Saison-Vorschau 2017: #16 Detroit Tigers

Die Tigers sind neben den Kansas City Royals das zweite Team der AL Central, das seinen Zenit wohl überschritten hat, aber bislang weitgehend in Untätigkeit verharrt. Genau wie bei den Royals gehe ich auch bei den Tigers davon aus, dass man zumindest bis zur Trade-Deadline Ende Juli probieren möchte, ob angesichts der schwachen Divisionskonkurrenz hinter den Indians ein Angriff auf die Wild Card und somit ein letztes Aufbäumen der aktuellen Tigers-Generation möglich ist. Danach, also je nach Erfolg des Vorhabens entweder zur Trade-Deadline oder in der nächsten Offseason, steht ein größerer Neuaufbau des zu alt und zu teuer gewordenen Teams an. Justin Verlander, Miguel Cabrera und Ian Kinsler wären wohl die aussichtsreichsten Kandidaten auf Trades, die das dringend benötigte frische Blut in Form von Talenten einbringen könnten. Solange sie noch da sind und gesund bleiben, können diese drei gemeinsam mit ein paar weiteren Veteranen (Justin Upton, J. D. Martinez) und den wenigen Jungstars wie SP Michael Fulmer (Rookie of the Year 2016) und SS Jose Iglesias wahrscheinlich ein Wörtchen um die Playoffteilnahme mitreden. Meine Prognose ist allerdings, dass sie diese verpassen, weil die Wild-Card-Konkurrenz aus der AL East und der AL West zu stark ist.

Voraussichtliches Lineup
C James McCann
1B Miguel Cabrera
2B Ian Kinsler
SS Jose Iglesias
3B Nick Castellanos
LF Justin Upton
CF Tyler Collins
RF J. D. Martinez
DH Victor Martinez

Voraussichtliche Rotation
SP Justin Verlander
SP Jordan Zimmermann
SP Michael Fulmer
SP Daniel Norris
SP Anibal Sanchez
Closer Francisco Rodriguez

Wichtigster Zugang
C Alex Avila (Chicago White Sox)

Wichtigster Abgang
OF Cameron Maybin (Los Angeles Angels)

Bestes Prospect
SP Matt Manning

Größte Stärke
Miguel Cabrera: Der Slugger wird in einem Monat 34, kann aber immer noch ein Lineup tragen und bei Bedarf wohl noch gut getradet werden – allerdings nur zu einem Team, das in der Lage ist, seinen bis 2023 laufenden Vertrag über rund 30 Millionen Dollar pro Jahr zu übernehmen.

Größte Schwäche
Die fehlende Richtung: Der Ansatz, den die Tigers in dieser Offseason verfolgen, ist in jeder Hinsicht halbherzig. Solange man sich weder verstärkt, um ernsthaft oben mitzuspielen, noch sich klar zum Neuaufbau bekennt, sieht es schwer nach einem verschenkten Jahr aus.

Spannendste Frage
Wie geht es weiter nach dem Tod von Owner Mike Ilitch? Ilitch, der neben den Tigers auch den NHL-Club Detroit Red Wings besaß, ist am 10. Februar im Alter von 87 Jahren gestorben. Spekulationen, dass der Verein verkauft werden könnte, scheinen sich aber nicht zu bewahrheiten. Sein Sohn Chris Ilitch hat die Geschäfte übernommen und macht bisher keine Anstalten, sich von der auf einen Wert von 1,15 Milliarden Dollar bezifferten Franchise trennen zu wollen.

Prognose
Platz 2 in der AL Central (keine Wild Card)

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März 16th, 2017 by