März 25th, 2021 by Silversurger

Um ein Haar hätten die Kanzlerin und die Ministerpräsidenten den Opening Day der MLB zum bundesweiten Feiertag gemacht. Hat leider nicht geklappt, aber ich fiebere trotzdem weiterhin dem 1. April entgegen. Aktuell laufen noch die letzten Tage des Spring Trainings. Bei den Neuigkeiten der Woche handelt es sich leider überwiegend um Verletzungsmeldungen, aber ein paar Vertragsverlängerungen und eine interessante Ankündigung der Ligaleitung sind auch dabei. 

MLB will gegen manipulierte Bälle vorgehen
In einer Memo an alle 30 Klubs hat die Liga angekündigt, in diesem Jahr verstärkt gegen die Behandlung von Spielbällen durch Fremdsubstanzen durchgreifen zu wollen. Das Zeitalter des Spit-Balls liegt zwar weit hinter uns, aber es ist kein großes Geheimnis, dass auch heute noch viele Pitcher die Bälle „bearbeiten“, beispielsweise mit Kiefernteer. Das klebrige Kiefernteer darf mit gewissen Einschränkungen von Battern verwendet werden, um einen besseren Griff am Schläger zu haben. Am Ball und in den Händen von Pitchern ist es verboten. Um Verstößen künftig häufiger auf die Schliche zu kommen, sollen nicht nur stichprobenartig Bälle kontrolliert werden, sondern es sollen auch statistische Auffälligkeiten untersucht werden wie zum Beispiel drastische Sprünge bei der Rotationsrate einzelner Pitcher. Die Ankündigung der MLB enthält die Androhung von Strafen sowohl gegen die Pitcher als auch gegen Klubpersonal, das die Manipulationen unterstützt. Welche Art und welches Ausmaß diese Strafen haben sollen, lässt die Liga bislang offen.

Yates fällt lange aus
Die Toronto Blue Jays müssen dieses Jahr ohne den frisch verpflichteten Kirby Yates auskommen: Der ursprünglich für die Closer-Rolle vorgesehene Reliever benötigt eine Tommy-John-Surgery. Zweifel an der Gesundheit seines Ellenbogens bestanden wohl schon länger: Die Atlanta Braves hatten in der Offseason ein Vertragsangebot nach der medizinischen Untersuchung zurückgezogen, und auch die Blue Jays reduzierten ihr Angebot wegen des Risikos von 8,5 Millionen Dollar auf 5,5 Millionen. Nun ist es traurige Gewissheit, dass Yates bis in die nächste Saison und damit über die Vertragslaufzeit hinaus ausfällt. Wer an seiner Stelle als Closer fungieren wird, ist unklar. Jordan Romano, David Phelps, Rafael Dolis und Tyler Chatwood dürften die wahrscheinlichsten Kandidaten für Save-Gelegenheiten der Blue Jays sein.

Noch mehr Verletzungen
Neben Yates haben eine ganze Reihe weiterer MLB-Profis schlechte Nachrichten erhalten. Ich beschränke mich auf eine Auswahl: Pitcher Carlos Carrasco wird den Mets nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel für sechs bis acht Wochen fehlen. Eine ähnliche Verletzung hat sich Brendan Rogers, das Top-Prospect der Rockies, zugezogen. Bei den Pirates hat Steven Brault muskuläre Probleme im Arm und bekam deshalb einen Monat Pause verordnet. Bis er wieder voll einsatzbereit ist, dürften zehn bis zwölf Wochen vergehen. Drei weitere Pitcher – Rico Garcia (Giants), Jimmy Cordero (White Sox) und Blake Cederlind (Pirates) – müssen sich ebenfalls der berühmt-berüchtigten Tommy-John-Surgery unterziehen und somit ihre Hoffnungen begraben, es dieses Jahr in ein Major-League-Roster zu schaffen.

Royals verlängern mit Perez
Die Kansas City Royals sichern sich die Dienste ihres langjährigen Catcher Salvador Perez bis mindestens 2025: Der 30-Jährige erhält einen Vierjahresvertrag, beginnend nach dieser Saison, mit einem Garantiegehalt von 82 Millionen Dollar. Für weitere 11,5 Millionen kann der Klub die Option auf ein weiteres Jahr ziehen. Perez ist für die Royals eines der Gesichter der Franchise. Er hat in seiner Karriere nie woanders gespielt und war bereits ein wichtiger Teil des Teams, als es 2015 die World Series gewann.

Astros: McCullers unterschreibt, Correa wartet ab
Die Houston Astros binden ebenfalls einen ihrer World-Series-Helden langfristig an sich: Starting Pitcher Lance McCullers Jr. erhält einen Fünfjahresvertrag ab 2022, der ihm 85 Millionen Dollar einbringt. Auch mit Carlos Correa würden die Astros gern Nägel mit Köpfen machen. Dem Shortstop wurde ein Vertrag in der Größenordnung von sechs Jahren und 120 Millionen angeboten, doch eine Einigung scheint es bisher nicht zu geben.

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