die Dodgers schlagen kann. Nach 2.2 Innings und 5 erlaubten Runs wechseln die Dodgers ihren Starter David Price, doch es ist zu spät. Wir holen uns den hochverdienten und lang ersehnten Sieg gegen die Dodgers mit 7:2.

Der Bann ist gebrochen und ich hätte geradezu Lust, sofort noch ein oder zwei Spiele gegen die Dodgers dranzuhängen. Der Spielplan sieht aber erst mal einen Ruhetag vor und dann eine Serie gegen die Diamondbacks. Die Diamondbacks mögen in der Realität zurzeit ein desolates Bild abgeben, hier im Spiel sind sie jedoch ein ernstzunehmender Gegner. Mit einer Bilanz von 41-35 sitzen sie nur eineinhalb Spiele hinter meinen Padres und würden nach aktuellem Stand gemeinsam mit uns in die Wild-Card-Runde einziehen.

Spiel eins wartet auch gleich mit der Spannung eines Wild-Card-Spiels auf: Gegen den starken Corbin Martin gelingt meiner Offense so gut wie nichts, aber auch mein Starter MacKenzie Gore macht ein sehr gutes Spiel. Obwohl die Diamondbacks keinen „ordentlichen“ Run erzielen, gehen sie 3:0 in Führung – durch einen Error, einen Sacrifice Fly und während eines Double Plays. Erst im achten Inning schaffen wir es aufs Scoreboard, indem Tatis Jr. einen 3-Run-Homer zum Ausgleich schlägt. Zwei exzellente Bullpen-Leistungen tragen das Spiel bis ins 13. Inning, in welchem Arizona sich schließlich den 4:3-Sieg sichert – sogar mit einem ordentlichen Run durch ein Triple von Kole Calhoun und ein Single von Nick Ahmed gegen meinen Reliever Taylor Williams.

Nick Ahmed scheint mein Schicksal zu sein in dieser Serie. Der Shortstop der Diamondbacks ist normalerweise kein besonders starker Hitter, aber nach seinem entscheidenden RBI-Single vom Vortag drückt er auch Spiel zwei seinen Stempel auf. Sein 2-Run-Homerun gegen Ryan Helsley im achten Inning ist es, der aus einem knappen Spiel eine klare Angelegenheit macht – wir verlieren 4:7 und geben damit sowohl den zweiten Platz in der Division als auch den Wild-Card-Platz vorerst ab. Noch nicht genug schlechte Nachrichten? Kein Problem: Als ich zurück ins Büro komme, ist da eine E-Mail von der medizinischen Abteilung. Yu Darvish, mein bester, aber schon seit sechs Wochen verletzter Pitcher, hat im Aufbautraining einen Rückschlag erlitten und fällt zwei weitere Wochen aus.

Wir haben noch genau eine Gelegenheit, in dieser Woche nicht alles einzureißen, was wir uns mit den sieben Siegen in der letzten Woche aufgebaut haben. Ich entschließe, zu dem Zweck Blake Snell (3.24 ERA) gegen Zac Gallen starten zu lassen und Joe Musgrove (5.04 ERA) in der Rotation zu überspringen – der spielfreie Donnerstag gibt mir den Spielraum dafür. Snell pitcht nicht überragend – er lässt zwei Solo-Homeruns zu, zu denen ein unearned Run bei einem Error kommt –, aber gut genug, um uns im Spiel zu halten. Wieder mal schlägt Tatis Jr. im achten Inning einen Homerun zum 3:3-Ausgleich und es geht zum zweiten Mal in dieser Serie in die Extra-Innings. Im elften Inning fehlen uns Zentimeter zum Sieg: Wir haben zwei Runner in Scoring Position mit einem Out, Caratini schlägt den vermeintlichen Sac-Fly ins Rightfield, doch Machado wird an der Homeplate ausgeworfen. Der Held ist stattdessen kurz darauf Arizonas David Peralta, der als Leadoff im zwölften Inning das 4:3 erzielt, was auch der enttäuschende Endstand ist.

Der Rest der Liga 
Die American League ist zurzeit definitiv der spannendere Ligateil, denn in allen drei AL-Divisionen geht es an der Tabellenspitze deutlich enger zu als in allen drei Divisionen der NL. In Letzteren können die Atlanta Braves (46-31), die Chicago Cubs (48-30) und die Los Angeles Dodgers (48-30) schon nach knapp der Hälfte der Saison so langsam für die Playoffs planen. Die Arizona Diamondbacks (44-35) sind mit sechs Siegen am Stück – drei davon gegen meine Padres – das Team der Stunde und wären zurzeit im Wild-Card-Spiel der NL Gastgeber der Milwaukee Brewers (43-35). Erwähnenswert finde ich zwei in meinen Augen seltsame Neuverpflichtungen: Die Atlanta Braves haben heute bekannt gegeben, dass sie sich einen Deal mit den Washington Nationals drei Pospects kosten lassen, um im Gegenzug Reliever Brad Hand zu erhalten, der bislang eine 5.54 ERA-Saison pitcht. Noch fragwürdiger erscheint mir die Aktion der Dodgers, RP Roberto Osuna einen Einjahresvertrag über 12,6 Millionen Dollar zu geben. Osuna hatte zuletzt kein MLB-Team mehr gefunden und spielt seitdem in Mexiko. Dass er nochmal eine Chance bekommt, ist sicher nicht ausgeschlossen, aber ganz bestimmt nicht für so viel Geld.

Reality Check
Das war mal wieder eine Woche, in der meine Padres mit dem realen Vorbild nicht mal ansatzweise mithalten konnten. Vor allem gegen die Dodgers sehen die echten Padres regelmäßig sehr viel besser aus, dieses Mal haben sie sogar zum ersten Mal seit acht Jahren einen Sweep gegen L. A. eingefahren. Mit 2-1 gewannen die realen Padres auch die Serie gegen die Diamondbacks und stehen mit 47-33 nun vier Siege besser da als mein OOTP-Team. In der starken NL West reicht das zwar auch nicht zu mehr als Platz drei, aber ein Wild-Card-Platz wäre den echten Padres zurzeit sicher.

Juni 28th, 2021 by