Mai 24th, 2018 by Silversurger

Haufenweise spannende Spiele, einige Führungswechsel an den Divisionsspitzen, leider aber auch schon wieder ein Dopingfall – die vergangene Woche in der MLB bot quasi einen Querschnitt der bisherigen Saison. Negativ aus diesem Bild heraus fallen die Arizona Diamondbacks, die nach großartigem Saisonbeginn derzeit kaum wiederzuerkennen sind. Auf der anderen Seite sind die Milwaukee Brewers in meinen Augen das Team der Stunde und haben mittlerweile den besten Record in der generell recht ausgeglichenen National League. Nicht ganz so ausgeglichen ist die American League, aus der nach wie vor die Boston Red Sox, die Houston Astros und die New York Yankees deutlich herausragen.

National League
Die beiden jungen Überraschungsteams der National League East haben in den letzten Tagen eine Drei-Spiele-Serie gegeneinander gespielt. Das Resultat ist nicht etwa mehr Klarheit an der Spitze der Division, sondern durch den 2:1-Erfolg der Phillies sind Philadelphia (28-19) und die Atlanta Braves (29-19) nur noch näher aneinander heran gerückt. Ein Stück dahinter, aber auch nur drei bzw. dreieinhalb Spiele zurück sind die Washington Nationals (26-22) und die New York Mets (24-21). Beide hatten sicher mehr von der Saison erwartet als nach zwei Monaten auf den Plätzen drei und vier zu stehen, doch wenn man sich ihre Bilanzen anschaut, sehen diese eigentlich durchaus so aus, wie man sie sich vor der Saison vorstellen konnte – nur dass man zu diesem Zeitpunkt die Braves und die Phillies nicht derart stark auf der Rechnung hatte. Die Braves werden in den kommenden Tagen alle Hände voll zu tun haben, ihren Spitzenplatz zu verteidigen: Sie müssen zunächst nach Boston zum bislang stärksten Team der Liga und dann für vier Spiele zu den extrem schwer einzuschätzenden Mets. Vielleicht sind die Mets in zwei Wochen besser einzuschätzen, denn dann haben sie zwölf aufeinander folgende Spiele gegen Top-Teams – viermal Braves, viermal Brewers, viermal Cubs – hinter sich.

Es ist immmer wieder erstaunlich, wie schnell es in der MLB gehen kann: Wochenlang war die NL Central die spannendste Division, weil zwischen den besten vier Teams nie mehr als zwei Spiele lagen. Aber kaum, dass mal eines der Teams eine Siegesserie einlegt, bei der die anderen nicht mitziehen, sieht es schon anders aus. Immerhin drei Spiele Vorsprung haben die Milwaukee Brewers (31-19) auf den Rest des Feldes, nachdem sie zuletzt acht von zehn gewonnen haben. Dahinter stehen die Pittsburgh Pirates (27-21), die St. Louis Cardinals (26-21) und die Chicago Cubs (25-21) weiterhin sehr eng beisammen. Die kommende Woche wird heiß, denn es kommt zu zahlreichen direkten Duellen der vier Teams. Mal sehen, ob wir dann schlauer sind.

In der NL West gab es einen Führungswechsel, der sich schon eine Weile angedeutet hatte, denn die Arizona Diamondbacks (25-24) – vor drei Wochen noch das Top-Team der NL – befinden sich im freien Fall. Sechs Niederlagen, ein einzelner Sieg und dann weitere sieben Niederlagen sind die niederschmetternde Bilanz der letzten vierzehn Spiele. Nutznießer sind die Colorado Rockies (26-24), die sich trotz mittelmäßiger Leistungen und einem deutlich negativen Run Differential (-28) plötzlich an der Spitze der Division wiederfinden. Der Schwäche der Konkurrenz ist es zu verdanken, dass sowohl die San Francisco Giants (24-26) als auch die Los Angeles Dodgers (22-27) noch gute Chancen haben, Anschluss nach ganz oben zu finden. Gerade die Dodgers haben nach ihrem enttäuschenden Saisonstart zuletzt deutliche Lebenszeichen von sich gegeben, indem ihnen ein Sweep gegen die Nationals und eine 2:1-Serie gegen die Rockies gelangen. Darauf lässt sich in den kommenden drei Heimspielen gegen die San Diego Padres (21-30) aufbauen.

American League
Auch in der American League East hat die Führung gewechselt, zurzeit haben die Boston Red Sox (34-15) wieder die Nase vor den Yankees und auch vor dem Rest der gesamten Liga. Nach ein paar schwächeren Auftritten der Red Sox erwiesen sich die Baltimore Orioles (15-34) und die Tampa Bay Rays (22-25) als dankbare Aufbaugegner, während die New York Yankees (31-15) zuletzt zweimal gegen die Rangers verloren und nun mit den Angels und den Astros zwei schwere Gegner vor sich haben. Den Rest der Division kann man wohl getrost abhaken, denn außer den Rays und den Orioles sind auch die Toronto Blue Jays (23-26) nach acht Niederlagen aus den letzten zehn Spielen inzwischen so weit abgeschlagen, dass ihre Playoff-Chancen auf ein Minimum gesunken sind. Elf Spiele beträgt in der AL East mittlerweile der Abstand zwischen Platz eins und drei, in keiner anderen Division sind es mehr als viereinhalb.

Wenn die Cleveland Indians (24-23) in der AL East zu Hause wären, hätten sie dort übrigens auch schon neun Spiele Rückstand auf Platz eins. Da sie aber in der AL Central und damit in der wohl schwächsten Division der Liga sind, stehen sie nach wie vor ganz vorne – immerhin jetzt wieder mit knapp positivem Record. Die Minnesota Twins (21-24) bleiben dran, auch wenn „unser“ MLB-Star Max Kepler leider immer noch einen sehr schwachen Mai hat, in dem er bislang nur .186/.310/.343 schlägt. Best of the rest sind die Detroit Tigers (21-28), mit weiterem Abstand folgen die Chicago White Sox (15-31) und die Kansas City Royals (16-33). Als ob die White Sox nicht schon genug Probleme hätten, hat sich nun auch noch ihr Stamm-Catcher Wellington Castillo beim Gebrauch leistungssteigernder Mittel erwischen lassen. Er erhält die übliche Ersttäter-Strafe von 80 Saisonspielen Sperre zuzüglich All-Star-Game und Playoffs.

Völlig unbeeindruckt vom letztwöchigen Dopingfall Robinson Cano, der mit der gleichen Sperre geahndet wurde wie Castillo, zeigen sich bislang die Seattle Mariners (29-19) und das, obwohl sie inzwischen auch auf Canos Vertreter als Second Baseman, Dee Gordon, verletzungsbedingt verzichten müssen. Mit derzeit fünf Siegen am Stück waren die Mariners das erfolgreichste Team der Woche und bleiben dran am Titelverteidiger Houston Astros (32-18), der die AL West weiterhin anführt. Die Astros sind übrigens das erste Team in diesem Jahr, das beim Run Differential die Schwelle von +100 überschritten hat. Dazu beigetragen hat die fünftbeste Offensive und die mit großem Abstand beste Defensive der Liga. Nur 126 kassierte Runs in 50 Spielen sind eine enorme Leistung – man sieht es daran, dass Platz zwei von den Nationals und den Cubs geteilt wird mit jeweils glatt 50 Runs mehr. Mit den Los Angeles Angels (27-22) und mit Abstrichen den Oakland Athletics (25-24) hat die AL West zwei weitere konkurrenzfähige Teams, was die Division deutlich interessanter macht als im letzten Jahr.

Szene der Woche
Wie nah kann man einem Homerun kommen, ohne einen Homerun zu schlagen? Vermutlich nicht viel näher als Twins-2B Brian Dozier im gestrigen Spiel gegen die Tigers. Sein Leadoff-Hit im ersten Inning flog hoch über das Centerfield und viele Zuschauer hielten ihn ebenso wie Dozier selbst zunächst für einen Homerun. Doch der Ball traf auf das obere Ende der Outfield-Wand oder dort genau in eine Fuge der Polsterung, in welcher er stecken blieb. Auch wenn ihm in dieser Szene ein paar Zentimeter zum Glück fehlten, musste Dozier sich nicht lange ärgern, denn nach seinem Ground-Rule-Double brachte ihn ein Single von Eddie Rosario doch noch zur 1:0-Führung nach Hause. Am Ende gewannen allerdings die Tigers 4:1.

Statistik der Woche 
45. Das ist übrigens genau die gleiche Zahl wie letzte Woche, obwohl es dieses Mal um eine komplett andere Statistik geht. Nach 45 Spielen, darunter jedes bisherige Spiel der laufenden Saison, endete am Sonntag für Phillies-Outfielder Odubel Herrera die Serie von Partien, in denen er mindestens einmal auf Base kam. So jedenfalls die offizielle Lesart der MLB, über die man durchaus geteilter Meinung sein kann: Bei seiner letzten Gelegenheit, während des 1:5 bei den Cardinals im neunten Inning die Strecke doch noch am Leben zu erhalten, erreichte Herrera nämlich durchaus die erste Base. Es war zwar ein Strikeout, doch Catcher Francisco Pena fing den Pitch von Jordan Hicks nicht und so durfte Herrera Richtung Base rennen und kam dort sicher an. Er kam somit regulär auf Base, für die Serie wird das aber nicht gewertet. Schade und meinen Augen nicht ganz fair. Übrigens kam Herrera in den drei zwischenzeitlichen Spielen ebenfalls immer auf Base, ohne die fragwürdige Regel stünde der Zähler nun also bei 49.

Spiel der Woche
Es war womöglich das Comeback des Jahres: Bis tief ins neunte Inning waren die Miami Marlins am Sonntag auf dem Weg, einen Sieg aus Atlanta zu entführen. 9:4 lagen die Marlins vorne und das 9:5 bei einem Sacrifice Fly von Ronald Acuna schien nur Ergebniskosmetik zu sein. Immerhin war das schon das zweite Out im letzten Durchgang und es fehlte nur ein weiteres, um den Deckel auf das Spiel zu machen. Doch dieses eine Out wollte einfach nicht gelingen. Closer Brad Ziegler musste weichen, nachdem er einen Walk und drei Singles zugelassen hatte, die Führung nur noch 9:7 betrug und mit einem Runner auf Base der Ausgleich am Schlag stand. Tayron Guerrero übernahm den Mound, aber nicht das Kommando: Kaum ein Pitch landete in der Strikezone und nach zwei Walks, einem Hit und keinem Aus besorgte Dansby Swanson mit seinem 2-RBI-Single den Walkoff-Sieg für die Braves.

Mein Einschalttipp
Wenn am Wochenende die New York Yankees und die Los Angeles Angels aufeinandertreffen, dann wird das schon deshalb interessant, weil es zwei gute und interessante Teams sind. Besondere Würze bringt aber das voraussichtliche Matchup am Sonntag, das als Showdown der beiden japanischen Pitcher Masahiro Tanaka (Yankees) und Shohei Ohtani (Angels) inszeniert wird. Tanaka war bis zu seinem Wechsel in die MLB 2014 der Superstar der japanischen Profiliga NPB, Ohtani sein Nachfolger als solcher, bevor es ihn vor dieser Saison ebenfalls nach Amerika zog. Ohtani erlebt bislang einen glänzenden Start in seine MLB-Karriere mit 3.35 ERA, 3.25 FIP und nebenbei hervorragenden Batting-Leistungen an den Tagen, an denen er als Pitcher pausiert. Tanaka (4.95 ERA, 4.82 FIP) hat bis dato ein eher schwaches Jahr und wird froh sein, dass er in der American League spielt, sodass Ohtani ihm wenigstens als Hitter erspart bleibt.

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September 8th, 2016 by Silversurger

Im heutigen Grand Slam am Donnerstag, dem wöchentlichen Überblick zur MLB, weiche ich ein bisschen vom bisherigen Muster ab: Die meisten Divisionen sind inzwischen im Hinblick auf den Gruppensieg mehr oder weniger entschieden, während das Ringen um die Wild Cards zunehmend in den Mittelpunkt gerät. Daher trenne ich nun innerhalb der AL und der NL nicht mehr nach Divisionen sondern nach Divisions- und Wild-Card-Rennen.

American League
In der American League reden wir nur noch von einem einzigen Divisionsrennen, denn die Cleveland Indians (80-58) in der AL Central werden ihre Führung von 5.5 Spielen vor den Detroit Tigers (75-64) nicht mehr verspielen und die Texas Rangers (83-57) in der AL West den 8.5-Spiele-Vorsprung vor den Houston Astros (74-65) erst recht nicht. In der AL East ist aber nach wie vor alles drin und seit letzter Woche gab es auch schon wieder einen Wechsel an der Spitze: Die Boston Red Sox (78-61) liegen nun vor den Toronto Blue Jays (77-62), die sich einen denkbar ungünstigen Zeitpunkt ausgesucht haben, um sich von den New York Yankees (73-65) sweepen zu lassen. Ebenfalls noch voll im Rennen um den Divisionssieg sind die Baltimore Orioles (76-63) und selbst die Yankees sind gar nicht so weit weg – 4.5 Spiele Rückstand auf die Spitze sind theoretisch noch aufzuholen. Aber es ist natürlich sehr unwahrscheinlich, dass sie in den verbleibenden vier Wochen noch drei Teams überholen. Nach der ab heute Nacht anstehenden Vier-Spiele-Serie der Red Sox gegen die Blue Jays wird man in Bezug auf die AL East vielleicht etwas klarer sehen, vielleicht aber auch gerade nicht.

Auch das Wild-Card-Rennen der AL ist stark geprägt von dem Drei- bis Vierkampf in der AL East – schon seit Wochen halten sich beständig der jeweilige Zweite und Dritte der East auf den beiden Wild-Card-Plätzen, zurzeit also Toronto und Baltimore. Ernsthafte Hoffnungen können sich auf jeden Fall noch die Detroit Tigers machen, die nur ein Spiel hinter Baltimore liegen und jetzt – man hätte es nicht besser planen können – von Freitag bis Sonntag dreimal gegen eben jene Orioles spielen. Im Anschluss an diese Serie haben die Tigers gegenüber den East-Teams den großen Vorteil, dass jene bis zum Ende der Saison immer wieder untereinander spielen und sich somit gegenseitig die Punkte wegnehmen. Aus diesem Grund ist meine Prognose, dass am Ende nur eines der East-Teams (ich tippe auf Toronto) eine Wild Card erhält und die andere an die Tigers geht. Mit zwei Spielen Rückstand sind auch die Houston Astros noch dabei, aber ich hatte ja letzte Woche schon erwähnt, dass ich für sie angesichts des aktuellen Spielplans relativ schwarz sehe. Noch siebenmal hintereinander müssen sie gegen Divisionsführer ran: heute gegen die Indians, dann dreimal gegen die Cubs und dreimal gegen die Rangers.

National League
In der National League stehen ebenfalls zwei Divisionssieger, die Washington Nationals (82-57) in der East und die Chicago Cubs (89-50) in der Central faktisch fest. Der dritte eigentlich auch, denn die Los Angeles Dodgers (79-60) haben in der NL West mittlerweile fünf Spiele Vorsprung auf die San Francisco Giants (74-65), die mit 17-32 nach wie vor die schlechteste Bilanz aller MLB-Teams nach dem All-Star-Break aufweisen. Aus diesem Loch werden sie wohl, zumindest was den Divisionssieg angeht, nicht mehr heraus kommen.

Um die Wild Cards spielen die Giants nach wie vor mit, auch wenn der einst sicher scheinende Vorsprung inzwischen auf 0.5 Spiele zusammengeschrumpft ist. Es ist im Wesentlichen ein Dreikampf um die zwei zu vergebenden Plätze und dicht hinter den Giants stehen die St. Louis Cardinals (73-65) jetzt gleichauf mit den New York Mets (74-66). Die Mets sind das Team der Stunde in der MLB mit fünf Siegen aus den letzten Spielen und vierzehn aus den letzten achtzehn. Das ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass von der einstigen Traumrotation Syndergaard-Harvey-deGrom-Matz-Colon momentan nur Syndergaard und Colon übrig geblieben sind und auch Zack Wheeler dieses Jahr nicht mehr fit wird. Vom Restprogramm her dürfen die Mets sich nun sogar als Favorit auf einen der beiden Plätze sehen: Auf sie warten sechsmal die Braves, siebenmal die Phillies, dreimal die Twins, dreimal die Marlins und als einziges Team mit einer positiven Bilanz dreimal die Nationals. Die Giants müssen hingegen noch sechsmal gegen die Dodgers, die Cardinals noch sechsmal gegen die Cubs und beide noch viermal gegeneinander spielen. Ich tippe, dass es zwischen den Cardinals und den Giants ein ganz enges Rennen um den zweiten Wild-Card-Platz hinter den Mets wird.

Spielzug der Woche
Hier gibt es mal wieder mehrere Kandidaten: Zwei sehenswerte Aktionen der vergangenen Tage waren für mich Dansby Swansons Inside-the-park-Homer, der schnellste des Jahres und gleichzeitig der erste MLB-Homerun des Rookies, und Brett Gardners großartiger Catch, der einen von drei Siegen der Yankees gegen die Blue Jays sicherte. Noch beeindruckender fand ich aber Brian Doziers Einleitung eines Double Plays gegen die Royals, weil sich darin ein sehr guter Catch und eine artistische Ballweitergabe perfekt vereinen. Außer Konkurrenz, aber zu lustig um auf den Link zu verzichten: Carlos Beltran schießt ein „H“.

Statistik der Woche 
15. So viele Homeruns haben die St. Louis Cardinals dieses Jahr schon durch Pinch Hitter erzielt, was einen neuen MLB-Rekord darstellt. Nummer 15 war ein besonders wichtiger, denn Matt Carpenter glich damit am Dienstag im neunten Inning das Spiel gegen die Pittsburgh Pirates aus und bereitete so den Weg zum Sieg in einem fast schon verlorenen Spiel. Gleichzeitig stellten die Cardinals einen NL-Rekord auf mit dem 25. Spiel hintereinander, in dem sie mindestens einen Homerun erzielten. Diese Serie endete allerdings tags darauf beim 3:4 gegen den gleichen Gegner.

Spiel der Woche
Ein wahres Wechselbad der Gefühle war für beide Seiten das Spiel der Los Angeles Angels bei den Seattle Mariners vom vergangenen Freitag. Die Angels legten mit 4:0 im oberen ersten Inning vor, darunter ein 3-Run-Homer von Mike Trout noch vor dem ersten Out. Die Mariners zeigten sich alle andere als demoralisiert und revanchierten sich mit einem Score im ersten und sage und schreibe neun Runs im zweiten Inning – alle neun übrigens ohne einen einzigen Extra-Basehit, allein durch Singles, Walks und einen Error. Mit 10:4 und einem weiteren Run der Mariners im achten Inning schien das Spiel gelaufen, doch die Angels hörten so auf wie sie angefangen hatten: mit vier Runs und mit Mike Trout. Nur dass Trout dieses Mal keinen Homerun schlug, der sein Team einem epischen Comeback näher gebracht hätte, sondern einen Pop Out, der das aufregende Spiel beim Stand von 11:8 für Seattle beendete.

Spiel der kommenden Woche
Kompliment an die Ersteller der MLB-Schedule: Ein interessanteres Matchup als die Boston Red Sox gegen die Toronto Blue Jays kann es zurzeit gar nicht geben und genau das steht von Freitag bis Montag viermal hintereinander auf dem Programm. Mein Spiel der Woche ist aufgrund der Pitcher das erste davon: Rick Porcello gegen Marco Estrada lautet das voraussichtliche Duell ab 1:07 Uhr mitteleuropäischer Zeit in der Nacht von Freitag auf Samstag.

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