OOTP Baseblog Padres: Week 9

Mein Ritt durch die virtuelle MLB-Saison in der hervorragenden Manager-Simulation Out Of The Park Baseball geht weiter. Nächster Halt für meine Padres ist Wrigley Field.

Die Cubs bieten im ersten Spiel den 22-Jährigen Brailyn Marquez auf – ein Top-Prospect, das in der Wirklichkeit auf dem Weg in die Big Leagues kürzlich durch eine Covid-19-Erkrankung ausgebremst wurde. Gegen mein Team sieht er wenig Land. Wir führen nach vier Innings 5:0, während unser Starter Joe Musgrove noch keinen einzigen Hit erlaubt hat. Der erste, den er im fünften Inning zulässt, ist gleich ein Homerun von Joc Pederson. Musgrove macht den einzigen Fleck auf seiner weißer Weste persönlich wieder gut, indem er gleich darauf selbst einen Hit und in der Folge einen Run erzielt. Bedauerlicherweise verletzt er sich beim Slide auf Home und muss ausgewechselt werden. Wie ich nach dem Spiel erfahre, ist es nur eine leichte Schulterprellung, sodass die Freude über den 8:4-Sieg ungetrübt ist. On top gibt es noch die Nachricht, dass Fernando Tatis Jr. zum Batter of the Month ernannt wurde. Alles andere wäre angesichts seiner Batting-Line von .417/.504/.777 im Mai aber auch wirklich eine Überraschung gewesen.

Mein Starter Blake Snell dominiert in Spiel 2. Er geht über 8 Innings, lässt nur einen Run zu und striket 11 Batter aus. Das bringt uns einen 3:1-Sieg, aber es gibt auch schlechte Nachrichten: Mein Centerfielder Trent Grisham wird im zweiten Inning von Cubs-Pitcher Trevor Williams abgeworfen und muss ausgewechselt werden. Während ich noch auf seine Diagnose warte, informiert mich die medizinische Abteilung obendrein, dass die Genesung von Yu Darvish sich verzögert und mit ihm erst in vier Wochen wieder zu rechnen ist.

Auch Adrian Morejon liefert in Spiel drei gegen die Cubs Top-Pitching ab, lässt in 6 Innings nur einen Hit und keinen Run zu. Seine Ablösung Mark Melancon erlaubt im siebten Inning einen Homerun von Willson Contreras, der zu dem Zeitpunkt die Führung für die Cubs bedeutet. Unsere eigenen Bats bleiben still bis ins neunte Inning, aber dann platzt gegen Closer Craig Kimbrel der Knoten und plötzlich führen wir 5:1. Leider hält die Freude über das gedrehte Spiel nur kurz an, denn meinen Relievern Austin Adams und Taylor Williams ergeht es nicht besser als Kimbrel. Ein Walkoff-Hit von Anthony Rizzo besiegelt, dass wir dieses verrückte Spiel 5:6 verlieren.

Die Niederlage bleibt nicht die einzige schlechte Nachricht des Tages, denn ich erfahre auch, dass Grisham sich bei dem gestrigen Hit by Pitch das Handgelenk gebrochen hat und fünf Wochen ausfällt. Ich setze ihn auf die Verletztenliste und hole als Vertretung CF Allen Cordoba aus meinem Triple-A-Team. Ich habe allerdings nicht vor, Cordoba oft einzusetzen. Stattdessen verschiebe ich meine Allzweckwaffe Jurickson Profar ins Centerfield und ermögliche damit mehr Spielzeit für OF Tyler O’Neill und IF Ha-Seong Kim, die nach schwierigem Start beide in letzter Zeit zu einer guten Form gefunden haben.

Zurück in San Diego steht mir ein besonderer Moment bevor: Zum ersten Mal, seit ich OOTP spiele, trete ich gegen mein Real-Life-Lieblingsteam, die New York Mets, an. Bisher hatte ich immer, wenn ich als OOTP-Manager in der MLB unterwegs war, selbst die Mets gemanagt. Mit einem inzwischen positiven Record von 28-27, der sich aus einem massiven Fehlstart in die Saison und einer furiosen Aufholjagd zusammensetzt, und mit Marcus Stroman als Starter, versprechen sie ein harter Brocken zu werden. Doch die Angst erweist sich, zumindest im ersten Spiel, als unbegründet. Pete Alonso erzielt für die Mets zwar den ersten Hit und den ersten Run im Spiel, aber dann kommen wir gewaltig ins Rollen und gewinnen souverän mit 12:3, unter anderem mit Homeruns von Tatis Jr., Profar und Wil Myers.

Vor Spiel zwei greifen die Mets in die Trickkiste: LHP Thomas Szapucki ist als Starter angekündigt, dementsprechend richte ich mein Lineup auf einen Linkshänder aus. Auf dem Mound steht dann aber zu Spielbeginn plötzlich RHP Taijuan Walker. Auch heute scoren die Mets zuerst, auch heute gleichen wir schnell aus. Dieses Mal bleiben die New Yorker dran und liefern uns in den ersten Innings einen spannenden Fight, unter anderem mit einem Homerun von – Yoenis Cespedes?! Wo kommt der denn her? Wie auch immer, unser Moment kommt dieses Mal im vierten Inning, in dem wir Walker 5 Runs einschenken und die Basis zum 7:3-Sieg legen.

Auch in Spiel drei warten die Mets mit einer Überraschung auf: Noah Syndergaard ist zurück! Nach über eineinhalb Jahren Verletzungspause gibt er sein Comeback ausgerechnet gegen mein Team. Ich wünschte, das wäre in der Realität genauso, doch da werden wir nach einem Rückschlag im Aufbautraining noch bis mindestens August auf Syndergaard warten müssen. Gegen mich hat er einen Einstand nach Maß: Zuerst besorgt er drei schnelle Outs im unteren ersten Inning, dann kommt er im oberen zweiten selbst an den Schlag und haut prompt einen 3-Run-Homerun. Vier Innings sehen wir kaum einen Stich gegen Syndergaard, aber im fünften geht dem Rückkehrer die Puste aus. Mit zwei Singles, zwei Doubles und einem 2-Run-Pinch-Hit-Homerun von Tatis Jr. drehen wir das Spiel in eine 5:4-Führung und beenden Noahs Arbeitstag. Leider erreicht unser sonst so starker Bullpen heute nicht das gewohnte Niveau. Austin Adams und Mark Melancon geben das Spiel aus der Hand, wir verlieren 5:10.

Was für eine aufregende Serie, und sie hat noch ein viertes Spiel. Vor selbigem meldet sich bei mir Reliever Keone Kela zurück aus der sechswöchigen Verletzungspause. Frisches Blut für den Bullpen kommt mir gerade Recht. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn die Kandidaten, von denen ich gern einen zugunsten von Kela in die Minor League zurückstufen würde, haben allesamt keine Options mehr; ich will sie aber auch nicht gleich entlassen. Letztlich entscheide ich, vorerst einen Rosterspot mehr für den Bullpen zu nutzen und dafür den MLB-Schnupperkurs von Centerfielder Allen Cordoba zu beenden.

Zum zweiten Mal in dieser Serie ist Szapucki als Starter angekündigt und dieses Mal geht es wirklich gegen den Linkshänder. Der macht ein gutes Spiel, aber mein Starter Blake Snell macht ein besseres. In 6 Innings lässt er nur drei Hits und keinen Run zu. Zudem ist der Bullpen dieses Mal auf dem Posten, unter anderem wirft Keone Kela bei seinem Comeback ein perfektes Inning. 3:1 ist das Endergebnis sowohl dieses Spiels als auch der Serie gegen die Mets.

Fünf Siege aus sieben Spielen, das war endlich mal wieder eine gute Woche. In der Division haben wir Platz zwei hinter den Dodgers gesichert und den Abstand auf selbige verkleinert, im Wild-Card-Rennen haben wir nun zwei Siege Vorsprung vor den Brewers. Als Sahnehäubchen gibt es noch ein Statistik-Achievement: Ha-Seong Kim hat eine Streak von 13 Spielen mit jeweils mindestens einem Run hinter sich, dafür gibt es ein silbernes Abzeichen von OOTP.

Der Rest der Liga 
Die größte Überraschung der Woche, auch im Vergleich mit der Realität, dürften wohl die Entwicklungen in der AL East sein. Die New York Yankees (39-21) befinden sich auf einer Serie von bislang neun Siegen hintereinander, sieben davon in Form von Sweeps gegen die direkten Konkurrenten Boston Red Sox (34-26) und Tampa Bay Rays (25-36). Die Yankees haben damit die Red Sox als stärkstes Team der AL abgelöst, die Rays sind auf den letzten Platz der Division abgerutscht. In der NL haben inzwischen die Atlanta Braves (37-21) die beste Bilanz auf dem Konto – ehrlich erarbeitet durch drei Siege im direkten Duell mit den Los Angeles Dodgers (37-22), wofür ich aus Padres-Sicht den Braves aufrichtig dankbar bin.

Reality Check
Nach einigen Wochen, in denen die Real-Life-Padres kaum zu übertreffen waren, waren diese Woche zur Abwechslung mal wieder meine Padres besser als die echten. Letztere ließen sich von den Cubs sweepen und gegen die Mets war für sie nicht mehr drin als eine 2-2-Punkteteilung. Dennoch stehen die echten Padres mit 36-25 immer noch besser da als meine mit 34-27. Die Konsequenz wäre zurzeit dieselbe: Beide Inkarnationen der Padres bekämen nach aktuellem Stand einen Wild-Card-Platz in den Playoffs.

Juni 7th, 2021 by