April 15th, 2021 by Silversurger

Die MLB-Saison 2021 hat es in sich: Gleich zwei No-Hitter gab es in den letzten Tagen zu bestaunen. Zudem sorgte ein ausgefahrener Ellenbogen für Schlagzeilen und Diskussionen. Leider spielt allen Vorsichtsmaßnahmen zum Trotz auch Corona immer noch eine Rolle in Form kleiner und großer Ausbrüche innerhalb mehrerer Teams. 

American League
Wer sich vor einer Woche verwundert die Augen rieb, weil die Baltimore Orioles (5-6) die AL East anführten, hat nun erneut Grund zum Staunen – nicht, weil die Orioles zurück auf Normalmaß geschrumpft sind, sondern weil sie an der Spitze der Division von einer weiteren Überraschungsmannschafg abgelöst wurden. Mit 0-3 (gegen die Orioles) waren die Boston Red Sox scheinbar desolat in die Saison gestartet, doch seitdem gewannen sie jedes einzelne Spiel und stehen nun mit 9-3 ganz vorne. Dahinter stehen die Toronto Blue Jays (6-6) zwar bisher nur bei einer ausgeglichenen Bilanz, haben aber bereits zwei gewonnene Serien gegen die New York Yankees (5-7) auf dem Konto, welche sich den letzten Platz mit den Tampa Bay Rays (5-7) teilen. 

Auch in der AL Central ist mit den Kansas City Royals (6-4) ein Team vorne, von dem man das nicht erwartet hätte. Zwei Siege gegen die Angels haben den Royals einen kleinen Vorsprung vor dem Rest des Feldes eingebracht, in dem die Cleveland Indians (6-5), Chicago White Sox (6-6) und Detroit Tigers (6-6) fast gleichauf stehen. Auch die Minnesota Twins (5-7) sind nicht weit weg, aber fünf Niederlagen am Stück gegen die Mariners und die Red Sox haben Max Kepler & Co. einen empfindlichen Dämpfer verpasst. 

In der AL West ging die Schere in der ersten Saisonwoche bereits recht weit auseinander, doch dann steckten die Houston Astros (6-6) nach ihrem 6-1-Start fünf Niederlagen in Folge ein, während die Oakland Athletics (5-7) viermal hintereinander gewannen, und schon ist die Division wieder eng beisammen. Ganz vorne stehen zurzeit die Los Angeles Angels (7-5), gefolgt von den Seattle Mariners (6-5). Beide Teams haben aber auch schlechte Nachrichten zu verdauen: Bei den Angels fällt Outfielder Dexter Fowler nach einer Knieoperation für die gesamte Saison aus; genauso geht es Mariners-Pitcher James Paxton, der eine Tommy-John-Surgery benötigt. Die Astros haben möglicherweise einen Corona-Ausbruch im Team. Jose Altuve, Martin Maldonado, Yordan Alvarez, Alex Bregman und Robel Garcia wurden gestern auf die Covid-19-Verletztenliste gesetzt, nähere Informationen hat der Klub bisher nicht herausgegeben. 

National League
In der NL East hatten zunächst die Philadelphia Phillies (6-6) den besten Start, doch durch drei Siege innerhalb von zwei Tagen haben die New York Mets (5-3) den Phillies inzwischen den Rang abgelaufen. Dasselbe kann man über die Miami Marlins (5-6) und die Atlanta Braves (4-8) sagen – auch hier haben drei Spiele das Bild gedreht. In beiden Serien ist es übrigens (noch) kein Sweep, denn sowohl zwischen den Mets und den Phillies als auch den Marlins und den Braves steht heute noch eine vierte Partie an. Die Washington Nationals (3-6) sind schwach in die Saison gestartet, konnten nun aber gegen die Cardinals immerhin zwei von drei Spielen gewinnen. Die noch bessere Nachricht ist, dass von den zahlreichen Covid-19-Betroffenen der Nationals aus der ersten Saisonwoche inzwischen wieder fast alle an Bord sind. Einzig Pitcher Jon Lester wurde noch ein Aufbautraining am alternativen Trainingsstandort verordnet. 

Auch in der NL Central verursacht Corona Sorgen: Bei den Chicago Cubs (5-7) wurden zwei Coaches positiv auf das Virus getestet. Infektionen bei Spielern wurden bisher nicht festgestellt, doch drei Reliever sind vorsorglich in Quarantäne. Sportlich läuft es auch nicht toll für die Cubs: Drei Serien hintereinander gingen verloren, zwei davon gegen die Milwaukee Brewers (7-5), welche sich dadurch an die Spitze der Division gesetzt haben. Die teilen sie sich bislang noch mit den Cincinnati Reds (7-5), obwohl diese nach ihrem starken Auftakt zuletzt Serien gegen die Diamondbacks und die Giants verloren. 

Die Los Angeles Dodgers (10-2) machen genau da weiter, wo sie letztes Jahr aufgehört haben. Mit fünf Siegen am Stück und neun aus den letzten zehn sind sie in der NL West schon wieder eine Klasse für sich. Auch das Run Differential der Dodgers von +32 ist einsame Spitze in der MLB. Noch bricht aber zum Glück keine Langeweile in der Division aus, denn mit den San Francisco Giants (8-4) und den San Diego Padres (8-5) spielen zwei Teams so weit oben mit, dass sie derzeit beide Wild Cards der NL abbekämen. Am Wochenende können die Padres erstmals zeigen, ob sie in der Lage sind, den Dodgers im Kampf um die Division gefährlich zu werden (siehe „Einschalttipp“). 

Szene der Woche
Ich muss zugeben, dass ich mich über den 3:2-Sieg im Home Opener der Mets gegen die Marlins am letzten Donnerstag gefreut habe. „A win is a win“, so fasste es Mets-Outfielder Michael Conforto später zusammen. Eben jener Conforto war allerdings verantwortlich dafür, dass die Freude über den Sieg nicht ganz ungetrübt war, denn so gewinnt man eigentlich nicht gern. Die Mets hatten im neunten Inning einen Rückstand ausgeglichen und anschließend die Bases geladen, unter anderem durch einen Intentional Walk für Francisco Lindor. Conforto kam mit einem Out an die Platte und gab schnell zwei Strikes an Marlins-Reliever Anthony Bass ab. Bei einem 1-2-Count schien der dritte Strike die Zone zu durchqueren, doch der Ball streifte Confortos Arm und der Umpire entschied auf Hit-by-Pitch. Wegen der geladenen Bases brachte das den siegbringenden Run für die Mets nach Hause. Was die Szene streitbar machte, war die Bewegung von Conforto während des Pitches. Er wich dem Ball nicht nur nicht aus, sondern lehnte sich ihm regelrecht entgegen. In dem Fall hätte der Umpire, wie er später selbst feststellte, eigentlich auf Strike entscheiden müssen. Doch die Tatsachenentscheidung blieb bestehen, obwohl es noch ein Video-Review gab. Bei diesem durfte den Regeln nach nur überprüft werden, ob der Pitch wirklich den Arm berührt hatte, aber nicht das Ermessen des Umpires, inwiefern der Batter den Hit-by-Pitch billigend in Kauf nahm oder gar absichtlich herbeiführte. 

Statistik der Woche 
8. So viele Spiele hintereinander hat Red-Sox-Slugger J. D. Martinez zum Saisonstart absolviert, in denen er jeweils mindestens einen Extra-Base-Hit erzielte. Er stellte damit einen MLB-Rekord ein, welchen er nun gemeinsam mit Sandy Alomar Jr. (1997) und Alex Rodriguez (2007) hält. Der alleinige Rekord blieb Martinez versagt: In der Partie gegen die Twins am Dienstag gelang ihm zum ersten Mal in diesem Jahr kein einziger Hit. 

Spiel(e) der Woche
Die San Diego Padres waren das letzte MLB-Team, das noch nie einen No-Hitter erzielt hatte. Das änderte sich letzten Freitag, als Joe Musgrove das Kunststück beim 3:0-Sieg gegen die Texas Rangers gelang. Dass ausgerechnet Musgrove diesen Meilenstein der Teamgeschichte erzielte, scheint einem fast schon zu kitschigen Drehbuch entnommen. Der 28-Jährige spielt zwar erst seit diesem Jahr für San Diego, aber er wuchs unweit des Ballparks als Fan der Padres auf. Um ein Haar hätte es gegen die Rangers sogar zum Perfect Game gereicht: Ein Hit-by-Pitch gegen Joey Gallo im vierten Inning erlaubte den einzigen Baserunner für Texas, ansonsten stand sowohl in der Spalte für Hits als auch in der für Walks eine fette Null. 

Auch der zweite No-Hitter in dieser noch jungen Saison ging nur knapp am Perfect Game vorbei. Acht Innings lang ließ White-Sox-Lefty Carlos Rodon letzte Nacht keinen Baserunner der Cleveland Indians zu. Zu Beginn des neunten wurde es gleich zweimal brenzlig: Zuerst gelang First Baseman Jose Abreu um Haaresbreite ein Groundout gegen Josh Naylor, um das perfekte Spiel seines Pitchers intakt zu halten. Im folgenden At-Bat traf dieser mit einem Slider den Fuß von Roberto Perez. Das Perfect Game war damit passé, aber Rodon behielt die Nerven und brachte mit den letzten beiden Outs den No-Hitter und den 8:0-Sieg nach Hause. 

Mein Einschalttipp
Zurück zu den Padres: Am Wochenende steht zum ersten Mal in diesem Jahr das mit Spannung erwartete Duell der beiden Favoriten in der NL West an. Dreimal hintereinander sind die Los Angeles Dodgers zu Gast in Petco Park. Frühaufsteher haben vielleicht Lust, am Samstagmorgen ab 4:10 Uhr beim ersten Spiel der Serie reinzuschauen. Meine Empfehlung ist die dritte Partie am Sonntagabend ab 22:10 Uhr – nicht nur wegen der günstigen Startzeit, sondern auch wegen des Pitcherduells zwischen Blake Snell und Trevor Bauer. 

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Dezember 15th, 2016 by Silversurger

Es ist Donnerstag und damit wieder mal Zeit, die wichtigsten Entwicklungen der letzten sieben Tage rund um die MLB zusammenzufassen. Die Winter-Meetings sind vor einer Woche zu Ende gegangen und seitdem ist wieder relative Ruhe in die Offseason eingekehrt: Die Trades und Free-Agent-Signings waren diese Woche recht überschaubar. Für den einen oder anderen Spieler, der sich einen großen Zahltag erhofft hatte und bislang noch ohne Vertrag dasteht, setzt möglicherweise so langsam eine gewisse Torschlusspanik ein – andere hingegen werden wohl schon eine Reihe von Angeboten vorliegen haben und sich daran erfreuen, die interessierten Teams noch eine Weile hinhalten und gegeneinander ausspielen zu können.

Die Dodgers halten zwei Leistungsträger
Die erfolgreichste Arbeit am Kader der kommenden Saison und der nächsten Jahre haben diese Woche die Los Angeles Dodgers geleistet: Sie haben sich sowohl mit ihrem Closer Kenley Jansen (5 Jahre, 80 Millionen Dollar) als auch mit Third Baseman Justin Turner (4 Jahre, 64 Millionen Dollar) auf neue Verträge geeinigt. Beide waren auch bei diversen anderen Teams im Gespräch, bilden nun aber gemeinsam mit Starting Pitcher Rich Hill ein Trio von Rückkehrern, mit dem die Dodgers einen neuen Anlauf auf den Titel der National League unternehmen wollen. Angesichts der Summen, die die Dodgers momentan ausgeben, kann nicht viel dran sein an den vor zwei Wochen laut gewordenen Gerüchten, der hoch verschuldete Club sei von der Liga zur Reduzierung der Ausgaben verpflichtet worden.

Uehara verstärkt den Cubs-Bullpen
Die Chicago Cubs setzen für das Projekt Titelverteidigung weiterhin auf einen starken Bullpen und haben nun nach dem Trade mit den Kansas City Royals für Closer Wade Davis auch noch Koji Uehara (zuletzt bei den Boston Red Sox) verpflichtet. Der Vertrag läuft über 6 Millionen Dollar und nur ein Jahr, was angesichts von Ueharas Alter von 41 Jahren nicht überraschend ist. Seine Rolle wird wohl vornehmlich in der des Setup-Pitchers bestehen, also im Verantwortlichen für das achte Inning.

Fowler wechselt innerhalb der NL Central
Nicht mehr für die Cubs wird zukünftig Dexter Fowler spielen. Der 31-Jährige einigte sich mit dem Divisionsrivalen St. Louis Cardinals auf einen 5-Jahres-Vertrag für 82,5 Millionen Dollar. Nach Aroldis Chapman ist Fowler der zweite Abgang der Cubs, der eine zentrale Rolle auf dem Weg zum Gewinn der World Series spielte. Mit ihm als Center Fielder und Leadoff Hitter streben die Cardinals an, die Lücke zu den dieses Jahr unangefochtenen Konkurrenten – die Cubs beendeten die reguläre Saison mit 17,5 Spielen Vorsprung auf die zweitplatzierten Cardinals – zu schließen. Da Fowler ein Qualifying Offer der Cubs vorliegen hatte, müssen die Cardinals im Zuge seiner Verpflichtung einen Erstrundendraftpick nach Chicago schicken.

Die Angels traden für Espinosa
Infielder Danny Espinosa war in Washington überzählig, nachdem die Nationals Adam Eaton für ihr Outfield erworben und damit Trea Turner für das Infield freigeschaufelt hatten. Ein Trade war die logische Konsequenz und nun wird Espinosa aller Voraussicht nach einen Stammplatz als Second Baseman der Los Angeles Angels of Anaheim ausfüllen. Der Preis, den die Angels an die Nationals, bezahlen, sind die beiden Pitching-Prospects Austin Adams und Kyle McGowin. Ich muss sagen, ich bin skeptisch, ob sich die Angels einen Gefallen damit tun, hoffnungsvollen Nachwuchs herzugeben für einen Spieler, der letztes Jahr nur .209/.306/.378 geschlagen hat und der vertraglich nur für die Saison 2017 (in der die Angeles mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch nicht wieder wettbewerbsfähig sind) gebunden ist.

Wer ist noch zu haben? 
Die Liste der besten Free-Agents dieser Offseason hat sich bereits spürbar geleert. Die beiden größten noch verfügbaren Namen dürften die bisherigen Blue Jays 1B/DH Edwin Encarnacion und OF Jose Bautista sein. Von meinen Top 20 sind außerdem noch OF Mark Trumbo (Orioles), OF Colby Rasmus (Astros), C Matt Wieters (Orioles) und 1B Mike Napoli (Indians) zu haben. Zudem gibt es ein paar namhafte Spieler, deren momentane Arbeitgeber entweder aktiv auf der Suche nach einem Tradepartner oder zumindest laut Gerüchten einem guten Geschäft nicht abgeneigt sind. Zu nennen sind hier vor allem OF Jay Bruce (Mets), OF Andrew McCutchen (Pirates), SP Chris Archer (Rays), SP Jose Quintana (White Sox) und 3B Todd Frazier (White Sox).

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November 8th, 2016 by Silversurger

Es ist eine schöne Tradition, dass um diese Jahreszeit allseits darüber spekuliert wird, wo die wichtigsten Free Agents der MLB unterkommen. Teams und Spieler, die Verlängerungs- oder Ausstiegsklauseln ziehen wollten, haben das größtenteils vor dem heutigen Beginn der Free Agency getan. Zudem war gestern Abend die Deadline für sogenannte Qualifying Offers. Zehn Spieler haben von ihrem Team ein solches Angebot erhalten, das ihnen einen ligaweit einheitlichen Betrag von 17,2 Millionen Dollar für ein weiteres Jahr beim bisherigen Arbeitgeber zusichert. Jeder von ihnen hat nun eine Woche Zeit, das Angebot anzunehmen. Lehnt er es ab und unterschreibt woanders, erhält das bisherige Team einen hohen Draftpick als Kompensation. Hier gibt es eine Übersicht über die zehn Qualifying Offers dieses Jahres sowie über ein paar nennenswerte Spieler, die das Angebot nicht erhalten haben. Für Spieler, die während der gerade beendeten Saison getradet wurden, können übrigens keine Qualifying Offers abgegeben werden.

Die Free-Agent-Klasse dieses Jahres erscheint mir insgesamt eher schwach; die beste Auswahl besteht an Hittern im Outfield und auch einige gute Closer sind zu haben, der Markt für Starting Pitcher, Catcher und Middle Infielder ist hingegen sehr dünn. Hier sind meine Top 20 der diesjährigen Free Agents:

  1. Yoenis Cespedes, OF, New York Mets

Nach dem vorhersehbaren Opt-Out aus dem Vertrag mit den Mets strebt Cespedes nun den großen Zahltag seiner Karriere an – mit Recht, muss man sagen, denn in seinen eineinhalb Saisons in New York hat er unter Beweis gestellt, dass er nicht nur ein guter Hitter sondern auch in der Lage ist, ein Team zu tragen. Er ist für mich die klare Nummer eins der diesjährigen Free Agency und wird für vier bis fünf Jahre einen deutlich dreistelligen Dollarbetrag herausholen. Cespedes fühlt sich bekanntlich wohl in New York und die Metsfans lieben ihn, aber ich fürchte, er wird der Vereinsführung zu teuer sein. Mein Tipp ist, dass er bei den anderen New Yorkern landet.

  1. Justin Turner, 3B, Los Angeles Dodgers

Ein flexibler Infielder, der offensiv wie defensiv seit drei Jahren gut produziert und darüber hinaus sowohl bei den Fans als auch im Clubhouse hohes Ansehen genießt – mit diesem Profil steht Justin Turner in dieser Free-Agent-Klasse ziemlich alleine da. Die Dodgers wissen, was sie an ihm haben und gelten als Favorit für eine Weiterverpflichtung, nicht zuletzt weil Turner in Kalifornien aufgewachsen und verwurzelt ist. Aber er wird sich nicht billig verkaufen, vier bis fünf Jahre für 70 bis 80 Millionen sollten schon drin sein – wenn nicht in Los Angeles, dann vielleicht in San Francisco oder in Atlanta („Hauptsache Kalifornien“ hätte Andi Möller jetzt gesagt).

  1. Aroldis Chapman, RP, Chicago Cubs

Die diesjährige Postseason hat gezeigt, dass die Reliever im modernen Baseball eine immer wichtigere Rolle spielen und Aroldis Chapman hatte daran großen Anteil, auch wenn er im legendären Spiel 7 fast zur tragischen Figur geworden wäre. Er tritt seit fünf Jahren als Closer an, in der Zeit hat er 91% seiner Savegelegenheiten verwandelt und nur 1.84 ERA zugelassen. Die heißesten Kandidaten auf einen hochdotierten Vertrag mit ihm sind die Teams, für die er letztes Jahr gespielt hat, also die Cubs und die Yankees. Aber ich lehne mich mal aus dem Fenster und prognostiziere, dass er bei den Giants unterschreibt, die damit ihren lange gehegten Schwachpunkt ausmerzen.

  1. Rich Hill, SP, Los Angeles Dodgers

Hill wird bis Saisonbeginn 37 sein und spätestens seit er in der vergangenen Saison wochenlang wegen einer Blase am Finger ausfiel, haftet ihm der Ruf der Verletzungsanfälligkeit an. Wenn er auf dem Mound stand, hat er jedoch hervorragende Arbeit abgeliefert (2.12 ERA) und angesichts der kaum vorhandenen Konkurrenz auf dem FA-Markt für Starting Pitcher dürften Hill eine Menge gut dotierter Angebote ins Haus flattern. Er wird für zwei bis drei Jahre irgendwo landen, wo Geld vorhanden und Starting Pitching gesucht ist – beides trifft auf seinen bisherigen Club zu und deshalb sehe ich ihn weiterhin bei den Dodgers.

  1. Edwin Encarnacion, 1B/DH, Toronto Blue Jays

Mit einer OPS von .886, 42 Home Runs und 127 RBIs ist Encarnacion der vielleicht gefährlichste Batter unter allen diesjährigen Free Agents. Geschmälert wird sein Wert allerdings nicht nur durch sein Alter von bald 34 Jahren, sondern auch dadurch, dass defensiv mit ihm nicht viel anzufangen ist. Ich schätze, damit ist er für die gesamte National League unattraktiv. Ich kann mir gut vorstellen, dass er sich letzten Endes mit den Blue Jays auf eine weitere Zusammenarbeit einigt. Wenn nicht, dann vermute ich, dass er bei den Boston Red Sox die Nachfolge für Big Papi David Ortiz antritt. Sagen wir mal 60 Millionen für drei Jahre.

  1. Kenley Jansen, RP, Los Angeles Dodgers
  2. Deter Fowler, OF, Chicago Cubs
  3. Mark Trumbo, OF, Baltimore Orioles
  4. Jose Bautista, OF, Toronto Blue Jays
  5. Mark Melancon, RP, Washington Nationals
  6. Jeremy Hellickson, SP, Philadelphia Phillies
  7. Ian Desmond, SS/OF, Washington Nationals
  8. Neil Walker, 2B, New York Mets
  9. Colby Rasmus, OF, Houston Astros
  10. Carlos Gomez, OF, Texas Rangers
  11. Wilson Ramos, C, Washington Nationals
  12. Josh Reddick, OF, Los Angeles Dodgers
  13. Matt Wieters, C, Baltimore Orioles
  14. Steve Pearce, 1B/OF, Baltimore Orioles
  15. Mike Napoli, 1B, Cleveland Indians

Zu guter Letzt noch eine Erinnerung: Ich freue mich über jeden weiteren Beitrag zum Offseason-Wunschkonzert.

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