OOTP Baseblog Padres: Week 13

Nach der miesen letzten Woche freue ich mich, dass es für meine OOTP-Franchise heute wieder gegen die Reds geht. Gegen die sahen wir in der vorletzten Woche schon gut aus und vielleicht sind sie genau der Aufbaugegner, den wir gerade brauchen.

28. Juni bis 4. Juli 2021
Tatsächlich läuft Spiel eins in der Offensive richtig gut, wir gehen im ersten Inning 3:0 in Führung und erhöhen im dritten auf 5:0. Leider kann mein Starter Joe Musgrove (wieder einmal, muss ich leider schreiben) nicht überzeugen und zwingt mich, ihn nach 4.1 Innings beim Stand von 5:5 vom Mound zu holen. Emilio Pagan beendet das Inning, aber nicht ohne zwei weitere Runs zuzulassen, von denen einer offiziell noch auf Musgroves Statistik-Konto geht. Ich hoffe auf eine Trotzreaktion und tatsächlich steht es wenige Pitches später 7:7 durch ein Double von Jurickson Profar und einen gewaltigen 478-Fuß-Homerun von Fernando Tatis Jr. Das war es dann aber leider auch schon mit guten Nachrichten – ein Solo-Homerun von Eugenio Suarez dreht das Spiel erneut zu Gunsten der Reds und bei unserem nächsten Comeback-Versuch verletzt sich auch noch Profar. Wir verlieren 7:8 und einen unserer besten Spieler.

Die Diagnose für Profar lässt dieses Mal nicht lange auf sich warten, am nächsten Morgen habe ich sie im Mail-Postfach: Muskelfaserriss im Oberschenkel, 6 Wochen Pause. Ich setze ihn auf die Verletztenliste und fülle den Rosterspot aus dem AAA-Team mit Outfielder Allen Cordoba, der somit seinen zweiten Schnupperkurs im MLB-Team bekommt.

Cordoba bekommt gegen die Reds auch gleich seinen ersten Einsatz. Er macht seine Sache gut, erzielt zwei Hits, aber ansonsten läuft das Spiel leider erneut schlecht für uns. Ein einziges schwaches Inning von Adrian Morejon reicht den Reds, um die zweite Partie der Serie mit 5:2 für sich zu entscheiden. Für Tatis Jr. endet in dem Spiel übrigens eine 4-Spiele-Homerun-Serie – was aber relativ egal ist, da wir alle diese Spiele ebenso verloren haben wie das heutige.

Zum Feiern ist in dieser Lage niemandem zumute, aber freut es mich, am 1. Juli zu lesen, dass Blake Snell zum NL-Pitcher des Monats Juni gekürt wurde. Er hat in dem Monat 6 Starts absolviert und dabei 38.0 Innings mit einem ERA von 2.13 gepitcht. Der Tag bringt noch eine weitere Neuigkeit: Die Signing-Periode für internationale Prospects ist eröffnet. Die 15- bis 17-Jährigen, die sich um einen Vertrag bewerben, helfen mir kurzfristig nicht weiter und Budget-Spielraum habe ich auch nicht; daher verzichte ich darauf, Angebote zu machen.

In Spiel drei tut uns der gegnerische Starter Wade Miley den Gefallen, die Strikezone nicht zu finden. 6 Walks gibt er allein in den ersten beiden Innings ab und hat großes Glück, dass wir das mehrmalige Laden der Bases nicht mit mehr als zwei Runs bestrafen. Die reichen aber schon aus als Grundlage für den 4:3-Sieg, den wir am Ende einfahren – getragen von hervorragendem Pitching durch MacKenzie Gore und unseren Bullpen, aus dem heute nur Pierce Johnson negativ heraussticht und es mit drei erlaubten Runs unnötig spannend macht. Immerhin, die Niederlagenserie ist gestoppt. Ein einziger Sieg in einer Serie gegen das schlechteste Team der Liga kann aber sicher nicht der Anspruch sein, den wir Padres an uns stellen.

Als nächstes geht es nach Philadelphia für eine Serie gegen die Phillies. Als erster Starter wartet Zack Wheeler auf uns, der mit 3.53 ERA eine gute, aber zum Glück nicht ganz so überragende Saison spielt wie in der Realität. Mein Starter Blake Snell geht mit starken 3.19 ERA in das Spiel, aber diese Zahl hat nicht lange Bestand, denn Snell gibt Back-to-Back-Homeruns an die ersten zwei Batter ab. Danach sieht es zwar eine Zeit lang so aus, dass Snell seinen Rhythmus findet, doch im fünften Inning entgleitet ihm das Spiel und ich muss ihn nach vier weiteren Runs eilig auswechseln. Für uns hat bis dahin nur Allen Cordoba einen Solo-Homerun beigesteuert. Der Youngster ist bislang eine positive Überraschung und wenigstens ein Lichtblick in der 3:6-Niederlage.

Meine Offense ist nicht wirklich am Klicken zurzeit, und das wird auch im zweiten Spiel gegen die Phillies nicht besser. Gerade mal zwei Runs bekommen wir zustande, was in dem Fall aber ausreicht, weil Dinelson Lamet und drei Reliever einen astreinen Shutout pitchen – übrigens den ersten für mein Team seit über zwei Monaten.

Vom Pitching her dürfte es gern so weiter gehen, allerdings ist im nächsten Spiel wieder Musgrove, mein schwächster Starter, dran. Ich nehme mir fest vor, ihn an der kurzen Leine zu halten und zur Not schon früh auszuwechseln. Zum Glück erweist sich das als gar nicht nötig, denn Musgrove wirft sechs starke Innings und lässt keinen Run zu. Na also, geht doch. Leider pitcht auch sein Gegenpart Zach Eflin sehr gut – meine schwächelnde Offense bringt gegen ihn sechs Innings lang gerade mal drei Basehits zustande, allesamt Infield-Hits. Eine kleine Erlösung bringt Ha-Seong Kim mit einem Leadoff-Homerun im siebten Inning. Doch die Freude währt nur kurz, denn die Phillies drehen postwendend das Spiel. Die beiden ersten Runs rechne ich eher zwei Abwehrfehlern zu als Reliever Taylor Williams, der 3-Run-Homerun von J. T. Realmuto zum 5:1 geht aber klar auf seine Kappe. Schade, am Ende war dieses eine schlechte Inning die Entscheidung – was natürlich nur die halbe Wahrheit ist, denn entscheidend war vor allem, dass mit meiner Offense wieder so gut wie gar nichts los war.

Wir beenden die Woche mit zwei Siegen und vier Niederlagen. Die Saisonbilanz von 45-41 ist noch positiv, aber von den Dodgers (52-32) trennen uns nun acht Spiele und von den Diamondbacks (50-36) auf Platz zwei auch schon drei. Wir können noch von Glück sagen, dass die Brewers (45-40) und die Cardinals (43-42) in den letzten Tagen im Gleichschritt mit uns geschwächelt haben und wir dadurch noch voll im Rennen um die zweite Wild Card sind.

Der Rest der Liga 
Die Tabelle hänge ich wie immer in der Bildergalerie zu diesem Artikel an. Neben dem Höhenflug der Diamondbacks (50-36 mit 9 Siegen aus den letzten 10) ist erwähnenswert, dass die White Sox (52-33), die Athletics (51-35) und die Braves (51-32) die Führungsrollen in ihren Divisionen ausgebaut haben. Richtig spannend ist es zurzeit nur in der AL East, wo die Yankees (49-35) und die Red Sox (49-36) fast Kopf an Kopf laufen.
Zum zweiten Mal hintereinander ist mir beim Blick auf die News der anderen Teams ein seltsamer Trade der Braves ins Auge gestochen: Nachdem sie letzte Woche schon drei Prospects für einen eher schwachen Reliever hergaben, ließen sie heute sogar vier – teilweise hochwertige – Prospects springen für Starting Pitcher Matthew Boyd, der für Detroit diese Saison einen wenig beeindruckenden ERA von 5.08 geworfen hat.

Reality Check
Den echten Padres erging es diese Woche nur unwesentlich besser als meinen. Sie gewannen drei von sechs Spielen, beendeten die Woche aber nach drei Niederlagen hintereinander immerhin mit einem überzeugenden 11:1 gegen die Phillies. Das war gleichzeitig ihr 50. Saisonsieg, mit einer Bilanz von 50-36 stehen sie nun insgesamt 5 Spiele besser da als mein OOTP-Team. In der Divison belegen die echten Padres genau wie meine nur Platz drei, doch den Wild-Card-Platz hätten sie zurzeit mit 5,5 Spielen vor den Reds sehr sicher.

Juli 5th, 2021 by