OOTP Baseblog Padres: Week 14

Mein Out-Of-The-Park-Team geht in die letzte Woche vor dem All-Star-Break. Ich muss zugeben, dass ich die Pause regelrecht herbeisehne, da uns in den letzten zwei Wochen doch ziemlich offensichtlich die Puste ausgegangen ist. Lieber würde ich natürlich etwas optimistischer in den Break gehen; dafür können wir in den sieben Spielen sorgen, die noch anstehen – vier davon gegen die Washington Nationals, drei gegen die Colorado Rockies.

5. bis 11. Juli 2021
Als Starter für Spiel eins war von den Nationals Julio Teheran angekündigt, den sie in meiner OOTP-Welt kurz vor Saisonbeginn von den Detroit Tigers ertradet haben. Tatsächlich steht dann aber Seth Romero als Opener eines Bullpen-Games auf dem Platz. Da haben sie mich kalt erwischt, denn Romero ist ein Linkshänder und ich habe mein Lineup eigentlich auf einen Rechtshänder wie Teheran ausgerichtet. Das ist ärgerlich, aber nur ein bisschen, denn erstens stellt OOTP automatisch mein Standard-Lineup gegen Linkshandpitcher auf und zweitens gehen wir schon im ersten Inning in Führung durch ein Triple von Tatis Jr. und das RBI-Single von Machado. Drittens werfen meine Pitcher sehr stark. Starter Adrian Morejon lässt in fünf Innings nur einen einzigen Hit zu – lustigerweise durch Washingtons Reliever Sterling Sharp. Wir haben zwar deutlich mehr Baserunner als die harmlosen Nationals, bringen aber keine weiteren Runs auf’s Board und so gewinnen wir dem Pitching sei dank mit 1:0.

Als Starting Pitcher für den nächsten Tag kündigen die Nationals erneut Julio Teheran an, der dieses Mal tatsächlich antritt. Davor steht aber noch ein Rostermove an, denn mein Stamm-Centerfielder Trent Grisham ist endlich wieder gesund. Rookie Allen Cordoba geht für ihn zurück ins AAA-Team – sein Aufenthalt im Big-League-Roster war ohnehin eher als Schnupperkurs vorgesehen und mit einer Batting-Line von .200/.238/.350 hat er sich nicht gerade unverzichtbar gemacht.

Das heutige Spiel gegen die Nationals muss ich zweimal absolvieren, denn leider stürzt mir OOTP direkt nach dem Ende der Partie ab, und ein Speicherstand liegt nur von vor Spielbeginn vor. So etwas ist immer ärgerlich, auch wenn es meinem Team in dem Fall zugute kommt – nicht nur, weil wir im ersten Anlauf 1:4 verlieren und im zweiten 3:2 gewinnen, sondern vor allem, weil sich vor dem Absturz mein Starter MacKenzie Gore verletzt hatte, der uns nun quietschfidel zum Sieg führt.

Blake Snell gegen Max Scherzer – Spiel drei gegen die Nationals ist das, welches ich mir als neutraler Beobachter am liebsten anschauen würde. Das Duell der Pitching-Asse geht klar an Snell, der in 6 Innings nur einen einzigen Hit zulässt, während Scherzer beim Stand von 4:0 für uns nach fünf Innings die Segel streicht. Da auch meine Reliever Emilio Pagan und Ryan Helsley eine blitzsaubere Leistung bringen, während unsere Offense endlich mal in Schwung ist und in jedem Inning Runs nachlegt, gewinnen wir auch in der Höhe verdient mit 9:0.

Unser starker Lauf setzt sich im vierten Spiel der Serie nahtlos fort: Dinelson Lamet liefert 6 Shutout-Innings mit 11 Strikeouts, und der Bullpen lässt nichts anbrennen, ohne dass ich meine Top-Reliever überhaupt zum Einsatz bringen muss. Die offensiven Highlights beim 5:1-Sieg sind Homeruns von Catcher Austin Nola und Pinch Hitter Manny Machado.

In der letzten Serie vor dem All-Star-Break geht es gegen die Rockies. Obwohl ich im ersten Spiel meinen etwas erschöpfen Superstar Fernando Tatis Jr. pausieren lasse und mein schwächster Pitcher Joe Musgrove auf dem Mound steht, haben wir keine Probleme. Musgrove liefert sechs solide, scorelose Innings, die Offense klickt unter anderem mit Homeruns von Machado, Grisham und Myers; wir gewinnen locker-lässig mit 11:2.

Hoffentlich haben wir damit unser Pulver nicht auf einmal verschossen, denke ich vor dem nächsten Spiel, doch die Sorge ist völlig unbegründet. Auch gegen German Marquez hitten und scoren wir vom ersten Inning an. Unser Starter Adrian Morejon bekommt zwar im vierten Inning Probleme und lässt zu, dass die Rockies das Spiel kurzzeitig auf 3:4 drehen. Doch dank eines ausgeruhten Bullpens und zweier Homeruns von Tyler O’Neill haben wir die Partie bald wieder im Griff und siegen 10:4.

Nur ein Spiel trennt uns noch vom All-Star-Break. Vorher gibt es aber am heutigen Sonntag, dem 11. Juli, noch zwei wichtige Ereignisse. Zum einen werden die Kader der All-Star-Teams bekannt gegeben, übrigens eine Woche später als in der echten MLB. Ich stelle erfreut fest, dass vier meiner Jungs es in die Auswahl geschafft haben: SP Yu Darvish, 2B Ha-Seong Kim, 3B Manny Machado und natürlich SS Fernando Tatis Jr. sind dabei. Tatis Jr. hat im Fan-Voting mit über 5 Millionen Stimmen das mit Abstand beste Ergebnis aller MLB-Spieler eingefahren.

Das andere wichtige Ereignis ist die Draft der Nachwuchsspieler. Die steht für mich zwar nicht gerade im Mittelpunkt, da ich mit den Padres ohnehin nur diese eine Saison spielen möchte, aber aus Spaß an der Sache mache ich trotzdem mit. Etwas verwunderlich finde ich, dass die Draft-Reihenfolge in OOTP nicht ganz der in der Realität entspricht. Erstens wurde die Strafe gegen die Astros wegen des Sign-Stealing-Skandals im Spiel offenbar nicht umgesetzt, sodass Houston seinen von der Liga aberkannten Erstrundenpick ganz normal wahrnehmen kann. Zweitens, und das wundert mich noch mehr, picken die Baltimore Orioles statt an Position 5 erst an #28. Irgendeinen Grund dafür, vielleicht ein Spielereignis, wird es geben, aber ich finde ihn nicht.

Als First Overall sichern sich die Pirates RHP Kumar Rocker von Vanderbilt, gefolgt von den Rangers mit SS Jordan Lawlar aus der Dallas Jesuit High School. Den kompletten Verlauf der ersten Runde könnt ihr unten in einem Screenshot sehen. Ich bin mit den Padres an #27 dran und wähle RHP Ty Madden von der University of Texas. In der zweiten Runde kommt Louisiana State RHP Jaden Hill dazu. Insgesamt läuft die Draft über 30 Runden, wobei ich zugeben muss, dass ich nur in den ersten drei, vier Runden etwas ausführlicher recherchiere und mich dann mehr und mehr auf die Vorschläge meines Chefscouts verlasse. Mit meinen beiden ersten Picks werde ich während der nächsten Tage noch Verhandlungen führen müssen, da sie eine höhere Bonuszahlung fordern als den für ihre Draftposition vorgesehenen Standardwert.

Jetzt aber endlich zum letzten Spiel vor der Pause. Es geht noch einmal gegen die Rockies, die mit SP Jon Gray ins Rennen gehen. Gray macht seine Sache gut und verhindert ein drittes Offensiv-Feuerwerk, aber mein Starter MacKenzie Gore und der Bullpen machen ihre Sache noch besser. Ein 2-RBI-Double von Kim und ein Solo-Homerun von Caratini reichen für uns zum 3:1-Erfolg und damit zur perfekten 7-Siege-Woche – zumindest, wenn wir über das abgestürzte Spiel den Mantel des Schweigens breiten. 😉

So schnell dreht sich die Stimmung: Am Anfang der Woche sehnte ich den All-Star-Break noch herbei, jetzt hingegen würde ich mit dem neu gefundenen Schwung direkt weitermachen. Aber was soll’s, so kann ich wenigstens den angenehmen Blick auf die Tabelle für einige Tage festhalten: Gerade rechtzeitig zur Pause haben wir nämlich mit unserer 52-41-Bilanz den zweiten Platz in der Division und gleichzeitig den ersten Wild-Card-Platz von den Diamondbacks (51-41) zurückerobert. 

Der Rest der Liga 
Die Los Angeles Dodgers (58-33) sind zum All-Star-Break nach wie vor das Maß der Dinge in der MLB. Allerdings kristallisiert sich auch in allen anderen Divisionen immer klarer ein eindeutiges Favoritenteam heraus. Die Tabelle ist unten in der Galerie zu sehen.
Zum Running Gag dieser Saison werden allmählich die komischen Pitcher-Trades der Braves. Schon die Verpflichtung von RP Brad Hand in der letzten und die von SP Matthew Boyd in der letzten Woche fand ich seltsam. Diese Woche haben die Braves erneut mit den Nationals getradet und ihnen ein Paket von Prospects für den 36-jährigen Reliever Will Harris geschickt. Harris pitcht dieses Jahr bisher einen ERA von 5.91 und erscheint vor diesem Hintergrund in dem Trade völlig überbezahlt.

Reality Check
Die echten Padres hatten eine weniger gute Woche. Gegen die Nationals war für sie nur ein 2-2-Split drin, darunter eine deftige 5:15-Klatsche, aber auch ein tolles Comeback zu einem 9:8-Sieg nach 0:8-Rückstand. Die Serie gegen die Rockies wurde mit 1-2 verloren. In Summe haben die virtuellen und die echten Padres zum All-Star-Break fast eine Punktlandung hingelegt: Mit einer Bilanz von 53-40 steht das reale Team einen einzigen Sieg besser da als meines; in beiden Parallelwelten wären die Padres über einen Wild-Card-Platz in den Playoffs.
In der Draft haben sich die echten Padres an #27 Shortstop Jackson Merrill von der Severna Park High School gesichert. Mein Erstrundenpick Ty Madden ging in der Realität als #32 an die Detroit Tigers.

 

Juli 12th, 2021 by