Dezember 12th, 2019 by Silversurger

In San Diego enden heute die Winter Meetings. Eigentümer, Manager, Scouts und sonstige Offizielle aller MLB- und Minor-League-Teams, dazu Ligavertreter, Spieleragenten und jede Menge Journalisten bevölkerten in den letzten Tagen das Hilton Bayfront Hotel und dessen Umgebung. Die Meetings haben dieses Jahr mit diversen großen Neuigkeiten ihren Ruf als Höhepunkt der Offseason untermauert. Neben der Bekanntgabe neuer Hall-of-Fame-Berufungen und des All-MLB-Teams gab es ein paar interessante Trades und jede Menge Vertragsabschlüsse. Allen voran kamen die drei dicksten Fische des Free-Agent-Pools – Gerrit Cole, Stephen Strasburg und Anthony Rendon – vom Markt. Insgesamt haben die MLB-Klubs innerhalb der sieben Tage seit dem letzten Grand Slam am Donnerstag Spielerverträge im Wert von knapp einer Milliarde Dollar vergeben.

Yankees locken Cole mit Rekordvertrag
Die New York Yankees haben bei ihren Bemühungen um Gerrit Cole großes Durchhaltevermögen bewiesen. Schon 2008 wollten sie ihn haben, wählten ihn in der ersten Draftrunde aus, doch Cole entschied sich damals gegen die frühe MLB-Karriere und für das College UCLA. Zehn Jahre später versuchten sie, ihn per Trade von den Pittsburgh Pirates zu holen, doch die Houston Astros machten das bessere Angebot. Beim dritten Versuch ist es nun endlich gelungen, das Ass in die Bronx zu locken. Erforderlich war dafür ein Vertragsangebot, das Cole zur teuersten Verpflichtung eines Pitchers aller Zeiten macht. 324 Millionen Dollar erhält der 29-Jährige über eine Laufzeit von neun Jahren. Das sind 36 Millionen pro Jahr und somit mehr als eine Million Dollar für jedes einzelne Spiel, das Cole für die Yankees absolvieren wird. Der Vertrag umfasst eine No-Trade-Klausel sowie eine Ausstiegsoption für den Spieler nach fünf Jahren. Die Yankees tragen somit das volle Risiko für den Fall, dass Cole seine zuletzt überragenden Leistungen im Laufe der neun Jahre irgendwann nicht mehr bringen sollte. Solange er sie bringt, ist er jedenfalls eine enorme Verstärkung.

Strasburg bleibt in Washington
Der zweite Top-Pitcher unter den diesjährigen Free Agents bleibt dort, wo er 2010 seine MLB-Karriere begonnen hat und wo er sie wohl auch beenden wird: Stephen Strasburg hat sich mit den Washington Nationals auf einen neuen Vertrag mit einer Laufzeit von sieben Jahren geeinigt. Das garantierte Gehalt für den amtierenden World-Series-MVP beträgt 245 Millionen Dollar, zudem sind diverse Boni für das Erreichen von Einzelawards vorgesehen und ein Trade ohne Zustimmung des Spielers ist vertraglich ausgeschlossen. Verlängerungs- oder Ausstiegsoptionen wurden nicht vereinbart.

Rendon wird ein Angel
Schon vor dem Abschluss mit Strasburg hatten die Nationals durchblicken lassen, dass sie sich finanziell höchstens einen ihrer beiden Top-Free-Agents – Antony Rendon oder eben Strasburg – leisten können. Für Rendon hieß das, dass er sich anderweitig umsehen musste. Er wurde schnell fündig: Es geht an die andere Küste der USA, zu den Los Angeles Angels. Der Third Baseman erhält dort im Wesentlichen den selben Vertrag wie sein ehemaliger Teamkamerad Strasburg in Washington: 245 Millionen Dollar über sieben Jahre, ohne Ausstiegsoption, mit No-Trade-Klausel. Mit Rendon und Mike Trout haben die Angels nun die beiden – nach jährlichem Durchschnittsgehalt – höchstbezahlten Positionsspieler der MLB in ihren Reihen.

Rays schicken Pham nach San Diego
Der interessanteste Trade der Woche wurde schon vor den Winter Meetings eingetütet: Die Tampa Bay Rays und die San Diego Padres tauschen zwei gestandene Outfielder und zudem eine Reihe von Prospects. Die Padres erhalten OF Tommy Pham sowie Minor-League-IF Jake Cronenworth, die Rays bekommen dafür OF Hunter Renfroe sowie Minor-League-SS Xavier Edwards und einen später zu benennenden Spieler. Der 31-jährige Pham ist definitiv der prominenteste Teil des Trades. Mit 13.6 fWAR über die letzten drei Jahre war er einer der effektivsten Outfielder der Liga in diesem Zeitraum. Dass er abgegeben wird, dürfte von Seiten der notorisch sparsamen Rays vor allem Kostengründe haben. Pham ist noch zwei Jahre unter Teamkontrolle, sein im Arbitration-Verfahren auszuhandelndes Gehalt wird für 2020 auf 8,6 Millionen Dollar prognostiziert.

Weitere Trades und Verpflichtungen
Den Rest der sehr aktiven Woche auf dem Spielermarkt gibt es im Telegrammstil: Neue MLB-Verträge vereinbart haben SP Kyle Gibson (Texas Rangers, 3 Jahre, 28 Millionen Dollar), SP Tanner Roark (Toronto Blue Jays, 2 Jahre, 24 Millionen), SP Michael Pineda (Minnesota Twins, 2 Jahre, 20 Millionen), SP Jordan Lyles (Rangers, 2 Jahre, 16 Millionen), SS Didi Gregorius (Philadelphia Phillies, 1 Jahr, 14 Millionen), SP Rick Porcello (New York Mets, 1 Jahr, 10 Millionen), RP Blake Treinen (Los Angeles Dodgers, 1 Jahr, 10 Millionen), SP Josh Lindblom (Milwaukee Brewers, 3 Jahre, 9-18 Millionen leistungsabhängig), SP Kevin Gausman (San Francisco Giants, 1 Jahr, 9 Millionen), RP Joely Rodriguez (Rangers, 2 Jahre, 5,5 Millionen plus Option für ein drittes Jahr), C Alex Avila (Twins, 1 Jahr, 4,25 Millionen), SP Michael Wacha (Mets, 1 Jahr, 3-10 Millionen leistungsabhängig), RP Junior Guerra (Arizona Diamondbacks, 1 Jahr, 2,65 Millionen plus Option für ein zweites Jahr), RP Brad Brach (Mets, 1 Jahr, 850.000 plus Einsatzboni), RP Dan Winkler (Chicago Cubs, 1 Jahr, 750.000) und RP Kyle Finnegan (Nationals, 1 Jahr, Gehalt unbekannt).
Die Mets gönnen sich eine Ergänzung für das Outfield, indem sie CF Jake Marisnick von den Houston Astros holen. Für den Defensivspezialisten gehen zwei eher nachrangige Prospects – P Blake Taylor und OF Kenedy Corona – nach Houston.
OF Nomar Mazara wechselt zu den Chicago White Sox, die dafür OF-Prospect Steele Walker zu den Texas Rangers schicken.
Die Giants holen IF Zack Cozart und SS-Prospect Will Wilson von den Los Angeles Angels. Die Angels erhalten dafür keine direkte Gegenleistung – ihr Profit besteht darin, dass die Giants den teuren Vertrag des zuletzt sehr schwachen und häufig verletzten Cozart (12,167 Millionen für 2020) übernehmen.

Miller und Simmons kommen in die Hall of Fame
Marvin Miller und Ted Simmons werden in die Hall of Fame des Baseballs aufgenommen. Diese Entscheidung wurde während der Winter Meetings vom Modern Era Committee bekannt gegeben. Es handelt sich um eines der im jährlichen Wechsel tagenden Expertengremien, die über die quasi nachträgliche Aufnahme von Personen aus bestimmten historischen Zeiträumen befinden. Dieses Jahr war der Zeitraum von 1970 bis 1987 dran. Simmons war ein schlagstarker Catcher, der den Großteil seiner Karriere bei den St. Louis Cardinals verbrachte. Miller war ein langjähriger und äußerst einflussreicher Vertreter der Spielergewerkschaft MLBPA. Die offizielle Einführung von Miller und Timmons in die Ruhmeshalle wird am 26. Juli 2020 stattfinden – gemeinsam mit jenen Spielern, die von den Mitgliedern des Journalistenverbandes BBWAA gewählt und am 21. Januar bekannt gegeben werden.

Rule-5-Draft heute Abend
Ein integraler Bestandteil der Winter Meetings – und gleichzeitig ihr Abschluss – ist die sogenannte Rule 5 Draft. Es handelt sich um ein Verfahren, das verhindern soll, dass Teams übermäßig Talente horten und diese keine Chance auf MLB-Spielzeit haben: Spieler, die seit vier oder fünf Jahren in den Minor-Leagues sind und nicht den Sprung in den 40-Mann-Kader geschafft haben, können in der Rule-5-Draft von anderen Teams abgeworben werden. Wählbar sind nach diesen Kriterien Hunderte von Spielern, tatsächlich werden aber normalerweise insgesamt nicht mehr als 10-15 gepickt. Ein guter Teil von ihnen wird zudem im Laufe der Folgesaison zurück zum alten Team geschickt, denn das neue Team verliert seinen Anspruch auf den Spieler, sobald es ihn nicht das ganze Jahr über im MLB-Kader führt. Die Rule-5-Draft findet am heutigen Donnerstag ab 18 Uhr mitteleuropäischer Zeit statt. Den ersten Pick haben die Detroit Tigers, gefolgt von den Baltimore Orioles und den Miami Marlins. Auf mlb.com wird es einen Audio-Livestream geben.

All-MLB-Team gewählt
Zum ersten Mal ließ die MLB dieses Jahr nach Saisonende ein All-MLB-Team wählen. Wer dabei ist, entschieden zu gleichen Anteilen die Fans per Internet-Abstimmung sowie ein Expertengremium. Hier ist es, das „Dream-Team“ der MLB-Saison 2019:

C J.T. Realmuto, Phillies
1B Pete Alonso, Mets
2B DJ LeMahieu, Yankees
3B Anthony Rendon, Nationals
SS Xander Bogaerts, Red Sox
OF Mike Trout, Angels
OF Cody Bellinger, Dodgers
OF Christian Yelich, Brewers
DH Nelson Cruz, Twins
SP Gerrit Cole, Astros
SP Justin Verlander, Astros
SP Jacob deGrom, Mets
SP Max Scherzer, Nationals
SP Stephen Strasburg, Nationals
RP Kirby Yates, Padres
RP Josh Hader, Brewers

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Oktober 18th, 2018 by Silversurger

Im Gegensatz zu den enttäuschend einseitigen Divisional-Serien halten die beiden Serien um die League Championships bislang alles, was sie versprochen haben. Jedes einzelne Spiel zwischen den Los Angeles Dodgers und den Milwaukee Brewers sowie zwischen den Boston Red Sox und den Houston Astros war spannend und in beiden Duellen ist nach vier bzw. fünf absolvierten Partien noch nichts entschieden. Schon im jeweils nächsten Spiel kann sich das aber ändern, denn sowohl die Dodgers als auch die Red Sox sind nur noch einen Sieg von der World Series entfernt.

Vom Rest der Liga gibt es derweil nicht allzu viel Neues zu vermelden. Von den Teams, die nach neuen Coaches und Managern suchen, scheint noch keines unmittelbar vor einem Vertragsschluss zu stehen. Eine Hiobsbotschaft gab es für die New York Yankees: Kurz nach ihrem Playoff-Aus stellte sich heraus, dass Shortstop Didi Gregorius eine Tommy-John-Surgery benötigt, die inzwischen bereits stattgefunden hat. Gregorius wird somit einen Großteil der kommenden Saison verpassen. Entsprechend stark haben die Spekulationen zugenommen, dass die Yankees sich in der Offseason um Manny Machado, den wohl begehrtesten kommenden Free Agent auf dieser Position, bemühen könnten.

National League
In der NLCS haben die Los Angeles Dodgers letzte Nacht erstmals die Führung übernommen. Der Garant dafür war Clayton Kershaw, der beim 5:2-Erfolg gegen die Milwaukee Brewers endlich in einem Playoffspiel seine Klasse zeigen konnte. Mit einem ERA von 4.11, erworben in 27 Partien (22 Starts) mit insgesamt 140 gepitchten Innings, entsprachen seine Postseason-Auftritte bislang nur selten seinen Leistungen in der regulären Saison. Zum Vergleich: In 318 Saisonspielen (316 Starts, 2096.1 Innings) liegt sein Karriere-ERA bei sagenhaften 2.39. Oktober dürfte nicht gerade sein Lieblingsmonat sein, aber gestern ließ er sich – anders als im ersten Spiel der Serie – davon nichts anmerken und dominierte die Hitter der Brewers sieben Innings lang fast nach Belieben.

Die Brewers huldigen unterdessen auffällig dem neuen Trend im Baseball: dem sogenannten Bullpenning, also sehr frühen und häufigen Pitcherwechseln. In Spiel eins wurde Starter Gio Gonzalez schon nach zwei Innings ersetzt, in Spiel vier sogar schon nach einem Inning, wobei er sich da aber auch eine Verletzung zugezogen hatte. Spiel fünf schließlich war ein neues Extrem, denn Starter Wade Miley musste schon nach einem einzigen Batter den Mound räumen. Laut Manager Craig Counsell war das eine geplante Aktion, um den Gegner zu verwirren und zum verstärkten Einsatz von Rechtshändern gegen den linkshändigen vermeintlichen Starter zu bringen. Das hat zwar funktioniert, wurde aber letzten Endes nicht von Erfolg gekrönt. Es ist interessant, die Entwicklung weg vom klassischen Starter, die einige Teams – allen voran Tampa Bay – in der regulären Saison vorangetrieben haben, nun auch in der Postseason angewendet zu sehen. Erfolg hatten die Brewers mit dieser Taktik bislang allerdings nur in Spiel eins der Serie. Ihren zweiten Sieg holten sie in Spiel drei bei einem ganz normalen Start von Jhoulys Chacin, der 5.1 Shutout-Innings pitchte.

Die Entscheidung der Serie kann Freitagnacht ab 2:39 Uhr unserer Zeit fallen, wenn Spiel sechs von den Dodgers gewonnen wird. Wenn die Brewers noch in die World Series wollen, müssen sie sowohl dieses Spiel als auch die dann entscheidende Partie am Samstag gewinnen.

American League
Die ALCS verläuft bislang gefühlt alles andere als einseitig, trotzdem haben die Boston Red Sox inzwischen eine komfortable Führung von 3:1 Spielen und stehen somit kurz vor der World Series.

Gelungen ist ihnen das, indem sie in knappen Spielen zum richtigen Zeitpunkt die entscheidenden Hits gelandet haben. Dafür steht niemand mehr als Outfielder Jackie Bradley Jr.: Zuerst beeinflusste er den Ausgang von Spiel zwei durch einen 3-Run-Double, bei dem der Ball ziemlich lustig durch die Gegend hüpfte. In Spiel drei besiegelte er den Sieg seines Teams durch einen Grand Slam im achten Inning. In Spiel vier schließlich schlug er den Go-ahead-Homerun im sechsten Inning. Das waren 9 entscheidende RBIs in den drei Siegen der Red Sox und jeden davon erzielte er bei zwei Outs.

Die Red Sox haben nun drei Matchbälle zum Gewinn der Best-of-3-Serie. Die erste Chance, einen davon zu verwandeln, besteht heute Nacht ab 2:09 Uhr unserer Zeit beim Duell von David Price und Justin Verlander.

Szene der Woche
An dieser Stelle muss ich mal die vielen großartigen Catches erwähnen, die die Serie der Astros gegen die Red Sox hervorgebracht hat. Der sehenswerteste davon war für mich der Catch von Astros-Outfielder Tony Kemp in Spiel drei gegen die Red Sox. Er beraubte dadurch Steve Pearce eines Extra-Base-Hits gegen die Outfield-Mauer und verhinderte zu dem Zeitpunkt eine höhere Führung Bostons. Genützt hat es im Endeffekt wenig, denn am Ende gewannen die Red Sox mit 8:2. Seinem Kollegen Josh Reddick erging es ähnlich: Auch er hatte eine tolle Aktion, die in Spiel vier Schlimmeres verhinderte, auch dieses Spiel brachten die Red Sox nach Hause – passenderweise durch einen spektakulären Catch von Andrew Benintendi. Genauso entscheidend für den Ausgang dieser Partie war der Catch, den Mookie Betts nicht machen konnte: Ein Fan griff unzulässigerweise ins Spiel ein und verhinderte, dass Betts den potenziellen Homerun von Jose Altuve stehlen konnte. Die Umpires entschieden dennoch auf Out, denn bei Fan Interference ist die Szene so zu beurteilen wie sie vermutlich ohne den Eingriff passiert wäre.

Statistik der Woche
1930. Das ist eigentlich keine richtige Statistik, sondern eine Jahreszahl. Im genannten Jahr ist es zum letzten Mal vorgekommen, dass ein Pitcher zwei Spiele einer Playoffserie hintereinander gestartet hat. George Earnshaw war es damals, der für die Philadelphia Athletics die Spiele fünf und sechs der World Series gegen die St. Louis Cardinals begann. Earnshaw gewann beide Spiele und entschied damit die Serie zu Gunsten von Philadelphia. Earnshaw pitchte damals im ersten Spiel sieben Innings und im zweiten neun. Morgen wird voraussichtlich Wade Miley von den Brewers erstmals seit 88 Jahren wieder das zweite Playoffspiel in Folge beginnen. Er brachte es bei seinem vorherigen Start allerdings auf 0 Innings, da er schon vor dem ersten Out ausgewechselt wurde.

Spiel der Woche
Die bislang aufregendste Partie der League Championships war für mich Spiel vier zwischen den Dodgers und den Brewers. Viele Runs gab es in dem 13-Inning-Thriller zwar nicht zu sehen, dafür aber überragendes Pitching insbesondere von beiden Bullpens, einen fantastischen Catch sowie den entscheidenden Walkoff-Hit von Cody Bellinger und natürlich die vielen Gesichter des Manny Machado: Für seinen Freund und Gegenspieler Jonathan Schoop hatte er sowohl einen Geburtstagskuchen als auch einen starken Wurf zum Groundout übrig, für Jesús Aguilar leider nur einen ziemlich fiesen Tritt und für die lange zitternden Dodgersfans schließlich den erlösenden Lauf um die Bases, mit dem er Christian Yelichs Wurf aus dem Rightfield zuvor kam und seinem Team den Sieg brachte.

Mein Einschalttipp
Ich bleibe natürlich bei meiner Empfehlung, möglichst jedes der letzten paar Spiele auf dem Weg zur World Series 2018 zu schauen. Innerhalb unserer Zeitzone bietet sich speziell die sechste Partie zwischen den Red Sox und den Astros an. Mit einer Startzeit von 23:09 Uhr unserer Zeit ist es das einzige verbleibende Spiel der League Championships, das nicht mitten in der Nacht beginnt. Ob es überhaupt stattfindet oder ob die Serie schon vorher durch einen Sieg von Boston in Spiel 5 entschieden wird, bleibt noch abzuwarten. Dementsprechend stehen auch die Starting Pitcher noch nicht fest. Nach derzeitigem Stand würde es vermutlich auf Dallas Keuchel und auf Chris Sale hinauslaufen, sofern Letzterer bis dahin nach seinen Magenproblemen wieder ganz auf den Beinen ist.

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März 23rd, 2017 by Silversurger

Das Spring Training neigt sich langsam aber sicher dem Ende zu und in nur zehn Tagen beginnt endlich die neue MLB-Saison – schon zwei Tage vorher startet übrigens die deutsche Baseball-Bundesliga, auf die ich mich genauso sehr freue. Heute steht aber erst einmal das Ergebnis eines anderen Wettbewerbs im Vordergrund: Die USA haben den World Baseball Classic gewonnen und sind somit zum ersten Mal das geworden, was man in den meisten anderen Sportarten als Weltmeister bezeichnen würde. Herzlichen Glückwunsch dazu!

Klarer Sieg der USA im Finale des WBC 
Das Finale zwischen den Gastgebern und Puerto Rico verlief einseitiger als erwartet: 8:0 siegten die USA, die in der Zwischenrunde den Puerto Ricanern noch mit 5:6 unterlegen gewesen waren. Ganz großen Anteil an dem Erfolg hatte der Starting Pitcher der USA, Marcus Stroman, der erst im siebten Inning den ersten Hit zuließ und hinterher zum MVP des Spiels gewählt wurde. In der Offensive leisteten 2B Ian Kinsler und OF Andrew McCutchen mit je zwei Hits, darunter ein 2-Run-Homerun von Kinsler, und je einem Walk den größten Beitrag.

Gute und schlechte Nachrichten für die Yankees
Die meisten Schlagzeilen aus dem Spring-Training gebührten diese Woche den New York Yankees. Erfreulich aus ihrer Sicht ist, dass sie mit 19 Siegen und nur 7 Niederlagen bislang das erfolgreichste Team der Vorbereitungsrunde sind. Für besonderes Aufsehen sorgte die Leistung vom vergangenen Freitag, als Masahiro Tanaka, Chasen Shreve und Jordan Montgomery einen No-Hitter gegen die Detroit Tigers pitchten – übrigens den ersten Spring-Trainig-No-Hitter seit zwei Jahren. Natürlich sind solche Freundschaftsspiel-Erfolge im Endeffekt nichts wert und so wird die Freude über die guten Leistungen wohl deutlich von der schlechten Nachricht dieser Woche überschattet: Shortstop Didi Gregorius kehrte mit einem gezerrten Schultermuskel von seiner WBC-Teilnahme für das niederländische Nationalteam zurück und wird mindestens bis in den Mai hinein ausfallen. Naturgemäß gab es sofort Spekulationen über einen Trade, beispielsweise für Freddy Galvis von den Phillies oder für Zack Cozart von den Reds, aber wahrscheinlicher erscheint eine interne Vertretungslösung. Diese wird aller Voraussicht nach nicht Top-Prospect Gleyber Torres sein, dem man mehr Zeit zur Entwicklung in den Minor Leagues geben will. Starlin Castro, Tyler Wade und Ruben Tajada sind wohl die aussichtsreichsten Kandidaten für den Job.

Neue Tommy-John-Opfer
Noch schlimmer als Gregorius hat es die beiden Starting Pitcher Cody Anderson von den Cleveland Indians und Trevor May von den Minnesota Twins erwischt: Beide mussten sich der berüchtigten Tommy-John-Surgery zur Reparatur von Bändern im Ellbogen unterziehen. Das bedeutet, dass die Saison 2017 ohne die beiden stattfinden wird. Sowohl Anderson als auch May waren zuletzt keine festen Größen in ihren Teams und konnten vor der Verletzung allenfalls auf den fünften Platz in der jeweiligen Rotation hoffen.

Vertragsverlängerung für Kevin Kiermaier und Tim Anderson
Grund zur Freude gibt es für OF Kevin Kiermaier von den Tampa Bay Rays und Shortstop Tim Anderson von den Chicago White Sox, denn beide haben diese Woche neue millionenschwere Verträge unterzeichnet. Kiermaier – defensiv unbestreitbar einer der besten Outfielder der Liga, als Batter bislang nicht mehr als solide – erhält von den Rays 53,5 Millionen Dollar für sechs Jahre, ein weiteres Jahr ist optional für 13 Millionen.

Anderson hat ebenfalls für sechs Jahre unterschrieben und bekommt dafür 25 Millionen Dollar. Seine Vertragsverlängerung kam überraschend, denn er spielt seit nicht mal einem Jahr in der MLB. Er wäre daher nach den zwischen der Spielergewerkschaft MLBPA und der Liga ausgehandelten Regeln ohnehin noch sechs Jahre an die White Sox gebunden gewesen und hätte sich auch mit weit weniger Geld zufrieden geben müssen. Kernstück des Vertrages sind daher die beiden optionalen Jahre, in denen die White Sox ihren Shortstop für 12,5 und 14 Millionen Dollar nach der festen Laufzeit weiterbeschäftigen können.

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