Juni 15th, 2018 by Dominik

Es ist wieder mal die Mitte eines Monats und damit Zeit für eine Aktualisierung meines Powerrankings. Die großen Drei aus der American League belegen nach wie vor die vorderen Plätze, wobei die genaue Reihenfolge fast täglich anders ausfallen kann. Riesensprünge nach vorne haben die Seattle Mariners sowie die Los Angeles Dodgers vollbracht, während die New York Mets schon zum zweiten Mal in Folge das Team mit dem tiefsten Absturz sind. Die Marlins haben derweil das geschafft, was ich noch vor zwei Monaten in den Bereich der Wunder verwiesen hatte: Sie sind in diesem Ranking nicht mehr Letzter.

Findet ihr, dass ich euer Team unterschätze oder seid ihr sicher, dass Team X völlig überbewertet ist? Dann lasst es mich wissen, ich freue mich über jeden Kommentar.

1. (3.) Houston Astros (45-25) ⇒
Der amtierende Champion führt die Liga schon seit geraumer Zeit mit dem besten Run Differential (+142) an, aber seit heute ist ihre Statistik noch ein Stück beeindruckender: Sie haben jetzt sowohl die meisten erzielten Runs (359) als auch mit Abstand die wenigsten zugelassenen Runs (217) vorzuweisen. Obendrein befinden sie sich auf einer Strecke von derzeit acht Siegen hintereinander.

2. (2.) Boston Red Sox (48-22) ⇒
Die sonst bärenstarke Offense ist zuletzt etwas ins Stocken geraten, aber die Pitcher sind prompt in die Bresche gesprungen: Nur 14 Runs ließen die Red Sox in den letzten sieben Spielen zu.

3. (1.) New York Yankees (44-20) ⇒
Am Sonntag haben die Yankees zum ersten Mal in dieser Saison und als letztes Team der Liga eine Partie zu Null abgegeben – ironischerweise ausgerechnet gegen ihren Lokalrivalen, die Mets, die außer diesem 2:0 in diesem Monat noch kein Spiel gewonnen haben.

4. (15.) Seattle Mariners (44-25) ⇑
Wenn die Mariners auf dem Platz stehen, ist Hochspannung quasi garantiert. Nicht nur weil sie wie gestern beschrieben auf Rekordkurs mit ihren 21 gewonnenen 1-Run-Games sind, sondern auch weil es bei ihnen generell viel mehr solcher knappen Spiele gibt als bei allen anderen Teams – 31 von 69 Spielen der Mariners wurden mit nur einem Run Abstand entschieden.

5. (11.) Milwaukee Brewers (41-27) ⇑
Die Brewers sind das perfekte Beispiel dafür, dass ein von den Statistiken her ansonsten in jeder Hinsicht mittelmäßiges Team von einem hervorragenden Bullpen getragen werden kann. Josh Hader hat inzwischen 75 Strikeouts auf dem Konto – 17 mehr als irgendein anderer Reliever in der MLB.

6. (5.) Atlanta Braves (40-28) ⇒
Alle reden von dem jungen, hungrigen Team der Braves. Die herausragenden Akteure sind bei näherer Betrachtung aber die Routiniers Freddie Freeman und Nick Markakis. Dank dieser beiden sind die Braves die einzige Mannschaft mit zwei Namen in den Top-10 der besten Batting Averages der MLB.

7. (8.) Washington Nationals (37-28) ⇒
Die Aufholjagd in der NL East ist geglückt, insbesondere dank hervorragenden Pitchings. Die Offensive bietet allerdings noch Raum für Entwicklung: Average, On-Base-Percentage und Slugging der Nationals rangieren jeweils im unteren Fünftel der Liga.

8. (19.) Los Angeles Dodgers (35-32) ⇑
Sie sind zurück und das ist nicht etwa das Verdienst der üblichen Verdächtigen wie Clayton Kershaw oder Justin Turner, die dieses Jahr beide Probleme haben, einsatzfähig zu werden und zu bleiben. Stattdessen spielen sich unerwartete Helden in den Vordergrund wie der von vielen längst abgeschriebene Matt Kemp oder Max Muncy, der bis vor einigen Wochen wohl nur den wenigsten ein Begriff war.

9. (4.) Arizona Diamondbacks (38-30) ⇓
Die Diamondbacks haben ein veritables Zwischentief durchgemacht, doch sie scheinen ihre Form wieder gefunden zu haben. Eine Schlüsselrolle spielt dabei Paul Goldschmidt, der nach einem vergessenswürdigen Mai im Juni bislang .442/.525/.942 schlägt.

10. (6.) Chicago Cubs (38-27) ⇒
Dem Run Differential von +89 zufolge sind die Cubs immer noch die Spitzenmannschaft der NL. Bislang stehen sie sich in den entscheidenden Momenten aber immer selbst im Weg, zum Beispiel diese Woche bei der nach hart erkämpftem Sieg im ersten Spiel doch noch verlorenen Serie gegen die Brewers .

11. (13.) Cleveland Indians (36-31) ⇒
Die Indians profitieren dieses Jahr mehr von der schwachen Konkurrenz als von eigener Stärke, aber Corey Kluber ist nach wie vor ein wahres Monster auf dem Mound: Seit 8. Mai und somit in sechs Spielen hintereinander mit jeweils mindestens sechs gepitchten Innings hat er keinen einzigen Batter gewalkt. Und seit mittlerweile 26 aufeinander folgenden Starts hat er nie mehr als drei Runs in einem Spiel zugelassen.

12. (10.) St. Louis Cardinals (36-30) ⇒
Vier Wochen haben die Cardinals auf die Rückkehr ihres Asses Carlos Martinez gewartet, doch seine ersten beiden Starts waren ernüchternd: ein ERA von 8.22 in insgesamt 7.2 Innings mit erschreckenden 12 Walks.

13. (9.) Philadelphia Phillies (35-31) ⇒
Die Phillies haben etwas nachgelassen, sind aber immer noch im soliden Mittelfeld gut aufgehoben. Verwundert bin ich darüber, dass ihr Batting zu den fünf schwächsten Teams der MLB gehört, das Pitching hingegen zu den fünf besten. Ich hätte das tendenziell eher umgekehrt erwartet.

14. (7.) Los Angeles Angels (37-32) ⇓
Die Angels schienen auf dem Weg, die Erfolgsstory des Jahres zu werden, doch nach dem Verletzungs-Aus ihres Jungstars Ohtani und der letzten Niederlagenserie ist dies plötzlich in weite Ferne gerückt.

15. (18.) San Francisco Giants (34-35) ⇒
Als SS Brandon Crawford Ende April einen Batting Average von .189 aufwies, hätten ihn viele Fans der Giants sicher am liebsten zum Mond geschossen. Eineinhalb Monate später steht er bei .328. Das ist ligaweit mit Abstand die größte Steigerung eines Offensivspielers in diesem Zeitraum.

16. (20.) Oakland Athletics (34-35) ⇒
Die Athletics sind für mich weiterhin eine der großen positiven Überraschungen dieser Saison. Hätten sie nicht gerade das Pech gehabt, dass sie in der letzten Serie an die hervorragend aufgelegten Astros geraten sind, stünden sie sogar bei einer leicht positiven Bilanz. Gegen die angeschlagenen Angels könnte das in den kommenden Tagen nachzuholen sein.

17. (12.) Pittsburgh Pirates (33-35) ⇒
Die Bilanz ist fast ausgeglichen, das Run Differential (-1) ebenfalls. Das sollte aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Pirates seit einem Monat keine Serie mehr gewonnen haben.

18. (23.) Tampa Bay Rays (32-36) ⇑
Die Rays scheinen auf Achterbahnfahrten zu stehen: Fünf Siegen hintereinander ließen sie acht Niederlagen hintereinander folgen, zuletzt gab es wieder drei Siege am Stück gegen die Blue Jays. Gegen die Yankees wurde nun das erste Spiel verloren und man muss befürchten, dass das für die Rays wieder der Auftakt einer Serie war. Das Restprogramm im Juni ist jedenfalls knüppelhart mit noch sechsmal Yankees, sechsmal Astros und zweimal Nationals.

19. (14.) Colorado Rockies (33-35) ⇓
Ich habe es hier schon mal erwähnt, aber es bringt mich immer wieder zum Staunen: Das Team mit dem vermeintlich größten Heimvorteil der Liga steht zu Hause 11-19 und auswärts 22-16. Zurzeit leiden sie zudem spürbar unter der erstarkten Konkurrenz innerhalb der Division.

20. (24.) San Diego Padres (33-38) ⇒
Ist eigentlich schon mal jemandem aufgefallen, wie gut die Padres zurzeit sind? Von den letzten 30 Spielen haben sie 18 gewonnen und von der Spitze der Division sind sie trotz Platz fünf nur 6,5 Siege entfernt. Ich gönne ihnen das Erfolgserlebnis, aber die Entscheidung, ob man zur Trade-Deadline den Rebuild weiter vorantreibt oder nicht, wird dadurch nicht leichter..

21. (21.) Minnesota Twins (29-36) ⇒
Bei den Twins schaue ich immer zuerst auf Max Kepler, aber der sieht zurzeit leider gar nicht gut aus: Seine Juni-Bilanz lautet .132/.267/.132. Ich sage es nur ungern, aber das sind keine Zahlen, mit der man in der MLB lange besteht. Doch Max hat schon gezeigt, dass er es kann und ich drücke ganz fest die Daumen, dass er schnell wieder der Alte ist.

22. (16.) Toronto Blue Jays (30-38) ⇓
Ich finde es immer wieder höchst erstaunlich, dass manche Batter allein durch das Umdrehen eines Kalenderblattes zu komplett anderen Spielern zu werden scheinen. Zum Beispiel Curtis Granderson: Im April schlug er .384/.435/.571, im Mai nur .167/.313/.273, in der ersten Junihälfte .333/.375/.600.

23. (22.) Detroit Tigers (33-37) ⇒
Letzten Monat habe ich Detroit als „best of the rest“ beschrieben, also als das beste unter den nicht wirklich kokurrenzfähigen Teams der MLB. Nun fällt allerdings ihr Führungsspieler Miguel Cabrera für den Rest der Saison aus und die Prognose für die Tigers weist unweigerlich nach unten.

24. (24.) Chicago White Sox (24-43) ⇒
Wenn man sich die bisherige Juni-Bilanz der White Sox anschaut, darf man ruhig ein wenig staunen: eine gewonnene Serie gegen die Brewers, ein Split gegen die Twins, eine gewonnene Serie gegen die Red Sox und noch ein Split gegen die Indians. Echt nicht schlecht.

25. (17.) New York Mets (28-37) ⇓
Jacob deGrom ist der beste Pitcher der National League, in seinen letzten zehn Starts hat er einen ERA von 0.87 mit 62.1 gepitchten Innings. Die Mets haben acht dieser Spiele verloren…

26. (25.) Texas Rangers (27-43) ⇒
Mitten in ihrer schlechtesten Saison seit 2014 haben die Rangers letzte Woche entschieden, den Vertrag ihres General Managers Jon Daniels um mehrere Jahre zu verlängern. Seitdem haben sie sechs Spiele in Folge verloren. Hat natürlich nichts miteinander zu tun, sieht aber trotzdem komisch aus.

27. (26.) Cincinnati Reds (25-43) ⇒
Ein Sweep, ein Sweep! O. K., es waren es nur zwei Spiele und der Gegner waren die Royals. Aber im vierten Jahr hintereinander mit Abo auf den letzten Platz der NL Central nimmt man an Erfolgen gerne alles mit, was man bekommt.

28. (30.) Miami Marlins (26-43) ⇒
Sechs Siege aus den letzten zehn Spielen, darunter gewonnene Serien gegen die Cardinals und die Giants – so langsam scheinen die Marlins sich wohl zu fühlen in der Rolle des frechen Außenseiters, dessen Stärke in der Abwesenheit jeglicher Erwartungen liegt.

29. (28.) Kansas City Royals (22-46) ⇒
Ein Run Differential von -121, mit 374 die meisten kassierten Runs der MLB – der Champion von 2015 ist nicht mehr wiederzuerkennen. Nachdem schon in der Offseason einige hochkarätige Free Agents weitergezogen waren, hat mit dem Trade von Jon Jay nach Arizona letzte Woche auch der Ausverkauf während der Saison bereits begonnen.

30. (27.) Baltimore Orioles (19-48) ⇒
Sieben Niederlagen in Folge, die wenigsten Siege und die wenigsten Runs der Liga – die O’s haben sich den letzten Platz im Ranking redlich verdient und sind auf Kurs für 116 Niederlagen.

Zahl in Klammern = Rang im letzten Powerranking
⇑ = 5 oder mehr Plätze höher als im letzten Powerranking
⇓ = 5 oder mehr Plätze niedriger als im letzten Powerranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum letzten Powerranking

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Mai 15th, 2018 by Dominik

Ein Viertel der Saison liegt hinter uns und wie zu jeder Monatsmitte habe ich mein Powerranking der MLB-Teams aktualisiert. Die größten Gewinner gegenüber dem Vormonat sind zwei Teams aus der NL East: die Phillies, die neun Plätze nach oben gerückt sind, sowie die Braves mit einem Sprung von acht Rängen. Von Rang sieben ganz nach vorne haben sich die Yankees katapultiert. Der größte Verlierer sind die New York Mets, die um zwölf Plätze abstürzen und bei denen ich das dumpfe Gefühl habe, sie immer noch etwas zu hoch zu bewerten. Auch die Twins, die Dodgers und die Indians sehe ich deutlich negativer als noch vor vier Wochen.

Findet ihr, dass ich euer Team unterschätze oder seid ihr sicher, dass Team X völlig überbewertet ist? Dann lasst es mich wissen, ich freue mich über jeden Kommentar.

1. (7.) New York Yankees (28-12) ⇑
Sie haben 19 der letzten 22 Spiele gewonnen, fast alle davon gegen starke Gegner. Giancarlo Stantons nächster Hit wird übrigens sein 1000. in der MLB.

2. (1.) Boston Red Sox (28-13) ⇒
Die Serie gegen die Yankees haben sie verloren, aber die Red Sox spielen immer noch eine beeindruckende Saison – allen voran Mookie Betts (.362/.439/.766) und Neuzugang J. D. Martinez (.342/.394/.624).

3. (2.) Houston Astros (26-17) ⇒
Die Astros stehen im Schatten der Aufmerksamkeit, den die beiden traditionsreichen Konkurrenten auf sich ziehen, sind aber immer noch ein Elite-Team. Mit nur 113 kassierten Runs führen sie die MLB in Sachen Pitching und Defense mit großem Abstand vor den Cardinals (142) an.

4. (3.) Arizona Diamondbacks (24-17) ⇒
Sechs Niederlagen hintereinander sind für mich noch nicht genug, um den positiven Eindruck aus der bisherigen Saison zu zerstören. Aber es wird Zeit, dass die D-Backs sich wieder fangen.

5. (13.) Atlanta Braves (25-15) ⇑
Das junge Team scheint es ernst zu meinen. Alle warten auf den Einbruch, aber wer schon seit einer viertel Saison auf diesem Niveau spielt und das best Run Differential der NL aufweist, hat einen Rang in der Spitzengruppe verdient.

6. (8.) Chicago Cubs (21-17) ⇒
Die Cubs haben es bislang schwer in einer sehr starken Division, aber sie hatten auch einen harten Spielplan in den ersten Wochen und ihr Run Differential spricht bereits für eine Überlegenheit, die sich in der Tabelle noch nicht widerspiegelt.

7. (4.) Los Angeles Angels (25-16) ⇒
Alle reden – mit einigem Recht – von Shohei Ohtani, aber Mike Trout ist auf Kurs für die beste Saison eines Spielers der MLB-Geschichte (gemessen in WAR) und in SS Andrelton Simmons haben die Angels den besten Defensivspieler der Liga, der obendrein .338/.405/.500 schlägt.

8. (12.) Washington Nationals (24-18) ⇒
Dornröschen ist aufgewacht: Acht Siege aus den letzten zehn Spielen und schon sind die bislang enttäuschenden Nats wieder voll im Rennen um „ihre“ Division. Adam Eaton hat sich verletzt, dafür dürfte Daniel Murphy bald wieder einsatzbereit sein.

9. (18.) Philadelphia Phillies (23-16) ⇑
Mit 16-6 sind die Phillies das beste Heimteam der NL. Und Odubel Herrera ist in jedem Spiel dieser Saison mindestens einmal auf Base gekommen.

10. (15.) St. Louis Cardinals (22-16) ⇑
Erst sweepen sie die Cubs, dann verlieren sie Serien gegen die Twins und die Padres – das ist alles Taktik, denn schließlich hat man einen Ruf als notorisch unterschätzter Underdog zu wahren.

11. (17.) Milwaukee Brewers (25-17) ⇑
Der Bullpen der Brewers ist so gut, dass man kaum gemerkt hat, dass Closer Corey Knebel zwischendurch auf der Verletztenliste stand.

12. (9.) Pittsburgh Pirates (23-17) ⇒
Es gibt eine Menge unerwartet starke Teams, aber die Pirates sind für mich immer noch die größte Überraschung. Sie haben schon mehrere Serien von vier oder fünf Niederlagen hinter sich, aber jedes Mal haben sie direkt mit einer Siegesserie geantwortet.

13. (6.) Cleveland Indians (20-20) ⇓
Eine .500-Bilanz mit Ach und Krach kann nicht der Anspruch der Indians sein. Gegen Detroit muss jetzt ein kleines Polster her, denn danach geht es gegen die Astros, die Cubs und noch einmal die Astros.

14. (14.) Colorado Rockies (23-19) ⇒
Die Rockies stellen nach wie vor die Welt auf den Kopf: Das Team mit dem vermeintlich größten Heimvorteil im Baseball steht zu Hause bei 7-11 und auswärts bei 16-8. Klingt komisch, ist aber so.

15. (19.) Seattle Mariners (23-17)⇒
Als ich anfing, diese Liste zusammenzustellen, habe ich auch die Mariners als eine positive Überraschung dieser Saison gesehen. Doch die Neuigkeit, dass Star-2B Robinson Cano sich nicht nur die Hand gebrochen hat, sondern auch des Einsatzes verbotener Mittel überführt und für 80 Spiele gesperrt wurde, haben sie gleich drei Plätze nach unten befördert.

16. (16.) Toronto Blue Jays (21-20) ⇒
Die Blue Jays hatten einen guten Start, sind zuletzt aber merklich abgekühlt. Im Mai haben sie noch keine zwei Spiele hintereinander gewonnen.

17. (5.) New York Mets (19-18) ⇓
Hoher Flug und tiefer Fall: Zuerst sahen sie aus wie die Mets 2015, dann wie die Mets 2017. Können bitte mal die Mets 2018 aufstehen und ihr wahres Gesicht zeigen?

18. (20.) San Francisco Giants (21-21) ⇒
Bisher sind die Giants ein Muster an fehlender Konstanz. Mal gewinnen sie sieben von acht, dann verlieren sie sechs hintereinander. Jetzt haben sie wieder zwei gewonnen und die Rückkehr des Heilsbringers Madison Bumgarner scheint nicht mehr fern.

19. (11.) Los Angeles Dodgers (16-24) ⇓
Ich müsste sie noch niedriger ranken, wenn ich nicht jederzeit damit rechnen würde, dass die Dodgers doch noch die Kurve kriegen und mit einer Siegesserie zurück an die Spitze stürmen. Aber jeden Tag glaube ich ein Stück mehr daran, dass die Dodgers dieses Jahr wirklich viel schlechter sind als in den Jahren zuvor.

20. (21) Oakland Athletics (20-21) ⇒
Angesichts einer verletzungsgeplagten Rotation und einiger Offensiv-Asse, die noch nicht in Schwung gekommen sind, stehen die Athletics erstaunlich gut da. Eine positive Überraschung ist Jed Lowrie (.331/.385/.564), der zur Trade-Deadline einen ordentlichen Gegenwert einbringen dürfte.

21. (10.) Minnesota Twins (17-20) ⇓
Eine gute Saison sieht anders aus, aber verblüffenderweise ist die Spitze der Division noch locker in Reichweite. Max Kepler erfährt zurzeit eine Menge Lob.

22. (22.) Detroit Tigers (18-22) ⇒
Ab hier enthält das Ranking nur noch Rebuilding-Teams – die Tigers sind sozusagen „the best of the rest“ und in der schwachen AL Central könnten sie glatt einen Coup landen.

23. (26.) Tampa Bay Rays (17-22) ⇒
Die Rays spielen bislang eine ausgeglichene Saison innerhalb der American League. Mit der NL kommen sie hingegen gar nicht zurecht: Sie sind das einzige Team mit mindestens fünf Interleague-Spielen, das keines davon gewonnen hat.

24. (23.) San Diego Padres (16-27) ⇒
Den Padres fehlt es mit 3.7 Runs pro Spiel vor allem an einer ernstzunehmenden Offensive. Lichtblicke sind die Rookies Christian Villanueva und Franchy Cordero.

25. (25.) Texas Rangers (16-26) ⇒
Die Rangers sollten öfter Extra-Innings spielen: Spiele, die in die Verlängerung gehen, haben sie bislang in vier von vier Fällen gewonnen. In neun Innings stehen sie bei 12-26.

26. (29.) Cincinnati Reds (14-28) ⇒
Die schlechteste Rotation der Liga scheint auf dem Weg der Besserung: Luis Castillo pitchte im ersten Monat der Saison einen ERA von 7.85, im Mai hatte er drei Starts mit 3.06 ERA in 17 2/3 Innings mit 22 Strikeouts. Und  Matt Harvey (7.00 ERA bei den Mets) ging bei seinem ersten Start für das neue Team über vier Innings, ohne einen Run zuzulassen.

27. (27.) Baltimore Orioles (13-28) ⇒
Die Orioles sind ein weiteres Team, bei dem es dieses Jahr eigentlich nur darum geht, den einen oder anderen brauchbaren Spieler ins Schaufenster zu stellen und ihn rechtzeitig gegen Prospects einzutauschen. Manny Machado (.350/.431/.669) tut sich und dem Team den Gefallen, mit hervorragenden Leistungen für sich zu werben.

28. (28.) Kansas City Royals (13-28) ⇒
Für die Royals könnte Danny Duffy einer der wenigen soliden Trade Chips sein, allerdings hat ihn ein katastrophales Outing gegen die Indians auf einen ERA von 6.51 katapultiert.

29. (24.) Chicago White Sox (10-27) ⇓
Die White Sox sind das schlechteste Heimteam (3-15) und auch das schlechteste Team insgesamt. Hätte ich mich nicht so sehr auf die Marlins eingeschossen, würden die White Sox jetzt vielleicht schon auf dem letzten Platz des Rankings stehen.

30. (30.) Miami Marlins (14-26) ⇒
Es gibt allerdings auch gute Gründe, die Marlins da stehen zu lassen, wo sie sind. Zum Beispiel das schlechteste Run Differential (-78) der Liga und die Tatsache, dass die White Sox definitiv mehr und bessere junge Talente haben, welche Hoffnung für die Zukunft machen, als die Marlins.

Zahl in Klammern = Rang im letzten Powerranking
⇑ = 5 oder mehr Plätze höher als im letzten Powerranking
⇓ = 5 oder mehr Plätze niedriger als im letzten Powerranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum letzten Powerranking

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April 17th, 2018 by Dominik

Vor genau drei Wochen habe ich im Zuge meiner Artikel zur Saisonvorschau ein Ranking der MLB-Teams für das Jahr 2018 fertig gestellt. Jetzt haben wir zweieinhalb Wochen Baseball hinter uns und es zeichnet sich bereits ab, dass ich mit der einen oder anderen meiner Einschätzungen wohl daneben lag. Das ist gut so, denn wenn alles so laufen würde, wie ich oder jemand anderes es vorausgesagt hat, wäre die Saison ja tödlich langweilig.

Ich möchte die letztes Jahr begonnene Tradition fortsetzen, jeweils ungefähr zur Monatsmitte mein Powerranking auf den aktuellen Stand zu bringen. Für die Rangfolge spielt natürlich die bisherige Bilanz des jeweiligen Teams eine große Rolle, aber ich schaue mir auch an, wer sich z. B. verletzt hat, wie günstig der Spielplan war und sein wird, wie viel Glück oder Pech bisher im Spiel war und selbstverständlich fließt auch eine Menge subjektiver Intuition mit ein. Findet ihr, dass ich euer Team unterschätze oder seid ihr sicher, dass Team X völlig überbewertet ist? Dann lasst es mich wissen, ich freue mich über jeden Kommentar.

1. (5.) Boston Red Sox (13-2) ⇒
Die Saison beginnt großartig für die Red Sox und dazu haben alle Mannschaftsteile gleichermaßen beigetragen. Das sind gute Voraussetzungen, um sich oben festzusetzen. Allerdings hatte Boston es außer den Yankees bislang hauptsächlich mit Fallobst zu tun. Mit den Angels wartet nun ein echter Test.

2. (1.) Houston Astros (10-7) ⇒
Von World-Series-Hangover keine Spur. Zwischendurch stotterte die Offense ein bisschen, aber dank starken Pitchings wurden die meisten Spiele dennoch gewonnen. Erwähnenswert ist vor allem Neuzugang Gerrit Cole – seine 36 Strikeouts sind die meisten, die im modernen Baseball je ein Pitcher in den ersten drei Spielen für einen Klub erzielt hat.

3. (8.) Arizona Diamondbacks (11-4) ⇑
Die Diamondbacks machen da weiter, wo sie letztes Jahr aufgehört haben. Brillant ist bislang der Bullpen, den ich in der Vorschau noch als Fragezeichen bezeichnet hatte. Mit 1.92 ERA und 2.75 FIP führt er die Liga in den beiden wichtigsten Statistik-Kategorien an.

4. (10.) Los Angeles Angels (13-3) ⇑
Mir fehlt ein bisschen der Mut, die Angels noch weiter oben zu platzieren, aber bislang ist das, was man von der bisherigen Mike-Trout-Show geboten bekommt, schlichtweg fantastisch. Neben Trout ist mit dem japanischen Jungstar Shohei Ohtani mindestens ein weiterer Hauptdarsteller getreten und Ian Kinsler fügte sich nach Rückkehr von der Verletztenliste prompt mit einem Homerun im ersten At-Bat für den neuen Verein ein.

5. (11.) New York Mets (12-3) ⇑
Auch die Mets sind hervorragend in die Saison gekommen, getragen von ihren Assen Noah Syndergaard und Jacob deGrom sowie von einem enorm starken Bullpen, wenngleich dieser gestern gegen Washington zum ersten Mal in diesem Jahr ein richtig schlechtes Inning hatte. Sorgen bereitet die Catcher-Position, da sich innerhalb weniger Tage sowohl Travis d’Arnaud für den Rest des Jahres als auch Kevin Plawecki für ca. vier Wochen verletzt melden mussten.

6. (3.) Cleveland Indians (8-6) ⇒
Die Indians haben das Pitching, um ganz vorne mitzuspielen, allerdings fehlt es bislang an offensivem Feuer. Francisco Lindor und Jose Ramirez scheinen aber schon auf dem Weg heraus aus dem Slump und wenn demnächst noch Yonder Alonso, Edwin Encarnacion und Jason Kipnis folgen, könnte es mal wieder eine längere Siegesserie geben.

7. (4.) New York Yankees (8-7) ⇒
Die Yankees sind noch nicht ganz das, was man im Vorfeld der Saison erwartet hatte. Aber sie stehen bei einem positiven Record und trotz einer schmerzhaften 1:14-Klatsche gegen die Red Sox inwzischen auch bei einem positiven Run Differential (+11). Ich will gar nicht wissen, wie es wird, wenn Giancarlo Stanton und Gary Sanchez den Schwung finden, den sie bislang vermissen lassen.

8. (2.) Chicago Cubs (7-7) ⇓
Eine .500-Bilanz mit Run Differential von +13 ist alles andere als ein Beinbruch, aber eben auch noch nicht, was ich den Cubs zugetraut hätte. Enttäuscht muss man bislang vor allem von der Starting Rotation sein. Kyle Hendricks ist der einzige, der nach drei Spielen mit einem ERA von unter 4.0 dienen kann.

9. (25.) Pittsburgh Pirates (11-5) ⇑
Ich bezweifle immer noch stark, dass die Pirates das vorgelegte Tempo beibehalten können, aber zurzeit sind sie für mich auf jeden Fall die größte Überraschung der Saison. Der überzeugendste Mannschaftsteil ist bislang die Offense mit 89 Runs (5,56 pro Spiel), aber die erstaunlichste Einzelleistung sehe ich bei SP James Taillon. Ein ERA von sagenhaften 0.89 und 20.1 gepitchte Innings in drei Spielen nähren die Hoffnung, dass Taillon dabei ist, den Status des ewigen Talents hinter sich zu lassen.

10. (13.) Minnesota Twins (7-4) ⇒
Nach einer gewonnenen Serie gegen die Astros hätten die Twins sicher gern ein paar Wins gegen die White Sox nachgelegt, doch leider sind wegen des miesen Wetters drei Spiele hintereinander ausgefallen. Gegen die Indians kommt es heute und morgen (sofern es die Witterung hoffentlich zulässt) zu einer echten Standortbestimmung für die beiden Top-Teams der AL Central.

11. (6.) Los Angeles Dodgers (6-9) ⇓
Es war ein Fehlstart, anders kann man es wohl nicht nennen. Und es wird nicht einfacher für die Dodgers, wenn jetzt neben 3B Justin Turner auch noch 2B Logan Forsythe auf der Verletztenliste steht und Closer Kenley Jansen nicht der zu sein scheint, der er mal war. Ich bin sicher, sie werden sich wieder fangen, aber bis dahin könnten die Diamondbacks schon ein gutes Stück enteilt sein.

12. (7.) Washington Nationals (8-9) ⇓
Die Nationals sind das zweite Favoritenteam, das die hohen Prognosen bislang nicht erfüllen konnte. Ein Saisonstart mit vier Siegen hintereinander ließ anderes erwarten, aber seitdem setzte es zu viele Niederlagen, insbesondere gegen die Divisionsrivalen Mets und Braves. Vielleicht fungiert der gestrige Sieg in New York inklusive Late-Inning-Comeback und einem verblüffenden Homerun von Bryce Harper als Initialzündung, um zurück in die Erfolgsspur zu finden.

13. (16.) Atlanta Braves (9-6) ⇒
Das beste Run Differential der NL East haben – ja, tatsächlich: die Atlanta Braves. Sie scoren reichlich, sie pitchen solide und SS Ozzie Albies scheint auf dem besten Weg zum Star. Noch traue ich dem jungen Team nicht über den Weg, aber es ist für mich einer der aussichtsreicheren Kandidaten, im nächsten Ranking noch weiter nach vorne zu springen.

14. (12.) Colorado Rockies (10-8) ⇒
Dass die Prügelei mit den Padres die bislang größte Schlagzeile der Rockies in dieser Saison ist, wird in Colorado nicht gerade für Freude sorgen – und noch weniger, dass Star-3B Nolan Arenado deswegen nun fünf Spiele lang gesperrt ist. Dabei steht man mit 10-8 gar nicht mal schlecht da, aber man sollte auch nicht verschweigen, dass die Rockies das einzige Team mit positivem Record bei negativem Run Differential (-6) sind.

15. (14.) St. Louis Cardinals (9-7) ⇒
Wie schaffen die Cardinals es nur immer wieder, bei mir unter dem Radar zu fliegen? Sie stehen zwei Siege vor den Cubs, haben das beste Run Differential (+18) ihrer Division und aktuell vier Siege am Stück. Trotzdem kann ich mich nicht aufraffen, ihnen mehr als einen Platz im Mittelfeld zuzugestehen. Vielleicht ist gerade das ihre Erfolgstaktik?

16. (18.) Toronto Blue Jays (9-5) ⇒
Wieder ein Team mit überraschend gutem Start, an das ich (noch) nicht recht glauben kann. Neben der auf Dauer übermächtig erscheinenden Divisionskonkurrenz tragen zu meiner Skepsis die Verletzung von 3B Josh Donaldson und die erschreckend schwache Form von SP Marcus Stroman bei.

17. (9.) Milwaukee Brewers (8-9) ⇓
Die Brewers sind bisher nicht so gut wie ich es erwartet hätte und ihre 8-9-Bilanz ist bei einem Run Differential von -19 noch eher schmeichelhaft. Dass sie Closer Corey Knebel mit einer Oberschenkelverletzung für mindestens die nächsten sechs Wochen verloren haben, macht die Sache nicht besser. Zwei blown Saves durch die Vertretungen in der letzten Woche sprechen dafür, dass Knebels Ausfall ein echtes Problem ist.

18. (21.) Philadelphia Phillies (9-6) ⇒
Der neue Manager Gabe Kapler hatte einen holprigen Einstand mit ein paar seltsamen Entscheidungen und peinlichen Patzern, aber nach zweieinhalb Wochen Baseball muss ich zugeben: Es macht zunehmend Spaß, dieser jungen Mannschaft beim Spielen zuzusehen. Die Unerfahrenheit sowohl des Teams als auch des Managers wird dieses Jahr noch ein paar Siege kosten, weswegen ich die Phillies nicht höher einstufe. Aber sie sind unübersehbar auf dem richtigen Weg.

19. (19.) Seattle Mariners (9-5) ⇒
Die Mariners sind in dieser Liste das am tiefsten eingeordnete Team mit positivem Record und ich habe dafür ein paar Gründe: Erstens machen sie nicht den Eindruck, in absehbarer Zeit ihre Verletzungsprobleme in den Griff zu bekommen; zweitens traue ich der Offense nicht dauerhaft zu, wie bisher das unterdurchschnittliche Pitching aufzufangen; drittens scheint der aktuelle Record auch eher zufällig zustande gekommen zu sein, denn ein Run Differential von +1 spricht eher für eine ausgeglichene Bilanz als für die aktuelle .643-Winning-Percentage.

20. (15.) San Francisco Giants (6-9) ⇓
Ich hatte den Giants einen Rebound nach der letztjährigen Katastrophensaison zugetraut, doch danach sieht es nicht aus: Mit Madison Bumgarner, Johnny Cueto und Jeff Samardzija fällt der komplette obere Teil der vorgesehenen Starting Rotation aus und trotzdem ist das Pitching noch der Lichtblick in einem Team, das die wenigsten Runs aller NL-Teams erzielt.

21. (24) Oakland Athletics (7-10) ⇒
Die Athletics werden auch dieses Jahr nichts reißen, halten ihre Fans aber immerhin mit Homeruns bei Laune. 23 Bälle haben Matt Chapman, Khris Davis & Co. schon über den Zaun geschlagen, die zweitmeisten in der AL.

22. (29.) Detroit Tigers (4-9) ⇑
Da wir gerade über Homeruns reden: Die wenigsten haben – gemeinsam mit den Royals – die Tigers erzielt, nämlich gerade mal fünf. Auch sonst hapert es in der Offense, der Batting Average von .216 ist der drittniedrigste und die On-Base-Percantage von .292 die viertniedrigste der MLB. Dank überraschend solidem Pitching erscheinen mir die Tigers zurzeit dennoch besser als ich vor der Saison gedacht hätte.

23. (23.) San Diego Padres (7-11) ⇒
Nicht viel Überraschendes von den Padres: Sie sind auf einem guten Weg, aber der ist noch lang. Das spannendste an ihnen sind derzeit noch die Callups von Talenten, aktuell zum Beispiel der des 23-jährigen Franchy Cordero, der im Centerfield den verletzten Manuel Margot vertritt.

24. (26.) Chicago White Sox (4-9) ⇒
Die White Sox befinden sich in ziemlich genau der gleichen Situation, die ich eben für die Padres geschildert habe. Mit zwei Siegen und insgesamt 18 Runs zum Saisonauftakt gegen die Royals ließen sie aufhorchen, doch seitdem kamen nur noch zwei weitere Siege sowie magere 2,8 Runs pro Spiel hinzu.

25. (17.) Texas Rangers (6-12) ⇓
Niederlagen in acht von zehn Heimspielen, die schlechteste Starting Rotation der Liga (5.72 ERA) und jetzt auch noch acht Wochen Verletzungspause für SS Elvis Andrus lassen die Hoffnung der Rangers auf eine solide Saison relativ früh in relativ weite Ferne rücken.

26. (22.) Tampa Bay Rays (4-12) ⇒
Die Winning-Percentage der Rays von .250 wird derzeit nur von den Royals und den Reds unterboten. Ihre bislang größte Schwäche und zugleich ihre größte Hoffnung auf Besserung ist ihr etatmäßiges Pitching-Ass: Chris Archer ist bislang völlig von der Rolle und hat in vier Starts erschreckende 19 Runs zugelassen. Wenn das einem Spieler seines Kalibers passiert, ist das oft entweder – im positiven Falle – ein statistischer Ausreißer, der sich schnell wieder gibt oder – im negativen Falle – ein Anzeichen für eine noch nicht entdeckte Verletzung, die ich Archer nicht wünsche.

27. (27.) Baltimore Orioles (5-11) ⇒
Die Rotation der Orioles ist so schwach wie erwartet (5.33 ERA), insbesondere Chris Tillman (11.91) ist bislang eine regelrechte Katastrophe und auch das Debüt von Neuzugang Alex Cobb mit sieben erlaubten Runs in 3.2 Innings macht wenig Hoffnung. Der Lichtblick unter den Startern ist Dylan Bundy (1.40 ERA nach vier Starts), aber auch er kommt nicht weit ohne den nötigen Run Support, welcher bei den Orioles mit dem zweitniedriegsten Average der Liga (.216) definitiv nicht gegeben ist. Mit MLB-führenden 177 Strikeouts sind die sie sogar auf Kurs für einen unerwünschten Rekord.

28. (28.) Kansas City Royals (3-10) ⇒
Anders als alle anderen Teams in dieser Region der Rangliste verfügen die Royals über eine durchaus solide Rotation (3.34 ERA). Allerdings wird diese völlig im Stich gelassen vom schlechtesten Bullpen der Liga (6.26 ERA) und einer quasi nicht vorhandenen Offense, die nur 39 Runs erzielt hat, sieben weniger als das zweitschwächste Team, die Giants.

29. (20.) Cincinnati Reds (3-13) ⇓
Von den Reds hatte ich erwartet, dass sie dieses Jahr einen Schritt nach vorne machen, doch danach sieht es bislang nicht aus. Aktuell weisen sie die schlechteste Bilanz und das zweitschlechteste Run Differential (-42) der Liga auf. Stärken sind Fehlanzeige – egal, ob man nach den Leistungen der Starter, des Bullpens oder nach den Battingzahlen schaut, die Reds sind immer ganz hinten dabei. Sogar Joey Votto passt sich dem niedrigen Niveau an; mit einer Slashline von .250/.295/.267 und -0.2 fWAR ist er seinem Team bislang keine Hilfe.

30. (30.) Miami Marlins (4-12) ⇒
Dass die Marlins nach Derek Jeters Kahlschlag vor einer grausamen Saison stehen, war allgemein klar und es würde mich wundern, wenn ihnen irgendwann in diesem Jahr jemand den letzten Platz des Rankings streitig macht. Auch in einer Saison ohne Erwartungen kann man aber immer noch enttäuscht werden – zum Beispiel von den desolaten Auftritten des angeblichen Top-Talents Lewis Brinson. Mit .131/.185/.131 und -0.5 fWAR ist Brinson zurzeit der schwächste Stammspieler der MLB.

Zahl in Klammern = Rang im letzten Powerranking
⇑ = 5 oder mehr Plätze höher als im letzten Powerranking
⇓ = 5 oder mehr Plätze niedriger als im letzten Powerranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum letzten Powerranking

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September 15th, 2017 by Dominik

Es ist die letzte Monatsmitte innerhalb der regulären Saison 2017, somit gibt es heute auch zum letzten Mal in diesem Jahr das Baseblog-Powerranking. Im Vergleich zum August ist vor allem der Wechsel an der Spitze erwähnenswert, an dem angesichts der mittlerweile 22 Spiele währenden Siegesserie der Indians kein Weg vorbei führte. Ansonsten halten sich größere Änderungen in engen Grenzen. Den höchsten Sprung nach oben haben die Atlanta Braves von Rang 25 auf 19 hingelegt, während die Kansas City Royals und die Detroit Tigers jeweils fünf Plätze nach unten rutschten.

1. (5.) Cleveland Indians (91-56) ⇒
WWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWWas soll man dazu anderes sagen?

2. (1.) Los Angeles Dodgers (94-52) ⇒
Sie haben immer noch die beste Bilanz und das zweitbeste Run Differential der Liga, aber nach einer Strecke von 16 Niederlagen in 17 Spielen wirkt das wie ein Wunder – oder wie der Beleg dafür, was für eine fantastische Saison die Dodgers vor ihrem epischen Durchhänger gespielt haben. Nach zwei Aufbausiegen gegen die Giants wartet nun mit den Nationals eine echte Standortbestimmung, ob die Dodgers rechtzeitig vor den Playoffs zurück in der Spur sind oder nicht.

3. (3.) Washington Nationals (89-57) ⇒
Die Nationals sind der erste und bislang einzige Divisionssieger, der schon feststeht. Das sagt vor allem etwas über die Division aus, in der sie spielen. Aber man muss die Hauptstädter auch dafür bewundern, dass sie mental konstant bei der Sache geblieben sind, was bei durchweg fehlender Konkurrenz nicht einfach ist.

4. (6.) Arizona Diamondbacks (85-62) ⇒
Sie sind zwar „nur“ ein Wild-Card-Team, aber ich sehe die Diamondbacks leistungsmäßig auf Augenhöhe mit jedem einzelnen Divisionssieger der NL und somit als Geheimfavoriten auf einen tiefen Playoff-Run.

5. (2.) Boston Red Sox (83-63) ⇒
Der Gewinn der AL East ist noch nicht sicher, doch für den Rest des Jahres geht es nur noch gegen Teams mit negativem Record – außer ganz am Schluss gegen die Astros, was ein Vorgeschmack auf die erste Runde der Playoffs werden könnte.

6. (8.) New York Yankees (80-66) ⇒
Vom Run Differential her sind die Yankees hinter den Indians das zweitbeste Team der AL, aber es fehlt an Konstanz.

7. (4.) Houston Astros (88-58) ⇒
Den Top-Seed in der AL mussten sie an die Indians abgeben und ich glaube nicht, dass sie ihn sich zurückholen. Für die Chancen der Astros in den Playoffs dürfte eine große Rolle spielen, ob man Sorgenkind Lance McCullers fit bekommt.

8. (10.) Chicago Cubs (80-66) ⇒
Gegen die Mets haben sie sich mit 39 Runs in drei Spielen einigen Frust über die eher mittelmäßige Saison von der Seele geballert. Die Entscheidung, ob der Titelverteidiger es in die Postseason schafft, fällt in den direkten Duellen gegen St. Louis und Milwaukee – 11 von 16 verbleibenden Spielen absolvieren die Cubs gegen diese beiden Teams.

9. (9.) St. Louis Cardinals (77-69) ⇒
Drei Spiele Rückstand und noch sieben Spiele gegen die Cubs – die Cardinals haben noch alle Chancen, ihrem Ruf gerecht zu werden als das Team, das man nie abschreiben sollte.

10. (7.) Colorado Rockies (80-67) ⇒
Ein Sweep gegen die Dodgers und ein Split gegen die Diamondbacks sprechen dafür, dass die Rockies ihren Slump überwunden haben. Die Wild Card werden sie wohl festhalten können, auch weil sich die drei Teams der NL Central noch so viele Spiele gegenseitig abnehmen.

11. (11.) Minnesota Twins (77-69) ⇒
Das Überraschungsteam der AL musste innerhalb der Division zwar schon lange die Indians ziehen lassen, aber die Wild Card für Max Kepler und Co. ist letzte Nacht noch ein Stück wahrscheinlicher geworden.

12. (12.) Milwaukee Brewers (77-69) ⇒
Auch für das Überraschungsteam der NL ist es noch drin, im Duell mit den Cubs und den Cardinals lachender Dritter (besser gesagt: lachender Erster) zu werden. Von den Restspielplänen her dürfte ihrer sogar der leichteste sein.

13. (14.) Los Angeles Angels of Anaheim (74-72) ⇒
Albert Pujols hat letzte Nacht seinen 613. Homerun geschlagen und ist nun alleiniger Siebter in der Allzeit-Rangliste. Mit der Wild Card sieht es aber schlecht aus, der Rückstand auf die Twins beträgt nun schon drei Spiele.

14. (16.) Seattle Mariners (74-73) ⇒
Nach drei Siegen gegen die Rangers finden sich die Mariners plötzlich wieder in Reichweite der Wild Card, aber das schwere Restprogramm und die eigene Unbeständigkeit machen ein Erreichen der Postseason sehr unwahrscheinlich.

15. (17.) Texas Rangers (72-74) ⇒
Ausgleichende Gerechtigkeit? Im letzten Jahr gewannen die Rangers die Division, obwohl sie nur das drittbeste Run Differential hatten. Dieses Jahr haben sie in der Konkurrenz um den zweiten Wild-Card-Platz das beste Run Differential, werden aber wohl leer ausgehen.

16. (15.) Tampa Bay Rays (72-75) ⇒
Man könnte einen dicken Strich zwischen der ersten und der zweiten Hälfte dieses Rankings ziehen, denn ab hier reden wir über Teams, für die die Playoffs dieses Jahr kein Thema mehr sind. Die Rays waren lange im Rennen, aber mit der zweitschlechtesten Offense der AL gewinnt man nicht genügend Spiele.

17. (19.) Baltimore Orioles (72-75) ⇒
Für die O’s war die Saison ein ständiges Auf und Ab – immer das, was man gerade nicht erwartet hat. Nach dieser Logik müssten sie in den beiden kommenden Serien die Yankees und die Red Sox weghauen.

18. (13.) Kansas City Royals (72-74) ⇓
Auch die Royals gehören in die Kategorie der Teams, die ich dieses Jahr schon mehrfach abgeschrieben hatte und die mich jedes Mal eines Besseren belehrten. Inzwischen sind sie wohl wirklich aus dem Rennen, aber sie können zumindest noch Geschichte schreiben, indem sie in einem der kommenden drei Spiele die Siegesserie der Indians beenden.

19. (25.) Atlanta Braves (66-79) ⇑
Wer hätte gedacht, dass zwei Wochen vor Saisonende ausgerechnet die Braves diejenigen sind, die in der furchtbaren NL East hinter den Nationals als einzige so etwas wie Leben und Hoffnung vermitteln? Ich jedenfalls nicht.

20. (18.) Pittsburgh Pirates (68-79) ⇒
Vor nicht mal acht Wochen waren die Pirates nach einer Erfolgsserie nur zwei Siege von der Spitze der NL Central entfernt. Wahnsinn, wie schnell es in der MLB manchmal geht.

21. (20.) Toronto Blue Jays (68-79) ⇒
Man könnte den Mantel des Schweigens über das Jahr 2017 der Blue Jays legen, aber Toronto wird noch eine wichtige Funktion als Wegbereiter und/oder Spielverderber anderer Teams spielen angesichts des Restprogramms mit den Twins, Royals, Red Sox und Yankees.

22. (24.) Oakland Athletics (64-82) ⇒
41 Runs in einem Vier-Spiele-Sweep gegen die Astros, vielversprechende Jungspieler wie Matt Chapman und Matt Olson, der Bauplatz für ein neues Stadion – in Oakland spürt man endlich mal wieder so etwas wie Optimismus.

23. (27.) Cincinnati Reds (63-84) ⇒
Den Reds geht es ähnlich wie den Blue Jays: Auch ihre Saison ist zwar längst gelaufen und dennoch werden sie bei fast allen Entscheidungen der Restsaison noch ein wichtiger Faktor sein, denn ihr Programm umfasst Serien gegen die Cardinals, die Red Sox, die Brewers und die Cubs.

24. (28.) Chicago White Sox (59-87) ⇒
Nach all den Trades für talentierten Nachwuchs schienen die White Sox nahe dran, sich obendrein noch den ersten Pick der kommenden Draft zu holen, doch vor einer Woche fingen sie plötzlich an zu gewinnen und zwar fast immer deutlich: 13:1, 8:1, 11:3, 3:4, 5:3 und 17:7 sind die Resultate seit Samstag.

25. (21.) Miami Marlins (68-78) ⇒
Die Marlins haben fünf Spiele hintereinander verloren und 15 der letzten 17. Der einzige Lichtblick wäre, wenn Giancarlo Stanton den „Probably-Non-Steroid-Era-Rekord“ von 62 Homeruns bricht, aber auch damit wird es langsam eng.

26. (23.) New York Mets (63-83) ⇒
Ich konzentriere mich auf das Positive: 1B Dominic Smith und SS Amed Rosario werden bislang ihrem Ruf als junge Hoffnungsträger gerecht und Noah Syndergaard ist auf dem Weg der Besserung.

27. (22.) Detroit Tigers (60-86) ⇓
Für die Tigers kommt es dieses Jahr knüppeldick: Kurz vor Ende einer ohnehin fruchtlosen Saison mussten ihr meistbeachteter junger Star, Pitcher Michael Fulmer, am Ellbogen und ihr Routinier, DH Victor Martinez, am Herzen operiert werden. Ich wünsche beiden schnelle und vollständige Genesung.

28. (26.) San Diego Padres (65-81) ⇒
Die Padres sind ein Phänomen: Trotz des schlechtesten Run Differentials und der mit Abstand schwächsten Offense der Liga haben sie es auf mehr Siege gebracht als sieben andere Teams und in den letzten vier Wochen Serien gegen die Dodgers, die Diamondbacks und die Cardinals gewonnen.

29. (30.) Philadelphia Phillies (57-89) ⇒
In Philadelphia knallen die Sektkorken, denn die Phillies sind nicht mehr das schlechteste Team der Liga, weder von der Siege-Niederlagen-Bilanz noch vom Run Differential – nicht zuletzt dank Rookie Rhys Hoskins mit unglaublichen 18 Homeruns in seinen ersten 34 MLB-Spielen.

30. (29.) San Francisco Giants (57-91) ⇒
Die Giants sind das einzige Team der MLB, für das kein Hitter 20 Homeruns oder mehr erzielt hat und wenn es dabei bleibt, ist das für sie das zweite Jahr in Folge. Der einzige, der nah dran ist, ist Brandon Belt (18) und der wird diese Saison wahrscheinlich nicht mehr spielen.

⇑= 5 oder mehr Plätze höher als im August-Ranking
⇓= 5 oder mehr Plätze niedriger als im August-Ranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum August-Ranking

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August 15th, 2017 by Dominik

Die Mitte des Monats ist traditionell die Zeit für das Baseblog-Powerranking. Wie schon im letzten Monat zu beobachten war, werden die Schwankungen innerhalb des Rankings naturgemäß immer kleiner, je weiter die Saison voranschreitet. In einigen Fällen gibt es aber auch jetzt noch ordentlich Bewegung – zum Beispiel bei den Milwaukee Brewers, die gegenüber Mitte Juli von 5 auf 12 gefallen sind oder bei den St. Louis Cardinals, die sich im gleichen Zeitraum von 15 auf 9 hochgearbeitet haben. Um die Entwicklung von Monat zu Monat transparenter zu machen, stelle ich ab sofort die Platzierung vom letzten Mal in Klammern hinter den aktuellen Rang.

1. (1.) Los Angeles Dodgers (83-34) ⇒
Zugegeben, mit den Dodgers auf Platz eins eines Powerrankings lockt man zurzeit niemanden hinter dem Ofen hervor, aber sie sind nunmal so gut wie sie sind und mit Yu Darvish haben sie sich weiter verstärkt. Sie sind auf Kurs für 115 Siege.

2. (3.) Boston Red Sox (67-51) ⇒
Die Red Sox sind mit neun Siegen bei nur zwei Niederlagen das bisher beste Team im August. In der aktuellen Form sind sie drauf und dran, den Astros den Rang als Frontrunner der American League abzulaufen.

3. (4.) Washington Nationals (70-46) ⇒
Mit der massiven Aufrüstung des Bullpen haben die Nationals zur Trade-Deadline alles richtig gemacht und ihre einzige nennenswerte Schwäche abgeschaltet. Durch die Knieverletzung von Superstar Bryce Harper ist prompt ein neues Sorgenfeld entstanden, doch es sieht inzwischen danach aus, dass Harper rechtzeitig zu den Playoffs wieder einsatzbereit ist.

4. (2.) Houston Astros (72-46) ⇒
Nach monatelanger Dominanz scheint den Astros ein bisschen die Luft auszugehen. Insbesondere das Starting Pitching macht angesichts schwankender Leistungen von Ass Dallas Keuchel und der langsamen Genesung von Lance McCullers Sorgen und man darf gespannt sein, ob Houston nicht doch noch per Trade nachlegt, zum Beispiel mit Justin Verlander.

5. (7.) Cleveland Indians (64-52) ⇒
Der World-Series-Hangover der Indians dauerte – ähnlich wie der der Cubs – rund eine Saisonhälfte lang. Seit dem All-Star-Break haben sich die Indians Stück für Stück in ihrer Division abgesetzt, der Bullpen überzeugt wie im letzten Jahr und die Offense wurde um Slugger Jay Bruce ergänzt.

6. (6.) Arizona Diamondbacks (66-52) ⇒
Ich weiß nicht warum, aber ich habe schon immer dazu geneigt, die Rockies und die Diamondbacks miteinander zu verwechseln. Dieses Jahr machen sie mir das Leben in dieser Hinsicht besonders schwer, denn sie befinden sich mit exakt gleichem Record in der exakt gleichen Lage.

7. (10.) Colorado Rockies (66-52) ⇒
Weit abgeschlagen von den Dodgers, aber auch deutlich vor jeglicher Konkurrenz um die Wild-Card-Plätze der National League geht es für Colorado und Arizona noch eineinhalb Monate lang allein darum, um das Heimrecht in dem einen entscheidenden Spiel zu kämpfen, auf das sie zusteuern.

8. (8.) New York Yankees (62-55) ⇒
Aaron Judge und mit ihm die gesamte Yankees-Offense ist gegenüber der ersten Saisonhälfte deutlich abgekühlt. Die Ausgangslage, zumindest über die Wild Card in die Playoffs zu kommen, ist aber unverändert gut.

9. (15.) St. Louis Cardinals (61-57) ⇑
Vor zwei Monaten habe ich an dieser Stelle geschrieben: „Traditionell kann man kaum einen größeren Fehler machen, als die Cardinals zu früh abzuschreiben.“ Ich möchte nicht rechthaberisch wirken, aber da habe ich tatsächlich mal Recht gehabt.

10. (13.) Chicago Cubs (62-55) ⇒
Die Cubs sind wieder da – nicht überragend wie im letzten Jahr, aber immerhin solide im positiven Bereich, nachdem sie zur Pause noch mehr Niederlagen als Siege auf dem Konto hatten.

11. (12.) Minnesota Twins (59-57) ⇒
Max Kepler ist gut drauf und die Twins sind es auch mit acht Siegen aus den letzten zehn Spielen. In der Division kommen sie wohl nicht an den Indians vorbei, aber die Wild Card ist in greifbarer Nähe.

12. (5.) Milwaukee Brewers (61-59) ⇓
Im spannenden Dreikampf um die NL Central spielen die Brewers momentan nur die dritte Geige, aber das kann sich schnell wieder ändern und so oder so spielen sie eine großartige Saison.

13. (11.) Kansas City Royals (60-58) ⇒
Die Aufholjagd der Royals endete vorerst in einer Serie von fünf Niederlagen. Seitdem haben sie wieder drei Spiele gewonnen, aber der Schaden ist passiert: Die Indians sind auf fünf Spiele Vorsprung davongezogen.

14. (18.) Los Angeles Angels of Anaheim (62-58) ⇒
Das Feld der Bewerber um den zweiten Wild-Card-Platz der AL ist breit, aber momentan haben überraschend die Angels die Nase vorn. Mike Trout in den Playoffs, das wäre doch was.

15. (9.) Tampa Bay Rays (59-61) ⇓
Auch die Rays hatten kürzlich schon mal den Wild-Card-Platz inne, doch mit derzeit vier Niederlagen in Folge und einer spürbar abgekühlten Offense sieht es für ihre Playoff-Hoffnungen nicht gut aus.

16. (16.) Seattle Mariners (59-61) ⇒
Zu der extremen Unbeständigkeit kommt noch Verletzungspech hinzu, nun hat es Top-Pitcher James Paxton erwischt. Daher sehe ich für die Mariners nur noch Außenseiterchancen auf die Wild Card.

17. (14.) Texas Rangers (57-60) ⇒
Außer den vier „Großen“ der AL – Red Sox, Yankees, Indians, Astros – haben die Rangers als einzige ein positives Run Differential. Für die Playoffs bräuchten sie angesichts der vielen vor ihnen stehenden Konkurrenten dennoch ein kleine Wunder.

18. (20.) Pittsburgh Pirates (58-60) ⇒
Willkommen im Niemandsland der MLB – in der AL hätten die Pirates noch Wild-Card-Chancen, in der NL definitiv nicht.

19. (22.) Baltimore Orioles (59-60) ⇒
Die Orioles hatte ich schon abgeschrieben, inzwischen stehen sie in der Tabelle sogar wieder vor Tampa Bay, getragen von einem wiedererstarkten Manny Machado und einer 9-2-Bilanz in Extra-Inning-Spielen. Ich gehe davon aus, dass beides nicht von Dauer ist.

20. (19.) Toronto Blue Jays (57-61) ⇒
Die Blue Jays sind schlechter als vor der Saison erhofft, aber nicht schlecht genug, um zur Trade-Deadline konsequent zu handeln und die zurzeit eher schwache Farm aufzuwerten. So steuern sie auf eine schwierige Zukunft zu.

21. (23.) Miami Marlins (57-60) ⇒
Die Giancarlo-Stanton-One-Man-Show ist wirklich beeindruckend und ein guter Grund, in Miami ins Stadion zu gehen – der Rest des Teams nicht so sehr. Mal sehen, was Derek Jeter aus dem Club macht, wenn er demnächst als Co-Owner die sportliche Verantwortung übernimmt.

22. (24.) Detroit Tigers (53-65) ⇒
Sportlich ist das Jahr längst gelaufen, aber eine Frage bleibt spannend: Wird Justin Verlander, der beste auf dem Markt befindliche Pitcher, noch getradet? Die Tigers verhandeln offensichtlich zäh, um möglichst viel herauszuholen, aber vielleicht übertreiben sie es dabei auch und bleiben am Ende auf Verlander sitzen.

23. (21.) New York Mets (53-63) ⇒
Die Mets haben deutlich konsequenter getradet, auch wenn man über das Resultat geteilter Meinung sein darf. Die einzigen verbliebenen Saisonziele bestehen darin, junge Leute wie Amed Rosario und Dominic Smith an die MLB zu gewöhnen und diese Woche ein paar Spiele gegen die Yankees zu gewinnen.

24. (25.) Oakland Athletics (52-67) ⇒
Ein weiteres verlorenes Jahr für die A’s, etwas anderes war nicht zu erwarten.

25. (17.) Atlanta Braves (52-64) ⇓
Die kurze Zeit, in der die Braves mit einer ausgeglichenen Bilanz liebäugelten, ist längst vergessen. Aber kein Problem, Rebuilding war der Plan für dieses Jahr.

26. (28.) San Diego Padres (52-66) ⇒
Kann man ein Team, das man als das fünftschlechteste der MLB einstuft, als positive Überraschung bezeichnen? Wenn es die Padres sind, dann schon.

27. (26.) Cincinnati Reds (49-70) ⇒
Die Reds reihen sich ein in die Riege der Rebuilding-Teams, die um eine weitere Saison im Keller der Liga keine Träne weinen.

28. (27.) Chicago White Sox (45-70) ⇒
Am Record sieht man es noch nicht, aber hier wächst etwas möglicherweise Großes heran, denn die White Sox arbeiten seit zwei Jahren eifrig daran, den wohl besten Talentpool der Liga aufzubauen.

29. (29.) San Francisco Giants (47-73) ⇒
Ich habe schon mehrfach geschrieben, dass die Giants dieses Jahr froh sein können, dass es die Phillies und somit ein noch schlechteres Team gibt – aber selbst das kann sich noch ändern, nach Niederlagen stehen die beiden sogar schon gleichauf.

30. (30.) Philadelphia Phillies (43-73) ⇒
Die Phillies verlieren auch weiterhin die meisten ihrer Spiele, doch es gibt Lichtblicke in Form ansehnlich auftretender junger Spieler wie zum Beispiel Pitcher Aaron Nola und First Baseman Rhys Hoskins, der gestern seine ersten beiden Homeruns schlug.

⇑= 5 oder mehr Plätze höher als im Juli-Ranking
⇓= 5 oder mehr Plätze niedriger als im Juli-Ranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum Juli-Ranking

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Juli 17th, 2017 by Dominik

Mitte Juli, wenige Tage nach Ende des All-Star-Breaks ist es an der Zeit für ein Update meines monatlichen Powerrankings. In jeder der beiden Teil-Ligen gibt es ein klar dominierendes Team, was in einer extrem seltenen Statistik zur Saisonpause resultierte: Erst zum zweiten Mal in der Geschichte der MLB gingen gleich zwei Mannschaften mit 60 oder mehr Siegen in den All-Star-Break.

Insgesamt weist das Ranking von Juni auf Juli deutlich weniger Bewegung auf als in den ersten Monaten der Saison. Den größten Sprung nach oben machten die Kansas City Royals von 23 auf 11, den tiefsten Sturz erlebten die Baltimore Orioles von 13 auf 22.

1. Los Angeles Dodgers (64-29) ⇒
Auch fünf Tage All-Star-Break haben die Dodgers nicht aus dem Flow gebracht, in dem sie sich befinden. Mit derzeit neun Siegen in Folge und einer 50-16-Bilanz seit 1. Mai stellen sie den Rest der Liga in den Schatten.

2. Houston Astros (62-30) ⇒
Dass Houston Platz eins in diesem Ranking verloren hat, sagt weniger über die Astros aus als über die Dodgers. 16.5 Siege Vorsprung an der Divisionsspitze und ein Run Differential von +167 bei 544 gescorten Runs sind in der AL weiterhin eine Klasse für sich.

3. Boston Red Sox (52-41) ⇒
Zwischen Platz zwei und drei liegen Welten. Boston verdient den Titel „best of the rest“ allein schon dafür, dass man sich von Pablo Sandoval getrennt hat.

4. Washington Nationals (55-36) ⇒
Bisher kam kein Satz über die Stärke der Nationals ohne ein „aber der Bullpen“ aus. Durch den Trade mit Oakland für die beiden Reliever Sean Doolittle und Ryan Madson könnte sich das erledigt haben.

5. Milwaukee Brewers (52-42) ⇒
Ich fange an, an die Brewers zu glauben. Wenn das mal kein schlechtes Omen für sie ist…

6. Arizona Diamondbacks (53-39) ⇒
Mit sechseinhalb Siegen Vorsprung im Playoff-Rennen und dem drittbesten Run Differential der NL (+92) lebt es sich noch relativ entspannt. Aber nun müssen die D-Backs beweisen, dass sie gefestigt genug sind, fünf Niederlagen hintereinander gegen Teams wie die Reds und die Braves wegzustecken.

7. Cleveland Indians (47-43) ⇒
Drei Niederlagen sind ein schlechter Start in die zweite Saisonhälfte, aber die Indians sind klar das beste Team in der Division und treffen bis Ende des Monats ausschließlich auf Gegner mit negativem Record.

8. New York Yankees (47-43) ⇒
Auf den ersten Blick sehen die Yankees aus wie ein Team, das einen überraschenden Höhenflug erlebte und nun mit einem schwachen Monat auf dem Boden der Tatsachen gelandet ist. Bei näherem Hinsehen zeigt sich, dass ihr Run Differential von +100 das zweitbeste der AL ist und theoretisch für sieben Siege mehr gut wäre als sie tatsächlich auf dem Konto haben.

9. Tampa Bay Rays (49-44) ⇒
Begrenzte finanzielle Möglichkeiten, diverse Verletzungen – alles kein Grund für die Rays, nicht mit den beiden Großen in der NL East mitzuhalten.

10. Colorado Rockies (53-41) ⇓
Zwei gute Monate zum Start der Saison waren offenbar schon genug, um einem eher mittelmäßigen Team die Playoffteilnahme faktisch zu sichern.

11. Kansas City Royals (44-45) ⇑
Mieser Saisonstart, die wenigsten Runs in der AL, mittelmäßiges Pitching – und trotzdem sind die Royals voll dabei, das Feld von hinten aufzuholen. Baseball ist manchmal seltsam.

12. Minnesota Twins (46-45) ⇒
Max Kepler schlägt im Juli .390/.480/.634 und morgen stößt Bartolo Colon zum Team. Go Twins!

13. Chicago Cubs (46-45) ⇒
Der Sweep in Baltimore zum Start nach dem All-Star-Break sowie der Trade für Jose Quintana könnten die Initialzündung sein, um die enttäuschende erste Saisonhälfte hinter sich zu lassen.

14. Texas Rangers (45-46) ⇒
Letztes Jahr stellten die Rangers mit 36-11 einen Rekord für die beste Bilanz in Spielen auf, die mit einem Run Unterschied enden; dieses Jahr sind sie mit 7-15 in solchen Spielen Letzter. Trotzdem sind es nur zweieinhalb Spiele Abstand zum Wild-Card-Platz.

15. St. Louis Cardinals (44-47) ⇑
Unter den drei Kandidaten auf den Gewinn der NL Central sind die Cardinals der Außenseiter. Wenn sie eine Chance haben wollen, müssen sie vor allem an ihrer Bilanz in divisionsinternen Duellen (16-23) arbeiten.

16. Seattle Mariners (46-47) ⇓
446 Runs erzielt, 446 Runs kassiert – große Ausgeglichenheit in Seattle und durchaus noch Chancen auf die Wild Card nach dem aufmunternden 3-0-Start in die zweite Hälfte.

17. Atlanta Braves (45-45) ⇑
Still und heimlich haben sich die Braves auf .500 hochgearbeitet. Wenn sie nun auch in der Serie gegen die Cubs bestehen, könnten sie vielleicht sogar in Richtung Wild Cards… äh, nein.

18. Los Angeles Angels of Anaheim (46-49) ⇒
Mike Trout ist zurück. Alles wird gut.

19. Toronto Blue Jays (42-49) ⇒
Der kleine Zwischenspurt ist verpufft, aus dieser Saison ist nichts mehr herauszuholen als ein paar ordentliche Trades. Mit Liriano, Estrada, Bautista und vor allem Donaldson sind einige Veteranen vorhanden, die man gut versilbern kann.

20. Pittsburgh Pirates (44-48) ⇒
Auch die Pirates dürften in erster Linie die Trade Deadline im Blick haben. Andrew McCutchen ist gerade rechtzeitig wieder in Form gekommen, um potenzielle Käufer anzuziehen.

21. New York Mets (41-48) ⇒
Und noch ein Seller: Bruce, Granderson, Reyes, Cabrera, Reed und Duda könnten Ende des Monats allesamt woanders spielen. Trotz dieser umfangreichen Liste geht es weniger um ein volles Rebuilding als darum, das vorhandene Grundgerüst für die nächsten ein, zwei Jahre zu stärken.

22. Baltimore Orioles (42-49) ⇓
Die Orioles sind über ihre Verhältnisse in die Saison gestartet, seitdem geht es abwärts. Ein Starter-ERA von 6.02 macht wenig Hoffnung.

23. Miami Marlins (41-49) ⇒
Gefühlt sind Homeruns die einzige Stärke der dümpelnden Marlins, aber ich habe mal nachgeschaut: Trotz Stanton, Ozuna und Bour belegen sie nur Platz 22 in der MLB mit 104 Shots.

24. Detroit Tigers (41-49) ⇓
Von Cabrera bis Zimmermann hinterlässt das Alter seine Spuren. Ein Team im Herbst seines Lebenszyklus. Der Winter naht.

25. Oakland Athletics (42-50) ⇒
Aus den A’s werde ich nicht schlau. Konkurrenzfähig sind sie seit Langem nicht, die Mittel sind traditionell knapp, ein ernsthaftes Rebuilding gehen sie aber auch nicht ein. Der Trade von Doolittle und Madson nach Washington könnte ein Anfang sein, aber in meinen Augen hat man dabei zu wenig herausgeholt.

26. Cincinnati Reds (39-52) ⇓
Mit -1.0 WAR sind die Reds das einzige Team der ganzen Liga, dessen Starting Pitching unter Replacement Level produziert.

27. Chicago White Sox (38-52) ⇓
Nach dem Trade von Chris Sale zu den Red Sox im Winter lassen die White Sox erneut aufhorchen, indem sie Jose Quintana zum Stadtrivalen Cubs schicken – jeweils im Austausch gegen hochkarätige Prospects. Kein Zweifel, sie meinen es ernst mit dem Rebuilding.

28. San Diego Padres (40-51) ⇒
Als drittschlechtestes Team der Liga sind die Padres fast schon eine positive Überraschung. Reliever Brad Hand ist der aussichtsreichste Kandidat für einen Deal zur Trade-Deadline.

29. San Francisco Giants (35-58) ⇒
Vor genau einem Jahr standen die Giants in den meisten solcher Rankings an der Spitze, heute können sie froh sein, dass es die Phillies gibt. Ein kleiner Lichtblick: Madison Bumgarner ist zurück. Aber er allein wird das Ruder nicht herumreißen.

30. Philadelphia Phillies (30-60) ⇒
Gehen Sie weiter, es gibt nichts zu sehen.

⇑= 5 oder mehr Plätze höher als im Juni-Ranking
⇓= 5 oder mehr Plätze niedriger als im Juni-Ranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum Juni-Ranking

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Juni 19th, 2017 by Dominik

Ich muss zugeben, meine Baseballgedanken drehen sich momentan gar nicht so sehr um die MLB, denn zwei Eindrücke vom vergangenen Wochenende sind bei mir massiv haften geblieben: Der eine war ein fantastisches Bundesliga-Ballgame zwischen den Mainz Athletics und den Haar Disciples mit zwölf scorelosen Innings, darunter acht bzw. neun von Riley Barr und Ryan Bollinger, den wohl besten Pitchern, die es in Deutschland zurzeit zu sehen gibt. Im dreizehnten Inning gab es dann leider ein sehr umstrittenes und letztlich spielentscheidendes Urteil der Umpires, die einen Ball als 2-Run-Homerun für die Disciples werteten, der für die meisten Beobachter – mich eingeschlossen – stark nach einem Foulball rechts vom Pfosten aussah. Die Versuchung war groß, mir direkt nach dem Spiel den Frust über die mögliche Fehlentscheidung von der Seele zu schreiben, aber dann dachte ich mir: Schiedsrichter sind auch nur Menschen und sie machen Woche für Woche auf sämtlichen Baseballplätzen der Republik einen meistens großartigen Job. Lassen wir es damit bewenden.

Das andere Wochenend-Ereignis war das erste T-Ball-Turnier meiner beiden Söhne, die ganz frisch bei den Main Taunus Redwings eingestiegen sind. Es war ein großartiger Tag bei perfektem Wetter und wir alle hatten Riesenspaß. Gewinnen stand nicht im Mittelpunkt, sie haben es aber trotzdem in allen vier Spielen getan und weil mein Kleiner der Jüngste im Team war, durfte er den Pokal entgegen nehmen. Ich könnte platzen vor lauter Vaterstolz. Aber auch darüber werde ich keinen Blogartikel schreiben, denn irgendwie fehlt ja zugegebenermaßen doch die überregionale Relevanz…

Stattdessen mache ich mich heute an die Aktualisierung des Baseblog-Powerrankings. Hier ist meine völlig subjektive Einschätzung der Kräfteverhältnisse in der MLB:

1. Houston Astros (46-24) ⇒
Die Astros schwächeln in den letzten Tagen, nicht zuletzt wegen der DL-Aufenthalte ihrer Top-Starter Dallas Keuchel, Lance McCullers und Charlie Morton. Dass sie trotzdem noch mit Abstand den besten Record der Liga haben, spricht Bände darüber, wie stark und gefestigt dieses Team ist.

2. Los Angeles Dodgers (44-26) ⇒
Von drei Teams der NL West, die es in die Top-5 des Rankings geschafft haben, halte ich die Dodgers nach wie vor für das mit den besten Erfolgsaussichten, nicht zuletzt wegen der Erfahrung regelmäßiger Playoffteilnahmen.

3. Colorado Rockies (46-26) ⇒
Noch feiern sie den Walk-Off-Cycle von Nolan Arenado, aber nun bricht die Woche der Wahrheit an für die Rockies: erst drei Spiele gegen die Diamondbacks, dann drei bei den Dodgers.

4. New York Yankees (38-29) ⇒
Mit sechs Niederlagen in Folge, darunter einem Sweep durch die Athletics, befinden sich die Yankees in ihrem ersten echten Slump dieser Saison. Mal sehen, wie schnell sie da raus kommen.

5. Arizona Diamondbacks (44-26) ⇒
Die Diamondbacks sind mein erster Kandidat, das hohe Tempo in der NL West irgendwann nicht mehr mithalten zu können, aber mit sieben Siegen hintereinander und dem viertbesten Run Differential der MLB scheinen sie mir nicht zustimmen zu wollen.

6. Boston Red Sox (39-30) ⇒
Die Red Sox haben sich an die Yankees herangearbeitet und werden langsam, aber sicher ihrer Rolle als Contender gerecht. Was noch aussteht, ist die Leistungsexplosion der Slugger – wenn man sich das Lineup der Red Sox anschaut, möchte man nicht glauben, dass sie die drittwenigsten Homeruns der Liga erzielt haben.

7. Washington Nationals (42-27) ⇓
Ihre Division dominieren die Nationals mangels Konkurrenz nach Belieben, aber wenn ihr Bullpen nicht die Kurve kriegt und/oder durch Neuzugänge verstärkt wird, werden sie an den Playoffs keine Freude haben.

8. Cleveland Indians (36-31) ⇒
Vor ein paar Tagen waren sie noch im Mittelmaß versunken, doch nach einem Vier-Spiele-Sweep über die Twins sieht die Welt der Indians schon ganz anders aus, zumal sie nun viermal gegen die im freien Fall befindlichen Orioles spielen dürfen.

9. Milwaukee Brewers (38-33) ⇑
Alles wartet auf den Absturz des Überraschungsteams, aber mit anstehenden Serien gegen die Pirates, Braves, Reds, Marlins und Orioles könnte dieser noch eine Weile auf sich warten lassen.

10. Tampa Bay Rays (37-35) ⇑
Die Rays haben das Pech starker Divisionskonkurrenz, sind aber immerhin voll im Wild-Card-Rennen.

11. Chicago Cubs (34-34) ⇓
Der Champion versinkt derzeit im Mittelmaß und hat Glück, in einer relativ schwachen Division zu spielen. Kein Grund für Alarmglocken, aus dieser Position heraus ist noch alles möglich.

12. Texas Rangers (34-34) ⇑
Die Rangers hatten einen furchtbaren Start und es fehlt ihnen nach wie vor an Konstanz, aber sie sind wieder dabei – wenn auch nur im Kampf um einen Wild-Card-Platz.

13. Baltimore Orioles (34-34) ⇓
Noch stehen sie bei .500, aber die Orioles haben ein schweres Programm (Indians, Rays, Blue Jays, Rays, Brewers) vor sich und könnten noch weiter durchgereicht werden.

14. Minnesota Twins (34-33) ⇒
Wäre der Sweep zwischen den Indians und den Twins anders herum verlaufen, würden die beiden auch in diesem Ranking ungefähr die Plätze tauschen. So aber sieht es ganz danach aus, als wäre der Höhenflug des Kepler-Teams vorerst beendet.

15. Los Angeles Angels of Anaheim (36-37) ⇑
Mike Trout steht seit drei Wochen auf der DL und die Angels liegen nur einen Sieg unter .500 – Respekt, das hätte ich ihnen ohne ihre One-Man-Show nicht zugetraut.

16. Detroit Tigers (32-36) ⇒
Text kopiert vom letzten Mal: Graues Mittelmaß – dort habe ich die Tigers erwartet und dort stehen sie.

17. New York Mets (31-37) ⇒
Mit der Rückkehr von Cespedes, Matz und Lugo und einer kleinen Siegessierie keimte kurz die Hoffnung, doch neue bzw. verlängerte Verletzungspausen von Syndergaard, Harvey, Cabrera, Lagares und Walker sowie eine verlorene Serie gegen die Nationals lassen davon nicht viel übrig.

18. Seattle Mariners (34-37) ⇓
Die Mariners bekommen einfach keine Konstanz rein dieses Jahr. In den anstehenden vier Spielen gegen die Tigers könnte was gehen, dann allerdings warten schon wieder die Astros.

19. Toronto Blue Jays (33-35) ⇒
Die Blue Jays sind nur zwei Spiele vom Wild-Card-Platz entfernt, aber es fühlt sich an wie sieben. Ich lasse mich gerne überzeugen, dass ich falsch liege.

20. St. Louis Cardinals (31-37) ⇓
Traditionell kann man kaum einen größeren Fehler machen, als die Cardinals zu früh abzuschreiben. Zur Zeit sieht’s aber nicht gut für sie aus.

21. Chicago White Sox (31-37) ⇒
Ein Run Differential von +4 ist in meinen Augen eine echte Überraschung. Vielleicht sehe ich die White Sox doch zu kritisch.

22. Oakland Athletics (31-38) ⇑
Miese Bilanz, mieses Run Differential, schlechte Zukunftsaussichten – aber sie haben gerade die Yankees gesweept, also kann ich die A’s nicht allzu weit hinten einsortieren.

23. Kansas City Royals (33-35)⇑
Die Royals erleben gerade ein Zwischenhoch, das ich für gefährlich halte – es könnte ihnen nämlich den Blick auf den Zustand ihres Rosters vernebeln und sie daran hindern, als Seller zur Trade Deadline die nötigen Weichen für die Zukunft zu stellen.

24. Pittsburgh Pirates (31-38) ⇒
Bei ihnen selbst ist kein wirklicher Aufwärtstrend erkennbar, aber der Absturz der Reds lässt die schwache Saison der Pirates in etwas sanfterem Licht scheinen.

25. Cincinnati Reds (29-39) ⇓
Neun Niederlagen in Folge und jetzt nach Tampa und Washington. Willkommen in der Wirklichkeit.

26. Miami Marlins (30-37) ⇒
In der wohl schwächsten Division der Liga spielen die Marlins ernsthaft um Platz zwei mit, aber das sollte nicht darüber hinweg täuschen, dass die Saison für sie (wie für alle Teams der NL East, die nicht Nationals heißen) längst gelaufen ist.

27. Atlanta Braves (31-37) ⇒
Die Braves tun eigentlich nichts anderes als ihre nicht vorhandenen Erwartungen an diese Übergangssaison zu erfüllen und stehen trotzdem auf dem zweiten Platz der NL East. Komisch.

28. San Francisco Giants (26-45) ⇒
Die Giants bleiben die größte Negativüberraschung der Saison. Mal sehen, ob ich mich nächstes mal traue, sie hinter den Padres einzusortieren – in der Tabelle haben sie das bereits selbst geschafft.

29. San Diego Padres (28-42) ⇒
Schaut man auf das Run Differential (-113) sind die Padres das schlechteste Team der Liga. Aber man muss ihnen zugute halten, dass sie in ihrer Division regelmäßig gegen drei der besten spielen.

30. Philadelphia Phillies (22-46) ⇒
Nur 22 Siege aus 68 Spielen und das in der schwächsten Division. Ja, das ist wirklich schlecht.

⇑= 5 oder mehr Plätze höher als im Mai-Ranking
⇓= 5 oder mehr Plätze niedriger als im Mai-Ranking
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zum Mai-Ranking

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Mai 13th, 2017 by Dominik

Wenn ich mir mein vor der Saison aufgestelltes Powerranking nach sechs Wochen MLB so anschaue, dann würde ich am liebsten vergessen, dass es je existiert hat, denn bei einigen Teams lag ich doch arg daneben. Aber es hilft ja nichts, sich der Realität zu verweigern und deshalb gibt es heute von mir ein Update, wie ich aktuell die Kräfteverhältnisse in der Liga einschätze.

Findet ihr, dass ich euer Team unterschätze oder seid ihr sicher, dass Team X viel zu gut eingestuft wird, weil es in Wahrheit kurz vor dem großen Absturz steht? Eure Kommentare sind sehr willkommen.

1.  Houston Astros (25-11) ⇑
Die Astros haben den besten Record der Liga und die beiden Siege gegen die Yankees haben den Anspruch auf den Spitzenplatz in diesem Ranking klar untermauert.

2.  Washington Nationals (22-12) ⇑
Eine Wahnsinnsoffense, unterstützt von solidem Pitching und schwacher Divisionskonkurrenz, sorgt für eine langweilige NL East.

3.  New York Yankees (21-12) ⇑
Sie sind wieder da, ein bis zwei Jahre schneller als die meisten gedacht hätten – mit der zweitbesten Offense und der drittbesten Defense der MLB.

4.  Los Angeles Dodgers (21-15) ⇑
Nach durchwachsenem Start haben die Dodgers ihren Rhythmus gefunden und schicken sich an, die Rockies von der Divisionsspitze zu verdrängen.

5.  Colorado Rockies (23-14) ⇑
Die Rockies waren vor der Saison ein so beliebter Tipp als Überraschungsteam, dass ich nicht daran glauben wollte. Ich lag falsch.

6.  Chicago Cubs (18-17) ⇒
Der Titelverteidiger zählt immer noch zur Creme der Liga, aber ein bisschen World-Series-Hangover ist nicht zu bestreiten.

7.  Arizona Diamondbacks (21-16) ⇑
Verblüffend konstant und ausgewogen präsentieren sich die Diamondbacks als das zweite Überraschungsteam der NL West.

8.  Baltimore Orioles (22-12) ⇑
Wie schon im Grand Slam am Donnerstag ausgeführt, traue ich den Orioles noch nicht ganz über den Weg. Trotzdem Hut ab vor ihren bisherigen Leistungen.

9.  Boston Red Sox (18-17) ⇓
Die eigenen hohen Erwartungen und die überraschende Stärke der Yankees und der Orioles lassen den Saisonstart der Red Sox schlechter aussehen als er ist.

10. Cleveland Indians (18-16) ⇓
Die Indians sind noch nicht so recht ins Rollen gekommen, bleiben für mich aber der Favorit in der AL Central.

11. St. Louis Cardinals (19-15) ⇒
Die Cardinals starteten mit 3-9 und schienen schon fast abgeschrieben, doch inzwischen stehen sie auf Platz eins der NL Central. Die anstehenden Serien gegen die Red Sox, Giants, Dodgers, Rockies und noch mal die Dodgers werden zeigen, welches das wahre Gesicht der Cardinals 2017 ist.

12. Seattle Mariners (17-19) ⇒
Trotz eines miesen Starts (2-8) und diverser Verletzungen scheinen die Mariners inzwischen auf dem Weg, die Kurve zu kriegen.

13. Cincinnati Reds (19-16) ⇑
Kein Team hat mich im bisherigen Saisonverlauf so sehr Lügen gestraft wie die von mir auf Platz 30 prognostizierten Reds. Respekt.

14. Milwaukee Brewers (19-17) ⇑
Auch die Brewers hätte ich nicht so stark erwartet. Ich wusste noch nicht mal, wer Eric Thames ist.

15. New York Mets (16-18) ⇓
Die Mets machen bislang leider mehr Schlagzeilen durch Verletzungen und irre Vorgänge im Clubhouse als durch Leistung auf dem Platz. Mit fitten und mental bei der Sache befindlichen Cespedes, Syndergaard, Duda, Harvey, Matz und Familia ist ein Wild-Card-Run durchaus noch vorstellbar.

16. Minnesota Twins (18-14) ⇑
Noch ein Überraschungsteam, das derzeit sogar die Division anführt. Angesichts eines Run Differentials von -1 dürfte das allerdings eher eine Laune der Statistik sein, die sich mittelfristig relativiert.

17. Texas Rangers (17-20) ⇓
Die Glückssträhne des letzten Jahres, in dem die Rangers eine Rekordquote von knappen Spielen gewannen, ist vorbei und das spiegelt sich in der Tabelle wider, auch wenn es nach dem verkorksten Saisonstart schon deutlich aufwärts geht.

18. Tampa Bay Rays (18-20) ⇒
Die Rays sind für mich der Inbegriff eines Teams, das unter dem Radar fliegt. Wären sie nicht einer Hammerdivision, würde ich ihnen dieses Jahr noch mehr zutrauen.

19. Detroit Tigers(17-17) ⇒
Graues Mittelmaß – dort habe ich die Tigers erwartet und dort stehen sie.

20. Los Angeles Angels of Anaheim (18-20) ⇒
Mit einem Run Differential von -18 scheinen die Angels auf Platz zwei der Division etwas überbewertet, zumal die Mariners und die Rangers nach ihrem Fehlstart das Feld aufrollen.

21. Toronto Blue Jays (15-21) ⇓
Auch bei den Blue Jays ging es nach dem katastrophalen Start (10-20) in den letzten Tagen etwas aufwärts, aber trotzdem sind sie bisher die große Enttäuschung in der American League.

22. Chicago White Sox (15-18) ⇒
Dafür dass die White Sox sich mitten im Rebuilding befinden, läuft es sportlich gar nicht mal so schlecht.

23. Miami Marlins (13-21) ⇒
Die einzige spannende Frage, die sich für die Marlins dieses Jahr stellt, ist die, wer den Zuschlag beim angestrebten Verkauf der Franchise erhält.

24. San Francisco Giants (13-24) ⇓
MLB-weit die zweitwenigsten Siege, die wenigsten erzielten und die zweitmeisten kassierten Runs – eigentlich müssten die Giants in diesem Ranking noch weiter hinten stehen, aber ich habe den Glauben an das Potenzial dieses Teams noch nicht verloren.

25. Pittsburgh Pirates (14-22) ⇓
Bis zur Doping-Sperre von Starling Marte standen die Pirates bei 6-6, seitdem ging es nur noch abwärts.

26. San Diego Padres (14-23) ⇒
Die Enttäuschung über die bisherige Bilanz dürfte sich in Grenzen halten, denn die Padres sind ein bekennendes Rebuilding-Team, von dem für dieses Jahr nichts Nennenswertes erwartet wird.

27. Philadelphia Phillies (13-19) ⇒
Die Phillies können dieses Jahr durchaus um Platz drei in der Division spielen, aber nur weil die Marlins und die Braves ähnlich desolat sind wie sie selbst.

28. Oakland Athletics (16-19)⇒
Die Pläne für ein neues Stadion scheinen langsam Gestalt anzunehmen, den Plan für ein neues Erfolgsteam sehe ich nach wie vor nicht.

29. Kansas City Royals (14-21) ⇓
Zwei Jahre nach dem World-Series-Sieg hat dieses Royals-Team seine Zukunft offensichtlich hinter sich. Spätestens zur Trade-Deadline wird voll auf Rebuilding-Modus geschaltet werden.

30. Atlanta Braves (12-20) ⇓
Bei den Braves bestand die Hoffnung, zur Eröffnung des neuen Ballparks ein halbwegs konkurrenzfähiges Lineup auf dem Platz zu haben. War wohl nichts.

⇑= 5 oder mehr Plätze höher als in der Saisonvorschau
⇓= 5 oder mehr Plätze niedriger als in der Saisonvorschau
⇒ = weniger als 5 Plätze Abweichung zur Saisonvorschau

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