März 19th, 2019 by Silversurger

Mit 387 Siegen sind die Chicago Cubs das erfolgreichste MLB-Team der letzten vier Jahre. Da ist es nur allzu verständlich, dass man in der Offseason vor allem auf Kontinuität gesetzt hat. Es gab kaum Zu- oder Abgänge, der Kern des Teams – Jon Lester, Anthony Rizzo, Javier Baez, Kris Bryant – ist immer noch der gleiche wie in der Meisterschafts-Saison 2016. Auch die sportliche Leitung liegt bei Joe Maddon in denselben guten Händen wie in den vergangenen vier Jahren. Das hört sich alles sehr vielversprechend an und doch herrschen in Chicagos Norden einige Zweifel in Bezug auf die neue Saison. Ein Grund dafür ist, dass es letztes Jahr nicht so glatt lief wie die Bilanz von 95 Siegen vermuten lässt. Die Cubs hatten über die Saison hinweg mehrere Schwächephasen und ihr Star-Hitter Kris Bryant war wegen einer nagenden Schultervletzung seit Mai nie ganz er selbst. Das Ende der Saison mit Niederlagen zuerst in Spiel 163 um den Divisionstitel gegen die Braves und anschließend im Wild-Card-Spiel gegen die Rockies hätte kaum demoralisierender sein können. Ein weiterer Grund, an den Cubs zu zweifeln, ist die Tatsache, dass Joe Maddons Vertrag nach der Saison ausläuft und der Klub bisher keine klaren Signale gesendet hat, ob man weiter mit ihm plant. Wenn in dieser Hinsicht keine klaren Verhältnisse geschaffen werden, kann das Thema während der Saison zu einer ständigen Ablenkung werden. Zusätzliche Unruhe verursacht die Geschichte um Addison Russell, der in den ersten Wochen der Saison den Rest seiner Sperre wegen eines Falles häuslicher Gewalt absitzt. Ich will diese Dinge nicht überinterpretieren – die Cubs sind ein starkes Team und werden eine gute Saison spielen. Aber ich sehe zu viele Störfaktoren, um ihnen ein sehr gutes Jahr zuzutrauen.

Voraussichtliches Lineup
C Willson Contreras
1B Anthony Rizzo
2B Javier Baez
SS Addison Russell
3B Kris Bryant
LF Kyle Schwarber
CF Albert Almora Jr.
RF Jason Heyward

Voraussichtliche Rotation
LHP Jon Lester
RHP Kyle Hendricks
LHP Jose Quintana
LHP Cole Hamels
RHP Yu Darvish
Key Reliever: Brandon Morrow

Wichtigster Zugang
IF/OF Daniel Descalso (Arizona Diamondbacks)

Wichtigster Abgang
1B/2B Daniel Murphy (Colorado Rockies)

Bestes Prospect
SS Nico Hoerner

Größte Stärke
Das Infield: Mit Bryant, Baez und Rizzo haben die Cubs drei Leute, die auf ihrer jeweiligen Position zur absoluten Spitze der Liga gehören. Ein weiterer Pluspunkt ist die Flexibilität in Form vielfältig einsetzbarer Spieler. Baez übernimmt während Russells Abwesenheit problemlos den Shortstop-Posten, Ben Zobrist und Daniel Descalso können auf dem Feld praktisch überall spielen.

Größte Schwäche
Das Outfield: Hier sind einige bekannte Namen versammelt. Jason Heyward wurde 2016 mit einem 8-Jahres-Vertrag über 184 Millionen Dollar geholt, Kyle Schwarber, Albert Almora Jr. und Ian Happ galten alle als hochrangige Talente. Tatsächlich hat jedoch keiner von ihnen bisher die erhofften und erwarteten Leistungen gebracht.

Spannendste Frage
Wie lange haben sie noch Freude an ihrer Rotation? Die Pitching Rotation der Cubs gehört noch immer zu den besten der Liga. Doch unter den fünf Startern ist Kyle Hendricks (29) der einzige unter 30, sein Vertrag läuft ebenso wie der von Jose Quintana 2020 aus und Yu Darvish hat schon eine umfangreiche Verletzungshistorie. Da die Cubs bereits ein recht teures Team haben und aus der Farm derzeit an Pitching nicht viel nachkommt, könnte es hier mittelfristig Probleme geben.

Prognose
Platz 2 in der NL Central und eine Wild Card

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März 15th, 2019 by Silversurger

Die Milwaukee Brewers brauchten 163 Spiele, um die Chicago Cubs an der Spitze der NL Central zu entthronen. Das war ein Spiel mehr als üblich, aber es war ein Riesenerfolg für die Underdog-Franchise, die auch in den Playoffs überzeugte und nur haarscharf den Einzug in die World Series verpasste. Wer nach einer solchen Saison den Kern des Teams um MVP Christian Yelich zusammen hält und mit einem Top-Free-Agent wie Catcher Yasmani Grandal ergänzt, sollte eigentlich erneut Favorit auf den Divisionssieg sein. Trotzdem fällt es mir schwer, die Brewers in dieser Rolle zu sehen. Die Cubs haben sich letztes Jahr unter Wert geschlagen, die St. Louis Cardinals haben deutlich aufgerüstet und auch die Cincinnati Reds mausern sich zum ernsthaften Gegner. Neben einer verstärkten Konkurrenz müssen die Brewers sich auch der Frage stellen, ob es erneut gelingen kann, mit zwei überragenden Mannschaftsteilen – der Offense und dem Bullpen – über eine eher fragwürdige Pitching Rotation hinweg zu täuschen. Vielleicht kann Jhoulys Chacin die Leistung aus seinem Breakout-Jahr 2018 wiederholen, vielleicht gelingt Brandon Woodruff der Übergang vom starken Reliever zum soliden Starter, vielleicht ist Jimmy Nelson nach überstandener Verletzungspause die erhoffte Verstärkung. Fürs Erste sind mir das ein paar Vielleichts zu viel, um die Brewers erneut ganz vorne zu sehen.

Voraussichtliches Lineup
C Yasmani Grandal
1B Jesus Aguilar
2B Mike Moustakas
SS Orlando Arcia
3B Travis Shaw
LF Ryan Braun
CF Lorenzo Cain
RF Christian Yelich

Voraussichtliche Rotation
RHP Jhoulys Chacin
RHP Zach Davies
RHP Chase Anderson
RHP Brandon Woodruff
RHP Jimmy Nelson
Key Reliever: Josh Hader

Wichtigster Zugang
C Yasmani Grandal (Los Angeles Dodgers)

Wichtigster Abgang
LHP Wade Miley (Houston Astros)

Bestes Prospect
2B Keston Hiura

Größte Stärke
Der Bullpen: Josh Hader, Jeremy Jeffress und Corey Knebel sind drei Reliever von einer Qualität, die man sich als MLB-Team von einem Closer wünscht. Sie verkörpern die Strategie des flexiblen und kreativen Bullpen-Managements, mit der die Brewers 2018 sehr gut gefahren sind. Auf den Punkt gebracht lautet das Motto: nicht Saves oder Pitcher-Wins sind wichtig, sondern Siege als Team.

Größte Schwäche
Neue Coaches: In den meisten Fällen wechseln Sportteams das Coaching-Personal, wenn es nicht gut läuft. Bei den Brewers ist das nicht der Fall. Sie kommen aus einer sehr erfolgreichen Saison, in der für sie fast alles funktioniert hat. Von daher ist es ein Risiko für sie, dass sie mit drei neuen Leuten – Pitching Coach Chris Hook, Hitting Coach Andy Haines und Bullpen Coach Steve Karsay – in verantwortlicher Position an den Start gehen müssen, nachdem sie deren Vorgänger nicht halten konnten oder wollten.

Spannendste Frage
Funktioniert Moustakas an der zweiten Base? Zum zweiten Mal in Folge haben die Brewers Mike Moustakas mit einem Einjahresvertrag verpflichtet. Anders als im letzten Jahr, als Moustakas seinen angestammten Posten an der dritten Base ausfüllte, planen sie ihn dieses Jahr als Second Baseman ein. Mit 30 Jahren auf eine anspruchsvollere Position zu wechseln, die man – außer in den niedrigen Minor Leagues vor mehr als zehn Jahren – nie gespielt hat, dürfte ein interessantes Experiment werden.

Prognose
Platz 3 in der NL Central

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März 10th, 2019 by Silversurger

Die Cincinnati Reds haben es seit fünf Jahren in keiner Saison auf 70 oder mehr Siege gebracht. Das war keine schöne Phase in der 150-jährigen Geschichte der ältesten Profi-Franchise, aber zumindest hatten die Reds dadurch regelmäßig hohe Positionen in der Draft und konnten reichlich Talente horten. So langsam kommen wir in die Zeit, in der der langfristige Aufbau der Farm beginnt, Früchte zu tragen. Jesse Winker und Luis Castillo haben den Sprung vom Prospect zum MLB-Spieler bereits geschafft, Nick Senzel wird dieses Jahr folgen. Der treue Joey Votto ist nach wie vor Dreh- und Angelpunkt der Reds-Offensive und in jeder Hinsicht ein Vorbild, von dem zu lernen jedem jungen Spieler nur gut tun kann. Zusätzliche Unterstützung für das Lineup wurde in Person von Yasiel Puig und Matt Kemp in einem sehr vorteilhaften Trade mit den Dodgers geholt. Alles in allem wage ich zu behaupten, dass die Reds in diesem Jahr solide und zuverlässig Runs scoren werden. Die große Frage ist, ob die Pitching-Abteilung – letztes Jahr die schwächste der National League – dieses Mal gut genug aufgestellt ist, um nicht wieder regelmäßig noch mehr Runs zuzulassen als die gute Offense erzielen kann. Die Reds haben sich in der Offseason redlich bemüht, ihre Rotation aufzuwerten, doch sie müssen immer noch auf viele „Wenns“ setzen. Wenn DeSclafanis Ellenbogen hält und wenn er und Castillo an ihr starkes Finish der letzten Saison anknüpfen, dann können sie diese Rotation anführen. Wenn Sonny Gray zurück zu seiner Vor-Yankees-Form findet und wenn Tanner Roark seinen zuletzt sehr anfälligen Changeup in den Griff bekommt, dann sind das zwei weitere solide Pitcher. Und wenn auch noch Alex Wood dank seines groundball-lastigen Stils im hitterfreundlichen Great American Ballpark aufblüht, dann haben die Reds durchaus die Chance, zu einer der positiven Überraschungen des Jahres zu werden.

Voraussichtliches Lineup
C Tucker Barnhart
1B Joey Votto
2B Scooter Gennett
SS Jose Peraza
3B Eugenio Suarez
LF Jesse Winker
CF Nick Senzel
RF Yasiel Puig

Voraussichtliche Rotation
RHP Luis Castillo
RHP Anthony DeSclafani
RHP Sonny Gray
LHP Alex Wood
RHP Tanner Roark
Key Reliever: Raisel Iglesias

Wichtigster Zugang
OF Yasiel Puig (Los Angeles Dodgers)

Wichtigster Abgang
OF Billy Hamilton (Kansas City Royals)

Bestes Prospect
3B/2B/OF Nick Senzel

Größte Stärke
Infield Corners: Aus einem rundum soliden Lineup ragen First Baseman Joey Votto und Third Baseman Eugenio Suarez noch ein Stück heraus. Die Power des 35-jährigen Votto hat letztes Jahr etwas nachgelassen, aber er ist nach wie vor eine absolute On-Base-Maschine, welche in dieser Kategorie schon siebenmal die Liga anführte. Ohne Votto wäre Suarez, ein starker und intelligenter Hitter mit solider Defense, der Star des Teams.

Größte Schwäche
Sinkendes Zuschauerinteresse: 2013, in der letzten Winning-Season der Reds, strömten knapp 2,5 Millionen Besucher in den Ballpark (31.000 pro Spiel). Seitdem nahm die Zahl jedes Jahr ab auf zuletzt nur noch 1,6 Millionen (20.000 pro Spiel). Mit den Moves in dieser Offseason haben die Reds meiner Ansicht nach verdient, dass der Negativtrend endlich endet.

Spannendste Frage
Kann Sonny Gray wieder der sein, der er mal war? Gray war ein Top-Pitcher für die Oakland Athletics bis er 2017 zu den New York Yankees getradet wurde. In New York brachen seine Leistungen massiv ein. Lag es am Stadion (er hatte einen ERA von 6.98 in Heim- und 3.17 in Auswärtsspielen)? Lag es – wie Gray selbst sagt – daran, dass er von den Yankees gezwungen wurde, zu oft den von ihm ungeliebten Slider zu werfen? In jedem Fall erhält er in Cincinnati nun die Chance zu einem Neuanfang. Die Reds gewähren ihm einen ordentlichen Vertrauensvorschuss in Form eines Vertrags über drei Jahre und 30,5 Millionen Dollar.

Prognose
Platz 4 in der NL Central

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März 7th, 2019 by Silversurger

Die NL Central ist in meinen Augen weder die stärkste noch die schwächste Division der MLB, aber sie ist vielleicht die ausgeglichenste. Auch in dieser Division muss jedoch jemand Letzter werden und ich tippe, dass das die Pittsburgh Pirates sein werden. Generell sehe ich die Pirates in der Kategorie „weder Fisch noch Fleisch“, und ich habe den Verdacht, dass man sich innerhalb des Klubs selbst nicht ganz klar und einig ist, welche Ziele und Erwartungen verfolgt werden. Dass man sich während der vergangenen Saison Trades für Starter Chris Archer und Reliever Keone Kela geleistet hat, scheint dafür zu sprechen, dass man das Team in einer wettkampffähigen Position sieht. Dagegen spricht wiederum, dass die Pirates die Offseason in nahezu vollständiger Untätigkeit verbrachen. Das Middle Infield mit Josh Harrison und Jordy Mercer ließ man zu den Detroit Tigers ziehen, nennenswertester Neuzugang ist Lonnie Chisenhall, der als vierter Outfielder dienen wird. Nach einem Bekenntnis, dieses Jahr etwas reißen zu wollen, sieht das für mich nicht aus. Angesichts der aktiveren Konkurrenz sehe ich die Pirates 2019 bei einer knapp negativen Sieg-Niederlagen-Bilanz.

Voraussichtliches Lineup
C Francisco Cervelli
1B Josh Bell
2B Adam Frazier
SS Erik Gonzalez
3B Colin Moran
LF Corey Dickerson
CF Starling Marte
RF Gregory Polanco

Voraussichtliche Rotation
RHP Chris Archer
RHP James Taillon
RHP Trevor Williams
RHP Joe Musgrove
RHP Mitch Keller
Key Reliever: Felipe Vazquez

Wichtigster Zugang
OF Lonnie Chisenhall (Cleveland Indians)

Wichtigster Abgang
SS Jordy Mercer (Detroit Tigers)

Bestes Prospect
RHP Mitch Keller

Größte Stärke
Pitching: Die Rotation mit James Taillon, Chris Archer und Trevor Williams als Top-3 genügt höheren Ansprüchen, insbesondere wenn Archer zurück zu seiner Normalform findet. Mit dem Duo Felipe Vazquez und Keone Kela ist auch der Bullpen an der Spitze herausragend besetzt.

Größte Schwäche
Shortstop: Jordy Mercer erhielt nach sieben Jahren mit meist soliden, aber selten überragenden Leistungen keinen neuen Vertrag von den Pirates. Die aktuellen Alternativen für die Position sind Erik Gonzalez und Kevin Newman. Beide konnten bei ihren bisherigen Versuchen ihre MLB-Tauglichkeit noch nicht unter Beweis stellen.

Spannendste Frage
Nutzt Kang seine dritte Chance? Die Karriere von Third Baseman Jung-Ho Kang schien vor zwei Jahren beendet. Gegen ihn lagen Anzeigen wegen sexueller Belästigung (die Anklage wurde fallen gelassen) sowie wegen Unfallflucht und mehrfachen betrunkenen Fahrens (in diesen Punkten wurde er schuldig gesprochen) vor. Als Konsequenz verweigerten die US-Einreisebhörden dem Südkoreaner die Verlängerung seines Arbeitsvisums. 2018 war Kang, inzwischen trocken und mit neuem Visum ausgestattet, zurück in Pittsburgh. Er arbeitete sich über die Minor League zurück ins MLB-Team, absolvierte aber wegen einer Verletzung am Handgelenk nur drei Spiele. Die Pirates gaben ihm dennoch einen neuen Vertrag für 2019. Kang in der Form von 2015 oder 2016 wäre eine erhebliche Verstärkung für das Infield.

Prognose
Platz 5 in der NL Central

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Februar 24th, 2019 by Silversurger

Baseball is back: Das Spring-Trainig läuft auf Hochtouren, es gibt schon wieder täglich Livespiele auf mlb.tv und in dreieinhalb Wochen – genauer gesagt am 20. März – eröffnen die Seattle Mariners und die Oakland Athletics in Tokio die MLB-Saison 2019. Für alle anderen Teams beginnt die Saison am 28. März, dem offiziellen Opening Day. In der Zeit bis dahin möchte ich wie schon im letzten Jahr und im Jahr davor jedem Team einen kurzen Vorschauartikel widmen.

Die Reihenfolge, in der ich die Artikel veröffentliche, entspricht meiner persönlichen Prognose für das Abschneiden der jeweiligen Teams. Morgen geht es los mit der in meinen Augen schwächsten Mannschaft der Liga, und dann arbeite ich mich jeden Tag ein Stück nach oben bis zu meinem Tipp für den World-Series-Gewinner 2019. Dieser Artikel hier dient als Überblick, den ich auf der Startseite des Blogs anheften und nach und nach mit Links zu den bereits veröffentlichten Previews aktualisieren werde, sodass ihr in einem Monat die ganze Liste seht.

Korrekturen und Kommentaren sind mir sehr willkommen – schließlich bin ich nicht für jedes Team Experte. Davon abgesehen liege ich mit meiner Einschätzung des einen Teams, für das ich mich wirklich als Experten sehe, regelmäßig besonders weit daneben…

Hier mein Powerranking, das sich in den kommenden 30 Tagen mit Teamnamen und mit Links zu den jeweiligen Artikeln füllen wird:
1.
2.
3.
4.
5.
6.
7.
8. Chicago Cubs
9. New York Mets
10. Tampa Bay Rays
11. Philadelphia Phillies
12. Milwaukee Brewers
13. Colorado Rockies
14. Minnesota Twins
15. Atlanta Braves
16. Oakland Athletics
17. Cincinnati Reds
18. Los Angeles Angels
19. San Diego Padres
20. Pittsburgh Pirates
21. Arizona Diamondbacks
22. Toronto Blue Jays
23. San Francisco Giants
24. Seattle Mariners
25. Chicago White Sox
26. Texas Rangers
27. Kansas City Royals
28. Detroit Tigers
29. Miami Marlins
30. Baltimore Orioles

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März 26th, 2018 by Silversurger

Auf den ersten Blick haben die Chicago Cubs nach dem Gewinn der World Series 2016 letztes Jahr einen Schritt zurück gemacht. Auf den zweiten Blick war dieser Schritt aber kleiner, als er zunächst erscheinen mag: Zwar war ihr Start in die Saison bestenfalls durchwachsen und zum All-Star-Break standen die Cubs nur bei 43-45. Doch nach der Pause dominierten sie die National League mit einer beeindruckenden Bilanz von 49 Siegen und nur noch 25 Niederlagen. In der Postseason schafften die Cubs es zum zweiten Mal in Folge in die NLCS. Dort verpassten sie gegen die Dodgers den erneuten Einzug in die World Series und damit die Chance auf eine Titelverteidigung. Doch dieses Team wird noch mehrere Jahre lang wettbewerbsfähig und regelmäßig in den Playoffs dabei sein. Der Kern der Mannschaft hat sich nur an zwei Stellen geändert: Starter Jake Arrieta ist als Free Agent weitergezogen nach Philadelphia, wurde aber durch Yu Darvish mindestens gleichwertig ersetzt. Was die Ersetzbarkeit von Closer Wade Davis angeht, bin ich nicht ganz so zuversichtlich (siehe unten). Aber auch mit diesem einen Fragezeichen traue ich den Cubs zu, den Weg zurück an die Spitze der NL zu finden. Unabhängig davon, ob es tatsächlich die Cubs sind, die die NL Ende Oktober in der World Series vertreten, oder doch die Dodgers, die Nationals oder ein ganz anderes Team: Als Favorit sehe ich nach derzeitigem Stand den Teilnehmer aus der AL, denn wie die Besetzung der Top-5 meines Rankings schon andeutet, erscheint mir die AL dieses Jahr in der Spitze deutlich besser aufgestellt als die NL.

Voraussichtliches Lineup
C Willson Contreras
1B Anthony Rizzo
2B Javier Baez
SS Addison Russell
3B Kris Bryant
LF Kyle Schwarber
CF Albert Almora
RF Jason Heyward

Voraussichtliche Rotation
SP Yu Darvish
SP Jon Lester
SP Jose Quintana
SP Kyle Hendricks
SP Tyler Chatwood
Closer Brandon Morrow

Wichtigster Zugang
SP Yu Darvish (Los Angeles Dodgers)

Wichtigster Abgang
SP Jake Arrieta (Philadelphia Phillies)

Bestes Prospect
SP Adbert Alzolay

Größte Stärke
Das Batting-Lineup: Die Positionsspieler der Cubs lieferten letztes Jahr die beste On-Base-Percentage (.338), die zweitmeisten Runs (822), die zweitbeste Walk-Quote (9,9%), die zweitmeisten WAR (26.7) und obendrein die zweitbeste Defense (22.8 UZR) in der NL ab. Das Lineup besitzt zudem die Tiefe, um Verletzungen und wechselnde Herausforderungen zu bewältigen. Das illustriert nicht zuletzt die Tatsache, dass in die oben aufgeführte voraussichtliche Aufstellung gute Leute wie Ian Happ und Ben Zobrist noch gar nicht hinein gepasst haben.

Größte Schwäche
Der Bullpen: Als letztes Jahr Aroldis Chapman ging, wurde er durch Wade Davis gleichwertig ersetzt. Aber nun ist auch Davis weg und der neu verpflichtete Brandon Morrow hat kaum Erfahrung als Closer. Morrow hatte bei den Dodgers 2017 zwar das beste Jahr seiner Karriere (2.06 ERA, 1.55 FIP), doch ob er diese Leistung wiederholen und auf die Closer-Rolle übertragen kann, ist völlig offen.

Spannendste Frage
Gelingt es Kyle Schwarber, sich neu zu erfinden? Der Catcher/Outfielder galt mal als das Megatalent der Cubs, war letztes Jahr aber eine Megaenttäuschung und wurde mit einem Batting Average von .171 ins AAA-Team nach Iowa versetzt. Er kehrte stärker zurück und beendete die Saison noch mit 30 Homeruns, aber er muss seine extremen Leistungsschwankungen in den Griff bekommen. Dass er offenbar bereit ist, alles dafür zu tun, zeigt das Resultat seiner Offseason-Workouts, nach denen er fast zehn Kilo weniger auf die Waage bringt. Im Spring Training schlägt er bislang sagenhafte .356/.444/.733.

Prognose
Platz 1 in der NL Central, World-Series-Teilnahme

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März 19th, 2018 by Silversurger

Die Milwaukee Brewers haben in meiner Rangliste gegenüber dem letzten Jahr von allen Klubs den größten Sprung nach vorne gemacht: von #28 auf #9. Offenbar war es eine Fehleinschätzung von mir, dass sie in ihrem Rebuilding-Projekt noch ein paar Jahre von Konkurrenzfähigkeit entfernt sind. Sie haben es 2017 auf 86 Siege gebracht und waren damit bis zum letzten Tag der regulären Saison im Playoff-Rennen. Für 2018 gibt es keine Anzeichen, dass die Brewers schlechter geworden wären – eher im Gegenteil, denn vor allem im Outfield haben sie mit Christian Yelich und Lorenzo Cain noch einmal gewaltig aufgerüstet. Hinzu kommt, dass die Gelegenheit in der NL Central sich gerade relativ günstig gestaltet: Die Reds und die Pirates werden aller Voraussicht nach dem Keller nicht entkommen, die Cardinals sind wie immer schwer einzuschätzen, gesetzt scheinen nur die Cubs an der Spitze der Division zu sein. Das lässt den Brewers genug Raum, sich ernsthaft um eine Wild Card zu bewerben. Es wäre erst die fünfte Playoff-Teilnahme in der 50. MLB-Saison der Franchise aus dem kleinsten Markt der MLB.

Voraussichtliches Lineup
C Stephen Vogt
1B Eric Thames
2B Jonathan Villar
SS Orlando Arcia
3B Travis Shaw
LF Christian Yelich
CF Lorenzo Cain
RF Domingo Santana

Voraussichtliche Rotation
SP Chase Anderson
SP Zach Davies
SP Jhoulys Chacin
SP Brandon Woodruff
SP Brent Suter
Closer Corey Knebel

Wichtigster Zugang
OF Christian Yelich (Miami Marlins)

Wichtigster Abgang
OF Lewis Brinson (Miami Marlins)

Bestes Prospect
2B Keston Hiura

Größte Stärke
Das Outfield: Die Brewers haben sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten weit aus dem Fenster gelehnt. Für Lorenzo Cain werden 80 Millionen Dollar über 5 Jahre fällig, für Christian Yelich gingen Top-Prospect Lewis Brinson und vier weitere Talente nach Miami. Dafür kann Milwaukee nun eines der besten Outfields der Liga sein eigen nennen. Neben den beiden Neuverpflichtungen wird wohl Eigengewächs Domingo Santana die Startformation komplettieren. Der 24-Jährige hatte 2017 sein Breakout-Jahr mit einer Slashline von .278/.371/.505 und 30 Homeruns. Keon Broxton und Ryan Braun (siehe unten) sind übrigens auch noch da.

Größte Schwäche
Die Rotation: Chase Anderson, Zach Davies und Jhoulys Chacin sind solide Starter, die allerdings nicht unbedingt durch Konstanz glänzen. Die beiden übrigen Plätze sind noch relativ offen, wobei einer davon wahrscheinlich Jimmy Nelson gehören wird, sobald er gegen Mitte des Jahres seine Tommy-John-Surgery überwunden hat. Um die Brewers regelmäßig soweit im Spiel zu halten, dass die starke Offense und der Bullpen den Rest erledigen können, sollten sie noch mindestens eine Verstärkung finden. Von den relevanten Free Agents ist nur noch Alex Cobb verfügbar. Die Brewers und Cobb wurden während der Offseason immer wieder miteinander in Verbidnung gebracht, es gab aber wohl keine ernsthaften Verhandlungen geschweige denn einen Abschluss. Eine andere Möglichkeit wäre ein Trade, bei dem man sich zugunsten eines etablierten Starters zum Beispiel von Santana oder Broxton trennen könnte.

Spannendste Frage
Wie fügt sich Ryan Braun ins Puzzle ein? Jahrelang war Braun so ziemlich der einzige Spieler der Brewers, den ein durchschnittlicher Baseballfan kannte. Jetzt haben die Brewers endlich ein konkurrenzfähiges Team und plötzlich wird es schwer, für Braun einen Platz zu finden. Da sein angestammtes Terrain im Leftfield fest in der Hand von Neuzugang Christian Yelich ist, hat man in der Offseason mit einer Umschulung von Braun zum First Baseman experimentiert. Ganz wohl fühlt er sich dort erklärtermaßen aber nicht und mit Eric Thames ist die Position auch schon solide besetzt. Ich bin sicher, dass wir Braun, das Gesicht der Franchise, auch dieses Jahr regelmäßig auf dem Feld sehen werden – es fragt sich bloß wo.

Prognose
Platz 2 in der NL Central, Wild Card

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März 14th, 2018 by Silversurger

Die Cardinals sind ein Team, das bei mir immer ein bisschen unter dem Radar fliegt und am Ende meistens besser abschneidet als ich gedacht hätte. Nun haben sie allerdings zwei Jahre hintereinander die Playoffs verpasst und ich tippe, dass 2018 als drittes Jahr hinzukommt. Das Potenzial, dass sie mich wieder eines Besseren belehren, ist durchaus vorhanden: Das Team, das es letztes Jahr auf eine knapp positive Bilanz von 83-79 brachte, wurde gezielt verstärkt und vier bis fünf Siege mehr dürften schon für eine Wild Card reichen. Die interessantesten Neuverpflichtungen der Cardinals sind Outfielder Marcell Ozuna, der mehr Power ins Lineup bringen soll; Luke Gregerson als neuer Closer; und Starting Pitcher Miles Mikolas, der nach drei starken Jahren in Japan eine neue Chance bekommt, sich in der MLB zu beweisen. Wenn die drei Neulinge so einschlagen wie erhofft, dann dürften die Cardinals auf jeden Fall im Rennen um die Postseason sein. Entschieden wird dieses möglicherweise in den direkten Duellen mit dem Divisionsrivalen Milwaukee Brewers.

Voraussichtliches Lineup
C Yadier Molina
1B Matt Carpenter
2B Kolten Wong
SS Paul DeJong
3B Jedd Gyorko
LF Marcell Ozuna
CF Tommy Pham
RF Dexter Fowler

Voraussichtliche Rotation
SP Carlos Martinez
SP Michael Wacha
SP Adam Wainwright
SP Luke Weaver
SP Miles Mikolas
Closer Luke Gregerson

Wichtigster Zugang
OF Marcell Ozuna (Miami Marlins)

Wichtigster Abgang
IF Aledmys Diaz (Toronto Blue Jays)

Bestes Prospect
SP Alex Reyes

Größte Stärke
Ausgeglichenheit: Ich sehe bei den Cardinals keine herausragenden Stärken oder Superstars. Aber ich sehe ein rundherum solides Team und es kann durchaus ein Vorteil sein, dass die Cards nicht auf Gedeih oder Verderb von einem einzelnen Spieler oder Mannschaftsteil abhängen.

Größte Schwäche
Bullpen/Closer: Ein möglicher Schwachpunkt könnte das hintere Ende des Bullpens sein. Neuzugang Luke Gregerson ist als Closer vorgesehen, doch die Eignung des 33-Jährigen für die Rolle ist umstritten, zumal 2017 das schwächste Jahr in seiner Karriere war (4.57 ERA, 4.62 FIP, 0.0 fWAR) und er gerade einen guten Teil des Spring Trainings mit einer Bauchmuskelzerrung verpasst. Kleiner Tipp: Greg Holland sucht noch einen Job.

Spannendste Frage
Wie schnell kann Alex Reyes helfen? Der 23-Jährige ist die größte Nachwuchshoffnung der Cards. Zum Ende der Saison 2016 hatte er es in zwölf Spielen (fünf Starts) auf glänzende 1.57 ERA und 10.9 K/9 gebracht. Doch im Februar 2017 ereilte ihn die berüchtigten Tommy-John-Surgery. Wenn alles gut läuft, kann er vielleicht im Mai wieder auf dem Mound stehen und in der Rotation zum Beispiel den zuletzt spürbar nachlassenden Adam Wainwright ablösen.

Prognose
Platz 3 in der NL Central

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März 8th, 2018 by Silversurger

Vor einem Jahr stufte ich die Cincinnati Reds auf dem letzten Platz meines Rankings ein und bedachte sie mit dem Satz „Ich rechne mit den Reds weder in diesem noch im nächsten Jahr.“ Sofern „mit jemandem rechnen“ bedeutet, dass die Reds ein Anwärter auf die Playoffs sind, dann war und ist diese Aussage wohl richtig. Aber dass ich sie dieses Jahr zehn Plätze höher einsortiert habe, spricht deutlich dafür, dass sich meiner Einschätzung nach etwas entwickelt in Cincinnati – und zwar in die richtige Richtung. Das Hitting der Reds rangierte 2017 bereits in fast allen Kategorien im Mittelfeld der Liga. Das Pitching war das schlechteste der MLB mit 5.17 ERA, den meisten erlaubten Homeruns und den zweitmeisten Walks. Besserung ist aber in Sicht nach der sehr guten Rookiesaison von Luis Castillo, einem starken Jahresabschluss von Robert Stephenson und der Rückkehr von Anthony DeSclafani aus seiner Verletzungspause. In den Playoffs werden wir die Reds mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch dieses Jahr nicht sehen, aber ich glaube, sie werden einige nach Höherem strebende Teams ärgern können und in der Endabrechnung vielleicht erstmals seit vier Jahren den letzten Platz in ihrer Division abgeben.

Voraussichtliches Lineup
C Tucker Barnhart
1B Joey Votto
2B  Scooter Gennett
SS Jose Peraza
3B Eugenio Suarez
LF Adam Duvall
CF Billy Hamilton
RF Jesse Winker

Voraussichtliche Rotation
SP Homer Bailey
SP Brandon Finnegan
SP Luis Castillo
SP Robert Stephenson
SP Sal Romano
Closer Raisel Iglesias

Wichtigster Zugang
RP Jared Hughes (Milwaukee Brewers)

Wichtigster Abgang
IF Zack Cozart (Los Angeles Angels)

Bestes Prospect
3B Nick Senzel

Größte Stärke
Joey Votto: Der First Baseman spielte letztes Jahr in allen 162 Spielen. Er schlug .320/.454/.578 mit 34 Doubles, 36 Homeruns, 100 RBI und 106 Runs. Votto führte die Liga in OBP, OPS und intentional Walks an und spielte obendrein eine gute Defense. Man kann dem 34-Jährigen nur wünschen, dass er mit seinem Team noch mal erfolgreichere Zeiten erlebt, solange er noch auf dem Höhepunkt seiner Leistungsfähigkeit ist.

Größte Schwäche
Die Rotation: Die Hoffnung auf Verbesserung ist wie gesagt vorhanden und begründet. Dennoch weist das Starting Pitching nach wie vor so viele Fragezeichen und Unsicherheiten auf, dass es als Schwachpunkt gelten muss. Wie fit DeSclafani nach der Verletzung ist, bleibt abzuwarten, Homer Bailey hatte ein furchtbares Jahr (6.43 ERA, 91 Innings) und Finnegan und Stephenson müssen die für ein paar Wochen gezeigten Ansätze erst mal für längere Zeit bestätigen.

Spannendste Frage
Wie schlagen sich die Arizona League Reds mit Hitting Coach Donald Lutz? Objektiv ist das natürlich nicht die spannendste Frage, die sich in der Franchise dieses Jahr stellt. Aber für uns Baseballfans aus Deutschland wird es schon sehr interessant zu beobachten, ob es dem historisch ersten deutschen MLB-Spieler gelingt, nun auch eine erfolgreiche Trainerkarriere zu starten.

Prognose
Platz 4 in der NL Central

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März 3rd, 2018 by Silversurger

Mit Pitcher Gerrit Cole (Houston Astros) und Andrew McCutchen (San Francisco Giants) haben die Pittsburgh Pirates im Januar zwei bisherige Grundpfeiler ihres Teams in Trades ziehen lassen. In Anbetracht dessen sowie zuletzt zweier aufeinander folgenden Losing-Seasons könnte man meinen, man habe es mit einem weiteren Team im Rebuilding zu tun. Doch das entspricht nicht dem Selbstbild der Pirates, die ausdrücklich mit dem Ziel antreten, die Playoffs zu erreichen. Diesen Anspruch zu verwirklichen wird nicht einfach, denn die Cubs, die Brewers und die Cardinals haben allesamt in Verstärkungen investiert und selbst die Reds scheinen nicht mehr das Kanonenfutter der vergangenen drei, vier Jahre zu sein. Die Pirates hingegen weisen eine ganze Reihe von Unsicherheitsfaktoren auf, derentwegen ich ihnen keine starke Saison zutraue: Starling Marte und Gregory Polanco müssten ihre Form wiederfinden, für die dritte Base müsste sich eine dauerhafte Lösung ergeben, die jungen Pitcher wie Trevor Williams und Chad Kuhl müssten sich etablieren, die erfahrenen Leute wie Ivan Nova und James Taillon müssten gesund bleiben. Das sind eine Menge Konjunktive und für mich Anzeichen, dass die Pirates zu optimistisch in die Saison 2018 gehen.

Voraussichtliches Lineup
C Francisco Cervelli
1B Josh Bell
2B Josh Harrison
SS Jordy Mercer
3B Colin Moran
LF Corey Dickerson
CF Starling Marte
RF Gregory Polanco

Voraussichtliche Rotation
SP James Taillon
SP Tyler Glasnow
SP Ivan Nova
SP Chad Kuhl
SP Joe Musgrove
Closer Felipe Rivero

Wichtigster Zugang
SP Joe Musgrove (Houston Astros)

Wichtigster Abgang
OF Andrew McCutchen (San Francisco Giants)

Bestes Prospect
SP Mitch Keller

Größte Stärke
Ray Searage: Der Pitching-Coach der Pirates gilt als ein Guru seines Faches. Unerfahrene oder anderswo aussortierte Pitcher blühen unter seiner Anleitung regelmäßig auf. Das gibt zumindest für diesen Aspekt des Spiels Grund zur Hoffnung.

Größte Schwäche
Fehlende Power: Während der Rest der Baseballwelt munter Homerun-Rekorde aufstellt, sind die Pirates in Sachen Powerhitting recht dünn aufgestellt. Mit einem Batting Average von .244, Slugging von .386 und 151 Homeruns waren sie 2017 jeweils Vorletzter in der NL – und das war noch mit McCutchen.

Spannendste Frage
Kann Starling Marte es auch ohne verbotene Mittel? Der Outfielder hatte sich 2016 mit starken Leistungen empfohlen, doch dann stellte sich heraus, dass er mit dem Steroid Nandrolon nachgeholfen hatte. Marte wurde für die halbe Saison 2017 gesperrt und in der anderen Hälfte kam er auf die niedrigste On-Base-Percentage (.333) und das schwächste Slugging (.379) seiner Karriere. Er hat dieses Jahr einiges zu beweisen.

Prognose
Platz 5 in der NL Central

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