April 22nd, 2021 by Silversurger

Während die National League immer noch gebannt auf das epische Duell zwischen den Dodgers und den Padres zurückblickt und sich auf die Fortsetzung ab heute Nacht freut, stechen in sämtlichen Divisionen der American League überraschende Ergebnisse und Entwicklungen hervor. Überraschend kam auch das Karriereende von zwei langjährigen MLB-Veteranen: Sowohl Jay Bruce, zuletzt als First Baseman für die Yankees im Einsatz, als auch der seit September vereinslose Second Baseman Neil Walker erklärten in den letzten Tagen ihren Rücktritt vom professionellen Baseball.  Nicht die Karriere, aber mindestens die aktuelle Saison ist für Adrian Morejon beendet. Seit gestern steht fest, dass der 22-Jährige Starter der Padres sich einer Tommy-John-Surgery unterziehen muss. Die Padres-Rotation ist gleich doppelt vom Verletzungspech verfolgt: Dinelson Lamet musste gestern seinen ersten Start nach einem halben Jahr Pause im zweiten Inning abbrechen und unterzieht sich nun weiteren Untersuchungen.

National League
Die NL East hatte ich vor der Saison als stärkste Division der Liga eingeschätzt, doch diese Erwartung hat sich bislang nicht erfüllt. Das derzeit einzige Team mit knapp positivem Record sind die New York Mets (7-6), die aber nach zwei desolaten Niederlagen bei den Cubs ein Run Differential von -14 aufweisen. Tatsächlich bringen es bislang allein die Miami Marlins (8-9) auf ein positives Run Differential (+4). Mit sieben Siegen aus den letzten zehn Spielen haben die Marlins zudem von allen Teams der Division aktuell den besten Lauf und schicken sich an, im zweiten Jahr hintereinander den Spielverderber für die hoch eingestuften Teams der Mets, der Phillies (9-9), der Braves (8-10) und der Nationals (7-9) zu geben.

Ebenfalls sieben aus den letzten zehn haben die Milwaukee Brewers (11-7) gewonnen, die sich damit an die Spitze der NL Central gesetzt haben. Der starke Start der Cincinnati Reds (9-8) scheint sich hingegen immer mehr als Strohfeuer zu erweisen. Drei Niederlagen am Stück haben sie gegen die Indians und die Diamondbacks kassiert und nun stehen schwierige Auswärtsserien gegen die St. Louis Cardinals (8-10) und die Dodgers an. Erfreulich verläuft die Saison bislang für die Pittsburgh Pirates (8-10). Sie stehen zwar erwartungsgemäß auf dem letzten Platz, verkaufen sich aber keineswegs so schwach und chancenlos, wie man es vor der Saison und noch während der ersten Woche befürchten musste. 

So, wie es aussieht, bleibt die seit Jahren bestehende Dominanz der Los Angeles Dodgers (14-4) in der NL West weiterhin ungebrochen. Die San Diego Padres (10-10) wurden von den Dodgers in einer epischen Serie (siehe „Spiel der Woche“) in ihre Schranken verwiesen, ganz abgesehen von den eingangs erwähnten Verletzungssorgen. Eine positive Überraschung sind bislang die San Francisco Giants (11-7), die wacker oben mitmischen. Man muss allerdings dazu sagen, dass es der Spielplan bisher recht gut mit den Giants meint und ihnen die ersten Duelle gegen die Dodgers noch bis 22. Mai erspart bleiben. Am Ende der Tabelle finden sich die Colorado Rockies (6-12) als derzeit schwächstes Team der Liga, aber nicht ohne Hoffnung nach zuletzt zwei Siegen in Folge gegen die Astros.

American League
Nicht ohne Hoffnung ist auch das aktuell schwächste der Team der American League, aber der Fehlstart in die Saison sorgt bei den New York Yankees (6-11) und ihren Fans für gewaltigen Frust. Strikeouts und andere misslungene Aktionen der eigenen Spieler werden gnadenlos mit Buhrufen quittiert, das Spiel gegen die Tampa Bay Rays (10-9) am Freitag musste sogar kurz unterbrochen werden, weil Bälle und andere Gegenstände aufs Feld geworfen wurden.  An der Spitze der AL East stehen anstelle der abgestürzten Favoriten aus New York und der (auch von mir) gehypten Toronto Blue Jays (8-10) immer noch die Boston Red Sox (12-7). Die Red Sox leben dabei immer noch von einem Zwischenspurt mit neun Siegen hintereinander vom 6. bis zum 14. April. Seitdem wechselten Licht und Schatten sich ab; nun steht eine interessante Serie gegen die Mariners bevor (siehe „Einschalttipp“).

Wenn mich ein Team noch mehr überrascht als die Red Sox an der Spitze der AL East, dann sind das die Kansas City Royals (10-7) in der AL Central. Die Royals haben gerade gegen die Rays zum ersten Mal in diesem Jahr eine Serie verloren, aber auch diese beendeten sie mit einem positiven Ausklang durch einen aufregenden Walkoff-Sieg in Spiel drei. Die Chicago White Sox (9-9) und die Cleveland Indians (8-8) halten mit ausgeglichenen Bilanzen den Anschluss, während die Minnesota Twins (6-11) durch richtig schwierige Zeiten gehen: Wegen mehrerer Covid-Fälle im Team – darunter Max Kepler – mussten drei Spiele der Twins verschoben werden; von den letzten zehn Spielen, die vor und nach der Zwangspause ausgetragen werden konnten, wurden neun verloren; gestern Nacht setzte es eine besonders empfindliche Niederlage bei den Athletics, als drei Führungen aus der Hand gegeben wurden, bevor zwei Fielding Errors im zehnten Inning das Spiel entschieden. 

Des einen Leid ist des anderen Freud‘: Für die Oakland Athletics (12-7) war der Walkoff gegen die Twins bereits der elfte Sieg in Folge – eine verblüffende Wende, nachdem die A’s mit 1-7 in die Saison gestartet waren. Nun stehen sie in der AL West ganz vorne, während die Houston Astros (7-10) den entgegengesetzten Weg zurückgelegt haben. Nach neun Niederlagen in den letzten zehn Spielen sind sie auf dem letzten Platz angekommen, noch hinter den Texas Rangers (9-10). Neben den Athletics stehen mit den Seattle Mariners (11-7) und den Los Angeles Angels (9-7) zwei weitere Teams bei einer positiven Bilanz. Vor allem von den Mariners hätte ich das nicht erwartet; sie haben bereits Serien gegen die Astros, die Twins und die Giants gewonnen und zuletzt sogar den Dodgers einen Split abgetrotzt.

Szene der Woche
Ein Triple Play ist immer etwas Besonderes, deshalb bekommt die Aktion der Cincinnati Reds vom Samstag hier auch den Ehrenplatz. Noch sehr viel seltener ist aber ein sogenanntes Unassisted Triple Play, also ein solches, bei dem alle drei Outs ganz alleine von einem einzelnen Feldspieler erledigt werden. Ein solcher Spielzug gelang in der gesamten MLB-Geschichte bisher nur 15-mal. Joey Votto hätte die Nummer 16 auf der Liste sein können: Erst fing er Josh Naylors Linedrive zum ersten Out, dann tagte er Franmil Reyes kurz vor der ersten Base zum zweiten Out. Zum Abschluss hätte er selbst auf die dritte Base treten und damit das Out gegen Eddie Rosario besorgen können, der schon die Homeplate passiert und gar nicht mitbekommen hatte, was Sache war. Doch Votto entschied sich im Eifer des Gefechts, den Ball zu Third Baseman Max Schrock zu werfen und diesen am Spielzug teilhaben zu lassen. Daher ist es kein Unassisted, sondern ein 3-3-5-Triple-Play. Gefreut hat sich Votto trotzdem mit vollem Recht, denn es war ein toller Spielzug und ein wichtiger Baustein beim 3:2-Sieg über die Indians.

Statistik der Woche 
40. So viele Strikeouts hat Corbin Burnes von den Milwaukee Brewers in seinen vier Starts in dieser Saison erzielt. Das ist für sich allein schon eine starke Leistung, aber wirklich einzigartig wird sie durch die Tatsache, dass Burnes in diesem Jahr noch keinen einzigen Walk zugelassen hat. Das sind gleich zwei MLB-Rekorde: 40 Strikeouts mit null Walks hat vor ihm weder ab Saisonstart noch innerhalb von vier aufeinanderfolgenden Spielen je ein MLB-Pitcher geschafft.

 

Spiel der Woche
So früh in der Saison bin ich sehr zurückhaltend damit, vom Spiel des Jahres zu reden, aber was die Los Angeles Dodgers und die San Diego Padres am Freitag – nach unserer Zeit am Samstagmorgen – geboten haben, war ganz großes Kino. Monster-Homeruns, verblüffende Errors, fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen, haufenweise Führungswechsel, eine Beinahe-Schlägerei, ein Fan auf dem Feld, 17 verschiedene Pitcher einschließlich eines Feldspielers, drei volle Extra-Innings – was immer man sich unter einem aufregenden Baseballspiel vorstellt, dieses Match hatte es zu bieten. 

Mein Einschalttipp
Der naheliegende Tipp an dieser Stelle ist natürlich wieder das Matchup zwischen den Dodgers und den Padres, denn die wohl heißeste Intra-Division-Serie der Saison geht ab heute Nacht in ihre zweite Runde. Aber weil das wahrscheinlich jeder Baseballfan sowieso schon auf dem Schirm hat, gibt es von mir eine zusätzliche Empfehlung: Mit den Seattle Mariners und den Boston Red Sox treffen zwei der größten Überraschungen der bisherigen Saison von heute bis Sonntag viermal aufeinander. Die Spiele am Samstag und am Sonntag laufen jeweils zur europafreundlichen Zeit um 19:10 Uhr. Die voraussichtlichen Starter sind Chris Flexen vs. Nate Eovaldi am Samstag und Nick Margevicius vs. Eduardo Rodriguez am Sonntag.

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März 12th, 2021 by Silversurger

Die Cincinnati Reds galten letztes Jahr als Geheimtipp in der National League. Diesem Ruf wurden sie gerecht, indem sie zum ersten Mal seit 2013 eine Winning Season einfuhren und die Playoffs erreichten. Auch wenn sie dort sang- und klanglos mit zwei Niederlagen gegen die Braves ausschieden, war die Saison 2020 ein großer Schritt nach vorne für die leidgeprüfte Franchise. Apropos leidgeprüft: Die Reds sind nicht gerade ein reiches Team und so war es absehbar, dass sie sich die Dienste ihres größten Leistungsträgers nicht auf Dauer leisten konnten. Nach seiner Cy-Young-Saison mit einem ERA von 1.73 war Trevor Bauer der Hauptpreis der diesjährigen Free Agency und heuerte für einen dreistelligen Millionenbetrag bei den Dodgers an. Die Top-Reliever Raisel Iglesias und Archie Bradley ließ man ebenfalls aus Kostengründen ziehen, auch Shortstop Freddy Galvis ging und wurde nicht ersetzt. Umso mehr benötigen die Reds nun Rebounds von Mike Moustakas und Nick Castellanos, die ihre teuren Vierjahresverträge bislang nicht mit Leistung gerechtfertigt haben. Wenn diese beiden in die Spur finden und gemeinsam mit Eugenio Suarez das Lineup tragen, wenn zudem Joey Votto im Alter von 37 Jahren noch einmal ein bisschen Joey Votto sein kann und wenn die immer noch starke Starting Rotation ihr Niveau hält, dann ist ein erneuter Angriff auf die Playoffs möglich. Das sind sehr viele Wenns, aber zum Glück für die Reds geht das den meisten Teams in der eher schwachen NL Central nicht anders.

Voraussichtliches Lineup
C Tucker Barnhart
1B Joey Votto
2B Mike Moustakas
SS Kyle Farmer
3B Eugenio Suarez
LF Jesse Winker
CF Nick Senzel
RF Nick Castellanos

Voraussichtliche Rotation
RHP Luis Castillo
RHP Sonny Gray
RHP Tyler Mahle
LHP Wade Miley
RHP Michael Lorenzen
Key Reliever: Amir Garrett

Wichtigster Zugang
RP Sean Doolittle (Washington Nationals)

Wichtigster Abgang
SP Trevor Bauer (Los Angeles Dodgers)

Bestes Prospect
LHP Nick Lodolo

Größte Stärke
Die Rotation: Der Verlust von Trevor Bauer wiegt schwer, aber auch ohne ihn verfügen die Reds immer noch über eine ansehnliche Starting Five. Luis Castillo und Sonny Gray sind regelmäßige All-Star-Kandidaten und Tyler Mahle hat sich sehr gut entwickelt, seit er letztes Jahr seinen Curveball durch einen Slider ersetzte. Als Nummer vier und fünf sind Wade Miley und Michael Lorenzen solide Besetzungen, solange man ihnen nicht zu viele Innings zumutet.

Größte Schwäche
Shortstop: Hier liegt seit Jahren ein ständig wiederkehrendes Problemfeld der Reds. Zuletzt hat Freddy Galvis die Position zumindest in der Defensive solide verwaltet, doch man ließ ihn in der Free Agency ziehen und bemühte sich nicht genug um potenzielle Verstärkungen wie Marcus Semien, Didi Gregorius oder Andrelton Simmons. Die vorhandenen Optionen im Team sind Kyle Farmer, der in seiner Karriere nie mehr als Replacement-Level erreicht hat, und das nicht ausgereifte Prospect Jose Garcia.

Spannendste Frage
Wer gewinnt den Closer-Job? Nachdem Iglesias und Bradley den Klub verlassen haben, ist das Rennen eröffnet. An Kandidaten mangelt es nicht: Neuzugang Sean Doolittle hat die meiste Erfahrung in der Rolle, als leichter Favorit gilt aber Reds-Eigengewächs Amir Garrett, der genau wie Lucas Sims bereits öffentlich Ansprüche auf das Amt angemeldet hat. Eine weitere Option wäre der vielseitige Michael Lorenzen, falls der sich nicht als Starter durchsetzt. Oder als Outfielder. Oder als Pinch Hitter.

Meine Prognose
Platz 3 in der NL Central

Hier geht’s zum Power-Ranking mit allen bisher erschienenen Previews.

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März 11th, 2021 by Silversurger

Die MLB-Saison ist nur noch drei Wochen entfernt, das Spring-Training läuft auf Hochtouren und endlich haben auch die beiden letzten „großen“ Free Agents Jackie Bradley Jr. und Jake Odorizzi ihr neues Team gefunden. Leider gab es diese Woche auch wieder ein paar Verletzungen, durch die die Saison für die betreffenden Spieler ganz oder teilweise gelaufen ist, bevor sie richtig begonnen hat. Dank des deutschen Corona-Flickenteppichs gibt es etwas verwirrende Neuigkeiten in Bezug auf die Baseball-Bundesliga – mehr dazu am Ende dieses Artikels.

Bradley Jr. zu den Brewers
Die Milwaukee Brewers haben sich die Dienste von Jackie Bradley Jr. gesichert. Das kam etwas überraschend, denn im Centerfield der Brewers ist bereits Lorenzo Cain als Stammspieler gesetzt. Dasselbe gilt für das Leftfield mit Christian Yelich, sodass für Bradley Jr. voraussichtlich die etwas größeren Anteile eines Platoons mit Avisail Garcia im Rightfield bleiben. Der in Kürze 31-Jährige erhält einen Zweijahresvertrag, der ihm 13 Millionen Dollar im ersten und 11 Millionen im zweiten Jahr garantiert. Eine Option ermöglicht dem Spieler, nach dem ersten Jahr einseitig aus dem Vertrag auszusteigen. 

Astros verpflichten Odorizzi
Auch Jake Odorizzi hat einen neuen Job. Der Starting Pitcher unterschreibt für zwei Jahre bei den Houston Astros. Dafür erhält er ein garantiertes Gehalt von 23,5 Millionen Dollar und die Verlängerungsoption für ein weiteres Jahr. Odorizzi hatte 2019 ein starkes Jahr für die Minnesota Twins mit 3.51 ERA und 3.36 FIP in 30 Starts. 2020 konnte er wegen mehrerer Verletzungen nur 13.2 Innings pitchen. Die Astros sahen sich offenbar gezwungen, noch eine Verstärkung an Land zu ziehen, nachdem Framber Valdez sich an seinem letzte Woche gebrochenen Finger operieren lassen muss und möglicherweise für die gesamte Saison ausfällt. Zudem steht seit gestern fest, dass Pitching-Prospect Forrest Whitley sich einer Tommy-John-Surgery unterziehen muss, womit für ihn die Saison gelaufen ist. 

Castillo, Martinez, Britton, Votto fallen aus
Auch für Jose Castillo, Relief Pitcher der San Diego Padres, ist die Saison bereits beendet. Der 25-jährige Linkshänder benötigt ebenfalls eine Tommy-John-Surgery und wird erst irgendwann im nächsten Jahr wieder spielen können.
Nur unwesentlich besser ergeht es Yankees-Reliever Zack Britton, dem in einer arthroskopischen Operation Knochensporne entfernt werden müssen. Sein Arm muss danach sechs Wochen komplett ruhen, danach schließen sich drei bis vier Monate Reha bis zur Einsatzfähigkeit an.
Rund vier Monate wird auch Jose Martinez ausfallen. Der Corner-Infielder/Outfielder schien auf gutem Weg, einen Platz auf der Bank der New York Mets zu ergattern, bevor er in einem Spring-Training-Spiel mit einem Umpire zusammenprallte und einen Meniskusriss erlitt.
Leider gibt es auch schon den ersten prominenten Covid-19-Fall der Saison: Joey Votto wurde positiv getestet. Der First Baseman der Cincinnati Reds muss sich für mindestens zehn Tage isolieren. Ob und in welcher Stärke er unter Symptomen leidet, ist bislang nicht bekannt. 

Lou Gehrig Day am 2. Juni
Ab diesem Jahr wird in der MLB regelmäßig am 2. Juni ein Lou Gehrig Day begangen. An diesem Tag wird dem legendären First Baseman der Yankees gedacht werden, vor allem aber soll er an die Krankheit Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) erinnern, die auch als Lou-Gehrig-Syndrom bekannt ist. Gehrig starb am 2. Juni 1941 im Alter von 37 Jahren an ALS – am selben Datum, an dem er 16 Jahre früher eine Rekordstrecke von 2.130 Einsätzen hintereinander gestartet hatte. Lou Gehrig ist der dritte Spieler nach Jackie Robinson (15. April) und Roberto Clemente (9. September), dem die MLB jährlich einen eigenen Tag widmet.

Bundesliga startet versetzt
Am 1. April ist Opening Day – das gilt nicht nur für die MLB, sondern auch für die Baseball-Bundesliga. Allerdings nur für den Süden, denn die Nordgruppe der höchsten deutschen Spielklasse startet erst über einen Monat später und absolviert mit 7 Spieltagen nur halb so viele Partien wie die Bundesliga Süd. Der Hintergrund ist, dass die an der Südgruppe beteiligten Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz die Liga als Teil des Spitzensports anerkennen, die nördlichen Bundesländer hingegen nicht. Das hört sich an wie ein verfrühter Aprilscherz, ist aber kuriose und bittere Realität. Aber vielleicht sollte man es nicht zu negativ sehen und lieber froh sein, dass es in Baseball-Deutschland zur Coronazeit nur zwei unterschiedliche Regelungen gibt und nicht 16…

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Februar 4th, 2021 by Silversurger

Die MLB-Saison soll wie geplant ab 1. April stattfinden. Das klingt nicht nach einer Neuigkeit, ist aber eine. Denn eine Verschiebung wurde in den letzten Tagen von mehreren Seiten gefordert, allein die Spielergewerkschaft stellt sich quer. Der Knaller der Woche auf dem Transfermarkt war der Wechsel von Nolan Arenado zu den St. Louis Cardinals.

Spieler wollen keinen späteren Saisonbeginn
Die Fronten scheinen verhärtet: Nachdem die Spielergewerkschaft MLBPA Anfang der Woche einen Vorschlag der Liga ablehnte, der eine auf 154 Spiele verkürzte Saison ab 28. April vorsah, schalteten sich gestern die US-Gesundheitsbehörden ein. Sie empfehlen ebenfalls, einen Monat später in den Spielbetrieb zu starten, und stellen in Aussicht, dass bis dahin alle Spieler und sonstigen Beteiligten geimpft werden könnten. Doch die MLBPA will davon nichts wissen, die Beteiligung an einem Gespräch mit Regierungsvertretern und der Ligaleitung lehnte sie rundheraus ab. Solange es keine Einigung zwischen Liga und MLBPA gibt, gelten weiterhin die ursprünglichen Starttermine. Demnach stehen am 27. Februar die ersten Spring-Training-Spiele und am 1. April die Saisoneröffnung an.

Ich muss gestehen, dass mir nicht klar ist, worauf die Gewerkschaft mit ihrer Blockadehaltung hinaus will – das Angebot der Liga enthielt die Zusage, die vollen Gehälter zu zahlen und die Designated-Hitter-Regel in der gesamten Liga anzuwenden. Damit wären die zwei vermeintlichen Kernforderungen der Spieler erfüllt. Ein besseres, der Pandemielage angepasstes Angebot können sie kaum erwarten. Eine Erklärung könnte sein, dass es der MLBPA um eine Machtdemonstration geht, bevor nächstes Jahr zwischen der Liga und ihr die Verhandlungen um einen neuen Rahmenvertrag (CBA) anstehen. Wenn das tatsächlich der Hintergrund ist, lässt es nichts Gutes für die CBA-Verhandlungen erwarten – 2022, die hoffentlich erste Saison nach der Pandemie, könnte mit einem Streik beginnen. 

Rockies traden Arenado nach St. Louis
Nolan Arenado, zweifellos einer der besten Third Basemen der Liga, wechselt den Verein: Die Colorado Rockies schicken den 29-Jährigen zu den St. Louis Cardinals. Die Cardinals geben im Gegenzug den linkshändigen Pitcher Austin Gomber, die beiden rechtshändigen Pitcher Tony Locey und Jake Sommers, 3B Mateo Gil sowie IF Elehuris Montero an Colorado ab. Das sind eine Menge talentierter Spieler, aber allesamt weder etablierte Major Leaguer noch Top-Prospects. Ganz offensichtlich waren die Rockies bereit, sich mit relativ wenig zufrieden zu geben, nur um den teuren Vertrag von Arenado loszuwerden, der ihm bei voller Erfüllung bis 2027 noch 214 Millionen Dollar einbringen wird. Mehr noch, die Rockies zahlen sogar drauf: 51 Millionen von Arenados Vertrag nehmen sie auf ihre Kappe, darunter das volle Gehalt von 35 Millionen für die anstehende Saison 2021. Aus Sicht der Cardinals ist das ein großartiges Geschäft, und auch Arenado selbst ist mit dem Wechsel glücklich: Er spielt ab sofort für ein Team mit deutlich besseren Playoffchancen und erhält obendrein die Möglichkeit, nach jedem der beiden kommenden Jahre einseitig aus dem Vertrag auszusteigen. Die Rockies hingegen werden einige Überzeugungsarbeit gegenüber den eigenen Fans leisten müssen, um den Sinn dieses Moves zu rechtfertigen.

Weitere Trades und Neuverpflichtungen  
Auf dem Free-Agent-Markt hat sich auch in dieser Woche einiges getan, wenngleich mit zum Beispiel Trevor Bauer, Marcell Ozuna und Justin Turner noch einige große Namen ausstehen. Besonders aktiv waren die Cubs, die anscheinend aus ihrem langen Winterschlaf aufgewacht und nun dabei sind, ihr fadenscheinig gewordenes Roster aufzufüllen. Hier die Vertragsabschlüsse der vergangenen sieben Tage im Überblick: SS Didi Gregorius (Philadelphia Phillies, 2 Jahre, 28 Millionen Dollar), 2B Kolten Wong (Milwaukee Brewers, 2 Jahre plus Kluboption, 18 Millionen), DH Nelson Cruz (Minnesota Twins, 1 Jahr, 13 Millionen), SP Adam Wainwright (St. Louis Cardinals, 1 Jahr, 8 Millionen plus Boni), OF Eddie Rosario (Cleveland Indians, 1 Jahr, 8 Millionen), OF Joc Pederson (Chicago Cubs, 1 Jahr plus beidseitige Option, 7 Millionen), SP Chris Archer (Tampa Bay Rays, 1 Jahr, 6,5 Millionen),  RP Alex Colome (Twins, 1 Jahr plus Kluboption, 6,25 Millionen), RP Joakim Soria (Arizona Diamondbacks, 1 Jahr, 3,5 Millionen plus Boni), SP Carlos Rodon (Chicago White Sox, 1 Jahr, 3,5 Millionen), RP Andrew Chafin (Cubs, 1 Jahr plus beidseitige Option, 2,75 Millionen), SP Trevor Williams (Cubs, 1 Jahr, 2,5 Millionen), RP Sean Doolittle (Cincinnati Reds, 1 Jahr, 1,5 Millionen plus Boni), C Alex Avila (Washington Nationals, 1 Jahr, 1,5 Millionen),  SP/RP Kohl Stewart (Cubs,1 Jahr, 750.000)

Zwischen den Baltimore Orioles und den Los Angeles Angels gibt es einen Trade, dessen Kernstück Starting Pitcher Alex Cobb ist. Der 33-jährige Rechtshänder wechselt zu den Angels, die im Gegenzug Infield-Prospect Jahmai Jones nach Baltimore schicken. Die Orioles übernehmen zudem zwei Drittel des Gehalts von 15 Millionen Dollar, das Cobb dieses Jahr zusteht. 

Schwere Vorwürfe gegen Callaway
Dem Pitching-Coach der Los Angeles Angels, Mickey Callaway, werden mehrere Fälle sexueller Belästigung vorgeworfen. Nach einem Bericht von The Athletic haben fünf Frauen aus dem Bereich der Sportmedien Callaway beschuldigt, sie mit unerwünschten Textnachrichten und Fotos bedrängt zu haben. Die Vorwürfe ziehen sich über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren, in denen Callaway für drei verschiedene Teams gearbeitet hat. Der 45-Jährige war von 2013 bis 2017 Pitching Coach der Cleveland Indians und von 2018 bis 2019 Manager der New York Mets. Die Angels haben Callaway, der die Anschuldigungen abstreitet, unmittelbar nach deren Bekanntwerden von seinem Posten freigestellt und eine vollständige Untersuchung gemeinsam mit der Liga angekündigt.

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Dezember 24th, 2020 by Silversurger

Fröhliche Festtage allerseits! Der Grand Slam macht auch an Weihnachten keine Pause, fällt heute aber ein bisschen mager aus – es tut sich einfach nicht allzu viel im Baseball in dieser Zeit des Jahres. Feiert schön im kleinen Kreis und schaut spätestens am Dienstag wieder hier vorbei, denn dann gibt es die nächste Folge der Serie über die Skandale der MLB.  

Phillies befördern Fuld
Die Philadelphia Phillies treiben den Umbau ihres Front-Offices weiter voran: Nachdem letzte Woche Dave Dombrowski in der neu geschaffenen Rolle des President of Baseball Operations präsentiert wurde, wird ihm nun Sam Fuld als General Manager zur Seite gestellt. Fuld ist seit dem Ende seiner aktiven Karriere im Jahr 2017 für die Phillies tätig, bislang als Director of integrative Baseball Performance, eine Art Bindeglied zwischen der Analyseabteilung und den Spielern. Ebenfalls befördert wurde innerhalb der Organisation Jorge Vellandia, der künftig als Assistenz-GM tätig ist. 

White Sox sichern sich Yoelki Cespedes 
Eines der talentiertesten Teams der Liga angelt sich ein weiteres Top-Prospect: Die Chicago White Sox sind sich mit Outfielder Yoelki Cespedes einig und werden ihn im Januar gegen ein Handgeld von 2 Millionen Dollar unter Vertrag nehmen. Der 23-jährige Kubaner ist ein Halbbruder von Yoenis Cespedes. Yoelki (auf manchen Seiten auch „Yoelkis“ geschrieben) gilt als eines der größten internationalen Talente der wegen Corona verschobenen Signing-Periode 2020/21.

Neben Cespedes steht mit Oscar Colas ein weiterer Kubaner im Fokus des Interesses. Der Outfielder und Pitcher wurde nach einem längeren Tauziehen mit den japanischen SoftBank Hawks von der MLB zum Free Agent erklärt und kann nun ebenfalls ab 15. Januar verpflichtet werden. Der 22-Jährige wird demnächst einige Probetrainings absolvieren. Die White Sox sind aus dem Rennen um ihn vermutlich raus, nachdem sie einen Großteil ihres verfügbaren Bonuspools für Cespedes verwenden. 

Ein paar Free-Agent-Signings 
Auf dem Free-Agent-Markt haben sich in den letzten Tagen keine großen Namen bewegt, aber ein paar wenige MLB-Signings gibt es doch zu vermelden: Die Detroit Tigers verpflichten SP Jose Urena für ein Jahr zum Preis von 3,25 Millionen Dollar plus 250.000 Euro mögliche Einsatzboni. SP/RP Matt Andriese geht zu den Boston Red Sox. Er erhält dort mindestens 2,1 Millionen für die Saison 2021. Falls der Klub die Option auf ein weiteres Jahr zieht und Andriese sämtliche Einsatzprämien erreicht, kann er in den zwei Jahren bis zu 7,35 Millionen verdienen. Die Los Angeles Dodgers geben RP Tommy Kahnle einen Zweijahresvertrag über rund 5 Millionen. Das ist eine stolze Summe für einen Reliever, der voraussichtlich nur im zweiten Vertragsjahr spielen wird, da er nach einer Tommy-John-Surgery im August wohl 2021 kaum oder gar nicht eingesetzt werden kann. Die Cincinnati Reds schließlich haben RP Edgar Garcia an Land gezogen. Der kürzlich von den Rays entlassene Reliever erhält einen Vertrag über 600.000 Dollar für ein Jahr.

Gehälter fast 2,5 Milliarden niedriger als 2019
Im Jahr 2020 bezahlten die MLB-Klubs rund 1,75 Milliarden Dollar an Spielergehältern. Das ist ein extremer Abfall gegenüber 2019, als diese Zahl noch bei 4,22 Milliarden lag. Der Grund dafür ist natürlich die Corona-Pandemie, welche die Liga zu einer Verkürzung der Saison zwang und dazu, dass die vertraglich vorgesehenen Zahlungen nur anteilig nach Anzahl der Spiele erfolgten. Die Gehälter wurden dadurch gegenüber einer 162-Spiele-Saison um 63% reduziert. Dass die genannte Gesamtsumme nur 59% unter der Marke des letzten Jahres lag, zeigt, dass bei einer normal durchgeführten Saison die Gehälter gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen wären. Die höchste Payroll hatten die Dodgers mit 98,6 Millionen Dollar für ihre Meistermannschaft, gefolgt von den Yankees mit 86,3 Millionen.

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Dezember 22nd, 2020 by Silversurger

Letzte Woche ging es hier unter anderem um Ty Cobb, einen der größten Hitter aller Zeiten. Nur ein Spieler hat in der Geschichte der MLB mehr Basehits erzielt als Cobb: Pete Rose führt mit 4.256 Hits die Karriere-Rangliste an, in der er wohl noch auf Jahrzehnte hinaus uneinholbar sein wird. Trotz dieser einzigartigen Leistung sucht man Rose in der Hall of Fame des Baseballs vergeblich. Warum eigentlich?

Im Jahr 1989 wurde bekannt, dass Rose, der 1986 seine Spielerkarriere beendet hatte und seit 1984 als Manager für die Cincinnati Reds tätig war, beschuldigt wurde, auf Baseballspiele gewettet zu haben. Er stritt dies zunächst ab, doch die Liga setzte Anwalt John Dowd als Sonderermittler ein. Dessen erdrückende Beweisführung im sogenannten Dowd-Report brachte Rose dazu, sich auf einen Deal einzulassen. Er stimmte einem lebenslangen Ausschluss durch die MLB zu, im Gegenzug verzichtete diese auf eine offizielle Anklage. Was dies in letzter Konsequenz für Rose bedeuten würde, konnte ihm zu dem Zeitpunkt nicht klar sein. Denn erst im Nachhinein beschloss die Hall of Fame 1991 eine Regel, dass niemand, der lebenslang gesperrt ist, in die Ruhmeshalle aufgenommen werden darf.  

Erst im Jahr 2002 gab Pete Rose gegenüber dem damaligen Commissioner Bud Selig erstmals zu, tatsächlich auf Spiele gewettet zu haben, während er Manager der Reds war. Er legte dabei großen Wert auf die Feststellung, dass er nie Geld gegen das eigene Team setzte, sondern stets auf dessen Erfolg wettete. Dies führte er auch in seiner 2004 erschienenen Autobiographie My Prison Without Bars aus.

Der Fall Pete Rose spaltet bis heute die Baseballwelt. Darüber, dass man grundsätzlich als Aktiver nicht auf Spiele wetten sollte, sind sich fast alle einig, zumal dies im MLB-Regelwerk schon seit 1927 klar untersagt ist. Ob man allerdings einen der überragenden Spieler der Baseballgeschichte mehr oder weniger aus selbiger tilgen muss, weil er Geld auf das eigene Team gesetzt hat, darüber lässt sich trefflich streiten. Ich persönlich halte diese Strafe für übertrieben, vor allem weil ich – anders als die geltende Regel – einen qualitativen Unterschied zwischen Wetten für und gegen das eigene Team sehe.  

Rose hat im Laufe der Jahre mehrere Anträge auf Begnadigung von der lebenslangen Sperre gestellt, die allesamt abschlägig beschieden wurden, zuletzt 2015 durch den aktuellen Commissioner Rob Manfred. Im Februar 2020 beantragte Rose erneut eine Prüfung seines Falls im Lichte des Sign-Stealing-Skandals der Astros, für den bekanntlich deutlich mildere Strafen ausgesprochen wurden. Die Chancen, dass ihm dies etwas nützt, dürften schlecht stehen.

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Dezember 8th, 2020 by Silversurger

Ihr wollt sie, ihr bekommt sie: Eine überwältigende Mehrheit der teilnehmenden Baseblog-Leserinnen und Leser hat im Offseason-Wunschkonzert für eine Serie über die größten Skandale der MLB-Geschichte gestimmt. Pflichtschuldig habe mich umgehend durch die Wäschekammer des Baseballs gewühlt und die zehn schmutzigsten Geschichten ausgegraben, um sie euch im Laufe der nächsten Wochen vorzustellen. 

Den Anfang macht heute ein Ereignis, an das man normalerweise nicht so schnell denkt, wenn es um Betrug oder krumme Geschäfte geht: ein All-Star-Game. Das jährliche Freundschaftsspiel der Stars der National League gegen jene der American League ist sportlich nicht mehr als ein fröhlicher Pausenfüller zur Halbzeit der regulären Saison. Die Berufung zur Teilnahme an dem Spiel ist jedoch durchaus ein wichtiger Eintrag in der Vita eines MLB-Spielers.

Wie und von wem man gewählt werden kann, hat sich seit dem ersten All-Star-Game 1933 ein paarmal geändert. Für die ersten beiden Spiele wählten die Fans die Starter beider Teams, die jeweiligen Manager füllten die Kader auf. Von 1935 bis 1946 wurden die Teams allein von den Managern bestimmt, bevor man 1947 dahin zurückkehrte, zumindest die acht Positionsstarter von den Fans bestimmen zu lassen. Das ging zehn Jahre gut, bis das Wahlsystem 1957 von Anhängern der Cincinnati Redlegs (den heutigen Reds) allzu offensichtlich missbraucht wurde.

Die Wahl zum All-Star-Team der National League 1957 brachte hervor, dass sieben von acht Starterposten von Spielern der Redlegs besetzt wurden. First Baseman Stan Musial von den St. Louis Cardinals war der einzige Nicht-Redleg, der gewählt wurde – mit knapper Mehrheit vor George Crowe, dem First Baseman der Redlegs. Die Redlegs hatten damals zweifellos eine starke Offensive, aber kaum jemand glaubte ernsthaft daran, dass sie es verdienten, das NL-Team quasi alleine zu stellen.

Bei einer Untersuchung, die der damalige MLB-Commissioner Ford Frick in Auftrag gab, stellte sich heraus, dass mehr als die Hälfte aller abgegebenen Stimmen aus Cincinnati stammte. Eine ganze Reihe von Sponsoren und Unterstützern der Redlegs hatte mit Mitteln auf die Wahl eingewirkt, die über das übliche Maß lokaler Mobilisierung weit hinausgingen. So hatten zum Beispiel die Tageszeitungen „The Cinicnnati Enquirer“ und „Cincinnati Times-Star“ mehrfach Wahlzettel abgedruckt, die mit dem kompletten Lineup der Redlegs vorausgefüllt waren. Die Brauerei „Burger Beer“ hatte 250.000 Vordrucke an Lokale verteilt, und es wurde von Wirten berichtet, die Gästen den Ausschank verweigerten, wenn diese sich nicht an der Wahl beteiligten. Eine junge Frau gab an, allein 1.400 Wahlzettel ausgefüllt zu haben – eine reife Leistung in einem Zeitalter, in dem es keine Heim-PCs mit Drucker geschweige denn Internetbots gab und somit mühsame Handarbeit angesagt war. Zu den selbst erklärten Top-Wählern gehörte auch der ehemalige Redlegs-Pitcher Nellie Pott, der 820-mal abstimmte.

Trotz massiver Proteste aus Cincinnati entschied Commissioner Frick, das Wahlergebnis nicht vollständig anzuerkennen und zwei Startpositionen mit Willie Mays (New York Giants) und Hank Aaron (Milwaukee Braves) zu ersetzen. Noch deutlich härter war die Konsequenz, die Frick für das Wahlverfahren in den folgenden Jahren zog: Das Fan-Voting wurde abgeschafft, die Wahl der All-Star-Spieler stattdessen unter den Managern, Trainiern und Spielern der Liga aufgeteilt. Erst seit 1970 dürfen die Fans wieder mitbestimmen.

 

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November 26th, 2020 by Silversurger

Von den 20 Top-Free-Agents dieser Offseason haben erst zwei einen neuen Vertrag unterschrieben – Marcus Stroman über das Qualifying Offer bei den Mets und nun Charlie Morton bei den Braves. Auch sonst war in der MLB in der Thanksgiving-Woche nicht allzu viel los. Dafür gibt es einige interessante Baseball-Neuigkeiten aus dem Südosten der Weltkarte, die ich euch nicht vorenthalten möchte.

Braves signen Morton
Den Atlanta Braves waren gegen Ende der Saison 2020 die Pitcher ausgegangen, daher sind sie nun offenbar besonders eifrig dabei, neue Arme ins Team zu bringen. Wobei „neu“ ein sehr relativer Begriff ist, denn nach der letztwöchigen Verpflichtung des 31-jährigen Drew Smyly gaben sie nun den 37-jährigen Charlie Morton als weiteren Neuzugang bekannt. Morton hatte dieses Jahr für die Tampa Bay Rays eine eher mittelmäßige reguläre Saison (4.74 ERA in 38 Innings), spielte aber eine starke Postseason (2.70 ERA, 20 Innings). Die Rays verzichteten darauf, ihn per Vertragsoption für 15 Millionen Dollar ein weiteres Jahr lang an sich zu binden – offenbar in der Hoffnung, sich auf eine Weiterverpflichtung für weniger Geld einigen zu können. Diese Rechnung ging nicht auf, denn bei den Braves bekommt er nun exakt die Summe, die die Rays nicht zahlen wollten.

5 Jahre Vertrag für Hoyer
Wie letzte Woche berichtet, rückt der bisherige General Manager der Chicago Cubs, Jed Hoyer, im Klub eine Ebene höher auf den von Theo Epstein freigemachten Posten des „President of Baseball Operations“. Die Cubs haben die Beförderung inzwischen offiziell bestätigt, verbunden mit einem neuen Fünfjahresvertrag für Hoyer.
Die Bezeichnungen der Funktionen in den Front Offices sind mitunter etwas verwirrend. Hoyer hat jetzt die Hauptverantwortung für die Baseballgeschäfte eines MLB-Klubs und damit im Prinzip denselben Job, den er von 2009 bis 2011 als General Manager der San Diego Padres ausübte. Seine bisherige Funktion in Chicago trug die gleiche Bezeichnung, war aber Epstein untergeordnet. 

Trade zwischen Rockies und Reds
Die Colorado Rockies und die Cincinnati Reds haben sich auf einen Tausch ehemaliger Top-Pitching-Prospects geeinigt. Von Colorado nach Cincinnati wechselt Rechtshänder Jeff Hoffman, begleitet von Minor-League-Pitcher Case Williams. Dafür schicken die Reds Rechtshänder Robert Stephenson sowie Minor-League-Outfielder Jameson Hannah. Hoffman und Stephenson teilen ähnliche Geschichten. Beide sind ehemalige Erstrunden-Draftpicks, die inzwischen ihre Minor-League-Options verbraucht haben, in der MLB aber bislang nicht Fuß fassen konnten. Die Hoffnung ist für beide, dass ein Wechsel der Umgebung ihrer Entwicklung gut tut und ihnen vielleicht doch noch eine Zukunft in den Big Leagues eröffnet.

Fukuoka Hawks viermal hintereinander Meister
Die Finalserie der japanischen Baseball-Meisterschaft war eine klare Angelegenheit: Die Fukuoka Softbank Hawks ließen den Yomiuri Giants mit einem Vier-Spiele-Sweep keine Chance. Eine besonders beeindruckende Performance gelang Matt Moore in Spiel 3 der Serie. Der ehemalige MLB-Pitcher warf sieben No-Hit-Innings, bevor der Bullpen übernahm und erst bei zwei Outs im neunten Inning den einzigen Single der Giants erlaubte. Für die Hawks ist es bereits der vierte Titel in Folge sowie der siebte in den letzten zehn Jahren.

Dinos holen erste KBO-Meisterschaft
In Südkorea endete am Dienstag die Saison der Profiliga KBO mit einem Sieg der NC Dinos in Spiel 6 der Finalserie über die Doosan Bears. Für die in Changwon angesiedelten Dinos ist es der erste Titel ihrer Klubgeschichte. Das riesige Schwert, mit dem sie in unten stehendem Video feiern, ist übrigens nicht die offizielle Trophäe der KBO. Es handelt sich um den Nachbau eines begehrten Items aus einem der Games der Videospielfirma, der das Team gehört.

ABL in neuem Format 
Während auf der Nordhalbkugel nun alle wichtigen Ligen ihre Saison abgeschlossen haben, laufen in Australien die Planungen für die neue Spielzeit auf Hochtouren. Am 18. Dezember soll die ABL den Spielbetrieb aufnehmen, coronabedingt mit einigen Änderungen gegenüber den Vorjahren. Die einschneidendste Neuigkeit ist, dass die Liga sich dieses Jahr wieder rein auf Australien beschränkt. Die beiden Teams aus Südkorea und Neuseeland haben sich zur Vermeidung von Reiseaktivitäten abgemeldet. Die verbleibenden sechs australischen Teams werden einen Spielplan absolvieren, der aus wenigen normalen Heim- und Auswärtsspielen sowie aus zwei jeweils einwöchigen Camps in Adelaide und Brisbane besteht. Bis Ende Januar soll auf diese Weise jedes Team 24 Spiele bestreiten. Das daran anschließende Playoff-Format wird noch ausgearbeitet und bis Saisonstart bekannt gegeben.

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Oktober 8th, 2020 by Silversurger

Hochspannung in den MLB-Playoffs: Noch keines der Divisional-Duelle ist entschieden, aber in allen vier Serien kann es  schon heute soweit sein. Vor der Zusammenfassung des sportlichen Geschehens der letzten Tage noch kurz zwei Neuigkeiten von außerhalb der Playoff-Bubble: Neben den Los Angeles Angels sind nun auch die Philadelphia Phillies auf der Suche nach einem neuen General Manager. Matt Klentak hat nach fünf weitgehend erfolglosen Jahren – ohne Winning Season, ohne Playoff- Teilnahme – seinen Rücktritt erklärt. Und auch bei den Cincinnati Reds ist eine Stelle offen: Dick Williams hat gestern erklärt, seinen Posten als „President of Baseball Operations“ abgeben zu wollen. 

National League
Da in den NLDS-Duellen erst je zwei Spiele absolviert wurden, konnte noch keine der Best-of-5-Serien entschieden werden. Allerdings stehen sowohl die Atlanta Braves als auch die Los Angeles Dodgers mit einem Bein in der nächsten Runde. 

Die Braves haben die ersten Spiele gegen die Miami Marlins 9:5 und 2:0 gewonnen. Wie schon in der Wild-Card-Runde gegen die Cincinnati Reds überzeugen die Braves bislang vor allem mit starkem Pitching, ihrer ursprünglich angenommenen Schwachstelle. Die Braves haben nun drei Matchbälle für den letzten nötigen Sieg, um in die Championship-Serie der NL einzuziehen. 

Dasselbe gilt für die Dodgers, die mit 5:1 und 6:5 beide Partien gegen die San Diego Padres für sich entschieden haben. Im ersten Spiel war Geduld gefragt, denn die Dodgers blieben fünf Innings ohne Hit und lagen 0:1 zurück, bevor im sechsten Durchgang der Knoten platzte und sie gleich vier Runs aufs Scoreboard brachten. Auch im zweiten Spiel überkamen sie einen frühen Rückstand und wehrten im neunten Inning ein Comeback des Gegners ab, um sich die vielversprechende Ausgangslage vor Spiel drei zu sichern. 

American League
In der AL gibt es nach drei Spielen ebenfalls noch keine Entscheidung. Nah dran waren die Houston Astros, die mit 10:5 und 5:2 die ersten Spiele gegen die Oakland Athletics gewannen. In der dritte Partie nahmen sie den Athletics zweimal die Führung ab, mussten sich am Ende aber doch geschlagen geben (siehe „Spiel der Woche“). 

Die New York Yankees landeten mit 9:3 den ersten Erfolg in der Serie gegen die Tampa Bay Rays, doch die Spiele zwei und drei gingen mit 7:5 und 8:4 an den Gegner. War vor der Serie noch die Frage, ob das formidable Pitching der Rays die Homerun-Power der Yankees unter Kontrolle halten kann, so sieht es nun eher danach aus, dass die Rays die Yankees mit deren eigenen Waffen schlagen: Vier Homeruns am Dienstag, drei Homeruns am Mittwoch waren der maßgebliche Faktor, dass die Rays nur noch einen Sieg vom Einzug in die Championship-Serie entfernt sind.

Szene der Woche
Der Endstand von 9:3 für die Yankees klingt nach einer klaren Angelegenheit, aber tatsächlich war die Partie gegen die Rays am Montag ein enorm spannendes Spiel mit mehreren Führungswechseln. Die Entscheidung zugunsten der Bronx-Bomber brachte erst der Paukenschlag im neunten Inning, der folgende Grand Slam von Giancarlo Stanton. Als Szene der Woche steht er auch stellvertretend für insgesamt sechs Homeruns durch Stanton in den bisherigen fünf Playoff-Spielen. 

Statistik der Woche 
18. Das ist die gleiche Zahl wie letzte Woche an dieser Stelle, aber eine ganz andere Statistik: 18 Strikeouts erzielten die Pitcher der Rays am Dienstag beim 7:5 gegen die Yankees und stellten damit einen neuen Rekord für 9-Inning-Playoffspiele auf. 10 davon gingen auf das Konto von Starter Tyler Glasnow, der die ersten fünf Innings pitchte.

Spiel der Woche
Das offizielle Homerun-Derby der MLB musste dieses Jahr coronabedingt ausfallen, aber die Oakland Athletics und die Houston Astros taten gestern alles, um die Fans von weiten Schlägen für den Verlust zu entschädigen. Siebenmal ging der Ball in der heiß umkämpften Partie über den Zaun. Entscheidend waren am Ende ironischerweise zwei Bälle, die zwar etwas zu kurz gerieten, jedoch als Sacrifice-Flys den Athletics die Runs zum 8:7 und 9:7 brachten. 

Mein Einschalttipp
Die MLB-Saison ist längst in der Phase angelangt, in der jedes Spiel, das sich zeitlich und vom Schlafbedarf her einrichten lässt, Pflichtprogramm ist. Das gilt erst recht für die Baseball-Bundesliga, in der an den beiden kommenden Wochenenden das Finale um die Deutsche Meisterschaft zwischen den Bonn Capitals und den Heidenheim Heideköpfen ansteht. Am Samstag ab 15 Uhr und am Sonntag ab 14 Uhr gibt es vermutlich zum letzten Mal in diesem Jahr die Chance, deutschen Spitzenbaseball per Livestream zu verfolgen. Die Partien aus Bonn werden wie üblich auf sportdeutschland.tv gesendet. Die weiteren Spiele der Best-of-5-Serie finden am folgenden Wochenende in Heidenheim statt, von wo es leider in der Regel keine Liveübertragung gibt. 

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Oktober 1st, 2020 by Silversurger

Die Baseball-Nacht des Jahres liegt hinter uns: Acht Playoff-Spiele an einem Tag hatte es noch nie gegeben und wird es auch auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Denn in der American League sind bereits drei von vier Duellen der Wild-Card-Runde entschieden. Somit müssen heute nur die Oakland Athletics und die Chicago White Sox zum entscheidenden dritten Spiel antreten, während in den Serien der National League Spiel zwei ansteht.

In den Teams, die sich nicht für die Postseason qualifizieren konnten, werden derweil schon erste Weichen für das kommende Jahr gestellt: Die Boston Red Sox trennen sich nach nur einem Jahr von Manager Ron Roenicke, die Los Angeles Angels entlassen General Manager Billy Eppler. Auch bei den New York Mets steht die Ablösung von GM Brodie van Wagenen so gut wie fest, sobald der Verkauf der Franchise an Steve Cohen offiziell ist. Zwei langjährige und beliebte MLB-Spieler werden wir nicht mehr auf dem Spielfeld sehen: Hunter Pence (Giants) und Alex Gordon (Royals) haben das Ende ihrer Karrieren verkündet. 

American League
Die erste Divisional-Serie der AL steht bereits fest. Die Tampa Bay Rays treffen ab Montag in einer Best-of-5-Serie auf die New York Yankees. Die Rays entledigten sich ihrer Wild-Card-Aufgabe gegen die Toronto Blue Jays souverän mit 3:1 und 8:2. Souverän waren auch die Yankees in Spiel 1 gegen die Cleveland Indians. Sie verschafften Cy-Young-Kandidat Shane Bieber einen rabenschwarzen Tag und gewannen das Spiel 12:3. Die zweite Partie war deutlich spannender, doch nach Comebacks im vierten und im neunten Inning behielten die Yankees auch hier die Oberhand und sicherten sich mit einem 10:9 den Sweep über die Indians. Die Serie zwischen den Rays und den Yankees wird in San Diego stattfinden.

Für die andere Divisional-Serie haben sich als erstes Team die Houston Astros qualifiziert. Das ist die erste große Überraschung dieser Playoffs, denn mit ihrer negativen Saisonbilanz (29-31) und als Auswärtsteam reisten die Astros als klarer Außenseiter nach Minnesota. Doch die Twins konnten ihre Playoff-Schwäche (siehe „Statistik der Woche“) nicht ablegen, während die Astros routiniert ihre Postseason-Erfahrung ausspielten und die Partien mit 4:1 und 3:1 nach Hause brachten.

Der Gegner der Astros in der ALDS in Dodger Stadium werden entweder die Oakland Athletics oder die Chicago White Sox sein. Die beiden Teams haben sich als bisher einzige die Siege in den Spielen eins und zwei geteilt. Beim 4:1-Sieg der White Sox feuerte Lucas Giolito sechs perfekte Innings, bevor er im siebten Durchgang den ersten Hit und im achten den einzigen Run abgab. Tags darauf kam die Offense der Athletics schneller und besser ins Spiel. Die Aufholjagd der White Sox kam zu spät und endete mit einer 3:5-Niederlage.  

National League
Die NL hatte letzte Nacht ihren ersten Wild-Card-Spieltag, daher konnte logischerweise noch keine der Best-of-3-Serien entschieden werden. Die Los Angeles Dodgers wurden im ersten Spiel ihrer Favoritenrolle gerecht und schlugen die Milwaukee Brewers 4:2. Der Sieger dieses Duells trifft in der nächsten Runde in Arlington auf San Diego oder St. Louis. St. Louis setzte sich etwas überraschend im ersten Spiel mit 7:4 durch. Den Padres könnten Pitching-Probleme zum Verhängnis werden: Die Asse Dinelson Lamet und Mike Clevinger sind verletzt und Chris Paddack erwischte gestern einen richtig miesen Tag, was nicht nur die Niederlage, sondern auch viel Arbeit für den Bullpen verursachte.

Die spannendste Partie der bisherigen Playoffs war eindeutig die erste Begegnung zwischen den Atlanta Braves und den Cincinnati Reds. Mehr dazu weiter unten beim „Spiel der Woche“. Einen veritablen Upset gab es in Chicago, wo den Miami Marlins ein einziges starkes Offensiv-Inning reichte, um beim 5:1 gegen die Cubs das neueste Kapitel ihrer Cinderella-Story zu schreiben. Die Gewinner der beiden Serien treffen ab Dienstag zur NLDS in Houston aufeinander. 

Szene der Woche
Wir sind zwar schon mitten in der Postseason, aber das Triple Play der Brewers vom letzten Tag der regulären Saison möchte ich euch nicht vorenthalten:

Statistik der Woche 
18. So viele Playoff-Spiele haben die Minnesota Twins nun hintereinander verloren. Der traurige Rekord reicht zurück bis in die ALDS 2004, in der die Twins die Spiele zwei bis vier gegen die Yankees abgaben. Es folgten ein 0-3-Sweep gegen die Athletics 2006 und dann 2009, 2010, 2017 und 2019 immer wieder Niederlagen gegen die Yankees. Entsprechend groß war die Begeisterung, dass es dieses Jahr in Runde 1 endlich mal nicht gegen die Yankees ging, doch auch gegen die Astros war für das Team von Max Kepler nichts zu holen.

Spiel der Woche
Alle Freunde des gepflegten Defensivspiels, die am Dienstag von Bieber vs. Cole enttäuscht wurden, folgte die Entschädigung einen Tag später in Form einer epischen Pitchingschlacht zwischen Max Fried und Trevor Bauer sowie den jeweiligen Bullpens der Atlanta Braves und der Cincinnati Reds. Es war das erste Playoffspiel seit 1997, das mit 0:0 in die Verlängerung ging, und es war das erste überhaupt, bei dem auch nach elf und zwölf Innings keine Runs auf dem Scoreboard auftauchten. Erst in der unteren Hälfte des 13. Innings gelang den Braves bei einem Single von Freddie Freeman der erste Zähler und damit der Walk-Off-Sieg. Noch ein Rekord: 37 Strikeouts von beiden Teams zusammen hatte es in einem Playoffspiel bisher nie gegeben.

Mein Einschalttipp
In den Playoffs ist natürlich jedes Spiel ein Einschalttipp, aber heute lege ich euch ganz besonders die Partie der Oakland Athletics gegen die Chicago White Sox ans Herz. Zur besten mitteleuropäischen Sendezeit um 21:10 Uhr beginnt das entscheidende dritte Spiel um den Einzug in die ALDS. 

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