Juli 26th, 2021 by Silversurger

Mit einer 2-1 gewonnen Serie bei den Washington Nationals ist mein Westküsten-Team nach dem All-Star-Break erfolgreich in eine ausgedehnte Ostküstentour gestartet. Die zweite Etappe führt meine Padres nach Atlanta, wo die Braves als deutlicher Tabellenführer der NL East residieren.

19. bis 25. Juli 2021
Das erste Spiel ist an Spannung kaum zu überbieten. Zweimal gehen die Braves in Führung, zweimal gleichen wir aus. Mit 4:4 geht es ins neunte Inning, in dem wir drei weite Flyballs haben – jeder davon hätte das Zeug zum Homerun, aber sie fallen alle ein bisschen zu kurz und werden gefangen. Auf der anderen Seite macht Marcell Ozuna es besser: An seinem Homerun über das Rightfield gibt es keinen Zweifel und die Braves gewinnen 5:4 per Walkoff.

Schrieb ich gerade „an Spannung kaum zu überbieten“? Von wegen, denn das zweite Spiel wird noch spannender als das erste. Zwischen den Startern Joe Musgrove und Matthew Boyd entwickelt sich ein sehr symmetrisches Duell: Beide lassen von Anfang an viele Baserunner zu, kommen aber ungeschoren durch die ersten drei Innings. Im vierten Inning eröffnet mein Centerfielder Trent Grisham das Scoring durch einen 2-Run-Homerun, im Gegenzug schlägt Christian Pache ebenfalls einen 2-Run-Homerun für die Braves. Im fünften Inning schafft Musgrove etwas, was sein Gegenüber nicht schafft: Per Sacrifice Fly von Wil Myers erzielt er selbst den Run zum 3:2, gefolgt vom 4:2 durch Kim. Dafür lassen Mugrove und Reliever Emilio Pagan zwei weitere Homeruns der Braves zu und es steht wieder unentschieden. Im sechsten Inning hat die Symmetrie des Scoreboads vorerst ein Ende, als O’Neill uns in Front bringt, doch ein schlechter Relieve-Auftritt von Pierce Johnson im achten Inning stellt den Ausgleich wieder her und wir gehen mit 7:7 in den neunten Durchgang. Beide Teams bringen einen Runner bis zur dritten Base, für die Braves sind es gar geladene Bases bei null Outs, aber Runs springen nicht heraus. Die Entscheidung gelingt schließlich Manny Machado im ersten Extra-Inning durch einen Homerun nach zwei Outs zum 10:7-Endstand.

Unseren Gegner in Spiel drei wird man in der realen MLB-Saison verletzungsbedingt leider nicht in Aktion sehen: Mike Soroka startet für die Braves. Er dominiert mein Lineup fast nach Belieben, lässt in 6.2 Innings nur zwei Hits zu. Unser Starter Yu Darvish hingegen hat auch in seinem zweiten Start seit Rückkehr aus der Verletzungspause Probleme. Im ersten Inning schafft er es mit etwas Glück, die beiden Baserunner vom Scoren abzuhalten, im zweiten erlaubt er Austin Riley einen Leadoff-Homerun und lädt sich zweimal die Bases mit nur einem Out, bevor er beim Stand von 0:2 aus dem Inning entkommt. Kurz überlege ich, ob ich ihn im dritten Inning überhaupt zu seinem ersten At Bat an die Platte schicke, entscheide mich aber gegen die Auswechslung. Darvish bedankt sich anschließend mit drei makellosen Innings. Unsere Bats hingegen schweigen auch gegen die Reliever der Braves, sodass es an der 0:3-Niederlage nichts zu rütteln gibt.

Auf der Ostküstentour stehen wir bislang bei 3-3. Die dritte und letzte Etappe führt uns nach Miami zu den Marlins. Die stehen abgeschlagen auf dem letzten Platz ihrer Division, sodass ich durchaus ein paar Siege erwarte. Blake Snell pitcht für uns ein hervorragendes Spiel mit 6.0 IP, 10 Strikeouts und nur 2 zugelassenen Hits – von denen einer in meinen Augen eher ein Error von Kim war. Für die Marlins hat aber auch Pablo Lopez einen starken Start, sodass es mit 0:0 in die Bullpens geht. Leider bietet Miami heute die besseren Reliever auf: Zwar bringt uns ein Pinch-Hit-Single von Eric Hosmer kurz in Führung, doch Emilio Pagan und Keone Kela können nicht verhindern, dass wir am Ende 1:4 verlieren.

Auch Spiel zwei entwickelt sich zu einem überraschend starken Pitcherduell. Weder Dinelson Lamet für mich noch Sandy Alcantara für die Marlins lassen Earned Runs zu, nur dank Errors auf beiden Seiten führen wir nach sieben Innings 2:1. Im neunten Inning gelingen uns gegen Jeffrey Springs zwei weitere Runs zum 4:1-Endstand. Mein Setup-Reliever Drew Pomeranz muss leider verletzt ausgewechselt werden. Daumendrücken, dass es nichts Schlimmes ist.

Am nächsten Morgen ist auch schon die Diagnose da. Es handelt sich nur um leichte Ellenbogenbeschwerden, nach einer Woche soll Pomeranz wieder voll einsatzbereit sein.

In Spiel drei treffen wir früh und oft gegen Trevor Rogers, versäumen dann aber, auf die 2:0-Führung aus dem ersten Inning aufzubauen. Die Marlins holen schrittweise auf, bevor im neunten Inning ein Solo-Homerun von Ha-Seong Kim gegen Anthony Bass das Spiel mit 3:2 für uns entscheidet.

Zum Abschluss der Reise geht es gegen Miamis Linkshänder Braxton Garrett. Genau wie die vorherigen Spiele der Serie entwickelt sich auch dieses zu einer Low-Scoring-Affäre. Garrett und mein Starter Musgrove lassen jeweils nur einen Run zu. Der Schwarze Peter geht dieses Mal an meinen Reliever Emilio Pagan, der im siebten Inning einen Homerun von Jesus Aguilar sowie einen weiteren Run zulässt und damit unsere 1:3-Niederlage besiegelt.

Mehr als ein Split der Serie gegen die Marlins sowie der gesamten Ostküstentour war leider nicht drin. Wir stehen nun mit 57-46 wieder auf Platz drei hinter den Diamondbacks, aber immer noch auf einem Wild-Card-Platz

Für nächste Woche steht neben Serien gegen die Athletics und die Rockies ein ganz wichtiger Termin im Baseballjahr an: die Trade-Deadline am 31. Juli (leicht abweichend von der echten MLB, in der die Deadline dieses Jahr am 30. Juli ist). Ich sehe keine großen Lücken im Team, werde aber trotzdem versuchen, es durch ein oder zwei Deals noch besser zu machen..

Der Rest der Liga 
Richtig spannend ist es zurzeit leider nur in der AL East, dort aber so richtig: Durch einen 3-1-Seriensieg über den Erzrivalen sind die Red Sox zwischenzeitlich an den Yankees vorbeigezogen, nun stehen beide gleichauf an der Spitze. Die Trade-Deadline wirft derweil deutlich ihre Schatten voraus: In den League News werden bereits diverse Deals gemeldet. Ein Blockbuster ist bisher allerdings nicht dabei.

Reality Check
Die echten Padres sind gestern bereits auf dem Trade-Markt aktiv geworden und haben sich mit Adam Frazier von den Pirates einen der Top-Hitter der Liga gesichert. Von den Spielresultaten der vergangenen Woche sind die Padres in der Realität und in meinem OOTP-Spiel nahezu im Gleichschritt gegangen. Gegen die Marlins gab es auch im echten Leben einen Split, gegen die Braves wurde ein Spiel gewonnen und eines verloren. Der einzige Unterschied ist, dass in der Realität das dritte Spiel bei den Braves beim Stand von 4:5 wegen eines Unwetters abgebrochen werden musste. Es wird wahrscheinlich beim nächsten Treffen der beiden Teams im September zuende gespielt. Die echten Padres stehen nun bei 58-44 und damit ebenso wie mein OOTP-Team auf dem dritten Rang und einem Wild-Card-Platz.

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Juli 19th, 2021 by Silversurger

Der All-Star-Break in meiner Out-Of-The-Park-Saison bedeutet, dass ich als Manager der Padres von Montag bis Donnerstag nicht viel zu tun habe. Auch für die meisten meiner Spieler ist Entspannung angesagt – nur nicht für die vier, die in das All-Star-Team gewählt wurden. Ein kleines Zwischenfazit zur Pause nach etwas mehr als der Hälfte der Saison: Wir hatten ein paar Durststrecken, in denen mal der eine, mal der andere Mannschaftsteil schwache Phasen hatten, aber insgesamt sind wir mit unserer Bilanz von 52-41 ein sehr ordentliches Gesamtpaket: In der NL schlagen wir den höchsten Batting Average (.261), haben das beste Starting Pitching (3.69 ERA) und den zweitbesten Bullpen (3.41 ERA). Zudem haben wir den aktuell stärksten Batter der Liga im Team, Fernando Tatis Jr. mit einer Slashline von .360/.440/.697.

12. bis 18. Juli 2021
Die All-Star-Woche beginnt mit dem Home Run Derby. Von meinen Spielern ist leider keiner dabei. Shohei Ohtani übrigens auch nicht. Das 2-Way-Phänomen der Angels spielt in OOTP eine recht unspektakuläre Saison, in der er es beim Pitchen auf 4.35 ERA und beim Schlagen auf .247/.351/.368 mit bislang nur 5 Homeruns bringt. OOTP hat das Home Run Derby als Minispiel eingebaut, bei dem man ausnahmsweise per Maustaste selbst für einen oder mehrere Teilnehmer der Veranstaltung den Schläger schwingen darf. Ein nettes kleines Feature, auf das ich aber verzichte, da mein Schwerpunkt auf einer möglichst realistischen Management-Simulation liegt. Ich lasse das Derby daher laufen, ohne selbst einzugreifen. Der Gewinner ist Miguel Sano von den Minnesota Twins. Für ihn ist es ein Heimsieg, denn das Derby findet in Target Field statt. Das wundert mich, denn schließlich sollten das Derby und das All-Star-Game in der Realität dieses Jahr zunächst in Atlanta stattfinden und wurden zu Saisonbeginn nach Denver verlegt. Warum OOTP das Derby in Minneapolis und das All-Star-Game in Detroit platziert, ist mir ein Rätsel.

Am Morgen des All-Star-Games bekomme ich doch etwas zu tun, denn ich erhalte die lang ersehnte Mail der medizinischen Abteilung, dass Yu Darvish wieder fit ist. Natürlich kehrt mein bester Pitcher sofort zurück in die Starting Rotation. Das erlaubt mir, Not-Starter Adrian Morejon auf seine natürliche Position in den Bullpen zu verschieben. Nun habe ich einen Reliever zu viel an Bord, sodass Ryan Helsley vorerst ins AAA-Team weichen muss, obwohl er zuletzt – wie alle meine Pitcher – gute Leistungen gezeigt hat.

Das All-Star-Game wird eine klare Angelegenheit für die American League: 13:2 gewinnen die AL-All-Stars, keinem meiner beteiligten Spieler gelingt etwas Zählbares. Das stört mich nicht, das Spiel ist ja nichts weiter als ein freundschaftliches Spektakel. Solange sich niemand verletzt, ist alles gut.

Frisch erholt gehen meine Spieler am Freitag zurück ans Werk. Mein gerade genesenes Ass Yu Darvish tritt gegen das Ass der Washington Nationals, Max Scherzer, an. Darvish hatte sich seine Rückkehr sicher anders vorgestellt, denn er lädt schon im ersten Inning die Bases und holt sich per Walk das 0:1 ab. Nach 3.1 Innings und einem 3-Run-Homerun von Kyle Schwarber hole ich Darvish beim Stand von 1:5 vom Mound. Der Bullpen liefert zwar eine blitzsaubere Leistung ab, aber in der Offensive läuft leider nichts zusammen, sodass es beim 1:5 bleibt.

Am nächsten Tag im Lefty-Duell zwischen Blake Snell und Patrick Corbin erwischen wir einen Auftakt nach Maß: Ha-Seong Kim schlägt den ersten Pitch des Spiels zum Homerun. Leider scheint das den Gegner eher anzustacheln als zu beeindrucken. Die Nationals beginnen mit Single Robles, Homerun Bell, Homerun Soto und es steht 1:3, bevor Snell auch nur ein Out erzielt hat. Zwei Outs kommen dann immerhin zustande, bevor Carter Kieboom mit dem nächsten Homerun auf 4:1 für Washington erhöht. Doch anders als gestern stemmt sich meine Offense gegen die drohende Niederlage. Ein Triple von Cronenworth, ein Walk von O’Neill, ein Homerun von Grisham – und das Spiel ist wieder ausgeglichen. Snell findet nach dem ärgerlichen ersten Durchgang seinen Rhythmus und bleibt bis zum Ende des sechsten Innings auf dem Mound, ohne weitere Runs zuzulassen. Gemeinsam mit dem erneut fehlerfreien Bullpen bereitet er uns den Weg zum 8:4-Sieg, den wir durch eine Reihe von Small-Ball-Runs einfahren.

Die wiedergefundene Scoring-Laune meines Teams steigert sich im dritten Spiel noch: Jedem der vier von Washington eingesetzten Pitcher geben wir mindestens zwei Runs und mindestens einen Homerun mit. Kim, Myers, O’Neill und zweimal Tatis Jr. schlagen den Ball über den Zaun beim klaren 10:4-Erfolg.

Es tut gut, in den zweiten Teil der Saison mit einer gewonnenen Serie zu starten. Aus den letzten zehn Spielen haben wir neun Siege eingefahren und dadurch die Diamondbacks sowohl von Rang zwei in der Division als auch vom ersten Wild-Card-Platz verdrängt. Ein Herankommen an die Dodgers ist leider nach wie vor nicht an die Sicht. Auch sie haben neun von zehn gewonnen und bleiben somit stabil acht Spiele vor meinen Padres.

Der Rest der Liga 
Die gerade schon erwähnten Dodgers sind mit ihrer Bilanz von 61-33 nicht nur mir, sondern auch dem Rest der Liga enteilt. Generell muss ich beim Blick auf die Tabelle sagen, dass mir die echte MLB momentan lieber ist als die OOTP-Simulation, weil hier in fast allen Divisionen kurz nach dem All-Star-Break die Spannung schon raus ist. Umstritten sind eigentlich nur noch die AL East zwischen New York (54-40) und Boston (52-43) sowie die Wild-Card-Plätze, um die sich je Liga noch eine Handvoll Teams bewerben.

Reality Check
Die echten Padres kamen am Freitag mit einem Paukenschlag aus dem All-Star-Break, indem sie den Nationals eine 24:8-Packung verpassten. Sie gewannen auch das zweite Spiel der Serie, welches wegen einer Schießerei in der Nähe des Stations unterbrochen werden musste und erst am nächsten Tag zu Ende gespielt werden konnte. Solche Ereignisse, die kein Mensch braucht, gibt es in der heilen OOTP-Welt zum Glück nicht. Da das dritte Spiel gestern Abend an die Nationals ging, war es unter dem Strich in der Realität also ebenso wie im Spiel eine 2-1-Serie für San Diego. Mit 55-41 stehen die echten Padres nach wie vor um einen Sieg besser da als meine, was in ihrem Fall aber nur für Platz drei in der Tabelle hinter den Giants (58-34) und den Dodgers (58-36) reicht.

 

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Juli 12th, 2021 by Silversurger

Mein Out-Of-The-Park-Team geht in die letzte Woche vor dem All-Star-Break. Ich muss zugeben, dass ich die Pause regelrecht herbeisehne, da uns in den letzten zwei Wochen doch ziemlich offensichtlich die Puste ausgegangen ist. Lieber würde ich natürlich etwas optimistischer in den Break gehen; dafür können wir in den sieben Spielen sorgen, die noch anstehen – vier davon gegen die Washington Nationals, drei gegen die Colorado Rockies.

5. bis 11. Juli 2021
Als Starter für Spiel eins war von den Nationals Julio Teheran angekündigt, den sie in meiner OOTP-Welt kurz vor Saisonbeginn von den Detroit Tigers ertradet haben. Tatsächlich steht dann aber Seth Romero als Opener eines Bullpen-Games auf dem Platz. Da haben sie mich kalt erwischt, denn Romero ist ein Linkshänder und ich habe mein Lineup eigentlich auf einen Rechtshänder wie Teheran ausgerichtet. Das ist ärgerlich, aber nur ein bisschen, denn erstens stellt OOTP automatisch mein Standard-Lineup gegen Linkshandpitcher auf und zweitens gehen wir schon im ersten Inning in Führung durch ein Triple von Tatis Jr. und das RBI-Single von Machado. Drittens werfen meine Pitcher sehr stark. Starter Adrian Morejon lässt in fünf Innings nur einen einzigen Hit zu – lustigerweise durch Washingtons Reliever Sterling Sharp. Wir haben zwar deutlich mehr Baserunner als die harmlosen Nationals, bringen aber keine weiteren Runs auf’s Board und so gewinnen wir dem Pitching sei dank mit 1:0.

Als Starting Pitcher für den nächsten Tag kündigen die Nationals erneut Julio Teheran an, der dieses Mal tatsächlich antritt. Davor steht aber noch ein Rostermove an, denn mein Stamm-Centerfielder Trent Grisham ist endlich wieder gesund. Rookie Allen Cordoba geht für ihn zurück ins AAA-Team – sein Aufenthalt im Big-League-Roster war ohnehin eher als Schnupperkurs vorgesehen und mit einer Batting-Line von .200/.238/.350 hat er sich nicht gerade unverzichtbar gemacht.

Das heutige Spiel gegen die Nationals muss ich zweimal absolvieren, denn leider stürzt mir OOTP direkt nach dem Ende der Partie ab, und ein Speicherstand liegt nur von vor Spielbeginn vor. So etwas ist immer ärgerlich, auch wenn es meinem Team in dem Fall zugute kommt – nicht nur, weil wir im ersten Anlauf 1:4 verlieren und im zweiten 3:2 gewinnen, sondern vor allem, weil sich vor dem Absturz mein Starter MacKenzie Gore verletzt hatte, der uns nun quietschfidel zum Sieg führt.

Blake Snell gegen Max Scherzer – Spiel drei gegen die Nationals ist das, welches ich mir als neutraler Beobachter am liebsten anschauen würde. Das Duell der Pitching-Asse geht klar an Snell, der in 6 Innings nur einen einzigen Hit zulässt, während Scherzer beim Stand von 4:0 für uns nach fünf Innings die Segel streicht. Da auch meine Reliever Emilio Pagan und Ryan Helsley eine blitzsaubere Leistung bringen, während unsere Offense endlich mal in Schwung ist und in jedem Inning Runs nachlegt, gewinnen wir auch in der Höhe verdient mit 9:0.

Unser starker Lauf setzt sich im vierten Spiel der Serie nahtlos fort: Dinelson Lamet liefert 6 Shutout-Innings mit 11 Strikeouts, und der Bullpen lässt nichts anbrennen, ohne dass ich meine Top-Reliever überhaupt zum Einsatz bringen muss. Die offensiven Highlights beim 5:1-Sieg sind Homeruns von Catcher Austin Nola und Pinch Hitter Manny Machado.

In der letzten Serie vor dem All-Star-Break geht es gegen die Rockies. Obwohl ich im ersten Spiel meinen etwas erschöpfen Superstar Fernando Tatis Jr. pausieren lasse und mein schwächster Pitcher Joe Musgrove auf dem Mound steht, haben wir keine Probleme. Musgrove liefert sechs solide, scorelose Innings, die Offense klickt unter anderem mit Homeruns von Machado, Grisham und Myers; wir gewinnen locker-lässig mit 11:2.

Hoffentlich haben wir damit unser Pulver nicht auf einmal verschossen, denke ich vor dem nächsten Spiel, doch die Sorge ist völlig unbegründet. Auch gegen German Marquez hitten und scoren wir vom ersten Inning an. Unser Starter Adrian Morejon bekommt zwar im vierten Inning Probleme und lässt zu, dass die Rockies das Spiel kurzzeitig auf 3:4 drehen. Doch dank eines ausgeruhten Bullpens und zweier Homeruns von Tyler O’Neill haben wir die Partie bald wieder im Griff und siegen 10:4.

Nur ein Spiel trennt uns noch vom All-Star-Break. Vorher gibt es aber am heutigen Sonntag, dem 11. Juli, noch zwei wichtige Ereignisse. Zum einen werden die Kader der All-Star-Teams bekannt gegeben, übrigens eine Woche später als in der echten MLB. Ich stelle erfreut fest, dass vier meiner Jungs es in die Auswahl geschafft haben: SP Yu Darvish, 2B Ha-Seong Kim, 3B Manny Machado und natürlich SS Fernando Tatis Jr. sind dabei. Tatis Jr. hat im Fan-Voting mit über 5 Millionen Stimmen das mit Abstand beste Ergebnis aller MLB-Spieler eingefahren.

Das andere wichtige Ereignis ist die Draft der Nachwuchsspieler. Die steht für mich zwar nicht gerade im Mittelpunkt, da ich mit den Padres ohnehin nur diese eine Saison spielen möchte, aber aus Spaß an der Sache mache ich trotzdem mit. Etwas verwunderlich finde ich, dass die Draft-Reihenfolge in OOTP nicht ganz der in der Realität entspricht. Erstens wurde die Strafe gegen die Astros wegen des Sign-Stealing-Skandals im Spiel offenbar nicht umgesetzt, sodass Houston seinen von der Liga aberkannten Erstrundenpick ganz normal wahrnehmen kann. Zweitens, und das wundert mich noch mehr, picken die Baltimore Orioles statt an Position 5 erst an #28. Irgendeinen Grund dafür, vielleicht ein Spielereignis, wird es geben, aber ich finde ihn nicht.

Als First Overall sichern sich die Pirates RHP Kumar Rocker von Vanderbilt, gefolgt von den Rangers mit SS Jordan Lawlar aus der Dallas Jesuit High School. Den kompletten Verlauf der ersten Runde könnt ihr unten in einem Screenshot sehen. Ich bin mit den Padres an #27 dran und wähle RHP Ty Madden von der University of Texas. In der zweiten Runde kommt Louisiana State RHP Jaden Hill dazu. Insgesamt läuft die Draft über 30 Runden, wobei ich zugeben muss, dass ich nur in den ersten drei, vier Runden etwas ausführlicher recherchiere und mich dann mehr und mehr auf die Vorschläge meines Chefscouts verlasse. Mit meinen beiden ersten Picks werde ich während der nächsten Tage noch Verhandlungen führen müssen, da sie eine höhere Bonuszahlung fordern als den für ihre Draftposition vorgesehenen Standardwert.

Jetzt aber endlich zum letzten Spiel vor der Pause. Es geht noch einmal gegen die Rockies, die mit SP Jon Gray ins Rennen gehen. Gray macht seine Sache gut und verhindert ein drittes Offensiv-Feuerwerk, aber mein Starter MacKenzie Gore und der Bullpen machen ihre Sache noch besser. Ein 2-RBI-Double von Kim und ein Solo-Homerun von Caratini reichen für uns zum 3:1-Erfolg und damit zur perfekten 7-Siege-Woche – zumindest, wenn wir über das abgestürzte Spiel den Mantel des Schweigens breiten. 😉

So schnell dreht sich die Stimmung: Am Anfang der Woche sehnte ich den All-Star-Break noch herbei, jetzt hingegen würde ich mit dem neu gefundenen Schwung direkt weitermachen. Aber was soll’s, so kann ich wenigstens den angenehmen Blick auf die Tabelle für einige Tage festhalten: Gerade rechtzeitig zur Pause haben wir nämlich mit unserer 52-41-Bilanz den zweiten Platz in der Division und gleichzeitig den ersten Wild-Card-Platz von den Diamondbacks (51-41) zurückerobert. 

Der Rest der Liga 
Die Los Angeles Dodgers (58-33) sind zum All-Star-Break nach wie vor das Maß der Dinge in der MLB. Allerdings kristallisiert sich auch in allen anderen Divisionen immer klarer ein eindeutiges Favoritenteam heraus. Die Tabelle ist unten in der Galerie zu sehen.
Zum Running Gag dieser Saison werden allmählich die komischen Pitcher-Trades der Braves. Schon die Verpflichtung von RP Brad Hand in der letzten und die von SP Matthew Boyd in der letzten Woche fand ich seltsam. Diese Woche haben die Braves erneut mit den Nationals getradet und ihnen ein Paket von Prospects für den 36-jährigen Reliever Will Harris geschickt. Harris pitcht dieses Jahr bisher einen ERA von 5.91 und erscheint vor diesem Hintergrund in dem Trade völlig überbezahlt.

Reality Check
Die echten Padres hatten eine weniger gute Woche. Gegen die Nationals war für sie nur ein 2-2-Split drin, darunter eine deftige 5:15-Klatsche, aber auch ein tolles Comeback zu einem 9:8-Sieg nach 0:8-Rückstand. Die Serie gegen die Rockies wurde mit 1-2 verloren. In Summe haben die virtuellen und die echten Padres zum All-Star-Break fast eine Punktlandung hingelegt: Mit einer Bilanz von 53-40 steht das reale Team einen einzigen Sieg besser da als meines; in beiden Parallelwelten wären die Padres über einen Wild-Card-Platz in den Playoffs.
In der Draft haben sich die echten Padres an #27 Shortstop Jackson Merrill von der Severna Park High School gesichert. Mein Erstrundenpick Ty Madden ging in der Realität als #32 an die Detroit Tigers.

 

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Juli 5th, 2021 by Silversurger

Nach der miesen letzten Woche freue ich mich, dass es für meine OOTP-Franchise heute wieder gegen die Reds geht. Gegen die sahen wir in der vorletzten Woche schon gut aus und vielleicht sind sie genau der Aufbaugegner, den wir gerade brauchen.

28. Juni bis 4. Juli 2021
Tatsächlich läuft Spiel eins in der Offensive richtig gut, wir gehen im ersten Inning 3:0 in Führung und erhöhen im dritten auf 5:0. Leider kann mein Starter Joe Musgrove (wieder einmal, muss ich leider schreiben) nicht überzeugen und zwingt mich, ihn nach 4.1 Innings beim Stand von 5:5 vom Mound zu holen. Emilio Pagan beendet das Inning, aber nicht ohne zwei weitere Runs zuzulassen, von denen einer offiziell noch auf Musgroves Statistik-Konto geht. Ich hoffe auf eine Trotzreaktion und tatsächlich steht es wenige Pitches später 7:7 durch ein Double von Jurickson Profar und einen gewaltigen 478-Fuß-Homerun von Fernando Tatis Jr. Das war es dann aber leider auch schon mit guten Nachrichten – ein Solo-Homerun von Eugenio Suarez dreht das Spiel erneut zu Gunsten der Reds und bei unserem nächsten Comeback-Versuch verletzt sich auch noch Profar. Wir verlieren 7:8 und einen unserer besten Spieler.

Die Diagnose für Profar lässt dieses Mal nicht lange auf sich warten, am nächsten Morgen habe ich sie im Mail-Postfach: Muskelfaserriss im Oberschenkel, 6 Wochen Pause. Ich setze ihn auf die Verletztenliste und fülle den Rosterspot aus dem AAA-Team mit Outfielder Allen Cordoba, der somit seinen zweiten Schnupperkurs im MLB-Team bekommt.

Cordoba bekommt gegen die Reds auch gleich seinen ersten Einsatz. Er macht seine Sache gut, erzielt zwei Hits, aber ansonsten läuft das Spiel leider erneut schlecht für uns. Ein einziges schwaches Inning von Adrian Morejon reicht den Reds, um die zweite Partie der Serie mit 5:2 für sich zu entscheiden. Für Tatis Jr. endet in dem Spiel übrigens eine 4-Spiele-Homerun-Serie – was aber relativ egal ist, da wir alle diese Spiele ebenso verloren haben wie das heutige.

Zum Feiern ist in dieser Lage niemandem zumute, aber freut es mich, am 1. Juli zu lesen, dass Blake Snell zum NL-Pitcher des Monats Juni gekürt wurde. Er hat in dem Monat 6 Starts absolviert und dabei 38.0 Innings mit einem ERA von 2.13 gepitcht. Der Tag bringt noch eine weitere Neuigkeit: Die Signing-Periode für internationale Prospects ist eröffnet. Die 15- bis 17-Jährigen, die sich um einen Vertrag bewerben, helfen mir kurzfristig nicht weiter und Budget-Spielraum habe ich auch nicht; daher verzichte ich darauf, Angebote zu machen.

In Spiel drei tut uns der gegnerische Starter Wade Miley den Gefallen, die Strikezone nicht zu finden. 6 Walks gibt er allein in den ersten beiden Innings ab und hat großes Glück, dass wir das mehrmalige Laden der Bases nicht mit mehr als zwei Runs bestrafen. Die reichen aber schon aus als Grundlage für den 4:3-Sieg, den wir am Ende einfahren – getragen von hervorragendem Pitching durch MacKenzie Gore und unseren Bullpen, aus dem heute nur Pierce Johnson negativ heraussticht und es mit drei erlaubten Runs unnötig spannend macht. Immerhin, die Niederlagenserie ist gestoppt. Ein einziger Sieg in einer Serie gegen das schlechteste Team der Liga kann aber sicher nicht der Anspruch sein, den wir Padres an uns stellen.

Als nächstes geht es nach Philadelphia für eine Serie gegen die Phillies. Als erster Starter wartet Zack Wheeler auf uns, der mit 3.53 ERA eine gute, aber zum Glück nicht ganz so überragende Saison spielt wie in der Realität. Mein Starter Blake Snell geht mit starken 3.19 ERA in das Spiel, aber diese Zahl hat nicht lange Bestand, denn Snell gibt Back-to-Back-Homeruns an die ersten zwei Batter ab. Danach sieht es zwar eine Zeit lang so aus, dass Snell seinen Rhythmus findet, doch im fünften Inning entgleitet ihm das Spiel und ich muss ihn nach vier weiteren Runs eilig auswechseln. Für uns hat bis dahin nur Allen Cordoba einen Solo-Homerun beigesteuert. Der Youngster ist bislang eine positive Überraschung und wenigstens ein Lichtblick in der 3:6-Niederlage.

Meine Offense ist nicht wirklich am Klicken zurzeit, und das wird auch im zweiten Spiel gegen die Phillies nicht besser. Gerade mal zwei Runs bekommen wir zustande, was in dem Fall aber ausreicht, weil Dinelson Lamet und drei Reliever einen astreinen Shutout pitchen – übrigens den ersten für mein Team seit über zwei Monaten.

Vom Pitching her dürfte es gern so weiter gehen, allerdings ist im nächsten Spiel wieder Musgrove, mein schwächster Starter, dran. Ich nehme mir fest vor, ihn an der kurzen Leine zu halten und zur Not schon früh auszuwechseln. Zum Glück erweist sich das als gar nicht nötig, denn Musgrove wirft sechs starke Innings und lässt keinen Run zu. Na also, geht doch. Leider pitcht auch sein Gegenpart Zach Eflin sehr gut – meine schwächelnde Offense bringt gegen ihn sechs Innings lang gerade mal drei Basehits zustande, allesamt Infield-Hits. Eine kleine Erlösung bringt Ha-Seong Kim mit einem Leadoff-Homerun im siebten Inning. Doch die Freude währt nur kurz, denn die Phillies drehen postwendend das Spiel. Die beiden ersten Runs rechne ich eher zwei Abwehrfehlern zu als Reliever Taylor Williams, der 3-Run-Homerun von J. T. Realmuto zum 5:1 geht aber klar auf seine Kappe. Schade, am Ende war dieses eine schlechte Inning die Entscheidung – was natürlich nur die halbe Wahrheit ist, denn entscheidend war vor allem, dass mit meiner Offense wieder so gut wie gar nichts los war.

Wir beenden die Woche mit zwei Siegen und vier Niederlagen. Die Saisonbilanz von 45-41 ist noch positiv, aber von den Dodgers (52-32) trennen uns nun acht Spiele und von den Diamondbacks (50-36) auf Platz zwei auch schon drei. Wir können noch von Glück sagen, dass die Brewers (45-40) und die Cardinals (43-42) in den letzten Tagen im Gleichschritt mit uns geschwächelt haben und wir dadurch noch voll im Rennen um die zweite Wild Card sind.

Der Rest der Liga 
Die Tabelle hänge ich wie immer in der Bildergalerie zu diesem Artikel an. Neben dem Höhenflug der Diamondbacks (50-36 mit 9 Siegen aus den letzten 10) ist erwähnenswert, dass die White Sox (52-33), die Athletics (51-35) und die Braves (51-32) die Führungsrollen in ihren Divisionen ausgebaut haben. Richtig spannend ist es zurzeit nur in der AL East, wo die Yankees (49-35) und die Red Sox (49-36) fast Kopf an Kopf laufen.
Zum zweiten Mal hintereinander ist mir beim Blick auf die News der anderen Teams ein seltsamer Trade der Braves ins Auge gestochen: Nachdem sie letzte Woche schon drei Prospects für einen eher schwachen Reliever hergaben, ließen sie heute sogar vier – teilweise hochwertige – Prospects springen für Starting Pitcher Matthew Boyd, der für Detroit diese Saison einen wenig beeindruckenden ERA von 5.08 geworfen hat.

Reality Check
Den echten Padres erging es diese Woche nur unwesentlich besser als meinen. Sie gewannen drei von sechs Spielen, beendeten die Woche aber nach drei Niederlagen hintereinander immerhin mit einem überzeugenden 11:1 gegen die Phillies. Das war gleichzeitig ihr 50. Saisonsieg, mit einer Bilanz von 50-36 stehen sie nun insgesamt 5 Spiele besser da als mein OOTP-Team. In der Divison belegen die echten Padres genau wie meine nur Platz drei, doch den Wild-Card-Platz hätten sie zurzeit mit 5,5 Spielen vor den Reds sehr sicher.

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Juni 28th, 2021 by Silversurger

Nach der erfolgreichen Vorwoche gegen zwei schwache Gegner geht es für meine Padres in Out Of The Park Baseball ans Eingemachte: Die Dodgers sind in der Stadt und bieten im ersten Spiel ihren bislang stärksten Starter Julio Urias (2.87 ERA) gegen meinen bislang schwächsten Starter Joe Musgrove (4.70 ERA) auf. Das sind keine guten Vorzeichen, zumal wir in der bisherigen Saison-Serie gegen die Dodgers mit 0-7 verheerend schlecht dastehen. Die Sorgen erweisen sich als berechtigt: Zwei Innings lang hält Musgrove das Spiel offen, dann beginnen ihm die Bälle von Gavin Lux, Mookie Betts, Will Smith und Justin Turner um die Ohren zu fliegen. Unsere Offense hat zwar in fast jedem Inning einen Baserunner, bringt aber nur einen einzigen Run nach Hause und so gehen wir sang- und klanglos 1:7 unter.

Vor dem zweiten Spiel sehen zumindest die Zahlen der Pitcher besser aus: Blake Snell ist – vom verletzten Yu Darvish abgesehen – bislang mein bester Starter mit einem ERA von 3.01, während sein Gegenüber, Dodgers-Altstar Clayton Kershaw, mit 5.19 ein eher schwaches Jahr hat. Ob das reicht, um im neunten Spiel gegen die Dodgers endlich den ersten Win einzufahren? Es reicht zumindest, um das Spiel ein wenig offener zu gestalten als das letzte, aber da die Dodgers früh ein paar Runs vorlegen und bei uns Austin Nolas Homerun der einzige zählbare Erfolg bleibt, verlieren wir mit 1:4 auch diese Partie.

Der anhaltende Misserfolg gegen die Dodgers ist wirklich frustrierend und ich habe vor Spiel drei keine Ahnung, wie wir gegen unseren Angstgegner mal zu Potte kommen sollen. Zu allem Überfluss brauchen Tatis Jr. und Machado eine Pause, was die Hoffnung nicht gerade steigen lässt. Doch ein Leadoff-Homerun von Ha-Seong Kim hebt die Stimmung deutlich an und Jurickson Profar mit einem Single und Tyler O’Neill mit einem weiteren Homerun legen nach. Nach diesem 3:0-Inning ist endlich das Selbstvertrauen da, dass man auch die Dodgers schlagen kann. Nach 2.2 Innings und 5 erlaubten Runs wechseln die Dodgers ihren Starter David Price, doch es ist zu spät. Wir holen uns den hochverdienten und lang ersehnten Sieg gegen die Dodgers mit 7:2.

Der Bann ist gebrochen und ich hätte geradezu Lust, sofort noch ein oder zwei Spiele gegen die Dodgers dranzuhängen. Der Spielplan sieht aber erst mal einen Ruhetag vor und dann eine Serie gegen die Diamondbacks. Die Diamondbacks mögen in der Realität zurzeit ein desolates Bild abgeben, hier im Spiel sind sie jedoch ein ernstzunehmender Gegner. Mit einer Bilanz von 41-35 sitzen sie nur eineinhalb Spiele hinter meinen Padres und würden nach aktuellem Stand gemeinsam mit uns in die Wild-Card-Runde einziehen.

Spiel eins wartet auch gleich mit der Spannung eines Wild-Card-Spiels auf: Gegen den starken Corbin Martin gelingt meiner Offense so gut wie nichts, aber auch mein Starter MacKenzie Gore macht ein sehr gutes Spiel. Obwohl die Diamondbacks keinen „ordentlichen“ Run erzielen, gehen sie 3:0 in Führung – durch einen Error, einen Sacrifice Fly und während eines Double Plays. Erst im achten Inning schaffen wir es aufs Scoreboard, indem Tatis Jr. einen 3-Run-Homer zum Ausgleich schlägt. Zwei exzellente Bullpen-Leistungen tragen das Spiel bis ins 13. Inning, in welchem Arizona sich schließlich den 4:3-Sieg sichert – sogar mit einem ordentlichen Run durch ein Triple von Kole Calhoun und ein Single von Nick Ahmed gegen meinen Reliever Taylor Williams.

Nick Ahmed scheint mein Schicksal zu sein in dieser Serie. Der Shortstop der Diamondbacks ist normalerweise kein besonders starker Hitter, aber nach seinem entscheidenden RBI-Single vom Vortag drückt er auch Spiel zwei seinen Stempel auf. Sein 2-Run-Homerun gegen Ryan Helsley im achten Inning ist es, der aus einem knappen Spiel eine klare Angelegenheit macht – wir verlieren 4:7 und geben damit sowohl den zweiten Platz in der Division als auch den Wild-Card-Platz vorerst ab. Noch nicht genug schlechte Nachrichten? Kein Problem: Als ich zurück ins Büro komme, ist da eine E-Mail von der medizinischen Abteilung. Yu Darvish, mein bester, aber schon seit sechs Wochen verletzter Pitcher, hat im Aufbautraining einen Rückschlag erlitten und fällt zwei weitere Wochen aus.

Wir haben noch genau eine Gelegenheit, in dieser Woche nicht alles einzureißen, was wir uns mit den sieben Siegen in der letzten Woche aufgebaut haben. Ich entschließe, zu dem Zweck Blake Snell (3.24 ERA) gegen Zac Gallen starten zu lassen und Joe Musgrove (5.04 ERA) in der Rotation zu überspringen – der spielfreie Donnerstag gibt mir den Spielraum dafür. Snell pitcht nicht überragend – er lässt zwei Solo-Homeruns zu, zu denen ein unearned Run bei einem Error kommt –, aber gut genug, um uns im Spiel zu halten. Wieder mal schlägt Tatis Jr. im achten Inning einen Homerun zum 3:3-Ausgleich und es geht zum zweiten Mal in dieser Serie in die Extra-Innings. Im elften Inning fehlen uns Zentimeter zum Sieg: Wir haben zwei Runner in Scoring Position mit einem Out, Caratini schlägt den vermeintlichen Sac-Fly ins Rightfield, doch Machado wird an der Homeplate ausgeworfen. Der Held ist stattdessen kurz darauf Arizonas David Peralta, der als Leadoff im zwölften Inning das 4:3 erzielt, was auch der enttäuschende Endstand ist.

Der Rest der Liga 
Die American League ist zurzeit definitiv der spannendere Ligateil, denn in allen drei AL-Divisionen geht es an der Tabellenspitze deutlich enger zu als in allen drei Divisionen der NL. In Letzteren können die Atlanta Braves (46-31), die Chicago Cubs (48-30) und die Los Angeles Dodgers (48-30) schon nach knapp der Hälfte der Saison so langsam für die Playoffs planen. Die Arizona Diamondbacks (44-35) sind mit sechs Siegen am Stück – drei davon gegen meine Padres – das Team der Stunde und wären zurzeit im Wild-Card-Spiel der NL Gastgeber der Milwaukee Brewers (43-35). Erwähnenswert finde ich zwei in meinen Augen seltsame Neuverpflichtungen: Die Atlanta Braves haben heute bekannt gegeben, dass sie sich einen Deal mit den Washington Nationals drei Pospects kosten lassen, um im Gegenzug Reliever Brad Hand zu erhalten, der bislang eine 5.54 ERA-Saison pitcht. Noch fragwürdiger erscheint mir die Aktion der Dodgers, RP Roberto Osuna einen Einjahresvertrag über 12,6 Millionen Dollar zu geben. Osuna hatte zuletzt kein MLB-Team mehr gefunden und spielt seitdem in Mexiko. Dass er nochmal eine Chance bekommt, ist sicher nicht ausgeschlossen, aber ganz bestimmt nicht für so viel Geld.

Reality Check
Das war mal wieder eine Woche, in der meine Padres mit dem realen Vorbild nicht mal ansatzweise mithalten konnten. Vor allem gegen die Dodgers sehen die echten Padres regelmäßig sehr viel besser aus, dieses Mal haben sie sogar zum ersten Mal seit acht Jahren einen Sweep gegen L. A. eingefahren. Mit 2-1 gewannen die realen Padres auch die Serie gegen die Diamondbacks und stehen mit 47-33 nun vier Siege besser da als mein OOTP-Team. In der starken NL West reicht das zwar auch nicht zu mehr als Platz drei, aber ein Wild-Card-Platz wäre den echten Padres zurzeit sicher.

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Juni 21st, 2021 by Silversurger

Bevor ich von den neuesten Ereignissen um meine Padres-Franchise berichte, muss ich erstmal einen Hinweis in Sachen OOTP loswerden: Seit wenigen Tagen ist die lang ersehnte mobile Version des Managerspiels erhältlich. Man findet sie unter dem Namen „OOTP Baseball Go!“ sowohl im Google PlayStore als auch im AppStore von Apple. Der Download ist gratis, allerdings sind in der kostenlosen Version erstmal nur drei historische Saisons enthalten. Weitere Saisons inklusive der aktuellen MLB- und KBO-Saisons kann man per In-App-Kauf erwerben. Das Spiel wurde fast 1:1 auf die mobilen Plattformen umgesetzt und spielt sich dort, soweit ich das nach meinem kurzen Test beurteilen kann, genauso gut und flüsssig wie auf dem PC. Einziger Schönheitsfehler aus meiner Sicht ist, dass es nicht möglich ist, Speicherstände aus der Desktopversion zu importieren oder gar zu synchronisieren. Die beiden letzten Bilder in der Galerie unten sind übrigens Screenshots von OOTP Go.

Jetzt aber zurück zum Desktop-OOTP und damit zu meinen Padres: Die Reise führt uns diese Woche nach Denver. Dort geht es los mit einem Lefty-Matchup zwischen Colorados Kyle Freeland und meinem Youngster MacKenzie Gore. Obwohl wir im hitterfreundlichsten Ballpark der Liga spielen, kommen die Offenses nur langsam in Schwung. In den ersten fünf Innings sind Solo-Homeruns von Austin Nola und Tyler O’Neill die einzigen nennenswerten Ereignisse. Nach dem fünften Inning wechseln die Rockies den Pitcher und Reliever Hunter Wood geht gegen mich komplett unter: Erst lädt er die Bases, dann lässt er einen Bases-Clearing Double von Jurickson Profar zu, alles ohne ein Out zu erzielen; sein Nachfolger Austin Voth macht die Sache besser, aber dass Profar scort, kann er auch nicht verhindern – wir führen 6:0 in der Mitte des 6. Innings. Ein bisschen spannend wird es kurz noch, als die Rockies im unteren 6. auf 1:6 und im unteren 7. auf 3:6 herankommen, doch RBIs von Hosmer (2) und Kim stellen mit 9:3 den alten Abstand wieder her, der gleichzeitig der Endstand ist.

Auch mit German Marquez im zweiten Spiel kommen wir gut zurecht. Wil Myers und Tyler O’Neill schlagen Homeruns, Tatis Jr. und Machado erzielen Triples und wir führen im sechsten Inning wieder 6:1. Das scheint mir genug Polster, um mit Craig Stammen einem meiner zuletzt eher schwachen Reliever mal wieder eine Chance und etwas Spielpraxis zu geben. Ich werde prompt mit drei Runs bestraft. Schnell wechsle ich Stammen aus und erfreue mich daran, dass auf die anderen Jungs heute Verlass ist: Mark Melancon beendet ruckzuck das Inning, offensiv geht es weiter mit Homerun Tatis Jr., Walk Myers, Homerun Profar und wir sitzen wieder fest im Sattel. Die schlechte Nachricht ist nicht, dass Melancon im nächsten Inning einen Solo-Homerun zulässt, der uns beim Endstand von 9:5 herzlich egal sein kann, sondern dass er kurz darauf verletzt ausgewechselt werden muss. Eine Diagnose bekomme ich weder heute noch am nächsten Tag, sodass ich erstmal abwarte, ob ein Aufenthalt auf der Verletztenliste nötig ist oder nicht.

In Spiel drei erlebe ich eine der schlechtesten Pitcher-Performances, die ich je gesehen habe – zum Glück vom Gegner. Rockies-Starter Austin Gomber lässt von den ersten elf Battern zehn auf Base. Beim Stand von 7:0, geladenen Bases und nur einem Out im ersten Inning wird der arme Mann endlich ausgewechselt. Das Spiel ist zu dem Zeitpunkt bereits gelaufen, aber wir spielen natürlich noch achteinhalb Innings weiter und gewinnen am Ende 13:6.

Von den sechs Runs der Rockies in Spiel drei gehen übrigens vier auf das Konto von Austin Adams. Er und Stammen sind nun schon seit Wochen meine Problemkinder im Bullpen. Ich muss wohl etwas umstrukturieren, allerdings wüsste ich dazu gern, was mit Melancon ist. Ich finde es ärgerlich und auch etwas unrealistisch, dass auch zwei Tage nach seiner Verletzung keine Info aus der medizinischen Abteilung dringt. Wie dem auch sei, für mich steht fest, dass ich Adams und Stammen angesichts ihrer schwachen Leistungen – beide haben inzwischen einen ERA über 6 – loswerden möchte. Minor League Options haben sie beide nicht mehr, und bevor ich sie einfach entlasse, versuche ich mein Glück auf dem Trade-Markt. Tatsächlich erhalte ich über die „Shop Around“-Funktion ein paar solide Angebote für Stammen, unter anderem den 34-jährigen Reliever Sean Doolittle von meinem kommenden Gegner, den Cincinnati Reds. Prima, den können sie gleich hier lassen. Da das so gut geklappt hat, versuche ich mein Glück auch mit Adams. Auch für ihn bekomme ich einige Angebote, darunter RP Ryan Helsley von den Cardinals. Der ist erst 26 Jahre alt, pitcht bisher einen 2.04 ERA und hat noch Minor League Options. Das klingt fast zu gut, um wahr zu sein. Ich sage sofort zu.

Nach der kleinen Runderneuerung des Bullpens geht es in die Heimserie gegen die Reds. Die sind mit einer Bilanz von 25-43 übrigens das schlechteste Team der Liga. Dank hervorragender Pitching-Leistungen von Snell, Doolittle, Johnson und Pomeranz gewinne ich das erste Spiel 2:1. Mit meiner Offense war heute nicht viel los, aber ich habe auch auf zwei Top-Spieler verzichtet, da Tatis Jr. und Machado etwas erschöpft waren.

Spiel zwei gegen die Reds ist über weite Strecken sehr einseitig: Mein Starter Adrian Morejon dominiert sechs Innings lang, erlaubt nur zwei Hits und keine Runs und wirft zehn Strikeouts. Meine Offense zieht derweil mit 8:0 davon, unter anderem durch Homeruns von Kim und Myers. Dass es am Ende doch zu einer Save-Situation kommt, liegt daran, dass Ryan Helsley und Dan Altavilla den Reds fünf Runs erlauben. Aber Pierce Johnson würgt im neunten Inning jegliche Comeback-Hoffnung gekonnt ab.

Am Samstag, also volle vier Tage nach der Verletzung von Melancon, erfahre ich endlich, dass es sich um eine Schulterverletzung handelt und er fünf bis sechs Wochen ausfallen wird. Das ist doppelt ärgerlich, zum einen wegen des Ausfalls an sich, zum anderen weil ich Melancon gern schon früher auf die Verletztenliste gesetzt hätte, um den Rosterspot zu nutzen. Selbigen bekommt nun der linkshändige Reliever Tim Hill, den ich erstmals in diesem Jahr aus dem AAA-Team hole.

Das dritte Spiel gegen die Reds steht lange auf der Kippe, weil unsere Offensive zu viele Chancen liegen lässt – 12 Runner Left on Base, darunter zwei ungenutzte Bases-Loaded-Situationen, lassen uns fast in eine unnötige Niederlage rutschen. Wir gewinnen dann doch mit 3:2, zum einen dank einer makellosen Bullpen-Leistung von Pagan und Pomeranz, zum anderen auch mit etwas Glück, denn der entscheidende Run von Pinch-Hitter Victor Caratini zum 3:2 kommt durch einen gegnerischen Error nach Hause.

Nur noch ein Sieg gegen das schwächste Team der Liga trennt uns von der perfekten Woche. Dinelson Lamet soll ihn gegen Sonny Gray holen. Beide Pitcher liefern sechs starke Innings, nach denen wir dank zweier Solo-Homeruns von Profar 2:1 führen. Gegen den Bullpen der Reds tut meine Offense sich deutlich leichter, fünf Runs im siebten und zwei im achten Inning sichern uns den deutlichen 9:2-Sieg.

Was für eine Woche! Auch wenn die Gegner nicht die stärksten waren, sind sieben Siege aus sieben Spielen ein Grund zum Feiern. Übertreiben sollten wir es damit aber nicht, denn schon am heutigen Montag geht es ohne Pause in eine richtig schwere Serie gegen die Los Angeles Dodgers, die die NL West mit einer Bilanz von 44-27 und damit 3,5 Spiele vor meinen Padres (42-32) anführen. 

Der Rest der Liga 
Ich glaube, heute ist es das erste Mal der Fall, dass im Vergleich zwischen meiner OOTP-Saison und der echten MLB-Saison sämtliche Divisionen einen anderen Tabellenführer haben. Bemerkenswert sind einerseits die Houston Astros (30-41) und die San Francisco Giants (32-40), die in OOTP das Tabellenende zieren, während sie in der Realität ganz vorne stehen, und andererseits die Minnesota Twins (43-29), die in meinem Spiel die AL Central anführen. Auch die New York Yankees (43-28) führen ihre Division an und der Blick auf die Leaderboards zeigt, warum sie das tun: Mit 418 erzielten Runs und 136 Homeruns haben die OOTP-Yankees die explosivste Offense der Liga, was man von den echten Yankees mit 281 Runs und 90 Homeruns nicht gerade behaupten kann.

Reality Check
Während Realität und OOTP-Simulation für den Rest der Liga auseinanderdriften, läuft es bei den Padres genau andersherum: Zum ersten Mal seit langer Zeit stehen die Padres in beiden Parallel-Universen mit einer Bilanz von 42-32 wieder exakt gleichauf. Genauer gesagt tun sie das schon seit vier Tagen, denn den 4-0-Sweep gegen die Reds erzielten beide Padres-Versionen im Gleichschritt. Davor hatte es für die echten Padres gegen Colorado einen 0-3-Sweep gesetzt, durch den meine Padres ihr reales Vorbild einholen konnten. 

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Juni 14th, 2021 by Silversurger

Zu Beginn der Woche in meiner Out-Of-The-Park-Baseball-Franchise muss ich erstmal schauen, ob das überhaupt die richtige Woche ist – gegen die Cubs und gegen die Mets habe ich doch gerade erst gespielt? Es ist aber tatsächlich so, dass der Spielplan dieser Woche quasi ein Spiegelbild dessen aus der letzten Woche ist – sowohl in OOTP als auch in der Realität. 

Die Hoffnung, dass es gegen dieselben Gegner noch einmal so gut läuft wie zuletzt, erfüllt sich leider nicht. In der ersten Partie gegen die Cubs pitcht mein Starter Adrian Morejon zwar solide, doch drei zugelassene Runs sind schon zu viel gegen den fantastisch aufgelegten Zach Davies. Der Cubs-Starter überlässt meiner Offense in acht Innings nur drei Hits und keinen Run und braucht dafür nur 86 Pitches. Erst gegen Reliever Andrew Chafin gelingt uns im neunten Inning der Ehren-Run zum 1:3, aber das ist zu wenig und zu spät.

Auch mit Cole Hamels in Spiel zwei tun wir uns schwer. Wenigstens bringen wir dieses Mal den Gegner schneller dazu, in den Bullpen zu gehen und dann läuft es plötzlich: Wir verpassen Addison Reed und Shane Greene im siebten Inning fünf Runs und biegen mit 5:3 auf die Siegerstraße ein. Leider hat aber auch unser Bullpen nicht seinen besten Tag. Austin Adams und Drew Pomeranz geben das Spiel aus der Hand und wir verlieren 5:7.

Der kollektive Slump unserer Offensive – von dem einen Inning in Spiel zwei abgesehen – setzt sich auch im dritten Spiel fort. Während die ersten beiden Partien noch halbwegs spannend waren, gehen wir heute richtig unter. Die Cubs führen gegen meinen Starter Dinelson Lamet schon 4:0, bevor wir überhaupt unseren ersten Hit erzielen. Mehr als drei werden es für uns auch nicht, während es die Cubs auf beeindruckene 15 Hits bringen und uns 8:0 wegfegen. Eine Woche, nachdem wir die Cubs in deren eigenen Stadion mit 2-1 Spielen geschlagen haben, revanchieren sie sich also mit einem Sweep in unserem Ballpark. Das ist schon eine Enttäuschung.

Bevor es mit der Serie gegen die Mets weitergeht, erhalte ich die Nachricht, dass der Draftpool für die in einem Monat stattfindende Draft verfügbar ist. Den schaue ich mir gleich mal an, weil es eine nette Abwechslung ist. Allzu tief beschäftige ich mich damit aber nicht, da ich die Padres nur für dieses eine Jahr managen möchte und somit nicht für die kommenden Jahre planen muss.

Nun geht es also nach Queens, in die Heimat meines Real-Life-Lieblingsteams – wobei ich letzte Woche bereits gemerkt habe, dass sich die Gefühle für die virtuelle Version meines Klubs in engen Grenzen halten, wenn ich in OOTP gegen ihn antrete. Noah Syndergaard und Joe Musgrove liefern sich im ersten Spiel ein munteres und ausgeglichenes Matchup. Interessanterweise erzielen beide Pitcher den ersten RBI ihres Teams selbst. Spielentscheidend ist letztlich der schwache Auftritt meines sonst so zuverlässigen Relievers Mark Melancon, der im sechsten Inning drei Runs zum 3:6 nach Hause lässt, was auch der Endstand bleibt.

In Spiel zwei läuft es endlich mal wieder richtig gut für meine Padres. Mets-Starter Taijuan Walker lässt drei Homeruns zu, mein Starter Blake Snell so gut wie gar nichts, und wir führen 7:0 zur Mitte des sechsten Innings. Bevor er sich aus der Partie verabschiedet, lässt Snell dann doch noch zwei Runs zu, was angesichts der hohen Führung erstmal kein Problem ist. Als aber im nächsten Inning Emilio Pagan drei Runs kassiert, ohne ein einziges Out zu erzielen, wird es plötzlich brenzlig. Ein Fall für meinen Top-Reliever Pierce Johnson, der auch prompt 1-2-3 das Inning aufräumt. Auch Keone Kela, der die beiden letzten Innings übernimmt, lässt nichts mehr zu, dafür legen wir noch Homeruns von Tatis Jr., Cronenworth und Myers nach und gewinnen souverän mit 11:5.

Im dritten Spiel gegen die Mets machen wir genau da weiter, wo wir im letzten aufgehört haben – Kim und Machado eröffnen die Partie mit Homeruns und wir führen 2:0. Danach verlässt uns das Glück: Obwohl wir in dem Spiel noch zehn weitere Hits erzielen, sind diese so ungünstig verteilt, dass es nur noch für einen Run im achten Inning reicht. Am Ende steht eine 3:4-Niederlage. Schuld ist zum zweiten Mal in dieser Woche Melancon, der im sechsten Inning kommt und drei Runs verursacht, ohne ein Out zu erzielen.

Diese Woche war ein echter Rückschlag. Wir haben nur eins von sechs Spielen gewonnen und dabei noch Glück, dass die Dodgers nur 3-3 spielten und ihren Vorsprung in der Division „nur“ auf sechs Spiele ausbauen konnten. Auch im Wild-Card-Rennen sind wir inzwischen ins Hintertreffen geraten. Wir liegen eineinhalb Spiele hinter den Cardinals und belegen damit erstmals seit Saisonbeginn keinen Playoffplatz. Zudem hat uns unsere bislang größte Stärke zurzeit verlassen: Die meisten unserer jüngsten Niederlagen gingen auf das Konto des Bullpens, der uns in den ersten Saisonwochen so viele knappe Spiele gerettet hatte. Im Ranking der National League sind wir mit einem Bullpen-ERA von 3.50 inzwischen vom einst souveränen ersten auf den dritten Platz abgerutscht.  

Der Rest der Liga 
Beim Blick auf die anderen Teams schaue ich heute mal verstärkt auf die unteren Tabellenregionen und auf die Überraschungen, die man dort antrifft. In der AL East waren letzte Woche die Rays (30-36) auf den letzten Platz abgerutscht; mit sechs Siegen am Stück, darunter ein Sweep gegen die Orioles, haben sie diesen inzwischen an jene zurückgeben können. Schlechter erging es den Astros (27-38); sie haben ihre letzten sieben Partien verloren und zieren das Tabellenende der AL West. Auch in der NL findet sich das überraschendste Schlusslicht in der West-Division: Dort stehen die San Francisco Giants (29-36) ganz unten und scheinen recht wenig zu tun zu haben mit dem Team, das in der Realität die große positive Überraschung der bisherigen Saison darstellt.

Reality Check
Den Real-Life-Padres erging es diese Woche kaum besser als meinem OOTP-Team. Auch sie verloren beide Serien und auch sie haben, obwohl sie mit 38-29 etwas besser dastehen als ich (35-32), zurzeit den Playoff-Platz verloren. Es wird Zeit für beide Versionen der Padres, das Ruder herumzureißen und zurück in die Erfolgsspur zu finden. Gegen die Gegner der nächsten Woche, die Colorado Rockies und die Cincinnati Reds, sollte das machbar sein.

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Juni 7th, 2021 by Silversurger

Mein Ritt durch die virtuelle MLB-Saison in der hervorragenden Manager-Simulation Out Of The Park Baseball geht weiter. Nächster Halt für meine Padres ist Wrigley Field.

Die Cubs bieten im ersten Spiel den 22-Jährigen Brailyn Marquez auf – ein Top-Prospect, das in der Wirklichkeit auf dem Weg in die Big Leagues kürzlich durch eine Covid-19-Erkrankung ausgebremst wurde. Gegen mein Team sieht er wenig Land. Wir führen nach vier Innings 5:0, während unser Starter Joe Musgrove noch keinen einzigen Hit erlaubt hat. Der erste, den er im fünften Inning zulässt, ist gleich ein Homerun von Joc Pederson. Musgrove macht den einzigen Fleck auf seiner weißer Weste persönlich wieder gut, indem er gleich darauf selbst einen Hit und in der Folge einen Run erzielt. Bedauerlicherweise verletzt er sich beim Slide auf Home und muss ausgewechselt werden. Wie ich nach dem Spiel erfahre, ist es nur eine leichte Schulterprellung, sodass die Freude über den 8:4-Sieg ungetrübt ist. On top gibt es noch die Nachricht, dass Fernando Tatis Jr. zum Batter of the Month ernannt wurde. Alles andere wäre angesichts seiner Batting-Line von .417/.504/.777 im Mai aber auch wirklich eine Überraschung gewesen.

Mein Starter Blake Snell dominiert in Spiel 2. Er geht über 8 Innings, lässt nur einen Run zu und striket 11 Batter aus. Das bringt uns einen 3:1-Sieg, aber es gibt auch schlechte Nachrichten: Mein Centerfielder Trent Grisham wird im zweiten Inning von Cubs-Pitcher Trevor Williams abgeworfen und muss ausgewechselt werden. Während ich noch auf seine Diagnose warte, informiert mich die medizinische Abteilung obendrein, dass die Genesung von Yu Darvish sich verzögert und mit ihm erst in vier Wochen wieder zu rechnen ist.

Auch Adrian Morejon liefert in Spiel drei gegen die Cubs Top-Pitching ab, lässt in 6 Innings nur einen Hit und keinen Run zu. Seine Ablösung Mark Melancon erlaubt im siebten Inning einen Homerun von Willson Contreras, der zu dem Zeitpunkt die Führung für die Cubs bedeutet. Unsere eigenen Bats bleiben still bis ins neunte Inning, aber dann platzt gegen Closer Craig Kimbrel der Knoten und plötzlich führen wir 5:1. Leider hält die Freude über das gedrehte Spiel nur kurz an, denn meinen Relievern Austin Adams und Taylor Williams ergeht es nicht besser als Kimbrel. Ein Walkoff-Hit von Anthony Rizzo besiegelt, dass wir dieses verrückte Spiel 5:6 verlieren.

Die Niederlage bleibt nicht die einzige schlechte Nachricht des Tages, denn ich erfahre auch, dass Grisham sich bei dem gestrigen Hit by Pitch das Handgelenk gebrochen hat und fünf Wochen ausfällt. Ich setze ihn auf die Verletztenliste und hole als Vertretung CF Allen Cordoba aus meinem Triple-A-Team. Ich habe allerdings nicht vor, Cordoba oft einzusetzen. Stattdessen verschiebe ich meine Allzweckwaffe Jurickson Profar ins Centerfield und ermögliche damit mehr Spielzeit für OF Tyler O’Neill und IF Ha-Seong Kim, die nach schwierigem Start beide in letzter Zeit zu einer guten Form gefunden haben.

Zurück in San Diego steht mir ein besonderer Moment bevor: Zum ersten Mal, seit ich OOTP spiele, trete ich gegen mein Real-Life-Lieblingsteam, die New York Mets, an. Bisher hatte ich immer, wenn ich als OOTP-Manager in der MLB unterwegs war, selbst die Mets gemanagt. Mit einem inzwischen positiven Record von 28-27, der sich aus einem massiven Fehlstart in die Saison und einer furiosen Aufholjagd zusammensetzt, und mit Marcus Stroman als Starter, versprechen sie ein harter Brocken zu werden. Doch die Angst erweist sich, zumindest im ersten Spiel, als unbegründet. Pete Alonso erzielt für die Mets zwar den ersten Hit und den ersten Run im Spiel, aber dann kommen wir gewaltig ins Rollen und gewinnen souverän mit 12:3, unter anderem mit Homeruns von Tatis Jr., Profar und Wil Myers.

Vor Spiel zwei greifen die Mets in die Trickkiste: LHP Thomas Szapucki ist als Starter angekündigt, dementsprechend richte ich mein Lineup auf einen Linkshänder aus. Auf dem Mound steht dann aber zu Spielbeginn plötzlich RHP Taijuan Walker. Auch heute scoren die Mets zuerst, auch heute gleichen wir schnell aus. Dieses Mal bleiben die New Yorker dran und liefern uns in den ersten Innings einen spannenden Fight, unter anderem mit einem Homerun von – Yoenis Cespedes?! Wo kommt der denn her? Wie auch immer, unser Moment kommt dieses Mal im vierten Inning, in dem wir Walker 5 Runs einschenken und die Basis zum 7:3-Sieg legen.

Auch in Spiel drei warten die Mets mit einer Überraschung auf: Noah Syndergaard ist zurück! Nach über eineinhalb Jahren Verletzungspause gibt er sein Comeback ausgerechnet gegen mein Team. Ich wünschte, das wäre in der Realität genauso, doch da werden wir nach einem Rückschlag im Aufbautraining noch bis mindestens August auf Syndergaard warten müssen. Gegen mich hat er einen Einstand nach Maß: Zuerst besorgt er drei schnelle Outs im unteren ersten Inning, dann kommt er im oberen zweiten selbst an den Schlag und haut prompt einen 3-Run-Homerun. Vier Innings sehen wir kaum einen Stich gegen Syndergaard, aber im fünften geht dem Rückkehrer die Puste aus. Mit zwei Singles, zwei Doubles und einem 2-Run-Pinch-Hit-Homerun von Tatis Jr. drehen wir das Spiel in eine 5:4-Führung und beenden Noahs Arbeitstag. Leider erreicht unser sonst so starker Bullpen heute nicht das gewohnte Niveau. Austin Adams und Mark Melancon geben das Spiel aus der Hand, wir verlieren 5:10.

Was für eine aufregende Serie, und sie hat noch ein viertes Spiel. Vor selbigem meldet sich bei mir Reliever Keone Kela zurück aus der sechswöchigen Verletzungspause. Frisches Blut für den Bullpen kommt mir gerade Recht. Allerdings ist das leichter gesagt als getan, denn die Kandidaten, von denen ich gern einen zugunsten von Kela in die Minor League zurückstufen würde, haben allesamt keine Options mehr; ich will sie aber auch nicht gleich entlassen. Letztlich entscheide ich, vorerst einen Rosterspot mehr für den Bullpen zu nutzen und dafür den MLB-Schnupperkurs von Centerfielder Allen Cordoba zu beenden.

Zum zweiten Mal in dieser Serie ist Szapucki als Starter angekündigt und dieses Mal geht es wirklich gegen den Linkshänder. Der macht ein gutes Spiel, aber mein Starter Blake Snell macht ein besseres. In 6 Innings lässt er nur drei Hits und keinen Run zu. Zudem ist der Bullpen dieses Mal auf dem Posten, unter anderem wirft Keone Kela bei seinem Comeback ein perfektes Inning. 3:1 ist das Endergebnis sowohl dieses Spiels als auch der Serie gegen die Mets.

Fünf Siege aus sieben Spielen, das war endlich mal wieder eine gute Woche. In der Division haben wir Platz zwei hinter den Dodgers gesichert und den Abstand auf selbige verkleinert, im Wild-Card-Rennen haben wir nun zwei Siege Vorsprung vor den Brewers. Als Sahnehäubchen gibt es noch ein Statistik-Achievement: Ha-Seong Kim hat eine Streak von 13 Spielen mit jeweils mindestens einem Run hinter sich, dafür gibt es ein silbernes Abzeichen von OOTP.

Der Rest der Liga 
Die größte Überraschung der Woche, auch im Vergleich mit der Realität, dürften wohl die Entwicklungen in der AL East sein. Die New York Yankees (39-21) befinden sich auf einer Serie von bislang neun Siegen hintereinander, sieben davon in Form von Sweeps gegen die direkten Konkurrenten Boston Red Sox (34-26) und Tampa Bay Rays (25-36). Die Yankees haben damit die Red Sox als stärkstes Team der AL abgelöst, die Rays sind auf den letzten Platz der Division abgerutscht. In der NL haben inzwischen die Atlanta Braves (37-21) die beste Bilanz auf dem Konto – ehrlich erarbeitet durch drei Siege im direkten Duell mit den Los Angeles Dodgers (37-22), wofür ich aus Padres-Sicht den Braves aufrichtig dankbar bin.

Reality Check
Nach einigen Wochen, in denen die Real-Life-Padres kaum zu übertreffen waren, waren diese Woche zur Abwechslung mal wieder meine Padres besser als die echten. Letztere ließen sich von den Cubs sweepen und gegen die Mets war für sie nicht mehr drin als eine 2-2-Punkteteilung. Dennoch stehen die echten Padres mit 36-25 immer noch besser da als meine mit 34-27. Die Konsequenz wäre zurzeit dieselbe: Beide Inkarnationen der Padres bekämen nach aktuellem Stand einen Wild-Card-Platz in den Playoffs.

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Mai 31st, 2021 by Silversurger

Ich möchte diesen Artikel nutzen, um zunächst mal Danke zu sagen an alle, die sich vor der Saison an der Abstimmung beteiligt und mir für mein Out-Of-The-Park-Projekt die Padres zugedacht haben. Sie sind wirklich ein tolles Team, im echten Leben sogar noch etwas mehr als in meinem Spiel, aber auch da läuft es ja bisher nicht schlecht.

Die neue Woche beginnt mit einem schweren Brocken, denn der überragend in die Saison gestartete Corbin Burnes tritt für die Brewers gegen mein Team an. Tatsächlich wird das Spiel für uns ein Desaster, obwohl es nicht an Burnes liegt: Gegen ihn und seine Reliever erzielen meine Jungs 8 Runs und sind doch meilenweit entfernt vom Erfolg, weil wir gleichzeitig 12 Runs kassieren. Weder der junger Starter MacKenzie Gore noch meine erfahrenen Reliever können den Ansturm der Brewers stoppen. Auch das zweite Spiel verlieren wir, und dieses Mal muss ich es ein Stück weit auf meine Kappe nehmen: Unser Starter Dinelson Lamet macht ein sehr gutes Spiel und dank eines 2-Run-Homeruns von Jurickson Profar führen wir bis ins sechste Inning. Weil beim Gegner ein paar Leftys an der Reihe sind, nehme ich Lamet bei zwei Outs im Sechsten raus und bringe meinen linkshändigen Reliever Matt Strahm – obwohl der von den letzten Spielen noch etwas erschöpft und nur bei gut 70% ist. Das Resultat: Strahm lädt mit einem Walk die Bases, lässt einen Grand-Slam-Homerun und dann noch ein Solo-Homerun zu, bevor ich ihn endlich auswechsle. Wir erholen uns nicht von diesem Inning und unterliegen 3:5.

Das war die vierte Niederlage am Stück und ich sehne mich nach einer Möglichkeit, die OOTP leider nicht bietet: Ich würde gerne mal mit meinem Team reden, eine Krisensitzung oder Standpauke halten. Da das nicht geht, ist meine einzige Maßnahme ein kleiner Rostermove: Ich schicke Matt Strahm in die Minor League und hole an seiner Stelle Dan Altavilla in den Bullpen. Dabei komme ich mir ein bisschen ungerecht vor, weil ich Strahm zu einem nicht ganz fitten Einsatz „gezwungen“ habe, aber Altavilla hat sich durch gute Leistungen im AAA-Team empfohlen und ein bisschen frischer Wind ist einfach gerade nötig.

Altavilla fügt sich gut ein, indem er in Spiel drei gegen die Brewers ein perfektes siebtes Inning wirft. Das Spiel rettet er damit nicht, denn durch ein einziges schlechtes Inning des Starters Joe Musgrove liegen wir zu dem Zeitpunkt schon 1:5 zurück, was auch der Endstand ist. Wenigstens ist es kein Sweep, denn die Serie gegen Milwaukee hat noch ein viertes Spiel. Blake Snell geht für mich ins Rennen gegen Adrian Houser, mit 5.79 ERA der bislang schwächste Starter der Brewers. Gegen mich macht er ein solides Spiel, das er nach 6 Innings beim Stand von 3:3 verlässt. Den Unterschied machen dieses Mal die Bullpens: Meine Reliever leisten blitzsaubere Arbeit, während die der Brewers einen überforderten Eindruck machen. Die Vorentscheidung in der oberen Hälfte des neunten Innings bringt ein Grand Slam von Manny Machado zum 8:3 – übrigens der erste in meiner Saison mit „Slam Diego“.

Als nächstes geht es wieder auf Reisen, in Houston erwarten mich die Astros und Lance McCullers Jr., der mein Team vier Innings lang ohne Hit hält. Dafür ist der erste Hit durch Machado im fünften gleich ein Homerun zum 1:0. Die Astros revanchieren sich, indem ihr erster Batter im fünften Inning, Carlos Correa, ebenfalls einen Homerun schlägt. Leider legen Jose Altuve und Kyle Tucker nach, und mein Starter Adrian Morejon schleicht beim Stand von 1:6 nach 4.1 Innings geschlagen vom Platz. Long Reliver Craig Stammen ergeht es kaum besser, er kassiert noch einen Run im fünften und vier weitere im sechsten Inning. Der einzige Lichtblick ist, dass meine Offense nie aufgibt und noch ein paar Runs nachlegt, aber die sind im Endeffekt nur für die Statistik der 4:11-Niederlage relevant.

Der Astros-Starter des nächsten Spiel, Josh James (ERA 8.31), scheint eine lösbare Aufgabe zu sein. Das dachten wir in letzter Zeit leider zu oft, aber dieses Mal mit Recht. Im vierten Inning haben wir James so weit, dass wir ihm fünf Runs einschenken und uns die Führung holen, die wir nicht mehr hergeben. 12:5 gewinnen wir und haben uns nach dem Desaster vom Vorabend erfolgreich rehabilitiert. Nun kommt es auf das Rubber Game an, in dem Lamet  gegen Jake Odorizzi ins Rennen geht. Ich muss allerdings auf Tatis Jr. verzichten, der bei 79% steht und mal einen Tag Pause braucht. Der Dreh- und Angelpunkt der Offense fehlt somit und das merkt man leider. Uns gelingen nur vier Hits und drei Runs, wir verlieren 3:5.

Nur zwei Siege in sieben Spielen, das wirft uns im Divisionsrennen massiv zurück, denn die Dodgers haben diese Woche von ihren sieben Spielen sechs gewonnen und erfreuen sich nun an einem 7,5-Spiele-Vorsprung an der Tabellenspitze. Im wöchentlichen Power-Ranking der Liga stehen wir nur noch auf Rang 15. Ein kleiner Trost ist, dass die Konkurrenz um einen Wild-Card-Platz sich auch nicht mit Ruhm bekleckert hat, sodass wir mit unserem Record von 29-25 die Playoff-Teilnahme zurzeit noch knapp schaffen würden.

Der Rest der Liga 
Das Maß aller Dinge sind die Dodgers mit einer Bilanz von 36-17, das sind schon vier Siege mehr als jedes andere MLB-Team. Die Aufsteiger der Woche sind die Twins mit neun und die Indians mit sieben Siegen am Stück. Beide haben dadurch mit den White Sox gleichgezogen, alle drei stehen nun gleichauf mit 31-21 an der Spitze der AL Central. Interessant finde ich, dass es in meiner OOTP-Version dieser MLB-Saison noch keinen einzigen No-Hitter gab. Dafür hat Niko Goodrum von den Tigers am Freitag gegen die Yankees den ersten Cycle des Jahres geschlagen.

Reality Check
Die echten Padres hauen momentan so ziemlich alles weg, da kann ich mit meinem OOTP-Team leider nicht mithalten. 34 Spiele und damit fünf mehr als ich haben die Padres in der Realität schon gewonnen, das macht sie (gemeinsam mit den Rays) zum stärksten Team der Liga. Ein näherer Blick auf die Zahlen zeigt, dass die echten Padres sowohl in der Offensive als auch in der Defensive mehr überzeugen als die meinen: Sie haben 262 Runs gescored, wir nur 247; sie haben 176 gegnerische Runs zugelassen, wir hingegen 211.

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Mai 24th, 2021 by Silversurger

Zum zweiten Mal hintereinander startet mein Out-Of-The-Park-Team mit einer Serie gegen die Rockies in die Woche. Nach den enttäuschenden Auftritten letzte Woche in Colorado haben wir etwas gutzumachen. Zu unserem Glück hat im ersten Spiel der gegnerische Starter Sonny Gray nicht seinen besten Tag: Schon im ersten Inning lässt er drei Walks zu, einen davon mit geladenen Bases. Reliever Justus Sheffield übertrifft ihn im siebten Inning sogar noch mit vier Walks, darunter zwei mit geladenen Bases. Das macht uns die Sache leicht, wir gewinnen 8:3. In Spiel zwei hat unser Prospect MacKenzie Gore seinen bislang besten Start (6.0 IP, 4 H, 2 R), während in der Offensive die Tatis-Jr.-Show in voller Fahrt ist. Fernandos drei Hits, drei Runs, drei RBI und sein elfter Homerun der Saison bereiten den Weg zum 6:3-Sieg. So kann es weiter gehen und genau so geht es auch weiter: Tatis steuert im dritten Spiel erneut drei Hits bei, dazu kommen Homeruns von Machado und Hosmer sowie ein dominanter Start von Dinelson Lamet in einem nie ernsthaft gefährdeten 7:2-Sieg. 

Die Revanche ist damit geglückt, den Sweep von letzter Woche haben wir mit einem ebensolchen beantwortet. Jetzt haben wir uns einen freien Donnerstag verdient, bevor es weitergeht mit einer Serie gegen die Mariners, den Tabellenführer der AL West. 

„Cal wer?“ frage ich mich in Spiel eins gegen die Mariners, denn ein gewisser Cal Raleigh ist der einzige Spieler Seattles, dem in dieser Partie gegen meinen Starter Joe Musgrove ein Hit gelingt – es ist sogar ein Homerun zur 1:0-Führung der Mariners. Ich google schnell mal nach und erfahre, dass Raleigh ein Nachwuchs-Catcher der Mariners ist, der es im echten Leben noch nicht in die MLB geschafft hat. Der eine Hit reicht den Mariners nicht, um mein Team zu bezwingen, denn allein Tatis Jr. erzielt heute vier Hits plus einen Walk und ist für zwei RBI unseres 5:1-Sieges verantwortlich. 

Am nächsten Tag erhalte ich eine E-Mail mit der Info, dass das All-Star-Voting eröffnet ist. Natürlich mache ich mich direkt an die Abstimmung. Für die American League fällt mir das deutlich leichter, weil ich hier halbwegs neutral an die Sache herangehen kann. In der NL hingegen weiß ich nicht, wie ich mit den Kandidaten aus meinem eigenen Team umgehen soll – in jedem Fall wählen oder nur, wenn sie objektiv besser sind als die Konkurrenz aus anderen Teams? Ich entscheide mich für die zweite, seriösere Variante und benenne aus dem eigenen Team nur Yu Darvish und Fernando Tatis Jr. Meine Wahl für die All-Star-Teams könnt ihr in den Screenshots am Ende des Artikels sehen. 

Spiel zwei gegen die Mariners verläuft etwas unglücklich: Blake Snell und zwei Reliever pitchen bärenstark, die Offense erzielt mehr Hits als der Gegner – acht an der Zahl –, doch es springt nichts Zählbares heraus und wir unterliegen 0:1. 

In Spiel drei legt Adrian Morejon einen katastrophalen Start hin. Die Bälle fliegen ihm im ersten Inning nur so um die Ohren und es steht 0:6, bevor unsere Offense das erste Mal am Schlag war. Fast hätte ich Morejon an der Stelle schon ausgewechselt, doch er findet seinen Rhythmus, geht über sechs Innings und lässt nur einen weiteren Run zu. Aber der Schaden ist angerichtet und meine Offense bringt nicht mehr zustande als ein leichtes Aufbäumen durch einen Homerun von Trent Grisham im Bottom of the 9th.

Trotz der zwei Niederlagen zum Schluss hatten wir eine solide Woche. Mit einem Record von 27-20 stehen wir im Rennen um eine Wild Card zurzeit je ein halbes Spiel hinter den Cardinals und den Cubs. Tatis Jr. ist schon zum dritten Mal in diesem Jahr NL-Spieler der Woche. Er hat inzwischen einen Batting Average von .401 und führt die Liga damit ebenso haushoch an wie mit seinem Wert von 4.1 WAR. Außer Tatis ist und bleibt der Star meines Teams das Pitching, vor allem das aus dem Bullpen. Mit einem ERA von 2.41 führen meine Reliever die MLB an, insgesamt haben wir die wenigsten Runs aller Teams kassiert (165) .

Der Rest der Liga 
Die Top-Teams der Liga sind die Los Angeles Dodgers (31-16) und die Boston Red Sox (31-17). Im Blickpunkt stehen zurzeit die Chicago White Sox (29-17) mit sechs Siegen am Stück gegen die Twins und die Yankees. Auf dem gegenteiligen Weg befinden sich die Washington Nationals (19-27), die vor acht Spielen noch bei .500 standen und seitdem alle Spiele verloren. Homerun-Leader ist übrigens immer noch Yankees-1B Luke Voit mit 22. In der Realität war Voit lange verletzt und hat seit seiner Rückkehr erst einen HR erzielt.

Reality Check
Obwohl meine OOTP-Woche gut lief, können meine virtuellen Padres mit dem Real-Life-Vorbild zurzeit nicht mithalten. Die echten Padres haben diese Woche alle Spiele gewonnen, insgesamt reiten sie eine Serie von neun Siegen am Stück und weisen mit 30-17 die beste Bilanz aller MLB-Teams auf. 

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