Saison-Vorschau 2019: #21 Arizona Diamondbacks

Dies ist die zehnte Preview meiner diesjährigen Artikelserie und ich sehe an dieser Stelle einen gewissen Einschnitt: Die bisher vorgestellten Teams sind in meinen Augen die hoffnungslosen Fälle, was die Saison 2019 betrifft. Die Arizona Diamondbacks sind die erste Mannschaft, der ich zutraue, im besten Fall um die Teilnahme an den Playoffs mitzuspielen. Dass ihnen das tatsächlich gelingt, halte ich gleichwohl für relativ unwahrscheinlich. Im Jahr eins nach Paul Goldschmidt und Patrick Corbin dürfte es schwer sein, den Anschluss in einer Division zu halten, in der die Dodgers und die Rockies nicht schlechter geworden und die Padres vermutlich im Kommen sind. Letztes Jahr hielten die Diamondbacks sich lange im Rennen, bevor sie im Endspurt einbrachen und die Playoffs letztlich klar verpassten. Da waren allerdings noch Goldschmidt, Corbin und A. J. Pollock an Bord. Gleichwertiger Ersatz wurde nicht geholt, sodass die finanziell notorisch klammen Diamondbacks wieder mal gezwungen sind, sich über die Entwicklung junger Spieler neu zu formieren. Das läuft nicht zwangsläufig auf ein volles Rebuilding hinaus, denn sowohl der MLB-Kader als auch die Farm bieten genug Anknüpfungspunkte, um den Erneuerungsprozess möglicherweise innerhalb von ein, zwei Jahren zu vollziehen. Die sportliche Leitung um General Manager Mike Hazen und Field Manager Torey Lovullo hat bereits 2017 in ihrer ersten gemeinsamen Saison unter Beweis gestellt, dass sie es drauf hat, mit begrenzten Mitteln und in überraschend kurzer Zeit ein erfolgreiches Team aufzubauen.

Voraussichtliches Lineup
C Alex Avila
1B Jake Lamb
2B Wilmer Flores
SS Nick Ahmed
3B Eduardo Escobar
LF David Peralta
CF Ketel Marte
RF Steven Souza Jr.

Voraussichtliche Rotation
RHP Zack Greinke
LHP Robbie Ray
RHP Zack Godley
RHP Luke Weaver
RHP Matt Andriese
Key Reliever: Greg Holland

Wichtigster Zugang
RHP Luke Weaver (St. Louis Cardinals)

Wichtigster Abgang
1B Paul Goldschmidt (St. Louis Cardinals)

Bestes Prospect
SS Jazz Chisholm

Größte Stärke
Starting Pitching: Auch nach dem Abgang von Patrick Corbin steht mit Zack Greinke, Robbie Ray und Zack Godley eine starke Top-3 an der Spitze der Rotation. Dahinter ist es aktuell noch etwas dünn, doch in Jon Duplantier, Taylor Widener und Taylor Clarke kommen einige fast MLB-bereite Jungpitcher nach.

Größte Schwäche
Centerfield: Für A. J. Pollock wurde kein externer Nachfolger verpflichtet und intern ist nur Jarrod Dyson da – ein guter Feldspieler, der mit dem Schläger ungefähr gar nichts trifft. Ein Ausweg könnte das Experiment sein, den athletischen Infielder Marte ins zentrale Outfield zu verschieben.

Spannendste Frage
Wie wirkt sich der neue Bodenbelag aus? In Chase Field wird gerade ein neuer Kunstrasen verlegt. Das dürfte zu einer deutlichen Veränderung führen, denn bisher galt das Infield im heißen und trockenen Klima Arizonas immer als eines der schnellsten der Liga. Kunstrasen ist in der Regel langsamer und erlaubt den Infieldern mehr Plays. Möglicherweise ist das für die defensivstarken Diamondbacks eher ein Nachteil, denn bisher hatten sie den gegnerischen Mannschaften voraus, dass sie im Gegensatz zu diesen an das schnelle Infield gewöhnt waren.

Prognose
Platz 4 in der NL West

Hier geht’s zum Power-Ranking mit allen bisher erschienenen Previews.

März 6th, 2019 by