April 8th, 2021 by Silversurger

Die MLB ist zurück. In der ersten Woche gab es eine Menge großartiger Szenen und Spiele, leider aber auch schon die ersten coronabedingten Spielausfälle. Zudem gab es politisch verursachten Trubel um das All-Star-Game: Die Ligaleitung hat entschieden, dieses nicht wie geplant in Atlanta auszutragen, sondern es nach Denver zu verlegen. Hintergrund ist eine Änderung des Wahlgesetzes im Staat Georgia, die relativ offensichtlich dem Ziel dient, sozialen und ethnischen Minderheiten die Wahlteilnahme zu erschweren. MLB-Commissioner Rob Manfred teilte in einer Erklärung mit, dass er die Verlegung des Spiels als „besten Weg, unsere Werte als Sport zu demonstrieren“ ansieht. Ich halte das für ein grundsätzlich richtiges Zeichen, wenngleich ich auch die Enttäuschung der als Gastgeber ausgebooteten Atlanta Braves verstehe, die keine Schuld an der Gesetzgebung ihres Staates tragen. Jetzt aber zum Sport: 

National League
Über die NL East lässt sich bislang am wenigsten sagen, da sie vom ersten Tag der Saison an stark von Ausfällen betroffen war. Ein Covid-19-Ausbruch im Team der Washington Nationals (1-2) führte dazu, dass deren gesamte Serie gegen die New York Mets (1-2) verschoben werden musste. Seit Dienstag sind die Nationals wieder im Einsatz, müssen allerdings noch für einige Tage auf Patrick Corbin, Jon Lester, Yan Gomes, Alex Avila, Josh Bell, Josh Harrison, Jordy Mercer, Kyle Schwarber und Brad Hand verzichten. Für einen Sieg im ersten Spiel gegen die Atlanta Braves (2-4) reichte es trotzdem. Die Braves hatten vorher schon einen lupenreinen Fehlstart, indem sie sich 0-3 von den Philadelphia Phillies (5-1) sweepen ließen. Im gestrigen Doubleheader gegen die Nationals konnten sie sich mit zwei Siegen rehabilitieren. Auch die Miami Marlins (1-5) sind schwach gestartet und sehen nicht so aus, als könnten sie die Überraschung der letzten Saison wiederholen.

Vielleicht kommt das Überraschungsteam des Jahres 2021 aus der NL Central. Die Cincinnati Reds (5-1) haben aus sechs Spielen nicht nur fünf Siege, sondern auch ein beeindruckendes Run Differential von +31 eingefahren. Allerdings holten sie den größten Teil davon gegen die Pittsburgh Pirates (1-5). Die richten sich wohl wie erwartet von Anfang an im Keller ein, zumal sich mit Ke’Bryan Hayes ihr einziger Star im ersten Saisonspiel verletzte. Zwischen den beiden Favoriten der Division, den St. Louis Cardinals (4-2) und den Milwaukee Brewers (3-3), steht ab heute eine möglicherweise weichenstellende Serie an. Die Chicago Cubs (3-3) haben derweil das Glück, in ihrer dritten Serie schon zum zweiten Mal gegen die Pirates antreten zu dürfen.

Die NL West begann bemerkenswert, indem eines der wohl schwächsten Teams der MLB, die Colorado Rockies (2-4), das wohl stärkste, die Los Angeles Dodgers (5-2), im Eröffnungsspiel besiegte. Aber das Strohfeuer ist schon wieder erloschen: Die Dodgers haben ihren gewohnten Platz an der Spitze der Division eingenommen, die Rockies bilden gemeinsam mit den Arizona Diamondbacks (2-4) das Schlusslicht. Mit den San Diego Padres (4-3) und den San Francisco Giants (3-3) auf dem dritten Platz ist die NL West die einzige Division, die schon nach einer Woche ziemlich genau so dasteht, wie man es auch für das Ende der Saison erwarten würde. Die Padres müssen allerdings einen harten Schlag verkraften: Fernando Tatis Jr. musste am Montag ausgewechselt werden, nachdem er sich bei einem harten Schwung die Schulter auskugelte. Die Schwere der Verletzung ist noch unklar, doch es scheint sich um mehr zu handeln als „nur“ um ein aus der Pfanne und wieder zurück gesprungenes Gelenk. Der Star-Shortstop steht auf der 10-Tage-Verletztenliste und unterzieht sich weiteren Untersuchungen.

American League
Die Baltimore Orioles (4-2) haben sicher schon ein paar Screenshots von der Tabelle der AL East geschossen. Durch einen Sweep gegen die Boston Red Sox (3-3) in der Eröffnungsserie setzten sie sich an die Spitze der Division, und dort stehen sie nach zwei Niederlagen und einem Extra-Inning-Sieg gegen die New York Yankees (3-3) immer noch. Die Red Sox überraschten ihrerseits, indem sie dem desolaten Start einen Sweep gegen die Tampa Bay Rays (2-4) folgen ließen. Gute und schlechte Nachrichten gibt es für die Toronto Blue Jays (3-3): Die gute ist, dass der Klub mit General Manager Ross Atkins eine Vertragsverlängerung um fünf Jahre aushandeln konnte. Die schlechte ist, dass das Debüt von Neueinkauf George Springer nach wie vor auf sich warten lässt. Springer startete die Saison auf der Verletztenliste wegen einer Bauchmuskelzerrung; die ist inzwischen überwunden, doch nun sind beim Rennen Schmerzen im Oberschenkel aufgetreten und machen den geplanten Auftritt beim heutigen Home-Opener gegen die Angels unmöglich.

Den besten Start in der AL Central haben die Minnesota Twins (4-2) erwischt, die ihre Serien gegen die Brewers und gegen die Detroit Tigers (3-3) jeweils 2-1 gewannen. Am Wochenende wird es interessant, wenn die etwas besser als erwartet dastehenden Kansas City Royals (3-2) bei den etwas schlechter als erwartet gestarteten Chicago White Sox (3-4) antreten. Die Cleveland Indians (2-3) bieten derweil das Bild, das man von ihnen gewohnt ist: die wenigsten erzielten Runs in der gesamten AL und dennoch ein Run Differential von +1 dank ihres hervorragenden Pitchings.

In der AL West hatte gleich die erste Serie schon stark richtungsweisenden Charakter: Die Oakland Athletics (1-6) mussten im eigenen Ballpark einen 4-Spiele-Sweep der Houston Astros (5-1) hinnehmen. Da die A’s auch die nächsten beiden Spiele gegen die Dodgers verloren und obendrein den Ausfall ihres Closers Trevor Rosenthal verkraften müssen, stehen sie bereits mit dem Rücken zur Wand. Zu allem Überfluss müssen sie jetzt nach Houston reisen. Aber vielleicht geht ja ein Ruck durch das Team, nachdem gestern per Extra-Innings-Walkoff über die Dodgers der erste Saisonsieg eingefahren wurde. Außer den Astros sind auch die Los Angeles Angels (4-2) stark in die Saison gestartet, unter anderem mit drei Siegen gegen die White Sox. In einem davon hatte Shohei Ohtani seinen großen Auftritt, indem er zum ersten Mal im selben MLB-Spiel pitchte und schlug. In 4.2 Innings erzielte er einen Homerun und ließ nur einen gegnerischen Run zu. 

Szene der Woche
Die folgende Szene aus dem Eröffnungsspiel zwischen den Dodgers und den Rockies ist so kurios wie erklärungsbedürftig: Mit Justin Turner als Runner an der ersten Base schlägt Cody Bellinger einen weiten Ball ins Leftfield. Raimel Tapia bekommt den Ball kurz in den Handschuh, lässt ihn aber über den Zaun fallen. Bellinger und Turner denken zunächst, dass es ein Homerun ist, doch dann ist sich Turner der Sache nicht mehr sicher und sprintet zurück zur ersten Base, wie es nach einem Flyout erforderlich wäre. Dabei achtet er nicht auf Bellinger und läuft an diesem vorbei. Regeltechnisch hat Bellinger dadurch Tuner beim Baserunning überholt und ist automatisch aus – trotz des inzwischen von den Umpires bestätigten Homeruns. Weil Bellinger zwischen der ersten und zweiten Base aus ist, gilt sein Schlag nur als Single. Turner darf aber um die Bases laufen, der RBI dafür geht an Bellinger.

Zwei Tage später schlug übrigens die ausgleichende Gerechtigkeit in Form einer verblüffend ähnlichen Szene zu: Dieses Mal war Zach McKinstry für die Dodgers am Schlag. Wieder flog der Ball Richtung Leftfieldzaun, wieder war Raimel Tapia mit dem Handschuh dran. Dieses Mal landete der Ball im Feld, aber weil Tapia das zu spät merkte, gelang McKinstry ein Inside-The-Park-Homerun. 

Statistik der Woche 
8. So viele Hits hatte Yermin Mercedes von den Chicago White Sox in ebenso vielen Plate Appearances zum Start der Saison. Das ist MLB-Rekord und auch deshalb erstaunlich, weil von dem 28-Jährigen bisher kaum jemand je gehört hatte. Kurz vor Saisonstart war er durch die Verletzung von Eloy Jimenez in den Kader gerutscht und durfte im ersten Spiel als DH antreten. Er schlug 5-für-5 und traf im nächsten Spiel erneut dreimal hintereinander, bevor ihn beim neunten Versuch ein Flyout ereilte.

Die zweite Feel-Good-Story des Opening Weekends möchte ich an der Stelle nicht unerwähnt lassen: Auch die Detroit Tigers haben einem bislang kaum bekannten Spieler eine Chance gegeben, und auch er nutzte sie auf spektakuläre Weise: Akil Baddoo schlug den ersten Pitch seiner MLB-Karriere zum Homerun. 

Spiel der Woche
Die Entscheidung fällt schwer angesichts der vielen tollen Spiele, die die erste Woche zu bieten hatte. Weil es in diesem Artikel bisher vor allem um Offense ging, geht meine Stimme hier an die Partie der Twins gegen die Brewers vom Samstag. José Berrios und Corbin Burnes lieferten sich sechs Innings lang ein geradezu wahnwitziges Pitcherduell: 12 Strikeouts für Berrios, 11 für Burnes, kein Walk und kein Hit auf beiden Seiten. Die einzigen Baserunner ließen beide Pitcher im fünften Innning durch jeweils einen Hit-by-Pitch zu. Im siebten Inning beendete Byron Buxton per Homerun den No-Hitter von Burnes. Berrios wurde trotz seines noch intakten No-Hitters nach sechs Innings und 84 Pitches ausgewechselt. Den ersten und einzigen Hit der Brewers erzielte Omar Narvaez im achten Inning gegen Tyler Duffey.

Mein Einschalttipp
Am Wochenende steht die Paarung an, die letztes Jahr das Duell in der AL darstellte: Die New York Yankees treffen auf die Tampa Bay Rays. Beide Teams hatten einen durchwachsenen Start und dürften entsprechend motiviert sein, das eine oder andere Ausrufezeichen zu setzen. Die erste Partie der 3-Spiele-Serie beginnt am Freitag zur perfekten mitteleuropäischen Sendezeit um 21:10 Uhr und ist obendrein das Free Game of the Day auf mlb.tv. Als Starting Pitcher treten die beiden Routiniers Rich Hill (Rays) und Corey Kluber (Yankees) an.

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April 1st, 2021 by Silversurger

Update: Wenige Minuten nach Veröffentlichung dieses Artikels gaben die Nationals bekannt, dass sie wegen ihres Covid-Falls und wegen der noch andauernden Kontaktnachverfolgung das heutige Spiel gegen die Mets abgesagt haben.

Endlich! Endlich! Endlich! Der Opening Day der MLB ist da, dank Feiertag steht einem Nachtschicht-Bingewatching nichts im Wege, und als wäre das noch nicht genug Grund zur Freude, hat mein Lieblingsteam letzte Nacht die lang ersehnte Vertragsverlängerung mit Francisco Lindor unter Dach und Fach gebracht. Was für ein wunderbarer Tag für den garantiert letzten Grand Slam am Donnerstag vor Beginn der Saison 2021.

Das Programm am Opening Day
Wer sich zur Saisoneröffnung die volle Baseball-Breitseite geben möchte – und das nötige Abo von mlb.tv hat – kann heute Abend und Nacht 12 Stunden am Stück MLB-Baseball sehen. Um 19:05 Uhr mitteleuropäischer Zeit geht es los mit den Yankees gegen die Blue Jays, fünf Minuten später starten die Tigers gegen die Indians. Bis 22:10 Uhr kommen stündlich Spiele dazu. Ab 1:09 Uhr kann man sich ganz auf Lindors erstes Spiel mit den Mets gegen die Nationals und das aufregende Pitching-Matchup deGrom vs. Scherzer konzentrieren, bevor ab kurz nach 4 Uhr noch drei Spiele an der Westküste laufen. Für alle, die kein mlb.tv-Abo haben: DAZN wird wohl täglich ein Spiel übertragen, am Opening Day ist es Yankees vs. Blue Jays. Auf mlb.tv gibt es normalerweise auch wieder jeden Tag ein „Free Game of the Day“, für heute wurde allerdings bisher keines bekannt gegeben. 
Die Fans der Red Sox und der Orioles müssen sich leider noch einen Tag länger gedulden: Die Partie in Boston wurde um einen Tag verschoben, weil in der Region starke Regenfälle erwartet werden.

Zuschauer in allen Stadien
Bei allen Spielen der MLB werden von Saisonbeginn an Zuschauer erlaubt sein. Die dafür freigegebene Kapazität gestaltet sich sehr unterschiedlich. Für die meisten Ballparks ist eine Auslastung von 20 bis 25% vorgesehen. In Fenway Park und Nationals Park ist man deutlich vorsichtiger, dort werden nur 12% der Plätze belegt. Coors Field und Chase Field hingegen sind zu über 40% freigegeben. Die Texas Rangers sind die einzigen, die ihr neues Stadion Globe Life Field am Opening Day komplett nutzen wollen und dürfen: 40.518 Fans werden die Ränge füllen. Entgegen dem Rat der örtlichen Gesundheitsbehörden hat der texanische Gouverneur Greg Abbott sogar die Maskenpflicht aufgehoben. Die Rangers schreiben allerdings auf eigene Faust das Tragen einer Maske im Stadion vor.

Quarantänefälle bei den Nationals
Dass die Pandemie auch in dieser Saison ein Faktor ist, sieht man nicht nur an den fast überall geltenden Zuschauerbeschränkungen. Schon am Opening Day gibt es die ersten coronabedingten Spielerausfälle:  Ein Mitglied der Washington Nationals wurde positiv getestet, vier weitere Spieler und ein Angestellter gelten als enge Kontaktpersonen und sind deshalb ebenfalls in Quarantäne. Um welche Spieler es sich handelt, wurde bislang nicht bekannt.

341 Millionen für Lindor 
Seit dem spektakulären Trade mit den Cleveland Indians war eigentlich klar, dass sich dieser für die New York Mets nur dann richtig lohnt, wenn man Francisco Lindor über die Saison 2021 hinaus an sich binden kann. Lindor zeigte sich offen dafür, machte aber zur Bedingung, dass er nicht bis in die Saison hinein verhandeln möchte. Entsprechend hektisch wurde es im Umfeld, als bis in die späten Abendstunden am Vortag der Saisoneröffnung immer noch kein Deal in Sicht war. Doch gegen 23 Uhr Ortszeit zog endlich weißer Rauch durch die sozialen Netzwerke: Lindor und die Mets haben sich geeinigt, der Star-Shortstop unterschreibt für zehn Jahre von 2022 bis 2031. Er erhält dafür insgesamt 341 Millionen Dollar, verteilt auf ein Handgeld von 21 Millionen und auf zehn Gehälter á 32 Millionen. Der Vertrag enthält keine Ausstiegsoptionen und eine No-Trade-Klausel in Bezug auf 15 Teams. Der große Gewinner der Einigung neben Lindor ist Steve Cohen. Der neue Teameigner hatte angekündigt, die Mets als Big-Market-Franchise zu führen, und mit diesem Vertrag lässt er Worten Taten folgen. Es ist der langfristigste Spielervertrag der Vereinsgeschichte und mit großem Abstand der teuerste. Zudem ist es der höchste Vertrag, den je ein Shortstop bekommen hat. Er übertrifft den 14-Jahresvertrag von Fernando Tatis Jr. mit den Padres vermutlich nicht zufällig um genau eine Million.  

Twins verlängern mit Dobnak
Randy Dobnak hat sich mit den Minnesota Twins auf einen neuen Vertrag geeinigt. Der Pitcher bleibt dem Team für mindestens fünf Jahre erhalten und bekommt dafür 9,25 Millionen Dollar. Das ist für MLB-Verhältnisse keine spektakuläre Summe, doch die Geschichte dahinter ist ziemlich originell: Dobnak verließ 2017 mit 22 Jahren das College, ohne von einem MLB-Team gedraftet zu werden, und schloss sich dem Independent-Team Utica Unicorns an. Die Scouts der Twins entdeckten ihn über Youtube-Videos und verpflichteten ihn für ein Handgeld von 500 Dollar in ihr Minor-League-System, ohne ihn je persönlich gesehen zu haben. Während er seinen Lebensunterhalt als Uber-Fahrer verdiente, arbeitete Dobnak sich innerhalb von zwei Jahren durch die Minor Leagues und debütierte 2019 erfolgreich in der MLB. Die Twins setzen ihn sowohl als Starter als auch im Bullpen ein. Der Klub hat sich für 2026 bis 2028 Verlängerungsoptionen gesichert, mit denen der Vertrag auf insgesamt acht Jahre und bis zu 29,75 Millionen Dollar ausgedehnt werden kann.

Ein paar Verletzungs-News
Keine Woche ohne Tommy-John-Surgery: Jose Leclerc, bislang Closer der Texas Rangers, ist der nächste Kandidat, der sich der ungebliebten Prozedur unterziehen muss und bis ins nächste Jahr hinein ausfällt. In seiner Abwesenheit werden voraussichtlich Ian Kennedy und/oder Matt Bush die Save-Aufgaben bei den Rangers übernehmen.
Rockies-Reliever Scott Oberg benötigt schon zum vierten Mal in seiner Karriere eine Operation, weil sich bei ihm immer wieder Blutgerinnsel im Ellenbogen seines Wurfarms bilden. Ob er nach dem neuerlichen Eingriff noch einmal Profisport betreiben darf oder seine Karriere beenden muss, ist noch unklar.
Das prominenteste Verletzungsopfer der Woche ist Eloy Jimenez von den Chicago White Sox. Ein gerissener Brustmuskel beim Versuch, einen Homerun zu verhindern, setzt den Leftfielder für vier bis fünf Monate, also für einen Großteil der Saison außer Gefecht. Einen offensichtlichen Ersatzmann für seinen Posten haben die White Sox bisher nicht, aber es gibt ein paar Ideen für Notlösungen (siehe weiter unten).
Nick Anderson, ein wichtiger Teil des Bullpens der Tampa Bay Rays, hat sich ein Band im Ellenbogen teilweise gerissen und fällt voraussichtlich bis nach dem All-Star-Break aus.
Auch den New York Yankees bleibt das Verletzungspech treu: First Baseman Luke Voit muss wegen eines Meniskusrisses operiert werden. Er wird den Yankees für ein bis zwei Monate fehlen.

Lamb zu den White Sox
Jake Lamb wurde vor einigen Tagen von den Atlanta Braves entlassen, nachdem diese sich entschieden, an seiner Stelle Pablo Sandoval einen Platz im Roster zu geben. Lamb war nicht lange arbeitslos, denn den Chicago White Sox kam er nach der Verletzung von Leftfielder Eloy Jimenez wie gerufen. Lamb hat zwar keine Erfahrung im Leftfield und wird dort wohl auch nicht zum Einsatz kommen. Aber er gibt den White Sox neue Flexibilität. Yoan Monacada, der Inhaber des Stammplatzes auf Lambs Position an der dritten Base, hatte in der Vergangenheit schon signalisiert, falls nötig auch im Outfield zu spielen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der frisch ins MLB-Team berufene Rookie Andrew Vaughn sich im Leftfield versucht, während Lamb als Designated Hitter einsteigt.

Rockies verpflichten Chacin
Quasi in allerletzter Sekunde sind die Colorado Rockies doch noch tätig geworden. Als einziges MLB-Team hatten sie in der bisherigen Offseason auf jegliche Neuverpflichtung eines Free Agents verpflichtet. Das hat sich nun geändert, indem sie Pitcher Jhoulys Chacin unter Vertrag genommen haben. Der Rechtshänder hatte den größten Teil des Spring-Trainings unter einem Minor-League-Vertrag bei den Yankees verbracht. Nachdem diese ihn Anfang der Woche ziehen ließen, wurde er sich mit den Rockies einig, bei denen seine Karriere einst begonnen hatte.

Ein Catcher für die Cubs
Auch die Chicago Cubs haben noch eine Ergänzung an Land gezogen. Catcher Tony Wolters unterschreibt einen Einjahresvertrag, nachdem er die Ausstiegsoption aus einem Minor-League-Kontrakt mit den Pirates gezogen hatte. Die Cubs hatten im Dezember ihren Ersatzcatcher Victor Caratini zusammen mit Yu Darvish zu den Padres getradet und waren seitdem auf der Suche nach einem neuen Backup für Willson Contreras.

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