OOTP Baseblog Padres: Week 2

Am 12. April 2021 stehen die San Diego Padres bei 7-3. Für die Serie gegen die Pirates haben wir uns einiges vorgenommen, doch zu Beginn gibt es erstmal einen Schock: Manny Machado verletzt sich beim Baserunning während eines Doubles im ersten Inning und muss ausgewechselt werden. Zum Glück ist die Prognose, dass er nur wenige Tage mit Rückenschmerzen ausfällt. Das Spiel selbst setzt leider den Negativtrend der letzten Tage fort: Egal, wen ich zurzeit auf den Mound schicke, er wird verhauen. Mit 6 Runs aus 14 Hits der Pirates kommen Blake Snell und der Bullpen noch geradezu glimpflich davon. Die eigene Offense bringt es lediglich auf einen Ehrentreffer per Solo-Homerun durch Jurickson Profar.

Profar übernimmt für die nächsten Tage den Platz von Machado im Lineup. Mal sehen, ob er sich für eine Dauerrolle empfiehlt, denn den Dauerslump von Ha-Seong Kim werde ich mir nicht mehr lange anschauen. In der Realität hätte ich Kim wohl längst gegen Jake Cronenworth getauscht, aber in OOTP ist Kims Rating einfach deutlich besser als das von Cronenworth, deshalb schrecke ich vor dem Wechsel zurück.

Die Hoffnung, dass Dinelson Lamet als Spiel-2-Starter den Wellenbrecherlockdown durchsetzen kann, ist schnell dahin: Schon im ersten Inning kassiert er zwei Homeruns. Das weckt wenigstens meine Offense auf, die nach mehreren Spielen im Tiefschlaf endlich wieder zu produzieren beginnt. Im zweiten Inning gleichen wir auf 2:2 aus, im fünften bringt Profar uns per 2-RBI-Double 4:2 in Führung, nachdem die Pirates den Fehler gemacht haben, Tatis Jr. intentional zu walken. Da Setup-Man Pierce Johnson im achten Inning den Homerun zum Ausgleich zulässt, gehen wir mit 4:4 in die Extras. Dort bringt uns Wil Myers dank eines Errors des Catchers in Führung, Kim legt einen 2-Run-Homerun nach und Adrian Morejon hält die Führung mit drei Strikeouts fest.

Die Rückenschmerzen von Machado scheinen ansteckend zu sein, denn in Spiel drei gegen die Pirates muss Starter Darvish im zweiten Inning mit demselben Problem ausgewechselt werden. Dank eines heute hervorragenden Bullpens und gerade genug Offense in Form von zwei Solo-Homeruns durch Fernando Tatis Jr. gewinnen wir 2:1.

Das Verletzungspech in der Pirates-Serie bleibt mir auch im vierten Spiel treu: Joe Musgrove, das bisherige Sorgenkind meiner Rotation, pitcht endlich eine solide Partie – und muss im fünften Inning verletzt ausgewechselt werden. Zum Glück gelingt uns direkt danach eine offensive Explosion – zwei Singles, zwei Doubles, ein Triple und ein Error erhöhen unsere Führung von 2:1 auf 7:1 und nehmen damit den Druck von den Relievern, die in den letzten Tagen viel zu tun hatten. Dass Keone Kela zwei Runs per Homerun und Wild Pitch erlaubt, stecken wir locker weg und bringen das Spiel 7:4 nach Hause.

Das Fazit nach der Pittsburgh-Serie fällt zwiespältig aus: Aus einem schwachen Start haben wir noch ein 3-1 gemacht, aber auch mit mehreren Verletzungen dafür bezahlt. Wenigstens sind Machado und Darvish nur angeschlagen und in ein paar Tagen wieder voll einsatzbereit, aber Musgrove wird uns drei Wochen lang fehlen. Ich muss somit am Kader basteln, auch weil sich der seit Saisonbeginn verletzte Catcher Austin Nola sowie Pitcher Matt Strahm wieder einsatzbereit melden. Ich setze Musgrove auf die 15-Day-IL, hole dafür Strahm als Reliever ins Team und befördere Morejon in die Rotation. Für Nola muss ich einen meiner anderen Catcher in die Minors schicken. Die Entscheidung ist einfach, denn Victor Caratini hat bisher deutlich bessere Leistungen gebracht als Luis Campusano, dem es mit seinen 22 Jahren gut tun wird, noch ein bisschen Praxis in der Farm zu sammeln.

Neu formiert gehen wir in die erste Instanz des NL-West-Gipfeltreffens mit den Los Angeles Dodgers. Die erste Partie ist ein hochklassiges Pitcherduell zwischen Luis Urias und Chris Paddack: In den ersten fünf Innings gibt es nur zwei Hits, beide von Mookie Betts, aber ohne zählbare Auswirkung. Auch mein einziger Baserunner – Wil Myers per Walk – wird gestrandet. Im sechsten und siebten Inning bringen die Dodgers Runs auf die Anzeigetafel, während Urias immer noch einen No-Hitter laufen hat. Zum Glück ersetzen sie Urias zum achten Inning durch Dustin May. Gegen ihn sorgt Wil Myers als Leadoff wenigstens für die kleine Erlösung in Form des ersten Hits. Er stiehlt danach die zweite Base und scort bei einem Double von O’Neill, aber mehr ist leider nicht drin – wir verlieren 1:2.

Auch das zweite Spiel gegen die Dodgers ist sehr pitchinglastig. Erst im vierten Inning lässt Blake Snell den ersten Hit des Spiels zu, der bringt aber auch gleich das 1:0 nach Hause – ein Triple von Bellinger nach einem Walk von Betts. Mit meiner Offense ist weiterhin nicht viel los. Drei vereinzelte Hits schaffen wir gegen David Price, wir unterliegen 0:3.

Wird nun ausgerechnet mein Ersatzstarter Morejon gegen das Ass Walker Buehler die Wende bringen? Die Dodgers gehen im zweiten Inning dank eines Throwing Errors meines Centerfielders Trent Grisham in Führung, aber Morejon kämpft an allen Fronten: Seine erste Plate Appearance ist ein Groundball durch die Mitte zum 2-RBI-Single, er holt sich selbst die Führung. Leider hat er damit sein Pulver schon verschossen – in den nächsten beiden Innings erlaubt er haufenweise Hits und Walks, die Dodgers ziehen davon auf 8:2 und zwingen mich, früh in den Bullpen zu gehen. Das müssen die Dodgers übrigens auch, denn Buehler scheidet im dritten Innning verletzt aus. Die Reliever richten nicht mehr viel Schaden an, die Batter aber leider auch nicht – Endstand 9:3.

Speziell, was unser Hitting angeht, war das eine absolut trostlose Serie gegen die Dodgers. Meine Offense, die vor einer Woche noch die Liga in Batting-WAR anführte, ist ins graue Mittelmaß abgerutscht. Das Team insgesamt ist in den Powerrankings von Rang 7 auf 11 herabgestuft worden. Ich will nicht schwarz malen, denn es sind erst gut 10% der Saison gespielt und wir stehen mit 10-7 immer noch auf einem Wildcard-Platz. Aber mit der aktuellen Leistungskurve kann ich ganz und gar nicht zufrieden sein. Positiv hervorzuheben ist allein der Bullpen, der mit 1.85 ERA immer noch der beste der Liga ist. Leider musste ich ihn in letzter Zeit aber auch sehr stark beanspruchen, sodass Ermüdung langsam zum Thema wird.

Der Rest der Liga 
Mit je 12 Siegen dominieren die Yankees und die Dodgers die MLB. Das Team der Stunde sind die Indians, die gegen die White Sox und die Reds gerade fünf Spiele am Stück gewonnen haben. Mein nächster Gegner, die Milwaukee Brewers, haben sich nach ihrem Katastrophenstart etwas erholt, indem sie zwei Spiele gegen die Pirates gewannen und jetzt bei 4-11 stehen. Der überragende Spieler der Liga mit 11 Homeruns und 27 RBI ist übrigens Luke Voit, der für die Yankees in der Realität verletzungsbedingt noch gar nicht zum Einsatz kam.

Reality Check
Langsam wird es unheimlich: Zum dritten Mal in dieser Saison vergleiche ich das Abschneiden meines OOTP-Teams mit dem der echten Padres und zum dritten Mal weisen sie in beiden Welten exakt die gleiche Bilanz auf. Bei 10-7 stehen sie hier wie dort. Bei mir reicht das noch für den zweiten Platz der NL West, im echten Leben haben sich die San Francisco Giants (9-6) zurzeit zwischen die Dodgers und die Padres geschoben.

                 

April 19th, 2021 by