März 20th, 2020 by Silversurger

Die St. Louis Cardinals gehen als Verteidiger des Divisionstitels in die neue Saison der NL Central. Das kam ein bisschen überraschend nach drei eher mittelmäßigen Jahren und einem ebensolchen Beginn der letzten Saison. Doch die Cardinals steigerten sich im Verlauf des Jahres und brachten es in der zweiten Saisonhälfte auf die beeindruckende Bilanz von 51 Siegen und nur 30 Niederlagen. Darauf lässt sich für 2020 aufbauen, insbesondere auf den starken Leistungen des Pitching-Staffs um Jack Flaherty, der sich als das neue Ass des Teams etabliert hat. Die Cardinals sind keine Überflieger, denn dazu ist das Lineup zu inkonsistent und auch der Bullpen wirft zu viele Fragen auf. Nennenswerte Verstärkungen in der Offseason waren zudem Fehlanzeige. Aber der Klub ist traditionell berüchtigt dafür, aus begrenzten Möglichkeiten das Beste herauszuholen, und sein Manager Mike Shildt personifiziert diese Eigenschaft wie kaum ein zweiter. Deshalb traue ich den Cardinals zu, dass sie auch 2020 die NL Central gewinnen werden. Viel mehr als Bauchgefühl ist das jedoch nicht angesichts der weit offenen Konkurrenzsituation in der Division. Letztes Jahr war es schon ein Dreikampf zwischen den Cardinals, den Cubs und den Brewers, in der neuen Saison könnten die Reds in diese Gruppe aufsteigen und die Sache noch spannender machen. Auf eine Reihenfolge innerhalb des Quartetts würde ich nicht wetten wollen.

Voraussichtliches Lineup
C Yadier Molina
1B Paul Goldschmidt
2B Kolten Wong
SS Paul DeJong
3B Matt Carpenter
LF Tyler O’Neill
CF Harrison Bader
RF Dexter Fowler

Voraussichtliche Rotation
RHP Jack Flaherty
RHP Miles Mikolas
RHP Dakota Hudson
RHP Adam Wainwright
RHP Carlos Martinez
Key Reliever: Giovanny Gallegos

Wichtigster Zugang
LHP Kwang-Hyun Kim (SK Wyverns)

Wichtigster Abgang
OF Marcell Ozuna (Atlanta Braves)

Bestes Prospect
OF Dylan Carlson

Größte Stärke
Paul Goldschmidt: Für seine Verhältnisse hatte Goldy in seinem ersten Jahr als Cardinal eine schwächere Saison mit 2.9 fWAR und .821 OPS. Aber die Saisonstatistik täuscht darüber hinweg, dass er nach dem All-Star-Break mächtig in Fahrt kam. 18 Homeruns, 60 RBI und .886 OPS in der zweiten Saisonhälfte machten jeden Zweifel an den nach wie vor herausragenden Fähigkeiten des 32-jährigen First Baseman zunichte.

Größte Schwäche
Offensive Tiefe: Mit Goldschmidt, Matt Carpenter und vielleicht noch Paul DeJong ist ein starker Kern an Hittern vorhanden. Ob das reicht, um ganz oben mitzuhalten, ist zumindest fraglich. Die Batting-Leistung des Teams insgesamt war 2019 nur knapp durchschnittlich und das Auftreten in der NLCS war ein regelrechter Offenbarungseid der Cardinals-Offense. Inzwischen haben die Cardinals ihren Cleanup-Hitter Marcell Ozuna ersatzlos ziehen lassen, was das Lineup mit Sicherheit nicht stärker macht.

Spannendste Frage
Wer übernimmt die Rolle des Closers? 2019 hatten die Cardinals Saves von neun verschiedenen Pitchern. In der zweiten Saisonhälfte übernahm Carlos Martinez den Job und machte seine Sache gut. Da Martinez dieses Jahr in die Starting Rotation zurückkehrt, ist die Stelle wieder zu haben. Die offensichtliche Wahl wäre Andrew Miller, der jedoch mit einer mysteriösen Verletzung zu kämpfen hat. Ob und welche Rolle das frühere Top-Prospect Alex Reyes spielen wird, ist ebenfalls schwer einzuschätzen. Eine sichere Bank als Reliever ist am ehesten Giovanny Gallegos, auf den es letztlich als Closer hinauslaufen könnte.

Meine Prognose
Platz 1 in der NL Central

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März 14th, 2020 by Silversurger

Im Herbst 2016, die Chicago Cubs waren frisch gebackener World Champion, fragte sich die Baseball-Welt, ob man am Beginn einer Dynastie steht, also einer jahrelangen Vorherrschaft eines einzelnen Teams. So stark, so ausgewogen, so jung war die Mannschaft, dass ganz selbstverständlich darüber diskutiert wurde, wie viele Meisterschaften die Cubs in den folgenden Jahren noch einfahren würden. Es kam anders, wie wir heute wissen: ein bisschen Sättigungseffekt hier, ein bisschen Abnutzung da, der eine oder andere Spieler nahm nicht die erhoffte Entwicklung und natürlich schläft auch die Konkurrenz nicht. So ging es langsam bergab und am Ende der vergangenen Saison stand man mit einer Bilanz von 84-78 und ohne Playoff-Ticket da. Als Sündenbock wurde der Cheftrainer ausgemacht. Joe Maddon erhielt keine Vertragsverlängerung und wurde ersetzt durch David Ross. Der war 2016 noch als Backup-Catcher Teil des Meisterteams und muss sich nun schnell in die neue Rolle gegenüber seinen Freunden und ehemaligen Teamkameraden einfinden. Die Erwartungen in Chicago sind nach wie vor hoch. Für General Manager Theo Epstein hängt wohl auch der eigene Arbeitsplatz daran, ob die Cubs in seinen verbleibenden zwei Vertragsjahren zurück in die Erfolgsspur finden. Das Team, das dafür zur Verfügung steht, ist weitgehend dasselbe wie in den letzten Jahren. Es wird spannend zu sehen, zu was die inzwischen nicht mehr ganz so junge Truppe unter der neuen Führung fähig sein wird.

Voraussichtliches Lineup
C Willson Contreras
1B Anthony Rizzo
2B Jason Kipnis
SS Javier Baez
3B Kris Bryant
LF Kyle Schwarber
CF Ian Happ
RF Jason Heyward

Voraussichtliche Rotation
LHP Jon Lester
RHP Yu Darvish
RHP Kyle Hendricks
LHP Jose Quintana
RHP Tyler Chatwood
Key Reliever: Craig Kimbrel

Wichtigster Zugang
OF Steven Souza Jr. (Arizona Diamondbacks)

Wichtigster Abgang
OF Nicholas Castellanos (Cincinnati Reds)

Bestes Prospect
IF Nico Hoerner

Größte Stärke
Der Kern des Lineups: Ein Team, das um Kris Bryant, Javier Baez, Anthony Rizzo und Kyle Schwarber aufgebaut ist, ist per se ein Playoff-Kandidat. Für die Cubs gilt es, diese Stärke noch ein oder zwei Mal zu nutzen, bevor nach der Saison 2021 sämtliche genannten Spieler Free Agents werden und wohl kaum alle gehalten werden können.

Größte Schwäche
Pitching. Es wurde so gut wie nichts getan, um den Verlust von Cole Hamels und mehrerer Reliever aufzufangen. Wenn Jon Lester, Jose Quintana und Craig Kimbrel nicht zu alter Stärke finden, dann wird es um Yu Darvish und Kyle Hendricks ziemlich dünn.

Spannendste Frage
Wer setzt sich an der zweiten Base durch? Hier war im – inzwischen ausgesetzten – Spring Training ein interessanter Position-Battle entstanden. Das 22-jährige Talent Nico Hoerner soll die langfristige Lösung sein, bekommt aber wohl erst noch etwas Zeit zur Entwicklung. Die Utility-Spieler Daniel Descalso und David Bote sind interne Kandidaten für den Posten, aber am Ende könnte das Rennen einer machen, den kaum jemand auf der Rechnung hatte: der ehemalige All-Star Jason Kipnis, der im Februar mit einem Minor-League-Deal bei den Cubs anheuert.

Meine Prognose
Platz 2 in der NL Central

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März 10th, 2020 by Silversurger

Die Richtung stimmt schon mal für die Cincinnati Reds: Nach vier Jahren mit einem Abo auf die rote Laterne der NL Central landeten sie 2019 mit 75 Siegen auf einem soliden vierten Platz – und es war sogar noch Pech dabei. Von den erzielten und kassierten Runs her hätten die Reds statistisch gesehen fünf Spiele mehr gewinnen müssen. Auch das Zuschauerinteresse stieg deutlich an, von 1,63 Millionen im Jahr 2018 auf immerhin 1,81 Millionen. Der Aufwärtstrend der Franchise gründete vor allem auf starkem Pitching. Die Offensive hingegen bereitete einige Sorgen. Zum Beispiel waren die Leistungen des einst überragenden Joey Votto im zweiten Jahr hintereinander stark rückläufig; Nick Senzels Rookie-Saison war von Verletzungen geprägt; Aristides Aquino schlug ein paar Wochen lang wie Superman, bis die Gegner merkten, dass Breaking Balls sein Kryptonit sind. Folgerichtig investierten die Reds in dieser Offseason vor allem in erfahrene Hitter: IF Mike Moustakas und OF Nicholas Castellanos wurden für jeweils 64 Millionen Dollar mit Vierjahresverträgen ausgestattet; für 3 Jahre und 21 Millionen Dollar kam aus Japan Shogo Akiyama, der den Leadoff-Spot und das Centerfield ausfüllen soll. Das sind allesamt Moves, die Sinn ergeben und die Reds voran bringen werden auf ihrem Weg nach oben. Innerhalb der ziemlich ausgeglichenen Division kann es durchaus passieren, dass Cincinnati im September an einer Playoff-Teilnahme schnuppert.

Voraussichtliches Lineup
C Tucker Barnhart
1B Joey Votto
2B Mike Moustakas
SS Freddy Galvis
3B Eugenio Suarez
LF Jesse Winker
CF Shogo Akiyama
RF Nicholas Castellanos

Voraussichtliche Rotation
RHP Luis Castillo
RHP Trevor Bauer
RHP Sonny Gray
RHP Anthony DeSclafani
LHP Wade Miley
Key Reliever: Raisel Iglesias

Wichtigster Zugang
IF Mike Moustakas (Milwaukee Brewers)

Wichtigster Abgang
RHP Kevin Gausman (San Francisco Giants)

Bestes Prospect
RHP Hunter Greene

Größte Stärke
Die Rotation: Die Reds haben das Luxusproblem, ihren Opening-Day-Pitcher aus drei hervorragenden Optionen auwählen zu können. Luis Castillo und Sonny Gray haben eine sehr starke Saison 2019 hinter sich, Trevor Bauer trennt ein mittelmäßiges Jahr von seiner 2.21-ERA-Saison 2018. Anthony DeSclafani und Wade Miley sind die solide Abrundung einer Gruppe, die für mich zu den drei besten in der NL gehört.

Größte Schwäche
Shortstop: Freddy Galvis verwaltet die Position und trägt wenig zur Offensive bei. Alternativen zu ihm gibt es praktisch keine, es sei denn man ließe Eugenio Suarez oder Nick Senzel auf der ungewohnten Position starten und nähme in Kauf, dass das Defensivspiel darunter leiden würde. Wenn die Reds noch mal nachbessern, sei es jetzt oder während der Saison, dann könnte ein Francisco Lindor oder ein Trevor Story das fehlende Puzzleteil sein.

Spannendste Frage
Gelingt Shogo Akiyama der nahtlose Übergang? Mit in Kürze 32 Jahren wagt der fünffache All-Star der japanischen NPB den Sprung über den großen Teich. Das ist verhältnismäßig spät und muss daher ohne viel Anpassungszeit funktionieren. Die Reds setzen darauf, dass Akiyama insbesondere seine herausragenden On-Base-Fähigkeiten auch gegen MLB-Pitcher zur Anwendung bringt. Übrigens waren die Reds bislang das einzige Team der Liga, das noch nie einen Spieler aus Japan im Lineup hatte.

Meine Prognose
Platz 3 in der NL Central

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März 6th, 2020 by Silversurger

Mein Vorschau-Ranking ist im mittleren Drittel angelangt und gleichzeitig an einer Stelle, an der ich einen gewissen Cut sehe zwischen den ab jetzt besprochenen Teams und den zehn, die ich schon vorgestellt habe. Ab Rang 21 abwärts habe ich die Mannschaften einsortiert, für die ich dieses Jahr nur marginale Chancen auf die Teilnahme an den Playoffs sehe. Die Milwaukee Brewers sind das erste Team in meiner Vorschauserie, dem ich die Playoff-Qualifikation grundsätzlich zutraue. Warum auch nicht, schließlich waren sie schon letztes und vorletztes Jahr dabei. 2018 trennte sie nur ein Sieg vom Einzug in die World Series, 2019 waren sie im Wild-Card-Spiel einen schlechten Pitch und ein defensives Missgeschick davon entfernt, den späteren Champion Washington auszuschalten. Trotzdem habe ich die Brewers für die kommende Saison nur ganz am Rand meines Playoff-Blickfelds. Sie haben in der Offseason einen relativ großen Umbruch erlebt und der sieht für mich nicht so aus, als sollten sie gestärkt daraus hervorgehen. Die Vertragsverlängerung mit Superstar Christian Yelich bis 2028 ist zwar ein großer Erfolg, aber auch ein finanzieller Kraftakt von 215 Millionen Dollar, dem sich einiges unterordnen musste. Die Top-Free-Agents Yasmani Grandal und Mike Moustakas unterschrieben ihre neuen Verträge anderswo, auch Eric Thames, Gio Gonzalez, Jordan Lyles, Drew Pomeranz und einige mehr zogen weiter. Aufgefüllt wurde der Kader durch Trades und günstige Free Agents mehr schlecht als recht. Insbesondere das Infield wirft eine Menge Fragezeichen auf. Auch das Pitching-Staff jenseits von Brandon Woodruff und Josh Hader überzeugt mich nicht wirklich. Ich muss allerdings zugeben, dasss mir das mit den Brewers-Pitchern seit Jahren so geht und Manager Craig Counsell es regelmäßig geschafft hat, mich positiv zu überraschen. Mal sehen, ob ihm das auch dieses Jahr gelingt.

Voraussichtliches Lineup
C Omar Narvaez
1B Justin Smoak
2B Keston Hiura
SS Orlando Arcia
3B Eric Sogard
LF Christian Yelich
CF Lorenzo Cain
RF Avisail Garcia

Voraussichtliche Rotation
RHP Brandon Woodruff
RHP Adrian Houser
LHP Eric Lauer
LHP Brett Anderson
RHP Josh Lindblom
Key Reliever: Josh Hader

Wichtigster Zugang
OF Avisail Garcia (Tampa Bay Rays)

Wichtigster Abgang
C Yasmani Grandal (Chicago White Sox)

Bestes Prospect
SS Brice Turang

Größte Stärke
Christian Yelich: Die gegnerischen Pitcher finden einfach kein Mittel gegen den MVP 2018 und Vize-MVP 2019 der National League. Letztes Jahr warfen sie gegen ihn nur 41,8% der Pitches in die Strikezone (2018 waren es noch 48,6%), doch Yelich passte sich nahtlos an und schlug .329/.429/.671. Das ist ein OPS von 1.100 und damit die beste Offensivleistung eines MLB-Spielers in den letzten zehn Jahren außer der 2015-Saison von Bryce Harper (1.109 OPS).

Größte Schwäche
Das Infield: Justin Smoak, Brock Holt, Eric Sogard, Jedd Gyorko, Luis Urias, Ryon Healy, Ronny Rodriguez – die Brewers haben die Offseason damit verbracht, Infielder anzuhäufen, die meisten davon Utility-Spieler ohne klare Position und mit entsprechenden Defiziten in der Defensive. Den einzigen klaren Stammplatz hat der junge Second Baseman Keston Hiura, der sich in seinem Rookiejahr 2019 als starker Hitter, aber schwacher Feldspieler gezeigt hat.

Spannendste Frage
Schafft Josh Lindblom den Durchbruch im dritten Anlauf? Der Pitcher wurde 2008 von den Dodgers gedraftet, konnte sich aber nie in der MLB etablieren. 2014 wechselte er nach Südkorea, ein Comebackversuch 2017 bei den Pirates war nicht von Erfolg gekrönt. Zurück in Südkorea überarbeitete Lindblom sein Pitch-Arsenal und plötzlich erzielte er überragende Ergebnisse. Ein ERA von 2.50 in 30 Starts für die Doosan Bears brachte ihm den MVP-Award der KBO-Saison 2019 und weckte die Aufmerksamkeit der Brewers, bei denen der 32-Jährige einen Dreijahresvertrag für 9 Millionen Doller erhielt.

Meine Prognose
Platz 4 in der NL Central

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Februar 26th, 2020 by Silversurger

Mit nur 69 Siegen und dem letzten Platz in der NL Central haben die Pittsburgh Pirates gerade ihre schlechteste Saison seit 10 Jahren hinter sich. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Ich sehe wenig Hoffnung, dass die kommende Saison für sie besser läuft. In der Offseason waren sie auf dem Spielermarkt kaum aktiv; ihr wichtigster Move war die Abgabe von Centerfielder Starling Marte an die Arizona Diamondbacks. Zudem sitzt ihr stärkster Relief Pitcher Felipe Vazquez seit September in Haft – hoffentlich noch recht lange, wenn sich die Vorwürfe wegen Kindesmissbrauchs und Kinderpornografie gegen ihn bewahrheiten. Der Fall Vazquez war der Tiefpunkt in einer ganzen Reihe unwürdiger Vorgänge in der zweiten Jahreshälfte 2019, darunter mehrere Schlägereien innerhalb des Teams, das mit einer Bilanz von 25-48 nach dem All-Star-Break komplett auseinander fiel. In Reaktion darauf hat Team-Owner Bob Nutting den Hebel an der Chefetage angesetzt: Präsident Frank Coonelly, General Manager Neal Huntington und Manager Clint Hurdle wurden gefeuert und durch Travis Williams, Ben Cherington und Derek Shelton ersetzt. Die neuen Verantwortlichen sollen die Kultur des Klubs ändern und einen Neuaufbau einleiten. Auch sie können aber nur Erfolg haben, wenn sie mit den nötigen Mitteln ausgestattet werden. Nutting gilt als wenig investitionsfreudig, aktuell haben die Pirates mit rund 50 Millionen Dollar eines der geringsten Gehaltsbudgets der Liga.

Voraussichtliches Lineup
C Jacob Stallings
1B Josh Bell
2B Adam Frazier
SS Kevin Newman
3B Colin Moran
LF Bryan Reynolds
CF Jarrod Dyson
RF Gregory Polanco

Voraussichtliche Rotation
RHP Chris Archer
RHP Joe Musgrove
RHP Trevor Williams
RHP Mitch Keller
LHP Steven Brault
Key Reliever: Keone Kela

Wichtigster Zugang
OF Jarrod Dyson (Arizona Diamondbacks)

Wichtigster Abgang
OF Starling Marte (Arizona Diamondbacks)

Bestes Prospect
RHP Mitch Keller

Größte Stärke
Frischer Wind: Der klare Cut, der im Front Office durchgeführt wurde, war die einzig richtige Entscheidung nach dem desolaten Bild, das die Pirates letztes Jahr sowohl auf als auch neben dem Platz abgegeben haben.

Größte Schwäche
Die Farm: Baseball America listet – trotz Berücksichtigung des Marte-Trades – das Nachwuchssystem der Pirates nur auf Rang 23. Das ist keine gute Ausgangsposition für ein Team, das am Beginn eines Neuaufbaus steht.

Spannendste Frage
Findet Archer zurück in die Spur? Chris Archer galt einst als Pitching-Ass, schaffte es bei den Tampa Bay Rays zweimal ins All-Star-Team. Seit dem Wechsel nach Pittsburgh ist er ein Schatten seiner selbst. 2019 kam er in 23 Starts auf einen miesen ERA von 5.19 und fiel fünf Wochen mit einer verspannten Schulter aus. Die Offseason verbrachte er mit einem Workout-Programm in Kalifornien, das die Wende zum Guten bringen soll.

Meine Prognose
Platz 5 in der NL Central

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Februar 24th, 2020 by Silversurger

Update vom 13. März: Der Start der MLB-Saison wurde wegen der Corona-Pandemie um mindestens zwei Wochen verschoben. Die Serie von Vorschau-Artikeln führe ich fort, aber statt täglich werde ich nur noch jeden zweiten Tag ein Team vorstellen, um die Wartezeit etwas gleichmäßiger zu füllen. Bleibt dran und bleibt vor allem gesund!

In gut einem Monat, am 26. März 2020, beginnt endlich die neue MLB-Saison. Höchste Zeit, die gute alte Baseblog-Tradition der Team-Vorstellungen aufleben zu lassen. Ab morgen gibt es hier wieder 30 Tage lang jeden Tag einen kurzen Vorschauartikel auf die neue Saison.

Die Reihenfolge, in der ich die Artikel veröffentliche, entspricht meiner persönlichen Prognose des Abschneidens der jeweiligen Teams. Den Anfang macht morgen die in meinen Augen schwächste Mannschaft der Liga. Von dort arbeite ich mich jeden Tag ein Stück nach oben bis zu meinem Tipp für den World-Series-Gewinner 2020. Dieser Artikel hier dient als Überblick, den ich auf der Startseite des Blogs anhefte und nach und nach mit Links zu den bereits veröffentlichten Previews aktualisiere, sodass ihr in einem Monat die ganze Liste seht.

Korrekturen und Kommentaren sind mir wie immer sehr willkommen – schließlich sind meine Einschätzungen höchst subjektiv und ich bin ganz sicher nicht für jedes Team Experte. Hier mein Powerranking, das sich in den kommenden Tagen mit Teamnamen und mit Links zu den jeweiligen Artikeln füllen wird:
1. Los Angeles Dodgers
2. New York Yankees
3. Atlanta Braves
4. Houston Astros
5. Tampa Bay Rays
6. Minnesota Twins
7. New York Mets
8. Los Angeles Angels
9. Washington Nationals
10. St. Louis Cardinals
11. Oakland Athletics
12. Chicago White Sox
13. Chicago Cubs
14. Boston Red Sox
15. Arizona Diamondbacks
16. Cincinnati Reds
17. San Diego Padres
18. Philadelphia Phillies
19. Cleveland Indians
20. Milwaukee Brewers
21. Toronto Blue Jays
22. Texas Rangers
23. Colorado Rockies
24. San Francisco Giants
25. Kansas City Royals
26. Detroit Tigers
27. Seattle Mariners
28. Miami Marlins
29. Pittsburgh Pirates
30. Baltimore Orioles

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März 22nd, 2019 by Silversurger

Drei Jahre ohne Playoff-Teilnahme sind eine außergewöhnlich lange Durststrecke für die St. Louis Cardinals. Tatsächlich hatten sie während dieser Zeit keine einzige Losing-Season, aber am Ende hat es eben immer gerade so nicht gereicht. Den Unterschied soll nun Paul Goldschmidt machen. Der First Baseman wurde in einem der spektakulärsten Trades der Offseason von den Diamondbacks geholt. Gestern wurde zudem bekannt, dass die Cardinals sich mit ihm auf einen neuen Vertrag bis 2024 geeinigt haben. Mit 32,9 Wins Above Replacement über die vergangenen sechs Jahre war Goldschmidt in der MLB der drittstärkste Positionsspieler dieses Zeitraums. Neben einem zuvor schon guten und durch Goldschmidt noch besseren Lineup bieten die Cardinals auch eine starke Pitching Rotation auf. Deren Hauptakteure haben sie allesamt selbst entdeckt oder entwickelt: Miles Mikolas haben sie letztes Jahr aus Japan geholt, Carlos Martinez und Alex Reyes wurden 2010 bzw. 2012 als internationale Rookies verpflichtet und Jack Flaherty war der Erstrundenpick der Cardinals 2014. Ich habe schon in früheren Artikeln geschrieben, dass ich die NL Central für eine der ausgeglichensten Divisionen halte, und insbesondere an den Cubs und den Brewers wird es kein leichtes Vorbeikommen geben. Dennoch glaube ich, dass das ausgewogene Team der Cardinals am Ende der regulären Saison auf Platz eins seiner Division stehen wird und auch in den Playoffs eine gute Rolle spielen kann.

Voraussichtliches Lineup
C Yadier Molina
1B Paul Goldschmidt
2B Kolten Wong
SS Paul DeJong
3B Matt Carpenter
LF Marcell Ozuna
CF Harrison Bader
RF Jose Martinez

Voraussichtliche Rotation
RHP Miles Mikolas
RHP Carlos Martinez
RHP Jack Flaherty
RHP Michael Wacha
RHP Alex Reyes
Key Reliever: Andrew Miller

Wichtigster Zugang
1B Paul Goldschmidt (Arizona Diamondbacks)

Wichtigster Abgang
Tyson Ross (Detroit Tigers)

Bestes Prospect
RHP Alex Reyes

Größte Stärke
Schlagkraft: Mit Marcell Ozuna, Matt Carpenter, Paul DeJong und jetzt Paul Goldschmidt haben die Cardinals eine der besten – wenn nicht die beste – Ansammlung von Power-Hittern in der ganzen Liga.

Größte Schwäche
Der Bullpen: Hier lag schon letztes Jahr ein Problemfeld und die einzige nennenswerte Aktivität zur Verbesserung war die Verpflichtung von Andrew Miller. Der war mal ein sehr dominanter Reliever, litt zuletzt jedoch unter Knie- und Schulterproblemen.

Spannendste Frage
Kann Mike Shildt den guten ersten Eindruck bestätigen? Shildt kam Mitte der letzten Saison zunächst als Interims-Manager ans Ruder, nachdem man sich von Mike Matheny getrennt hatte. Unter Shildt blühte das Team förmlich auf und brachte es in den restlichen Spielen auf eine beeindruckende 41-28-Bilanz. Shildt wurde mit einem Vertrag bis 2020 belohnt und muss nun zeigen, dass die schnellen Erfolge nicht nur ein kurzfristiger Effekt des Wechsels waren.

Prognose
Platz 1 in der NL Central

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März 19th, 2019 by Silversurger

Mit 387 Siegen sind die Chicago Cubs das erfolgreichste MLB-Team der letzten vier Jahre. Da ist es nur allzu verständlich, dass man in der Offseason vor allem auf Kontinuität gesetzt hat. Es gab kaum Zu- oder Abgänge, der Kern des Teams – Jon Lester, Anthony Rizzo, Javier Baez, Kris Bryant – ist immer noch der gleiche wie in der Meisterschafts-Saison 2016. Auch die sportliche Leitung liegt bei Joe Maddon in denselben guten Händen wie in den vergangenen vier Jahren. Das hört sich alles sehr vielversprechend an und doch herrschen in Chicagos Norden einige Zweifel in Bezug auf die neue Saison. Ein Grund dafür ist, dass es letztes Jahr nicht so glatt lief wie die Bilanz von 95 Siegen vermuten lässt. Die Cubs hatten über die Saison hinweg mehrere Schwächephasen und ihr Star-Hitter Kris Bryant war wegen einer nagenden Schultervletzung seit Mai nie ganz er selbst. Das Ende der Saison mit Niederlagen zuerst in Spiel 163 um den Divisionstitel gegen die Braves und anschließend im Wild-Card-Spiel gegen die Rockies hätte kaum demoralisierender sein können. Ein weiterer Grund, an den Cubs zu zweifeln, ist die Tatsache, dass Joe Maddons Vertrag nach der Saison ausläuft und der Klub bisher keine klaren Signale gesendet hat, ob man weiter mit ihm plant. Wenn in dieser Hinsicht keine klaren Verhältnisse geschaffen werden, kann das Thema während der Saison zu einer ständigen Ablenkung werden. Zusätzliche Unruhe verursacht die Geschichte um Addison Russell, der in den ersten Wochen der Saison den Rest seiner Sperre wegen eines Falles häuslicher Gewalt absitzt. Ich will diese Dinge nicht überinterpretieren – die Cubs sind ein starkes Team und werden eine gute Saison spielen. Aber ich sehe zu viele Störfaktoren, um ihnen ein sehr gutes Jahr zuzutrauen.

Voraussichtliches Lineup
C Willson Contreras
1B Anthony Rizzo
2B Javier Baez
SS Addison Russell
3B Kris Bryant
LF Kyle Schwarber
CF Albert Almora Jr.
RF Jason Heyward

Voraussichtliche Rotation
LHP Jon Lester
RHP Kyle Hendricks
LHP Jose Quintana
LHP Cole Hamels
RHP Yu Darvish
Key Reliever: Brandon Morrow

Wichtigster Zugang
IF/OF Daniel Descalso (Arizona Diamondbacks)

Wichtigster Abgang
1B/2B Daniel Murphy (Colorado Rockies)

Bestes Prospect
SS Nico Hoerner

Größte Stärke
Das Infield: Mit Bryant, Baez und Rizzo haben die Cubs drei Leute, die auf ihrer jeweiligen Position zur absoluten Spitze der Liga gehören. Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität in Form vielfältig einsetzbarer Spieler. Baez übernimmt während Russells Abwesenheit problemlos den Shortstop-Posten, Ben Zobrist und Daniel Descalso können auf dem Feld praktisch überall spielen.

Größte Schwäche
Das Outfield: Hier sind einige bekannte Namen versammelt. Jason Heyward wurde 2016 mit einem 8-Jahres-Vertrag über 184 Millionen Dollar geholt, Kyle Schwarber, Albert Almora Jr. und Ian Happ galten alle als hochrangige Talente. Tatsächlich hat jedoch keiner von ihnen bisher die erhofften und erwarteten Leistungen gebracht.

Spannendste Frage
Wie lange haben sie noch Freude an ihrer Rotation? Die Pitching Rotation der Cubs gehört noch immer zu den besten der Liga. Doch unter den fünf Startern ist Kyle Hendricks (29) der einzige unter 30, sein Vertrag läuft ebenso wie der von Jose Quintana 2020 aus und Yu Darvish hat schon eine umfangreiche Verletzungshistorie. Da die Cubs bereits ein recht teures Team haben und aus der Farm derzeit an Pitching nicht viel nachkommt, könnte es hier mittelfristig Probleme geben.

Prognose
Platz 2 in der NL Central und eine Wild Card

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März 15th, 2019 by Silversurger

Die Milwaukee Brewers brauchten 163 Spiele, um die Chicago Cubs an der Spitze der NL Central zu entthronen. Das war ein Spiel mehr als üblich, aber es war ein Riesenerfolg für die Underdog-Franchise, die auch in den Playoffs überzeugte und nur haarscharf den Einzug in die World Series verpasste. Wer nach einer solchen Saison den Kern des Teams um MVP Christian Yelich zusammen hält und mit einem Top-Free-Agent wie Catcher Yasmani Grandal ergänzt, sollte eigentlich erneut Favorit auf den Divisionssieg sein. Trotzdem fällt es mir schwer, die Brewers in dieser Rolle zu sehen. Die Cubs haben sich letztes Jahr unter Wert geschlagen, die St. Louis Cardinals haben deutlich aufgerüstet und auch die Cincinnati Reds mausern sich zum ernsthaften Gegner. Neben einer verstärkten Konkurrenz müssen die Brewers sich auch der Frage stellen, ob es erneut gelingen kann, mit zwei überragenden Mannschaftsteilen – der Offense und dem Bullpen – über eine eher fragwürdige Pitching Rotation hinweg zu täuschen. Vielleicht kann Jhoulys Chacin die Leistung aus seinem Breakout-Jahr 2018 wiederholen, vielleicht gelingt Brandon Woodruff der Übergang vom starken Reliever zum soliden Starter, vielleicht ist Jimmy Nelson nach überstandener Verletzungspause die erhoffte Verstärkung. Fürs Erste sind mir das ein paar Vielleichts zu viel, um die Brewers erneut ganz vorne zu sehen.

Voraussichtliches Lineup
C Yasmani Grandal
1B Jesus Aguilar
2B Mike Moustakas
SS Orlando Arcia
3B Travis Shaw
LF Ryan Braun
CF Lorenzo Cain
RF Christian Yelich

Voraussichtliche Rotation
RHP Jhoulys Chacin
RHP Zach Davies
RHP Chase Anderson
RHP Brandon Woodruff
RHP Jimmy Nelson
Key Reliever: Josh Hader

Wichtigster Zugang
C Yasmani Grandal (Los Angeles Dodgers)

Wichtigster Abgang
LHP Wade Miley (Houston Astros)

Bestes Prospect
2B Keston Hiura

Größte Stärke
Der Bullpen: Josh Hader, Jeremy Jeffress und Corey Knebel sind drei Reliever von einer Qualität, die man sich als MLB-Team von einem Closer wünscht. Sie verkörpern die Strategie des flexiblen und kreativen Bullpen-Managements, mit der die Brewers 2018 sehr gut gefahren sind. Auf den Punkt gebracht lautet das Motto: nicht Saves oder Pitcher-Wins sind wichtig, sondern Siege als Team.

Größte Schwäche
Neue Coaches: In den meisten Fällen wechseln Sportteams das Coaching-Personal, wenn es nicht gut läuft. Bei den Brewers ist das nicht der Fall. Sie kommen aus einer sehr erfolgreichen Saison, in der für sie fast alles funktioniert hat. Von daher ist es ein Risiko für sie, dass sie mit drei neuen Leuten – Pitching Coach Chris Hook, Hitting Coach Andy Haines und Bullpen Coach Steve Karsay – in verantwortlicher Position an den Start gehen müssen, nachdem sie deren Vorgänger nicht halten konnten oder wollten.

Spannendste Frage
Funktioniert Moustakas an der zweiten Base? Zum zweiten Mal in Folge haben die Brewers Mike Moustakas mit einem Einjahresvertrag verpflichtet. Anders als im letzten Jahr, als Moustakas seinen angestammten Posten an der dritten Base ausfüllte, planen sie ihn dieses Jahr als Second Baseman ein. Mit 30 Jahren auf eine anspruchsvollere Position zu wechseln, die man – außer in den niedrigen Minor Leagues vor mehr als zehn Jahren – nie gespielt hat, dürfte ein interessantes Experiment werden.

Prognose
Platz 3 in der NL Central

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März 10th, 2019 by Silversurger

Die Cincinnati Reds haben es seit fünf Jahren in keiner Saison auf 70 oder mehr Siege gebracht. Das war keine schöne Phase in der 150-jährigen Geschichte der ältesten Profi-Franchise, aber zumindest hatten die Reds dadurch regelmäßig hohe Positionen in der Draft und konnten reichlich Talente horten. So langsam kommen wir in die Zeit, in der der langfristige Aufbau der Farm beginnt, Früchte zu tragen. Jesse Winker und Luis Castillo haben den Sprung vom Prospect zum MLB-Spieler bereits geschafft, Nick Senzel wird dieses Jahr folgen. Der treue Joey Votto ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der Reds-Offensive und in jeder Hinsicht ein Vorbild, von dem zu lernen jedem jungen Spieler nur gut tun kann. Zusätzliche Unterstützung für das Lineup wurde in Person von Yasiel Puig und Matt Kemp in einem sehr vorteilhaften Trade mit den Dodgers geholt. Alles in allem wage ich zu behaupten, dass die Reds in diesem Jahr solide und zuverlässig Runs scoren werden. Die große Frage ist, ob die Pitching-Abteilung – letztes Jahr die schwächste der National League – dieses Mal gut genug aufgestellt ist, um nicht wieder regelmäßig noch mehr Runs zuzulassen als die gute Offense erzielen kann. Die Reds haben sich in der Offseason redlich bemüht, ihre Rotation aufzuwerten, doch sie müssen immer noch auf viele „Wenns“ setzen. Wenn DeSclafanis Ellenbogen hält und wenn er und Castillo an ihr starkes Finish der letzten Saison anknüpfen, dann können sie diese Rotation anführen. Wenn Sonny Gray zurück zu seiner Vor-Yankees-Form findet und wenn Tanner Roark seinen zuletzt sehr anfälligen Changeup in den Griff bekommt, dann sind das zwei weitere solide Pitcher. Und wenn auch noch Alex Wood dank seines groundball-lastigen Stils im hitterfreundlichen Great American Ballpark aufblüht, dann haben die Reds durchaus die Chance, zu einer der positiven Überraschungen des Jahres zu werden.

Voraussichtliches Lineup
C Tucker Barnhart
1B Joey Votto
2B Scooter Gennett
SS Jose Peraza
3B Eugenio Suarez
LF Jesse Winker
CF Nick Senzel
RF Yasiel Puig

Voraussichtliche Rotation
RHP Luis Castillo
RHP Anthony DeSclafani
RHP Sonny Gray
LHP Alex Wood
RHP Tanner Roark
Key Reliever: Raisel Iglesias

Wichtigster Zugang
OF Yasiel Puig (Los Angeles Dodgers)

Wichtigster Abgang
OF Billy Hamilton (Kansas City Royals)

Bestes Prospect
3B/2B/OF Nick Senzel

Größte Stärke
Infield Corners: Aus einem rundum soliden Lineup ragen First Baseman Joey Votto und Third Baseman Eugenio Suarez noch ein Stück heraus. Die Power des 35-jährigen Votto hat letztes Jahr etwas nachgelassen, aber er ist nach wie vor eine absolute On-Base-Maschine, welche in dieser Kategorie schon siebenmal die Liga anführte. Ohne Votto wäre Suarez, ein starker und intelligenter Hitter mit solider Defense, der Star des Teams.

Größte Schwäche
Sinkendes Zuschauerinteresse: 2013, in der letzten Winning-Season der Reds, strömten knapp 2,5 Millionen Besucher in den Ballpark (31.000 pro Spiel). Seitdem nahm die Zahl jedes Jahr ab auf zuletzt nur noch 1,6 Millionen (20.000 pro Spiel). Mit den Moves in dieser Offseason haben die Reds meiner Ansicht nach verdient, dass der Negativtrend endlich endet.

Spannendste Frage
Kann Sonny Gray wieder der sein, der er mal war? Gray war ein Top-Pitcher für die Oakland Athletics bis er 2017 zu den New York Yankees getradet wurde. In New York brachen seine Leistungen massiv ein. Lag es am Stadion (er hatte einen ERA von 6.98 in Heim- und 3.17 in Auswärtsspielen)? Lag es – wie Gray selbst sagt – daran, dass er von den Yankees gezwungen wurde, zu oft den von ihm ungeliebten Slider zu werfen? In jedem Fall erhält er in Cincinnati nun die Chance zu einem Neuanfang. Die Reds gewähren ihm einen ordentlichen Vertrauensvorschuss in Form eines Vertrags über drei Jahre und 30,5 Millionen Dollar.

Prognose
Platz 4 in der NL Central

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