Juli 1st, 2021 by Silversurger

Halbzeit in der MLB: Bis zum All-Star-Break sind zwar noch eineinhalb Wochen zu spielen, doch die meisten Teams haben bereits die Hälfte ihrer 162 Saisonspiele absolviert. Offiziell ist noch lange nichts entschieden, aber für viele Klubs ist die Saison trotzdem schon mehr oder weniger gelaufen. Laut den Playoff-Wahrscheinlichkeiten von Fangraphs liegen jedenfalls für 17 von 30 Teams die Hoffnungen auf eine Endrundenteilnahme inzwischen bei unter 15%. Ich werde im heutigen Überblick mal verstärkt auf diese Wahrscheinlichkeiten schauen. Wie diese zustande kommen, erkläre ich ganz am Ende dieses Artikels.

Von den Chancen, die sich die Klubs selbst für den Rest des Jahres ausrechnen, wird auch abhängen, ob und in welcher Art sie vor der Trade Deadline am 31. Juli noch mal auf dem Spielermarkt tätig werden. Die meisten Trades finden traditionell kurz vor der Deadline statt, aber die Blue Jays und die Marlins haben schon mal vorgelegt: Toronto sicherte sich in dem vorgestern eingefädelten Deal Reliever Adam Cimber und Outfielder Corey Dickerson, Miami erhält Infielder Joe Panik und Minor-League-Pitcher Adam McInvale. Das Kernstück des Trades dürfte Cimber sein, der eine dringend benötigte Aufwertung des Bullpens der Blue Jays darstellt. Ihn lassen sie sich ein Stück Zukunft in Form von McInvale kosten sowie das Geld, welches mit dem Tausch eines teuren mittelmäßigen Spielers (Dickerson) gegen einen günstigen mittelmäßigen Spieler (Panik) verbunden ist.

Nicht unerwähnt lassen möchte ich die aktuellen Vorkommnisse um Trevor Bauer, auch wenn es für eine faire Beurteilung wohl noch zu früh ist: Eine Frau wirft dem Pitcher der Dodgers vor, an ihr gegen ihren Willen entwürdigende und gewalttätige Sexualpraktiken vorgenommen zu haben. Bauer streitet die Praktiken nicht ab, stellt sie aber im Gegensatz zu der Frau als einvernehmlich dar. Wie in solchen Fällen üblich, wird die MLB eine eigene Untersuchung anstellen und über mögliche Konsequenzen entscheiden.

National League
In der NL East werden laut Fangraphs den New York Mets (41-35) mit 76,1% die größten Playoff-Chancen zugetraut. Alle anderen Teams der Divison rangieren unter 15%. Den Atlanta Braves (38-41, 14,6%) werden dabei noch etwas bessere Chancen zugerechnet als den Washington Nationals (40-38), obwohl diese zurzeit in der Tabelle vor den Braves stehen und nur noch zwei Spiele hinter den unübersehbar schwächelnden Mets rangieren. Die Mets haben ihre letzten 15 Spiele allesamt gegen Divisionskonkurrenten bestritten, dabei nur 6 Siege erzielt und nur ein einziges Mal mehr als 5 Runs gescort. Gestern setzte es eine 2:20-Packung gegen die Braves, nach der die Mets interessanterweise trotzdem noch die wenigsten Runs der Liga kassiert (aber gleichzeitig auch die wenigsten gescort) haben. Die Philadelphia Phillies (37-41, 6,9%) sind laut Fangraphs so gut wie aus dem Rennen um die Playoffs, die Miami Marlins (34-45, 0,1%) sowieso.

An der Spitze der NL Central hat sich in den letzten Tagen ein regelrechter Erdrutsch vollzogen: Die Milwaukee Brewers (48-33) haben die Chicago Cubs (42-39) in drei Spielen gesweept, und nachdem die Brewers jetzt acht Spiele in Folge gewonnen, die Cubs hingegen sechs hintereinander verloren haben, findet sich Milwaukee mit einem komfortablen Vorsprung an der Tabellenspitze wieder. Das schlägt sich auch in den Playoff-Wahrscheinlichkeiten nieder, die für die Brewers nun bei 86,0% liegen, für die Cubs hingegen nur noch bei 14,5%. Die St. Louis Cardinals (40-41) haben sich durch einen Sweep gegen Arizona wieder nahe an die Cubs und eine ausgeglichene Bilanz herangearbeitet. Fangraphs traut den Cards dennoch mit 4,2% noch geringere Playoff-Chancen zu als den Cincinnati Reds (39-40, 8,6%). Die Chancen der Pittsburgh Pirates (29-50) werden mit 0,0% beziffert. Interessant ist übrigens auch, dass sowohl in der NL East als auch in der NL Central die Playoff-Wahrscheinlichkeiten fast vollständig in der Chance bestehen, die jeweilige Division zu gewinnen. Die Chancen auf eine Wild Card liegen für alle Teams dieser Divisionen jeweils unter 6%.

Der Grund dafür ist natürlich in der NL West zu suchen und zu finden. Hier gibt es drei Teams mit sehr hohen Playoff-Chancen. Allen voran wird den Los Angeles Dodgers (49-31) eine Wahrscheinlichkeit von 99,3% zugerechnet, die sich zusammensetzt aus 64,3% für den Divisionssieg und weiteren 35% für eine Wild Card. Das Gegenstück dazu sind die San Diego Padres (49-32), die mit einer 29,2%-Chance auf die Division und einer 68,2%-Chance auf die Wild Card insgesamt 97,3% erreichen. Jetzt fragt man sich zurecht, was mit den San Francisco Giants (50-29) ist, die als bislang erfolgreichstes MLB-Team der Saison die Divisionstabelle anführen, auch nach zuletzt zwei Niederlagen gegen die Dodgers. Vom anhaltenden Erfolg der Giants ist Fangraphs noch nicht ganz überzeugt, schreibt ihnen aber immerhin eine 79,9%-Chance auf eine Playoff-Teilnahme zu (73,4% davon in Form einer Wild Card). Die Chancen der Colorado Rockies (34-47) und der Arizona Diamondbacks (22-60) stehen wenig überraschend bei 0,0%.

American League
Von den Wild Cards der American League dürfte mindestens eine in die AL East gehen. Die Boston Red Sox (50-31) sind mit 60,2% Favorit auf den Divisionssieg und zu 86,9% in den Playoffs. Dass ihre bislang überraschend starke Saison kein Zufall ist, konnten sie gerade erst wieder untermauern, indem sie zum zweiten Mal in Folge die New York Yankees (41-39) gesweept haben. Die Yankees haben mit 41,6% noch realistische Playoff-Chancen, optimistischer ist Fangraphs aber für die Tampa Bay Rays (47-34, 53,3%) und die Toronto Blue Jays (41-37, 46,2%). Die Baltimore Orioles (27-54) haben gerade mit einem 3-Spiele-Sweep in Houston ein beeindruckendes Lebenszeichen von sich gegeben, sind aber längst so weit abgeschlagen, dass 0,0% ein realistisches Maß für ihre Playoff-Hoffnungen sind.

Für sehr unwahrscheinlich hält Fangraphs, dass die AL Central eine Wild Card abbekommt. In den Playoffs ist vor allem mit den Chicago White Sox (47-32) zu rechnen, die zu 89,5% dabei sind und zwar höchstwahrscheinlich (87,1%) als Divisionssieger. Die Cleveland Indians (42-35) sind mit Playoff-Chancen von 18,2% nur Außenseiter und könnten es am ehesten schaffen, indem sie den White Sox den Divisionssieg abjagen (11,4%). Trotz der klaren Zweiteilung der Division ist es laut den Playoff-Odds übrigens noch nicht sicher, dass die AL Central sich zwischen den White Sox und den Indians entscheidet: Die Minnesota Twins (33-45) haben demnach immerhin noch eine 1,3%-ige Chance auf den Gruppensieg und selbst Schlusslicht Kansas City Royals (33-46) bringt es nach zuletzt acht Niederlagen in Folge noch auf 0,2%. Allein die Detroit Tigers (36-45), in der Tabelle immerhin Dritter und gerade zweimal siegreich gegen die Indians, bekommt von Fangraphs keine Liebe und steht bei 0,0%.

In der AL West stehen zwei Teams bei 48 Siegen und beiden rechnet Fangraphs gute Chancen zu, die Playoffs zu erreichen. Trotz des peinlichen Rückschlags gegen die Orioles stehen die Houston Astros (48-33) knapp vorne und haben mit 90,5% die höchste Wahrscheinlichkeit für die Postseason, davon 74,4% für den Gruppensieg. Die Astros weisen übrigens mit 13,5% auch die besten Chancen aller AL-Teams auf, die World Series zu gewinnen. Höher eingestuft ist nur der Titelverteidiger aus der NL, die Dodgers mit 16,4%. Die Oakland Athletics (48-34) gewinnen mit einer Wahrscheinlichkeit von 23,0% die Division und haben ansonsten gute Chancen (36,7%) auf einen Wild-Card-Platz. Dahinter wird es recht dünn: Die Chancen der Los Angeles Angels (39-41), Shohei Ohtani und Mike Trout eine Playoff-Bühne zu bieten, liegen bei nur 10,6%; den Seattle Mariners (42-39) traut Fangraphs trotz der besseren Bilanz nur zu 1,6% die Postseason zu. Die Texas Rangers (31-49) sind mit 0,0% draußen und können sich ganz darauf konzentrieren, wenigstens die Trade-Deadline erfolgreich zu gestalten. 

Szene der Woche
Die Kampagne der MLB gegen den Gebrauch klebriger Substanzen hat ihr erstes Opfer, besser gesagt ihren ersten Täter gefunden: Hector Santiago von den Seattle Mariners erhielt am Sonntag in der Mitte des fünften Innings der Partie gegen die White Sox einen Platzverweis, nachdem die Umpires seinen Handschuh kontrolliert hatten. Santiago beteuerte hinterher, er habe lediglich Harzpulver benutzt, das zum Trocknen der Wurfhand erlaubt ist. In Verbindung mit Schweiß habe es sich möglicherweise zu einer schmierigen Masse entwickelt. Mit der Argumentation kam er offenbar nicht durch, denn die Liga bestätigte am Dienstag nach einer weiteren Prüfung des beschlagnahmten Handschuhs Santiagos Sperre für zehn Spiele. Den Spieler kostet das mindestens einen Start, das Team kostet es den Rosterplatz, den es während der Sperre nicht anderweitig besetzen darf.

Statistik der Woche 
10. So viele hintereinander erzielte Strikeouts durch einen Pitcher in einem Spiel sind MLB-Rekord. Aufgestellt hat diese Marke der legendäre Tom Seaver im Jahr 1970 für die New York Mets. Seit Freitag teilt Seaver sich den Rekord mit Aaron Nola von den Philadelphia Phillies. Verrückterweise gelang Nola diese besondere Leistung ausgerechnet gegen die Mets – jedes seiner zehn Strikeout-Opfer trug Seavers Nummer 41 am Ärmel, zum Gedenken an den letztes Jahr mit Covid-19 verstorbenen Hall-of-Famer. Ort des Geschehens war Citi Field, der Nachfolge-Ballpark von Shea Stadium, in dem Seaver vor 51 Jahren die Bestleistung aufgestellt hatte. Die Adresse von Citi Field lautet übrigens Seaver Way 41. Das Spielergebnis war sowohl am 22. April 1970 als auch am 25. Juni 2021 dasselbe: 2:1 für die Mets.

Spiel der Woche
Nach einer Flut von No-Hittern zu Saisonbeginn hat es ein paar Wochen gedauert, doch nun hat die MLB-Saison 2021 ihr siebtes Spiel, in dem eine Mannschaft ohne Hit blieb. Die Chicago Cubs vollbrachten das Kunststück gegen den amtierenden World Champion Los Angeles Dodgers. Es war der 17. No-Hitter in der Geschichte der Cubs, aber der erste, an dem mehrere Pitcher beteiligt waren. Zach Davies benötigte für die ersten sechs Innings 94 Pitches, in denen er fünf Walks zuließ und durch einige starke Defensivaktionen an der dritten Base von Kris Davis unterstützt wurde. Das war ein guter, aber kein überragender Start, der sich für die Cubs selbst offenbar nicht so recht nach einem No-Hitter anfühlte. Jedenfalls hatte Closer Craig Kimbrel, der nach sauberen Innings von Ryan Tepera und Andrew Chafin die letzten drei Outs besorgte, zunächst keine Ahnung, dass er gerade nicht nur einen 4:0-Sieg, sondern einen No-Hitter vollendet hatte.

Mit sieben No-Hittern ist der moderne MLB-Rekord von 1990, 1991, 2012 und 2015 schon zur Saisonmitte eingestellt. Der Allzeit-Rekord von acht No-Hittern stammt aus dem Jahr 1884, noch bevor der Mound 1893 auf seine bis heute gültige Entfernung festgelegt wurde. Die Chancen stehen gut, dass beide Marken dieses Jahr noch fallen. In drei weiteren Spielen der letzten Tage roch es ebenfalls nach No-Hitter: Für die Red Sox hatte Nick Pivetta am Donnerstag gegen die Rays 6.2 No-Hit-Innings, bevor man ihn nach 100 Pitches auswechselte und Darwinson Hernandez im nächsten Inning den ersten Hit abgab. Pirates-Rookie Max Kranick feuerte in seinem MLB-Debüt am Sonntag fünf perfekte Innings. Er benötigte dafür nur 50 Pitches, musste aber ausgewechselt werden, als sein Lauf durch eine einstündige Regenpause unterbrochen wurde. Am Dienstag waren die Pirates auf der anderen Seite eines Beinahe-No-Hitters, als German Marquez für die Rockies in einem Complete-Game-Shutout acht No-Hit-Innings schaffte, bevor er beim zweiten Pitch im neunten Inning den ersten und einzigen Treffer durch Pittsburghs Ka’Ai Tom zuließ.

Mein Einschalttipp
Das Derby zwischen den New York Yankees und den New York Mets, allgemein als Subway Series bekannt, geht am Wochenende in die erste Runde. Die MLB hat dieses Jahr geschichtsträchtige Daten für das Stadtduell ausgewählt: Die Hinserie in Yankee Stadium umfasst den 4. Juli, die Rückserie in Citi Field den 11. September. Wenn man Fan eines der beiden Teams ist, sind die drei Spiele von Freitag bis Sonntag quasi Pflicht, auch wenn das zwei Nachtschichten bedeutet. Für alle anderen bietet sich an, in das Samstagspiel ab 19:05 Uhr mitteleuropäischer Zeit reinzuschauen. Starting Pitcher dieser Partie werden voraussichtlich Michael King (4.06 ERA, 4.65 FIP) für die Yankees und Marcus Stroman (2.44 ERA, 3.59 FIP) für die Mets sein. Falls ihr kein mlb.tv-Abo habt, müsst ihr auch nicht leer ausgehen, denn das Freitagsspiel ist das „Free Game of the Day“.

Erläuterung zu den Playoff-Wahrscheinlichkeiten
Die sogenannten Playoff-Odds, mit denen ich in der heutigen Übersicht hantiert habe, stammen von der Statistikseite fangraphs.com. Das Verfahren von Fangraphs besteht darin, den Ausgang jedes einzelnen verbleibenden Spiels der MLB-Saison mit einer Wahrscheinlichkeit zu versehen. Diese Wahrscheinlichkeit orientiert sich daran, über welche Spieler die jeweiligen Teams verfügen und welche Einsatzzeiten und zählbaren Leistungen dieser Spieler für den Rest des Jahres prognostiziert werden. Anhand der Wahrscheinlichkeiten für die einzelnen Spielausgänge wird im nächsten Schritt der Rest der Saison einschließlich Playoffs simuliert und zwar 10.000-mal. Aus den 10.000 simulierten Saisonausgängen werden schlussendlich die Chancen der einzelnen Teams auf den Divisionssieg, einen Wild-Card-Platz usw. bis hin zum Erreichen und Gewinn der World Series abgeleitet. Wenn also Team X in den 10.000 Simulationen 5.000-mal in die Playoffs kommt und davon 300-mal World-Series-Sieger wird, dann hat es eine Playoff-Chance von 50% und eine World-Series-Chance von 3%.

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Januar 2nd, 2020 by Silversurger

Herzlich willkommen im Jahr 2020! Der Baseblog begrüßt euch mit dem ersten Grand Slam am Donnerstag im neuen Jahr. Der Überblick über die Baseball-Ereignisse der letzten Tage wird heute kurz ausfallen, denn wie üblich hat sich zwischen den Jahren nicht viel getan in der MLB. Ein paar Spielerverpflichtungen gibt es immerhin zu vermelden.

Dickerson nach Miami
Die Miami Marlins warten in dieser Offseason erwartungsgemäß nicht mit spektakulären Einkäufen auf, aber einige ihrer offensichtlichen Schwachstellen sind sie mit soliden Ergänzungen angegangen. Nach First Baseman Jesus Aguilar, Second Baseman Jonathan Villar und Catcher Francisco Cervelli kommt nun auch Corner Outfielder Corey Dickerson nach Miami. Der 30-jährige Linkshänder unterschreibt für zwei Jahre und erhält dafür 17,5 Millionen Dollar. Dickerson passt wie die anderen genannten Neuverpflichtungen in das Anforderungsprofil des Klubs: Man hält das Team während des Rebuildings halbwegs konkurrenzfähig, geht dabei keine langfristigen finanziellen Verpflichtungen mit älteren Spielern ein und eröffnet die Möglichkeit, den einen oder anderen erfahrenen Akteur als Trade-Chip einzusetzen, um während der Saison weiter am Kader für die Zukunft zu arbeiten. In dieses Raster würde auch der 31-jährige koreanische Outfielder Kim Jae-Hwan fallen, an dem die Marlins interessiert sein sollen. Es ist allerdings unklar, ob dieses Interesse nach der Einigung mit Dickerson noch aktuell ist.

Reds holen Akiyama
Die Cincinnati Reds sind auf der Suche nach einer Verstärkung für ihr Outfield in Japan fündig geworden: Shogo Akiyama von den Seibu Lions unterschreibt einen Dreijahresvertrag für etwas mehr als 20 Millionen Dollar. Der 31-jährige brachte es über neun Jahre in der japanischen Profiliga NPB auf einen Batting Average von .301. Er kann auf allen drei Outfield-Positionen eingesetzt werden und gilt als starker Baserunner.

Zwei Neue für die Twins
Die beiden letzten Free-Agent-Signings des alten Jahres gehörten den Minnesota Twins. In einem Doppelschlag am Silvestertag sicherten die Twins sich für ein Jahr die Dienste der beiden Pitcher-Veteranen Rich Hill und Homer Bailey. Der 33-jährige Bailey erhält 7 Millionen Garantiegehalt und wird einen Platz in der Mitte der Starting Rotation einnehmen. Hill wird erst im Laufe der Saison eingreifen, da er sich derzeit noch von einer Ellenbogenverletzung erholt. Der linkshändige Curveballer hat in den letzten Jahren trotz seines Alters von bald 40 Jahren regelmäßig sehr gute Leistungen geliefert, aber auch viele Pausen gebraucht. Sein Vertrag wurde deshalb stark auf die tatsächlichen Einsätze ausgerichtet: Hills Grundgehalt beträgt „nur“ 3 Millionen Dollar, kann jedoch beim Erreichen von 15 Starts und/oder 75 Innings auf über 10 Millionen anwachsen.

Diese Top-Spieler sind noch zu haben
Die Free Agency hat sich in diesem Jahr deutlich schneller entwickelt als in den beiden vergangenen Offseasons. Von den Top-20, die ich vor knapp zwei Monaten aufgelistet habe, haben mittlerweile 16 ehemalige Free Agents einen neuen MLB-Vertrag unterschrieben. Noch nicht für einen Verein entschieden hat sich Third Baseman Josh Donaldson, dem aber wohl mehrere Angebote vorliegen, darunter eines über vier Jahre von den Twins. Außer ihm sucht ein Trio von Outfieldern noch nach einem neuen Job: Nicholas Castellanos, Marcell Ozuna und Yasiel Puig.

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März 22nd, 2018 by Silversurger

Der Saisonstart ist nur noch ein glatte Woche entfernt, aber seit ein paar Tagen haben viele europäische Baseball-Fans einen neuen, deutlich weiter entfernten Termin, auf den sie hinfiebern. Unterdessen stellen die MLB-Klubs derzeit die letzten Weichen, bevor es ernst wird: Einige Free Agents haben gerade noch rechtzeitig einen neuen Arbeitgeber gefunden, ein paar Verträge wurden vorzeitig verlängert und leider müssen einige Spieler zumindest zeitweise ersetzt werden, weil sie sich ungünstierweise kurz vor der Saison eine Verletzung zugezogen haben.

Yankees und Red Sox kommen nach London 
Relativ überraschend kam vor ein paar Tagen die Nachricht, dass die MLB schon 2019 zum ersten Mal überhaupt ein reguläres Saisonspiel in Europa anberaumen will. Und es kommt nicht irgendwer, es kommen die beiden populärsten Baseball-Teams der Welt, die New York Yankees und die Boston Red Sox. Geplant ist eine Zwei-Spiele-Serie Ende Juni 2019, die voraussichtlich im London Stadium (dem ehemaligen Olympiastadion) stattfinden wird. Formal werden es Heimspiele der Red Sox sein. Das Stadion wird hauptsächlich für Fußballspiele des Premier-League-Klubs West Ham United genutzt, aber da es auch für Leichtathletikveranstaltungen gebaut wurde und dementsprechend über eine Laufbahn verfügt, sind die Voraussetzungen wohl einigermaßen günstig, die für europäische Verhältnisse ungewohnten Ausmaße eines Baseballfeldes darin unterzubringen.

Cobb unterschreibt bei den Orioles 
Mit SP Alex Cobb ist der vorletzte „große“ Free Agent dieses Jahres endlich bei einem neuen Klub untergekommen. Anders als viele Kollegen, die sich letzte Woche mit kleineren Brötchen zufrieden geben mussten, hatte Cobb mit seiner Strategie des Abwartens offensichtlich Erfolg: Er erhält einen Vierjahresvertrag über 60 Millionen Dollar bei den Baltimore Orioles und hat damit sehr viel mehr herausgeholt als beispielsweise der gleich alte und etwa gleich starke Lance Lynn, der sich letzte Woche mit einem Einjahresvertrag über 12 Millionen bei den Twins zufrieden geben musste. Cobb verpasste nach einer Tommy-John-Surgery den Großteil der Saison 2016, war aber 2017 wieder ganz der Alte und brachte es für die Tampa Bay Rays auf einen ERA von 3.66 in knapp 180 Innnings. In Baltimore wird Cobb die bislang schlechteste Starting Rotation der Liga verstärken.

Ein paar weitere Free-Agent-Verpflichtungen
Außer Cobb gab es diese Woche nur ein paar nachrangige Free-Agent-Signings. Ich zähle hier nur diejenigen auf, bei denen ich mir am ehesten vorstellen kann, dass die Akteure dieses Jahr eine Rolle in den Major Leagues spielen könnten. Der relevanteste Spieler, der immer noch keinen neuen Vertrag hat, ist übrigens RP Greg Holland.

Die Washington Nationals haben Pitcher Jeremy Hellickson über einen Minor-League-Vertrag geholt. Hellickson hatte mit einem ERA von 5.77 für die Phillies und die Orioles 2017 das schwächste Jahr seiner Karriere und bewirbt sich bei den Nationals mit mehreren Konkurrenten um den fünften Spot der Rotation.

Ebenfalls um einen Platz in der Rotation wird sich Trevor Cahill bewerben, der zu den Oakland Athletics zurückkehrt, dem Team, das ihn 2006 gedraftet und bei dem er 2009 bis 2011 seine ersten MLB-Saisons verbracht hatte. Der 30-Jährige hatte in den letzten Jahren mit Verletzungen und Leistungsschwankungen zu kämpfen, die ihm zeitweise eine Versetzung in den Bullpen einbrachten. Bei den dünn besetzten A’s, die ihm 1,5 Millionen Dollar für ein Jahr bezahlen, könnte er die Chance haben zu starten.

Der dritte im Bunde der Pitcher, die auf eine Wiederbelebung ihrer Karriere hoffen, ist Clay Buchholz. Der zweimalige All-Star, der fast das gesamte letzte Jahr wegen einer Operation am Wurfarm verpasste, erhält bei den Kansas City Royals zunächst einen Minor-League-Vertrag. Dieser wird zu einem MLB-Vertrag über 1,5 Millionen Dollar, wenn und sobald Buchholz ins 40-Mann-Roster aufgenommen wird.

Die Toronto Blue Jays haben mit einem Minor-League-Vertrag für Danny Espinosa die Tiefe ihres Infields verstärkt. Espinosa war letzte Woche von den Yankees entlassen worden, nachdem diese Free Agent Neil Walker geholt hatten.

Neue Verträge für Altuve und Suarez
Der World-Series-Champion Houston Astros hat den ersten und wichtigsten Schritt getan, den Kern des Meisterteams langfristig zusammenzuhalten: 2B José Altuve unterschreibt einen neuen Vertrag, der ihn für die kommenden sieben Jahre an die Astros bindet. Die Einigung bringt ihm 151 Millionen Dollar für die Jahre 2020 bis 2024 ein, zusätzlich zu den 12,5 Millionen aus dem bestehenden Vertrag für 2018 und 2019. Das ist eine Menge Geld – das meiste, das die Astros je für einen Spieler ausgegeben haben –, aber jeder Cent davon ist gerechtfertigt. Altuve ist der amtierende MVP der American League, welche er seit vier Jahren hintereinander in Hits anführt, und er ist der unumstrittene Dreh- und Angelpunkt des Erfolgs der Astros.

Auch die Cincinnati Reds haben sich mit einem ihrer Leistungsträger auf eine langfristige Zusammenarbeit geeinigt: 3B Eugenio Suarez erhält einen Siebenjahresvertrag mit Option auf ein achtes Jahr. Der 26-Jährige hatte 2017 seine Breakout-Saison mit Schlagleistungen von .260/.367/.461 und obendrein starkem Defensivspiel. In den kommenden sieben Jahren wird Suarez 66 Millionen Dollar verdienen.

Turner, Phelps und weitere Verletzte
Schon im Spring Training so schwer verletzt zu werden, dass man die bevorstehende Saison verpasst, ist besonders bitter. Auch dieses Jahr hat es schon wieder eine ganze Reihe von Spielern erwischt: Nach den Pitching-Talenten Brent Honeywell und José de Leon von den Rays müssen nun auch SP Jharel Cotton (Athletics), RP David Phelps (Mariners) und OF Alex Dickerson (Padres) sich der berüchtigten Tommy-John-Surgery unterziehen.

3B Justin Turner von den Dodgers und SP Jason Vargas von den Mets haben unterdessen wohl Glück im Unglück: Turner hat sich das linke Handgelenk, Vargas seine rechte Hand gebrochen. Beide verpassen damit natürlich den Saisonstart, dürfen aber darauf hoffen, in ein paar Wochen wieder einsatzfähig zu sein.

Und schon wieder eine Dopingsperre
Leider kommt auch diese Woche nicht ohne einen neuen Dopingfall aus: Jorge Polanco, Shortstop der Minnesota Twins, wurde positiv auf das Steroid Stanozolol getestet. Wie im Falle eines ersten Verstoßes gegen die Dopingregeln der MLB üblich, wird Polanco für 80 Spiele, also rund die Hälfte der Saison gesperrt. Ob auf den 24-Jährigen nach Rückkehr aus der Zwangspause noch sein alter Job wartet, ist fraglich. Er war für die Startformation eigentlich gesetzt, doch nun wird Eduardo Escobar eine neue Chance erhalten, den Posten dauerhaft zurück zu gewinnen.

Die ultimative Rache des Mike Perez 
Wer erinnert sich noch an die skurrilste Verletzung des vergangenen Jahres? Martin Perez, Pitcher bei den Texas Rangers, war im Dezember gestürzt, als er auf seiner Farm vor einem Bullen davon lief. Wie die Sache für Perez endete, ist bekannt: Er brach sich den Ellenbogen seiner Handschuh-Hand, musste operiert werden und verpasste einen Großteil der Vorbereitung auf die neue Saison. Letzten Sonntag stand er zum ersten Mal im Spring Training auf dem Mound und absolvierte fünf solide Innings. Für den Bullen ging die Sache nicht ganz so glimpflich aus: „I killed him and I ate him,” verriet Perez nach dem Spiel. “It was good meat. No more bull.“ Dann wäre das also auch geklärt.

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März 1st, 2018 by Silversurger

Seit einer Woche läuft das Spring-Training und ganz ehrlich: Es langweilt mich jetzt schon. Als es losging, war ich noch heiß wie Frittenfett darauf, die Spieler wieder live in Aktion zu sehen, doch leider nutzt sich das schnell ab, wenn es um nichts geht und die echte Saison noch volle vier Wochen auf sich warten lässt. Natürlich ist das Jammern auf hohem Niveau, denn man kann ja froh sein, dass überhaupt so viel auf mlb.tv gezeigt wird – mit täglichen Liveübertragungen aus der Saisonvorbereitung kann wohl keine andere Sportart mithalten. Ich schalte auch brav jeden Tag ein und schaue mir zumindest zwei, drei Innings – also den Teil, in dem üblicherweise noch viele „echte“ MLB-Spieler auf dem Feld sind – an. Dennoch interessieren mich in dieser Phase noch mehr die News von abseits des Feldes, also Free-Agents-Signings und Ähnliches. Von allem, was in den letzten Tagen rund um die MLB los war, gibt es hier wie gewohnt eine kurze Zusammenfassung:

Erste Erkenntnisse aus dem Spring-Training
Könnte man aus den Ergebnissen der Spring-Training-Spiele irgend etwas ableiten, so wären die Aussichten für die Kansas City Royals rosig: Mit 4:0 Siegen (und einem Unentschieden) führen sie die Tabelle der Cactus League an. Auch die Boston Red Sox hatten einen starken Start, sie stehen in der Grapefruit League vorne mit 6:1 Siegen. Nichts zu holen war bislang für die Pittsburgh Pirates, sie bringen es nach fünf Spielen nur auf ein Unentschieden und vier Niederlagen.

Interessant zu sehen fand ich vor allem die beeindruckende Frühform von Mets-Pitcher Noah Syndergaard, der gegen die Astros zwei perfekte Innings absolvierte und es auf Pitch-Geschwindigkeiten von über 100 mph brachte. Besondere Aufmerksamkeit wurde zudem dem Debüt von Shohei Ohtani für die Los Angeles Angels zuteil. Sein erster Auftritt als Pitcher gegen die Milwaukee Brewers war eher durchwachsen: In 1 1/3 Innings gelangen ihm zwei Strikeouts, er erlaubte aber zwei Hits, einen Walk und zwei Runs, darunter einen Homerun. Besser lief es für Ohtani zwei Tage später, als er gegen die San Diego Padres erstmals als Batter zum Einsatz kam: Mit zwei Walks und einem RBI-Single nutzte er seine drei Plate Appearances nahezu bestmöglich.

Bedauerlicherweise sind auch schon die ersten Verletzungen zu beklagen. Am schlimmsten erwischt hat es Brent Honeywell, ein Top-Pitching-Prospect der Tampa Bay Rays. Für ihn wird dieses Jahr nichts aus dem ersehnten Durchbruch in der MLB, denn er hat sich ein Band im Ellbogen gerissen und muss sich nun der Tommy-John-Surgery unterziehen. Das bedeutet für ihn eine Pause bis Mitte 2019. Auch für Will Middlebrooks von den Philadelphia Phillies ist die Saison wahrscheinlich gelaufen. Er stieß beim Fielden eines Flugballs so unglücklich mit einem Teamkollegen zusammen, dass er sich ein Bein brach.

Neue First Basemen für Royals und Twins
Die beiden wichtigsten Neuverpflichtungen der Woche betreffen beide die erste Base: Lucas Duda wird dort seinen neuen Arbeitsplatz bei den Kansas City Royals einnehmen. Er erhält einen Einjahresvertrag über 3,5 Millionen Dollar und spielt nun ausgerechnet bei dem Team, gegen das ihm in der World Series 2015 ein folgenschwerer Error unterlaufen war, welcher die Niederlage seines damaligen Teams New York Mets eingeleitet hatte. Aber keine Sorge, liebe Royals-Fans: Duda ist ein guter Griff, meiner bescheidenen Ansicht nach sogar ein echtes Schnäppchen, da er seinem sehr viel teureren Vorgänger Eric Hosmer weder im Feld noch an der Platte in irgendetwas nachsteht.

Auch die Minnesota Twins haben einen neuen First Baseman gefunden: Logan Morrison, zuletzt Teamkollege von Duda bei den Tampa Bay Rays, unterschreibt für zunächst ein Jahr und 5,5 Millionen Dollar. Eine Option auf ein weiteres Jahr für 8 Millionen aktiviert sich automatisch, wenn Morrison in diesem Jahr 600 Plate Appearances erreicht. Diese Marke zu erreichen wird schwer, denn auf seiner Stammposition wird Morrison nur Ersatz hinter Joe Mauer sein. Man kann aber davon ausgehen, dass er regelmäßig als Designated Hitter auflaufen wird.

Nachsitzen für Martinez und die Red Sox
Schon letzte Woche hatte ich hier den Deal zwischen OF/DH J. D. Martinez und den Boston Red Sox verkündet. Dieser ist inzwischen bestätigt, doch die beiden Verhandlungspartner mussten noch mal nachsitzen. Der Grund waren Röntgenaufnahmen von einer Fußverletzung, derentwegen Martinez letztes Jahr sechs Wochen pausieren musste und die wohl dauerhafte Spuren hinterlassen hat. Die Red Sox wollten sich in den Nachverhandlungen dagegen absichern, einen Haufen Geld zu verlieren, falls sich langfristige Spätfolgen der Verletzung zeigen. Daher einigte man sich, dass Martinez‘ Gehalt sich 2021 und 2022 deutlich reduziert, falls es zu nennenswerten Ausfallzeiten im Zusammenhang mit dieser Sache kommt. Im Gegenzug hat Martinez nun nicht mehr nur nach dem dritten, sondern auch nach dem zweiten und dem vierten Jahr die Option, aus dem Vertrag auszusteigen.

Weitere Signings und Trades
Hier noch ein paar kleinere Rostermoves aus den letzten Tagen:

Die Detroit Tigers ergänzen ihr Pitching-Personal um Francisco Liriano. Für einen Einjahrsvertrag über 4 Millionen Dollar wird der 34-jährige Linkshänder entweder den Bullpen der Tigers verstärken und/oder bei Bedarf Einsätze als Starter bekommmen.

Outfielder Corey Dickerson, den die Tampa Bay Rays letzte Woche designated hatten, wurde zu den Pittsburgh Pirates getradet. Im Gegenzug wechseln Reliever Daniel Hudson, Infield-Prospect Tristan Gray und eine nicht näher bezifferte Geldsumme nach Tampa.

Einen Tag zuvor hatten die Pirates sich mit Outfielder Michael Saunders auf einen Minor-League-Vertrag mit Major-League-Option geeinigt. Nach dem Dickerson-Trade sah Saunders jedoch seine Chancen auf einen Platz im Team deutlich geschmälert und bat daher die Pirates, den Vertrag wieder aufzulösen. Dieser Wunsch wurde ihm gewährt und gab ihm die Freiheit, stattdessen – ebenfalls im Rahmen eines Minor-League-Vertrages – bei den Kansas City Royals anzuheuern.

Auch Reliever Seung-hwan Oh einigte sich diese Woche mit zwei verschiedenen Teams: Zuerst nahm er ein Angebot der Texas Rangers an, die ihm einen Einjahresvertrag über 2,75 Millionen Dollar offerierten. Bei der medizinischen Untersuchung fiel Oh jedoch aus unbekannten Gründen durch und die Rangers zogen ihr Angebot zurück. Oh unterschrieb daraufhin bei den Toronto Blue Jays für ein Jahr und 1,75 Millionen. Auch bei den Blue Jays gehört natürlich eine medizinische Beurteilung zum Prozess des Vertragsabschlusses, doch offenbar waren die Bedenken in Toronto geringer. Eine Sicherheit hat man trotzdem eingebaut: Ein zweites Vertragsjahr, für das Oh 2,5 Millionen Dollar erhalten würde, tritt nur in Kraft, wenn er es im ersten Jahr auf mindestens 70 Einsätze bringt.

Ein alter Bekannter ist zurück in Cleveland: Die Indians verpflichten Mike Napoli im Rahmen eines Minor-League-Vertrages. Ein Rosterspot für das MLB-Team ist für ihn nicht in Sicht, da die erste Base mit Edwin Encarnacion und Yonder Alonso gut besetzt ist. Aber den Minor-League-Kontrakt ist Napoli als Absicherung für Verletzungen sowie als Mentor für junge Spieler sicher wert.

Und noch ein alter Bekannter ist wieder da: Pitcher Tim Lincecum hatte seine besten Zeiten mit den San Francisco Giants, für die er 2008 und 2009 den Cy-Young Award holte und 2013 und 2014 No-Hitter warf. Diverse Verletzungen beeinträchtigten seine Karriere und ein Comeback-Versuch bei den Los Angeles Angels misslang 2016 gründlich mit nur neun Einsätzen und einem ERA von 9.16. Doch Lincecum hat nie aufgegeben und konnte bei einem Tryout vor mehreren Teams letzte Woche offenbar überzeugen. Die Texas Rangers verpflichten ihn für 1 Million Dollar zuzüglich Leistungsprämien für ein Jahr. Er wird voraussichtlich aus dem Bullpen eingesetzt werden und die Chance erhalten, sich um die Rolle des Closers zu bewerben.

Saisoneröffnung 2019 in Tokio 
Die letzte Nachricht für heute wird erst in einem Jahr relevant: Die MLB-Saison 2019 soll in der japanischen Hauptstadt Tokio eröffnet werden. Aller Voraussicht nach werden es wie schon 2012 wieder die Oakland Athletics und die Seattle Mariners sein, die eine Zwei-Spiele-Serie im Tokyo Dome spielen. Es wird das achte Mal sein, dass die MLB reguläre Saisonspiele außerhalb der USA und Kanadas stattfinden lässt. Bislang war die Liga zweimal in Mexiko (1996 und 1999) zu Gast, viermal in Japan (2000, 2004, 2008, 2012) und einmal in Australien (2014). Als nächstes Ziel ist vor allem die Dominikanische Republik im Gespräch, aber auch in Mexiko soll es in den nächsten Jahren wieder MLB-Spiele geben und vielleicht auch in London.

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